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Alt 17.01.11, 17:45   #91
Mattes
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Mattes wird schon bald berühmt werdenMattes wird schon bald berühmt werden
In Nbg kann man von "Feintuning" sprechen, wenn man ihn in den Kontext zum Wiederaufbau stellt. So wird das von Dexter gemeint sein. Im Vergleich zu z.B. Köln oder Frankfurt ist in Nbg der Wiederaufbau im Großen und Ganzen gelungen. Daher sind hier spektakuläre Neubauten nicht notwendig um verlorenes wet zu machen. Dennoch werden in der Altstadt in Vergessenheit geratene Ecken zum Leben erweckt und für die Allgemeinheit erfahrbar gemacht (Augustinerhof - Zugang zur Pegnitz).

Durch die freigewordenen Flächen der AEG und Quelle, bieten sich der Stadt in ihrem Unglück neue Perspektieven, die es nun auszuschöpfen gilt. "Auf AEG" haben sich schon sehr viele Ateliers angesiedelt. Was mit dem Quelle Kolloss wird, ist noch nicht genau abzusehen. Der Übliche Mix wird hierfür angepriesen.

Die Stadt sollte hier wirklich über einen großen Wurf nachdenken! Und hier kommt wirklich die von dir angesprochene Mentalität ins Spiel.

Was ich mir wünschen würde (was allerdings Mut verlangt), wäre ein Neubau, der neben der Burg und dem Altstadtblick ein wirkliches neues Wahrzeichen für die Gegenwart sein kann. Man siehe sich den Düsseldorfer Medienhafen an... Solche Bauten sind identitätsstiftend und sind Sinnbild für die Zukunftsfähigkeit einer Stadt. Der Business Tower hält da für mich leider nur bedingt her.
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Alt 17.01.11, 18:30   #92
Dexter
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Dexter braucht man einfachDexter braucht man einfachDexter braucht man einfachDexter braucht man einfachDexter braucht man einfachDexter braucht man einfach
zum thema flächendenkmal:

Nürnberg hatte in alter zeit eine u.a. durch bauregularien entstandene bautradition. diese wurde selbst nach dem ende der freien reichstadt stets fortgeschrieben in dem man sich mit den alten baumassen, dachformen und materialien auseinandergesetzt hat. heute gibt es aus allen vegangenen moden gute und schlechte beispiele für (damals, jeweils) modernes bauen in kenntnis der städtischen bautraditionen (ob für historismus, jugendstil oder selbst die nachkriegsmoderne). ein wesentlicher teil des nach dem krieg in der altstadt wiederaufgebauten steht ebenso in einer lokal verwurzelten, distinkten, wiedererkennbaren bautradition!

als nachschlagetip empfehle ich: http://www.baukunst-nuernberg.de/

wie sieht es da mit leipzig aus? hat "klein-paris" wirklich jemals einen eigenen baustil hervor gebracht? aus meiner sicht sieht es da eher mau aus. weite teile der gründerzeitlichen bebauung könnte zum beispiel auch in Berlin stehen. die altstadt hat im vergleich baukulturhistorisch nun auch nicht wirklich viel zu bieten.


zu "München"- neid:

mir geht das gejammer auch gewaltig auf den keks. aber leider ist bayern tatsächlich ein extremfall in sachen zentralstaatlichkeit unter den deutschen ländern. bayerns könige waren sehr frankophil und orientierten sich in vielem am aufbau frankreichs, inklusive einer über allem stehenden hauptstadt. die bislang fast unagefochtene herrschaft der oberbayrisch dominierten CSU hat jene ungleichheit zementiert.
münchens rolle ist ungleich größer für bayern als die Stuttgarts für BW oder die Dresdens für Sachsen. Ob das auf lange sicht so klug ist mag ich zu bezweifeln, münchen erstickt ja geradezu am eigenem hype. das klagen Nürnbergs ist durchaus berechtigt, trifft aber auch auf fast alle anderen nicht altbayrischen städte zu. nur wird das dort meist weniger lautstark bejammert.


zum citytunnel:

wie gesagt, der ist super für die region um leipzig. wenn wir aber nun schon in der art vergleichen möchten, dann will ich doch drauf hinweisen das Nürnberg schon seit den 70ern über ein ungleich komplexeres und technisch anspruchsvolleres U-Bahnnetz verfügt.
Der Nürnberger Hauptbahnhof übetrifft die Kapazität und die Nutzerfreuquenz des Leipzigers übrigens auch bei weitem! Leipzig hat eben einen Kopfbahnhof während der Nürnbergs HBF als einer der größten europäischen durchgangsbahnhöfe tatsächlich als Schnittstelle für den Schieneverkehr fungiert. Vielleicht ist jene geographische lage auch ein grund für die existenz eines der weltweit größten rangierbahnhöfe in Nürnberg.


D.
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Alt 17.01.11, 20:27   #93
Stahlbauer
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@Mattes

Nürnberg wäre schon zu wünschen, dass ein identitätsstiftendes Wahrzeichen für die 12- bis 40-jährige Bewohner und Gäste gefunden wird. Niemand will Nürnberg die Burg wegnehmen. Aber jung, frisch und hipp ist vielleicht Fort Boyard...

Vielleicht sollte sich Nürnberg von einem so steifen Wahrzeichen etwas lösen. Dresden macht es hier vor. Für eine Stadt, in der es nur wenige originale Barockbauwerke, dafür aber eine unüberschaubare Anzahl von Plattenbauten gibt, ist die Vermarktung als "Barockstadt" sehr erfolgreich. Verkauft wird einfach ein opulentes Lebensgefühl. Und das funktioniert sehr gut.




@Dexter

Um mit anderen Verkehrsknoten in Deutschland mitziehen zu können, fehlt Leipzig noch einiges. Z.B.: Solange Polen sein Eisenbahnnetz nicht grundlegend modernisiert, fehlen wichtige Ziele im Osten.
Der Punkt war doch aber: Die Wirkung des Citytunnels auf die städtebauliche Entwicklung Leipzigs in den nächsten Jahren. Die ersten Projekte laufen an. Mal schauen was da noch passiert. Das hat Nürnberg, als "reife Stadt" im "Fine Tuning", schon hinter sich.

Leipzig wird sich noch sehr anstrengen müssen, um die in der Innenstadt begonnenen und geplanten Projekte zum Erfolg zu führen.

Geändert von Stahlbauer (17.01.11 um 22:36 Uhr)
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Alt 17.01.11, 20:56   #94
DaseBLN
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@ Dexter: auch auf die Gefahr hin, dass das hier zum Schwanzvergleich mutiert, ein paar Richtigstellungen:
  • Die Nutzerfrequenz des Leipziger Hauptbahnhofs beträgt 120.000 Reisende täglich, die des Nürnberger 180.000 Reisende. Die Kapazität dürfte in etwa gleich sein. Leipzig hat hier durch den CT und den baldigen Anschluss an die Neubaustrecken Richtung Süden und Westen gute Chancen, mittelfristig gleichzuziehen.
  • Die U-Bahn in Nürnberg existiert nicht etwa aufgrund eines entsprechenden Verkehrsbedürfnisses, sondern weil München auch eine hat. Die Historie dessen sollte dir eigentlich bekannt sein. Andere Städte in der Größe wurden mit S-Bahn-Tunneln zur Unterfahrung eines Kopfbahnhofs und/oder mit Stadtbahnsystemen ausgestattet. Ohne die Rivalität zwischen Franken und Bayern wäre dies in Nürnberg ebenso geschehen
  • Ich weiß nicht, welche Relevanz eine lokale Bautradition insgesamt hat, wenn die schon angesprochenen identitätsstiftenden Bauwerke fehlen. Was Leipzig betrifft: die Gründerzeitbebauung unterscheidet sich durchaus von der Berliner oder Dresdener Variante und besticht heutzutage zuästzlich noch durch die Masse ihrer Erhaltung, die zahlreichen Messehöfe gibt es so nur in Leipzig, genauso wie das größte deutsche Denkmal, den Kopfbahnhof, eines des ersten modernen Hochhäuser Deutschlands und einen Zeitgenossen des Reichstagsgebäudes, der dessen ursprüngliches Aussehen in die Gegenwart ruft. Das alles sind distinkte Ausprägungen des Bauwesens. Und das, obwohl in Leipzig die Monumentalbauten eines Herrscherhauses, wie es sie in Dresden gibt, fehlen. Wie sieht es damit in Nürnberg abgesehen vom vereinfacht aufgebauten distinkten Stadtbild aus? Mir fällt da so auf Anhieb nur die Burg und das Reichsparteitagsgelände ein.
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Alle Bilder, soweit nicht anders angegeben, von mir.

Fotos im DAF: Moskau (Neue Bilder)
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Alt 17.01.11, 21:05   #95
Dexter
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Dexter braucht man einfachDexter braucht man einfachDexter braucht man einfachDexter braucht man einfachDexter braucht man einfachDexter braucht man einfach
@stahlbauer

ich stimme dir vollkommen zu, Dresden bewirbt sich richtig gut und Nürnbergs Marketing wirkt bislang reichlich halbherzig und hausbacken, gerade im Vergleich zu Leipzig und Dresden.

bezüglich "neuer" Warhzeichen gab es mehrere Anläufe, aber keines hat sich auf lange sicht allgemein durchsetzen können.
der Fernmeldeturm in Schweinau, immerhin mit über 280 metern der drittgrößte Deutschlands, führt seit einem kurzem, euphorischem start in den späten 70ern ein schattendasein. die lage ist , naja, bescheiden. an der messe wäre das ding super gewesen.
der business-tower ist derzeit sowas wie das aushängeschild. zugegebenermaßen ist der ganz hübsch anzuschauen, aber dann doch zu belanglos um identitätsstiftend zu wirken.
tatsächlich hat sich die U-Bahn als gewisses aushängeschild etabliert, auch wegen ihrer zentralen rolle im nahverkehr und der geschickten vermarktung als technisch progressivste untergrundbahn deutschlands. das ding ist aber auch wieder nur als ensemble spannend und ausserdem als verkehrsbauwerk dann vielleicht doch zu profan.
letztlich landet man immer wieder bei zwei historisch dominierenden aspekten Nürnbergs die sich baulich und mental eingebrannt haben. Das ist
a) die Altstadt als ort vornationaler deutscher geschichte innerhalb derer man nur schwer völlig neues bauen kann.
b) das Reichsparteitagsgelände als ort hypernationaler geschichte, zu der/dem man ein gespaltenes verhältnis pflegt.

letztlich muss man sich dem stellen und damit progressiv umgehen. die betonung der "Nuremberg Trials" als geschichtliche fortsetzung der "Stadt der Reichsparteitage" ist ein Schritt in die richtige Richtung. aus meinem umfeld wieß ich auch, das die Idee mit der "Stadt der Menschenrechte" durchaus international zieht und früchte zeigt. interessant wäre es, das baulich auszudrücken. das dokuzentrum verfolgt dieses ziel erfolgreich, ist aber vielleicht zu klein um diesbezüglich wirklich zu "wirken".

D.

P.S. auch Nürnberg leidet verkehrlich in Richtung Osten an der schlechten Vernüpfung nach Tschechien. Nach prag gehts mit dem Bus schneller als mit dem Zug...
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Alt 17.01.11, 21:31   #96
Ranger
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Ranger sitzt schon auf dem ersten Ast
mh, diese "auf krampf" neuen wahrzeichen funktionieren doch nur selten, oder man hat sehr sehr viel geld, um es umzusetzen ^^ und mit "dem 22. höchsten gebäude deutschlands" oder "dem 3. größten funkturm" gewinnt nunmal keine stadt ne ananas. zumal die architektur des "business towers" (allein der name zeugt schon von absoluter einfallslosigkeit) ein abklatsch des trotzdem noch deutlich höheren jen-towers (der bekanntlich zum baustart 1996 schon ein viertel jahrhundert jena schmückt, und dort wirklich als wahrzeichen dient). das klappt nicht in nürnberg, nicht in leipzig und auch nicht in new york (als beispiel, mit ihrer ersatzbebaunung für das world trade center).... auf krampf funktioniert sowas einfach nicht.
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Alt 17.01.11, 21:41   #97
twolf
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twolf befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Zitat:
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mh, diese "auf krampf" neuen wahrzeichen funktionieren doch nur selten, oder man hat sehr sehr viel geld, um es umzusetzen ^^ und mit "dem 22. höchsten gebäude deutschlands" oder "dem 3. größten funkturm" gewinnt nunmal keine stadt ne ananas. zumal die architektur des "business towers" (allein der name zeugt schon von absoluter einfallslosigkeit) ein abklatsch des trotzdem noch deutlich höheren jen-towers (der bekanntlich zum baustart 1996 schon ein viertel jahrhundert jena schmückt, und dort wirklich als wahrzeichen dient). das klappt nicht in nürnberg, nicht in leipzig und auch nicht in new york (als beispiel, mit ihrer ersatzbebaunung für das world trade center).... auf krampf funktioniert sowas einfach nicht.
keins von den 3 Wahrzeichen hat sich die Stadt Nürnberg Ausgesucht, oder als ihr wahrzeichen reklamiert.
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Alt 17.01.11, 21:50   #98
Mattes
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Mattes wird schon bald berühmt werdenMattes wird schon bald berühmt werden
Tja, der Name "business tower" ist wirklich schlecht. Das dachte ich mir auch, als ich ihn das erste mal gehört hab.

Bezüglich der Verkrampftheit... Wie haben es denn Hamburg mit der Elbphilharmonie, Bilbao mit dem Guggenheim, oder Sydney mit der Oper gemacht?
Grundsätzlich geht es doch darum, ob eine Stadt den Mut hat, unkonventionelle architektonische Wege einzuschlagen, nachdem Handlungsbedarf in der Stadtvermarktung festgestellt wurde.

Kreative Prozesse verkrampfen sich, wenn in den Favoritenkreis möglicher Lösungsvorschlage nur kleingeistige, konventionelle Vorschläge kommen. Da ist am Ende keiner zufrieden und es entsteht Unmut.

@ twolf: der business tower oder der Fernsehturm wären aber doch die einzigen Bauten, die sich bisher angeboten hätten.
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Alt 17.01.11, 21:56   #99
MB NUE
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@ Ranger

Der "deutlich" höhere Tower in Jena dürfte ca. 9,5 m höher sein

Unser Fernsehturm hat übrigens ca. 293 m

Aber jetzt dann auch bitte wieder zum Thema
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Alt 17.01.11, 22:04   #100
KurushiX
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KurushiX sitzt schon auf dem ersten Ast
Der JenTower ist kleiner .. und nur dank einer aufgesetzten Antenne höher.
Antennen zählen in meinen Augen aber nicht.. deswegen hab ich auch zu keinem Zeitpunkt die PetronasTowers als höchstes Gebäude der Welt akzeptiert. Der damalige SearsTower war um einiges höher. -- OffTopic Ende --
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Alt 17.01.11, 22:33   #101
Dexter
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@ DaseBLN

Zitat:
Die U-Bahn in Nürnberg existiert nicht etwa aufgrund eines entsprechenden Verkehrsbedürfnisses, sondern weil München auch eine hat. Die Historie dessen sollte dir eigentlich bekannt sein.
Ja, die Geschichte kenn ich recht gut und würde das daher auch gern gleich richtig stellen:
Nürnbergs U-Bahn ist eine der wenigen Projekte die so gerade wegen der Landersregierung in Bayern verwirklicht wurden. Nürnberg wollte ursprünglich eine Stadtbahn nach Stuttgarter machart. Nachdem aber München die finanzielle Gleichstellung der Nürnberger mit der Münchner U-bahn versprochen hat, änderte man die Pläne. Hintergrund waren zum Teil ganz pragmatische Gründe wie die günstige Beschaffung eines identischen Furhparks usw. heute ist die Nürnberger U-Bahn übrigens ein sehr gut ausgelastetes Verkehrsmittel, gerade im Vergleich zu weniger gut frequentierten Systemen in "Stadtbahnstädten" wie z.B. Frankfurt.


Alle Bauwerke die du in Bezug zu Leipzig aufgeführt hast sind beeidruckende Gebäude aus den vergangenen 120 jahren. Was war zuvor?
Gerade das ist es ja was Nürnberg in diesem Sinne besonders macht. Hier bekommt man wie aus dem bilderbuch alle historischen bau-epochen in großstädtischem format. romanik, gotik, renaissance, sogar etwas barock. es mangelt Nürnberg keinsfalls an identitätsstiftenden bauwerken. es mangelt vielleicht aber an einem prägnanten, national bekanntem einzelbauwerk. da stimm ich zu.

jedes einzelne kirchenbauwerk hier unten wäre in manch einer Stadt wohl schon das aushängeschild schlechthin, die weiteren fotos sind nur ein kleiner Auszug aus Nürnbergs Baugeschichte.

Lorenzkirche, 1250-1470:

http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Lorenzk.jpg

Sebalduskirche, 1225-1273:

http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Nuernberg_2009_49_(RaBoe).jpg

Frauenkirche, 1352-1362:

http://de.wikipedia.org/w/index.php?...20090123202032

"Altes Rathaus", spätes 16./frühes 17. Jahrhundert

http://commons.wikimedia.org/wiki/Fi...acade_f_sw.jpg

Das Pellerhaus, erhaltenes Patrizierhaus spätes 16. Jahrhundert

http://de.wikipedia.org/w/index.php?...20110107083405

Das Dürerhaus, frühes 14. Jahrhundert

http://de.wikipedia.org/w/index.php?...20091117134439


Das "Nassauer Haus", älteste Teile 12. Jahrhundert:

http://de.wikipedia.org/w/index.php?...20100905190706

Das "Heilig-Geist-Spital" an der Pegnitz, für ein Paar Jahrhunderte der Aufbewahrungsort der Reichskleinodien, 1332-1420:

http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Heilig-Geist-Spital_(N%C3%BCrnberg).jpg

Der "Weinstadel" an der Pegnitz, 1446-1448:

http://de.wikipedia.org/w/index.php?...20100606232753

alle bilder "creative commons" 1.2, 2.0 und 3.0: http://commons.wikimedia.org/wiki/Co...on_License_1.2

D.
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Alt 17.01.11, 22:37   #102
Ranger
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ah, ihr habt recht, hab nochmal nachgeschaut, hab mich von dem "22. platz" anstecken lassen, und im kopf gleich mal "22 etagen" (gegen 29 jen tower) drauß gemacht, sorry, mein fehler!

naja, hamburg mit ihrem elb-theater ^^ da siegt wieder der größenwahn, un zuviel (nicht vorhandenes) geld. einfach mal aus 30 mio euro über 150 zu machen, is schon dreist, in meinen augen! das ist mehr als der gesamste kulturhaushalt für 1 jahr des freistaates thüringen (mit 40% mehr einwohnern, als hamburg) .... da hat man auch das gefühl für verhältnismäßigkeit verloren! dafür, dass die karten auf ewig subventioniert werden müssen, oder dieses haus nur den oberstens 20% der bevölkerung zur verfügung steht ^^
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Alt 17.01.11, 22:52   #103
Stahlbauer
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Nürnberg hat doch viel zu bieten. Auf Krampf ein selbst ausgewähltes künstliches Image zu etablieren, führt wohl selten zum Erfolg. Gerade Städte sind da viel zu komplex. Das Bild in den Medien sollte nicht völlig von der Realität abweichen. Wenn wir bei Dresden bleiben wollen: Die Barockstadt funktioniert ja nur, weil kaum einer weiß wie ein barockes Gebäude aussieht.


Am erfolgversprechendsten erscheint mir, wenn man in Nürnberg etwas lockerer, souveräner wäre, seine Stärken verinnerlichen würde und die Opferrolle verlassen könnte.




@Dexter

Ein funktionierendes Nahverkehrssystem ist viel wert. Manche Leipziger haben noch nicht begriffen, was sie da vom Bund und vom Freistaat geschenkt bekommen.
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Alt 18.01.11, 02:13   #104
dj tinitus
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wozu die ganze aufregung?
nürnberg und leipzsch sind doch "second cities" - in bayern bzw. sachsen.
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Alt 18.01.11, 10:26   #105
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Cowboy genießt höchstes AnsehenCowboy genießt höchstes AnsehenCowboy genießt höchstes AnsehenCowboy genießt höchstes AnsehenCowboy genießt höchstes AnsehenCowboy genießt höchstes AnsehenCowboy genießt höchstes AnsehenCowboy genießt höchstes AnsehenCowboy genießt höchstes AnsehenCowboy genießt höchstes AnsehenCowboy genießt höchstes Ansehen
^ Aber die First Cities der Herzen;-)

Wo wir schon bei Richtigstellungen sind:

Zitat:
Zitat von Dexter
Alle Bauwerke die du in Bezug zu Leipzig aufgeführt hast sind beeidruckende Gebäude aus den vergangenen 120 jahren. Was war zuvor?
Der (sächsische) Barock ist eigentlich der prägende Baustil in Leipzig, der zu einer Zeit entstand, wo die Blütezeit Nürnbergs schon wieder vorbei war. Beispiele dafür lassen sich noch heute im Stadtbild finden: Romanushaus, Fregehaus, Webers Hof, Barthels Hof (Stilmix), Altes Kloster, Katharinenstr. 19. Auf diesem Barockstil fußt mehrheitlich auch der Leipziger Historismus (bestes Beispiel: Kaufhaus Topas), worin sich wiederum der Berliner Historismus, der mehrheitlich vom preußischen Klassizismus geprägt ist, stark unterscheidet.

Abgesehen davon gebe ich dir natürlich Recht, Dexter: Nürnberg hat bzw. hatte bauhistoristisch viel zu bieten, vielleicht sogar mehr als irgendeine andere Stadt in Deutschland. Umso erstaunlicher ist für mich, dass der in meinen Augen sehr vereinfachte Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg auf so viel Zuspruch stößt. Dabei braucht man gar nicht das bekannteste Beispiel, dem eigenwilligen Wiederaufbau des Pellerhauses, heranzuziehen, um festzustellen, dass es hier nichts zu beschönigen gibt. Man vergegenwärtige sich nur, dass aus dem Toplerhaus nach dessen "Wiederaufbau" so was draus wurde. Und auch Mattes Einfwurf, in Frankfurt sei der Wiederaufbau weniger gelungen als in Nürnberg, ist nur dann zuzustimmen, wenn man angepasste 50er-Jahre-Tristesse als gelungen empfindet. In Frankfurt wurden (und werden demnächst) wenigstens einige für die Stadt sehr bedeutende Bürgerhäuser vollständig, so gut es eben geht, rekonstruiert. An anderer Stelle wird darauf hingewiesen, dass vollständige Rekonstruktionen bedeutender Bürgerhäuser in Nürnberg de facto nie stattfanden.
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