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Alt 05.04.12, 15:04   #76
Dexter
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auch wenn ich zu den masten nichts sagen kann, ihr design wird in den plänen nicht deutlich, die idee ist sehr gut.
steht man auf der fleisbrücke oder davor blickt man ja quasi bis zur burg immer gerade aus. durch die steigung, chor der sebalduskirche und das fembohaus ergibt sich ein tolle spannung. es war ja einst die via triumphalis der stadt. die betonung durch gutes licht ist also schon clever.

die möglichkeiten der stadt am hauptmarkt sind ja sehr begrenzt. sicher, das pflaster macht viel aus was den raumeindruck betrifft. auch die beleuchtung, klar.
das eigentliche problem ist aber nach wie vor die west- und die südzeilenbebauung.
schmelzer baut ja das gebäude zur waaggasse bald um. ich hoffe sehr das die architekten mit der fassade was gutes anstellen. die kubatur des hauses ist ja gut. als nächstes wäre für mich das Haus mit dem Supermarkt dran. soviel zum wunschdenken.

d.
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Alt 05.04.12, 19:41   #77
Mattes
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Also mal ganz hart gesagt: Der Hauptmarkt bekommt ein neues Pflaster und neue Lampen. Das wars. Umgestaltung geht anders...
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Alt 05.04.12, 23:11   #78
ProSkyscrapers
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ProSkyscrapers sitzt schon auf dem ersten Ast
Bin ziemlich enttäuscht von dem Entwurf, da hätte man mehr machen können. Und letztlich ist das große Problem des Hauptmarktes ja sie entsetzlichen Bausünden aus den Nachkriegsjahren zu beseitigen.
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Alt 06.04.12, 12:21   #79
Mattes
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Was die eigendliche Gestaltung des Platzes betrifft, würde ich sogar die Randbebauung ausklammern. Ich glaube, man kann allein über die Strukturierung des Platzes (nicht über die Kopfsteinpflaster) immens viel erreichen.
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Alt 06.04.12, 13:49   #80
Dexter
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Das seh ich anders. Das Problem sind hier ganz klar die Fassaden. Der Bodenbelag ist wichtig, aber nicht entscheidend für den Gesamteindruck. Fotografiert wird ja nicht (direkt) das Pflaster.
Positiv am Entwurf finde ich die Entrümpelung und endgültige (PKW-bezogene) Verkehrsberuhigung des Platzes.

De facto ist es außerdem so, dass jeder zusätzlich ausgegebene Euro am Hauptmarkt die Finanzierung von anderen Platz- und Straßenumgestaltungen im Umfeld einschränkt.

Die jetzige Minimallösung ist für mich mit diesem Wissen sehr viel verständlicher. Seitens der Stadt gibts hier in der Tat einfach nicht so viel zu verändern!

d.
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Alt 06.04.12, 15:20   #81
Mattes
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Ich wäre für den Neptunbrunnen in der Mitte des Platzes gewesen. An den Nord und Süd Seiten hätte ich Bäume pflanzen lassen und darunter Bänke anbringen lassen. Danach hätte man sich über das Pflaster und die Beleuchtung unterhalten können. DIESE Maßnahmen hätten von den Fassaden abgelenkt und den Platz strukturiert.

So wie er jetzt ist und sein wird, hat er für mich den Charme eines leerstehenden Parkplatzes mit Marktbuden drauf.

Die Funktion der Platzes für Großveranstaltungen ist für mich sekundär. Lieber weniger Buden am Christkindlesmarkt und weniger Zuschauer beim Bardentreffen und dafür einen tollen Platz für die restleichen 360 Tage im Jahr

Gibt es denn ernsthafte Bestrebungen, die Fassaden umzugestalten?
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Alt 07.04.12, 08:13   #82
harher
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harher könnte bald berühmt werden
Neues Pflaster bringt gar nichts. Man müsste ja doch wieder ein ähnliches Pflaster verlegen, glatte Platten gehen denkmalsschützerisch wohl gar nicht. Ich denke auch, die triste Randbebauung verschandelt den Platz.
Ich denke aber, entscheidend ist, dass der Platz tot ist, es sei denn es ist Markt (sind aber meist auch nicht viele Stände).
Ein Problem ist, dass es eigentlich wenig Gastronomie gibt und die befindet sich dann oft noch im 1. Stock, d.h. Bestuhlung auf dem Platz ist fast unmöglich.
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Alt 07.04.12, 10:17   #83
Dexter
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Tatsächlich nützt man ja auch weitgehend das alte Pflaster, es wird nur neu verlegt. Alleine dadurch spart man schon ne Menge Geld.

Größtes Potential für Aussengastronomie hat ja baulich die Westzeile des Hauptmarktes. Sie hat den ganzen lieben langen Tag Sonne und es stehen dort keine öffentlichen Gebäude. Wenn nun wie vorgesehen die Straße dort verschwindet, entsteht Platz für eine gastronomische Nutzung der Erdgeschosszone.
Wie ja bereits erwähnt, will Schmelzer das Gebäude an der Ecke zur Waaggasse umbauen. Dort gab es im 1. Stock schon mal ein Lokal. Die Betreiber beklagten stets die fehlende Möglichkeit für Aussengastronomie. Das ändert sich ja jetzt.
Ob sich der alte ranzige Supermarkt (Rodi) an solch einer Stelle dann noch dauerhaft lohnt ist auch eine Frage. Palettenware kann man andernorts wohl günstiger verkaufen. Als Investor oder Besitzer würde ich jedenfalls bald gewinbringendere Konzepte verfolgen.

Die neuen Plänen haben durchaus Potential. Sie schaffen Druck zur Veränderung!

d.
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Alt 09.04.12, 00:29   #84
nothor
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Eine Neugestaltung ist in jedem Falle ein Fortschritt. Ob er aber auch die gewollten Effekte bringt wird man sehen. In der Tat wird sich wohl die Randbebauung im Westen erst dann verbessern, wenn man die Rahmenbedingungen anpasst und der Platz an Attraktivität gewinnt.
Interessater Weise finde ich persönlich die südliche Bebauung ganz und gar nicht schlimm. Sie schaut zwar nicht super schick aus, aber letztens Endes findet nur in und um ihr überhaupt irgend etwas statt. Und dir Leute blicken überwiegend von dort auf den Hauptmarkt, und weniger vom Hauptmarkt darauf. Ich sehe also im Süden eher weniger Handlungsbedarf. Allerdings dort, wohin man vom Südrand blickt.

Es hat außerdem einen gewissen Reiz, dass der Hauptmarkt bis heute seinen Charakter als Wochenmarkt erhalten hat!!!! Mir gefällt das sehr und ich bin gerne dor. Ich finde aber die Bebauung und auch das gesamte Flair im Westen ist sehr unwürdig für eine "gute Stube" einer Stadt dieser Größe...
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Alt 10.04.12, 13:50   #85
harher
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Der Markt ist das einzig Positive am Hauptmarkt. Er belebt den Platz. Leider sind eben unter der Woche relativ wenig Stände da, nur Samstag ist mehr los. Und Sonn- und Feiertags ist natürlich Kahlschlag.
Und nochmals: was ein anderes Pflaster bringen soll, leuchtet mir überhaupt nicht ein. Das Geld für eine Neupflasterung könnte man sich sparen.

Es gibt viele Dinge, die für das Ambiente am Hauptmarkt kontraproduktiv sind: auch der Ami-Schnellfrass gehört dazu.
Wenn man das mal mit der Gastronomie rund um die Frauenkirche in Dresden vergleicht ...
Man muss nicht mal so weit gehen, auch in Schwabach ist der Marktplatz attraktiver.
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Alt 10.04.12, 14:56   #86
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Nürnberg hinkt den städtebaulichen Standards halt 20 Jahre hinterher.

edit:
Laut NN ( LINK ) kommen die Pläne für den Hauptmarkt auch nicht so recht an. Ich kanns verstehen. Wenn man sich die Pläne vergleichend betrachtet, die im Hauptbahnhof ausgehängt sind, merkt man schnell, dass diejenigen, die die geringste Änderung vorsehen, die Favoriten sind. Und selbst tiefgreifende Pläne verändert eigentlich nichts, was ein Tourist auf seinen Fotos erkennen könnte.
Es geht halt echt nur um den Fußboden, Mülleimer und Laternen.
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Alt 10.04.12, 22:20   #87
Planer
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Stadtpolitk und -verwaltung haben wieder das bekommen was sie wollten: (enttäuschende) Ergebnisse eines Wettbewerbs, bei dem alles so bleiben muss wie es ist, sich aber alle vorne hinstellen können, um ihre wichtigkeit darzutun.

Das Ergebnis wird sein: am Obstmarkt wird sich was ändern, aber nicht allzuviel, wenn die Planung erstmal durch Verwaltung und Politik durch ist und die Sachzwänge, Vorschriften und gesetzlichen Zwänge zuschlagen (die es in anderen Städten komischerweise oft si nicht gibt). Am Hauptmarkt wird maximal das Pflaster neu verlegt, dann ist kein Geld und kein Wille mehr da.

Geschichte wiederholt sich in Nbg., siehe bspw. den Wettbewerb Bahnhofsvorplatz vor ca. 15 Jahren. Selbst der Umbau vor einem halben Jahr zur Anbindung der neuen Straßenbahnstrecke hat nur den Status Quo weiter zementiert.



(zum Egidienplatz: der damalige Antreiber hat Nürnberg verlassen und ist mittlerweile Baureferent in Erlangen; da wird sich auch nichts mehr tun...
http://www.erlangen.de/de/desktopdef...075_read-7095/)
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Alt 11.04.12, 07:42   #88
harher
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harher könnte bald berühmt werden
Das gehört jetzt zwar nicht direkt hierher, aber das mit den Sachzwängen und Vorschriften wollte ich doch nochmal aufgreifen.

In Nürnberg werden reihenweise Brüstungen und Geländer erhöht, wegen der ach so großen Gefahr.
Komischerweise ist das in anderen Städten offenbar nicht so dramatisch.
Z.B. in Passau am Innufer. Das ist doch deutlich gefährlicher als die Mauer am Burggraben. Dort gibt es aber gar kein Geländer ...

Es gibt in Nürnberg offenbar einige Wichtigtuer, die meinen, sie müssten päpstlicher sein als der Papst. Dieser Blödsinn kostet aber viel Geld, das an anderer Stelle fehlt.
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Alt 13.04.12, 07:27   #89
harher
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harher könnte bald berühmt werden
Da gibt es doch die Idee, am Westen des Hauptmarktes eine "Regenrinne" zu bauen. Wie ist denn das zu verstehen? Ist das jetzt wirklich nur eine Regenrinne oder ein Wasserlauf?`
Sollte es ein Wasserlauf werden, dann kann ich mir sehr gut vorstellen, wie die Plastikverpackungen reihenweise vom amerikanischen Schnellfrass da bergab schwimmen ...
Das dürfte die Attraktivität des Hauptmarktes ungeheuer steigern!
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Alt 14.04.12, 00:40   #90
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Mal ein Bild der südlichen Vorkriegsbebauung, um mal deutlich zu machen, dass es dort nicht die prächtigsten vorstellbaren Fassaden gegeben hat.

Foto

Interessanter finde ich die Nordseite, Westseite und auch an der ostseite könnte man "optimieren".

Ostseite. Klasse Anblick, dieser nördliche nachbargiebel zur Frauenkirche.
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