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Alt 18.12.10, 15:24   #1
merlinammain
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Frankfurter Nahverkehr III - allgemeine Diskussion

Mod: Die Beiträge in diesem Thread wurden abgetrennt von den anderen Strängen des Themenbereichs, die sich beide auf konkrete Projekte beziehen sollen. Hier ist Raum für Ideen und allgemeine Überlegungen zur Verkehrsplanung - auch auf Straßen bezogen.

Mitte 2016 wurde der Themenbereich neu strukturiert. Das sind nun die einschlägigen Threads:
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... und der Frankfurter Süden wird u-bahn-mässig stiefmütterlich behandelt! Dabei wären zB ein oder zwei Linien (mit einer kurzen Abzweigung zum Stadion), die Niederrad, Bürostadt Niederrad, Goldstein & Schwanheim mit der Innenstadt und dem Flughafen verbinden, sehr sinnvoll. Die jetzige Anbindung mit der Strassenbahn ist unattraktiv!
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Alt 18.12.10, 15:52   #2
Fachwerkhaus
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Fachwerkhaus braucht man einfachFachwerkhaus braucht man einfachFachwerkhaus braucht man einfachFachwerkhaus braucht man einfachFachwerkhaus braucht man einfachFachwerkhaus braucht man einfach
Solange kein guter Grund für eine Erweiterung des U-Netzes nach Süden auftaucht (Olympia? WM?) wird eine Umsetzung der geplanten Stadtbahnlinien nach Niederrad und Schwanheim unweigerlich an den Kosten scheitern, die eine zweite Mainunterfahrung mit sich bringen würde. Die 1984 eröffnete Strecke zum Südbahnhof erforderte wegen des lockeren Frankfurter Bodens eine aufwendige Bautechnik mit Vereisung des Erdreiches, ganz abgesehen vom sonst schon erforderlichen Aufwand, den eine Flussunterquerung immer mit sich bringt.

Dazu kommt, dass erst zur WM 2006 die Strecke zum Stadion massiv ausgebaut wurde, diese Investitionen wären größtenteils hinfällig wenn man nun auf U-Bahn-Betrieb umstellen würde.

Aber wen es interessiert, die Planungen sehen einen Tunnel bis vor die Uniklink vor, ab dort auf bestehender Trasse nach Schwanheim und zum Stadion, während der Ast der Linie 15 zum Haardtwaldplatz stillgelegt werden würde. Die Strecke durch die Bürostadt Niederrad, wo heute die Linie 12 fährt, ist übrigens eine Stadtbahn-Neubaustrecke aus den 70er Jahren, die ursprüngliche Straßenbahnlinie fuhr ab Oberforsthaus am Waldrand entlang. Hier ist eine Karte der gesamten Grundstrecke D, der fragliche Abschnitt nennt sich D III.
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Alt 18.12.10, 17:28   #3
BEKU
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Zitat:
Zitat von Fachwerkhaus Beitrag anzeigen
Die Strecke durch die Bürostadt Niederrad, wo heute die Linie 12 fährt, ist übrigens eine Stadtbahn-Neubaustrecke aus den 70er Jahren, die ursprüngliche Straßenbahnlinie fuhr ab Oberforsthaus am Waldrand entlang.
Genauer im Jahre 1975. Die alte Streckenführung, die übrigens aus der Dampfbahnzeit stammte, ist sogar noch teilweise zu sehen.
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Alt 19.12.10, 00:30   #4
merlinammain
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@ Fachwerkhaus: Muss es unbedingt eine Mainunterführung geben? Wieso kann man nicht langsam mal vom Dogma eines Sternetzes Abstand nehmen? Man könnte doch zB eine UBahnLinie in OF beginnen und am Flughafen enden lassen; eine grobe Linienführung könnte folgende sein:

OF-Ost (S-Bahn) - OF HBF - OF Taunusring - Oberrad - Sachsenhausen (u.a. Mühlberg, Südbahnhof, Stresemannallee/Gartenstrasse, Uni-Klinikum) - Niederrad (mit Abzweig zum Stadion) - Niederrad SBahn - Bürostadt Niederrad - Goldstein - Schwanheim - Gateway Gardens - Flughafen (T3 und/oder T1 & T2)

Diese Linie würde durch Städte/Stadtteile führen, die zusammen über 250000 EW haben, führen. Darüber hinaus würde diese Linie einen Bereich abdecken, in der es weit mehr als 100000 Arbeitsplätze gibt (allein der Flughafen [ca. 70000) und die Bürosstadt Niedderrad [ca. 25000] haben zusammen knapp 100000 Arbeitsplätze)!

Ich denke, das sind "gute Gründe", wei du sie berechtigterweise verlangst. Es muss nicht immer eine WM o.ä. sein um ein solches Vorhaben zu rechtfertigen.
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Alt 19.12.10, 01:48   #5
Torben
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Torben ist essentiellTorben ist essentiellTorben ist essentiellTorben ist essentiellTorben ist essentiellTorben ist essentiellTorben ist essentiellTorben ist essentiellTorben ist essentiell
Das Problem dabei ist die Denkweise in der heutigen Verkehrspolitik: Hier muss jedem Projekt eine Nutzen-Kosten-Untersuchung vorausgehen, die Nutzen und Kosten abschätzt und sie in ein Verhältnis miteinander setzt. Die Kosten müssen mindestens gleichwertig wie der erwartete Nutzen sein, sie dürfen keinesfalls höher sein.

Nun gibt es überall dort schon bestehende Strecken, die die Gebiete aus verkehrsplanerischer Sicht ausreichend erschließen. Also wird hier der Nutzen der bestehenden Strecken in die Rechnung miteinbezogen und nur geschaut, was ein Neubau an zusätzlichem Nutzen bringen würde. Der Nutzen wird dadurch massiv vermindert, während die Kosten aber gleich bleiben. Es ist daher logisch, dass für Strecken in unerschlossene Neubaugebiete wie der City West/Rebstock (Linie 17), dem Riedberg (U8/U9), dem Frankfurter Bogen (Linie 18) oder im Europaviertel (U5) sehr gute Werte für den Nutzen erreicht werden. Veränderungen im Bestandsnetz sind dagegen nur sehr schwer möglich. Was einigermaßen gute Werte erzielt sind Lückenschlüsse über kurze Strecken, wie z.B. die Linie 12 in der Kurt-Schumacher-Straße, die Stresemannallee-Verbindung oder die Anbindung der U2 an den Bahnhof Bad Homburg, da hier der verkehrliche Nutzen der Verknüpfung die Erschließungswirkung deutlich übersteigt.

Die vorgeschlagene Verbindung von Offenbach zum Flughafen würde sich wohl nur rechnen, wenn sie über weitgehend bestehende Strecken geführt werden könnte, um die Baukosten niedrig zu halten. Das wäre der Grundgedanke der geplanten Regionaltangente West, also quasi analog dazu eine Regionaltangente Süd.

Dass der Süden stiefmütterlich behandelt wird, liegt sicher auch mit am Flughafenausbau und den damit verbundenen Auswirkungen auf die Stadtteile in der Einflugschneise. Die Einwohnerzahl wird hier wohl tendenziell eher zurückgehen als steigen. Neubaugebiete in der Größe wie oben genannte Beispiele halte ich südlich des Mains für ausgeschlossen. Damit sehe ich auch wie Fachwerkhaus leider keine realistischen Gründe (außer Olympia) für eine deutliche Verbesserung der ÖPNV-Anbindung „Dribbdebachs“.
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Alt 19.12.10, 10:05   #6
merlinammain
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Ja, diese Gedanken hatte ich auch. Mir ist bewusst, dass in der heutigen Zeit auf das Geld geachtet werden muss. Aber die jetzige Situation empfinde ich als nicht ausreichend! Erst gestern musst ich einen verlängerten FußWeg (zur Linie 12, Haltestelle Triftstrasse) in Kauf nehmen, weil die Linie 21 zum und vom Stadion längere Zeit wegen der vielen Fans unbenutzbar war (weil zu voll, die standen wie Ölsardinen in der Bahn ... Abhilfe könnte viel besser die UBahn schaffen, wegen der größeren möglichen Kapazität und weil sie schneller ist). Abgesehen davon wird der Flughafen - Deutschlands grösste Arbeitsstätte - auch immer größer und wichtiger. Eine verbesserte Anbindung gerade auch abseits der Terminals wäre wünschenswert.

Und ich empfinde es auch sinnvoll neue U-Bahnen im Bestandsbereich zu bauen, auch wenn sie in der heutigen N-K-Rechnung schlecht abschneiden. Wenn man diese Berechnungsgrundlage auch in Zeiten guter Kassenlage anwendet, dann werden wohl die StraBahnen, die die Mainzer und die Hanauer entlang führen, auch nie ersetzt werden. Obwohl solche Strecken wie geschaffen für die UBahn sind!

Ein Traum von mir ist ja auch, dass ein Teil der StraBahnen in FFM ersetzt oder umgeleitet werden, so dass sie nicht mehr am HBF vorbeifahren. Ihre Barrierewirkung dort finde ich am störendsten in Frankfurt. Und besonders schön empfinde ich das ganze dort auch nicht.
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Alt 17.04.12, 09:22   #7
martin.gn
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Nordmainische S-Bahn

Zitat:
Zitat von tunnelklick Beitrag anzeigen
Wie soll das denn gehen? Woran man evtl. denken könnte, ist eine teilweise eingleisige Streckenführung zwischen Mainkur und Hanau, so ähnlich wie bei der südmainischen S-Bahn, aber so richtig viel spart das auch nicht.
Hallo zusammen,
wäre es denn eine Möglichkeit im Zuge der nordmainischen S-Bahn eine Umfahrung von Hanau parallel zur A66 für den Güterverkehr und Fernverkehr zu bauen? Beginn der Umfahrung in Höhe Bahnhof Mainkur, Ende im Bereich des Hanauer Kreuz.
Vorteil wäre, dass die S-Bahn die bestehenden Gleise ab zB Mainkur nutzen könnte und der Fernverkehr über die neue Trasse laufen könnte.
Der S-Bahn Bau wäre dadurch natürlich deutlich günstiger, der Fernverkehr in Richtung Fulda spart ca. 5 Minuten Fahrzeit und der Hanauer HBF wird vom Güterverkehr zumindest teilweise entlastet.
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Alt 17.04.12, 09:48   #8
Goldfischbauch
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Goldfischbauch sorgt für eine eindrucksvolle AtmosphäreGoldfischbauch sorgt für eine eindrucksvolle AtmosphäreGoldfischbauch sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäre
S-Bahn

Hi, ich fahre viel S-Bahn, habe aber von dieser ganzen Betriebsablaufsache keine Ahnung und mir auch nie Gedanken darüber gemacht, also verzeiht, wenn ich Unsinn rede.

Ich wohne in Praunheim und arbeite in Offenbach, manchmal auch in Langen. Geraden bei letzterem ärgere ich mich, dass ich trotzdem immer über die gesamte Stadt muss, obwohl denkbar wäre, vom Westbahnhof direkt gerade nach Süden zum Flughafen oder nach Darmstadt. Deswegen würde mir eine Strecke von Hanau über Südbahnhof zum Flughafen auch einleuchten, die Anbindung an die City würde mit 1x umsteigen zur U-Bahn oder S-Bahn einfach. Und ich bezweifle, dass alle Leute nur zur Taunusanlage/Haupt-/Konstablerwache wollen.

Ich denke das Problem ist das Grundkonzept des Frankfurter Verkehres: mit möglichst größen Zügen immer zentral durch die Mitte (so auch bei der U-Bahn). Wäre es nicht besser, kürzere Einheiten fahren zu lassen und dafür viel mehr Verbindungen und vier bis fünf guten Umsteigebahnhöfen:
- Friedberg/Bad Homburg nach Darmstadt Umsteigemöglichkeit Westbahnhof
- Wiesbaden nach Offenbach über Südbahnhof
- Bad Vilbel zum Flughafen
- auch eine Ringbahn wäre denkbar (gibts in Berlin glaub ich)

Was fehlt ist der Ausbau eines Knotens im Bereich Bahnhofsvorfeld / Gallus, um die Nord-Süd und Ost-West verbindungen abbiegen zu lassen. Dort könnte man auch einen Haltepunkt einrichten, zwischen Gallus und Gutleutviertel, so was hätte auch eine städtbauliche Komponente für die Entwicklung dieser Ecke.


Plan von mir, jede Form der Nutzung (auch des RMV) nur mit meiner Zustimmung


Und weil ich gerade dabei bin: mir leuchtet der Vorschlag der Piraten, den Nahverkehr kostenfrei zu machen, ein (auch wenn mich jetzt hier alle schlagen und für bekloppt halten). Die Kosten für Fahrscheinverkauf und Kontrolle, Strassenausbau, Gesundheitsvor- und Nachsorge, Energiepreise, etc würden entfallen, die Stadt würde lebendiger (ich überlege schon immer ob ich mit 2 Kindern in die City fahre, das kostet hin und zurück 10€, Auto nur Parkhaus 4+Sprit). Irgendein Grüner in NRW hat ausgerechnet, dass es dort 1 - 1,5 Milliarden / Jahr kostet, das sind gerade mal 10€/Kopf und Monat. http://arndt-klocke.de/wp-content/up...nanzierbar.pdf Früher hatten die Grünen auch mal Visionen, heute sind sie langweilige Realos


Wie gesagt, nur so rumgesponnen, ich denke dass sollten alle viel mehr
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Alt 17.04.12, 18:50   #9
OffenbacherBub
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Hm? Also ob es was bringt den Nahverkehr kostenfrei zu machen sei mal dahin gestellt. Dass man sich die teuren Verkaufsautomaten & die Kontrolleure einsparen könnte verstehe ich auch. Aber wieso sollte eine kostenloser ÖPNV dazu führen, dass Kosten für Straßenbau sowie Gesundheitsvor- und Nachsorge entfallen? Hat doch gar nichts damit zu tun?! Und egal ob der RMV/VGF komplett steuersubventioniert oder mit Ticketverkauf fährt, Strom (Energiekosten) muss er trotzdem entrichten.

Bezüglich der Streckenführung finde ich die Zentralisierung in Frankfurt nicht verkehrt. So hat jeder eine sehr gute Anbindung von und zur Innenstadt. Natürlich ist es manchmal umständlich, wenn man z.B. von Offenbach nach Langen extra über Frankfurt (mit der Bahn) fahren muss, obwohl es fast nebeneinander liegt, aber es reicht ja das bisherige System um einen Ring zu ergänzen. Dies hat die Stadt wohl auch schon erkannt, weshalb man zumindest bei der Tram an einer Ringlösungen arbeitet. Vielleicht schafft man es ja auch irgendwann einen Ring um Frankfurt herum zu ziehen, der auch den Speckgürtel direkt miteinander verbindet. Einen ersten Baustein hierzu könnte die Regionaltangente West bilden. Aber das bleibt wohl Wunschdenken, denn selbst wenn der Wille und die Pläne für solche Ringprojekte da wäre, das Geld ist es in den nächsten Jahrzehnten wohl nicht.
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Alt 17.04.12, 20:53   #10
Megaxel
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Eine Ring-S-Bahn ist ja bereits teilweise angedacht: Regionaltangente West (und eine Verlängerung um eine Regionaltangente Ost). Allerdings ist das Projekt gerade am Scheitern. Das Problem ist, dass jede Kommune/Kreis mitreden will und darf. Und dann kann man endlos diskutieren, wer davon jetzt am meisten profitiert und deshalb mehr zahlen muss und, und, und. Ich glaube nicht mehr an größere S-Bahnprojekte, jedenfalls nicht, wenn dafür längere Strecken neu gebaut werden müssen. Es fehlt meines Erachtens auch der Druck dafür. Denn eigentlich läuft der Verkehr, auch der Autoverkehr, im Rhein-Main-Gebiet ganz gut als dass man riesige Summen in neue Strecken investieren müsste.
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Alt 17.04.12, 21:16   #11
cardiac
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cardiac braucht man einfachcardiac braucht man einfachcardiac braucht man einfachcardiac braucht man einfachcardiac braucht man einfachcardiac braucht man einfach
@Megaxel: Noch. Noch ist das Stichwort. Klar kann niemand die zukünftige Entwicklung vorraussagen, jedoch ist tendenziell eher mit mehr Einwohnern zu rechnen und mit einer stärkeren Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs, allein schon wegen der Entwicklung der Benzinpreise. Wie sich der Individualverkehr entwickelt steht natürlich in den Sternen, aber Investitionen in den ÖNV sind ja auch immer langfristigeZukunftsinvestitionen. Sollten es zumindest sein... in letzter Zeit zeichnet sich da ja doch eher ein anderes Bild durch Finanzierungsschwierigkeiten etc..
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Alt 18.04.12, 08:07   #12
martin.gn
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Nordmainische S-Bahn

Zitat:
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Wie soll das denn gehen? Woran man evtl. denken könnte, ist eine teilweise eingleisige Streckenführung zwischen Mainkur und Hanau, so ähnlich wie bei der südmainischen S-Bahn, aber so richtig viel spart das auch nicht.
Hallo Zusammen,
wäre es denn eine Möglichkeit im Rahmen der Nordmainischen S-Bahn eine Umfahrung von Hanau parallel zur A66 zu bauen? Könnte mir vorstellen, dass eine NBS etwa am Bahnhof Mainkur aus der bestehenden Strecke ausfädelt und entlang der A66 bis zum Hanauer Kreuz geführt wird und dort in die Kinzigtalbahn einfädelt.
Meines Erachtens gäbe es etliche Vorteile dieser Trasse:
1. Nordmainische S-Bahn bräuchte nur neue Gleise vom Tunnelende Ostbahnhof bis in Höhe Bahnhof Mainkur und nutzt danach die entlastete Bestandsstrecke bis HU Hbf.
2. Der Fernverkehr auf der Strecke Frankfurt - Fulda wird um ca. 5 Minuten beschleunigt.
3. Der Hanauer Hauptbahnhof wird von Zugdurchfahrten entlastet.

Wie sehen die Experten diesen Vorschlag?
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Alt 18.04.12, 10:22   #13
Azichan
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Azichan ist im DAF berühmtAzichan ist im DAF berühmt
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Original von OffenbacherBub
Hm? Also ob es was bringt den Nahverkehr kostenfrei zu machen sei mal dahin gestellt. Dass man sich die teuren Verkaufsautomaten & die Kontrolleure einsparen könnte verstehe ich auch. Aber wieso sollte eine kostenloser ÖPNV dazu führen, dass Kosten für Straßenbau sowie Gesundheitsvor- und Nachsorge entfallen? Hat doch gar nichts damit zu tun?! Und egal ob der RMV/VGF komplett steuersubventioniert oder mit Ticketverkauf fährt, Strom (Energiekosten) muss er trotzdem entrichten.
Ein Großteil der Luftverschmutzung in den Industrieländern wird vom Auto- und Lastverkehr verursacht. Die Feinstaubbelastung ist ein Indiz dafür, aber nicht das Einzigste. In den 60ern waren Themen wie Feinstaub überhaupt kein Gesprächsthema, jedoch lag die Lebenswerwartung bei weitem unter dem was unsere Generation so erreichen wird, sie lag in den 60er Jahren im Schnitt bei 70 Jahren. Unsere Generation, also die heute 20 - 40 jährigen werden im Schnitt 100 Jahre alt.
So jetzt versuch ich die Wende zurück zum eigentlichen Thema...wenn die Lebenserwartung steigt, so steigt auch das Risiko der Krebserkrankungen, das ist rein biologisch bedingt und bewiesen. Risikofaktoren erhöhen das Krebsrisko erheblich, dazu zählt leider auch der Feinstaub. Es sind nicht nur die Rußpartikel von Dieselmotoren, die Probleme bereiten, sondern es sind auch Nanopartikel die dem Kraftstoff zugegeben werden, in Form von Kraftstoffzusätzen. Auch der Abrieb der Reifen auf dem Asphalt verursacht Feinstaub.

Ein großer Teil der Lungenkrebserkrankungen sind wohl direkt auf den Schmutz, verursacht von automotorisierten Individualverkehr, zurückzuführen. Dieser Anteil ist wohl deutlich geringer als beim Rauchen, aber volkswirtschaftlich bei den Gesundheitsausgaben spürbar.

Insoweit ist die These von Goldfischbauch wirklich absolut korrekt, mehr Menschen die mit Bus und Bahn fahren bedeutet auch weniger kranke Menschen und eine bessere Luft. Mal abgesehen davon habe ich jetzt die Schwerverletzten und Verletzten durch Unfälle im Individualverkehr außer acht gelassen, diese Zahl ist viel viel größer als die der Verletzten im öffentlichen Verkehr.

Zitat:
Original von Goldfischbauch
Und weil ich gerade dabei bin: mir leuchtet der Vorschlag der Piraten, den Nahverkehr kostenfrei zu machen, ein (auch wenn mich jetzt hier alle schlagen und für bekloppt halten). Die Kosten für Fahrscheinverkauf und Kontrolle, Strassenausbau, Gesundheitsvor- und Nachsorge, Energiepreise, etc würden entfallen, die Stadt würde lebendiger (ich überlege schon immer ob ich mit 2 Kindern in die City fahre, das kostet hin und zurück 10€, Auto nur Parkhaus 4+Sprit). Irgendein Grüner in NRW hat ausgerechnet, dass es dort 1 - 1,5 Milliarden / Jahr kostet, das sind gerade mal 10€/Kopf und Monat. http://arndt-klocke.de/wp-content/up...nanzierbar.pdf Früher hatten die Grünen auch mal Visionen, heute sind sie langweilige Realos
Die Energie kostet auch in Zukunft Geld, auch wenn die VGF in Frankfurt höchstwahrscheinlich bei der Mainova einkauft, aber irgendwie muß der Strom ja auch produziert werden.

Zu den anderen Themen muß ich dir recht geben. Die Kosten für Fahrkartenkontrollen, das Aufstellen, die Wartung und vorallem die Leerungen und das Wiederbefüllen der Automaten entfällt. Das macht sicherlich keinen kleinen Batzen aus. Es würde den Menschen sicherlich mehr Lebensqualität geben, wenn sie sich nicht bei jeder Fahrt den Kopf über die Tarife zerbrechen müssten und sie nicht die Groschen im Täschlein für jede Fahrt zusammenklauben müssten.

Aber bitte vergesst nicht wieso es niemals einen kostenlosen ÖPNV in Deutschland geben wird, nie nie und niemals!? Im ÖPNV werden auch Profite gescheffelt, zwar ist der ÖPNV meist ein Zuschußgeschäft, aber viele private Unternehmen und Manager in kommunalen Betrieben verdienen sich eine goldenen Nase am jetzigen System. Da Profitdenken das Ureigenste im Kapitalismus ist und wir schon lange nicht mehr in einer sozialen Marktwirtschaft leben wird so etwas Utopie bleiben.


Anmerkung von meiner Seite...
Ich finde es lustig, dass das Thema hochkocht, wenn es jetzt die ach so hochgehypten Piraten in den Mund nehmen. Linke und Grüne die schon vor über 20 Jahren sich genau für das Gleiche einsetzen wurden als unrealistische Spinner abgetan und bundesweit verlacht.
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Alt 18.04.12, 20:18   #14
tunnelklick
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tunnelklick hat eine wundervolle Zukunfttunnelklick hat eine wundervolle Zukunfttunnelklick hat eine wundervolle Zukunfttunnelklick hat eine wundervolle Zukunfttunnelklick hat eine wundervolle Zukunfttunnelklick hat eine wundervolle Zukunfttunnelklick hat eine wundervolle Zukunfttunnelklick hat eine wundervolle Zukunfttunnelklick hat eine wundervolle Zukunfttunnelklick hat eine wundervolle Zukunfttunnelklick hat eine wundervolle Zukunft
^ Wenn ich für die Benutzung der Straßenbahn nichts mehr bezahlen soll, heißt das ja nicht, dass der Betrieb der Straßenbahn nichts (mehr) kostet. Der Verzicht auf das Beförderungsentgelt bedeutet nur, dass jemand anderes die Kosten decken muss. Wer könnte das wohl sein? Der Steuerzahler am Ende, denn woher sonst, sollten die Verkehrsverbünde, Städte, Kreise und Gemeinden, die Aufgabenträger also, die Kohle wohl hernehmen.

Ich habe bisher noch kein ernst zu nehmendes Finanzierungskonzept gesehen, das ohne Einführung neuer Abgaben (ÖPNV-Abgabe) oder Erhöhung bestehender Steuern (Mineralölsteuer, Energiesteuer, Einkommensteuer, Umsatzsteuer) auskäme.

Bei der ÖPNV-Abgabe kommen gering genug aussehende (und damit politisch akzeptabel erscheinende) Beträge auch nur dadurch zustande, dass man alle Bürger "zwangsbeglückt", also auch all diejenigen heranzieht, die mangels hinreichenden Angebots oder aus persönlichen Gründen keinen ÖPNV in Anspruch nehmen können sowie auch diejenigen, die ihn nicht in Anspruch nehmen wollen.

Es ist schon heute so, dass die gesamten Infrastrukturinvestitionen aus Steuermitteln finanziert werden und der Betrieb ungefähr zur Hälfte. Der RMV hat einen Kostendeckungsgrad von rd. 54% und erhält aus Steuermitteln einen Zuschuss von rd. 500 Mio €/Jahr. Die VGF fährt Verluste zwischen 28 und 50 Mio €/ jährlich ein, die z.T. aus dem Stadtsäckel gedeckt werden teils durch Quersubventionierung innerhalb der Stadtwerke Holding (aus den Gewinnen der Mainova aus dem Strom- und Gasgeschäft).

Wir wissen ja aus dem medizinisch-industriellen Komplex namens Gesundheitssystem wohin es führt, wenn die unmittelbare Rechtsbeziehung zwischen Leistungserbringer (Arzt und Krankenhaus) und Leistungsnehmer (Patient) aufgelöst und durch ein undurchschaubaren Sachleistungssystems ersetzt wird.

Genau so was wird sich unweigerlich einstellen, wenn der ÖPNV "nichts mehr kostet", weil den Leistungserbringern der Fahrgast letztlich egal sein kann, sie kriegen ihr Geld ja sowieso irgendwie. Im bestehenden System müssen sich die Leistungserbringer schon ein bisschen mehr anstrengen, um an an das Geld der "zahlenden Beförderungsfälle" zu kommen.

Geändert von tunnelklick (18.04.12 um 20:20 Uhr) Grund: Schlechtschreibung
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Alt 18.04.12, 23:39   #15
richman2
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richman2 hat die ersten Äste schon erklommen...
zu dem Artikel aus der FAZ hätte ich eine Frage. Da heißt es "Anstelle der von Schwarz-Grün gestoppten unterirdischen Verbindung von Bockenheim nach Ginnheim wird derzeit über eine oberirdische Stadtbahn-Verbindung nachgedacht. Die Planer prüfen den „Ginnheimer Kurve“ genannten Vorschlag einer Bürgerinitiative, aber auch die Idee, die Stadtbahn auf einer zur Stadtstraße umgebauten Rosa-Luxemburg-Straße zu führen."

Also eine unterirdische Verbindung zwischen Bockenheim und Ginnheim soll es nicht geben. Aber die Ginnheimer Kurve wird geprüft. Ist die Ginnheimer Kurve nicht auch eine Verbindung von Bockenheim und Ginnheim (nur eben mit durchdachter Streckenführung) die zum Teil (Grüneburgpark) unterirdisch ist?

Und mal eine grundsätzliche Frage: Ich stolpere immer wieder darüber, dass es im Forum heißt die Grünen seien per se gegen unterirdische Streckenführungen. Banale Frage: Warum eigentlich? Also Kostengründe oder Umweltschutz oder...? Will keine Ideologiediskussion losbrechen (ist ja ein emotionales Thema) sondern einfach den Grund für diese Grundsatzposition.

Vg
FR


P.s. ich hoffe die drei Zeilen aus dem Artikel hier mit Quellenverweis einzusetzen ist okay.
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