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Alt 08.06.16, 23:46   #196
Metropolit
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Metropolit wird schon bald berühmt werdenMetropolit wird schon bald berühmt werden
Ich bin sehr gespannt auf die Ergebnisse all der den Ausbau von Straßen- und U-Bahnen betreffenden Prüfungen, die der Koalitionsvertrag vorsieht. Und enttäuscht, dass man keinen Gedanken daran verschwenden will, eine Anbindung der Mainzer Landstr. vom Europaviertel aus zu prüfen. Die auch an anderer Stelle diskutierte Idee einer kleinen Verlängerung der U5 in Richtung Rebstock-Parkplatz (+Parkhaus) passt jedenfalls besser zum Betriebskonzept der Frankfurter U-Bahn als eine Verlegung auf Bahngleise.
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Alt 09.06.16, 13:19   #197
penultimo
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penultimo ist ein wunderbarer Anblickpenultimo ist ein wunderbarer Anblickpenultimo ist ein wunderbarer Anblickpenultimo ist ein wunderbarer Anblickpenultimo ist ein wunderbarer Anblickpenultimo ist ein wunderbarer Anblickpenultimo ist ein wunderbarer Anblickpenultimo ist ein wunderbarer Anblick
Naja, die "vielen" im Koalitionsvertrag festgehaltenen Verkehrsprojekte sind doch im wesentlichen alle auf Spur...

Zitat:
Im Schienenverkehr wollen wir folgende Projekte, für die bereits Baurecht besteht, zügig realisieren:
1. viergleisiger Ausbau der S6 nach Bad Vilbel
2. S-Bahn Anschluss Gateway Gardens (S8/S9)
3. Stadtbahn-Verlängerung Europaviertel (U5)
4. U-Bahn Verlängerung Gonzenheim-Bad Homburg (U2)

Für die Vorhaben
5. Regionaltangente West
6. nordmainische S-Bahn
7. U-Bahn-Verlängerung Preungesheim-Frankfurter Berg (U5)
wollen wir zügig Planungsrecht herstellen und die Finanzierung sicherstellen.

Die folgenden Vorhaben bzw. Planungsalternativen sollen im Zuge der Erstellung des „Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes“ vertieft geprüft werden. Dabei sollen qualifizierte Kosten-Nutzen-Rechnungen und Angaben über die Baukosten die Grundlage für den weiteren Ausbau des ÖPNV und seine Prioritätenreihenfolge bilden.

8. Straßenbahnringline
9. U-Bahn-Lückenschluss Bockenheimer Warte-Ginnheim (U4): Dabei sind die drei Varianten „Ginnheimer Kurve“, „Europaturm“ und die Planfeststellungstrasse über Frauenfriedenskirche ergebnisoffen vergleichend zu prüfen. Bei den beiden ersten Varianten ist eine Führung der Ringstraßenbahn über Frauenfriedenskirche, bei der letzten über Schloßstraße-Kirchplatz zugrunde zu legen.
10. Neue Straßenbahnverbindung Unfallkrankenhaus-Friedberger Landstraße-Konstablerwache-Alte-Brücke-Lokalbahnhof-Sachsenhäuser Warte; für den Abschnitt Lokalbahnhof-Sachsenhäuser Warte ist alternativ eine Verlängerung der U-Bahn vom Südbahnhof zur Sachsenhäuser Warte (A-Linie) zu prüfen.
11. Straßenbahnverlängerung Zuckschwerdtstraße-Höchst Bahnhof (Linie 11)
12. Verlängerung der Straßenbahn von Oberrad Stadtgrenze nach Offenbach (Linie 16)
13. Wiederinbetriebnahme der Straßenbahn in der Kleyerstraße
14. Bau einer Straßenbahnlinie in der Gutleutstraße
Bei den Projekten 2/3/4 ist der Planfeststellungsbeschluss ergangen, bei 1/6 läuft es, 5/7 ist in der Vorbereitung. An der Planung der Ringline (8) ist man auch schon länger dran, die hängt aber wiederum vom Ginnheimer Lückenschluß (9) ab, die nun wieder ausgebremst wird, nachdem man die olle Kamelle DII (Rückert-Allee) wieder ins Spiel gebracht hat, für die Baurecht bestand, bevor die neue CDU-Grüne Stadtregierung den Bau 2006 kurz vor Beginn gestoppt hat.

13 ist eine Bestandsstrecke, die vermutlich auf dem kurzen Dienstweg reaktiviert werden kann. Damit blieben revolutionäre vier Projekte (10/11/12/14), wobei 10 und 11 die wahrscheinlich höchsten Realisierungschancen haben. Was mir fehlt ist die Verlängerung der 12 zur Dieburger Straße nach Fechenheim, die man dann wunderbar via Offenbach nach Oberrad durchbinden könnte (Stichwort: Ringbahn und zwei Fliegen, eine Klappe).

Die Verbindung der U5 zur Mainzer halte ich nicht für sinnvoll, denn dort verkehrt die Tram, die durch die im Bau befindliche U5 sicherlich schon deutlich entlastet werden wird, da das nördliche Gallus (v.a. Hellerhofsiedlung) sicherlich auf die U5 ausweichen wird. Eine Verlängerung zum Messeparkhaus wäre ebenso ein schlechter Witz. Vom Parkhaus zur zukünftigen Station "Wohnpark" sind es keine 200m. Und über die Straße müsste man hier wie dort... Viel sinnvoller wäre eine Verlängerung bis zum Höchster Bahnhof. Das würde die S-Bahn und die Tram entlasten, neue Knoten herstellen und nebenbei das nördliche Griesheim, Eisenbahnersiedlung und das östliche Nied anbinden. Drei Stationen: etwa in Höhe Linnegraben, Birminghamstraße und Höchste Bahnhof wäre eine Express-Alternative zur Tram.

Wirklich interessant ist in meinen Augen nur die Anbindung des südlichen Sachsenhausens und der Unfallklinik und das Bekenntnis zur U5 Nord, die immer wieder der Verschieberitis anheim fällt.
__________________
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Alt 23.07.16, 09:25   #198
main1a
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Regionaltangente Ost (RTO)

Uwe Becker (CDU, Bürgermeister und Stadtkämmerer) reaktiviert die Idee der Regionaltangente Ost (RTO) in veränderter Streckenführung:
Neubaustrecke von Bad Vilbel Bf. nach Maintal, den Main queren bis nach Mühlheim a.M. um dort mit der Bestandstrasse der S-Bahnen S8 und S9 verbunden zu werden.
Auf den bestehenden S-Bahntrassen wäre die Linienführung dann nach Offenbach (S1, S2, S8, S9), Frankfurt Süd, Louisa (S3, S4), Abbiegen zur Strecke S7 mit den Stationen Stadion, Zeppelinheim, ein Schlenker zum Terminal 3 und zurück auf die Bestandstrasse nach Walldorf und Mörfelden.
Die Strecke hätte wie die Regionaltangente West (RTW) eine Länge von etwa 45 km, würde mit Zwei-System-Fahrzeugen betrieben und es müssten etwa 15 km neue Strecke gebaut werden. Bei der RTW werden Kosten von 400 Mio. EUR veranschlagt.
Vorteile dieser Streckenführung wäre die Umsteigemöglichkeiten zur geplanten Nordmainischen S-Bahn bei Maintal, an der Station Stadion in the RTW (quasi ein Ringschluss) aber auch die Erschließung von neuen Wohngebieten im Nordöstlichen Frankfurt.

Quelle: FNP vom 23.07.2016
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Alt 08.11.16, 22:54   #199
Megaxel
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Was soll das? Die SPD grätscht ins RMV-Pilotprojekt zu streckenbezogenen Preisen. Weil sich dadurch auf Frankfurt Stadtgebiet die Preise zum Teil massiv erhöhen würden (bsplw die Fahrt von Bergen nach Enkheim) soll das ganze Projekt gestoppt werden. Auch wenn nachvollziehbar ist, dass die Fahrt von einem Stadtteil in den nächsten nicht doppelt so viel kosten sollte wie nach dem jetzigen System, ist es doch gerade Sinn und Zweck eines solches Projekts, den Nutzen und die Schwächen herauszufinden. Man kann auf diese ja auch dann eingehen und nachjustieren. Das Projekt jetzt komplett abzubrechen (man war ja selbst dafür) ist dagegen ausgemachter Schwachsinn. Daneben ist es ein ausgesprochen schlechter Stil, der bei den Kommunen im Umland einen nachhatig schlechten Eindruck hinterlassen wird.

Bericht in der FAZ http://www.faz.net/aktuell/rhein-mai...-14513362.html und Kommentar http://www.faz.net/aktuell/rhein-mai...-14513354.html
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Alt 08.11.16, 23:12   #200
Schmittchen
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Mit der gleichen Empörung könnte man fragen, was sich die Verantwortlichen für das Projekt wohl gedacht haben, wenn das neue System dem unvoreingenommenen Testnutzer für dieselbe Strecke innerhalb des Frankfurter Stadtgebiets statt 2,80 einfach mal 3,90 Euro abverlangt. Kopfschütteln wird noch die mildeste Reaktion sein.
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Alt 09.11.16, 00:09   #201
Megaxel
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Ja, klar. Eine Erhöhung um 40 % innerhalb einer Kommune ist kaum vermittelbar. Aber es ist doch klar: Wenn eine Umstellung eine Verbilligerung bestimmter Strecken zu Folge hat, werden andere dafür teurer. Wenn man bestimmte Erhöhungen als nicht hinnehmbar ansieht, muss die Konsequenz doch sein, dass man sich das System doch noch mal näher ansieht und ggf. auch eine Staffelung der kilometerbezogenen Entgelte erwägt, also zB bis 2 km soundsoviel Cent und ab 2 km soundsoviel Cent pro Meter etc.... Und wenn man partout keine Erhöhungen will, muss man dann logischerweise mehr Subventionen für den ÖPNV fordern.Bei einem Abbruch des Projekts bleibt es jedoch beim jetzigen Zuschnitt der Tarifgebiete. Und das wird auch allenthalben als ungerecht empfunden.
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Alt 09.11.16, 07:55   #202
tunnelklick
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Kommunale Grenzen als wesentliches preisbildendes Merkmal zu hinterfragen ist nicht grundsätzlich verkehrt. Jeder findet es normal, dass mehr zahlt, wer mehr von irgendeiner Leistung in Anspruch nimmt. Von daher mögen Oesterling und Feldmann plausibel machen, warum das Äquivalenzprinzip hier nicht geltend soll, es weniger empörend sein soll, dem Beförderungsfall für 20 km von Nieder-Erlenbach zum Goetheturm dieselben 2,80 € wie für die 2,5 km von Rödelheim nach Bockenheim abzuverlangen, während 2 km von Schwanheim nach Kelsterbach oder Oberrad nach Offenbach 3,90 € oder noch mehr kosten sollen.
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Alt 09.11.16, 08:04   #203
cardiac
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cardiac braucht man einfachcardiac braucht man einfachcardiac braucht man einfachcardiac braucht man einfachcardiac braucht man einfachcardiac braucht man einfach
Gott sei Dank grätscht da jemand dazwischen, und es war glaub ich nicht nur "die SPD", sondern Frankfurt generell. Keine Ahnung wer sich die Formal da ausgedacht hat, aber die Preise für Fahrten innerhalb von Frankfurt sind absurd geworden. Hatte mich ganz am Anfang mal dafür interessiert Testnutzer zu werden, aber nachdem ich den Fahrpreiskalkulator auf der Seite benutzt hatte, hab ich die Idee ganz schnell wieder verworfen. An sich begrüße ich das angestrebte System, aber doch nicht bei derartig irren Preisen!! Der ÖVPN ist jetzt schon zu teuer.
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Alt 09.11.16, 08:46   #204
Torben
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Torben ist essentiellTorben ist essentiellTorben ist essentiellTorben ist essentiellTorben ist essentiellTorben ist essentiellTorben ist essentiellTorben ist essentiellTorben ist essentiell
Dass man in Zeiten technischer Möglichkeiten ein Tarifsystem mit Tarifzonen und festen Preisen, das in seiner Grundidee aus einer Zeit kommt, als noch Schaffner die Tickets in den Zügen verkauften, überarbeiten möchte, ist vernünftig. Grundsätzlich fair ist auch der Ansatz, dass längere Strecken mehr kosten sollen. Allerdings darf die Preisdifferenz nicht so ausfallen wie der RMV dies aktuell testet. Wenn man alle Fahrten aller Fahrgäste im gesamten RMV-Gebiet addiert, dann muss das Null auf Null mit den derzeitigen Einnahmen durch Fahrkarten aufgehen.

Ich habe für mich persönlich einige Strecken mit der neuen RMV-App abgefragt und zumindest in meinem Fall kommt da eine starke Preissteigerung raus und keine Null. Vergünstigungen gäbe es allenfalls auf kurzen Strecken, die ich sowieso schneller zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklege. Und ich gehe davon aus, dass diese Rechnung in den meisten Fällen sehr ähnlich ausfällt außer in ein paar wenigen sehr speziellen Fällen von Leuten, die z.B. in Rödelheim wohnen und Eschborn arbeiten und dabei Tarifgrenzen überfahren.

Bisher kann man das ganze nur mit den jeweiligen Einzeltickets vergleichen. Für Vielfahrer mit Jahreskarte gibt es sowieso noch kein Konzept für den "Smart-Tarif". Hier würde ich eine Lösung wie z.B. in London befürworten. Man hat eine Chipkarte, die alle Fahrten registriert. Auch als Vielfahrer zahlt man erstmal Einzelfahrten. Ist man am Preis einer Tageskarte angekommen, zahlt man die Tageskarte - nicht mehr. Wenn man mit Tageskarten den Preis einer Wochenkarte erreicht, zahlt man diesen usw... bis zum Preis einer Jahreskarte. So muss man sich, wenn man mehrere Verkehrsmittel zur Wahl hat, am Anfang eines Jahres nicht auf den ÖPNV festlegen. Wenn das Wetter mitspielt, fährt man im Sommer z.B. 4 Monate mit dem Fahrrad und zahlt nur 8 Monatskarten und ein paar Einzelfahrten für Regentage.

Grundsätzliche befürworte ich ein neues Tarifsystem, aber das muss preislich Null auf Null aufgehen und es fehlt mir noch etwas Innovation und ein vernünftiges Konzept für Vielfahrer.
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Alt 09.11.16, 09:15   #205
sipaq
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sipaq ist ein Lichtblicksipaq ist ein Lichtblicksipaq ist ein Lichtblicksipaq ist ein Lichtblicksipaq ist ein Lichtblicksipaq ist ein Lichtblicksipaq ist ein Lichtblick
Die Grundidee passt, aber das Pendel schlägt zumindest in meinem Fall (Frankfurter Berg) so stark in Richtung einer Preissteigerung aus (3,98€ bzw. 4,10€ je nach Haltestelle statt 2,80 - also plus 40%), dass sich das so überhaupt nicht rechnet.

Auch kurze Strecken, wo man aktuell ein Kurzstreckenticket ziehen kann, sind im neuen System teurer (eben mal mit der Verbindung "Festhalle/Messe" nach "An der Dammheide" (Haltestelle in der City-West) getestet: 1,80€ vs. 2,36€).

Ich frage mich ehrlich gesagt bei welchen Konstellationen (außer bei Fahrten über Tarifgrenzen) man mit dem neuen System überhaupt sparen kann?
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Alt 09.11.16, 09:37   #206
Rohne
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Hinzu kommt ja auch noch, dass dieses Tarifsystem den ÖPNV generell unattraktiver macht. Man kann nicht einfach mal kurz entschlossen woanders aussteigen als ursprünglich vorgesehen, oder - noch schlimmer - auf anderen Wegen zum Ziel kommen als bei der Buchung geplant, was bei den nicht seltenen Verspätungen und Streckensperrungen völlig unpraktisch ist. Allein schon die jeweils unterschiedlichen Streckenpreise für UBahn, Straßenbahn und Bus machen das ganze System für den praktischen Einsatz völlig untauglich. Von der Problematik der Zeitkarten ganz abgesehen.
Die grundsätzliche Überlegung war gut, die Umsetzung dagegen von Anfang an eine Katastrophe, mit derart vielen kritischen Schwachstellen, dass man besser kommt, das ganze nochmal ganz von vorne zu beginnen. Wäre vielleicht auch mal ganz sinnvoll, die Tarifgrenzen nicht entlang von politischen sondern von tatsächlichen (human)geografischen Grenzen zu ziehen. Man könnte die Waben beispielsweise deutlich kleiner machen, und die Tarifsprünge an ihren Grenzen erheblich abmildern. Gerade auch für die Stadtregion Frankfurt im Zentrum des RMV-Gebiets wäre aber auch ein Ringsystem wie in Berlin oder München überlegenswert.
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Alt 09.11.16, 12:39   #207
robffm
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Zitat:
Zitat von Torben Beitrag anzeigen
Grundsätzliche befürworte ich ein neues Tarifsystem, aber das muss preislich Null auf Null aufgehen und es fehlt mir noch etwas Innovation und ein vernünftiges Konzept für Vielfahrer.
Das fehlende Konzept für Vielfahrer ist ein Manko, unbestritten.

Die Erwartung, dass eine Tarifänderung aber für alle Nutzer und für den Anbieter Null auf Null aufgeht ist nicht realistisch.
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Alt 09.11.16, 13:01   #208
sipaq
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Natürlich wird es bei einer Umstellung immer Gewinner und Verlierer geben.

Einfach mal ein paar Beispiele für die U4:
Festhalle/Messe nach Hauptbahnhof: 1,80€ (Alt) vs. 2,34€ (neu) - Ersparnis -30%
Festhalle/Messe nach Willy-Brandt-Platz: 1,80€ (Alt) vs. 2,34€ (neu) - Ersparnis -30%
Festhalle/Messe nach Dom/Römer: 2,80€ (Alt) vs. 2,34€ (neu) - Ersparnis +16%
Festhalle/Messe nach Konstablerwache: 2,80€ (Alt) vs. 2,34€ (neu) - Ersparnis +16%
Festhalle/Messe nach Merianplatz: 2,80€ (Alt) vs. 2,56€ (neu) - Ersparnis +9%
Festhalle/Messe nach Höhenstraße: 2,80€ (Alt) vs. 2,67€ (neu) - Ersparnis +5%
Festhalle/Messe nach Bornheim Mitte: 2,80€ (Alt) vs. 2,78€ (neu) - Ersparnis +0,7%

Es lohnt sich also bestimmte Mittelstrecken zu fahren. Aber jeder der eine Kurzstrecke fährt oder einen Ticken weiter rein- oder raus will, wird bestraft.
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Alt 09.11.16, 13:07   #209
HöchsteZeit
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HöchsteZeit ist im DAF berühmtHöchsteZeit ist im DAF berühmt
Frankfurt-Höchst nach Frankfurt Hauptbahnhof 2,80 -> 4,20 Verteuerung +50%

Viele Testnutzer aus Höchst wird es vermutlich nicht geben. Zu dem ist das Konzept mit den Testnutzern mehr als fragwürdig. Wer macht da schon mit wenn es für ihn massiv teurer wird. Welche Aussagekraft hat das ganze, wenn es auf den Strecken die teurer werden quasi keine Nutzung gibt (oh Wunder) und welche Rückschlüsse will man daraus ziehen?
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Alt 12.11.16, 13:06   #210
Xalinai
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Zitat von robffm Beitrag anzeigen
Die Erwartung, dass eine Tarifänderung aber für alle Nutzer und für den Anbieter Null auf Null aufgeht ist nicht realistisch.
Wenn die Gesamteinnahmen für alle Fahrten konstant bleiben sollen und zusätzlich einige Nutzer sparen sollen, bedeutet das logischerweise, dass einige Fahrten teurer werden müssen.

Ob die Kalkulation überhaupt so ausgelegt ist, dass sie anhand bekannter Nutzungsprofile und deren Häufigkeitsverteilung wirklich auf Null aufgeht, steht auf einem anderen Blatt - schließlich hat sich die heutige Nutzung auf die jahrzehntealte Preisstruktur (in der Gemeinde billig, über die Grneze teuer) ausgerichtet.
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