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Alt 01.12.16, 18:26   #211
Coatilex
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Bericht des Magistrats zum Nahverkehr

Auf eine - meiner unmaßgeblichen Meinung nach teils peinlich formulierten - Anfrage gibt der Magistrat hier einen Überblick der aktuellen Nahverkehrsitituation in Frankfurt.

Bezeichnend, dass der Magistrat offenbar nicht weiß aus welcher Richtung in die Stadt eingependelt wird (Frage 9)...



@Mods: Ich glaube das hatten wir noch nicht, wenn doch dann gibt es eben wieder einen Gast mehr auf dem Friedhof
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Alt 02.12.16, 20:35   #212
Megaxel
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Wobei man sagen, dass diese ganzen statistischen Erhebungen nicht einfach so nebenbei laufen, sondern sowohl bei der Erfassung und Auswertung einen gehörigen Aufwand verursachen. Zum Teil kann man natürlich auf die Erhebungen anderer Stellen zurückgreifen.

Vom Verkehrsinfarkt sind wir weit entfernt. Im Stau stehen ist nicht schön. Aber nur, weil man nicht immer einfach durchfahren kann, hat man noch keinen Verkehrsinfarkt. Die Anspruchshaltung mancher ist da kaum zu verstehen. Wenn irgendwo ein Sack Reis umfällt, wird gleich nach der Kanzlerin geschrien...
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Alt 07.12.16, 12:18   #213
robffm
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robffm könnte bald berühmt werden
Mod: Verschoben, der Beitrag bezieht sich hierauf.
-----------------


Das sind tatsächlich gute Nachrichten für eine mögliche Verlängerung der U5.

Hoffen wir mal, dass die Verantwortlichen ihre Hausaufgaben gemacht haben. Die Aussagen zum Thema 'Anhänger an Bussen' lassen auch mit Blick auf die die StVO §21 (2) Satz 4 leichte Zweifel aufkommen.
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Alt 07.12.16, 13:07   #214
tunnelklick
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^ DIE haben ihre Hausaufgaben gemacht.

Klick hier und dort. Solche Anhänger werden im RMV sogar schon eingesetzt. Das funktioniert über eine Ausnahmegenehmigung nach § 70 StVZO
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Alt 07.12.16, 13:24   #215
Baufrosch
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Auch in Frankfurt wurden diese Busse ja schon getestet. Im Jahr 2012 ohne Personenbeförderung, im Jahr 2013 dann im Probebetrieb auf der Linie 53.
Pressemitteilung dazu hier, Fotos vom 2012er Bus und vom 2013er Bus gibt's auch.
Dafür braucht's zwar eine Ausnahmegenehmigung von der StVZO, aber laut Wikipedia-Artikel über Busanhänger waren Mitte 2016 in Deutschland etwa 100 dieser Anhänger im Einsatz.
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Alt 08.12.16, 13:05   #216
bridget
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bridget ist einfach richtig nettbridget ist einfach richtig nettbridget ist einfach richtig nettbridget ist einfach richtig nettbridget ist einfach richtig nett
Es gibt auch Neuigkeiten zu dem anderen Busexperiment, den Doppeldeckern. Hier gab es ja vor etwa einem Jahr eine Testphase auf ausgewählten Linien. Nach Auswertung derselben hat man sich jetzt entschieden, keine Doppeldeckerbusse in Frankfurt im regulären Betrieb einzusetzen.

Dies hat mehrere Gründe: Einerseits wurde die obere Etage nur von der Hälfte der Fahrgäste genutzt, was zu wenig sei (dieses Argument verstehe ich persönlich nicht, denn nach meinem Verständnis befindet sich ja auch nur ungefähr die Hälfte der Sitzplätze dort, die andere Hälfte unten).
Zudem bräuchte es für Frankfurt eine kurze Variante des Busses, die auch enge Kurven befahren kann. Diese existiert derzeit aber nur als Prototyp, Serienproduktion unklar.
Und schlussendlich widerspricht sich die Doppeldeckerbauweise mit neuen Antriebstechniken wie Brennstoffzelle oder Batterie, da diese üblicherweise im Dach untergebracht sind.
So hat dann die städtische Busgesellschaft am Dienstag auch 23 neue konventionelle Busse vorgestellt, die allerdings alle mit Dieselantrieb (!) laufen...

Die Begründungen scheinen mir alle etwas dünn, aber was solls.

Alle Informationen stammen aus einer Meldung der FNP.
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Alt 11.12.16, 08:24   #217
m.Ro80
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Ein einziges Desaster, dieser "U-Bahn"-Bau !.

Wenn das Geld für die U-Bahn in voller Länge nicht ausreicht, dann hätte man das Ding zunächst nur bis zur Emser Brücke als vollwertige U-Bahn bauen können, und westlich davon erst einmal nichts. Die Verlängerung nach Westen (ebenfalls als U-Bahn) hätte dann meinetwegen irgendwann später erfolgen können. Auf diese Weise wäre wenigstens das 1.Teilstück (Emser Brücke und östlich Richtung Innenstadt) als VOLLWERTIGE U-Bahn gebaut gewesen.
Jetzt bekommt die U-Bahn dort eine regelrechte "Berg-und Tal-Struktur" [d.h. hinter dem Güterplatz an die Oberfläche; vor dem Europapark wieder unter die Oberfläche].
Erster Aspekt: Auf diese Weise wird die "Europaallee" grundsätzlich niemals ein "kleiner Kurfürstendamm" - "Marzahn" passt als Beschreibung der sich abzeichnenden Unsäglichkeit viel besser !.
Zweiter Aspekt: Kürzlich hat die CDU den Vorschlag kommuniziert, auch den Bereich westlich des Europaviertels (also südlich Rebstock) ggf. auch noch zu bebauen, quasi als Fortsetzung / Erweiterung des Europaviertels. Wenn das langfristig so kommt (was grundsätzlich zu begrüssen wäre), dann hätte man auch deutlich mehr Personenfrequenz für diese U-Bahn Linie und damit eine generell höhere Indikation diese U-Bahn in voller Länger als echte U-Bahn zu bauen. Fazit: Eine besonders üble <Hand-in-den-Mund-Planung> was mit dieser "U-Bahn" da läuft !
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Alt 11.12.16, 16:49   #218
tunnelklick
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^ Einen gebrochenen Verkehr für die westliche Europaallee zu fordern ist ja noch desaströser. Wozu soll es gut sein, Tausende an der Emser Brücke in Busse zu zwängen? Einen solchen U-Bahn-Stummel hätte niemand gefördert, weil er keinen positiven Nutzen im Verhältnis zu den Kosten erbringen würde. Es geht dabei u.a. darum, Busfahrten einzusparen, Reisezeiten zu verkürzen; gebrochener Verkehr bewirkt das Gegenteil; auch ein Aspekt: je tiefer die Stationen liegen, je weiter sie auseinander liegen, desto länger die Reisezeiten. So dicht kann das Europaviertel gar nicht bebaut werden, um bei extrem höheren Baukosten noch einen positiven Nutzen zu bewirken ( 1km Tunnel plus 1 Station = 100 Mio € überschlägig, Tendenz steigend).
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Alt 11.12.16, 18:51   #219
m.Ro80
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@tunnelklick

Was jetzt kommen soll ("Berg-und-Tal") ist definitiv nicht überzeugend und war ursprünglich so auch gar nicht geplant (ursprüngliche Planung: Vollwertige U-Bahn, durchgehend bis westlich Europapark).

Jetzt bekommen wir dort eine banale Vorort-Anmutung (von wegen: "Boulevard") und das, obwohl neuerdings sogar eine Bebauung "südlich Rebstock" ernsthaft angedacht worden ist.

Das Ganze ist nicht stimmig - Kosten hin / Kosten her.
Und wenn eine vollwertige U-Bahn wirklich so (vermeintlich) unwirtschaftlich ist: Warum hat man JAHRELANG ganau in diese Richtung geplant ?! - und das, obwohl (damals) an "südlich Rebstock" überhaupt noch niemand gedacht hatte.


noch zwei Sachen:

a.) Qualitativer Städtebau ist für die Kommune fast immer immer ein Zuschuss-/Verlustgeschäft. Mit dem Argument "Kosten" kann man praktisch jeden Einwand wegwischen.

b.) Wenn die Komplett-U-Bahn (aus finanziellen Gründen) gar nicht geht: Mir wäre eine gut organisierte Busverbindung durch das Europaviertel wesentlich lieber, als die jetzt avisierte bauliche Verhunzung ("Berg-und-Tal"). Eher baut man "irgendwann" dann doch noch eine vollwertige U-Bahn, als dass man die jetzt anzugehende Grausigkeit ("Berg-und-Tal" kostet auch sehr viel Geld !) jemals wieder zurückbaut.

Geändert von m.Ro80 (11.12.16 um 19:09 Uhr)
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Alt 11.12.16, 19:43   #220
robffm
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tunnelklick hat (leider) Recht.

Eine U-Bahn Lösung gibt es nur in der jetzigen Form oder gar nicht. Stadtplanung bedeutet nicht dass man all zukünftigen Entwicklungen antizipieren oder vorwegnehmen kann.

Und die Bus Lösung ist angesichts der vermutlichen Hauptverkehrsrichtung Hauptbahnhof wohl eher nicht hilfreich.
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Alt 11.12.16, 22:50   #221
Rohne
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Die jetzige (tatsächlich ziemlich sinnfreie) Lösung war eine rein politische Entscheidung. Weil man viel zu lange gebraucht hat überhaupt mal mit der Planung zu beginnen, so dass alles wieder aufgerissen werden muss, hat man die Baukosten sich unnötig verteuern lassen. Aber auch bei nkv unter 1 kann man bauen, man bekommt halt keine Förderung aus Wiesbaden und Berlin mehr. Frankfurt hat so unvergleichlich hohe Steuereinnahmen, ist aber leider nicht bereit die auch angemessen in die Infrastruktur zu investieren. Stattdessen schafft man sich munter Provisorien für die Ewigkeit, wie die oberirdische A-Strecke in der Eschersheimer und eben die U5 im Nordend und jetzt Europaviertel
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Alt 12.12.16, 08:46   #222
tunnelklick
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^ Natürlich war das eine politische Entscheidung, was denn sonst? Anstelle des (für manche ziemlich sinnfreien) Wiederaufbaus der Altstadt (200 Mio €) hätte man durchaus das Europaviertel untertunneln können. Anstelle des (ziemlich sinnfreien) Projekts "Einhausung A661" (200 Mio €) kann man sich eine Untertunnelung der Eckenheimer vorstellen; oder anstelle des Wiederaufbaus/Sanierung von Oper und Schauspiel (300 Mio €??) wäre doch die Untertunnelung der A-Strecke eine sinnhafte Alternative? Nein?
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Alt 12.12.16, 19:09   #223
Megaxel
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Zitat:
Und wenn eine vollwertige U-Bahn wirklich so (vermeintlich) unwirtschaftlich ist: Warum hat man JAHRELANG ganau in diese Richtung geplant ?! - und das, obwohl (damals) an "südlich Rebstock" überhaupt noch niemand gedacht hatte.
Leider hat das (auch) der damalige, grüne Verkehrsdezernent zu verantworten. TRAM = GUT; U-BAHN = BÖSE. Aus mir bis heute vollkommen unverständlicher Sicht, werden unterschiedliche Verkehrssysteme von manchen absolut ideologisch bewertet. Das ist dann wie beim Auto. Man fährt entweder immer Auto ODER immer Bahn, dazwischen gibts nichts. Das hat sich mittlerweile hoffentlich wieder etwas gelegt.
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Alt 12.12.16, 21:53   #224
tunnelklick
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^ Ich denke, an dem Punkt, liegste falsch. Die Frage nach Tram oder Stadtbahn hing an was anderem, nämlich am anderen Ende der U5. Man kann keine U5 in den B-Tunnel einfädeln, wenn man kein vernünftiges Fahrtziel hat. Deshalb stand diese Frage im Zusammenhang mit der Eckenheimer-Landstraßen-Diskussion um die Hochbahnsteige. Wäre die Hochflur-Variante dort zu Gunsten einer Niederflur-Straßenbahn-Variante gestrichen worden, wäre der U5 eine betrieblich sinnvolle Linienführung abhanden gekommen. Zwei Linien nach Bornheim zu schicken machte nur wenig Sinn. Die Straßenbahn-Variante im Europa-Viertel zu untersuchen, diente dem Nachweis, dass eine Straßenbahnerschließung nicht ausreichte. Hätte man das nicht vorher untersucht, hätte man im PFV für die Tunnelvariante ein Problem mit der Planrechtfertigung bekommen. Es ging also erst um Frage, kann man die Straßenbahn ausschließen? Und als man das bejaht hatte, wurde mit der unterirdischen Stadtbahn-Variante weitergeplant. Ich nehme an, dass die Volltunnelplanung auch auf einer Fehleinschätzung der Baukosten für den Abschnitt Platz der Republik - Güterplatz beruhte. Bekanntlich musste das angestrebte Bauverfahren durch ein um 50 Mio € teureres Bauverfahren (mit TBM) ersetzt werden. Seit dem Ungklück in Köln 2009 werden die Risiken der Unterfahrung von Gebäuden anders bewertet; wasserrechtliche Belange traten hinzu.
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Alt 13.12.16, 07:36   #225
m.Ro80
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Zitat:
Zitat von tunnelklick Beitrag anzeigen
Anstelle des (für manche ziemlich sinnfreien) Wiederaufbaus der Altstadt (200 Mio €) hätte man durchaus das Europaviertel untertunneln können. [...]
Das trifft den Kern (leider) !
Letztlich geht es niemals um "Geld", sondern um den "politischen Willen", d.h. mit welchen Prioritäten vorhandenes Geld verplant wird.

Wenn manchem Frankfurter seine Altstadt sooooo wichtig ist - meinetwegen.
Wenn deswegen aber erhebliche finanzielle Ressourcen gebunden werden, die woanders dann nicht für die Entwicklung eines modernen, wertigen Stadtbildes zur Verfügung stehen, dann ist das ein unterirdischer Befund.
m.Ro80 ist offline   Mit Zitat antworten
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