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Alt 29.11.17, 22:06   #16
nothor
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nothor ist essentiellnothor ist essentiellnothor ist essentiellnothor ist essentiellnothor ist essentiellnothor ist essentiellnothor ist essentiellnothor ist essentiellnothor ist essentiell
Ich finde die Chance auf eine Ringbahn sollte sich die Stadt im Norden nicht verbauen. Zwar glaube ich nicht, dass der komplette Ring wiederkommen würde, aber wenn man sich vergegenwärtigt welche Punkte die alte Bahnstrecke miteinander verbindet (An der Fürther Straße, Erlanger Straße, Rollnerstraße, Äußere Bayreuther Straße) wird schnell deutlich, welches Potential die Verbindung grundsätzlich hat. Der Ringbus 35 ersetzt das nur hilfsweise, da er im chronisch zugestauten Nordring feststeckt ohne eigene Spur und die Fahrt entsprechend lange dauert. Außerdem ist die Strecke bereits vorhanden und der Platz für ein Bahnhof wäre zu vernachlässigen. Das einzige was fehlt ist eine überzeugende Anbindung an den vorhandenen schienengebundenen ÖPNV.
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Fotos von mir, andernfalls ist die Urheberschaft angegeben.

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Alt 30.11.17, 00:14   #17
SteffenSetzer
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Das ist eine gute Idee, die immer wieder auftaucht und ebenso immer wieder von den Gutachten der VAG/VGN beerdigt wurde. Kommt eben immer darauf an, WER das Gutachten in Auftrag gibt. Andere kamen zu Ergebnissen von höherer Rentabiltät. Was die VAG da alles hinein rechnen ließ, was das Ergebnis unter die Rentabiltätsgrenze drückte, ist mir nicht bekannt.

Auf einer lediglich zu modernisierenden Teilstrecke vom Nordostbahnhof bis zur Fürther Straße könnte so die Gräfenbergbahn und die Rangaubahn miteinander verknüpft werden.

Ein neuer Haltepunkt (u.a.) an der Erlanger Straße wäre dann nötig und sinnvoll. Aber es ist ja im Moment nicht mal möglich, den Vorort Buchenbühl wieder an die Gräfenbergbahn anzuschließen. In typischer Nürnberger Verkehrspolitik-Weise vergibt man sich Chancen durch Engstirnigkeit und fehlendem Weitblick.
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Alt 30.11.17, 21:09   #18
Dexter
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Dexter braucht man einfachDexter braucht man einfachDexter braucht man einfachDexter braucht man einfachDexter braucht man einfachDexter braucht man einfach
Hallo Steffen,


nicht die VAG oder der VGN beerdigen da was, sondern die BEG (https://beg.bahnland-bayern.de/de/)


Diese Gesellschaft ist zuständig für die Bestellung von Eisenbahnbetrieb auf Eisenbahnstrecken, die beiden von dir genannten Organisation haben mit der Ringbahn nichts zu tun.


Solange die BEG ihre Prioritäten woanders setzt, tut sich hier nichts. Von Seiten der Stadt wird aber immer wieder auf das Potenzail der Ringbahn zwischen Fürth und Nordostbahnhof hingewiesen und eines Tages wird es hier sicher zu einem Ergebnis kommen. Die Strecke wird ja immerhin noch genutzt! Nur eben nicht mit Fahrgästen...


d.
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Alt 01.12.17, 11:09   #19
Mattes
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Mattes wird schon bald berühmt werdenMattes wird schon bald berühmt werden
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Ich halte nicht viel von einer Ringbahn. Zum anderen gehört in einer solchen Lage sicherlich kein Bahnhof hin, sondern ein Hochhaus, das auch als Aushängeschild der Stadt agieren kann. Ähnlich dem Businesstower im Osten könnte man ein gleiches Bild für Personen aus dem Norden kommend entwerfen. Von der Lagepräsenz ist das eine absolute A-Lage. Bei regulärem Gewerbe wiederum halte ich die Gefahr für groß, dass der Block zu unattraktiv präsentiert wird. Weder Parkplätze, noch viel Laufkundschaft sind vorhanden. Von daher halte ich eine Büronutzung am besten, allerdings auch nur unter der Voraussetzung hier etwas im Sinne der Architektur akzeptables zu bauen.
Als urbanes Portal für die Pendler aus Norden kommend soll die Bebauung der ehemaligen Wendeschleife in Thon dienen. Hier wurden ebenso mehrere Entwürfe mit bis zu drei höheren Bürogebäuden angefertigt. Seitens der Stadtverwaltung wird eine solche urbane Eintrittssituation auch gewünscht.
Dass mit "Gewerbe" nicht der Handyladen um die Ecke gemeint ist, sollte klar sein. Ein solches Areal lässt sich im Nürnberg des 21Jahrhunderts lediglich durch eine Neuansiedelung im Dienstleistungsbereich umwandeln, sofern keine Wohnbebauung gewünscht ist.

Die Frage die ich mir hierbei stelle ist lediglich: Wer soll sich hierhin erweitern? Datev, sowie GfK ist versorgt... ansonsten ist mir nicht bekannt, dass andere Betriebe Erweiterungen anstreben. Aber vielleicht schafft ja die Gelegenheit neue Anreize?
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Alt 01.12.17, 15:51   #20
DS-17
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DS-17 könnte bald berühmt werden
Zitat:
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Die Frage die ich mir hierbei stelle ist lediglich: Wer soll sich hierhin erweitern? Datev, sowie GfK ist versorgt... ansonsten ist mir nicht bekannt, dass andere Betriebe Erweiterungen anstreben. Aber vielleicht schafft ja die Gelegenheit neue Anreize?
Theoretisch müsste grundsätzlich die Stadt etwas mehr Öffentlichkeitsarbeit betreiben. Das schaffen Städte in gleicher Größenordnung, wie zB Leipzig wesentlich besser. Man kann hier auch als Stadt durchaus mal auf Unternehmen zugehen und Zugeständnisse machen in Form von Steuervorteilen, nur als Beispiel. Es zieht leider zu wenig Unternehmen nach Nürnberg und wenn ein solches Problem schon zu Boomzeiten passiert, dann kann man sich das in einer Rezession ausmalen. Gerade beim gehobenen Mittelstand sehe ich hier Potential, weil dort Verwaltungen teilweise nicht mehr ausreichen und sich dann nach einem alternativen Standort umgesehen wird. Nur leider fällt meist die Wahl nicht auf Nürnberg. Sehr schade, denn das Potential wäre vorhanden.
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Alt 01.12.17, 18:37   #21
SteffenSetzer
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Zitat:
Zitat von Dexter Beitrag anzeigen
Hallo Steffen,


nicht die VAG oder der VGN beerdigen da was, sondern die BEG (https://beg.bahnland-bayern.de/de/)


Diese Gesellschaft ist zuständig für die Bestellung von Eisenbahnbetrieb auf Eisenbahnstrecken, die beiden von dir genannten Organisation haben mit der Ringbahn nichts zu tun.


Solange die BEG ihre Prioritäten woanders setzt, tut sich hier nichts. Von Seiten der Stadt wird aber immer wieder auf das Potenzail der Ringbahn zwischen Fürth und Nordostbahnhof hingewiesen und eines Tages wird es hier sicher zu einem Ergebnis kommen. Die Strecke wird ja immerhin noch genutzt! Nur eben nicht mit Fahrgästen...


d.
ich habe gerade mal etwas gegoogelt und zitiere aus einem Antrag der Grünen Stadtratsfraktion von 2014 "Die Verwaltung wird aufgefordert, zeitnah Gespräche mit dem Zweckverband VGN, der DB AG und der BEG aufzunehmen um eine so bald als mögliche Durchbindung und Netzverknüpfung zu erreichen."

der Nahverkehrsentwicklungsplan 2025, den der Stadtrat beschlossen hatte. kommt immerhin zu einem Rentabiltätsergebns von +1,57 (Gutachten von IVV Aachen) . ein neueres Gutachten von Intraplan, dass die BEG in Auftrag gab, kam 2012 nur auf -0,22.
Zwar müssen mehrere Köche am Brei mitkochen, aber der große Bremser ist tatsächlich die BEG.

Der Antrag der Grünen musste auf der Basis der beiden Gutachten erfolgen, man kann ja nicht ständig neue Gutachten erstellen, Der richtige politische Wille wäre jetzt erforderlich: Schiene für Personenverkehr stärken, wo schon Schiene da ist.
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Alt 01.12.17, 19:00   #22
SteffenSetzer
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Die Frage die ich mir hierbei stelle ist lediglich: Wer soll sich hierhin erweitern? Datev, sowie GfK ist versorgt... ansonsten ist mir nicht bekannt, dass andere Betriebe Erweiterungen anstreben. Aber vielleicht schafft ja die Gelegenheit neue Anreize?
Die gestellte Frage ist genau die richtige. Immer in solchen Situationen kommt seit Jahrzehnten in pawlowscher Manier vor allem aus dem Wirtschaftsreferat der Appell zur Bereitstellung von weiteren Gewerbeflächen, während vor allem Wohnflächen- und auch in diversen Stadtteilen ein Grünflächendefizit existiert.

Das alte Nürnberger Gewerbe-Potpourri (AEG, TA, Quelle, Grundig, Hercules, Fleischmann, Trix, Arnold etc.) ist lange dahin, aufgefangen hat das der Dienstleistungssektor - bekanntermaßen Datev und GfK, aber vor allem ziehen ja in die ehemaligen Gewerbeareale kleine und neue Firmen ein, die jeder für sich gesehen, wenig Platz brauchen.

In Zeiten der Globailisierung ist die bloße Bereitstellung einer Riesenfläche KEIN Anreiz für Konzerne, die durch Expansion in Übersee an allem sparen wollen. Die Stadt kann sich angesichts der Lage den Luxus nicht leisten, Vorbehaltsflächen in der Hinterhand zu halten.

Die vordringliche Aufgabe ist, Gewerbeflächen zu recyclen. Die Bahn (Aurelis) ist zwar wahrlich kein Wohlfahrtsunternehmen, aber sie warf ihre nicht benötigen Areale auf den Markt (Nordbahnhof, Brunecker Straße, Nordostbahnhof, Bahnhofstraße...)

Schirmt man mit einem Bürohausriegel entlang des Rings und der Bucherstraße sowohl auf dem Nord-Schöller-, als auch auf dem Südareal dringend benötigte Wohngebäude vom Lärm ab, ist allem Genüge getan. Das gleiche gilt für die ehemalige Endhaltestelle.
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