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Alt 19.11.13, 22:10   #31
pagmamahal
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pagmamahal sitzt schon auf dem ersten Ast
Eine schöne Aufnahme. Das Schlößchen liegt ja auch hinter den Mauern ziemlich versteckt. Ich habe es bisher nur von der Elbinger Straße aus gesehen und davon nur das Dach, weil sich der Rest hinter den Mauern verbirgt? Wird es hin und wieder für die Öffentlichkeit geöffnet?
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Alt 19.11.13, 23:57   #32
nothor
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Tja, das wüsst ich auch gerne, ich möchte das gern mal von Innen sehen. 14. Jahrhundert, das ist schon ne Hausnummer. Ich denke die Stiftung nutzt den gesamten Komplex inklusive Büroneubau aktiv als Verwaltung o.ä., und höchstens für geschlossene, interne Veranstaltungen. Hier gibt es noch ein paar Fotos zu sehen:

http://www.bueros-am-schoppershof.de/historie.html
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Alt 28.11.13, 22:27   #33
Frau S aus N
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Frau S aus N befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Tucherschlösschen in der Bismarckstraße

nothor, was sagst Du denn zu dem anderen Schlösschen in Schoppershof, in der Bismarckstraße. Da ist jetzt das Gerüst ab.
Ich finde: Vorher war es schöner, hatte viel mehr Charme, jetzt sieht es nach Disneyland aus. Die Sandseinfassade wurde übermalt (zu hell, wie ich finde), die Fensterläden haben keine Streifen mehr (oder kommt das noch?) und die süßen runden Fensterchen an der Seite wurden zugemacht :-(
Es gibt davon noch eine veraltete Website mit Bildern, wie es vorher aussah: http://stadtschloss-im-gruenen.net
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Alt 30.11.13, 13:10   #34
nothor
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Liebe Frau S aus N,

danke für Ihren Hinweis, ich war daher selbst heute mal an der Bisamrckstraße nachsehen. Von dort aus kann man sogar die Schlossanlage in der Elbinger Straße sehen:



Der Herrensitz am Schübelsberg steht nun wieder ohne Gerüst da. Im Hof des Anwesens ging zufällig auch gerade die Bauherrin zu Werke und hat mir freundlicherweise Ihre Fragen beantwortet. Wie vermutet ist die Farbfassung der Sandsteinfassade so original. Man hat früher für das einheitlichere Aussehen und auch vermutlich längere Haltbarkeit die Sandsteinfassaden mit einer dünnen farbigen Kalkputzschicht überzogen und so ein sauberes, feineres Erscheinungsbild zu erzielen. Auf uns wirkt es heute befremdlich, denn man kenn diese Strategie nur all zu oft von den ungeliebten Einheitsputzfassaden her. Damals, vor 500 Jahren waren vornehme Häuser aufwändig farbig gefasst. Denn sie fallen auf! Das Fußvolk lebte bestenfalls in unverputzen Steinhäusern, aber wahrscheinlicher noch in einfachen Holzhütten.
Die Fensterläden waren wohl auch im Original so. Alternativ wäre eine graue Farbfassung gewesen. Die gestreifte Farbfassung wahr wohl eine Änderung aus dem 19. jahrhundert. (Wobei ich die auch sehr schön gefunden hätte).
Ein paar Fotos:




In dem Grau der Balkonanlage hätte man auch die Fensterläden machen können. Mir persönlich wäre das Haus dann aber zu blass geworden.



Blick auf die Westfassade:



... und auf die Nordfassade mit dem Eingangsportal im Stil der späten Renaissance:



Und so sah das Gebäude noch vor wenigen Jahren aus:

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Alt 30.11.13, 21:58   #35
omanUt
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omanUt befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Schrecklich! Sieht aus wie Playmobil.

Man kann nur hoffen das es schnell wieder altert.
Wolfgang Albert liefert gute Qualität, aber die Projekte sehen leider oftmals zu clean und fake aus.
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Alt 01.12.13, 13:18   #36
Hans Ebert
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Das stimmt, es mutet tatsächlich ein wenig wie Playmobil an. Das ist aber ein grundsätzliches Problem mit besonders alten Baudenkmalen: Wir Heutige kennen die Bauten in ihrer ursprünglichen Form nicht, sondern nur den gealterten Zustand. Wenn so ein Gebäude dann nach Befund restauriert wird, fallen einem erstmal die Augen raus, weil es so ungewohnt aussieht. Das ist einfach ein Bruch mit unseren Sehgewohnheiten. Genauso haben die Menschen im 19. Jahrhundert reagiert, als man ihnen auf einmal erzählt und v.a. gezeigt hat, dass die griechischen Tempel nicht monochrom, sondern bunt bemalt waren. Selbst Kunsthistoriker sind hysterisch geworden, als sie die restaurierte Sixtinische Kapelle sahen - sie waren gewohnt, dass die Malereien eher dunkel und abgetönt sind und waren erschrocken über die knallbunte Farbgebung, die aber die originale aus Michelangelos Zeiten war. An solchen Beispielen kann man, finde ich, super nachvollziehen, wie wichtig der Alterswert (Alois Riegl) bei Baudenkmalen ist.
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Erst wenn die letzte Fassade gedämmt, die letzte Villa entkernt, der letzte Garten zugebaut ist, werden die Menschen feststellen, dass Denkmalschutz doch sinnvoll ist.
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Alt 01.12.13, 13:29   #37
nothor
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Da hast du völlig Recht. Ich denke man kann sich auch leicht ausmalen, dass die Baherren einst mit diesem Herrenhaus einen strahlenden Neubau haben wollten, und nicht das uns bekannte und vertraute patinierte Sandsteinhaus. Im übrigen gefällt mir diese Art der Denkmalpflege ganz gut, sie wurde von den Altstadtfreunden in der Adlerstraße ja auch schon so gehandhabt. Das entspricht ja auch nicht unseren Sehgewohnheiten.

Allerdings zeigt das auch, wie Dinge mit zunehmendem Alter und einer gewissen Patina eben auch einen besonderen Charme entwickeln, den man nicht leichtfertig wegrenovieren sollte.
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Alt 01.12.13, 19:24   #38
nothor
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Kleinere Projekte Nbg. Nordost (Herrnhütte, äußeres Schoppershof)

Das auffällige und für Nürnberger Verhältnisse auch ungewöhnliche Eckhaus Nr. 99 wurde kürzlich gekonnt aufgefrischt. Die Aufwändige Stuckfassade, die an sich auch nicht wirklich kaputt war, wurde instand gesetzt und hat einen neuen Anstrich erhalten. Ich finde durchaus vorzeigenswert:









Architekt: M. Seufert, 1899:



Vorzustand: https://maps.google.de/maps?q=%C3%A4...4.38,,0,-18.41

Was wird wohl aus dem ziemlich ungepflegten Nachbargebäude?
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Alt 02.12.13, 07:33   #39
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Wow, das ist echt schön geworden! Glückwunsch dem Bauherrn und dem Restaurator! Ich kenne das Gebäude schon lang und fand es immer interessant. Hoffentlich lässt sich der Nachbar inspirieren und sein Haus auch etwas auffrischen; es sieht ja leider echt ziemlich fertig aus.
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Alt 02.12.13, 10:23   #40
pagmamahal
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pagmamahal sitzt schon auf dem ersten Ast
Wunderschön. Ich wünschte mir von diesen Neobarock viel mehr. Viele lasten Nürnberg ob der vielen dunklen Fassaden eine Tristesse auf. Ich empfinde so manche bunte Renovierung, wie z.B. auch Adlerstraße, auch wenn ungewohnt, als erquickend.

Was mich aber gerade frage ist, ob der Nachbarbau nicht ähnlich aussehen sollte, was aufgrund der damals häufig verwendeten Symmetrie nicht untypisch wäre. Wenn ich die Grundform betrachte, fällt mir auf, daß er fast wie der Neobarockbau nur ohne Stuck aussieht.
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Alt 03.12.13, 19:23   #41
nothor
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Fortschritt "Radio-City"

Bei dem Berger-Projekt "Radio City" (hier vorgestellt) in der Senefelder Straße ist vor einiger Zeit bereits der mächtige Giebel abgebrochen worden, der dem Gebäude sein Charakteristisches Aussehen von der Bayreuther Straße aus gesehen verliehen hat:



Ich hoffe nur, dass wenigstens die Sandsteinfassade im Erdgeschoss und die großen Rundbogenfenster erhalten bleiben, denn wenn die auch noch verschwinden, bleibt vom Flair des "radio-City" nix mehr. Nichmal Leute, die da mal gearbeitet ahben würden das haus dann noch wiedererkennen.
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Alt 03.12.13, 19:55   #42
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High-Tech-Center Neumeyerstrasse

Hier wächst mit der Erweiterung des HTC (hier zuletzt berichtet) ein großer Bürokomplex aus dem Boden:



Ich finde trotz der Kritik des BKB entsteht hier dennoch ein recht ansehnlicher Bürocluster. Allerdings bezog sich die Kritik ja vornehmlich auf die Gestaltung des Innenbereichs (Baumbestand, Parkhaus usw.).
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Alt 08.12.13, 18:42   #43
nothor
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Der neue Baumarkt am U-Bahnhof Herrnhütte ist fertig gestellt. Derzeit ist man mit dem Innenausbau beschäftigt.




Der alte Standort etwas weiter stadteinwärts an der Bessemerstraße wird durch den Umzug in die neuen Hallen aufgegeben, dort soll meines wissens nach ein Supermarkt rein. Immerhin, mit dem Neubau entsteht Nürnbergs erster Baumarkt mit U-Bahn-Anschluss.
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Alt 21.12.13, 16:31   #44
nothor
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Der Rohbau der Nürnberger Wach- und Schließgesellschaft mbH in der Fraunhoferstraße, zuletzt im August berichtet, hat mittlerweile Endhöhe erreicht. Ich freue mich über das spitze Satteldach anstatt eines Flachdaches. Ein passender Ersatz für den verschwindenden Spitzgiebel bei Radio-City in der Senefelder Straße.



Blick aus der Äußeren Bayreuther Straße.
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Alt 16.01.14, 10:16   #45
arc_bn
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Citiline Äußere Bayreuther Str

Weiß jemand was sich auf der Brachfläche gegenüber der Supoltankstelle in der Äußeren Bayreuther Str. tut? Dort stand monatelang eine Bautafel mit dem geplanten Bürogebäude:



Quelle: http://hagen-architekten.de/portfoli.../#.UteiErS1urM

Auf der Architektenseite steht gelpante Fertigstellung 2012! Allerdings ist die Bautafel jetzt wieder verschwunden...

P.S. Auf der Hagen-Seite findet man noch weiter interessante Visualisierungen von Projekten (z.B. Milchhof, Bahnhofstr, Deutscher Hof,...)
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