Projekt Rheinboulevard

  • Ich habe mir letzte Woche mal seit längerer Zeit die Baustelle angeschaut. Ich finde durch die drei doch sehr langen Bastione (auf dem 2. Bild in #139 erkennbar), deren Verblendungen mit allerdings gefallen, verliert die Treppe leider an Leichtigkeit und Großzügigkeit gegenüber den ursprünglichen Entwürfen einer durchgehenden, offenen Treppe über die gesamte Lände zwischen Hohenzollern- und Deutzer Brücke.

  • Ich finde durch die drei doch sehr langen Bastione, verliert die Treppe leider an Leichtigkeit und Großzügigkeit gegenüber den ursprünglichen Entwürfen einer durchgehenden, offenen Treppe über die gesamte Lände zwischen Hohenzollern- und Deutzer Brücke.


    Diese Pläne sind mir aber nicht bekannt. Die Pläne von Planorama, dem Sieger des Wettbewerbs, sahen immer diese Bastionen vor. ;)


    http://www.planorama.eu/projekte/ufer.html#c51

  • interview

    gutes interview mit dem mann von planorama, der die rheintreppe entworfen hat - interessant: im rückblick glaubt er, er habe diese ehrgeizige planung der treppe über die gesamte länge nur gewagt, weil er da noch "anfänger" war und daher mutig - das sagt viel aus über den "lernprozess", den man anscheinend durchläuft, wenn man in diesem geschäft arbeitet... vl. auch ein grund für das dauernde mittelmass... umso besser, dass der mut zur großen geste hier belohnt wurde!


    http://www.koelnarchitektur.de…de/news-archive/11505.htm

  • Ein richtig tolles Projekt. Eigentlich eine Schande, dass bei einem derartigen Panorama erst jetzt ein solcher Boulevard entsteht. Aber immerhin kommt er nun. Was ich so auf den Bildern gesehen habe, sieht auch sehr gut aus, wie ich finde. :)

  • Ein paar Bilder vom letzten Sonntag ... man kann nur hoffen, dass nicht allzu schnell alles mit Graffitis zugeschmiert wird






    Eigene Bilder

  • Ich habe mir heute die Freitreppe mal angeschaut. Im diesem Zustand ist sie doch sehr beeindruckend und gelungen. Und wenn die Treppe sauber gehalten wird auch in Zukunft noch ein Publikumsmagnet.
    Was ich nicht verstehen kann ist dass man den Handlauf auf den Geländern aus Holz gemacht hat. Die sind jetzt schon von der Sonne sehr verblichen und haben Risse. Bin mal gespannt wie die nach dem ersten Hochwasser aussehen.

  • Ich war heute auch vor Ort. Aktuell und vor den üblichen Verschmutzungen macht das Projekt einen wirklich gelungenen Eindruck. Allerdings war ich wie Rhielo auch über den bereits jetzt und vor der offiziellen Eröffnung schlechten Zustand der Handläufe des Geländers überrascht. Risse ohne Ende .... da wird sicherlich bald auch mal was "abplatzen".




    Eigene Bilder

  • Interessanter Artikel zu den Rissen im Handlauf des Geländers im Kölner Stadtanzeiger. Nach einer Sprecherin der Stadt wurde das Holz absichtlich nicht behandelt, um den natürlichen Charakter zu bewahren. Die Risse entsprächen der Baunorm und sind somit nicht zu beanstanden bzw. kein Baumangel.
    Ein vom Stadtanzeiger befragter Schreiner und Sachverständiger sieht das Geländer hingegen als Fehlkonstruktion an, da die Holzschicht zu dünn und das Eichenholz unbehandelt für den Außenbereich nicht geeignet sei. Auf Grund der Witterungseinflüsse wird es faulen und vermutlich nach spätestens drei Jahren ausgetauscht werden müssen. Besonders ärgerlich sei, dass eine fachgerechte Konstruktion nicht teurer gewesen sei als die aktuelle Fehlplanung.


    Ich bin gespannt, wann die ersten Artikel erscheinen, in denen sich Passanten darüber beschweren, dass sie sich an dem Geländer verletzt haben :)

  • ^
    Was mich am meisten ärgert, ist diese achselzuckende Reaktion der Stadt.
    Der Gutachter sagt also, das Geländer sei nicht kaputt - dann ist ja alles gut.
    Nun ist es aber so, dass selbst Blinde fühlen können, dass die Handläufe an vielen Stellen bereits kaputt sind.
    Das Holz splittert an einigen Stellen ja schon ab.
    Würde der Gutachter solche Mängel an seinem Privathaus vorfinden, wäre er längst auf der Zinne.


    Also was soll das Theater? Die Mängel müssen beseitigt werden.


    Was mir noch auffiel: Manche Handläufe passen nicht richtig auf das Stahlgeländer; da gibt es teilweise zu große Abstände.

    5 Mal editiert, zuletzt von tieko ()

  • Was mich extrem stört, sind die großflächigen Graffiti am Gebäudesockel des ehemaligen Lufthansagebäudes rheinseitig direkt oberhalb des südlichen Ausläufers der Rheintreppe. Ich weiß, das gehört nicht mit zum Rheinboulevard und das Gebäude ist Privatbesitz. Aber es stört das Gesamtbild enorm! Kann man den Hausbesitzer hier nicht irgendwie in die Pflicht nehmen?!

  • ^
    Warum den Hausbesitzer? Mich persönlich kotzen die Graffitis auch immer an, und es kostest eine *zensiert* Geld, die zu entfernen.


    Der Staat, hier: die Stadt, Polizei, Ordnungsamt kommen einfach immer weniger ihren Aufgaben nach, so z.B. Graffitis zu zu verfolgen, dass es abschreckt, und man mal jemanden in Haftung nehmen kann. Die Ordnungskräfte werden zusammengespart, die dadurch an anderer Stelle entstehenden Kosten dann hübsch den Eigentümern aufs Auge drücken wollen. Unglaublich.