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Alt 01.02.18, 11:54   #856
Hannes Kuhnert
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Hannes Kuhnert sitzt schon auf dem ersten Ast
Hauptbahnhof – Bazillenröhre und Bahnsteigtunnel

Zitat:
Zitat von chemnitz_er Beitrag anzeigen
... alles gut und schön aber irgendwie mag mich das nicht überzeugen.

- Warum jetzt 2 Röhren in (geschätzt) 200 Meter Abstand?
Warum gibt es an der Reichenhainer Straße eine Unterführung der Bahnanlage, wo es doch an der Bernsdorfer Straße schon eine gibt?

Zitat:
Zitat von chemnitz_er Beitrag anzeigen
- Durch wen und wie soll die neue Röhre 24/7 überwacht werden?
Durch wen wird die Bazillenröhre 24/7 überwacht?

Zitat:
Zitat von chemnitz_er Beitrag anzeigen
Aus meiner Sicht sollte:
- die Bazillenröhre dichtgemacht werden, auch wenn das unpopulär sein mag
- die neue Röhre so Vandalismus-unanfällig wie möglich gebaut werden, z.B. auch ohne Fahrstuhl, sondern mit einer Rampe
„Neue Röhre“ – nun ja, es ist nicht mehr als ein Umbau des vorhandenen (Not-)Ausgangs mit Anschluss an die Dresdner Straße.

Zitat:
Zitat von chemnitz_er Beitrag anzeigen
- ein Fahrradweg in die neue Röhre integriert werden, breit genug ist sie lässig
Breit genug für zusätzlichen Radverkehr?

Für die freie Strecke ist sie das durchaus, doch wegen der Abzweige wäre ein Miteinander von Fuß- und Fahrradverkehr alles andere als unkritisch.

Zitat:
Zitat von chemnitz_er Beitrag anzeigen
Chemnitz soll und muss fahrradfreundlicher werden
Durch Schließen der Bazillenröhre und Verlegen des Radverkehrs in den Bahnsteigtunnel? Vielen Dank!

Es gab schonmal den Ansatz, den Bahnsteigtunnel als vollen Ersatz für die Bazillenröhre auszubauen.

Aber davon abgesehen, dass der Bahnsteigtunnel wegen der anderen Ausrichtung vieles nicht leisten kann, was die Bazillenröhre leistet: Für stufenfreien Durchgang wäre ein massiver Eingriffe in die Substanz des Hauptbahnhofs nötig, dessen Ergebnis nichtmal voll überzeugen könnte.

Denn um die Stufen zum Durchgangsgleis-Bereich hinunter wegzukriegen, müsste der bahnhofstraßenseitige Teil stark abgesenkt werden. Dann wiederum würde der Anschluss an die Treppe zur Empfangshalle nicht mehr passen. Es gab da einen Entwurf, der beinhaltete, die vorhandene Treppen aufzugeben und eine neue, ausreichend lange Doppeltreppe mittig in die Halle zu setzen.

Das ist hier schon diskutiert worden: 410 412 413 (mit Visualisierung der angedachten Treppen) 414 416 417
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Alt 01.02.18, 12:15   #857
chemnitz_er
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chemnitz_er befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Ich wollte hier keine Konfrontation erzeugen, sondern habe nur meine Gedanken niedergeschrieben.

Zitat:
Zitat von Hannes Kuhnert Beitrag anzeigen
Warum gibt es an der Reichenhainer Straße eine Unterführung der Bahnanlage, wo es doch an der Bernsdorfer Straße schon eine gibt?
Eventuell wegen der Straßen? Ich sehe keinen Sinn in zwei Röhren, außer, dass ein Bruchteil der Zielgruppe ein paar Meter abkürzen kann.

Zitat:
Durch wen wird die Bazillenröhre 24/7 überwacht?
Durch niemanden, entsprechend unsicher erscheint ihre Nutzung und entsprechend verschmutzt ist sie. Unabhängig davon ist sie auch (einfach weil komplett versifft) weniger Vandalismus-anfällig als der Bahnhofinnenbereich, zu dem die neue Röhre gehören würde.

Zitat:
„Neue Röhre“ – nun ja, es ist nicht mehr als ein Umbau des vorhandenen (Not-)Ausgangs mit Anschluss an die Dresdner Straße.
Ja.

Zitat:
Breit genug für zusätzlichen Radverkehr?
Nochmal ja. Es ist lange genug in Chemnitz beim Straßen- und Wegebau nicht venünftig an Radfahrer gedacht worden. Selbstverständlich ließen sich 150 cm der breiten Unterführung davon abtrennen, wie man dann vernünftig aufeinander aufmerksam macht, müsste geprüft werden. Das Nebeneinander verschiedener Verkehrsteilnehmer ist nie ganz unkritisch. Wenn man aber z.B. einen Spiel- und Flanierboulevard wie den Brühl für den Autoverkehr öffnen kann, dann kann man auch durch eine viele Meter breite Röhre, die zwei Stadtteile verbindet, mit dem Rad fahren.

Zitat:
Es gab schonmal den Ansatz, den Bahnsteigtunnel als vollen Ersatz für die Bazillenröhre auszubauen.
Guter Ansatz.

Zitat:
... Für stufenfreien Durchgang wäre ein massiver Eingriffe in die Substanz des Hauptbahnhofs nötig, dessen Ergebnis nichtmal voll überzeugen könnte.
... kostet eher nicht mehr, als Bazillenröhre aufwerten UND neue Röhre vernünftig umbauen.

Zitat:
Denn um die Stufen zum Durchgangsgleis-Bereich hinunter wegzukriegen, müsste der bahnhofstraßenseitige Teil stark abgesenkt werden. Dann wiederum würde der Anschluss an die Treppe zur Empfangshalle nicht mehr passen. Es gab da einen Entwurf, der beinhaltete, die vorhandene Treppen aufzugeben und eine neue, ausreichend lange Doppeltreppe mittig in die Halle zu setzen.
Müsste ich mir mal anschauen... aber nochmal: Den Aufwand stele ich mir geringer und die Wirkung sinnvoller vor, als zwei (Sicherheits- und Vanadalismus-mäßig) schwer beherrschbare Röhren herzurichten und zu verwalten.

Geändert von chemnitz_er (01.02.18 um 14:02 Uhr)
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Alt 01.02.18, 16:28   #858
Hannes Kuhnert
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Hannes Kuhnert sitzt schon auf dem ersten Ast
Hauptbahnhof – Bazillenröhre und Bahnsteigtunnel

Zitat:
Zitat von chemnitz_er Beitrag anzeigen
Ich wollte hier keine Konfrontation erzeugen, sondern habe nur meine Gedanken niedergeschrieben.
Ich hab nichts dagegen. Ich will nur die Sachen diskutieren.

Zitat:
Zitat von chemnitz_er Beitrag anzeigen
Zitat:
Zitat von Hannes Kuhnert Beitrag anzeigen
Warum gibt es an der Reichenhainer Straße eine Unterführung der Bahnanlage, wo es doch an der Bernsdorfer Straße schon eine gibt?
Eventuell wegen der Straßen?
Ich sehe keinen Sinn in den zwei Straßen, außer, dass ein Bruchteil der Zielgruppe ein paar Meter abkürzen kann.

Zitat:
Zitat von chemnitz_er Beitrag anzeigen
[Überwachung Bazillenröhre]
Durch niemanden, entsprechend unsicher erscheint ihre Nutzung und entsprechend verschmutzt ist sie. Unabhängig davon ist sie auch (einfach weil komplett versifft) weniger Vandalismus-anfällig als der Bahnhofinnenbereich, zu dem die neue Röhre gehören würde.
Das ist eine interessanter Gedanke: Weil etwas versifft ist, ist es nicht vandalismus-anfällig. Insofern könnte man Vandalismus als ein sich selbst erledigendes Problem verstehen.

Nein, das ist keine Polemik.

Ich versteh, dass und warum Du eine Überwachung für angemessen hältst.

An solchen speziellen Orten will ich mich auch nicht kategorisch gegen eine dichte Überwachung aussprechen. Allerdings ist es mir lieber, eine Röhre ist nicht überwacht – früher war das sogar normal und es sind dennoch nicht reihenweise Leute ums Leben gekommen –, als dass sie gar nicht existiert.

Zitat:
Zitat von chemnitz_er Beitrag anzeigen
Es ist lange genug in Chemnitz beim Straßen- und Wegebau nicht venünftig an Radfahrer gedacht worden.
Dieses „nicht vernünftig an Radfahrer denken“ bestand aus meiner bescheidenen Sicht als Radfahrer in weiten Teilen genau darin, Radfahrer mit Fußgängern irgendwo zusammenzuzwängen (gleich, ob es scheinsepariert ist).

Zitat:
Zitat von chemnitz_er Beitrag anzeigen
Selbstverständlich ließen sich 150 cm der breiten Unterführung davon abtrennen, wie man dann vernünftig aufeinander aufmerksam macht, müsste geprüft werden. Das Nebeneinander verschiedener Verkehrsteilnehmer ist nie ganz unkritisch. Wenn man aber z.B. einen Spiel- und Flanierboulevard wie den Brühl für den Autoverkehr öffnen kann, dann kann man auch durch eine viele Meter breite Röhre, die zwei Stadtteile verbindet, mit dem Rad fahren.
Dass das Durchfahren durch so eine Röhre mit Fußgängern an und für sich gut geht, das sieht man ja an der Bazillenröhre.

Zur konkreten Ausführung, der Idee der Trennung: 1,50 Meter ist die Mindestbreite für Einrichtungsradwege. Zweirichtungswege brauchen 2,50 Meter und das ist schon knapp – kann man allerdings bei dieser Tunnelbreite durchaus zur Verfügung stellen.

Doch während Abtrennen ein nettes Wort sein mag, würde beim Bahnsteigtunnel von einer realen Trennung wegen der vielen, noch dazu unübersichtlichen Abzweige nicht recht die Rede sein können.

‚Fahrverkehr (auf einem Streifen) im Bahnsteigtunnel‘ und: „Wie man dann vernünftig aufeinander aufmerksam macht, müsste geprüft werden.“ – dieser Ansatz bedeutet doch letztlich: neue Gefahren schaffen und dann sehen, wie man damit umgehen kann!

Letztlich seh ich wie gesagt den aktuellen Plan der Stadtverwaltung als Königsweg an: Kurze Wege für Fußgänger auf allen Relationen durch Bahnsteigtunnel und Bazillenröhre, Fahrverkehr in der Bazillenröhre und nur dort. Insbesondere für nur querende Radfahrer ist der im Vergleich zum Bahnsteigtunnel auf vielen Relationen längere Weg nicht so sehr ein Thema wie für Fußgänger, sodass das eigentlich eine ideale Kombination ist.

Zitat:
Zitat von chemnitz_er Beitrag anzeigen
Müsste ich mir mal anschauen...
Sich die Situation am Hauptbahnhof ansehen hinsichtlich einer Absenkung des vorderen Teils des Bahnsteigtunnels und des Einbaus neuer Treppen in Hallenmitte – das ist keine schlechte Idee.

Schau bei der Gelegenheit auch, was es für die Empfangshalle und ihre Funktion als Sammel-, Aufenthalts- und Verteilbereich bedeutet, dort in die Mitte eine bspw. vier Meter breite, den Höhenunterschied überwindende Doppeltreppe einzubauen!
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Alt 02.02.18, 10:18   #859
chemnitz_er
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Um das etwas einzukürzen: Mir ist es lieber, eine venünftige, durchdachte, nicht nach Pi**e riechende und sicherheitsmäßig halbwegs beherrschbare Röhre zu haben, als zwei Stück auf die das alles nicht oder nur in Teilen zutrifft.

Ich sehe den Mehrwert der Bazillenröhre nicht, wenn man die neue Röhre vernünftig umsetzt. Ein Vorteil von wenigen 100 Meter weniger Laufweg ergibt sich meinem Verständnis nach nur für einen Bruchteil der Nutzer. Es wäre etwas anderes, wenn die Bazillenröhre fertig und schick wäre.

In die Bazillenröhre darf dann gern ein Techno-Club oder eine Bar oder ein Dunkelrestaurant, da könnte man mit richtig guten Ideen um die Ecke kommen.

Einen mittigen Abgang in der Haupthalle ähnlich wie beispielsweise in der Sachsenallee mit Rollbändern oder stehender Rampe, fänd ich spannend. Dann könnte man die ganze Haöle gleich noch schick aufwerten, das ist nämlich leider bei der Modernisierung der Abfahrthalle zu kurz gekommen. Ich sehe aber, dass du dir da vor vielen Jahren schon umfangreich Gedanken gemacht hast und meine Vorstellungen sind natürlich zunächst nur "Bauchgefühle".

P.S.: Mal im Ernst: Bahnhofseitig ein hippes Restaurant, sonnenbergseitig eine kleine Kneipe, gleicher Betreiber und in der Röhre regelmäßig Parties, die von beiden Seiten zugänglich sind. Die Welt käme nach Chemnitz...
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Alt 06.02.18, 18:26   #860
lguenth1
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Die Planungen zur Verlängerung des Südrings (zuletzt hier) machen winzige Fortschritte (Freie Presse). Die für Planung und Bau zuständige Projektmanagementgesellschaft Deges hat bei der Landesdirektion einen Antrag auf Planfeststellung gestellt. Deren Prüfung ist abgeschlossen und zeigt noch Änderungs- bzw. Ergänzungsbedarf. Schon das scheint die Planungen aber so aus der Bahn zu werfen, dass keine Aussagen zum weiteren Zeitplan mehr getroffen werden können. Eine Vorzugsvariante zur Trassenführung für den weiter nördlich anschließenden Abschnitt zur A4 "werde nicht vor Mitte des Jahres erwartet".
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Geändert von lguenth1 (07.02.18 um 18:29 Uhr) Grund: Nach Hinweis von Hannes Kuhnert den Inhalt zur Trassenführung richtiggestellt
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Alt 07.02.18, 10:38   #861
Hannes Kuhnert
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Weiterbau des Südrings

Zitat:
Zitat von lguenth1 Beitrag anzeigen
Die Planungen zur Verlängerung des Südrings (zuletzt hier) machen winzige Fortschritte (Freie Presse). Die für Planung und Bau zuständige Projektmanagementgesellschaft Deges hat bei der Landesdirektion einen Antrag auf Planfeststellung gestellt. Deren Prüfung ist abgeschlossen und zeigt noch Änderungs- bzw. Ergänzungsbedarf. […]

Eine Vorzugsvariante zur Trassenführung "werde nicht vor Mitte des Jahres erwartet".
Hier liegt ein Missverständnis vor. Bei der Rede von der Trassenführung geht es nicht um den Abschnitt Augustusburger Straße–Frankenberger Straße, für den das Planfeststellungsverfahren begonnen wurde, sondern um den nördlich gelegenen Abschnitt bis zur A 4.
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Alt 07.02.18, 21:12   #862
Hannes Kuhnert
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Hannes Kuhnert sitzt schon auf dem ersten Ast
Hauptbahnhof – Bazillenröhre und Bahnsteigtunnel

Zitat:
Zitat von chemnitz_er Beitrag anzeigen
Um das etwas einzukürzen: Mir ist es lieber, eine venünftige, durchdachte, nicht nach Pi**e riechende und sicherheitsmäßig halbwegs beherrschbare Röhre zu haben, als zwei Stück auf die das alles nicht oder nur in Teilen zutrifft.

Ich sehe den Mehrwert der Bazillenröhre nicht, wenn man die neue Röhre vernünftig umsetzt. Ein Vorteil von wenigen 100 Meter weniger Laufweg ergibt sich meinem Verständnis nach nur für einen Bruchteil der Nutzer.
„Nützt nur einem Bruchteil“ – das lässt sich immer sagen, wenn mehrere Möglichkeiten nicht völlig sinnlos sind: Wenn zwei Optionen jeweils für gewisse Zwecke optimal sind, dann sind sie das beide „nur für einen Bruchteil der Leute“.

Und quantitativ ist der Nutzen bzw. Nachteil für den jeweiligen, nicht zu kleinen Bruchteil der Leute durchaus bemerkenswert. Mal von der Fahrrad- und der Bahnhofszugangsfrage abgesehen und die Geh-Möglichkeiten nur im Durchgangsverkehr betrachtet: Verglichen zum von der Stadtverwaltung vorgesehenen Ziel von Bazillenröhre und Ostdurchgang des Bahnsteigtunnels ergäben sich …

… bei Verzicht auf den Ostausgang des Hauptbahnhofs für Wege zwischen dem Südwesten und dem Südosten (Theaterplatz–mittlerer Sonnenberg …) …

… bei Verzicht auf die Bazillenröhre für Wege zwischen dem Nordwesten und dem Nordosten (Aktienspinnerei–Lessingplatz …) …

… jeweils Umwege von etwa 300 m.

Das wäre schon ein dickes Ding.

Ich sehe hier ein massives Unterschätzen der Nachteile für den Fußverkehr und dafür allgemein und im vorliegenden Fall mehrere Gründe:

• Hauptrouten von Fußgängern sind im Straßenbild nicht so präsent wie die des Autoverkehrs und überdies sind die Routen von Fußgängern diffuser. Das führt dazu, dass sich für die Bedürfnisse des Distanzen überwindenden Zu-Fuß-Verkehrs etwa zwischen Stadtteilen und wichtigen Punkten kaum intuitive Wahrnehmungsgewohnheiten herausbilden.

• Die Bahnanlagen sind mittlerweile schon so lange in den Städten, dass man sich an ihre Barrierewirkung weitgehend gewöhnt hat. Das nimmt (neuen) Querungen aber nichts von ihrer (potentiellen) Bedeutung.

• Der Fußverkehr ist die umwegsensibelste aller Verkehrsarten.

• Bazillenröhre und Bahnsteigtunnel verlaufen nicht parallel.

Ich will diese Diskussion auch nicht ausufern oder sich im Kreis drehen lassen, wollte aber gerne mal die Fußumwegfrage näher betrachten.

Zitat:
Zitat von chemnitz_er Beitrag anzeigen
Es wäre etwas anderes, wenn die Bazillenröhre fertig und schick wäre.

In die Bazillenröhre darf dann gern ein Techno-Club oder eine Bar oder ein Dunkelrestaurant, da könnte man mit richtig guten Ideen um die Ecke kommen.
Dafür müsste die Bazillenröhre wohl nicht „schick“ gemacht werden?

Oder ist das die Logik: Wenn jemand privat etwas finanziert, ist das prima, aber die öffentliche Hand soll lieber kein Geld ausgeben!?
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Alt 13.02.18, 18:11   #863
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Die Kosten-Nutzen-Analyse zu Elektrifizierung und teilweisem Ausbau der Bahnstrecke Chemnitz-Leipzig liegt vor, zumindest laut Plaudertasche Michael Kretschmer (Freie Presse). Demzufolge ist die Bewertung positiv ausgefallen, womit das Projekt in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplanes aufrücken kann, was salopp gesagt der Startschuss für die Planungen ist. Der vermeldete Wert von 1,6 ist sogar höher als der von anderen wichtigen Schienenprojekten wie etwa der Elektrifizierung Nürnberg-Hof (1,3 - siehe Bundesverkehrswegeplan).
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Alt 15.02.18, 23:48   #864
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Neuer Haltepunkt: Chemnitz Küchwald/Stadtteil Borna-Heinersdorf


Wie die Freie Presse heute in einen kleinen Artikel schreibt,
wird ab April 2018 der neue Haltepunkt "Chemnitz Küchwald" für die Verbindung zwischen Chemnitz und Burgstädt gebaut.

Der neue Haltepunkt erhält jeweilig einen 90 Meter langen Bahnsteig, Beleuchtung & Informationstafeln.

Dazu werden wohl noch im Februar ein paar Bäume gefällt werden.

Die Zugänglichkeit zu den neuem Bahnsteig wird über den Irrbornweg & vom Garagenhof aus erreichbar sein.

Ersatzpflanzungen für die Fällarbeiten werden im Stadtteil Markersdorf unternommen.

Eine Bürgerinitiative fordert schon seit Jahren einen Haltepunkt der Bahn an der Strecke zwischen Chemnitz & Burgstädt.
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Alt 16.02.18, 10:50   #865
Hannes Kuhnert
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Haltepunkt Chemnitz Küchwald

Zitat:
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Wie die Freie Presse heute in einen kleinen Artikel schreibt,
wird ab April 2018 der neue Haltepunkt "Chemnitz Küchwald" für die Verbindung zwischen Chemnitz und Burgstädt gebaut.
Er ist auch schon auf dem CVAG-Liniennetzplan vermerkt. Da steht, er werde voraussichtlich im November 2018 (?) eröffnet.

Zitat:
Zitat von (dwt). Beitrag anzeigen
Der neue Haltepunkt erhält jeweilig einen 90 Meter langen Bahnsteig, Beleuchtung & Informationstafeln.
Es wird zunächst nur ein Bahnsteig errichtet, am stadteinwärts rechten Gleis.

Zitat:
Zitat von (dwt). Beitrag anzeigen
Die Zugänglichkeit zu den neuem Bahnsteig wird über den Irrbornweg & vom Garagenhof aus erreichbar sein.
Der Zugangsweg zwischen Garagenhof und neuem Bahnsteig wird ein mehrere hundert Meter langer schmaler, beleuchteter, abzweigloser Weg zwischen Fernwärmeleitung und Bahngleis.

Die Planfeststellungsbehörde hatte der Antragstellerin nahegelegt, eine Planänderung in Erwägung zu ziehen und statt des Wegs vom Garagenhof einen Direktzugang von der Rilkestraße über einen Streifen eines unbebauten Grundstücks vorzusehen.

Hier klingt es so, als wolle die DB dem nicht folgen. Das bedeutet, dass zukünftig diejenigen im Gebiet, die dem Haltepunkt am nächsten wohnen, ungefähr die längsten Wege haben werden.

Einige wenige weitere Details findet sich bei Drehscheibe online.
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Alt 16.02.18, 17:28   #866
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^ Haltepunkt Chemnitz Küchwald

Ergänzend noch hinzufügt:

In Betrieb soll der neue Haltepunkt im Dezember 2018,
mit dem Winterfahrplan gehen.
Die Investitionssumme beträgt 1,3 Millionen €.
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Alt 10.03.18, 01:44   #867
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Sanierung: Kaßbergauffahrt/Stadtteil Kaßberg....


Zitat:
Kaßbergauffahrt heißt nun Karl-Schmidt-Rottluff-Brücke
Die Karl-Schmidt-Rottluff Brücke, ab hier zuletzt berichtet,
war laut Planung wohl erst mit 2,2 Millionen, dann mit 2, 8 Millionen, und aktuell mit 5,3 Millionen für die notwendige Sanierung vorgesehen.
Im Rathaus wollte man erst die nahezu Verdoppelten Kosten nicht in Kauf nehmen, und stattdessen auf günstigere Zeiten warten.

In der letzten Sitzung im Rathaus beschloss man dennoch die aktuellen Kosten für die Notwendige Sanierung
der Brücke plus Treppenanlage wie geplant ab Ende März 2018 zu Investieren. Artikel, Freie Presse <

Ca. zwei Jahre wird die Sanierung andauern.
In den letzten Jahren galt hier verringertes Tempo, vorallem für die Busse die hier im Minutentakt queren.

Von der Fabrikstraße:

Links, Zugang in das Kaßbergewölbe(Kaßbergkeller) ab den 16. Jahrhundert als Lagerstätte für das gute alte Bier
in Kilometerlangen Gängen und Lagerschächten angelegt.
Bis heute sind noch nicht alle Meter freigelegt.
Es zieht sich im eigentlichen bis hin zum Falkeplatz und in dem Kaßberg....

Geschichte der Gewölbegänge, Chemnitz-Kaßberg <



Karl-Schmidt-Rottluff-Brücke:



Dahinter die bereits Sanierte Bierbrücke:









Blick in Richtung Theaterstraße:









Blick in Richtung, Hohe Straße/Weststraße/Kaßberg:





Blick in Richtung Theaterstraße/Zentrum:

Im Übrigen soll die Brücke so Saniert werden, das auch einmal wieder Straßenbahnen
diesen Verknüpfungsweg der Karl-Schmidt-Rottluff-Brücke
nutzen können, wie einst.. <<<

10!




Blick von Hohe Straße in Richtung Theaterstraße/Zentrum:




Mit Blick zur Bierbrücke & einstiger Markthalle:

Bilder vom Februar 2018
__________________
((-yt-))
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Alt 10.04.18, 21:07   #868
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A72 Chemnitz-Leipzig

Die LVZ schreibt, das der letzte Bauabschnitt ab Rötha im Herbst 2018 angegangen wird.

7,2 Kilometer mit schwierigen Untergrund.

Nichtsdestotrotz soll die Fertigstellung der Autobahn erst 2026 erfolgen.

Ganze 20 Jahre später als einst einmal gedacht und vorgeplant.
__________________
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Alt 27.04.18, 09:50   #869
arnold
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arnold ist im DAF berühmtarnold ist im DAF berühmt
Schon am 21.04. hat die Freie Presse über den Lückenschluss an der Rembrandtstraße, den Citytunnel und die Angst vor einem Verkehrskollaps (ein sehr deutsches Phänomen ) berichtet. Demnach gibt es wohl Ideen, die Bahnhofsstraße zwischen Annaberger- und Zschopauer-Straße zu untertunneln um die Bahnhofstraße vom (oberirdischen) Verkehr zu entlasten.

Generell bin ich für Visionen immer zu haben. Was soll aber ein Citytunnel zwischen den beiden genannten Straßen für einen Nutzen für die Stadtentwicklung haben? Der Teil der Bahnhofsstraße, der mit der Bebauung der Johannisvorstadt tatsächlich in Zukunft vor einer möglichen Renaissance stehen könnte - zwischen Zschopauer- und Augustusburger Straße - wird nicht berücksichtigt. Stattdessen die Ringstraße in Höhe der Plattenbauten und des Sparkassen-Gebäudes - macht aus meiner Sicht keinen Sinn....

Wenn die Innenstadt schon einen Citytunnel benötigt, dann meiner Meinung nach eigentlich nur unter der Brückenstraße um Brühl samt Theater-Quartier und Innenstadt zu verbinden. Dort macht dann auch der in der FP genannte Platz oberhalb des Tunnels - nämlich vor dem Karl-Marx-Kopf - Sinn. Gemeinsam mit den Plänen von Scheuvens und Wachten von vor ein paar Jahren könnte dort ein begrünter Stadtplatz entstehen.
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Alt 27.04.18, 16:33   #870
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Wenn man das Chemnitzer Rathaus etwas kennt, kann man von dieser Schlagzeile Wortwörtlich nur von Träumereien sprechen.

Diesen Artikel sollte man also nicht so ernst nehmen, auch wenn man gerne über so eine Vision diskutieren kann.

Ein Tunnel unterhalb der Bahnhofstraße wäre sicher nicht schlecht. Die angegebenen (Vorhandenen)Ein und Ausfahrten zur Tiefgarage, Moritzhof.. Kaufhof sind aber nicht wirklich ein Hindernis, wie im Artikel beschrieben.
Man sollte sie nur endlich wieder sauber halten und wie ursprünglich wieder beleuchten, wie schon vor zwei Jahren einmal ....und vor einem Jahr ebenfalls erinnernt hier erwähnt wurde.
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