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Alt 11.02.18, 20:14   #871
DUS-Fan
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Zitat von Bau-Lcfr Beitrag anzeigen
Statistisch gesehen erzeugt jede Wohnung in den Vorstädten häufiger Autiverkehr und das auch noch auf längere Distanzen. Die Leute lösen sich ja nicht in der Luft auf, sie würden nur woandersher mit anderer Verkehrsmittelwahl einpendeln. Die Wahl müsste also fallen auf die Variante möglichst mit Nachverdichtungen am ÖV-Netz, je näher der City desto besser.
Ist es eigentlich so schwer zu verstehen, dass die meisten Pendler aus den verschiedensten Gründen gar nicht nach Düsseldorf oder auch nur näher an eine ÖPNV-Station ziehen möchten oder können?
Daher muss man es diesen Menschen erleichtern, den ÖPNV zu nutzen, wenn man weniger Verkehr in der Stadt haben möchte und das vollkommen unabhängig davon, ob man in der Stadt weiteren Wohnraum schafft!

Zitat:
Zitat von Bau-Lcfr Beitrag anzeigen
Und wenn ein Baumarkt wie Bauhaus angesprochen wird - kommen die Kunden mit der U-Bahn oder eher mit einem PKW? Eine Digitalkamera (Saturn) oder Klamotten (Primark, C&A usw.) kann man mit in die U-Bahn nehmen, Bretter oder sonstiges Bauzeug werden in Autos gepackt, dafür die riesigen Parkplätze neben solchen Märkten. Daraus die logischen Standorte - an Autobahnausfahrten, nicht neben U-Bahn-Stationen.
Gegenfrage, kaufen Menschen, die in Innenstädten wohnen und kein Auto haben, keine Artikel in Baumärkten?
Wie machst du das denn, wenn du z.B. einen neuen Klodeckel, ein Leuchtmittel oder ein Regalbrett brauchst?
Jetzt schreib nicht, du kaufst das im Internet und lässt es dir liefern!
Oder wenn du mal eine neue Couch kaufen möchtest, wie kommst du ins Möbelhaus?
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Alt 11.02.18, 20:52   #872
DUS-Fan
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Zitat von Heidewitzka Beitrag anzeigen
Studentenstadt hin oder her, Städte unterscheiden sich alle auf ihre Weise. Köln ist größer (Bevölkerung u Fläche), Duisburg hat weniger Einpendler, Essen ist bergiger etc. Studenten habe weniger Autos, aber dass war 1982 schon so. Wie der Artikel von dir belegt, konnte man durch zielgerichte Fahrradförderung den Modal-Split kontinuierlich Richtung Fahrrad verbessern. Studenten werden auch 1982 wenige Auto zur Verfügung gehabt haben.
Alleine schon das Verhältnis von Fläche zu Einwohnerzahl zwischen Münster und Düsseldorf zeigt, dass die Verkehrsdichte keinesfalls vergleichbar ist - in Düsseldorf bewegen sich (ca.) auf einer 1/3 kleineren Fläche doppelt so viele Menschen und dazu kommt auch noch eine 3x so große Anzahl an Einpendlern.
Da man selbst mit massiven Ausbau des ÖPNV die weiteren Verkehrs- und MIV-Steigerungen, die für die nächsten Jahren prognostiziert werden, nicht stoppen, sondern maximal bremsen kann, sehe ich diese Schönwetter-Fahrradwege sehr kritisch, zumal sich die meisten Fahrradfahren sowieso nicht daran halten!

Zitat:
Zitat von Heidewitzka Beitrag anzeigen
Wo genau ist denn in dem Artikel von "innenstädtisch" die Rede?
Das lese ich aus dem Artikel, dort steht u.a. das Fahrradfahrten im Schnitt 2,9 km lang sind und ganz unten steht noch:
Zitat:
Eine kleine Einschränkung: Die Studie untersucht das Verhalten der Münsteraner – nicht im Blick sind die Pendler, die per Bahn, Bus und Auto in die Stadt kommen, sie machen 60 Prozent des Verkehrs aus.
Zitat:
Zitat von Heidewitzka Beitrag anzeigen
Münster zeigt aber auch, dass für einen steigenden Radanteil das Radnetz das gesamte Stadtgebiet durchziehen muss.
Und genau das ist in Düsseldorf nicht möglich!
Ein Ausbau der Radwege in dieser Art würde den Gesamtverkehr in Düsseldorf stark behindern und uns Düsseldorfern massive Nachteile bringen (den Pendlern ist das egal).
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Alt 12.02.18, 00:52   #873
Bau-Lcfr
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Zitat von DUS-Fan Beitrag anzeigen
... Wie machst du das denn, wenn du z.B. einen neuen Klodeckel, ein Leuchtmittel oder ein Regalbrett brauchst? ...
Wie oft braucht man neue Klodeckel? Wenn es alle paar Jahre mal vorkommt und man kein Auto hat, kann man sich schon zum Baumarkt mit einem weniger bequemen Verkehrsmittel bemühen als mit einer U-Bahn in Wenige-Minuten-Takt - einem Bus etwa. Die leistungsfähigste Erschliessung brauchen aber Leute, die Tag für Tag zur Arbeit usw. kommen.

Ich hätte nichts gegen großflächigen Handel im EG eines Komplexes mit vielen Wohngeschossen darüber (mit einer Tiefgarage statt großen Parkplätzen) - wenn die Flächenausnutzung bzw. Dichte neben der Stadtbahn-Haltestelle insgesamt stimmt.

Nachdem bereits seit Jahren diskutiert wird, wie und wo man zusätzlichen Wohnraum schaffen könnte, kann man nicht ernsthaft diskutieren wollen, ob überhaupt jemand nach Düsseldorf ziehen möchte. Falls jemand das in den Medien am meisten präsente Städtebau-Thema noch nicht mitgekriegt hat, hier ein Spiegel-Artikel über die Möglichkeiten der Nachverdichtung, dort werden u.a. Parkplätze und Kleingärten erwähnt.
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Geändert von Bau-Lcfr (12.02.18 um 08:39 Uhr)
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Alt 12.02.18, 10:07   #874
Heidewitzka
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Zitat:
Zitat von DUS-Fan Beitrag anzeigen
Alleine schon das Verhältnis von Fläche zu Einwohnerzahl zwischen Münster und Düsseldorf zeigt, dass die Verkehrsdichte keinesfalls vergleichbar ist - in Düsseldorf bewegen sich (ca.) auf einer 1/3 kleineren Fläche doppelt so viele Menschen und dazu kommt auch noch eine 3x so große Anzahl an Einpendlern.
Da man selbst mit massiven Ausbau des ÖPNV die weiteren Verkehrs- und MIV-Steigerungen, die für die nächsten Jahren prognostiziert werden, nicht stoppen, sondern maximal bremsen kann, sehe ich diese Schönwetter-Fahrradwege sehr kritisch, zumal sich die meisten Fahrradfahren sowieso nicht daran halten!

Das lese ich aus dem Artikel, dort steht u.a. das Fahrradfahrten im Schnitt 2,9 km lang sind und ganz unten steht noch:

Und genau das ist in Düsseldorf nicht möglich!
Ein Ausbau der Radwege in dieser Art würde den Gesamtverkehr in Düsseldorf stark behindern und uns Düsseldorfern massive Nachteile bringen (den Pendlern ist das egal).
In London schafft man auch Platz für Cycle-Superhighways, wenn das Welt-Städte wie London können, in denen der Verkehrsdruck höher ist, dann wird Düsseldorf das auch hinbekommen. Einpendler wurden ja im Münster-Artikel nicht betrachtet, dann würde ich diese Größe bei der Diskussion Radweplanung außen vor lassen, da ist eine Diskussion um ÖPNV-Ausbau sinnvoller. Ich kann es nur gebetsmühlenartig wiederholen, einen guten Radweg als Schönwetterradweg herabzuwürdigen ist etwas einfach gedacht, so lange dieser nicht fertig gebaut ist und über vernünftige Anschlüsse verfügt. Fahrräder gehören zum städtischen Verkehrsmix und Düsseldorf bleibt unter den Möglichkeiten, die diese Stadt bietet. Fahrten von durchschnittlich 2,9 km, dass kann auch Vorort Ms-Nienberge zu Vorort MS-Gievenbeck sein, also nicht innenstädtisch.

Ein Ausbau der Straßen ist in Düsseldorf aber auch nicht möglich,es ist kein Platz in der Innenstadt, bzw man shiftet wenn überhaupt, den Flaschenhals von A nach B. Bei der Schadstoffproblematik wird man eher weniger als mehr Autos in der Stadt brauchen. Was ist also deiner Meinung nach anzustreben, wenn die Verkehrsmenge wächst?
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Alt 12.02.18, 13:43   #875
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Ok, ich revidiere den Begriff "Schönwetter-Radweg" in "Schönwetter-Radler" - besser?
Oder willst du mir ernsthaft weismachen, dass für die meisten Radfahren radfahren eine Ganzjahres- und Allwetter-Angelegenheit ist?

Zitat:
Zitat von Heidewitzka Beitrag anzeigen
Ein Ausbau der Straßen ist in Düsseldorf aber auch nicht möglich,es ist kein Platz in der Innenstadt, bzw man shiftet wenn überhaupt, den Flaschenhals von A nach B. Bei der Schadstoffproblematik wird man eher weniger als mehr Autos in der Stadt brauchen.
Genau, Ausbauflächen für den Straßenverkehr gibt es an den wenigsten Stellen, also auch für neue Radwege oder Fahrradstraßen nicht!
Die aktuell ideologisch geprägten Verkehrsideen bezüglich der Radwege bringen genau das Gegenteil von dem, was man erreichen will - statt einer Entlastung des Verkehrs eine Belastung durch zusätzlich entstehende Staus und somit auch zu mehr und länger anhaltenden Belastung der Innenstatdbewohner durch Abgase!

Zitat:
Zitat von Heidewitzka Beitrag anzeigen
Was ist also deiner Meinung nach anzustreben, wenn die Verkehrsmenge wächst?
Es gibt weder ein Allheilmittel, noch eine Maßnahme alleine, die das Problem entschärft (von lösen will ich nicht sprechen!):
- schneller Ausbau und Inbetriebnahme der RRX-Linien
- grundsätzlicher Ausbau des ÖPNV
- neue Ideen für den ÖPNV, warum nicht komplett kostenlos aus Steuermitteln finanziert?
- Unterirdischer Ausbau der Stadtbahn-Linien, u.a. Wehrhahnlinie in alle Richtungen, wie vom Bilker Bahnhof die U72 bis zum Aachener Platz, die U71, U73, U83 bis zur Haltestelle Südpark und Richtung Grafenberg bis zur Engerstraße
- unterirdische Weiterführung der U78, U79 vom Victoriaplatz Richtung Norden (Haltestellen Kennedydamm, Golzheimer Platz und Theodor-Heuss-Brücke), sowie Untertunnelung des Freiligrathplatzes
- Die Stadtbahn-Anbindungen Flughafen, Messe, Rheinquerung
- Neue unterirdische Stadtbahnstrecke (+ oberirdische Anbindung nach Neuss) an der B326, B8 vom Südring (Haltestelle Südfreidhof) Richtung ARAG-Haus mit Kreuzungsbahnhöfen amn den Haltestellen Südring, Kopernikusstraße (mit Umsteigemöglichkeiten in die 701, U71, U73, U83 sowie Eingleisung der 706), Oberbilker Markt, Kettwiger Straße, Lindemannstraße, sowie weiteren unterirdischen Haltestellen wie Redinghovenstraße, Volksgarten usw. - dazu noch eine großzügige Lösung, um alle Linien rund um das Mörsenbroicher Ei in Tunnel zu legen
- mehr und bessere Park- und Ride-Parkplätze an RRX- und S-Bahnhaltestellen schaffen und Autobahnanschlüsse besser an den ÖPNV anbinden
- bessere Einbindung von Umlandgemeinden bei der Entwicklung und Umsetzung von Verkehrskonzepten
- wieder Grüne Wellen schaffen, damit der Verkehr besser und schneller Abfließen kann

Was für mich keine Lösung ist: maß- und planloses zubauen der Stadt!
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Alt 12.02.18, 13:57   #876
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Wie oft braucht man neue Klodeckel? Wenn es alle paar Jahre mal vorkommt und man kein Auto hat, kann man sich schon zum Baumarkt mit einem weniger bequemen Verkehrsmittel bemühen als mit einer U-Bahn in Wenige-Minuten-Takt - einem Bus etwa. Die leistungsfähigste Erschliessung brauchen aber Leute, die Tag für Tag zur Arbeit usw. kommen.
Du findest es also logisch und richtig, den Mitarbeitern des Baumarktes eine schlechte Erreichbarkeit ihres Arbeitsplatzes zuzumuten?

Zitat:
Zitat von Bau-Lcfr Beitrag anzeigen
Nachdem bereits seit Jahren diskutiert wird, wie und wo man zusätzlichen Wohnraum schaffen könnte, kann man nicht ernsthaft diskutieren wollen, ob überhaupt jemand nach Düsseldorf ziehen möchte.
Es geht nicht darum, ob überhaupt jemand nach Düsseldorf ziehen möchte, das bestreitet ja auch keiner!
Es geht um Problemlösungen und da liegt das Heil nun mal nicht im Bauen.
Schließlich ist die Zahl der Einpendler aktuell bereits 10x so hoch (tendenz steigend!) wie die prognostizierte Zahl der Einwohner bis zum Jahr 2030, die "nur" um ca. 30.000 auf 660.000 steigen soll.
Darum ist es auch logischer, sich mehr um das (10x) größere Problem zu kümmern!
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Alt 12.02.18, 19:05   #877
Bau-Lcfr
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Zitat:
Zitat von DUS-Fan Beitrag anzeigen
Du findest es also logisch und richtig, den Mitarbeitern des Baumarktes eine schlechte Erreichbarkeit ihres Arbeitsplatzes zuzumuten?
Das habe ich bereits geschrieben - es kommt darauf an, dass auf den wenigen Hektar um jede Stadtbahn-Haltestelle möglichst viele ÖV-Nutzer erschlossen werden können - besonders wenn manche von U-Bahnen träumen, die mehrere Milliarden (locker zehnmal die Wehrhahn-Linie) kosten würden. Und was, die sollen dann Parkplätze oder Wohnhäuschen mit 2-3 Geschossen erschliessen?

Nehmen wir als Beispiel Zurheide in Reisholz - ein Flachbau mit Parkplätzen neben ihm, riesige Flächen - eine U-Bahn-Station davor wäre pure Geldverschwendung. Ganz anders die Flächenausnutzung von Crown (die konkrete Gestaltung ignorieren wir hier) - Parkplätze im Parkhaus über dem Laden, darüber noch ein Hotel und ein Bürohochhaus - auf der gleichen Grundfläche gibt es weit mehr Arbeitsplätze und Kunden. Bei dieser Dichte wäre vielleicht sogar eine U-Bahn unter der Graf-Adolf-Allee zum HBf plausibel - wenn man an dieser noch an anderen Stellen nachverdichten würde.

Zitat:
Es geht um Problemlösungen und da liegt das Heil nun mal nicht im Bauen.
Der OB sagt sogar: Bauen, bauen, bauen! Natürlich hilft nur massiver Wohnungsbau und wenn dieser gehen soll, dann bitte möglichst dicht am leistungsfähigen und schnellen ÖV-Netz (S-Bahn, Strab). Es ist das, was die Stadtplanung in der Hand hat. Die Wohnsiedlungen im Umland kann die Stadt nicht planen, hoffentlich zumindest die Nachbarn bedrängen, dass sie ebenso am ÖV-Netz nachverdichten - besonders intensiv etwa an Linien wie U70/U74 (Meerbusch, Krefeld), S1/U79 (Duisburg) usw. Ansonsten kann man sich bemühen, das die Büroflächen möglichst zentral am ÖV-Netz errichtet werden, für ÖV-Einpendler möglichst leicht erreichbar.

BTW: Die offizielle städtische Prognose des Einwohnerzuwachses habe ich bereits woanders hinterfragt - bereits das Land NRW rechnet mit mehr und die anderen Metropolen mit ungefähr +15%, was bei über 600 Tsd. EW eher +100 Tsd. ausmacht.
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Alt 12.02.18, 21:33   #878
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^ Du bist mir schon ein ganz besonderer Menschenfreund!

Zitat:
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Das habe ich bereits geschrieben - es kommt darauf an, dass auf den wenigen Hektar um jede Stadtbahn-Haltestelle möglichst viele ÖV-Nutzer erschlossen werden können -
Das ist immer noch vollkommener Unsinn! Sonst wären solche Haltstellen ja auch nicht vorhanden!
Selbst bei der Wirtschaftlichkeitsberechnung von neuen Strecken zählt nicht die einzelne Haltestelle (Ein- und Austiegspunkt), sondern das Gesamtstreckenergebnis.
Ansonsten dürfte es nach deiner Logik nur in der Innenstadt, wo die EW-Dichte hoch genug ist, Stadtbahnlinien verkehren - mit der Konsequenz, dass aus den nicht so EW-starken Randbezirken mehr MIV kommen würde!

Du verwechselst da was, weder träume ich davon, noch sehe ich das als realistisch an - sondern aus einer Antwort auf die Frage von Heidewitzka, wo ich eine Reihe von Möglichkeiten aufgezeigt habe, die ich statt dem von ihm vorgeschlagenen Ausbau der Fahrradwege für sinnvoller halte.

Zitat:
Zitat von Bau-Lcfr Beitrag anzeigen
Nehmen wir als Beispiel Zurheide in Reisholz - ein Flachbau mit Parkplätzen neben ihm, riesige Flächen - eine U-Bahn-Station davor wäre pure Geldverschwendung. Ganz anders die Flächenausnutzung von Crown (die konkrete Gestaltung ignorieren wir hier) - Parkplätze im Parkhaus über dem Laden, darüber noch ein Hotel und ein Bürohochhaus - auf der gleichen Grundfläche gibt es weit mehr Arbeitsplätze und Kunden. Bei dieser Dichte wäre vielleicht sogar eine U-Bahn unter der Graf-Adolf-Allee zum HBf plausibel - wenn man an dieser noch an anderen Stellen nachverdichten würde.
Meine Güte, was versuchst du denn wieder für einen Vergleich anzustellen.
Vielleicht solltest du einfach mal zu EDEKA Zurheide in Reisholz hinfahren, bevor du hier irgendwelche Behauptungen in den Raum stellst!
Weder gibt es dort in der Nähe überhaupt eine bestehende Straßenbahnlinie, noch die Möglichkeit dazu - aber selbst wenn, warum sollte man z.B. bei einer geplanten Bahn-Verbindung von Holthausen nach Hassels über die Nürnberger Straße dort keine Haltestelle einrichten?
Die Parkplätze des EDEKA-Ladens sind übrigens hauptsächlich im EG unter dem Laden.

Auch deine Annahme, dass eine Dichte an einem einzelnen Haltepunkt eine unterirdische Haltestelle rechtfertigen könnte (wie beim CROWN - egal ob aktuell oder mit weiteren Verdichtungen), ist aus wirtschaftlicher Sicht vollkommen unlogisch, denn auch da zählt nur die Gesamtstrecke.
Zudem ist die Strecke zwischen GAP und Hbf durch die weitgehenden eigenen Gleiskörper kein Bereich, wo die Bahn durch eine Untertunnelung schneller werden würde, eher sogar noch Zeitverluste für die Nutzer durch die Treppenweg entstehen würden.

Zitat:
Zitat von Bau-Lcfr Beitrag anzeigen
Der OB sagt sogar: Bauen, bauen, bauen!
Da wirfst du aber leider zwei Probleme in einen Topf - Wohnungsmangel (eine Wohnungsnot sehe ich aber nicht) und die Verkehrsprobleme.
Unser OB bezieht sich auf Ersteres - das zweite löst man damit nicht!

Zum Bauen in ÖPNV-Nähe (wo in der Stadt ist man nicht ÖPNV-nah genug?): Grundsätzlich bin ich ja bei dir, wenn es darum geht, die Bereiche um ÖPNV-Haltestellen besser zu nutzen, allerdings nur wenn die Flächen zur Disposition stehen und nicht auf der Phantasiebasis, auf der du dich aktuell versteifst!

Zitat:
Zitat von Bau-Lcfr Beitrag anzeigen
BTW: Die offizielle städtische Prognose des Einwohnerzuwachses habe ich bereits woanders hinterfragt - bereits das Land NRW rechnet mit mehr und die anderen Metropolen mit ungefähr +15%, was bei über 600 Tsd. EW eher +100 Tsd. ausmacht.
Das kannst du ja gerne anzweifeln, aber aber ohne aussagekräftige Quellen dazu ist es halt nur deine Meinung und nichts diskutables.....
DUS-Fan ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.02.18, 00:30   #879
Bau-Lcfr
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^ Die Haltestellen wie Ronsdorfer Straße gibt es, weil es schon länger die Stadtbahn dort gibt, irgendwann wurde die Linie zum Teil unter die Erde verlegt. Erinnerungshalber - manche Areale wie diese Parkplätze halte ich für eine Nachverdichtungsreserve, zumindest auf lange Sicht. Was haben wir da, u.a. eine Saturn-Filiale? Es könnte auch danach eine geben, aber in einem mehrgeschossigen Bau wie Sevens, wo es eine andere gibt - mit Stellplätzen unter ihr und anderen Nutzungen darüber. (Es gibt hier im Thread Leute, die von einer zweiten U-Bahn unter der Werdener Straße träumen, dann wäre Kettwiger Straße zum Umsteigebahnhof - 50 Meter von riesigen Parkplätzen entfernt.)

Zitat:
... dass eine Dichte an einem einzelnen Haltepunkt eine unterirdische Haltestelle rechtfertigen könnte (...), ist aus wirtschaftlicher Sicht vollkommen unlogisch, denn auch da zählt nur die Gesamtstrecke....
Ein Projekt an einer Station nicht, es war nur ein Beispiel. Dichte wie die von Crown im Radius einiger 100 Meter um jede der paar unterirdischen Stationen einer Linie macht diese Linie plausibel. Parkplätze wie darüber verlinkt um jede Station machen die U-Bahn sinnlos. Mit jeder Nachverdichtung anstelle großer Leere verschiebt es sich ein Stück von der Sinnlosigkeit zum Sinn teurer Erschliessung.

Natürlich sollte die Abmilderung der Wohnungslage (bauen-bauen-bauen) so erfolgen, dass die zusätzlichen WE möglichst wenig zusätzlichen MIV generieren - also am ÖV möglichst zentrumsnah und nicht irgendwelche EFH-Neubaugebiete, von den man nur mit dem Auto wegkommt. Weit geringerer Flächenverbrauch und geringere Infrastrukturkosten wären der zusätzliche Nutzen. Zum Glück schliesst das Entwicklungskonzept der Stadt Grüne Wiese aus (ab Seite 64), auch wenn die Formulierung "urbane und verdichtete Quartiere" jeder anders interpretieren könnte.

Wenn man nach Vorbildern für den Wandel an der Erkrather Straße (und woanders) sucht - die Karolinger Höfe entstehen anstelle eines Flachbaus eines Autohändlers. Was in Bilk möglich ist, müsste auch woanders möglich sein (neben einer unterirdischen Linie vielleicht mit noch etwas mehr Dichte).

Und noch ein Beispiel - in Dortmund sieht das offizielle Entwicklungskonzept ein Hochhaus anstelle eines flachen Gewerbebaus vor, wo die U-Bahn auf eine der S-Bahn-Linien trifft. Zwei stehen bereits (darunter ein um 60 Meter Höhe), ein wird aktuell geplant, das wäre ein weiteres. Die Situation erinnert stark an den S-Bahnhof Bilk mit der Wehrhahn-Linie, wo nicht nur ich mir zumindest ein (Wohn-)Hochhaus vorstellen könnte (gerne ein paar). Ich wünschte, die Stadt Düsseldorf hätte hier ähnliche planerische Entschlossenheit wie Dortmund.
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Geändert von Bau-Lcfr (13.02.18 um 08:32 Uhr)
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Alt 13.02.18, 09:41   #880
Heidewitzka
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Ok, ich revidiere den Begriff "Schönwetter-Radweg" in "Schönwetter-Radler" - besser?
Oder willst du mir ernsthaft weismachen, dass für die meisten Radfahren radfahren eine Ganzjahres- und Allwetter-Angelegenheit ist?

Genau, Ausbauflächen für den Straßenverkehr gibt es an den wenigsten Stellen, also auch für neue Radwege oder Fahrradstraßen nicht!
Die aktuell ideologisch geprägten Verkehrsideen bezüglich der Radwege bringen genau das Gegenteil von dem, was man erreichen will - statt einer Entlastung des Verkehrs eine Belastung durch zusätzlich entstehende Staus und somit auch zu mehr und länger anhaltenden Belastung der Innenstatdbewohner durch Abgase!

Es gibt weder ein Allheilmittel, noch eine Maßnahme alleine, die das Problem entschärft (von lösen will ich nicht sprechen!):
- schneller Ausbau und Inbetriebnahme der RRX-Linien
- grundsätzlicher Ausbau des ÖPNV
- neue Ideen für den ÖPNV, warum nicht komplett kostenlos aus Steuermitteln finanziert?
- Unterirdischer Ausbau der Stadtbahn-Linien, u.a. Wehrhahnlinie in alle Richtungen, wie vom Bilker Bahnhof die U72 bis zum Aachener Platz, die U71, U73, U83 bis zur Haltestelle Südpark und Richtung Grafenberg bis zur Engerstraße
- unterirdische Weiterführung der U78, U79 vom Victoriaplatz Richtung Norden (Haltestellen Kennedydamm, Golzheimer Platz und Theodor-Heuss-Brücke), sowie Untertunnelung des Freiligrathplatzes
- Die Stadtbahn-Anbindungen Flughafen, Messe, Rheinquerung
- Neue unterirdische Stadtbahnstrecke (+ oberirdische Anbindung nach Neuss) an der B326, B8 vom Südring (Haltestelle Südfreidhof) Richtung ARAG-Haus mit Kreuzungsbahnhöfen amn den Haltestellen Südring, Kopernikusstraße (mit Umsteigemöglichkeiten in die 701, U71, U73, U83 sowie Eingleisung der 706), Oberbilker Markt, Kettwiger Straße, Lindemannstraße, sowie weiteren unterirdischen Haltestellen wie Redinghovenstraße, Volksgarten usw. - dazu noch eine großzügige Lösung, um alle Linien rund um das Mörsenbroicher Ei in Tunnel zu legen
- mehr und bessere Park- und Ride-Parkplätze an RRX- und S-Bahnhaltestellen schaffen und Autobahnanschlüsse besser an den ÖPNV anbinden
- bessere Einbindung von Umlandgemeinden bei der Entwicklung und Umsetzung von Verkehrskonzepten
- wieder Grüne Wellen schaffen, damit der Verkehr besser und schneller Abfließen kann

Was für mich keine Lösung ist: maß- und planloses zubauen der Stadt!
Hier wiederhole ich mich auch gerne, in Münster/Kopenhagen/Amsterdam ist Radfahren eine Ganzjahres-Fortbewegung, es ist also kein Naturgesetz, dass nur bei schönem Wetter Rad gefahren wird.

Naja, du bist immer schnell mit "Der ganze Verkehr wird zusammenbrechen, wenn X/Y passiert...". Der Versuch an Derendorf-S hat sich als erfolgreich erwiesen, der Verkehr fließt sogar flüssiger. Der Umbau an der Burgmüllerstraße ist ein Erfolg, der Umbau der Karlstr. wird auch den Autoverkehr nicht übermäßig belasten, da dort das Straßenangebot sehr üppig ist.

Den Ausbau des ÖPNV halte ich für sinnvoll. Du verlangst von deinen Mitstreitern, dass diese nicht zu weit von der Realität entfernen. Manche Punkte sind tatsächlich eher Visionen zuzuordnen. Kostenfreien ÖPNV halte ich für weniger sinnvoll. Siehe Unis: Wer kein Geld bezahlt, kann nicht fordern und Rechenschaft einfordern. Manche Idee - die Verlängerung der Tunnel ist wünschenswert aber wurde im aktuellen NVP 2017 hinten angestellt. Die neue Stadtbahnstrecke B326/B8 - wer soll das bezahlen? Die Wehrhahnlinie hat die Kassen schon geleert.
Meine Wünsche bzgl. Radwege könnten am Platz scheitern, dann deine aber am Geld.

Geändert von Heidewitzka (13.02.18 um 10:02 Uhr)
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Heidewitzka
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Da wir hier auch mit Visionen unterwegs sind:
- Verlängerung U72 bis S-Bhf Norf, um Dormagen/Neuss-Süd den Umweg über Neuss Hbf zu ersparen
- Schienengeführter Nahverkehr über den Hellweg/Dreherstraße
- Verlängerung U75 nach Hassels
- Gabelung U-Bahn von Benrath aus nach Garath und Hilden
- Verlängerung U73 von Gerresheim aus nach Unterbach / Anschlussstelle Erkrath A3
-Generell Langstrecken-Busse wie 785 an einer Haltestelle wie Uni-Kliniken enden lassen (Umsteigen ohne Straßen zu überqueren) und ein Elektro-Bus-Shuttle in die Stadt anbieten, falls die U-Bahn-Anbindung nicht ausreichend ist
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Alt 13.02.18, 16:34   #882
Roman
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Außer dem Neubau der Flughafenstrecke wird sich in absehbarer Zeit an der "Hardware" des Straßen/Stadtbahnnetzes nichts tun. Kassen sind leer, U-Bahnen werden mWn in NRW ohnehin nicht mehr gefördert. Es müssen also andere Möglichkeiten zur Beschleunigung und Kapazitätserweiterung gefunden werden.

Mir persönlich fällt immer wieder auf, dass viele Haltestellen direkt vor einer Kreuzung liegen, d.h. die Bahn kommt an, Fahrgastwechsel wird durchgeführt, dann wartet die Bahn uU auf Grün und fährt weiter. Durch den vorherigen Fahrgastwechsel kann aber die Ampel nicht entsprechend geschaltet werden, so dass es immer wieder vorkommt, dass die Bahn zwei ganze Grünphasen steht (eine zum Fahrgastwechsel, eine wird nur gewartet). Ich meine, das könnte man dadurch beschleunigen, dass man die Haltestelle jeweils nach der Kreuzung einrichtet, so dass die Ampel bei sich nähernder Bahn auf Grün schaltet und die Bahn dann durchfährt und direkt hinter der Kreuzung hält.

Gibt es irgendeinen tieferen Grund, wieso nahezu alle Haltestellen anders gebaut wurden?

P.S.: Ohnehin bedarf es nahezu überall einer auf Bahnen abgestimmten Ampelschaltung. Bin letztens hinter einer 706 von D-Zoo bis Stockkampstraße hinterhergefahren, der absolute Horror! Zuerst hält sie am Zoo, dann an der AMpel am Ende der Zoobrücke, dann an der Haltestelle Tußmannstraße (direkt hinter der Zoobrücke), dann wieder an der Linksabbiegerampel und dann trat an der Haltestelle Stockkampstraße das oben beschriebene Phänomen auf. Das ständige Anhalten der Bahn (außer an Haltestellen) führte zu einer desaströsen Durchschnittsgeschwindigkeit.
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Alt 13.02.18, 20:16   #883
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Zitat von Bau-Lcfr Beitrag anzeigen
^ Die Haltestellen wie Ronsdorfer Straße gibt es, weil es schon länger die Stadtbahn dort gibt, irgendwann wurde die Linie zum Teil unter die Erde verlegt.
Die Straßenbahn vom Hauptbahnhof nach Eller (über die Erkrather Straße gibt es schon seit über 100 Jahren (hier auf Karten von 1912/13 und 1925 zu sehen) - zur Stadtbahn (so der korrekte Name für Düsseldorfer U-Bahnen) wurde sie erst Ende der 1980er Jahre mit Inbetriebnahme der Tunnel.

Zitat:
Zitat von Bau-Lcfr Beitrag anzeigen
Erinnerungshalber - manche Areale wie diese Parkplätze halte ich für eine Nachverdichtungsreserve, zumindest auf lange Sicht. Was haben wir da, u.a. eine Saturn-Filiale? Es könnte auch danach eine geben, aber in einem mehrgeschossigen Bau wie Sevens, wo es eine andere gibt - mit Stellplätzen unter ihr und anderen Nutzungen darüber.
Von mir aus kannst du gerne weiter träumen, was vielleicht in 100 Jahren dort sein könnte.

Zitat:
Zitat von Bau-Lcfr Beitrag anzeigen
(Es gibt hier im Thread Leute, die von einer zweiten U-Bahn unter der Werdener Straße träumen, dann wäre Kettwiger Straße zum Umsteigebahnhof - 50 Meter von riesigen Parkplätzen entfernt.)
Habe ich in meinem letzten Beitrag nicht deutlich geschrieben, dass ich weder davon träume, noch als realistisch ansehe?
Und dass das nur eine Antwort auf die Frage von Heidewitzka ist, wo ich eine Reihe von Möglichkeiten aufgezeigt habe, die ich statt dem von ihm vorgeschlagenen Ausbau der Fahrradwege für sinnvoller halte?

Zitat:
Zitat von Bau-Lcfr Beitrag anzeigen
Ein Projekt an einer Station nicht, es war nur ein Beispiel. Dichte wie die von Crown im Radius einiger 100 Meter um jede der paar unterirdischen Stationen einer Linie macht diese Linie plausibel.
Also noch einmal, egal ob eine unterirdische Haltestelle oder eine neue Haltestelle/Srecke wie die Anbindung des ISS-Dome geplant wird, spielt es aus wirschaftlichen (und förderfähigen) Gründen nur eine untergeordnete Rolle, wie viele Menschen an einer einzelnen Haltestelle Ein- oder Aussteigen, sondern die Gesamtwirtschaftlichkeit muss gegeben sein, u.a. auch durch Zeitersparnis.
Und auf dem Linienweg der 708/709 vom Hbf über Graf-Adolf-Straße und auf dem weiteren Linienweg über Polizeipräsidium bis zur Bilker Kirche wäre weder eine Zeitersparnis, noch eine ausreichende Zunahme der Fahrgastzahlen zu erwarten, die einen Tunnelbau rechtfertigen könnten.

Zitat:
Zitat von Bau-Lcfr Beitrag anzeigen
Wenn man nach Vorbildern für den Wandel an der Erkrather Straße (und woanders) sucht - die Karolinger Höfe entstehen anstelle eines Flachbaus eines Autohändlers. Was in Bilk möglich ist, müsste auch woanders möglich sein (neben einer unterirdischen Linie vielleicht mit noch etwas mehr Dichte).
Wieso, so etwas ist doch passiert, siehe Flin-Carré!
Du liegst mit der Grundstücksbeschreibung nicht ganz richtig (hier sind Bilder der ehem. Bebauung), denn da war ja nicht einfach nur ein Flachbau, sondern an der Merowingerstraße über die ganze Grundstücksbreite ein Büro- und Ausstellungshaus mit 3 Geschossen
Weitere Ausstellungsräume waren im 2geschossigen Bau um die Ecke auf der Suitbertusstraße und die für die Gebrauchtwagen im 2-3geschsossigen Bau zwischen Suitbertusstraße und Karolingerstraße, dazu dann noch die Werkstätten im Gelände, die an die Karolingerstraße grenzten.
Wenn Auto-Becker nicht Pleite gegangen wäre, wer weiss, vielleicht wären sie noch heute da!
Das ist ein schönes Beispiel für den Wandel und die Nachnutzung, das einen normalen Ablauf aufzeigt, das Gelände wird nicht mehr genutzt und anschließend umgenutzt - so wie auch das Beispiel Flin-Carré (das lange nur temporär genutzt wurde).
So ist das auch vollkommen ok, ich sehe aber keinen großen Sinn darin, sich weiter Gedanken über ungelegte Eier (nicht verfügbare Grundstücke) zu machen....

Und das Dortmunder Beispiel ist doch ein bisschen zu Off-Topic für diesen Thread....
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Alt 13.02.18, 20:43   #884
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Zitat von Heidewitzka Beitrag anzeigen
es ist also kein Naturgesetz, dass nur bei schönem Wetter Rad gefahren wird.
Es ist aber die Realität!
Wie das aktuelle Wetter ist, kann ich täglich an den Fahrradparkplätzen auf der Arbeit ablesen.
Im Sommer reichen die ca. 150 Plätze nicht aus und es stehen weitere Fahrräder drum rum und aktuell sind es mit den 10-15 Dauerparkern zusammen gerade mal um die 30.
Glaubst du ernsthaft, dass das Nutzungsverhalten bei anderen Firmen anders ist?

Zitat:
Zitat von Heidewitzka Beitrag anzeigen
Naja, du bist immer schnell mit "Der ganze Verkehr wird zusammenbrechen, wenn X/Y passiert...". Der Versuch an Derendorf-S hat sich als erfolgreich erwiesen, der Verkehr fließt sogar flüssiger. Der Umbau an der Burgmüllerstraße ist ein Erfolg, der Umbau der Karlstr. wird auch den Autoverkehr nicht übermäßig belasten, da dort das Straßenangebot sehr üppig ist.
Ich sage ja nicht, dass jede Maßnahme sinnfrei ist, aber du willst doch nicht behaupten, dass die Fahrradspur auf der Friedrichstraße gut gelöst worden ist (weder für Radfahrer, noch für Autofahrer).
Und auch der Verkehrsversuch auf der Erkrather Straße ist für mich keine sinnvolle Idee.

Zitat:
Zitat von Heidewitzka Beitrag anzeigen
Den Ausbau des ÖPNV halte ich für sinnvoll. Du verlangst von deinen Mitstreitern, dass diese nicht zu weit von der Realität entfernen. Manche Punkte sind tatsächlich eher Visionen zuzuordnen. Kostenfreien ÖPNV halte ich für weniger sinnvoll. Siehe Unis: Wer kein Geld bezahlt, kann nicht fordern und Rechenschaft einfordern. Manche Idee - die Verlängerung der Tunnel ist wünschenswert aber wurde im aktuellen NVP 2017 hinten angestellt. Die neue Stadtbahnstrecke B326/B8 - wer soll das bezahlen? Die Wehrhahnlinie hat die Kassen schon geleert.
Meine Wünsche bzgl. Radwege könnten am Platz scheitern, dann deine aber am Geld.
Auch wenn das nicht meine Wünsche, sondern nur Vorschläge waren, ist mir klar, dass nicht alle davon nicht realisierbar sind - wie auch einige deiner Vorschläge leider nicht machbar sind, weil die Streckenwege nicht machbar sind, auch wenn sie oberirdisch wären.

Den kostenfreien ÖPNV hält laut diesem RP-Online-Artikel von heute sogar die Bundesregierung für machbar und will in Essen und Bonn versuche dazu starten.
Ich sehe da natürlich eine riesige Kostenlawine auf uns zurollen, da den Nahverkehrsunternehmen die Einnahmen fehlen und enorme Investitionen in Fahrzeuge, Personal und Strecken noctwendig wären, um den zu erwartenden Ansturm zu bewältigen.
Ich glaube auch nicht, dass das mit Steuereinnahmen durch Autofahrer auszugleichen wäre, da dann weniger gefahren würde und so eine höhere Mineralsteuer aufgefressen würde.
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Alt 13.02.18, 21:15   #885
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Zitat von Roman Beitrag anzeigen
P.S.: Ohnehin bedarf es nahezu überall einer auf Bahnen abgestimmten Ampelschaltung. Bin letztens hinter einer 706 von D-Zoo bis Stockkampstraße hinterhergefahren, der absolute Horror! Zuerst hält sie am Zoo, dann an der AMpel am Ende der Zoobrücke, dann an der Haltestelle Tußmannstraße (direkt hinter der Zoobrücke), dann wieder an der Linksabbiegerampel und dann trat an der Haltestelle Stockkampstraße das oben beschriebene Phänomen auf. Das ständige Anhalten der Bahn (außer an Haltestellen) führte zu einer desaströsen Durchschnittsgeschwindigkeit.
Eine gewisse Logik in der Verkehrsführung muss es schon geben, wenn man den Straßenbahnen an allen Stellen Vorrang einräumen würde, wäre keine vernünftige Verkehrsführung für alle Verkehrsteilnehmer möglich und von den Verkehrsrechnern auch nicht steuerbar und der Verkehr würde massiv gestört.

Wenn du schon den Linienweg der 706 ansprichst, schau dir mal an, wie die Vorrangsschaltungen auf dem Linienweg vom Merowingerplatz Richtung Oberbilker Markt geschaltet sind, da wird der Restverkehr oft schon gestoppt, wenn die Bahn noch gar nicht da ist und man steht noch eine Minute, bis sie dann kommt.

Dazu kommt noch die Vorrangschaltung der U71, U73, U83 an der Kreuzung Auf´m Hennekamp / Witzelstraße, dort fahren die Bahnen vollkommen sinnfrei von den Haltestelle los, kurz bevor der Querverkehr Grün bekommt und blockieren dann noch durch die Langsamfahrt im Kreuzungsbereich bis zu 30 Sekundenalle anderen Verkehrsteilnehmer, inkl. der Linie 706 und der Fußgänger!
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