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Alt 11.10.07, 15:36   #16
Turmbauer
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Kann es sein, dass die Sonderlage Essens, mitten im Revier zu liegen, in diesem Fall ein Nachteil ist? Ich meine, die Stadt hat im Gegensatz zu den meisten Deutschen Städten kein Umland, keinen direkten Speckgürtel, liegt eingepfercht zwischen Großstädten und kann kaum atmen. Das hat sich im Übrigen auch schon beim Nachtleben und beim Shoppen (siehe Shopping-Malls) als Problem erwiesen, wenngleich sich die Vorzeichen diesbezüglich zum Glück geändert haben oder dabei sind, sich zu ändern.
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Alt 11.10.07, 15:46   #17
Echnaton
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Ja, zumal das Ruhrgebiet insgesamt Bevölkerung verliert und noch immer ein Imageproblem hat. Essen hat aber auch zu wenige attraktive Stadtteile - der Süden ist scheinbar doch eine Ausnahme. Katernberg u.s.w. müssen grausig sein.
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Alt 11.10.07, 16:36   #18
Kyrosch
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Kyrosch hat die ersten Äste schon erklommen...
Tzz tzz...........

............in der Tat, das Ruhrgebiet hat ein Imageproblem, das wird aber nicht durch Mutmaßungen über einzelne Stadtteile verbessert und gerade Katernberg ist Stadtteil des Weltkulturerbes Zollverein.

Es wird sehr vieles getan, den Norden an den Süden heranzuführen, man denke nicht nur an Zollverein, ich erinnere an die Marina mit 24 Ha Park, an die Renaturierung der Emscher, an den kompletten Umbau Altenessens in den vergangenen Jahren und vieles vieles mehr.

Das alles schließt nicht aus, dass noch viel zu tun ist. Auch ist Essen noch immer von der Einwohnerzahl her größer als D´dorf, das wird aber nur noch wenige Jahre der Fall sein.

Essens Hauptproblem ist die Überalterung der Bevölkerung. Die Sterberate ist sehr viel höher als die Geburtenrate und auch, dass Essen in den letzten Jahren mehr Zu- als Fortzüge verzeichnet, kann dieses Problem nicht wirklich lösen.

Dieses Problem wird aber noch sehr viele andere Städte in naher Zukunft ereilen, dann jedoch hat Essen dieses Problem bereits durchlebt und hinter sich
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Alt 11.10.07, 16:45   #19
Nietnagel
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Nietnagel hat die ersten Äste schon erklommen...
Zitat:
Zitat von Turmbauer Beitrag anzeigen
Kann es sein, dass die Sonderlage Essens, mitten im Revier zu liegen, in diesem Fall ein Nachteil ist? Ich meine, die Stadt hat im Gegensatz zu den meisten Deutschen Städten kein Umland, keinen direkten Speckgürtel, liegt eingepfercht zwischen Großstädten und kann kaum atmen.
Das würde ich so nicht sagen. In Richtung Norden, Westen und Osten mag dies stimmen, in Richtung Süden ist Essen jedoch weit geöffnet. Mit den landwirtschaftlichen Flächen der Ruhrhöhen, der Ruhr und dem Baldeneysee und den umgebenden Wäldern besitzt Essen ja ein relativ großes Gebiet, auf dem die Einwohnerdichte eher gering ist. Mit Heiligenhaus, Velbert usw. schließen sich ja auch keine größeren Städte im Süden an.

Ein bedeutendes geographisches Manko ist meiner Meinung nach, dass das innerstädtische Leben an keinem Fluß stattfinden kann. Diese Lebensader ist in fast allen Metropolen vorhanden und dient im Ruhrgebiet mittlerweile allenfalls als Erholungsgebiet, mal abgesehen vom Mülheimer Versuch mit Ruhrbania.

Die nördlichen Stadtteile in Essen erfahren zur Zeit eine Aufwertung durch die Renaturierung der Emscher und Pläne wie die Marina. Hier ist meiner Meinung nach Potential vorhanden.

Und trotz der aktuellen Großbaustellen im gesamten Stadtgebiet hat Essen immer noch ein Marketing-Problem und hat außer Kohle/Stahl und evt. als Einkaufsstadt kein Image was es nach außen verwertet. Essen braucht dringend neue Alleinstellungsmerkmale, die es einzigartig machen um damit werben zu können.
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Alt 11.10.07, 16:47   #20
Turmbauer
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Titat von Enzo Molinari
Ja, zumal das Ruhrgebiet insgesamt Bevölkerung verliert und noch immer ein Imageproblem hat. Essen hat aber auch zu wenige attraktive Stadtteile - der Süden ist scheinbar doch eine Ausnahme. Katernberg u.s.w. müssen grausig sein.

Das ist so nicht ganz richtig. Der Essener Süden macht über die Hälfte des Stadtgebietes aus und ist somit nicht als Ausnahme zu betrachten. Gerne wird (selbst von Essenern) die A40 als Grenze zwischen dem "schönen" und dem "schäbigen" Essen gesehen, aber das wäre zu kurz gedacht und ist auch ungerecht. Denn der Essener Westen mit dem Großraum Borbeck hat seine eigene Dynamik, ist eine Art Stadt in der Stadt mit all seinen schönen und weniger schönen Stadtteilen. Hier kann man sehr gut städtisch als auch ländlich wohnen. Der viel zitierte Essener Norden umfaßt eher den Großraum Altenessen und angrenzende Stadtteile bis Kray. Aber das sind in der Hochrechung 10 von 50 Stadtteilen, die vielleicht diesem Klischee entsprechen. Und selbst in diesen Stadtteilen wurde in den letzten Jahren viel Eigentum gebaut.

Das kann also nicht der Grund sein. Viel mehr fehlt es in Essen an Mittelstand und an produzierendem Gewerbe. Wenn man bedenkt, dass Düsseldorf mit den Henkel-Werken und Mercedes Transporter mehr Industriestadt ist als Essen. Will damit sagen, daß Essen als einstige Industriestadt sehr viel Arbeitsplätze in diesem Bereich verloren hat und zu sehr auf den Dienstleistungssektor gesetzt hat. Womit natürlich nicht die vielen weggefallen Arbeitsplätze ersetzt werden konnten. Düsseldorf hat zwar auch viele Arbeitsplätze in diesem Gewerbe verloren, konnte die Ausfälle aber zum Teil auf andere Bereiche wie eben Chemie und Autoindustrie umschichten und nicht zuletzt auch durch den Flughafen den Dienstleistungssektor aufforsten. Und mit diesen Arbeitsplätzen konnten auch die Menschen in der Stadt gehalten werden. Das ist sicherlich ein Teil der Wahrheit aber ein nicht unwesentlicher. Ein anderes Kapitel ist, dass sich die Stadt Essen viele Jahre lang schwer mit der Ausweisung von Bauflächen getan hat oder aber an den vielen Naturschutzgebieten im bevorzugten Essener Süden, insbesondere im Ruhrtal, gescheitert ist oder die Flächen an den Hängen und Waldgebieten einfach nicht genutzt werden konnten. Im Gegensatz zu Dortmund oder Duisburg in ihren Randlagen fehlt es Essen einfach an Fläche.
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Alt 11.10.07, 17:22   #21
Echnaton
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Außendarstellung:
Speziell das mantrahafte Betonen des Weltkulturerbestatus' und der Kulturhauptstadt Europas wirkt in der Außendarstellung eher unbeholfen. Da bemerkt man durchaus, dass Essen in den Branchen Marketing, PR, Werbung, Medien nicht stark ist. Auch die Internationalität fehlt zumindest im Wirtschaftsbereich - man findet schon Defizite, wenn man mal genau hinsieht.

Stadtteile:
Ich kenne persönlich Leute aus dem Düsseldorfer Raum, die aus beruflichen Gründen vorübergehend nach Essen gezogen sind und ich weiß aus Gesprächen, dass die Liste der Stadtteile, die den (zugegeben: eher hohen) Ansprüchen genügten sehr kurz ausfiel: Rüttenscheid, Bredeney ... langes Schweigen.

@Turmbauer
In der Düsseldorfer Industrie gibt es auch noch ein paar kleine, feine Mittelständler, die sehr gutes Geld verdienen: SMS Demag und Gottwald Port Technology z.B. Entscheidend sind aber die neuen Arbeitsplätze (7600 im Medienhafen, mittlerweile klar über 10000 Rechtsanwälte in der Stadt). Essen müsste doch auch noch solche Mittelständler haben (bin nicht ganz im Bilde).
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Alt 11.10.07, 17:34   #22
Nietnagel
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Nietnagel hat die ersten Äste schon erklommen...
Weiteres Problem, die sogenannten guten Stadtteile im Süden wie Bredeney, Haarzopf, Heisingen, Werden, Kettwig usw. sind fast alle schlecht an die City angebunden bzw. weit weg. Per Bahn, U-Bahn sehr schlecht zu erreichen und per Bus und Auto nicht immer eine Freude. Wer schön wohnen möchte, der muss längere Fahrten in Kauf nehmen, obwohl diese Stadtteile vielfach keine klassischen Vororte sind.
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Alt 11.10.07, 18:37   #23
Schnack
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Schnack sitzt schon auf dem ersten Ast
Ich bin zwar kein Ruhrgebietler, aber als Bewohner einer Stadt, die selbst viele Einwohner verloren hat kann ich zumindest etwas mitreden.
Ich glaube Essen wird wohl noch ne ganze weile an Einwohnern verlieren. 2006 wurden in Essen weniger Kinder geboren als in Dresden obwohl die Stadt 80000 Einwohner mehr hat. Das ist schon ein Problem und ich kenne Essen zwar nicht, aber der Familienatlas 2007 bestätigte ja, dass es wohl für Familien nicht die erste Wahl ist, wenns darum geht sich niederzulassen und z.B. Düsseldorf da ganz klar die Nase vorn hat. Die Stadt sollte wirklich eher die bestehenden Wohngebiete aufwerten und sinnvoll verkleinern. In Zwickau hat das auch funktioniert und ein attraktiveres, aber kleineres Wohngebiet ist allemal besser als hoher Leerstand.
Aber generell muss viel für die Außendarstellung getan werden, weil das Ruhrgebiet immer noch als unatraktiv gilt, was ich eigentlich sehr schade finde, da sich ja viel geändert hat und auch weiter ändert.
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Alt 12.10.07, 08:57   #24
Turmbauer
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Zu #22

zum Thema Stadtteile:
Natürlich ist alles immer eine Sache des Anspruchs und der Sichtweise, doch möchte ich es so nicht stehen lassen. Wenn ich mal unterstellen darf, kennen sich die Leute aus dem Düsseldorfer Raum in Düsseldorf besser aus als in Essen. Und wenn man hier einen Essener nach einer guten Wohngegend fragt, fällt natürlich oft der Name Bredeney oder insbesondere Rüttenscheid und das liegt an der Besonderheit dieses Stadtteils. Oft mit Schwabing verglichen und in seiner Art in Düsseldorf nicht zu finden genießt dieser Stadtteil den Ruf einer zweiten Stadtmitte und ist auch eigentlich längst Teil von ihr. Ich gehe mal davon aus, dass junge Leute meistens schön aber zentral wohnen wollen und da gibt es neben Rüttenscheid noch einige weitere Stadtteile (wer ja auch sonst doof) die sicherlich auch den hohen Ansprüchen eines Rheinländers gerecht werden. Ich meine, man lobt ja auch nicht Oberkassel und Pempelfort und vergisst dabei Düsseltal, Bilk und Derendorf. Und so denke ich mal, würde sich der Rheinländer auch im Südviertel, Moltkeviertel, Holsterhausen und Stadtwald wohl fühlen. Und wer es noch ein bisschen grüner will und dafür in Kauf nimmt, etwas außerhalb zu wohnen, der ist in Werden, Rellinghausen, Heisingen, Kettwig und Kupferdreh gut aufgehoben.

zum Thema Mittelstand:
Das ist ja, was ich damit sagen wollte: Düsseldorf verfügt insgesamt über mehr mittelständische Betriebe womit ich ja nicht gemeint haben will, dass es in Essen wenig geben würde.
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Alt 12.10.07, 09:07   #25
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Zu #23:

Auch das möchte ich zum Teil so nicht stehen lassen, da ich eine etwas andere Erfahrung gemacht habe als Du. Die City ist von Heisingen und Haarzopf aus vielleicht nicht ganz so schnell oder nur über Umwege zu erreichen, aber in Werden und Kettwig gibt es sowohl S-Bahn als auch Buslinien und nicht zu vergessen für unsereins den Nachtexpress. Bredeney ist mit der Strassenbahn und Nachtexpress direkt an Rüttenscheid und der City angebunden. Wer im Ländlichen zB in Haarzopf, Heidhausen, Byfang oder Schuir wohnt, hat es dagegen wirklich schon viel schwerer. Und mit dem Auto siehts in den anderen Großstädten doch auch nicht anders aus.

Ich möchte aber auch nicht den Großraum Borbeck vergessen, wo man auch sehr schön in Schönebeck, Bedingrade, Gerschede Frintrop und Borbeck-Mitte (zB Schloßstrasse) wohnen kann. Von dort ist man mit Straßenbahn und S-Bahn schnell in der City bzw im CentrO
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Alt 12.10.07, 09:45   #26
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Meine Kenntnis von Essener Stadtteilen ist - wie oben bereits angedeutet - in großen Teilen von Hörensagen; danke also für die kurze Übersicht. Ich möchte mich aber gern revanchieren und darauf hinweisen, dass Bilk und Derendorf - obwohl auf dem aufsteigenden Ast - (noch) längst nicht zu den feineren Gegenden Düsseldorfs gehören. Mir fallen da aber spontan ein Dutzend andere Namen ein: Bspw. Grafenberg, Golzheim, Kaiserswerth... Essener sind übrigens strenggenommen auch Rheinländer, Duisburger sowieso...

ÖPNV ist extrem wichtig.

Hat denn Ddf heute wirklich mehr Industriearbeitsplätze als Essen? Da ist wirklich viel weggefallen (zuletzt die Glashütte)...
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Alt 12.10.07, 11:39   #27
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Richtig, der gemeine Essener ist Rheinländer, geographisch gesehen. Vom Typ Mensch her findet aber auch da eine Unterteilung zwischen Nord und Süd statt. Der Nordler ist er der Ruhri mit einem westfälischen Einschlag, wo gegen der Südler einen rheinischen Einschlag hat. Das soll gar nicht altklug klingen, wollte das nur noch mal kurz differenzieren. Da ich in meiner Antwort zu bequem war, „Leute aus dem Düsseldorfer Raum“ zu schreiben, hatte ich mich für Rheinländer entschieden, was aus den vor Dir genannten Fakten nicht ganz korrekt ist.

Also, in Essen sind die größten produzierenden Industriebetriebe die Aluhütte nähe Hafen, die Goldschmied AG (Chemie) und vielleicht noch die Glashütte in Karnap. Ach ja, dann gibt es noch die Titan-Halle an der Westendstrasse im Kruppgürtel. Was gibt es sonst noch? Das ist aber nix im Vergleich zu den großen Henkel-Werken in Reisholz oder den Mercedes. Gibt es in Düsseldorf sonst noch ähnlich große Betriebe in der Industrie?
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Alt 12.10.07, 21:26   #28
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sehr offtopic:

Henkel ist mit großem Abstand der größte Industriebetrieb in Ddf - auch die Sprinter-Produktion in Derendorf Nord ist viel kleiner. Ansonsten ist das Thema Industrie an der Düssel eher ein Auslaufmodell - Boden ist eigentlich auch zu wertvoll hier, um ihn an Fabriken zu verschwenden. Was in Düsseldorf floriert sind Handel, Telekommunikation, Werbung, Mode, Design, Unternehmensberatung, Wirtschaftsprüfung, Rechtsberatung, Banken, Versicherungen... in diesen Bereichen übernimmt die Stadt z.T. die Zentrenfunktion für einen sehr großen Umkreis. Und dann ist da noch die Messe und der Flughafen, die in Rhein-Ruhr absolute Marktführer sind... Düsseldorf hat einen Strukturwandel im Zeitraffer hinter sich.

Dass Rheinmetall seine Produktion in den Osten verlegt hat, Mannesmann erst vom Röhrengießer zum Mobilfunker und dann für einen astronomischen Betrag verkauft wurde und TK nun nach Essen zieht passt ganz gut in das Bild.
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Alt 13.10.07, 15:31   #29
Raskas
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Zum Thema "Einwohnerschwund" gibt es auch eine recht interessante Ausarbeitung des Büros für Kommunal- Regionalplanung Essen aus dem Jahr 2004.

Sie enthält eine Vielzahl von Strukturdaten ( Anteil der SVB an der Einwohnerzahl, BIP je Einwohner, etc. ) an denen erläutert wird wo Essen heute steht und wie es sich zukünftig positionieren muss um die Auswirkungen des Einwohnerrückgangs auf die Gesamtsituation der Stadt möglichst gering zu halten.

Ausarbeitung: Essen 2004 - eine schrumpfende Stadt in der Metropolregion Rhein-Ruhr?


Übrigens wehre ich mich gegen die Unterstellung ,ich als Nordessener besitze einen westfälischen Einschlag
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Alt 13.10.07, 15:39   #30
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Essen muss jedenfalls aufpassen, dass es nicht in jene Spirale gerät:

Weniger Einwohner -> schwächere städtische Finanzen -> weniger Investitionen -> weniger Einwohner ->

Und die Gefahr besteht: Der Wirtschaftsboom der z.Z. ganz Deutschland (inkl. Essen) erfasst hat, deutet jedenfalls schon sein Ende an.
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