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Alt 12.01.10, 19:08   #16
Medienhafen
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@Mexbuild in #78: Das ist der Nürnberger Hauptbahnhof, nicht der Leipziger.

Nunja, welcher Stil auch immer einem besser gefällt, es gehört zum Großstadtleben dazu, dass dort verschiedenste Stile anzutreffen sind. Aus dem Düsseldorfer Hauptbahnhof lässt sich auf jeden Fall noch einiges herausholen. Man müsste nur wollen bzw. investieren von Seiten der Bahn - gleichzeitig müsste die Stadt für ein ansprechendes Umfeld sorgen bzw. Anreize für Investoren setzen die Situation zu verbessern.
Ein städtebaulicher Wettbewerb für das ganze Umfeld (nicht nur die Umgestaltung des KAP selbst) wäre sicher angebracht.
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Alt 12.01.10, 19:09   #17
Armani
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Armani hat die ersten Äste schon erklommen...
Zitat:
Zitat von mamamia Beitrag anzeigen
Die Bauten der willhelminischen Epoche zeichnen sich durch überladene Dekorationen und einschüchternde (imperiale) Formensprache aus, historische Baustile wurden belibig vermischt - da ist die zurückhaltende Backsteinarchitektur der 20er und 30er Jahre doch ansprechender.
Die augenfälligen Dekorationen, die keine praktische Funktion haben, sind nicht die Erfindung der wilhelminischen Epoche. Nach dieser Logik könnte man eigentlich fast jeden architektonischen Still kritisieren. Die Kunst ist halt von ihrer Natur aus "nicht praktisch".
Die nüchterne Funktionalität der Architektur, von der ich übrigens kein Freund bin, ist eine relativ neue Erfindung. Ob diese überrationalisierten(und damit meine ich nicht nur den Bahnhof) Erscheinungen, dem ästhetischen Empfinden eines jeden Menschen irgendwie entsprchen können, halte ich für fraglich.
Tatsache ist: keine Stadt würde heute ein Jugendstillhaus abreisen lassen. Bei einem Nachkrigsbauten macht man sich oft keine Gedanken, sobald nur ein Investor gefunden wird(Kö-Blick).

Die Architektur der wilhelminischen Epoche hatte klare Ziele und folgte einer gewissen Philosophie, die die Größe des Staates zur Schau stellen sollte. Es ist dadurch klar, dass es manchmal auch übertrieben wurde.
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Alt 12.01.10, 19:16   #18
Mexdus
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Bin ja auch politsch dabei dort sowas zu erreichen. Ich will bei meiner Partei ein Entwicklungsgebiet vom Hauptbahnhof bis zur Oststraße erreichen. Eine Sanierung wie auch der Graf-Adolf Straße würde dem Bahnhof sicherlich guttun. Hier mal noch ein Beispiel für die räumliche Wirkung früher:


(Alte Postkarte, Urheber lange verstorben.)
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Alt 12.01.10, 19:52   #19
Armani
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Armani hat die ersten Äste schon erklommen...
Auf der Postkarte ist erst einmal sichtbar, wie extrem der Gegensatz(oder Wiederspruch) zwischen dem Bahnhof und den rund um den Platz stehenden Gebäuden ist.
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Alt 12.01.10, 19:54   #20
Mexdus
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Bekannte Frage:

Für welche Seite würdest du dich entscheiden?

(Im Betracht der o.g Postkarte)
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Alt 12.01.10, 20:02   #21
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Natürlich für die linke(was politisch völlig neutral gemeint ist )
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Alt 12.01.10, 20:08   #22
Mexdus
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Finde ich gut.

Immerhin gibt es ja noch in vielen Stadtteilen noch sehr schöne Altbauten von dieser Zeit zu bestaunen. Aber ich denke, das gehört eher in den Lounge Bereich.

Ja, oder die Galerie. Ec
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Alt 12.01.10, 21:21   #23
Aurel
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Aurel befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
also ich persönlich emfinde den kontrast wie er in der postkarte gezeigt wird gar nicht so schlecht aussehend und auch der bahnhofsvorplatz trotz seiner schlichtheit und doch großen ödniss auf jedenfall besser passender als die heutige gestaltung.
wie würdet ihr denn den konrad-adenauer-platz gestalten, sollte die gegend wieder so chick wie in der vorkriegszeit und das gebäude restauriert werden?
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Alt 12.01.10, 21:36   #24
Medienhafen
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Also eine Rekonstruktion der Gebäude am KAP halte ich auf keine Fall für sinnvoll. Zum einen waren diese zwar ganz nett und hübsch aber nichts besonderes, sodass es sich nicht lohnen würde.
Zum anderen sind die Gebäude für das Zentrum des heutigen Düsseldorfs viel zu klein. Man darf nicht vergessen, dass sie in einer Zeit gebaut wurden, in der Düsseldorf unter 100.000 bzw. 200.000 (ich kenne nicht das genaue Baujahr der Gebäude) Einwohner hatte.
Allerdings sollte man mittelfristig meiner Meinung nach nahezu alle Gebäude am KAP ersetzen (außer dem Hbf). Durch moderne Gebäude, die heutigen Anforderungen entsprechen aber trotzdem ansehnlich sind und Besuchern der Stadt einen angenehmen und möglichst euch beeindruckenden ersten Eindruck der Stadt bieten.
Wie ich schon oben geschrieben habe, befürworte ich einen städtebaulichen Wettbewerb, in dem die beste Lösung für die Umgebung gefunden werden sollte.
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Alt 12.01.10, 21:47   #25
mamamia
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mamamia braucht man einfachmamamia braucht man einfachmamamia braucht man einfachmamamia braucht man einfachmamamia braucht man einfachmamamia braucht man einfach
Ich habe nichts gegen historische Architektur, ganz im Gegenteil, viele Bauten des Klassizismus und auch viele aus der Zeit des Jugendstils sind herrausragende Werke der Architekturgeschichte. Auch in Düsseldorf gibt es noch einige sehr schöne bauten dieser Epochen.

Aber in der Zeit nach 1871 wurden teilweise gruselige Investorenprojekte hochgezogen; hauptsache sie waren über und über dekoriert. Auch auf welche historische Stile man zurrückgriff, spielte da keine Rolle; vorallem die eigentliche Architektur, Form und Proportion war bei den Gebäuden oft nebensächlich.
Natürlich gab es auch in dieser Zeit einige schöne Bauten.

Bis zum 2. Weltkrieg war man übrigens mit dem Abriss alter Bauten nicht sehr zimperlich, was der Erneuerung im Wege stand, mußte weichen. Altbauten gab es ja genug.

Der Jugendstil war übrigens eine bewusste Abkehr von der damals herrschenden Kunst und Architektur; das Bauhaus war dann radikal und lehnte jeglichen Baustil ab - aus heutiger Sicht sicherlich kaum zu verstehen; aber damals ein wichtiger "Befreiungsschlag" für die Architektur.

Sicherlich sehen angesichts der heutigen Trostlosigkeit auf dem Platz, die schön verschnörkelten Fassaden auf alten Postkarten hübsch aus.

Als Architekt bin ich aber trotz allem froh, das wir heute von dem Zwang der Dekoration befreit sind; und auch von dem Zwang des Weglassens.
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Alt 12.01.10, 22:02   #26
Aurel
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ich denke auch das eine rekonstruktion nicht geeignet wäre sondern moderne bebauung die beste option wäre.ich persönlich finde sogar dass der rote backstein eig ganz gut zu glasfassaden passt. zur kap-gestalltung naja bei ausschreibungen hab ich auf grund der alten entwürfe zur umgestaltung so meine bedenken aber ist wohl die einzige möglichkeit.
ich finde nur, dass man den platz eher schlich und nicht zu überladen gestalten sollte um das doch eig gelungende gebäude aus den frühen 30er zur geltung zu bringen.
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Alt 12.01.10, 22:05   #27
Mexdus
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Wenn ich wirklich freie Hand hätte wie ein Diktator...

Dann würde ich die komplette Fassade mal sanieren, sodass die schön Rot wieder ist anstatt das heutge Grau-Braun. Dann würde ich den Vehrkehr ähnlich gestälten wie auf der Postkarte auch zu sehen ist. Taxis und Atos viel näher an das Gebäude bringen um so den GANZEN Platz mal zu beleben und nicht diesen "Fluchtkorridor" in der Mitte lassen, wie ich ihn gern zu nennen pflege. Der Boden muss wieder einen einheitlichen Stil haben, am besten kein Kopfsteinpflaster mehr. Was auch wichtig ist, ist es die Straßenbahnen zu spitten, was heißt. Dass sie nicht mehr so nah beianander liegen und wo einen offeneren Platz zeigen. Dann würde ich tatsächlich alle umliegen Gebäude ersetzen mit Modernen bauten wie am Kö-Bogen geplant um auch mal das Gewerbe dort hinzulocken um diese Billigdönerbuden etc. zu vertreiben. Dann müsste da noch ein schöner Spingbrunnen in die Mitte. Und zu guter letzt eine tolle Illumination des Platzes.

EDIT: Am besten zitiere ich mich mal selber:
Zitat:
Zitat von Mexbuild Beitrag anzeigen
Der Vorplatz ist heute nicht mehr Zeitgemäß. Zwischen den modernen ÖPNV-Fahrzeugen macht es sich dort nicht mehr sehr schön. Die Gebäude am Platz sehen zum teil ok aus wie im nördlichen Bereich oder eher grau-einengend wie im südlichen Bereich. Ein weites Problem ist die Lebendigkeit des Platzes. Es gibt kaum Punkte auf dem Platz außer dem Kino wo man vielleicht ein paar Minuten verweilen möchte. Es gibt nur einen Korridor wo sich Menschen lange aufhalten. Zwischem Haupteingang und Straßenbahnhaltestellen. Dies müsste man mal aufsprengen indem man sie Haltestellen nicht nebeneinander, sondern 50:50 im Nord- und Südteil des Platzes verteilt.

Sichtachsen an dem man den Platz markieren kann gibt es schon seit Tamms' Zerstörungstrip des alten Düsseldorf nichtmehr. Es existieren quasi nur Worringer-, Graf-Adolf- und Firedrich-Ebert Straße als solche. Vor dem Krieg in den 30er und 40er war der Platz noch klar und sauber definiert und dazu noch schön anzusehen.

Hier mal ein Vergleich: (Rot: Verlorene Sichtachsen Blau: Sichtachsen)
1948

2006


Kopierungsrecht Vermessungsamt Düsseldorf
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Alt 12.01.10, 22:16   #28
Aurel
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gute ideen
ich denke wir alle stimmen dafür, die alten straßenzüge und fluchtkorridore wieder herzustellen.
ich bin änlicher meinung wie maxbuild denke auch das kopfsteinplaster nicht angemessen ist aber sicherlich auch kein asphalt wie er in den 30er benutz wurde.
muss man nurnoch schauen wie man das auch politisch durchsetzt.
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Alt 12.01.10, 22:23   #29
Mexdus
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Es würde ja auch genügen zum Beispiel die Immermanstraße bis zum Platz wieder gerade herzustellen, das würde der Umgebung schonmal maßlich helfen, da die Immmermanstraße sehr schön gebaut wurde nach dem Krieg.
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Alt 12.01.10, 22:24   #30
mamamia
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Da könntest Du unter Umständen putzen bis Du selber grau wirst; sehr wahrscheinlich war die Fassade des Empfangsgebäudes nie richtig rot.

Sollte der vorliegende Entwurf für den Platz umgesetzt werden, wird es schon viel besser; aber vorallem die "Dönerbuden" der Bahn AG müssen weg.
(ich kenne übrigens kein anderes Unternehmen, welches freiwillig Soetwas vor seine eigenen Filialen stellen würde)

Was die Nachkriegsbebauung auf der westlichen Platzseite angeht, sollte man diese wirklich bald ersetzten, oder wenigstens sanieren.
Schön wäre auch eine bessere räumliche Verbindung zur Immermannstraße, die dann vielleicht wieder ein echter Boulevard werden könnte - als fußläufige Verbindung zur City.
Dafür müsste man zuerst den Immermannhof abreißen; und auch das postmoderne ehem. Postamt könnte einer angemesseneren Bebauung weichen.

Beim Hansahaus (Finanzamt) am Südende des Platzes lohnt sich eine Wiederherstellung der Fassade; vielleicht wäre dort auch wieder ein guter Standort für ein Hotel - wie früher.
Das Hansahaus war übrigens zu seiner Zeit ein sehr innovatives Gebäude, auch wenn man sich damals nicht traute, dieses auch nach außen hin zu zeigen.
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