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Alt 06.08.17, 10:20   #211
antonstädter
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Stadtrundgang am 4.8. - Theaterplatz und Zwinger

Bei einem altstädtischen Rundgang am Freitag ist einiges Bildmaterial angefallen, was ich hier gern zum Besten geben möchte. Dabei handelt es sich i. d.R. um etwas "spezielle" Motive...

Beginnen wir am Theaterplatz, wo hoch droben der Dante-übersetzende König Johann huldvoll über sein Sachsenvolke wacht.. Das Denkmal schuf Johannes Schilling 1889.






Beiderseits des Haupteinganges der Semperoper sitzen Goethe und Schiller, von Ernst Rietschel für den 1869 abgefackelten Vorgängerbau geschaffen.






He, she it, das "-s" muss mit... Offenbar benötigen die zuständigen Mitarbeiter der Oper noch einmal Nachhilfe in very basic English.




Gedenkinschrift am Haupteingang.




Ab in den Zwinger, Pomeranzen begutachten.




Polnisch-sächsische Union: Durch das Kronentor leuchtet das Sachsenwappen am Schauspielhaus.




Barockisierende Laterne, Fontäne, Pomeranzen und Mathematisch-Physikalischer Salon.




Blick zum nach wie vor im Bau befindlichen Wallpavillon.




Gemäldegalerie und Pavillon Français.




Stadtpavillon und Bogengalerie, dahinter das Taschenbergpalais.




Wallpavillon mit Bogengalerie und den flankierenden Eckpavillons.




Stadt- bzw. Glockenspielpavillon, Nahaufnahme.




Im Glockenspielpavillon: Dokumentierte Baugeschichte in sozialistischer Lesart.






Ausblick aus dem Stadtpavillon mit Hausmannsturm.




Zoologischer Pavillon vom Stadtpavillon gesehen.




Cholerabrunnen aus dem Zwinger fotografiert.




Gutschmid- oder Cholerabrunnen (Gottfried Semper, 1846), seit 1927 am Taschenbergpalais. Vorher zierte er den Postplatz, wo er bereits 1891 leicht versetzt wurde, da er dem Ausbau der Straßenbahnanlagen im Wege stand. Den ursprünglichen Standort ziert heute die "Käseglocke".




Cholerabrunnen, Details.






Ein mir bislang unbekanntes bauliches Detail in Form einer ordinären Columba livia dresdensia.




Die Architektur erinnert mit ihren zahlreichen biblischen Motiven bewusst an eine hochgotische Kathedrale, sollte doch die gottgewollte erfolgte Verschonung der Stadt Dresden vor der Cholera zelebriert werden.

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Alt 06.08.17, 10:56   #212
antonstädter
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Stadtrundgang am 4.8. - Schloßplatz, Schloßstraße, Stallhof

Schloßstraße, Blick zum Georgenbau.




Replik der Pöppelmann-Statue von 1936 in der Schloßstraße.




Schloßstraße, Blick aus der Durchfahrt des Georgenbaues.




Inschrift an der katholischen Hofkirche aus Kriegstagen.




Die Hofkirche ist ein wahrlich geschichtsträchtiger Ort.




Der leider von den Baustelleneinrichtungen beeinträchtigte "Napoleonstein". Wie gedankenlos muss man eigentlich sein? Abgesehen davon, dass die neumodischen knallgelben Baustelleneinzäunungen eine optische Beleidigung sondersgleichen darstellen und die Umgebung über Gebühr entstellen.




Denkmal für Friedrich August den Gerechten von Ernst Rietschel, auf dem Schloßplatz in Nachfolge des nach 1945 eingeschmolzenen König Albert seit 2008 aufgestellt. Das Monument wurde 1843 für den Zwingerhof geschaffen und fristete seit den 1920er Jahren ein eher unbeachtetes Dasein neben dem Japanischen Palais.






Der heilige Dominikus vom Balustradenkranz der Hofkirche steht nun geschützt im Stallhof.




Die Original-Minerva des Portals vom Großen zum Kleinen Schlosshof, ebenfalls im Stallhof.




MORS CERTA - HORA INCERTA.




Stadtseitige Zwingermauer des originalen Stadtmauerverlaufes im Stallhof, dahinter das Kanzleihaus. Auf den Fundamenten der äußeren Mauer wurde nach der Erweiterung des Stadtgebiets um den Neumarktbereich der Lange Gang errichtet.

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Alt 06.08.17, 11:19   #213
antonstädter
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Stadtrundgang am 4.8. - Brühlsche Terrasse und Albertinum

Terrassentreppe - die Vier Tageszeiten von Johannes Schilling (1862-68). Die Originale wurden 1908 durch Bronzeabgüsse ersetzt und befinden sich heute am Schloßteichpark in Chemnitz.

Der Morgen.




Der Mittag.




Der Abend.




Die Nacht.




Denkmal für Ernst Rietschel (1856, Johannes Schilling). Es befindet sich am Standort des Brühlschen Gartenpavillons, der 1828 bis 1833 von der Technischen Bildungsanstalt genutzt wurde und danach als Atelier Rietschels diente.




Gedenktafel für den Pavillon, leider räumlich arg versetzt gegenüber der Treppe zur Münzgasse angebracht.




Der "Malerblick" mit Münzgasse und Frauenkirche.




Blick in den kleinen Kanonenhof.




Dresdner Elbpanorama von der Bastion am Ziegeltor aus.




Einblicke in das Albertinum. Gläsernes Depot der Skulpturensammlung.




Der überdachte Hof des Albertinums. An sich ein in meinen Augen sehr gelungenes Raumgebilde. Die schreienden Neonschriftzüge nehmen dem Raum aber leider sehr viel seiner Noblesse - es hätte sie wirklich nicht gebraucht.






Georg-Treu-Platz, Blick nach An der Frauenkirche.

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Alt 06.08.17, 15:11   #214
BautzenFan
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Vielen Dank Antonstädter für die sehr interessanten Fotos. Zu diesem Bild hier macht sich eine kleine Ergänzung erforderlich:



Von Antonstädter wie folgt betitelt: Die Original-Minerva des Portals vom Großen zum Kleinen Schlosshof im Stallhof.

Ich lasse mich gern korrigieren, aber meines Wissens handelt es sich dabei nicht um die Originalplastik. Im Rahmen des großen Schlossumbaus wurden die beiden Sandsteinfiguren am Starcke-Portal (Herkules und Minerva) durch Kopien ersetzt (dies um 1900). Die originale Plastik des Herkules aus dem 17. Jhd. erhielt einen Ehrenplatz im Hof der Kunstakademie, wo sie den Krieg überdauerte und bis Ende der 1990er Jahre stand.
Hier eine Aufnahme von 1987:
http://fotothek.slub-dresden.de/foto...-g_0000030.jpg

Die Originalplastik der Minerva existiert ebenfalls noch. Sie wurde im Jägerhof aufgestellt (ob sofort nach ihrem Abbau um 1900 oder erst in der DDR-Ära ist mir leider nicht bekannt). In der Aufnahme von Antonstädter (Skulptur der Minerva im Stallhof) ist die 1. Kopie zu sehen (um 1900 gefertigt). In dem nachfolgend verlinkten Foto sieht man das Starcke-Portal im Zustand von 1957.
http://fotothek.slub-dresden.de/foto...og_0134829.jpg

Ich finde es bemerkenswert, dass man die beiden Plastiken (also die beiden ersten Kopien) relativ zeitig geborgen hat. Leider ist mir kein Foto bekannt, das das kriegsbeschädigte Portal MIT den beiden Skulpturen zeigt (die gibt es aber sicher).

Zum betreffenden Sachverhalt noch ein Auszug aus einem Artikel der Sächsischen Zeitung vom 28. April 1999:

Zitat:
Die Originalplastik [Anm.: gemeint ist die des Herkules] fand im Hof der Hochschule für Bildende Künste in einer Nische einen neuen Standort. Dort wurde eigens für sie ein kleiner Teich angelegt, damit sie gebührend zur Wirkung kam. Salze und Regen drangen ungehindert in Herkules ein. Dessen steinernes Gesicht wurde bis zur Unkenntlichkeit ausgelöscht, der prächtige Bart zerfiel. 1995 machte das Staatshochbauamt I auf den desolaten Zustand der Plastik aufmerksam. Die Standfläche trug nicht mehr fest, die Figur war nach hinten an die Wand gekippt. Es verwies darauf, daß ein Totalverlust der Figur drohe, verbleibe sie am ungeschützten Ort. Schließlich kam man im Juni 1998 überein, Herkules vor weiterem Verfall zu schützen. Die Hochschule sollte für die Originalfigur die erste Kopie, die freilich erst noch konserviert und ergänzt werden muß, erhalten. Die Experten sind sich einig. Der originale Herkules darf nicht wieder auf das Starcke-Portaltor zurückkehren. Dafür ist die Figur zu wertvoll. Es wird überlegt, ob sie nicht neben der Kopie der Minerva - das Original befindet sich im Jägerhof - im Durchgang des Georgentores am Stallhof eine angemessene Bleibe finden könnte.

Und noch eine Bildergänzung zu den Plastiken am Treppenaufgang der Brühlschen Terrasse. Antonstädter hatte ja erwähnt, dass sich die originalen aus Sandstein gefertigten Exemplare heute in einem Park in Chemnitz befinden. Hier ein relativ aktuelles Foto:
https://upload.wikimedia.org/wikiped...IMG_4373WI.jpg
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Alt 06.08.17, 16:17   #215
Stahlbauer
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Ich weiß: Es ist Krümmerlkackerei. Aber in der Weltkulturerbestadt Weimar hätte ich damit bei Kunsthistorikerinnen und Restauratoren keine Gnade zu erwarten.

Der Diskussionsgegenstand ist eine Skulptur.
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Alt 06.08.17, 16:22   #216
antonstädter
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^ Was will uns der Mitdiskutant eigentlich mitteilen?

^^Danke, Bautzenfan, für die Ergänzung zur Minerva!

In Chemnitz diskutiert man zur Zeit, die Vier Tageszeiten einem würdigen Standort im Zentrum zuzuführen, im Gespräch ist der Theaterplatz. Geht man von dem Bild und dem Zustand des Umfelds aus, dann ist der jetzige Ort mehr als unglücklich. Vandalismus und mangelnde Pflege tun ihr Übriges.

Man kann nur hoffen, dass in Bezug auf die äußerst wertvollen Figuren schnellstens etwas getan wird. Es handelt sich schließlich nicht um irgendwelche Lenin- oder Pionierstatuen aus sozialistischer Massenproduktion...
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Alt 06.08.17, 17:30   #217
Saxonia
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Mangelhafte Pflege würde ich in Chemnitz nicht so sehr als Problem ansehen. Man ist sich dem Wert der Objekte schon bewusst, sie werden im Winter auch immer artig von einer Behausung geschützt. Das Problem ist ganz klar Vandalismus.
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Alt 08.08.17, 07:54   #218
Elli Kny
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Residenzschloss: Altan im Grossen Hof

Bauleute führen Arbeiten am Laubenvorbau des Altans aus - so um die Reliefs sowie Nachschleifen der Säulen mit Schleifgerät.
Der Zweck des jetzigen Baugerüsts düfte damit zusammenhängen und weniger mit baldigen Putzarbeiten an den Innenseiten. Für letzteres braucht man hier nicht zwingend ein grosses Aussengerüst.
Die Abfolge (zuerst Laubenvorbau, erst dann Verputzung) erscheint logisch, da man weder die dann frischen Putzflächen noch gar neuerliche Wandbemalungen einstauben bzw durch Unachtsamkeit beschädigen möchte.
Foto vom Freitag, 4.8.17.
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Alt 08.08.17, 09:33   #219
ZetteL
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Zitat:
Zitat von antonstädter Beitrag anzeigen
^ Was will uns der Mitdiskutant eigentlich mitteilen?
Der Mitdiskutant weist darauf hin, dass es einen - minimalen - Bedeutungsunterschied zwischen den Begriffen "Plastik" und "Skulptur" gibt, wie Wikipedia weiß: "Die ursprünglich differenzierte Bedeutung – eine Plastik entsteht durch Auftragen von Material und Modellieren, eine Skulptur dagegen durch Hauen und Schnitzen – ist heute nur noch selten im Sprachgebrauch anzutreffen." (Wikipedia).
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- alle Bilder, soweit nicht anders angegeben, von mir -
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Alt 09.08.17, 12:20   #220
BautzenFan
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Zitat:
Zitat von BautzenFan Beitrag anzeigen
Ich bin doch sehr verwundert, dass die Hammermeldung zum Schloss hier noch keine Erwähnung gefunden hat. DAS RESIDENZSCLOSS SOLL 2021 FERTIG SEIN. Und das bedeutet (in logischer „Spekulation“), dass in Kürze weitere Innenräume begonnen werden müssen – sonst ist das nicht zu schaffen. Im Rahmen eines Festaktes zur feierlichen Fertigstellung des Renaissanceflügels soll gemäß DNN die Aussage von Tillich gefallen sein, „dass größere Projekte wie die Restaurierung des Ballsaals schon 2019 abgeschlossen werden können“. Das kann sich nur auf den Großen Ballsaales beziehen, denn die Fertigstellung des „kleinen Bruders (Kleiner Ballsaal) ist ja für Ende 2017/Anfang 2018 angekündigt. Tillich äußert so etwas nicht, wenn das nicht quasi feststeht (nicht öffentlich, nicht in diesem hochkarätigen Rahmen).
Es steht offensichtlich fest – gestern wurde vom sächsischen Finanzministerium folgende Pressemitteilung veröffentlicht:

Zitat:
Der Bund und der Freistaat Sachsen haben eine Finanzierungsvereinbarung für den Ausbau des zweiten Obergeschosses im Nordflügel des Dresdner Residenzschlosses unterzeichnet. Für die Rekonstruktion des Turmzimmers und den Ausbau des Großen Ballsaals und des Propositionssaals zur musealen Nutzung stellt der Bund in diesem Jahr sechs Millionen Euro zur Verfügung.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters: „Mit der Vereinbarung sind wir der Vollendung des Dresdner Residenzschlosses, das als europäisches Museum der Kunst und der Wissenschaft erstrahlen soll, einen entscheidenden Schritt näher gerückt. Einmal mehr setzt sich der Bund für den Erhalt unseres nationalen Kulturerbes ein und bleibt ein verlässlicher Partner beim Wiederaufbau und der Erneuerung kultureller Leuchttürme im Osten Deutschlands. Das Dresdner Residenzschloss, in dem sich fast 800 Jahre Geschichte widerspiegeln – von der Renaissance bis zur Gegenwart - ist ein herausragendes Zeugnis vielfältiger kultureller Einflüsse.“

Der Sächsische Finanzminister, Georg Unland, betonte: „Das Dresdner Residenzschloss ist ein Baudenkmal von höchster kulturhistorischer Bedeutung und ein identitätsstiftendes Bauwerk für die Sachsen. Der Wiederaufbau ist daher auch eine Herzensangelegenheit für die Staatsregierung und bleibt insgesamt eine Generationenaufgabe. Auch dank der großzügigen Unterstützung des Bundes setzt der Freistaat Sachsen im Dresdner Residenzschloss seine Sammlungen von Weltrang in technisch modernsten Ausstellungsräumen in Szene. Ich möchte dem Bund für die Unterstützung bei dieser herausragende Aufgabe von nationaler Bedeutung herzlich danken.“

Seit 2013 haben sich der Bund mit insgesamt 29 Millionen Euro und der Freistaat Sachsen mit rund 47,8 Millionen Euro im Rahmen der Finanzierungsvereinbarung am Wiederaufbau des Residenzschlosses beteiligt. Insgesamt wurden bis Ende 2016 rund 316 Mio. Euro in den Wiederaufbau des Dresdner Residenzschlosses investiert.
Zugegeben, der von Tillich im April 2017 verlautbarte Fertigstellungstermin 2019 taucht in dieser Pressemitteilung nicht auf. Aber man kann doch herauslesen, dass die Ausbauarbeiten in den beiden großen Sälen im Nordflügel (Propositionssaal, Großer Ballsaal) noch in diesem Jahr beginnen werden (wörtlich heißt es ja: „stellt der Bund in diesem Jahr sechs Millionen Euro zur Verfügung“).


Noch ein paar Anmerkungen zu den gestrigen Beobachtungsmitteilungen von Elli, was die aktuellen Aktivitäten am Altan betrifft.

Zitat:
Zitat von Elli Kny Beitrag anzeigen
Bauleute führen Arbeiten am Laubenvorbau des Altans aus - so um die Reliefs sowie Nachschleifen der Säulen mit Schleifgerät.
Hochinteressant (vielen Dank an den Autor) – das führt mich zu einer Fragestellung, die mich schon ziemlich lange beschäftigt, und zwar bezüglicher etlicher noch ausstehender Details der Gestaltung der Hoffassaden.
„Nachschleifen der Säulen mit Schleifgerät“??? Das ist doch wohl kaum eine „Nachbesserungsleistung“ aus dem ursprünglichen Steinmetzauftrag (die Teile stehen doch schon einige Jahre). Ich kann mir das eigentlich nur so erklären (wer weiß hier was?), dass die Säulen für die anschließende Bemalung vorbereitet werden („Glättung“ der Oberflächen). Dazu muss man sich das Modell für die Hoffassaden in Erinnerung rufen. Hier ein Bild in sehr guter Auflösung (die Ansicht kann drastisch vergrößert werden, nach dem Öffnen einfach nochmal draufklicken):
Klick

Ich habe nie in Erfahrung bringen können, ob das hier Dargestellte wirklich in allen Details auch so kommt (deshalb weiter oben die Formulierung: „Fragestellung, die mich schon lange beschäftigt“). Möglicherweise diente das Modell ja für die Entscheidungsfindung und wird nicht in allen Einzelheiten 1:1 umgesetzt. Es geht explizit um folgende Aspekte:
- Aufstellung der Giebelfiguren (bislang nur am Westgiebel)
- Vergoldung der Giebelfiguren (die am Westgiebel haben bislang einen ockerfarbenen Anstrich)
- Bemalung der Sandsteinelemente des Altans, wobei die Säulen „marmoriert“ gestaltet werden
- Bemalung und Teilvergoldung im Bereich des Schlosskapellenportals
- Bemalung im Bereich des Turmschaftes

Ich will freilich nicht verhehlen, dass mir die Belassung der Sandsteinoptik am Altan und im Bereich des Schlosskapellenportals mehr zusagt.
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Alt 22.08.17, 16:41   #221
antonstädter
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Münzkabinett

Die Postillen vermelden eine Wiedereröffnung des Münzkabinetts im Dezember, trotz nicht gefundener Ursache für den Silbermünzbefall. Es wird auch höchste Eisenbahn, denn das Münzkabinett zählt für mich definitiv zu den absoluten musealen Höhepunkten im Residenzschloss, sowohl was den gezeigten Sammlungsbestand als auch die Ausstellungsarchitektur betrifft.
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Alt 28.09.17, 07:41   #222
Elli Kny
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Baustelle Chiaverigasse geändert

Ein neues Bauschild tauchte auf: Ausbau NO-Flügel - Gastronomie Erdgeschoss

^ rechts ist ein Gerüstaufgang in 1. und 2.OG, den ich bisher so nicht wahrnahm, welcher aber schon gewesen sein kann. (?)

Bauschild-Visu etwas größer:



Auch wurden die Container neu- bzw auch anders aufgestellt. Rechts der bereits diskutierte neue Abgang zum historischen Fernwärmekanal. (ist korrigiert. Danke Arwed)


Man möge sich bemüßigt fühlen, sofern erwähnenswert und sofern in Kenntnis gekommen, die neuen Dinge einzuordnen.
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Geändert von Elli Kny (28.09.17 um 15:47 Uhr) Grund: Korrektur am Abgang
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Alt 28.09.17, 08:31   #223
Arwed
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Arwed wird schon bald berühmt werdenArwed wird schon bald berühmt werden
Zuerst mal eine kleine Korrektur meinerseits: der Treppenabgang führt nicht in das Tiefgeschoss (wie ich auch erst dachte), sondern in den historischen Fernwärmekanal.

Außerdem freue ich mich sehr, dass es mit dem Ausbau der Räume im Nordflügel für gastronomische Zwecke endlich losgeht. Wenn der Restaurantbetrieb startet, wird das nicht ohne die komplette Öffnung des großen Schlosshofes gehen. Mit der Durchwegung der Höfe des Schlosses und der Nutzung dieser tollen und originalen Räume wird der Altstadt ein ganz wesentlicher Baustein hinzu gefügt.
Alle Kulka- Kritiker (zu denen ich nicht gehöre) können beruhigt sein. Allzu sehr wird der Architekt diesen gotischen Räumen nicht seinen Stempel aufdrücken können.
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Alt 28.09.17, 14:17   #224
BautzenFan
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Vielen herzlichen Dank Elli für die aktuelle Berichterstattung. Arwed hat mir speziell mit diesem Satz die Worte aus dem Mund genommen: „Wenn der Restaurantbetrieb startet, wird das nicht ohne die komplette Öffnung des großen Schlosshofes gehen“. Ein erstes Indiz, dass es demnächst mit dem endgültigen Ausbau des Hofes losgeht, gibt es bereits. Vor kurzem wurde folgender Auftrag vergeben:

Dresdner Schloss, Großer Schlosshof
Sichten, Ordnen, Umlagern der histor. Sandsteinplatten des Großen Schlosshofs
Ausführungszeitraum vom 21.08.2017 bis 22.09.2017

*Umlagern* heißt natürlich noch nicht *Einbauen*, aber möglicherweise werden die (interimsweise ausgebauten) Sandsteinplatten an einen nunmehr sehr nahe gelegenen Depotplatz antransportiert – was evtl. schon der Große Schlosshof sein könnte.

Das Elli-Foto mit dem Gerüstaufzug an der Nordostfassade ist ein guter Aufhänger für ein weiteres Thema, das ich sowieso vorstellen wollte. Das nachfolgende (eigene) Bild wurde vor einigen Monaten aufgenommen (April 2017): noch kein Gerüst zu sehen.



Hierzu muss man Folgendes wissen. Über diesen Aufzug laufen sämtliche Materialtransporte für den Ausbau der Paradezimmer. In einer früheren Ausschreibung hatte man extra eine Rissdarstellung integriert (der Transportaufwand muss ja logischerweise in die Kalkulation einfließen):


Bildquelle: SIB (öffentliche Ausschreibung)

In Bezug auf das Turmzimmer war diese Konstellation allein schon nicht gerade günstig, denn in besagtem Raum arbeiten noch etliche Zeit die Künstler, die aktuell die Renaissance-Stuckdecke rekonstruieren (die hätten bei ihrer filigranen und irgendwie wohl auch „sensiblen“ Arbeit sicher lieber ihre Ruhe und nicht so einen Durchgangsverkehr unter ihren Füßen):
Klick
Im Hinblick auf anstehende weitere Maßnahmen wird aber nun der Bereich Turmzimmer zur logistischen Mega-Herausforderung. Eine ganz neue Ausschreibung verrät Folgendes (die Fettmarkierungen sind von mir):

Zitat:
Dresdner Schloss, Nordflügel, 2. Obergeschoss, historisches Turmzimmer

Erschütterungsfreier und wasserfreier Rückbau Spritzbetonschale - 35 qm
Einbringen Edelstahlanker auf rückgebauter Fläche d=8mm - 31qm
Verpressung mit Packerraster - 3000kg
Erschütterungsfreier Abbruch Bestandsfußboden - 120 qm
Einbau Bodenkanal S 235 - 16m
[…]
Beginn: 28.11.2017 Ende: 13.08.2018
Dieser Auftrag kann verlängert werden: Nein
[…]
Im Turmzimmer des Dresdner Schlosses wurden in den 1990er Jahren im Zuge der Sanierung des Hausmannsturms auf die Innenseiten der raumumfassenden Wände eine mit Bewehrungsmatten bewehrte Spritzbetonschale eingebaut. Zusätzlich fand eine Querverspannung des Mauerwerks statt. (s. Erläuterung durch Statiker)
Um die Raumgeometrie des Turmzimmers wieder herzustellen, muss ein Teil dieser Schale zurückgebaut werden. Als Vorbereitung der Arbeiten muss zunächst eine Staubschutzeinhausung inkl. Wasserschutz errichtet werden. Die Vorgehensweise für den Rückbau der Spritzbetonschale wurde durch den Statiker folgendermaßen definiert.
1 . Sondierung der Lage der Anker
2 . Händisches Freistemmen der Anker
3 . Rücksetzen der vorstehenden Anker
4 . Rückbau von Spritzbetonschale und Bestandsmauerwerk
- Einschneiden mit genau definierter Tiefe des Schnittes
- enges Schneidraster, Abbruch der entstehenden Stege oder Felder, planeben
5 . Einbringen zusätzlicher dünner Edelstahlanker
d = 6 . ..8 m m im Raster von ca. 3 0/30c m
6 . Verpressung des gesamten bearbeiteten Mauerwerksbereiches durch ein dichtes Packerraster
7 . Herstellung einer neuen Wandschale (ca. 4 cm Spritzbeton mit Edelstahlmatte)
Ein abschnittsweises Arbeiten nach Abstimmung mit dem Statiker ist erforderlich.
[…]
Es ist unbedingt erforderlich, dass die Arbeiten staubfrei, weitgehend erschütterungsfrei und wasserfrei durchgeführt werden. Geräte mit Absaugung sind zwingend einzusetzen sowie eine zusätzliche Staubabsaugung des Arbeitsbereiches (Staubeinhausung) vorzusehen. Das Ziel dieser Maßnahme ist die Schaffung der nötigen Raumgeometrie für den Einbau der Wandverkleidung. Dabei soll der Substanzverlust so gering wie möglich gehalten werden. Mauerwerk und Oberfläche sollen nur in dem unbedingt erforderlichen Maß rückgebaut werden. Angrenzende Bauteile dürfen nicht beschädigt werden und sind ggf. fachgerecht zu schützen.
Bei den Arbeiten sind folgende Randbedingungen zu berücksichtigen:
- der Raum unterhalb des Turmzimmers ist in musealer Nutzung durch die Kunstsammlungen. Dort wird in einem komplett neu wiederhergestellten Raum Kunstgut präsentiert. Es herrscht Besucherverkehr, der durch die Baumaßnahmen nicht gestört werden darf.
Im Turmzimmer selbst werden durch Künstler Arbeiten an der Decke ausgeführt. In Abstimmung mit dem Bauherren ist die Ausführung lärmintensiver Arbeiten zeitlich abzustimmen und vorzugsweise in den Schließzeiten des Museums auszuführen. Zu beachten ist die eingeschränkte Bewegungsfläche, da das Raumgerüst für die an der Decke arbeitenden Bildhauer im Raum verbleibt.
Der auszustemmende Bodenkanal (dort sollen Medien verlegt werden) verläuft übrigens genau entlang des Laufwegs der Materialtransporte in Richtung Paraderäume, d.h. von Osttür zu Westtür.
Tja, da wird wohl sehr viel Kollegialität bei allen Beteiligten erforderlich werden.


Abschließend noch 2 Fotolinks von dem Galeriegeländer im Kleinen Ballsaal. Das erste Bild zeigt rechts die zur Wand gerichtete Seite, links – dies aber ziemlich undeutlich – die wesentlich filigraner gestaltete Innenseite. Letztere sieht man im 2. Bild rechts.

Bild1
Bild2

Dass die beiden Seiten so unterschiedlich ausschauen, ist natürlich nutzungsbedingt irgendwo logisch, das war mir aber vorher noch nie aufgefallen.
BautzenFan ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.10.17, 12:40   #225
BautzenFan
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Ort: Markkleeberg
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BautzenFan sitzt schon auf dem ersten Ast
Ich habe eine sehr erfreuliche neue Ausschreibung entdeckt, die eine erste Vorstellung darüber gibt, wie die 4 Räume im Bereich der Paradesuite ausschauen werden, für die ein „reduzierter Ausbau“ geplant ist. Gleich vorab: Ich bin sehr zufrieden. Nachfolgend Ausschnitte aus dem Ausschreibungstext des SIB.

Zitat:
Dresdner Schloss, Westflügel, historische Wiederherstellung
Weißstuckarbeiten Ausstellung - Retiraden u. Bilderkabinette
Weißstuck für 4 Räume als Tafelzug, Ortzug einschl. Ansetzarbeiten: Tafelzug, einfache Profilierung - ca. 600 m; Ortzug, Hauptsims und Hohlkehle R 90 cm - ca. 150 m, Plafond - ca. 210 m2, Einbauteile - ca. 50 Stück

Beginn: 08.01.2018 Ende: 31.05.2018
Dieser Auftrag kann verlängert werden: Nein

Die im folgenden beschriebenen Maßnahmen dienen der Wiederherstellung der historischen Raumfassung des 18. Jahrhunderts im 2. Obergeschoss des Westflügels – der Paraderäume im Zustand von 1719.
Die Rohbaukonstruktion (Wände aus saniertem Sandsteinquadermauerwerk, Decken und Stützen aus Stahlbeton) ist fertiggestellt. Die Fenster sind vollständig eingebaut.
Der Ausbau im Erdgeschoss sowie im 1. Obergeschoss und im 3 . O bergeschoss ist abgeschlossen: im Erdgeschoss befindet sich das Historische Grüne Gewölbe, im 1. Obergeschoss das Neue Grüne Gewölbe. Das 3. Obergeschoss dient der Aufstellung und Installation der technischen Anlagen. Die vorgesehenen Räume haben bereits eine Abdichtung in der Fußbodenebene. Die Installation der technischen Anlagen ist vorbereitet. Die Räume im 2. Obergeschoss des Westflügels erhalten als Paraderäume wieder ihren historischen Ausbau [Anm.: dies sind Eckparadesaal, 1. Vorzimmer, 2. Vorzimmer, Audienzgemach und Paradeschlafzimmer]. Diese Paraderäume werden ergänzt durch vier weitere Räume, die mit einem reduzierten Ausbau in zeitentsprechender Formensprache wiederhergestellt werden. Diese ergänzenden Räume sind die 1. und die 2. Retirade auf der Seite des Großen Schlosshofes sowie das Kleine und das Große Bilderkabinett an der Südflanke zum Taschenberg.

Die vorgesehenen Leistungen dienen der Herstellung der Teile der Raumarchitektur, die aus Weißstuck bestehen. Das betrifft den umlaufenden Hauptsims und die Hohlkehle und den Plafond.
Die Radien der Kehlen in den Räumen sind unterschiedlich:
- Radius 100 cm in Retiraden
- Radius 90 cm in Bilderkabinetten
Die folgenden Schnittdarstellungen verdeutlichen beispielhaft, was mit dem Passus *reduzierter Ausbau in zeitentsprechender Formensprache* gemeint ist (wie man dort sieht, bezieht sich *zeitentsprechend* auf die Zeit im frühen 18. Jhd.).


Bildquelle: SIB (öffentliche Ausschreibung)


Bildquelle: SIB (öffentliche Ausschreibung9

Mit dem folgenden Link kommt man zu den Anlagen der Ausschreibung. Die Rissdarstellungen befinden sich in der ersten Datei der Liste:
Klick


Noch eine kurze Anmerkung zu Ellis Beitrag. Was die Gastronomie im Nordostflügel betrifft, bin ich (u. a.) wirklich sehr gespannt, ob man – entsprechend der frühen Kulka-Planung – tatsächlich auch Außensitze im Bereich Schlossstraße realisieren wird. Eingetragen waren sie im Abschnitt zwischen Nordende Gotischer Halle und den beiden Türen im Ostflügel unmittelbar südlich des Georgentores:

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