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Alt 19.02.15, 18:24   #76
Christian84DD
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DNN-Artikel

Inhalt/Zusammenfassung:

- Akademie für Berufliche Bildung (AFBB) plant seit 3 Jahren gemeinsam mit ihren Schwesterunternehmen, der Akademie für Wirtschaft und Verwaltung (AWV) und der Fachhochschule Dresden (FHD) einen Neubau am Straßburger Platz
- die vorhandenen Eiben (Bäume, ich dachte zuerst, die haben sich verschrieben und meinen Erben, aber man sollte halt immer erst das Ganze lesen ) dürfen laut Umweltamt weder beschädigt noch gefällt werden, da sie Naturdenkmale sind
- geplant war ein Neubau für über 20 Millionen Euro und circa 12.000 Quadratmetern Nutzfläche, wobei mehr als 200 Arbeitsplätze neu geschaffen werden sollten
- Zitat GF Günther Kahle (AFBB): "Die nötige Umplanung wirft uns um Monate, wenn nicht Jahre zurück. So verprellt die Landeshauptstadt Dresden Investoren!“
- die Ehrlich’sche Schul- und Armenstiftung (Grundstück per Erbbaupachtvertrag an die AFBB überlassen) hat daher Klage gegen die Landeshauptstadt eingereicht
- Stadt Dresden: "Eiben als Naturdenkmal „mit der bestehenden Größe und Ausprägung einmalig für Dresden und überdurchschnittlich wertvoll.“
- am Straßburger Platz sollte nach AFBB, AWV und FHD ein gem. Campus entstehen, um die vorhandenen Einrichtungen zusammenzuziehen

PS: Ein Bild zum geplanten Objekt hat man nicht direkt im Artikel, sondern nur bei der normalen Überblicksansicht >>> http://www.dnn-online.de/web/dnn/nachrichten/

VG
Christian
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Alt 21.02.15, 22:52   #77
Elli Kny
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^ Danke fürs Reinstellen.
Vielleicht geht es hier gar nicht (nur) um die Bäume, sondern um ein sinnvolles Freihalten des gestalteten Vorplatzstreifens - wer weiss ?! Man möchte mit dem vorgeblichen Schutz der Eiben ggf auch den Blick auf den Nachkriegs-Kopfbau (hinten) nicht verstellen. Letztlich könnte hier aber auch eine normale Schulkiste den bisherigen Altbaucharme dieser Ecke völlig zunichte machen. Ich fände es besser, wenn zunächst einmal das Quartier in Richtung der Seidnitzer Strasse (gen Norden) geschlossen würde. Letztlich dürfte man durch einen Schulbau eher Gefahr laufen, mit den heutigen Schul-Bauhauskisten mehr zu verhässlichen als zu reparieren. Die Draufsicht zeigt einen solchen schlichten Klotz entlang der Güntzstrasse. Hier nun der Blick auf die Eiben:

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Alt 22.02.15, 00:30   #78
Chris1988
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Also bei dem Kastenbau, den die vorhaben zu bauen, sehe ich keinen großen Verlust an Nutzfläche, wenn sie diese Ecke mit den Eiben aussparen und als Platz gestalten würden. Man könnte ja einfach mal ne Rundung an die Ecke bringen, statt alles eckig zu machen, aber naja soweit denken Architekten ja nicht. Aber hässlich würde der Bau so oder so sein.
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Alt 22.02.15, 00:41   #79
Christian84DD
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Ich denke, dass die geplanten Bauten an Banalität mal wieder kaum zu unterbieten sind. Daran hegt hier kaum einer einen Zweifel .

Wie Elli schon sagte, ist gerade die Seite vom "Straßburger Platz", wenn man ihn denn so bezeichnen kann, noch die optisch attraktivste durch die großen Bäume (ob das nun Eiben sind oder andere, ist mir eigentlich wurscht) und die DDR-Bauten aus den Anfangsjahren. Soll man sich doch erstmal um die anderen Freiflächen kümmern, bevor man die stadtbildverträglichste Ecke kaputt baut mit Allerweltsarchitektur.
Von daher muss man hier mal der Stadt einen Kompliment machen, dass Sie doch mal ihre Möglichkeiten zum Guten genutzt hat.

MfG
Christian
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Alt 22.02.15, 09:27   #80
Elli Kny
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meidresden schreibt auch drüber und dort fand ich endlich eine Vorstellung von einer Ansicht. Aber es ist nur eine (wohl alte) Studie. Es wurde also wieder nichts veröffentlicht. Die Eiben sollen erst vor Tagen unter Schutz gestellt worden sein. Also alles deutet auf eine Ämterposse hin: das Umweltamt tritt für seine Belange ein und schöpft die möglichen Instrumente aus. Ist häufiger so. Umweltamt hat Vetorecht oder kann übelst bremsen oder verhindern.
Normaler Ablauf nach mK: Vorhabenträger kommt zum SPA - Planung wird auf Zulässigkeit geprüft - TÖBs werden beteiligt und geben Stellungnahmen ab - Umweltamt gibt in Stellungnahme an: Bäume bleiben / oder hats versäumt (glaub ich nicht) - SPA kommuniziert das zu wenig an den Vorhabenträger, der selbst kaum solche Unterlagen liest (siehe Kimmerle und Fenster) - Der plant emsig weiter - Planung wird bekannt - Umweltamt sagt: schaut in die Stellungnahme, wenn ihr so doof seit, schöpfen wir unsere Rechtsmöglichkeiten aus - Dagegen kann dann nichts gemacht werden (Rechtslage) oder man ist zum Kompromiss gezwungen, was hier eigentlich nur positiv sein kann. Wenn ein Amt taktisch vorgeht, kann es sich so Zugeständnisse abringen, die es für Vorhaben andernorts nutzen kann (Geld, nochmals Geld, Ausgleichsmaßnahmen etc - man hat ja schließlich noch viel vor).
Was das Besondere in Dresden ist: jeder Amtsbereich köchelt sein eigenes Süppchen, hat oft divergierende Ansichten ggü anderen und arbeitet zu wenig zusammen - zumindest ist das immer wieder das Bild nach aussen. Andererseits muss ich dem Umweltamt Dresden durchaus eine hervorragende Arbeit zugestehen, und man lässt sich auch nicht alles bieten. Das Umweltamt ist übrigens nicht zu verwechseln mit einem Amt für Stadtgrün (ASA). Kann auch sein, das SPA ist hier und da geschockt von vorgelegten Planungen, kann selbst aber rechtlich nichts verhindern, ruft dann beim passenden "Partneramt" an und organisiert dort einen verhindernden Beistand, wo es rechtlich möglich ist. Das wäre dann wiederum gute Zusammenarbeit, die sicher auch hier und da so praktiziert wird. Also ich bin hier ganz optimistisch, dass die Eiben bleiben. Man sollte zudem erstmal eine echte Ansicht haben, um losdreschen zu können.
Soweit meine sonntaglichen Mutmaßungen.
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Alt 25.02.15, 15:24   #81
Christian84DD
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Dynamo-Steinhaus soll saniert werden

SZ-Artikel

- Steinhaus steht seit 2009 leer, Bausubstanz aber noch gut
- es soll eine neue Vereinsheimat entstehen mit folgenden Teilen:
-> Geschäftstelle
-> Fußballmuseum
-> Tagungsräume
-> Büros für den Vermarkter Sportfive
-> sowie "Fanraum"
- 2000qm stehen zur Verfügung
- das Grundstück gehört der Stadt
- erste Bauplannungen gehen nun los, ein Bauantrag ist noch nicht gestellt
- Start der Baumaßnahmen in einem Jahr
- Fertigstellung vorraussichtlich 2018
- die Fans sollen beim Bau mit helfen können durch Spenden oder direkt durch Arbeit am Bau mit Blaumann ähm Schwarz-Gelbmann (den monster Scherz musst ich aus der SZ übernehmen :-))
- die Dresden Projektgesellschaft welche das Stadtion betreibt und das Steinhaus gehört ist mit dabei jedoch geben Sie noch keine Zustimmung da noch andere Varianten geprüft werden

Fazit: Plannungen sind da aber alles in allem noch ne offene Sache

MfG
Christian
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Alt 03.05.15, 21:48   #82
Elli Kny
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Johannes-Göderitz-Stiftung lobt Preis 2015 aus

mal wieder wird das Elbufer betrachtet, diesmal in einem studentischen Wettbewerb, wo 4 Unis teilnehmen und je 5 vorausgewählte Entwürfe der Jury vorgelegt werden. Die Stiftung veranstaltet solches jedes Jahr, es sind Aufgaben von städtebaulicher Besonderheit zu lösen und am Ende gibts den Preis. Diesmal sind die TUD, TU Braunschweig, TU Cottbus und die Leibnitz-Uni Hannover am Start.

Infos: johannes-goederitz-stiftung - elbufer

Zitat:
Gegenstand des diesjährigen Johannes-Göderitz-Preises ist das Terrassenufer westlich der Dresdner Altstadt sowie die rückwärtig angrenzenden Bereiche der Pirnaischen Vorstadt. Es gilt – nach intensiver Auseinandersetzung mit den planerischen Rahmenbedingungen vor Ort – neue Strategien und räumliche Konzepte für die städtebauliche Weiterentwicklung des Areals zu erarbeiten. Wie kann die Schnittstelle zwischen Stadt und Fluss angemessen definiert werden? Wie könnte man die berühmte Flusssilhouette weiterdenken? Welche Art von Urbanität könnte sich in der Pirnaischen Vorstadt (wieder) entwickeln? Wie kann die Brückenkopfsituation am Übergang zur Altstadt interpretiert werden?
quelle zitat: ebenda

unter dem "Auslobung"-Link öffnet sich die PDF zur Aufgabenbeschreibung.
in der Jury sitzt neben der SG-Leiterin Innenstadt Frau Heckmann (SPA), also die eine Person vom städtischen Amt, auch die Architektin Canan Rohde-Can (Architektin, Rohdecan Architekten GmbH, Dresden).
Direktlink zur PDF

Da vorab Fragen geklärt werden konnten, bin ich ja mal gespannt, ob die Herren Hochschullehrer über die aktuelleren "Rahmenbedingungen" ausreichend im Bilde waren, sonst nützt das alles wenig. Aber zunächstmal ist es gut, dass nochmal bissel rumgebastelt wird. Vielleicht ist es auch nur eine Übungssache für Studenten. Jedenfalls ist der Zug der Bearbeitung nun auf dem Weg und kommt im Oktober bei der Jury an. Eine Ausstellung ist bereits beim SPA angefragt, ich denke das wird auch was.

Zu den Rahmenbedingungen gäbe es jetzt viel zu erzählen, aber ich lass es mal dabei, mal sehen was rauskommt oder hier noch diskutiert wird.
Was sicherlich einigen sofort einfällt, ist dass es da doch schonmal was gab. Ein Student hatte einen beachtenswerten städtebaulichen Entwurf für den ganzen östlichen Innenstadtrand ausgearbeitet - auch wenns hauptsächlich Raumaufteilungen waren - aber damit könnte man partiell durchaus was anfangen.
Ach ja, Jäckel hieß der Gute und seine Arbeit ist von ca. 2011. Hier der SäZ-Link aus Post 55.
Wo ist Herr Jäckel denn nun hinverschlagen worden - damals hieß es, er sei in Dresden, suche aber neue Anstellung und man hoffte er bleibe DD erhalten.

Ähm, das schöne Bildchen der dortigen Stadtsilhouette hatte ich auch schonmal gemacht, hier ist das Wunderwerk:

^ Nein, es ist nicht Magnitogorsk oder Nowosibirsk, es ist "Elbflorenz"-Nebenlage. Scheint Handlungsbedarf zu geben, oder?
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Alt 30.05.15, 22:09   #83
Elli Kny
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Lingnerstadt im Planungsstadium

dies, aber sonst nicht wirklich viel Neues - in der SäZ.

Nächster Schritt ist also die frühzeitige Beteiligung zum Vorentwurf des B-Plans, welcher bald fertig werden soll.
Wenn der Vorentwurf durch ist, kann mit dem Flächenmanagement begonnen werden.
Erst dann werden mE die Grundeigner entlang der Lingnerallee Angebote zum Flächentausch bekommen. Da die Grundeigner gleichwertige Bauflächen in den künftigen Quartieren bekommen sollen, könnte das Umlegungsprozedere konfliktlos über die Bühne gehen. Schaun mer mal.
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Alt 30.05.15, 22:18   #84
Elli Kny
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Wohnhochhaus am Pirnaischen Platz

derweil dümpelt das Hochhaus in runtergeranztem Zustand und entgegen vieler Versprechungen weiter ohne ersichtliche Perspektive vor sich hin.
Je nach Wetterlage und Lichteinfall kündet es nach wie vor (unbeabsichtigt) vom Sieg des Sozialismus.

Derzeit kam eine temporäre Kunstinstallation namens "SIEG" hinzu, die zu Diskussionen anregen soll.


^ Nunja, ganz so groß ist die Installation, die abends auch in Rot leuchtet, doch nicht.
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Alt 31.05.15, 10:33   #85
antonstädter
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Deutsches Hygiene-Museum

Da passen ja thematisch gleich die Resultate meines gestrigen abendlichen Bilderrundgangs um das Deutsche Hygiene-Museum. Besonders rückwärtig kann man nur hoffen, das in absehbarer Zeit ein Geschwader ziemlich großer Bulldozer anrücken wird und die momentanen, nennen wir es mal euphemistisch "städtebaulichen Missstände", samt und sonders zusammenplaniert. Eine richtige Zinzendorfstraße, oh wie wär' das schön...

Der monumentale Bau des Museums, errichtet 1927 bis 1930 nach Plänen von Wilhelm Kreis, der u. a. auch für die neue Friedrich-August-Brücke in Dresden, den Meißner Bahnhof und wenig später als Mitglied von Fööhrers Planungsstab die Pläne für das Dresdner Gauforum verantwortlich zeichnet (man sieht, der Mann war wandelbar), weist in seiner Strenge durchaus deutliche Bauhaus-Bezüge auf.

Bei der Modernisierung des Museums 2001 bis 2005 unter Verantwortung von Peter Kulka wurde äußerlich der Originalzustand wiederhergestellt, so dass sich der Bau nun mit einer blütenweißen Fassade und ohne den jahrzehntelang prägenden goldenen Schriftzug auf dem Architrav präsentiert.


Annäherung über die Helmut-Schön-Allee, benannt nach einem weitgehend unbekannten Dresdner Sportskamerad:




Am Lingnerplatz:




Schauseite des Mittelbaus mit Haupteingang, rechts der "Ballwerfer" von Richard Daniel Fabricius (1907):




Die monumentale Hauptschauseite mit Pfeilerordnung und Haupteingang:






Details der Hauptfassade:






Gliederung der Baukörper:






Linker Seitenflügel mit dekonstruktivistischem "Bruch", verantwortlich Coop Himmelb(l)au (1994). Ähnliche Brüche waren auch an der Hauptfront geplant, aus Geldmangel (und zum Glück!) beließ man es letztlich bei einer "einfachen" Wiederherstellung des äußeren Originalzustandes.






Fensterband der Seitenflügel:




Blick entlang der Seitenflügel in Richtung Blüherpark:




Nordseite:




Die Südwestecke am Blüherpark:




Der Blüherpark:
Das Museum wurde Ende der Zwanziger Jahre mitten in den ehemaligen Garten der Sekundogenitur gesetzt. Dabei wurde der Zusammenhang der barocken Gartenanlagen weitgehend zerstört. Das Palais Zinzendorf, die "Sekundogenitur", selbst fiel dann den Bombenangriffen 1945 zum Opfer, die Parkanlage selbst wurde erst ab 2006 soweit möglich wieder in den ursprünglichen Zustand versetzt, dabei wurden auch die Reste der Sekundogenitur ergraben und sichtbar gemacht.


Blick über den rekonstruierten Springbrunnen zum Museum, Südansicht:




Überreste der Sekundogenitur mit dem Museum im Hintergrund:






Deutsches Hygiene-Museum, Südansicht vom Blüherpark:




Herkules und Megara:




Idylle im Blüherpark:




Zurück am Lingnerplatz:




Noch einmal der Ballwerfer aus anderer Perspektive:




Das war's. Zähneputzen nicht vergessen!
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Alt 16.07.15, 19:55   #86
Tobschi
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Tobschi sitzt schon auf dem ersten Ast
Lingnerstadt

Die Immovation AG, die ja einen Großteil des Robotronareals erwarb, hat ein nettes Video zu Dresden im Allgemeinen und am Ende auch zu ihren Plänen hochgeladen:
Klick

Neue Infos gibt es im Grunde wenig. Es wird vom Baubeginn im dritten Quartal 2017 und einer Fertigstellung 2025 gesprochen. Zunächst soll, was auch schon bekannt war, das bereits leerstehende Haus südlich der Lingnerallee abgerissen werden. Derzeit arbeitet die Stadt noch den B-Plan aus.

Am Ende findet sich dann noch diese Visualisierung:
__________________
Fotos, wenn nicht anders angegeben, von mir.
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Alt 16.07.15, 21:34   #87
Christian84DD
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Ich finde die Visu wirkt etwas langweilig. So richtig kommt mir hier kein städtisches Flair auf. Sind zwar kleinteilige blockrandquartiere aber irgendwie wirkt es auf mich als hätte jemand gewürfelt und so sind die Quartiersaufteilungen zustande gekommen.
Im südlichen Bereich verläuft keine Straße gerade durch die Quartiere, irgendwie im zigzag. Und im nördlichen Bereich stören einfach die Bestandsbauten und auch hier gibt es am Ende nur eine Verbindungsstraße zw. Grunaer und Herkulesallee.

Ich denke diese Visu stellt nicht wirklich das uns zu erwartende Endergebnis vor sondern nur eine "Studie" deshalb bleibts ja eigentlich noch abzuwarten was wirklich kommt.
Aber was denkt ihr davon, wie findet ihr die Anordnung der Quartiere?
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Alt 16.07.15, 22:34   #88
antonstädter
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^ Die Quartieranordnung finde ich auch etwas bizarr. Was sollen die komischen Versprünge in den Straßenverläufen? Gehen wir mal davon aus, dass die Robotron-Bude am Pirnaischen Platz auch nicht ewig Bestand haben wird, wäre es doch sicher sinnvoll, die Pirnaische Straße so anzulegen, dass sie als durchführender Straßenzug langfristig wieder auf den Platz münden kann. Da könnte man auch den ursprünglichen geschwungenen Verlauf wieder aufnehmen, wodurch das Quartier erheblich organischer wirken könnte.

Ähnliches bei den Blöcken hinter dem Hygienmuseum nördlich der Zinzendorfstraße. Dort gab es ursprünglich keine Querstraßen, sondern eine geschlossene, aber lockere, vorstädtisch anmutende Bebauung. Zumindest die parallel zur Zinzendorfstraße verlaufende Carusstraße wurde wieder aufgenommen.

Außerdem fände ich es besser, wenn man auf das Verkehrsbegleitgrün am Georgplatz verzichten würde und das dortige Quartier so gestaltet, dass eine Platzwand erkennbar wird.

Insgesamt ist die angestrebte Kleinteiligkeit zu begrüßen, ein wenig mehr "Organik" und ein bisschen weniger rechte Winkel würden dem Ganzen jedoch sicher nicht schaden, auf die auch von Dir angesprochenen motivationslosen wilden Versätze sollte man gänzlich verzichten.

Unschlüssig bin ich noch bezüglich der geraden Bebauungskante parallel zur Grunaer Straße. Sollte man doch nicht besser die historische "Zacke" mit randständiger nördlicher Bebauung der Johann-Georgen-Allee (Lingnerallee) wieder aufnehmen? Dann hätte die "Cockerwiese" als Parkanlage auch einen geschlossenen westlichen Abschluss. Andererseits ist das Argument der Sichtachse in Verlängerung der Herkulesallee auch nicht von der Hand zu weisen...
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Alt 16.07.15, 23:23   #89
Dunkel_Ich
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Das wirkt doch alles ziemlich schematisch und noch wenig konkret. Der Versatz der Blöcke zum Georgplatz unlogisch, die Flächen dazwischen unstrukturiert und zugepflastert, der Block zur Grunaer Straße in Konfrontation zum Wohnhochhaus. Immerhin bekommt man zumindest einen groben Eindruck, die Grundidee ist soweit im Ansatz richtig. Wie's en detail wird, da werden wir uns noch in Geduld üben müssen. Ich bleibe gespannt und bin vorsichtig optimistisch, dass das gut wird.
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Alt 24.07.15, 10:59   #90
antonstädter
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Zwischen Pillnitzer und Grunaer Straße

Der planmäßige Wiederaufbau der Innenstadt begann 1951 in der Pirnaischen Vorstadt an der Grunaer Straße. Das Gebiet zwischen Grunaer und Pillnitzer Straße diente als Pilotprojekt für eine durchgrünte, aber dennoch städtisch anmutende Bebauung in einer Mischung von Zeilen- uind Blockrandbebauung. Dabei wurde weitgehend auf das vorhandene Straßennetz zurückgegriffen (der stadtautobahnähnliche Ausbau der Grunaer Straße erfolgte erst Anfang der 1970er Jahre), nah beieinander liegende Parallelstraßen (Kaulbachstraße, nördlicher Teil der Albrecht- (Blüher-)straße) jedoch teilweise aufgelassen und überbaut. Auch der zentral im Quartier liegende Seidnitzer Platz wurde aufgegeben und in die parkähnlich gestalteten Grünanlagen der Hofbereiche einbezogen, seine Funktion als "Grüne Lunge" des einst eng bebauten Stadtraumes war mit dem aufgelockerten Wiederaufbaukonzept obsolet geworden.


Die Karte gibt einen Übersicht über das Gebiet in seiner heutigen Form, eingezeichnet sind die aufgelassenen Straßenzüge:




Wir beginnnen unseren Rundgang an der Einmündung der Blochmannstraße in die Grunaer Straße, die durch einen erhöhten Eckbau markiert ist:




Detail:




Gegenüber befindet sich das ehemalige Schulgebäude des Ehrlichen Gestifts (Erlwein, 1912), nach den Kriegszerstörungen wurde es 1951 vereinfacht wiederaufgebaut und diente Jahrzehnte der Musikhochschule Carl Maria von Weber.




Entlang der Grunaer Straße, zwischen Blochmann- und Mathildenstraße, überbaut diese Häuserzeile die ehemalige Einmündung der Kaulbachstraße. Bemerkenswert der "dresdnerisch-barocke" Fassadenschmuck.




Der Hausdurchgang, der die Kaulbachstraße als Fußgängerdurchwegung ersetzt, mit figürlichem Schmuck:




Mathildenstraße/Ecke Grunaer Straße. Fußwege und Straßenplanum sind original, die Neubauten wurden zurückgesetzt der ehemaligen Bebauungskante errichtet, um Platz für Wohngrün zu ermöglichen.




In der Mathildenstraße, Fassadendetails:




Ein Block aus der zweiten Bauphase in der Mathildenstraße. Die Kontinuität zur Architektur der 1930er Jahre ist unverkennbar. Im Vordergrund quert die Seidnitzer Straße, die heute hauptsächlich als Quartiererschließungsstraße fungiert.




Seidnitzer/Ecke Mathildenstraße, der originale Fußweg zeigt noch deutlich die schräge Ecke der ehemaligen Mathildenstraße 14 auf.




Der parkähnliche Hof zwischen Blochmann- und Mathildenstraße vereinnahmt den alten Seidnitzer Platz, rechts die Seidnitzer Straße.




Unverhofft stößt man zwischen der 50er-Jahre-Bebauung auf einen Vorkriegs-Zeitzeugen: Das ehmalige Trafohaus auf dem Seidnitzer Platz, jetzt inmitten der Hofgrünanlage.




Die 1952 errichtete Bauberufsschule an der Seidnitzer Straße/Güntzstraße nimmt deutlich Bezug auf die klassische Vorkriegsmoderne:






Haupteingang, den ich selbst jahrelang ungezählte Male durchschreiten durfte ;-)




Sprung zur Pillnitzer Straße, mit einem Déjà-Vu an der Ecke Blochmannstraße: Das Eckhochhaus findet man u.a. auch an der Borsbergstraße in Striesen.




Ladenzeile in der Pillnitzer Straße:




Impressionen aus der nörlichen Mathildenstraße:




Zurück an der Grunaer Straße bietet sich dieser Durchblick:




Details der Häuserzeile an der Grunaer Straße: Mit uns siegt der Plan!






Fassade der zurückgesetzt errichteten Mittelbauten an der Grunaer Straße mit Ladenzeile:




Die Seidnitzer Straße mündet durch einen Torbogen auf die Zirkusstraße:




Blick zurück in die Seidnitzer Straße nach Osten:




Der Torbogen von der Zirkusstraße aus:




Der Altbau des heutigen Marie-Curie-Gymnasiums entstand 1959 an der Zirkusstraße und wurde kürlich liebevoll saniert und weniger liebevoll erweitert. Dabei wurde auch die charakteristische Pflasterung des Schulhofes erneuert.




Aula mit Wandbild "Der erste Mensch im Weltall" von 1961.




Gegenüber des Gymnasiums wird die Zirkusstraße von neueren Produktionsgebäuden des Serumwerkes gerahmt. Ein Blick in den Hof offenbart einige der letzten Vorkriegsbauten der Pirnaischen Vorstadt.




Die Zirkusstraße. Auch hier ist das Straßenplanum noch original, ebenso wie die Granitplattenfußwege. Gut erkennbar die im Vergleich zur Vorkriegsbebauung zurückgesetzten Gebäude, die damit Platz für eine hohe Durchgrünung des Wohngebietes bieten.




Zum Abschluss ein Blick über die stadtautobahnähnliche Grunaer Straße. Vielleicht wird man sich ja doch einmal zu einem Rückbau der völlig überdimensionierten Verkehrsschneisen im Dresdner Zentrum durchringen können.

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