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Alt 01.05.15, 00:46   #136
Elli Kny
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Bei der B-Plan-Offenlage des gesamten überarbeiteten Postplatz-B-Plans (Wohnen musste ermöglicht werden) hab ich mir mal die bauordnungsrechtlichen Festsetzungen im Beiblatt angesehen. Das Beiblatt war/ist online nicht eingestellt worden. Na so was. Im Rathaus hing das Blatt so hoch, dass man das Kleingedruckte kaum lesen konnte, denn der Raum wird (absichtlich?) nur spärlich beleuchtet. Also abfotografieren, zuhause lesen.

Hier ein paar Beispiele (grob geschildert):
- auf MK 3,4,6,7,9 und 10 sind Staffelgeschosse nicht zulässig
- in allen anderen MK sind sie nur dann zulässig, wenn die generell geforderte Traufhöhe von 23m eingehalten ist
- der Gebäudeabschluss ist in allen MK als flachgeneigtes Dach (mind. 6° Neigung) auszubilden
- Dachflächen nur in unbehandelter Zink- oder Titanzinkeindeckung mit Doppelstehfalzen
- größere Dachglasflächen sind nur ausnahmsweise zulässig (jegliche Balkone ebenso)
- Gründächer sind nur auf öffentlich nicht einsehbaren Bereichen zulässig
- technische Dachaufbauten sind nicht zulässig, zB Schornsteine nur hintenraus und von vorne nicht sichtbar, aus gleichem Material bekleidet wie die Dachdeckung
- obere Fassadenabschlüsse sind grundsätzlich als Dachgesims auszubilden (Ausnahme MK9)
- Arkaden oder Durchgänge sind mit dem Fassadenmaterial zu gestalten
- Werbeanlagen maximal bis Oberkante Fenster des 1.OG, müssen architektonisch integriert sein
- Fassadenbegrünungen sind nur zum Blockinneren zulässig
- hell- bis mitteltonige Farbgebung der Fassaden, Farbpalette licht- bis steingrau und ocker
- Stahlbauteile in graphit bis weiß, krelle Farben bis max. 5% der Fassadenfläche ausnahmsweise möglich
- Fassaden sind in Naturstein (matt), Sichtbeton (keine Fertigteile oder Waschbeton), Betonstein, feinkörniger Putz, oder Keramik zulässig
- Ausnahmen sind für Metall- bzw. Glaselemente ggf zulässig (je nachdem)
- Glas immer Weißglas (kein reflektierendes oder Absorbtionsglas)

Und vieles andere mehr, besonders zu Fassadengliederung, zu Tür- und Fensteröffnungen und zu Beleuchtung.

Ach so:
- Einfriedungen durch Mauern, Zäune oder Hecken sind nicht zulässig
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Alt 01.05.15, 09:04   #137
Elli Kny
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DNN zum CG-Projekt (alte Oberpostdirektion)

klickedieklack

Mit Pott Architects Berlin/London habe die CG-Gruppe ein Büro verpflichtet, das hochwertige Architektur garantiere. „Der Entwurf fügt sich in die CG-Philosophie ein, wonach wir Teile des Altbaus in das Neubauvorhaben integrieren“, erklärt CG-NL-Leiter Wilde. (Zitat DNN)

Na hoffentlich siehts Herr Wilde nicht zu wild. Ansonsten einige neue Infos, aber immer noch keine Visu. Da braucht er eigentlich auch nicht von "wir werden viel mit Sandstein arbeiten" reden, oder "feingliedrigen Fassaden". Herr Wilde: Raus mit der Wahrheit.

Die hierzulande übliche Geheimniskrämerei würde ich jetzt aber nicht überbewerten. Vielleicht haben sich das "die Dresdner" durch ihr ständiges Gemecker und Gestreite um Baudinge auch selbst zuzuschreiben. Immerhin: CG will noch 200 Mille in den nä. Jahren in DD investieren.
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Alt 01.05.15, 10:59   #138
Aixois
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Ich verstehe nur nicht, warum man einen Neubau auf der Rückseite anschließen, aber nicht zum Postplatz hin den alten Blockrand schließen will. Auf dem Bild des ehemaligen Altbaus sieht man ja, wie 'platzgreifend' jener gewesen ist. Wenn mann die große Lücke davor weiterhin lässt, kann man sich die großen Töne auch sparen. Aber gut, warten wir ab
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Alt 01.05.15, 13:02   #139
Dunkel_Ich
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^^Also die bisherigen Studien zu dem Pottentwurf-Ding sahen nicht feingliedrig aus und hatten mehr was von nem Parkhaus (gerade die so wichtigen Fronten zu PP und Marienstr). Jedenfalls überzeugte mich das bisher so gar nicht. Im Gegenteil, zu dem, was ich von CG aus B und L kannte, ist das sogar einigermaßen unterirdisch, noch diplomatisch formuliert. Gerade deshalb wäre es mal wichtig zu erfahren, ob man noch gehörig nachgebessert hat oder ob das Gerede von Herrn Wilde wirklich nur Worthülsen sind. Die Projekte von FAY und Revitalis machen da weitaus mehr her, zumindest von dem, was man bisher gesehen hat.

"Die hierzulande übliche Geheimniskrämerei würde ich jetzt aber nicht überbewerten. Vielleicht haben sich das "die Dresdner" durch ihr ständiges Gemecker und Gestreite um Baudinge auch selbst zuzuschreiben. Immerhin: CG will noch 200 Mille in den nä. Jahren in DD investieren."

Könnte daran liegen, dass Dresden (Bauausschuss/SPA) (bislang?) auch ein besonders ausgeprägtes "Geschick" hatte, die schrecklichsten Entwürfe zu prämieren. Wahrscheinlich so als erzieherischen Gegenpol zur eher konservativen "Altdresdenschönheitsbesoffenen " Bürgerschaft. (Vermutung meinerseits) Die Reaktionen sind da nur verständlich. Dass sich da über Jahre/(Jahrzehnte) gewisse Beißreflexe auf beiden Seiten entwickelt haben, macht es nicht besser.
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Alt 02.05.15, 08:06   #140
Elli Kny
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^ Ich weiß ja, was du sagen willst, wo aber "prämiert" denn das SPA - geschweige denn der Bauausschuss - (prinzipiell) "schrecklichste Entwürfe". Das ist genauso das alte Mißverständnis wie ein vermuteter Erziehungswille Verschwörungstheorie bleibt.

Beim BA ists einfach: der prüft größere Projekte nach politischen Gesichtspunkten und kommunalen Interessenlagen, auf die Architektur hat der Ausschuss keinen großen Einfluss. Ausserdem sitzen dort zum Teil völlig fachferne Knaller drin.
Das SPA prüft die baugesetzlichen Dinge, aber auch nicht die "Architektur". Manchmal gibts Werkstattverfahren oder Wettbewerbe (und da machen die schon ne ganze Menge, auch zahlreiche B-Pläne zur Einwirkung aufstellen), allerdings gibts dort Jurys, die wie überall aus externen Architekten oder Fachleuten bestehen. Da sitzt idR höchstens der Amtsleiter unter 4-6 Externen.

Es gibt amtlich niemanden, der über Architektur und Gestaltung entscheiden darf. Dies obliegt prinzipiell dem Bauherren mit seinem Architekten/BauIng.. Es sei denn, man nutzt die wenigen Steuerinstrumente, die Verwaltung und Politik zur Verfügung stehen. Das wird auch gemacht. Vom Grundsatz ist ein Planungsamt allein zur Schaffung von Baurecht da - hinsichtlich Planungsrecht, Nutzungsrecht, Bauordnungsrecht. Wenn diesen Dingen nichts entgegensteht, muss Baurecht erteilt werden. Es geht abseits des BauGB nie um die einzelne bzw genaue Gestaltung/Architektur. (es sei denn - siehe oben)

Die "Bürgerschaft" besteht neben durchaus kulturhistorisch gebildetem Bürgertum (diese zähle ich vornehmlich zu den Schönheitstrunkenen) eben auch aus artikulationsungeübtem, schlecht informiertem Wut- bzw. Protestvolk, welches nahezu in jeder Bürgerversammlung erfahrbar ist.

Geändert von Elli Kny (02.05.15 um 08:30 Uhr)
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Alt 02.05.15, 19:55   #141
Dunkel_Ich
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Danke zunächst für diesen Beitrag, Elli. War sicherlich vielen (auch mir) hier nicht so klar.

Dennoch musste man doch feststellen, dass man leider in vielen Fällen einen der denkbar langweiligsten oder gar störendsten der Entwürfe in diesen Jurys auswählte. Wie kommt das? Kann doch nicht immer nur am Preis liegen?

Um mal am Postplatz zu bleiben. Für den Entwurf von Rohdecan für den Wilsdruffer Kubus hätte ich mich gar sehr erwärmen können.

Wer es sich in Erinnerung rufen mag

http://www.tourdresden.de/v1/?p=294
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Alt 03.05.15, 01:18   #142
Elli Kny
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^ Ganz so ausschließend ist es in der Realität dann doch nicht:
zunächst einmal gibts wie überall eine menschliche Ebene, wo zwischen amtlicher Fachperson und Bauherr eigentlich immer zahlreiche Wünsche geäußert werden. Da hängts auch an der Professionalität und an der Einsicht v.a. des Bauherrn. Abseits der Rechtslage können Tips oder Anregungen aber nicht erzwungen werden.
Ihren rechtlichen Einfluss übt die Stadt über die wenigen den staatlichen Stellen belassenen Instrumente aus - und das mE ausreichend bis gut. Quasi das halbe Stadtbaugebiet ist mit B-Plänen übersäht, ab einer gewissen Relevanz werden Werkstätten oder Wettbewerbe durchgeführt, die die Stadt teils selbst finanzieren muss. Es gab zuletzt Werkstattverfahren zum Bereich Nürnberger Platz sowie aktuell zum Wohnstandort Albertstadt-Ost. Dies läuft allerdings amtsintern und bleibt zunächst vertraulich. Letztlich bleiben diese Werkstätten oder Wettbewerbe unverbindlich. Man kann also als Investor auch den 10.-Platzierten nehmen oder ganz jemand anderen. Daher sickern die Ergebnisse mE dann in die verbindliche B-Planung ein. Wie oben für den Postplatz-B-Plan (Beiblatt Festlegungen zum B-Plan) dargelegt, kann das insofern ausführliche Umfänge annehmen, damit von vornherein unerwünschte Fehlleistungen ausgeschlossen werden. Im Prinzip ergibt sich aus den obigen Festlegungen zum Postplatz zwangsläufig ein ganz bestimmter Gebäudetyp mit bestimmter Optik. Zahlreiches wird hingegen ausgeschlossen. Ausserdem arbeitet das SPA stets mit vielen externen Planern und - jetzt kommts - Architekten zusammen. Also es liegt an der Qualität der Architekten- und Planerschaft, was bei Wettbewerben oder Werkstätten rauskommt - auch wenn die Stadt gewisse Rahmen setzt.

Ob ein Einzelgebäude aber letztlich harmonisch und durchdacht wirkt, bleibt ebenso Aufgabe der Architekten. Die Stadt kann maximal einen Rahmen setzen und innerhalb diesen muss man dann Glück haben. Mir ist zumindest bekannt, dass wenn ein Entwurf absolut nicht passt, sich dann das SPA querstellt und anderweitig versucht Druck auszuüben. Bei großen Bauvorhaben ist es mitunter ein bis zu uferloses Geben und Nehmen, denn auch andere Interessen sind involviert (Denkmalschutz, Umweltamt, TÖBs etc). Gibst du mir das, dann darfst du das. Da wird am Ende ein vielfältiger Kompromiss ausgehandelt. Immer spielen auch Kosten eine Rolle, die entweder der Stadt oder dem Investor entstehen. Daher ist eine gute Kommunikation zwischen beiden Grundvoraussetzung für eine gute Lösung. Im Prozess tauchen fast immer Probleme auf, daher dauert manches länger als (meist vom Investor) gedacht.

Eine Verwaltung kann also durchaus viel einwirken. Sie legt Räume, Kubaturen, Materialien, Nutzungen und vieles mehr fest. Sie entscheidet damit auch mit über die Art der Gestaltung, aber sie produziert letztlich nicht die Architektur/Gestaltung.
Und die Verwaltung plant die Entwicklung: Was wollen wir, was nicht, wann wollen wir was usw. Für die Lücke zur vollendeten Gestaltung müssen weitere Instrumente eingesetzt werden, sofern man das als Stadtgesellschaft will. Eine Gestaltungskommission ist also eine politische Entscheidung und sie ist getroffen worden: es wird eine neue Gestaltungskommission Innenstadt (+stadtbildprägende Standorte) geben - das hat ja der Stadtrat entschieden. Die Verwaltung muss derzeit das Konzept dazu ausarbeiten, wie eine solche Kommission arbeiten soll, was sie darf und was nicht und wie das funktionieren und ablaufen soll. Man kann also gespannt sein, was die Verwaltung dann vorlegen wird.

Letztlich führt die Ursachenforschung über "schlechte Architektur" zu weiteren Faktoren, die sicher im innerstädtischen Nachkriegsdresden eine große Rolle spielen: fehlende Altbausubstanz, fehlender Einfügungszwang in vorhandene Strukturen, Probleme mit der Verkehrsstruktur, Grundeigentumsverhältnisse (fehlende Parzellierung), verlorenes Verständnis von "Urbanität", Entwicklungshemmnisse durch oberirdische und unterirdische Bestände aus der DDR-Zeit und vieles andere mehr. Ein weites Feld, wie es ja auch unser vielerorts noch "leerer" Innenstadtbereich darstellt.
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Alt 03.05.15, 01:42   #143
Dunkel_Ich
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Von ausschließend bzw. ausschließlich war auch nicht die Rede, sondern oft.

Danke für deine erneute ausführliche Schilderung.
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Alt 03.05.15, 09:52   #144
Elli Kny
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^ Huch. Nee, das "ausschließend" war auf meinen ersten Kommentar gemünzt, um nicht alle Hoffnungen zu begraben. Der Rohdecan, nunja, der Rohdecan, hmmm..., ist letztlich wieder subjekt. Geschmackssache. Kommt mir ehrlich gesagt bissel zu ungar daher, da stimmt was nicht. Die Hauptvorwürfe zum Wilsdr. Kubus liegen auch bei rohdecan an: zu klobig, zu "kubus", zu hoch, zu klotzig, zu eintönig, zu unpassend, zu... weiß nicht was.

Warum "oft" die scheußlichsten Vorschläge prämiert werden? : wo ich mal was mitbekommen habe, wurde mE schon die beste Lösung gewählt. Wie ich gerade merke: Die beste "Lösung" muss nicht der beste "Entwurf" sein - das ist die Antwort.
(ich denke gerade an die beiden großen neuen Schulstandorte)
Es geht um vielerlei Beurteilungsaspekte, je nach Funktion, die architektonische Gestaltung ist aber nur einer davon, der meist sogar hoch bewertet wird, aber die funktionalen Dinge und die Kostenrahmen (zB bei Schulen zwanghaft - es gibt keinen Cent mehr) müssen eingehalten werden. An einer Schule gehts mehr um Raumnachweise, verkehrliche Lösung, Mensabetrieb, Brandschutz, Wegebeziehungen, Turnhallen, Organisation, Energieeffizienz. Hier am Postplatz und bei privaten Bauvorhaben siehts natürlich bissel anders aus, aber ähnlich: Architektur ist nur ein Aspekt - gerade in Zeiten umfassender gesamtstaatlicher Bauauflagen.
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Alt 03.05.15, 12:40   #145
Dunkel_Ich
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^Bei der Vorgabe einen Kubus zu entwerfen, kommt dann eben ein *tadaaaa* Kubus raus. Unter dieser Prämisse nehme ich dann aber lieber den feingliedrigen Rohdecan-Kubus als den, den wir dann letztendlich bekommen haben. Aber gut, Chance vertan. Hoffen auf bessere Ausführung auf den anderen noch freien Flächen.
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Alt 11.05.15, 13:27   #146
Chris1988
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Auch das Projekt auf der Fläche des ehemaligen Fernmeldeamtes ist ein CG-Gruppe Projekt wie heute in der SZ enthüllt wurde.
Den Architekturwettbewerb haben die F29 Architekten gewonnen mit dem bekannten Entwurf.
Für 30 Mio entsteht ein sechsstöckiger Komplex mit bis zu 300 Apartments.
Weitere Details gibt CG-Sprecherin Anastasia Lebedev in den nächsten Tagen preis.

http://www.sz-online.de/nachrichten/...z-3100886.html
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Alt 11.05.15, 18:49   #147
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Ich frage mich, wie lange uns die CG-Gruppe noch mit ihrer "Dresden - coming soon" - Meldung abspeisen will. An der Cottaer Straße drehen sich schon längst die Kräne und noch immer weiß man nicht, was kommt.
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Alt 11.05.15, 19:02   #148
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Wenn man sich die bisher gezeigten Bilder der CG Projekte in DD nochmal ansieht, kann man schon ahnen warum man die 100% Visus noch hinterm Berg hält!

Das Bild des geplanten Neubaus an Stelle des DDR Fernmeldeamtes gefällt mir nicht wirklich, ebenso der Neubau an der alten Oberpostdirektion von den pseudo Visus die zur Cottaer Straße bekannt sind, braucht man wohl nicht anfangen.
Ich will ja nicht wieder den Teufel an die Wand malen, aber ich denke nicht, dass uns auch nur bei einem dieser Projekte ein wirklich qualitativer Neubau in Punkte Architektur erwartet. Ich denke, es wird die typisch übliche Standardware.

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Alt 11.05.15, 21:41   #149
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Zitat von Dunkel_Ich Beitrag anzeigen
Ich frage mich, wie lange uns die CG-Gruppe noch mit ihrer "Dresden - coming soon" - Meldung abspeisen will. An der Cottaer Straße drehen sich schon längst die Kräne und noch immer weiß man nicht, was kommt.

Was mich zusätzlich noch wundert, dass auch bei Züblin Mitte unter Projekte die Cottaer Straße nicht auftaucht. Andere Dresdner Projekte haben sie ja auch mit Visualisierungen dort.
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Alt 12.05.15, 13:14   #150
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Neuigkeiten aus der MoPo und Bild

https://mopo24.de/nachrichten/dresde...postplatz-6948
http://www.bild.de/regional/dresden/...4228.bild.html

Alle aktuellen Postplatz-Investoren wollen sich untereinander abstimmen und einen gemeinsamen Image-Film präsentieren.
Das betrifft dann wohl die CG-Gruppe und die Mannheimer Firma Fay Projects, eventuell auch die CTR Group.

- Oberpostdirektion ist im September Baustart.
- 242 Mietwohnungen samt Tiefgarage, Gewerbeflächen, Cafés und Büros
- alte Mauer bleibt erhalten und bietet Platz für Cafés


- Neubau statt Fernmeldeamt reicht bis zum Panzerketten-Denkmal
- 150 Apartments als Vertical Village + Fitness-Studio + große Küchen zum gemeinsamen Kochen


Nebenbei wird noch erwähnt, dass ja schon an der Cottaer Straße gebaut wird und an der Löbtauer Straße auch etwas von der CG-Gruppe kommt.
Mal schauen wo das sein wird. Die Brachfläche an der ehemaligen Löbtauer Straße 60 gehört ja eigentlich den Finanz Consult Immobilien.
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