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Alt 19.06.11, 16:44   #16
nikolas
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Gelsenkirchen: Zeche Bergmannsglück


Quelle: Zeche Bergmannsglück – Wikipedia; Creative Commons-Lizenz/ Urheber: Hoffel, v.


Die Doppelschachtanlage Bergmannsglück 1/2 ging 1905 in Betrieb. Im Jahre 1961 wurde die Zeche aus der Förderung genommen und lediglich als Außenschachtanlage der Zeche Westerholt weiter betrieben. 1982 sind die Förderanlagen komplett abgebrochen worden. Nur einige Nebengebäude nebst Torgebäuden sind erhalten geblieben und werden heute als Zentrallager der RAG genutzt.

Aktuell möchte der zum zum Evonik-Konzern gehörende Grünflächen- und Immobiliendienstleister "Haus Vogelsang" auf dem 90 000 qm großen Gelände investieren, um dort einen neuen Betriebsstandort nebst Firmenzentrale zu errichten. In diesem Zusammenhang ist auch der Abriss von Teilen der historischen Bausubstanz geplant.
Dagegen regt sich seit einiger Zeit nun Widerstand. So plädiert die Initiative "Rettet Bergmannsglück", für die Erhaltung der alten Bausubstanz. Die Kritik richtet sich dabei nicht gegen die Ansiedlung neuer Betriebe, sondern lediglich gegen den Abriss der alten Zechengebäude.

Zur Diskussion:
Stadtentwicklung: Rat Gelsenkirchen stimmt Bebauungsplanverfahren "Zeche Bergmannsglück" zu - DerWesten
Bergmannsglück: Ex-Stadtplaner mahnt Gesamtkonzept für Hassel und Brache Bergmannsglück an - DerWesten
Gelände Bergmannsglück: Neue Perspektive - DerWesten
Stadtentwicklung: Weiter Wirbel um Haus-Vogelsang-Pläne auf Bergmannsglück in Gelsenkirchen - DerWesten
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Alt 25.07.11, 21:12   #17
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Neukirchen-Vluyn: Spatenstich Stadtquartier Niederberg 1|2|5


PM: "Mit einem offiziellen Spatenstich gehen die Stadt Neukirchen-Vluyn und RAG Montan Immobilien bei der Niederberg-Entwicklung jetzt einen weiteren konkreten Schritt voran. Auf dem rund 80 Hektar großen Gelände des ehemaligen Bergwerks Niederberg starten die Erschließung des Areals und der Umbau der Niederrheinallee. Die Bauarbeiten beginnen ab dem 25. Juli. Sie sehen in einer ersten Stufe im Wesentlichen den Umbau der Niederrheinallee sowie die Erschließung des ersten Wohnquartiers auf der sogenannten Nordseite der Gesamtfläche vor. Mit den Arbeiten beauftragt ist das Bauunternehmen Fonteyne aus Geldern.[...]
Bis Frühjahr 2012 soll die Niederrheinallee aus- und umgebaut sein. Sie wird verbreitert und einen "zentralen Knoten" haben, welcher künftig die Einfahrt in die Nord- und Südseite des Gesamtgeländes bildet. Als erste Maßnahme wird es daher erforderlich, zunächst eine provisorische Straßenführung für die Niederrheinallee anzulegen. Während der gesamten Bauzeit bleibt die Befahrbarkeit in beide Richtungen aber sichergestellt.

Parallel dazu wird ein Schmutzwasserkanal angelegt, welcher beginnend auf der Nordfläche mit Unterquerung der Niederrheinallee und durch die Südfläche verlaufend Anschluss an den Sammler im Bendschenweg finden wird. Zudem gilt es, das erste Wohnquartier mit einer Größe von etwa 30.000 Quadratmeter mit Schmutz- und Regenwasserkanälen sowie Baustraßen zu erschließen und dabei die notwendigen Versorgerleitungen zu integrieren. Vereinbart ist, dass diese Erschließungsarbeiten bis zum Jahresende abgeschlossen sind. Damit gelten die Grundstücke bau- und planungsrechtlich als "erschlossen" und können durch die Grundstückskäufer bebaut werden.

Nach Abschluss dieser Arbeiten werden die großzügig dimensionierten Grün - und Freiflächen gestaltet. Dabei wird ein großer Teil des zentralen "Landschaftsbandes" angelegt. Hauptbestandteil ist eine durchgängige Rad- und Fußwegeverbindung zwischen Tersteegenstraße und Bendschenweg sowie die sogenannten Ost-West-Grünzüge, welche dem Wohnquartier einen "grünen Rahmen" geben. Die Grüngestaltung bildet zunächst die letzte Maßnahme aus der ersten Baustufe und soll zum Jahresende 2012 fertig gestellt sein."

Quelle: Spatenstich auf Niederberg - RAG Montan Immobilien
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Alt 10.09.11, 20:51   #18
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Gelsenkirchen: Zeche Bergmannsglück


Quelle: Zeche Bergmannsglück – Wikipedia; Creative Commons-Lizenz/ Urheber: Hoffel, v.

PM: "Die RAG Montan Immobilien als Grundstückseigentümerin des Bergmannsglück-Geländes in Gelsenkirchen hat gemeinsam mit den Immobilienunternehmen Evonik und THS wichtige Entscheidungen für Firmenansiedlungen auf dem Grundstück gefällt. Die vier Unternehmen Haus Vogelsang GmbH (HVG), RHZ Handwerks-Zentrum GmbH, MARIENFELD multimedia GmbH und SKIBATRON GmbH werden sich in Hassel ansiedeln und ihre Aktivitäten zusammenziehen. In der Endausbauphase werden in dem „Zentrum der Immobiliendienstleister“ bis zu 1000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt und rund 80 Ausbildungsplätze entstehen.
Der Mietvertrag mit der Haus Vogelsang GmbH ist bereits unterschrieben, die entsprechende Fläche aus der Bergaufsicht entlassen. [...]

Für die Bergmannsglücker Vereine hat die RAG Montan Immobilien GmbH noch eine gute Nachricht obendrein: Das Fördermaschinenhaus III von 1911 mit der Zwillingsdampfmaschine und die angrenzende Prüfhalle werden auch ohne Denkmalschutz als Ensemble erhalten. Die Prüfhalle wird dem Verein zur Verfügung gestellt. Stadtdirektor Michael von der Mühlen: „Für die Neubauten haben wir ein Qualifizierungsverfahren vereinbart, um eine hohe bauliche Qualität erzielen zu können.“ [...]

Bereits in der Vergangenheit ist die Gemeinschaft der Bergmannsglücker Vereine in die Planungen eingebunden worden. Der Wunsch nach Erhalt der Halle 6 und des Fördermaschinenhauses wird in der jetzigen Planung erfüllt. Einem Kultur- und Begegnungszentrum steht damit nichts im Wege. Gleichzeitig begrüßt die RAG Montan Immobilien GmbH die Bewerbung der Bergmannsglücker Vereine, sich mit dem Standort als Spielstätte der Extraschicht 2012 zu bewerben. In einem ersten Schritt werden die Dienstleistungsgesellschaften mit rund 300 Mitarbeite-rinnen und Mitarbeiter aus dem operativen Geschäft auf das Gelände ziehen. Weitere 300 Büroarbeitsplätze entstehen kurzfristig durch Nutzung der zurzeit leerstehenden ehemaligen VKR-Büroimmobilie an der Bergmannsglückstraße."

Quelle: Aufbruch in die Zukunft: Bergmannsglück wird wieder Unternehmensstandort - RAG Montan Immobilien
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Alt 20.09.11, 18:53   #19
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Oer-Erkenschwick: Spatenstich Calluna Quartier


Quelle:RAG Montan Immobilien

PM: "Spatenstich Calluna Quartier: Mit einem Spatenstich starteten heute die Stadt Oer-Erkenschwick und RAG Montan Immobilien den Beginn der Sanierung im Rahmen des Abschlussbetriebsplanverfahrens (ABP). Voraussichtlich Ende September/ Anfang Oktober werden die Sanierungsarbeiten abgeschlossen und die Gebäudereste und Rohrleitungen des ehemaligen Bergwerkes entfernt sein, so dass die Beendigung der Bergaufsicht ausgesprochen werden kann. Direkt anschließend wird die RAG Montan Immobilien mit der Baugrundaufbereitung und Geländemodellierung beginnen. Mit Abschluss dieser Arbeiten im Frühjahr 2012 startet dann die Erschließung und Herstellung der Infrastruktur im Calluna-Quartier. Mitte 2012 kann mit den ersten Hochbaumaßnahmen begonnen werden. Parallel zur Enthüllung des Vermarktungsschildes konnten heute Stadt und Flächeneigentümer auch einen ersten Vermarktungserfolg feiern. Der Verein
„Marienstift – Seniorenzentrum e.V.“ ist der erste Nutzer im Calluna-Quartier. Südlich der Ewaldstraße/Ecke Marktstraße hat der Verein ein rund 3.600 Quadratmeter großes Grundstück – den ehemalige Fahrradschuppen – gekauft und plant dort die Errichtung von 36 Wohneinheiten. Für welche Interessentengruppe die Wohneinheiten gebaut werden, steht noch nicht fest."

Quelle: Startschuss für das Calluna-Quartier - Projektteam stellt sich der Öffentlichkeit vor - RAG Montan Immobilien
siehe auch: Neues Viertel im Herzen der Stadt - Vest | DerWesten

Update Dezember 2011: Herrichtung des Calluna Geländes geht in die nächste Phase - RAG Montan Immobilien
Update November 2012: Interessenten für Hotelbau gefunden
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Alt 25.09.11, 14:04   #20
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Oberhausen: Zeche Osterfeld/Schacht 4


Zeche Osterfeld:
Quelle: Datei:Bundesarchiv B 145 Bild-F015020-0008, Oberhausen-Osterfeld, Kohlebergbau.jpg – Wikipedia | Urheber: Hoffel, v. | Commons:Bundesarchiv



Der Schacht 4 der Zeche Osterfeld wurde 1912 abgeteuft und diente zunächst der Bewetterung der Zeche Osterfeld, später auch zur Kohleförderung. Die Tagesanlagen, mit dem 43m hohen Förderturm, wurden 1921-1924 nach den Plänen des Architekten Toni Schwingen von der Gutehoffnungshütte (GHH) errichtet. Ähnlich der Zechen Zollverein und Nordstern, bildet das Innere des Förderturms eine Tragkonstruktion aus Stahl, außen sind Stahlfachwerkfassaden vorgehängt. Bis in die 1990er Jahre als Wetterschacht genutzt, wurde Schacht 4 nach seiner Stilllegung im Jahre 1992 unter Denkmalschutz gestellt.

Mittlerweile hat ein privater Investor aus dem Münsterland das ca. 6000m² große Gelände von der RAG Montan-Immobilien gekauft, um dort ein Pflegeheim sowie Wohnbebauung zu errichten.
Förderturm und Enseble sollen denkmalgerecht saniert und teilweise in das geplante Altenheim funktional integriert werden. Drüber hinaus sollen auf dem Zechenareal Mehrfamilienhäuser mit zehn Wohnungen sowie einige zweigeschossige Reihenhäuser entstehen. Das Vorhaben soll sich finaziell selbst tragen. Mit dem Bau der Siedlung ist jedoch nicht vor 2013 zu rechnen.

Bilder: Zeche Osterfeld - Schacht 4

Quellen:

Route-Industriekultur - Zeche Osterfeld 4

Osterfeld: Bewegung an Schacht IV - DerWesten

Stadtplanung: Hoffnung für Schacht IV - DerWesten

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Alt 11.11.11, 15:59   #21
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Charta zur Zukunft der Industriekultur


Innenhafen Duisburg | Quelle: Aktuelle Pressefotos Metropole Ruhr: Ruhr Tourismus

PM:
"Industriekultur soll in NRW als starke Dachmarke etabliert werden. Eine entsprechende Charta mit Selbstverpflichtungen und Empfehlungen stellten heute Akteure aus Kultur, Bildung, Politik, Wissenschaft und Touristik im Rahmen der Tagung "Industriekultur 2020. Positionen und Visionen für Nordrhein-Westfalen" in Dortmund vor. Veranstalter sind das Land NRW, die Landschaftsverbände Rheinland (LVR) und Westfalen-Lippe (LWL), der Regionalverband Ruhr (RVR), die Stadt Dortmund und die Stadt Essen.
Im Einzelnen legt die Charta fest, Industriedenkmäler als Impulse für die Stadtentwicklung zu nutzen und den Industrietourismus zu fördern, Unternehmen einzubinden und ehrenamtliches Engagement zu stärken, Qualitätsstandards auszubauen und "Industriekultur NRW" als Dachmarke zu etablieren.
Der Regionalverband Ruhr (RVR) steuert mit der Route Industriekultur einen wichtigen Baustein zur Denkmal-Landschaft bei. "Der Erfolg der Kulturhauptstadt ist auch ein Erfolg der Industriekultur. Die Ankerpunkte entlang der Route der Industriekultur haben sich vom Alleinstellungsmerkmal der Metropole Ruhr zu Besuchermagneten entwickelt. Sie sind mittlerweile beliebte Ziele für Städtereisende aus ganz Deutschland und Teilen Europas. Die guten Besucherzahlen in diesem Jahr zeigen, dass wir den Schwung der Kulturhauptstadt genutzt haben. Die Industriekultur wird auch zukünftig entlang des Kulturkanals oder bei der Emscherkunst eine wichtige Rolle spielen“, so RVR-Direktorin Karola Geiß-Netthöfel."

Alle Infos zur Tagung: www.industriekultur2020.de.
Die ausführliche Pressemitteilung: www.presse.metropoleruhr.de
Quelle: idr
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Alt 28.11.11, 20:05   #22
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Industriekultur im Ruhrgebiet soll Welterbe werden


Quelle: Aktuelle Pressefotos Metropole Ruhr: Ruhr Tourismus

PM:
"Der Landschaftspark Duisburg, der Gasometer in Oberhausen, die Zeche Zollern und Kokerei Hansa in Dortmund sowie der Schleusenpark in Waltrop, aber auch weniger bekannte Industriedenkmäler sollen Welterbe werden. Unter dem Titel "Zollverein und die industrielle Kulturlandschaft Ruhrgebiet" schlägt die Dortmunder Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur die ehemaligen Industrieanlagen im Rahmen eines Erweiterungsantrages für das UNESCO-Welterbe vor. Die Zeche Zollverein in Essen zählt bereits seit 2001 zum Welterbe.
Über ein Jahr lang hat die Stiftung mit Fachleuten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Denkmalpflege und Verwaltung das Welterbepotenziale im Ruhrgebiet erforscht. Das Ergebnis ist als Vorschlag im Rahmen des Interessenbekundungsverfahrens des Landes NRW zur Fortschreibung der deutschen Anmeldeliste für das UNESCO-Welterbe eingereicht. Die getroffene Objektauswahl hat einen explizit vorläufigen Charakter.
Nach Ansicht der Expertenrunde zeichnet sich das Ruhrgebiet durch Stätten von außergewöhnlichen universellen Wert aus, die "in weltweit einzigartiger Dichte und Ausdehnung die Veränderung einer Landschaft und die Entwicklung der Technik-, Industrie-, Sozial- und Stadtgeschichte von der Mitte des 19. bis weit in das 20. Jahrhundert hinein" dokumentieren.
Die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur hofft nun, dass der Vorschlag im Sommer nächsten Jahres in die zweite Runde geht. Dem UNESCO-Komitee gilt das industrielle Erbe auf der Welterbeliste bislang als unterrepräsentiert.
Der Regionalverband Ruhr (RVR) als Träger der Route der Industriekultur begrüßt die Initiative. Karola Geiß-Netthöfel, Direktorin des Regionalverbandes Ruhr: "Die Aufnahme weiterer denkmalgeschützter Standorte der Route der Industriekultur im Rahmen eines Erweiterungsantrages wird die öffentliche Aufmerksamkeit auf die Industriekultur als Alleinstellungsmerkmal der Metropole Ruhr weiter stützen. Erlebbare Industriekultur trägt als weicher Standortfaktor maßgeblich zum Imagewandel bei."

Infos:
www.industriedenkmal-stiftung.de
Quelle: idr
siehe auch:
Ruhrgebiet will Weltkulturerbe werden: Gespräch mit Ursula Mehrfeld von der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur - Soester Anzeiger
Gelsenkirchen - eine Stadt ohne Weltkultur? | DerWesten
Ruhrgebiet will Welterbe werden: Erzgebirge als Vorbild? - Emsdettener Volkszeitung
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Alt 20.12.11, 01:26   #23
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Dorsten: Zeche Fürst Leopold


Quelle: BW Fuerst Leopold-Dorsten - Wikipedia released in the GFDL and CC-by sa-2.0-de by Daniel Ullrich (Threedots)

PM: "
Bereits im Dezember des vergangenen Jahr beschloss das Kuratorium der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur die Eigentumsübernahme des Industriedenkmals "Fördermaschinenhaus Fürst Leopold Schacht 1/2". Nun wurde die Übertragung vollzogen und die Industriedenkmalstiftung ist jetzt neue Eigentümerin des Maschinenhauses. Sie wird einen Mietvertrag mit dem Verein für Bergbau-, Industrie- und Sozialgeschichte Dorsten e.V. schließen und zukünftig die Kosten für eine Instandhaltung an Dach und Fach tragen. Zudem wird die Stiftung den Verein auch im Hinblick auf den Betrieb des Hauses aktiv unterstützen. Mit der Übernahme leistet sie einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung des Gesamtstandortes, der innerhalb der Flächenplanung der Projektgesellschaft Fürst Leopold als "identitätsstiftende, historische Mitte" angesehen werden kann. Ursula Mehrfeld, Geschäftsführerin der Industriedenkmalstiftung, freut sich, gemeinsam mit dem engagierten Verein ein wichtiges Objekt der Dorstener Bergbaugeschichte für die Nachwelt bewahren zu können. Zusammen mit der Industriedenkmalstiftung möchte der Verein ein Informations- und Begegnungszentrum in dem historischen Maschinehaus entstehen lassen, um es für die Öffentlichkeit im Rahmen von Führungen, Ausstellungen und Veranstaltungen zugänglich zu machen. Auch ist es ein besonderes Anliegen des Vereins, die bergbauliche Geschichte Dorstens an Kinder und Jugendliche zu vermitteln, um den Standort so als außerschulischen Lernort zu etablieren. Ein Nutzungskonzept für dieses Vorhaben ist bereits erarbeitet und soll in den nächsten Jahren sukzessive realisiert werden."

Quelle: Newslist Route Industriekultur
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Alt 09.01.12, 02:27   #24
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Oberhausen: Zeche Alstaden Schacht 1



Bergwerksgeschichte:
Zwischen 1855-1859 erfolgte durch die Mülheimer Bergbau-KG Albert de Gruyter & Co. das Abteufen des Schachtes Alstaden 1.
Seit 1904 wurde der Schacht 1, nachdem Alstaden 2/3 die Förderung übernahm, nur noch zur Bewetterung genutzt.
1965 wurde der Wetterschacht stillgelegt und verfüllt.


Nachnutzung:
Heute sind von der Zeche "Alstaden" nur noch einzelne Gebäudeteile von Schacht 1 erhalten:
  • Das Pförtnerhaus und die ehemalige Direktorenvilla sind renoviert und werden als Wohnhäuser genutzt.
  • Die Pferdeställe sowie das Maschinenhaus sollen nun ebenfallls renoviert und als Veranstaltungsräume genutzt werden. So hat der Verleger Ernst Gerlach bereits vor einigen Jahren das Gelände erworben und beabsichtigt im Erdgeschoss des ehemaligen Pferdestalles 2012 ein 80m² großes Literaturcafe zu eröffnen. Das obere Geschoss wird zur Dachterrasse umgebaut. Die drei Werkstatträume werden zu einer großen Eventlocation verbunden. Um das 9000m² große Gelände herum soll ein Leseweg angelegt werden. Die Gestaltung für das Projekt übernahmen DRATZ&DRATZ ARCHITEKTEN.
Quellen:
SCHACHT: Schachtzeichen - Ruhr 2010
Literaturcafé soll auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Altstaden entstehen | DerWesten
Zeche Alstaden
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Alt 22.01.12, 22:49   #25
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Exkurs: Kreative Zwischennutzung

„Zwischennutzungen und Events sind auf der Zeche Lohberg als gezielte Methode der Öffentlichkeitsarbeit und Standortvorbereitung eingeplant und eingepreist.“ [Quartiersmanager Gerhard Seltmann | Stadtquartier Zeche Lohberg]

Miriam Beul-Ramacher schreibt in der FAZ über die zunehmende Beliebtheit kreativer Zwischennutzungskonzepte, bei der Leerstandsbekämpfung von Gewerbeflächen in NRW. Als erfolgreiches Beispiel kreativer Zwischennutzung wird auch das Stadtquartier Zeche Lohberg in Dinslaken erwähnt.

Leerstandsbekämpfung: Künstler und Kreative werden zu gern gesehenen Zwischennutzern - Immobilien - FAZ
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Alt 09.02.12, 13:28   #26
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Gelsenkirchen: Schacht Oberschuir


Quelle: Datei:Consol1.jpg – Wikipedia Urheber: Rasi57 | GNU-Lizenz für freie Dokumentation


Der zum ehemaligen Verbundwerk Zeche Consolidation gehörende Schacht Oberschuir ist vollständig erhalten und wurde nach seiner Sanierung [Das Kauengebäude wurde zu Eigentumswohnungen umgebaut] und Erweiterung [1996] um einen Glaskubus [Architekten: Pfeiffer und Ellermann] seit Oktober 2002 als StadtBauRaum genutzt. Nachdem es die letzten Jahre ein wenig still um den Stadtbauraum geworden ist, scheint es am Standort nun weiter zu gehen, mit den Themen Baukultur und Denkmalschutz.

PM:
"Mit dem Auslaufen der ersten Dekade Stadt-BauKultur NRW Ende des vergangenen Jahres stellte sich auch die Frage nach der Zukunft des StadtBauRaum in Gelsenkirchen. Die Auflösung des Trägervereins „Europäisches Haus der Stadtkultur“, der Geschäftsstelle der Landesinitiative mit Sitz auf der Zeche Rheinelbe in Gelsenkirchen, war auch die weitere Nutzung der „Galerie für Architektur und Arbeit“ an der Boniverstraße als Veranstaltungslocation der Initiative fraglich. Nun hat sich das Land - unter Einbeziehung des Kuratoriums der Landesinitiative StadtBauKultur - entschieden, den bisherigen Trägerverein unter der Bezeichnung „NRW StadtBauKultur 2020 e. V.“ weiter zu führen.

Die künftige Nutzung des StadtBauRaum auf der ehemaligen Zeche Oberschuir soll nach der Neuaufstellung des Vereins konkretisiert werden, ist aber zunächst in Aussicht gestellt. Der Gelsenkirchener Kulturdezernent Dr. Manfred Beck, zugleich stellvertretender Vorsitzender des Trägervereins, kündigte an, man werde innerhalb der ersten Jahreshälfte ein Nutzungskonzept entwickeln. Bislang haben pro Jahr etwa 200 Veranstaltungen im StadtBauRaum an der Boniverstraße stattgefunden."

Quelle: AKNW: Zukunft für den StadtBauRaum in GE
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Alt 08.03.12, 22:51   #27
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Dortmund: Kokerei Hansa


Quelle: Industriedenkmal-Stiftung | Pressefotos

PM:
"Auf dem Standort der ehemaligen Kokerei Hansa in Dortmund-Huckarde [zur Geschichte der Kokerei_Hansa.pdf] ]startet die RAG Montan Immobilien auf einer Fläche von ca. 27 Hektar mit umfangreichen Sanierungsmaßnahmen. Die Arbeiten umfassen im Wesentlichen die Errichtung eines Landschaftsbauwerks, den Bau einer Abfangdrainage zur Aufnahme und Reinigung des Grundwassers, die Durchführung abschließender Rückbaumaßnahmen und die Sanierung der Bodenflächen.

Bei den Untersuchungen des Bodens und des Grundwassers wurden in verschiedenen Bereichen der ehemaligen Betriebsanlagen Belastungen durch vorwiegend kokereispezifische Schadstoffe festgestellt. Auf Grundlage dieser Untersuchungsergebnisse sind Sicherungs- und Sanierungsmaßnahmen erforderlich, die in einem Sanierungsplan zusammengefasst wurden. Dieser Sanierungsplan wurde von der zuständigen Bergbehörde der Bezirksregierung Arnsberg und den zuständigen Fachstellen bei der Stadt Dortmund als Träger öffentlicher Belange überprüft, zugelassen und gemäß § 13 Abs. 6 Bundesbodenschutzgesetz für verbindlich erklärt.
Wesentliches Element des Sanierungsplans ist die Aufnahme und Umlagerung von belasteten Bodenmassen in ein Landschaftsbauwerk. In dem hügelähnlichen mit einer qualifizierten Oberflächenabdichtung abgedeckten Bauwerk sind diese Materialien nachhaltig sicher eingebaut. Das ca. 7 m hohe Landschaftsbauwerk wird nach Fertigstellung mit Vegetations- und Oberboden überdeckt und anschließend begrünt.
Weiterhin wird im Rahmen der Baumaßnahme das in den quartären, oberflächennahen Bodenschichten vorhandene, mit kokereispezifischen Schad-stoffen durchsetzte Grundwasser im Abstrom, d.h. parallel zur Emscherallee mittels einer Drainage abgefangen und zu einer Grundwasserbehandlungsanlage geführt.
Drittes Element der Sanierungsmaßnahme ist der kontrollierte Rückbau von ehemaligen, nicht denkmalgeschützten Kokereigebäuden. Dazu zählen das Schalthaus, das Maschinenhaus, die elektrische Gasreinigung und die Gasvorkühler. Vor dem eigentlichen Gebäuderückbau werden alle nicht-mineralischen Bauteile entfernt, sortiert und einer geordneten Verwertung bzw. Entsorgung zugeführt.
Abschließend werden alle sanierten Teilflächen genauso wie das Landschaftsbauwerk mit geprüftem sauberem Boden abgedeckt. Dadurch wird sichergestellt, dass künftig von den Flächen keinerlei Gefährdung für Mensch und Umwelt ausgeht.
Nach Abschluss der gesamten Sanierungsmaßnahmen voraussichtlich im Sommer 2014 wird seitens der zuständigen Bergbehörde der Bezirksregierung Arnsberg die Beendigung der Bergaufsicht festgestellt und die sanierte Fläche an den Regionalverband Ruhr (RVR) übergeben. Die Bergaufsicht ist eine besondere gesetzliche Regelung, der alle betrieblich genutzten sowie ehemaligen Standorte des Bergbaus unterliegen. Erst nach Beendigung der Bergaufsicht können weitere Planungen auf der Fläche erfolgen. Das dortige Grundwasser wird dagegen weiterhin der Bergaufsicht unterliegen und regelmäßig überwacht."

Quelle: Auf der ehemaligen Kokerei Hansa starten jetzt die Sanierungsmaßnahmen - RAG Montan Immobilien
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Alt 19.03.12, 11:46   #28
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Update: Dinslaken - Kreativ.Quartier Lohberg



Das sind die nächsten Schritte im Kreativ.Quartier Lohberg:
  • PM: "Bis Herbst 2012 werden die Ausführungspläne für Bergpark und Lohberg Corso vorliegen und die Bauaufträge vergeben sein. Der Baubeginn kann dann noch in 2012 erfolgen; das Projekt wird im Jahr 2014 abgeschlossen sein. Mit dem Bau des Bergparks beginnt auch die Umsetzung des Leitgedankens „Lohberg und die Halde werden eins“. Der begleitende Bau des fußläufigen Lohberg Corsos als attraktiver Nord-Süd-Achse ist eine wichtige Voraussetzung zur Akquisition von Investoren für die Bestandsgebäude und Neubauflächen.
  • Ab Frühjahr werden die am östlichen Rand der Kernfläche gelegen Gebäude – darunter das ehemalige Schalthaus – und die frühere Waschkaue abgerissen. Wegen des Rückbaus der Waschkaue wird auch die Lohn-und Lichthalle vorübergehend leergezogen.
  • Alle bisherigen Nutzer der Lohn-und Lichthalle ziehen in den nächsten Wochen in das Gesundheitshaus um; dort haben sich zwischenzeitlich bereits weitere Mieter etabliert. Nach Abriss der Waschkaue und einer zurückhaltenden Modernisierung der Lohn-und Lichthalle werden dort gegen Jahresende zusätzliche Räume für weitere Nutzer zur Verfügung stehen. Das ist dringend nötig, denn die Nachfrage nach Räumen im KQL steigt.
  • Am 13. Februar hat der Planungsausschuss des Rates den Aufstellungsbeschluss zum Bebauungsplan 303.04 für den Bereich des Lohberg Corsos, des Zentral- und Gewerbeclusters gefasst. Damit wird Planungsrecht für einen Großteil der Fläche geschaffen. Im Frühjahr wird die Öffentlichkeit einbezogen werden; die Offenlage ist für den Sommer vorgesehen. Auf Grund des für Anfang 2013 vorgesehenen Baubeginns für den Lohberg Corso muss der Satzungsbeschluss im Dezember 2012 erfolgen. Im Anschluss daran steht der Bebauungsplan für das Wohncluster an.
  • Die planerischen Vorarbeiten der Stadt Dinslaken für die Ostumgehung sind abgeschlossen. Seitens des Landes wurde signalisiert, dass mit einem Zuwendungsbescheid im Laufe des Sommers zu rechnen ist. Die Bauarbeiten können dann voraussichtlich im Jahr 2013 beginnen.
  • Die Entwicklung des KQL zum einem Musterprojekt der Energieeffizienz ist ein gemeinschaftliches Ziel von Stadt Dinslaken und RAG Montan Immobilien GmbH. Dazu sind konzeptionelle Vorüberlegungen eingeleitet, die im Laufe des Jahres durch ein übergreifendes Energiekonzept untersetzt und verdichtet werden.
  • Mit einer Werkstatt zur Kunst im Bergpark und einem Gutachterverfahren für Architekten zur Neubebauung der ehemaligen Waschkauenfläche sind bereits zwei Verfahren auf den Weg gebracht, die wichtige Etappen der Realisierung im KQL markieren. Das Gutachterverfahren hat bereits begonnen und wird im Mai abgeschlossen sein. Der ausgewählte Entwurf wird als Grundlage zur Akquisition erster Investoren für das Gelände dienen. Ebenfalls im Mai fällt der Startschuss für das partizipative Verfahren für die Kunst im Bergpark. Im Rahmen der international besetzten Werkstatt sollen KünstlerInnen ausgewählt werde, die in enger Zusammenarbeit mit Akteuren aus dem Stadtteil Lohberg Kunstwerke für den Bergpark entwickeln und realisieren."
Quelle: Viel Bewegung im Kreativ.Quartier Lohberg - RAG Montan Immobilien
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Kamp-Lintfort: Nachnutzung Bergwerk-West


Die Lohn- und Lichthalle des Bergwerks West | Quelle: RAG Montan Immobilien

Silvester 2012 fährt die letzte Schicht im Bergwerk West an. 2.782 Mitarbeiter, 2,6 Millionen Tonnen Kohle Jahresförderung, ein untertägiges Streckennetz von 112 km [Stand: 31.12.2010] gehören dann entgültig der Vergangenheit an. Die Folgenutzung der Bestandsbauten soll sich zukünftig folgendermaßen gestalten:

PM: "Im Rahmen der Grundlagenermittlung zur Standortentwicklung Bergwerk West untersuchte das Architekturbüro Böll, das bereits auf mehreren Industrie- und Zechenstandorten tätig war, ausgewählte städtebaulich und baukulturell bedeutsame Bestandsgebäude des Bergwerks hin auf ihre Umnutzungspotentiale.
  • Diese Studie umfasste 26 Gebäude im unmittelbaren Umfeld der Schächte, im Bereich der Ausbildung sowie Einzel- und Sondergebäude. Für die Nachnutzungsüberlegungen wesentliche Rahmenbedingungen wie Lage, Erschließung oder etwa die Belichtung jedes einzelnen Gebäudes wurden genauso untersucht wie die einfache Gliederung der Gebäude nach Geschossbauten, Hallen und Maschinenhallen. Als mögliche Nachfolgenutzungen werden gewerbliche Nutzungen, Büro/Verwaltung oder Wohnen genannt– andere Folgenutzungen sind aber nicht ausgeschlossen.
  • Das große Verwaltungsgebäude mit der Lohnhalle und dem repräsentativen Haupteingang ist sicherlich eines der Schmuckstücke des Bergwerks. Doch knifflige Fragen stecken im Detail: für eine zukünftige Büronutzung beispielsweise muss in das Gebäude investiert werden, die Treppenhäuser erschließen nicht jeden Gebäudeteil; es fehlt ein Aufzug. In der ersten Bewertung zur Wirtschaftlichkeit bleibt die Frage offen, inwieweit sich das große Volumen der Lohnhalle vermarkten lässt.
  • Konkretere Vorstellungen gibt es bereits für die Lehrwerkstätten der RAG. Diese könnten an die Hochschule Rhein-Waal vermietet werden, die hierdurch in die Lage versetzt wäre, die Lehre in den Bereichen Elektrotechnik, Mechanik und der Physik besser durchführen zu können. Außerdem könnten dann auch weitere Angebote wie eine Sommerschule angeboten werden.
  • Mit dem weiteren Wachsen der noch jungen Hochschule am Standort verbunden ist die Hoffnung, dass hochschulnahe Dienstleister und Gewerbetreibende sowie Unternehmensgründer auf dem Zechengelände angesiedelt werden können und das studentische Leben in Kamp-Lintfort erfahrbar wird.
  • In direkter Nachbarschaft möchten sich Traditionsvereine wie die Fördergemeinschaft für Bergmannstradition und die Steigergemeinschaft West engagieren und ein Zentrum bergmännischen Brauchtums schaffen. In der „Projektwerkstatt“ könnte die Tradition gepflegt und zudem mit dem Lehrstollen ein touristischer Anziehungspunkt geschaffen werden. In diesem Sonderbau sind mehrere Stollen der untertägigen Situation zu Übungszwecken nachempfunden. Aufgrund der Besonderheit des Gebäudes hält auch das Büro Böll eine museale Nutzung zum Erhalt der Kultur und der Geschichte des Bergbaus für denkbar. Ob diese Idee letztendlich umsetzbar ist, hängt auch davon ab, ob man ein tragfähiges Betreiberkonzept findet.
  • Es wird nicht für jedes Gebäude auf Anhieb eine Nachnutzung geben können. Nicht jedes Gebäude ist darüber hinaus aufgrund seines baulichen Zustands erhaltenswert, so dass auch über Abriss und Neubebauung nachgedacht werden muss. Aufgrund ihres standortprägenden Charakters und der Erhaltenswürdigkeit empfiehlt das Büro Böll hautsächlich eine Nachnutzung des Gebäudeensembles entlang der Friedrich-Heinrich-Allee. Hier ist die Ansiedlung von Dienstleistungs- und Gewerbebetrieben genauso denkbar wie Wohnen und Freizeitwirtschaft. Viele Bürger Kamp-Lintforts können sich auch ein gastronomisches Angebot in den altehrwürdigen Gebäuden vorstellen. Um diese Zielsetzung zu erreichen, wird es auch darauf ankommen, Investoren und Architekten zu finden, die einen langjährigen Erfahrungsschatz im Bereich des Umbaus und der Sanierung von Industriearchitektur, dazu Entschlossenheit und Begeisterung für den Standort mitbringen."
Quelle: Die Bestandsgebäude auf dem Bergwerk West - RAG Montan Immobilien
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nikolas ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.04.12, 09:59   #30
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Kamp-Lintfort: Masterplan für das Bergwerk-Gelände

Die RP vom 17.03.2012 berichtete über den Stand der Planungen für das 40 Hektar große, inmitten der Stadt gelegene Gelände des einstigen RAG-Bergwerks. Vorgesehen sind genauso ein Standort der Hochschule Rhein-Waal im Norden wie auch Logistiknutzung auf dem Kohlenlagerplatz im Süden.

Mehr Gehalt bietet die städtische Webseite Masterplan Bergwerk West - das Bergwerk soll zum 31.12.2012 stillgelegt werden. Es gab bereits Bürgerversammlungen, weitere sind noch für dieses Jahr geplant. Mehrere Bauten sollen erhalten bleiben.

# Projektzeitung vom März 2012 als PDF
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