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Alt 25.07.08, 18:53   #31
pflo777
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pflo777 ist einfach richtig nettpflo777 ist einfach richtig nettpflo777 ist einfach richtig nettpflo777 ist einfach richtig nettpflo777 ist einfach richtig nett
In Oberhausen macht die MWO---Modellbahn Welt Obehrausen auf.

Ziel der Anlage ist es, auf 2 mal 400 qm² eine bzw. 2 anlagen aufzubauen, die das Rurhgebiet einmal im Zustand der 60er zu zeigen, und einmal wie es heute ist, also den Strukturwandel für den Besucher darzustellen.

Die 60er Jahre anlage ist schon fertig, und wird am 1.8 eröffnet.

Die identische, aktuelle anlage wird dann gleichzeitg unter den augen der besucher gebaut bzw. fertiggestellt

Auf der Website gibts videos und Bilder dazu...

Ich finds ne tolle idee, auch die Themenwahl gefällt mir ( ist mal was anderes, als eine Miniatur-Wunderland-Hamburg- Kopie....)

http://www.modellbahnwelt-oberhausen...=start&lang=de
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Alt 26.07.08, 11:37   #32
Stefan Junger
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Stefan Junger wird schon bald berühmt werdenStefan Junger wird schon bald berühmt werden
^^ Sehr interessant ist der regionale Bezug. Die Fotos auf der Webseite sind schon vielversprechend. Man hat sich echt Mühe für die vielen Detail gemacht. Ich bin schon gespannt.
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Alt 30.07.08, 17:02   #33
Bewacher
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Bewacher hat die ersten Äste schon erklommen...
Da gerade von Oberhausen die Rede ist... Die NRZ vom 29. Juli 2008 berichtet über ein Projekt mit 25-28 Luxus-EFHs/DHHs auf ca. 20.000qm Grund (also 12,5-14 WE/Hektar) an der Immenstraße. Die üblichen Proteste der SED/PDS und der Anwohner sind trivial, aber aufmerksam wurde ich auf die Aussage des Fraktionschefs einer der beiden großen Parteien, man wolle der Stadtflucht begegnen. So ganz offen und ehrlich: Eine denkbar dünn besiedelte Siedlung am Rand jeglicher Stadtbebauung (s. Google-Karte) ist für meine Begriffe Stadtflucht wie es im Buche steht. Dieser würde man begegnen, würde man ein MFH mit Luxuswohnungen irgendwo zentrumsnah bauen - hätte so ein Projekt in Oberhausen überhaupt Chancen? (Nicht nur in Düsseldorf, sondern auch z.B. in Mülheim/Ruhr gibt es einige davon.)
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Alt 30.07.08, 17:48   #34
Echnaton
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Echnaton braucht man einfachEchnaton braucht man einfachEchnaton braucht man einfachEchnaton braucht man einfachEchnaton braucht man einfachEchnaton braucht man einfach
Gemeint ist die Flucht jenseits der Stadtgrenzen. Es geht nicht um Städtebau (etwa Verdichtung) sondern um die Einwohnerzahlen und mithin um Steuereinnahmen, Schlüsselzuweisungen und um Image.
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Alt 30.07.08, 18:50   #35
Bewacher
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Bewacher hat die ersten Äste schon erklommen...
^^ Wenn man die Stadtgrenze von Oberhausen überschreitet, landet man ebenfalls in Städten, die meist Großstädte sind (z.B. Duisburg, Mülheim, Essen) und kaum besser ausschauen - warum eigentlich sollte das jemand ohne besondere Gründe tun?

Nichtdestotrotz: Gerade das fand ich einer Meldung wert, dass man in der Kommunalpolitik Ruhrgebiets anders Begriffe besetzt, die in der Welt der Stadtplaner eine andere Bedeutung haben. Dies gilt übrigens auch für Medien - das hier beschriebene Projekt Rissestraße in Hagen liegt zwar minimal zentraler als jenes in Oberhausen (wo man übrigens fragen müsste, um die Nähe zum welchen der drei alten und einem neuen Zentrum es geht) - großzügige EFHs und Doppelhäuser kann man jedoch schlecht als eine Rückkehr ins urbane Umfeld bezeichnen. In dem zweiten Artikel zitiert man sogar den Hagener Stadtplaner, der meint, in solchen Siedlungen würde man Urbanität vermissen - und dann wird als Remedium die Errichtung von genau solcher Siedlung verkauft! Mit weniger Diplomatie könnte ich auf Formulierungen wie Etikettenschwindel oder Verwechslung der Begriffe kommen.

In Düsseldorf vermisse ich bei manchen Projekten eine oder zwei Etagen der MFH-Anlagen, aber dort behauptet zumindest keiner, man würde etwas mit etwas begegnen, was ganz genau das ist, dem man es zu begegnen vorgibt. In den zwei zitierten Beispielen aus dem Ruhrgebiet geht es ja nicht um die Rückkehr in die Stadt im allgemein so verstandenen städtebaulichen Sinne, sondern um massive Zersiedlung, die lediglich möglichst innerhalb der eigenen administrativen Grenzen betrieben wird - auf die man das derzeit in Mode kommende Etikett der Rückkehr in die Stadt draufklebt.

Geändert von Bewacher (30.07.08 um 19:21 Uhr)
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Alt 01.08.08, 12:42   #36
Kyrosch
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Kyrosch hat die ersten Äste schon erklommen...
Programmhinweis: WDR-Fernsehn, Sonntag, 20.15 h

Am Sonntag, 3.8.2008 moderiert Tamina Kallert im WDR-Fernsehn um 20.15 h wieder ihre Sendung "Wunderschön". Dieses Mal geht es um die Ruhr von der Quelle in Winterberg bis nach Duisburg zur Mündung in den Rhein. Die Sendung dauert 90 Minuten und beschäftigt sich natürlich nicht alleine mit dem Fluss sondern auch mit dem Gebiet, dem dieser Fluss den Namen verliehen hat.
http://www.derwesten.de/nachrichten/...57/detail.html
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Alt 01.09.08, 16:14   #37
Turmbauer
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Turmbauer könnte bald berühmt werden
Zitat:
Zitat von Bewacher Beitrag anzeigen
^^ Wenn man die Stadtgrenze von Oberhausen überschreitet, landet man ebenfalls in Städten, die meist Großstädte sind (z.B. Duisburg, Mülheim, Essen) und kaum besser ausschauen - warum eigentlich sollte das jemand ohne besondere Gründe tun?
Ganz einfach, weil es zumindest in Mülheim und Essen bei weitem mehr schöne Wohnquartiere und landschaftlich reizvolle Gegenden gibt als in Oberhausen, und das nicht nur im idyllischen Ruhrtal, sondern auch an der Stadtgrenze zu OB. Als Beispiel möchte ich den an der Stadtgrenze zu Oberhausen und auf Essener Stadtgebiet liegenden Großraum Borbeck nehmen, der einige Stadteile mit ländlichen Strukturen aufweisen kann. Hier werden seit einiger Zeit schon fleißig Eigenheime gebaut. Leider passen sich die Grundstückspreise immer mehr denen im südlichen Essen an.
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Alt 18.10.08, 11:54   #38
Kyrosch
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Kyrosch hat die ersten Äste schon erklommen...
Wir gründen Deutschlands größte Stadt

Näheres zu dem Thema im Raume Essen:

http://www.deutsches-architektur-for...504#post195504
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Alt 06.11.08, 14:20   #39
Kyrosch
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Kyrosch hat die ersten Äste schon erklommen...
Falls sich hier im Forum noch jemand darüber wundert,.....

...........warum viele Investoren immer noch einen großen Bogen um das Ruhrgebiet machen:

Offener Brief als Mail zugestellt

Sehr geehrte Frau Künast,

auf der Preisverleihung „Goldenes Lenkrad“ am 5. Nov.2008 in Berlin sagten Sie unter anderem Folgendes, wörtliches Zitat:
„Wenn man mit diesem Auto durchs Ruhrgebiet fährt, kommt die Luft hinten sauberer raus, als sie vorne eingesaugt wurde“.
Dieser Satz ist eine einzige Unverschämtheit und Beleidigung von 5,3 Mio. Menschen dieser wundervollen Region.
Dieser Satz aus dem Munde einer Frau, die selbst in Recklinghausen geboren wurde, mithin ein „Kind des Ruhrgebietes“ ist, macht das Ganze umso unverständlicher, da gerade Sie es besser wissen müssten. Denn dieser Satz entspringt purem Populismus, bedient alte, längst überholte Klischees und ist ausschließlich dazu angetan, sich selbst in kriecherischer Weise der Automobilindustrie anzudienen und dort Stellen aufzusuchen, die ich nicht einmal eines Blickes würdigen würde.
Blanker Populismus und Opportunismus aus dem Munde der Fraktionsvorsitzenden der Grünen im Deutschen Bundestag auf Kosten des Ruhrgebietes und seiner Menschen; auf Kosten einer Region, ohne die Deutschland bei Weitem nicht das wäre, was Deutschland heute ist; einer Region, die Deutschland weltweites Ansehen verschafft hat und maßgeblichst zur Prosperität des Gesamten beigetragen hat; einer Region, die ein Musterbeispiel für Integration und friedlichem Zusammenleben von mehr als 150 unterschiedlicher Nationalitäten und Kulturen ist.
Und dieser Region, auf die die Menschen zu Recht stolz sind, dieser Region und seiner Menschen wollen Sie auf derart billige Art und Weise ans Knie p……?
Billig, schäbig, charakterlos; andere Adjektive habe ich dafür nicht!
Frau Künast! Ich fordere Sie hiermit öffentlich auf, sich für diesen bösartigen Fauxpas gegenüber dem Ruhrgebiet und seiner Menschen öffentlich zu entschuldigen.
Darüber hinaus fordere ich Sie auf, als Bundesvorsitzende der Grünen umgehend von allen ihren Parteiämtern zurückzutreten und nicht mehr für den Deutschen Bundestag zu kandidieren
Sie haben sich unmöglich und damit unwählbar gemacht.

Glück auf
Volker Eichler

Für Kontaktaufnahme zu Frau Künast:
http://www.renate-kuenast.de/kontakt/
++++++++++++++

Wer will, dass im Ruhrgebiet gebaut wird, braucht Investoren. Wer Investoren gewinnen will, muss sich derartigen Aussagen exponierter Politiker und Politikerinnen widersetzen. Das habe ich versucht und bin noch dabei. Die Pressearbeit hierzu ist angelaufen.

Glück auf
Kyrosch
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Alt 06.11.08, 15:32   #40
Stefan Junger
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Stefan Junger wird schon bald berühmt werdenStefan Junger wird schon bald berühmt werden
Zitat:
Zitat von Kyrosch Beitrag anzeigen
[...]„Wenn man mit diesem Auto durchs Ruhrgebiet fährt, kommt die Luft hinten sauberer raus, als sie vorne eingesaugt wurde“[...]
Der Satz war sicher nur ironisch gemeint, aber manschmal fehlt es unseren Politikern eben am nötigen Feingefühl Der Satz hätte zumindest relativiert werden müssen.
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Alt 07.11.08, 18:10   #41
Kyrosch
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Kyrosch hat die ersten Äste schon erklommen...
Wir haben es getan

Auf Wunsch eines einzelnen Herrn aus dem Essener Forum hier mein Bericht von der Gründungsversammlung zur Gründung der größten Stadt Deutschlands. Die Veranstaltung fand am 5. November 2008 im MIR (Musiktheater im Revier) in Gelsenkirchen statt.
Anwesend waren mehr als 560 Gründungsmitglieder, der Verein Pro-Ruhrgebiet hatte als Veranstalter mit etwa 500 Besuchern gerechnet. Man kann also durchaus von einer regen Beteiligung sprechen, zumal nicht in aufwendiger Art und Weise mobilisiert worden ist.
Anwesend waren unter anderem:
Dr. Norbert Lammert aus Bochum, Präsident des Deutschen Bundestages und somit die Nr. 2 hinter dem Bundespräsidenten.
Frank Baranowski, Oberbürgermeister der Stadt Gelsenkirchen.
Regina van Dinther, die Präsidentin des Landtages von NRW.
Rudi Assauer aus Dortmund und Gelsenkirchen (ich denke, der Mann ist bekannt <smile>
Will Wülbeck aus Oberhausen, Weltmeister im Laufen über 800 Meter von 1983 und nach wie vor Inhaber des Deutschen Rekordes seit 1983 auf dieser Stecke.
Christian Keller aus Essen, vielfacher Deutscher Meister, Welt- und Europameister im Schwimmen.
Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer aus Bochum, der vielleicht weltweit renommierteste Mediziner aus der Metropole Ruhr.
Last but not least Dr. Jürgen Großmann, Mülheim, Vorstandsvorsitzender des RWE-Energiekonzerns.
Soweit das who ist who der Veranstaltung, was ich damit sagen will, es waren nicht nur einige spinnerte Typen wie ich dort, sondern durchaus respektable, honorige Frauen und Männer, die auch mit ihrem guten Ruf für die gemeinsame Sache einstehen und dafür auch bereit sind, ihre Gesichter in die Kameras zu halten.
Zu den Inhalten und zur Einordnung der Veranstaltung: Alle Rednerinnen und Redner haben sich unzweideutig zum Zusammenwachsen der Metropole Ruhr in den heutigen Grenzen des RVR bekannt und dieses Ziel mit Nachdruck und unter Beifall aus dem Publikum gefordert. Alle Rednerinnen Redner haben ein gewähltes Parlament für die regionale Ebene zwischen dem Landtag und den Kommunalparlamenten für das Ruhrgebiet gefordert. Alle Rednerinnen Redner haben ein gewähltes „Gesicht“ für das Revier gefordert, das dem gewählten Parlament angehören/ und oder ihm vorstehen soll. Mein Eindruck war, dass die gesamte Veranstaltung und die dort gemachten Forderungen auf uneingeschränkten Konsens trafen.
Alle Rednerinnen Redner begründeten aus ihrer jeweiligen individuellen Sicht, warum das enge Zusammenwachsen der Metropole Ruhr eine derart existenzielle Bedeutung für uns alle hat. Professor Grönemeyer aus Sicht eines medizinischen Globalplayers, der seinen Gesprächspartnern in der Welt immer erklären muss, dass er aus Bochum, aus dem Ruhrgebiet near Cologne komme, weil niemand Bochum oder das Ruhrgebiet kenne - Prof. Dr. Elmar W. Weiler, der von der inzwischen gegründeten Allianz der drei Ruhrgebietsuniversitäten sprach, die erst jetzt auf der Weltkarte mit ihren insgesamt 89.000 Studenten wahrgenommen werde und eine „gewisse Excellenz“ erfahre oder auch Willi Wülbeck, der eindrucksvoll berichtete, wie wichtig das Zusammenwachsen der Region auch und gerade für den Sport sei.
Natürlich begründeten die Politiker aus ihrer Sicht, Unternehmer aus ihrer Sicht und Kulturschaffende aus ihrer Sicht die jeweilige Bedeutung, die das zusammenwachsen für jede einzelne dieser Spaten hat. Das alles hier aufzuführen würde aber den ohnehin schon von mir gesprengten Rahmen noch sehr viel weiter auseinandersprengen.
Zum Abschluss der Veranstaltung hatte noch jedes Gründungsmitglied die Möglichkeit, sich mit seiner Unterschrift in der ausliegenden Gründungsurkunde zu verewigen.
Ein letztes zur Einordnung dieser Veranstaltung: Erstmals in der Geschichte des Ruhrgebietes haben sich Menschen aus zahlreichen Städten des Ruhrgebietes zusammengefunden, um ihr Schicksal und das der gesamten Region selbst in die Hand zu nehmen. Wir haben es hier mit einem ausgesprochen sympathischen Vorgang der Willensbildung zu tun, in dem den Menschen nichts von oben aufoktroyiert wird, sondern in dem die Menschen selbst hergehen, um ihren Weg selbst zu bestimmen. Insofern war es für mich ein historisches Ereignis, bei dem ich sehr gerne zugegen gewesen bin.
Nun liegt es an diesen Menschen, die oben erwähnten Ziele mit Zähigkeit und Ausdauer zu verfolgen, denn es werden dicke Bretter zu bohren sein.
Tatsache ist: „Ich bin dabei“
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Alt 08.11.08, 01:23   #42
Philip
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Philip könnte bald berühmt werdenPhilip könnte bald berühmt werden
ahem... *räusper*
Ich maße mir einfach mal an, im Namen der großen, schweigenden Mehrheit nachgefragt zu haben.
Vielen Dank für deinen Bericht!

Ganz so unbekannt wie du sie beschrieben hast, sind vor allem die größeren Ruhrgebietsstädte jetzt nicht. Essen ist teilweise aufgrund der Messe bekannt; Bochum und Dortmund durch ihre Fußballvereine.
Die Fußballbundesliga wird beispielsweise in China auf CCTV5 live übertragen (der Sender wird auch im Internet gestreamt und ist so auch hier erreichbar )

Alles in allem suggeriert dein Bericht eine ganz nette Veranstaltung. Schade, dass ich nicht die Möglichkeit hatte dabei zu sein (und ein paar Visitenkarten einzusacken), denn wünschenswert erscheint mir die Vision auf jeden Fall.
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Alt 08.11.08, 13:17   #43
sebastian c
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sebastian c ist einfach richtig nettsebastian c ist einfach richtig nettsebastian c ist einfach richtig nettsebastian c ist einfach richtig nettsebastian c ist einfach richtig nett
Auch wenn`s bisher wohl nur die Willensbekundung einer vagen Vision gewesen ist: Wie könnte so eine "Metroploe Ruhr" denn rechtlich/strukturell aussehen? Entmachtung der einzelnen Stadträte und ein "Mega-Stadtrat"??


p.s. Thema Bekanntheit: Das ist wohl nicht nur ein Ruhrgebiets-spezifisches Problem, sondern abgesehen von ein paar Ausnahmen wie in NRW vielleicht Köln oder Düsseldorf ein Problem vieler Städte in dicht besiedelten Regionen. (Ich sag immer: Würde unser Städtchen 10km südlich in Rheinland-Pfalz liegen wäre es dort eine der größten Städte des Landes und super bekannt, in NRW dagegen geht man in der Masse der Städte ein wenig unter, das ist ja ganz logisch. Vergleicht einfach mal die Bekanntheit von Siegen mit Koblenz oder Trier...)

Und was die internationale Bekanntheit von Bochum und Co angeht kann ich nicht viel dazu sagen, aber zumindest bundesweit dürften die Städte doch mittlerweile auf einem guten Weg sein...Die Bundesliga-Clubs, EKZs wie das Centro, Veranstaltungsorte wie die Westfalenhallen, die Kulturhauptstadt-Geschichte, die Love-Parade, innovatie Attraktionen wie die ZOOM-Erlebniswelt in Gelsenkirchen, regionale "Helden" wie Grönemeyer oder Atze Schöder ...man nimmt euch schon wahr.
Was vielleicht fehlt sind wirklich einmalige Sehenswürdigkeiten mit Weltrang....aber den Kölner Dom kann man nunmal nicht einfach nachbauen und das original Hofbräuhaus gibts halt eben auch nur einmal..
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Alt 09.11.08, 16:29   #44
Kyrosch
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Kyrosch hat die ersten Äste schon erklommen...
Zitat:
Zitat von sebastian c Beitrag anzeigen
Auch wenn`s bisher wohl nur die Willensbekundung einer vagen Vision gewesen ist: Wie könnte so eine "Metroploe Ruhr" denn rechtlich/strukturell aussehen? Entmachtung der einzelnen Stadträte und ein "Mega-Stadtrat"??
Eine sehr gute Frage, Sebastian, für die ich Dir sehr dankbar bin. Hierzu habe ich ein 4-Punkte-Papier verfasst, das ich auch dem stellvertretenden CDU-Vorsitzenden von NRW und designierten Vorsitzenden der Ruhrgebiets-CDU, Oliver Wittke, zugeschickt habe. Ebenso dem Ministerpräsidenten. Ich kopiere es Euch hier hinein. Das sind im Grunde die grundsätzlichen Positionen der Befürworter, die sich nur marginal in kleineren Einzelpunkten unterscheiden. Mein Tipp an die Interessierten, lest es erst mal durch, auf die folgenden Fragen gehe ich dann gerne ein.

Mein Papier im Folgenden:

Verwaltungsstrukturreform

1. Schaffen Sie 3 Gebietskörperschaften: Rheinland, Westfalen und das Ruhrgebiet. Nennen Sie das Ruhrgebiet Metropole Ruhr, Revier oder auch einfach Ruhrgebiet, diese Frage ist zunächst sekundär.

2. Jede dieser Gebietskörperschaften wird von einem Repräsentanten/ einer Repräsentantin anstelle der bisherigen Regierungspräsidenten geführt und vertreten. Dieser Repräsentant, diese Repräsentantin ist direkt oder indirekt vom Volke der betreffenden Gebietskörperschaft zu wählen. Die bisherigen Aufgaben der Regierungspräsidenten gehen auf ihn/ sie über. Nennen Sie dieses Amt Regionalbürgermeister, Erster Bürgermeiser, Regierender Bürgermeiser, wie auch immer.

3. Auch die Regionalparlamente sind zukünftig durch das Volk demokratisch zu legitimieren, das heißt, wie auch alle anderen Parlamente in Deutschland werden sie bei Wahlen ermittelt und erhalten die erforderlichen Kompetenzen, die sie für ihre Arbeit benötigen, so, wie das bei allen deren Parlamenten auch der Fall ist. Bleiben Sie bei der Begrifflichkeit Regionalparlament.

4. Die Landschaftsverbände sind aufzulösen, die Aufgaben der bisherigen Landschaftsverbände werden den unter Punkt 2 und 3 aufgeführten Institutionen zugeordnet.

Note: So stelle ich mir eine neue Verwaltungsstrukturreform aus einem Guss vor. Einfach, klar, transparent, konsequent, demokratisch und identitätsstiftend.
Einfach, klar und transparent, weil sie vom Bürger nachvollzogen und verstanden werden kann. Was heutzutage in den Regierungspräsidien abläuft, kann kein normaler Bürger mehr nachvollziehen, das versteht auch niemand mehr.
Demokratisch und konsequent, weil wir in Europa auf allen Ebenen (Bezirksvertretungen, Räte, – Regierungspräsidien – Landesparlamente, Bundesparlament und Europaparlament) demokratisch legitimierte Vertreter haben. Nur auf der 3-ten Ebene – die Regierungspräsidien- haben wir Beamtenapparate, deren Legitimation von der Landesregierung erteilt und deren Parlamente nicht demokratisch gewählt, sondern proportional zusammengestellt sind.
Ein Anachronismus ohne Gleichen!!!
Und last but not least ist sie identitätsstiftend, weil die Menschen ihre Vertreter besser kennen lernen, sie wählen sie. Es streiten – um ein Beispiel aus dem Ruhrgebiet zu nehmen – nicht mehr Dortmunder gegen Essener oder Xantener gegen Dorstener, sondern gewählte Volksvertreter der CDU mit gewählten Volksvertretern der SPD etc. und die kommen aus Dortmund, Xanten, Dorsten oder Essen. Und bei der einen Wahl wählen wir den Vertreter der Partei X aus Dortmund zu unserer Nr. 1 und beim nächsten Male die Vertreterin der Partei Y aus Xanten.

Glück auf
Volker Eichler

Ps.: Übrigens, Sebastian, es ist inzwischen weit mehr als nur eine vage Vision, die Verwaltungsstrukturreform ist bereits eingeleitet und zwar in konkrete Gesetzgebung, z. B. in Form der regionalen Flächenplanung. Die Vollendung dieser Reform ist für die 2-te Legislaturperiode so etwa um 2012/ 2013 avisiert.
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Alt 09.11.08, 16:35   #45
Westropolis
Wichtiges Mitglied

 
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Westropolis ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Fände es aber besser das Ruhrgebiet zu einer Stadt zu machen, dann könnte man das Konkurrenzdenken unterbinden. Die Bezirke Rheinland und Westfalen könnte man so führen wie bisher, nur mit gewählten Vertretern.
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