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Alt 23.08.10, 23:13   #16
md.ciaol
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md.ciaol befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Nun etwas Schade würde ich es schon um unsere "schwebende" Platte am Busbahnhof finden, dass diese weichen müsste. Ist ja schließlich auch ein bedeutendes Zeichen seiner Zeit.
Man kann sich ja mal ein Bild darüber machen, anbei ein Auszug der Einladung aus der Fast-Stadt-der-Wissenschaft.

"Sehr geehrte Damen und Herren,

wir freuen uns, Sie zur Präsentation der Studie des Planungsbüros Albert Speer & Partner zum Innenstadtstandort der TU Chemnitz einladen und uns mit Ihnen hierzu austauschen zu dürfen. Die Veranstaltung findet statt

am Donnerstag, den 26.08.2010, von 18.30 bis 20.30 Uhr, in der Alten Aktienspinnerei, 1. Etage, Straße der Nationen 33.

Herr Speer wird mit uns die Studie präsentieren. Anschließend besteht die Möglichkeit des Austausches in einer Diskussionsrunde mit Herrn Speer, Vertretern der Stadt und TU Chemnitz."
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Alt 27.08.10, 00:44   #17
cherubino
 
Beiträge: n/a
Chemnitz' schöner Traum

Darf ich mir für Chemnitz etwas wünschen? Ja?
Dann wünsche ich mir ein Stück Chemnitzer Innenstadt, so wie es früher einmal war, mit engen Straßen, vielen Geschäften und architektonisch interessanten Gebäuden.

Heute haben wir in Chemnitz den Grundstein dazu gelegt. Am Abend stellten Oberbürgermeisterin Ludwig, Baubürgermeisterin Wesseler und Architekt Speer ihre Vision für ein neues Stück Chemnitzer Innenstadt, oberhalb der Brückenstraße vor.

Architekt Speer, der für die Metropolen der Welt, neue Innenstädte und Innenstadtquartiere geplant hat, zeigt seine Vision von Chemnitz Mitte, 2030. Ein kurzes Umdenken war nötig. Mein Chemnitz, das ich in den letzten Jahren unter der Überschrift "demografischer Wandel", "Stadtumbau", "Rückbau" etc. kannte, verwandelte sich heute Abend in meinen Traum von europäischem Städtebau. Da standen an der Mühlenstraße wieder Wohnhauskarrees so wie im alten Chemnitz, Kunstsammlungen und Opernhaus zeigten sich als Teil eines kleinteiligen Viertels und parallel zur Straße der Nationen verläuft hinter deren Kammbauten eine ganz neue Straße, eingefasst von neuen Gebäuden.

Die Experten sagen, möglich wird das alles durch die Technische Universität Chemnitz. Deren neu geplante Zentralbibliothek soll in der alten Aktienspinnerei ein zu Hause finden. Geht dann noch die Idee auf, im alten Hauptpostamt an der Straße der Nationen den TU Campus der Wirtschaftswissenschaften einzurichten, soll zusammen mit dem dann neu errichteten Behördenzentrum am Karl-Marx-Kopf eine kritische Masse erreicht sein, die es schafft Studenten und Mitarbeiter der TU wohnlich an den Brühl zu binden. Das soll soweit gehen, dass die vielen neu zu bauenden Gebäude dort mit Mietern gefüllt werden können.
Zugegeben, dass klingt alles etwas utopisch. Deshalb ermahnte uns das Stadtoberhaupt in einer Ansprache, diese Vision zuzulassen und daran zu arbeiten und sie selbst versucht schon Investoren für den Brühl zu begeistern.
Halt, gehören denn die Gebäude am Brühl nicht in großen Teilen der GGGmbH? Ja.

Der Saal war heute Abend gut gefüllt. Chemnitzer Politiker, Unternehmer, viele interessierte Bürger. Die Sehnsucht nach einem anderen Chemnitz ist groß. Alle waren gespannt.
Ein alter Mann meldete sich in der Diskussion zu Wort. Er wies darauf hin, dass seit langem der Gebäudekomplex des alten Hauptpostamtes an der Straße der Nationen ungesichert offen steht. Er bat diesen Zustand zu ändern.
Da beginnt das große Unternehmen Neubau der Angervorstadt.

baudenkmäler-chemnitz.de
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Alt 27.08.10, 09:29   #18
chemnitzer
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chemnitzer befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Ich bin positiv überrascht. Ich hätte nicht erwartet das sich der Freistaat so schnell zu dem Projekt bekennt. Erst recht bei der derzeitigen Haushaltslage. Hier der heutige Artikel der Freie Presse. Siehe
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Alt 27.08.10, 10:43   #19
cherubino
 
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Ein tolles Projekt. Als erstes dachte ich, wie ich die Pläne gesehen hab, dass der Teil der Innensstadt dann viel interessanter wird als der alte Kern. Gerade weil man den Bebauungsplan der eigentlichen Innenstadt ja mangels Nachfrage immer weiter reduziert hat. Selbst für 1A Lagen wie das Kirchgässchen und die Lohstraße konnten keine Investoren gewonnen werden.
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Alt 31.08.10, 00:20   #20
heiji
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heiji sinkt leicht in der Beliebtheit
Hier ein Beitrag von der TU selbst:
http://www.tu-chemnitz.de/tu/presse/aktuell/1/3157

Und die Seite zum Projekt auf chemnitz.de:
http://www.chemnitz.de/chemnitz/de/s...zept_index.asp


Ich finde, man sollte den Park bis an die Bibliothek erweitern und unbebaut lassen, also nicht diese Kommunikationsgebaude dort hinein doktorn. Lieber irgendwo anders in der Nähe in Blockrandbebauung die Funktionalität unterbringen. So hätte man einen ausreichend grossen Park zum Seele baumeln lassen, der zudem von schöner Architektur eingerahmt ist und nicht durch solche Verfremdung gestört wird. Verkehr durch n Tunnel durch (sowas ist schnell ausgehoben und mit ner Betonplatte überdacht) oder garkeinen. Irgendwie so halt. Hauptsache das Grün!
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Alt 31.08.10, 01:42   #21
cherubino
 
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,,, da fehlen dann wieder die geschlossenen Karrees an der Mühlenstraße, werd da einer Schlau:

http://www.chemnitz.de/chemnitz/de/s...ung_bruehl.asp
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Alt 08.09.10, 12:51   #22
lguenth1
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Nach dem Studium des Konzepts sind schon ein paar problematische Punkte zu erkennen. Grundsätzlich ist aber festzuhalten, daß die Grundzüge des Konzeptes hervorragend durchdacht sind und einen ganzen Stadtteil wiederbeleben können. An Details kann man immer noch feilen:

Die Berücksichtigung der Pläne der SIB für das Behördenzentrum sind zwar logisch, diese sollten aber mit aller Macht an die neuen Pläne der kleinteiligen Struktur des Brühls angepaßt werden. Das kann nur durch Abriß der Parteifalte (aber nicht des Riegels hinterm Nischel) und somit Herstellung einer Verbindung zwischen Innenstadt und Brühl erfolgen. Alles andere wird nicht funktionieren. Hier sollte man nicht wie schon so oft eine große Chance verstreichen lassen, um sich dann hinterher Jahrzehnte ärgern zu müssen.

In der Städtebaulichen Zukunftsvision sind auf Seite 23 die Häuser an der Hauboldstraße (Luftbild) zugunsten eines "grünen Vorgeleges" (S. 50) entfernt, was natürlich nicht passieren darf und auch privaten Investitionen in diesem Bereich entgegensteht. Auch der "Rückbau abgängiger und leerstehender Gebäude in Verlängerung der Heinrich-Zille-Straße zur Schaffung einer direkten, fußläufigen Verbindung durch den Block zur Rosa-Luxemburg-Grundschule" (S. 53) ist weder notwendig noch architektonisch ansprechend umsetzbar.

Schön, daß auch die Plattenbauten an der Mühlenstraße (Luftbild) als entbehrenswert betrachtet werden. Der Eigentümer wird sicher demnächst millionenteure Sanierungspläne verkünden .
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Alt 28.09.10, 12:46   #23
lguenth1
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Da im Stadtrat die unbefristete Verlängerung des Nutzungsvertrages des Umweltzentrums auf dem Kaßberg anstand, hat die FDP einen Umzug auf den Brühl ins Gespräch gebracht. Wenn ich das richtig sehe, wird darüber jetzt genauer nachgedacht. Den Auszug des Umweltzentrums aus dem Objekt Henriettenstraße 5 habe ich hier schon mehrfach angeregt. Über ausreichend leerstehende Immobilien sollte die Stadt verfügen, das Gebäude auf dem Kaßberg kann sicherlich für gutes Geld in den Wohnungsmarkt gespeist werden.
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Alt 01.10.10, 09:59   #24
lguenth1
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Die Freie Presse stellt heute ausführlich die derzeitigen Pläne für die Aktienspinnerei vor (Link). Diese waren aus dem auch hier verlinkten Konzept zwar bereits bekannt, werden dadurch aber auch der Öffentlichkeit nahegebracht. Der erste Entwurf von C&E sieht folgendermaßen aus, ein transparentes Glasdach soll den neuen oberen Abschluß bilden:


P.S.: Die Stadtumbau GmbH zieht vom Vita-Center in die Müllerstraße 16 um (Quelle) und begründet das in der heutigen FP damit, sich neben den Projekten im Heckert verstärkt den innerstädtischen Sanierungsgebieten zuwenden zu wollen. Sicher nur eine kleine Randnoiz, aber durchaus Zeichen für ein Umdenken bei der Stadt.
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Alt 07.10.10, 17:19   #25
lguenth1
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Ein winziger Schritt auf dem Weg in Richtung Wiederbelebung des Brühls wird mit der Eröffnung des „B 51 - House of Rock“ am Brühl 51 gemacht (Luftbild, Eckhaus zur Hermannstraße). Die PM dazu läßt zumindest auf eine hochwertige Sanierung hoffen, wenn man sich die geplanten Mieter anschaut:

Zitat:
PRESSEMITTEILUNG 764 Chemnitz, den 07.10.2010

B 51: Auf dem Brühl spielt die Musik – und die Wissenschaft

„B 51 - House of Rock“ wird noch in diesem Jahr eröffnet und ist eines der zentralen Projekte im „Jahr der Wissenschaft 2011“ in Chemnitz

Im 2011 von der Stadt Chemnitz gemeinsam mit der Technischen Universität Chemnitz und vielen Partnern veranstalteten „Jahr der Wissenschaft“ gehört das künftige „B 51 - House of Rock“ zu den zentralen Projekten und Anlaufstellen für die Vermittlung von und die Begegnung mit Wissenschaft, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft.
Eröffnung ist noch in diesem Jahr am Brühl 51. Gerade im Zusammenhang mit den Plänen zum Universitäts-Karree rund um die künftige Zentralbibliothek der Universität rückt damit das Brühl-Quartier selbst verstärkt in den Fokus der Aktivitäten zum „Jahr der Wissenschaft 2011“. Unterstützt wird das „B 51 - House of Rock“ durch die Stadt Chemnitz im Rahmen des „Jahres der Wissenschaft 2011“ sowie durch die GGG mbH Chemnitz.

Mit dem „B 51 - House of Rock“, einem der Schlüsselprojekte im „Jahr der Wissenschaft 2011“, sollen Musik und Wissenschaft hautnah erlebbar gemacht und neue Kreativnetzwerke entwickelt werden sowie der Brühl selbst im Zusammenhang mit weiteren Aktivitäten zur Bürgerplattform. Chemnitzerinnen und Chemnitzer sind generationsübergreifend eingeladen zu Festen und Vorträgen, Generationenworkshops, einer Demografiewerkstatt, zu einem Labor für Kunst und Wissenschaft, zu Knobeleien und Experimenten. So sollen im gemeinsamen Austausch direkt auf dem Brühl auch Visionen für die Stadt entstehen und Perspektiven für das Zusammenleben in Chemnitz entwickelt werden.

Etabliert wird das „B 51 -House of Rock“ im bisher leer stehenden Gebäude Brühl 51; nach Instandsetzung der Räumlichkeiten wird die Einrichtung noch in diesem Jahr eröffnet. Entstehen wird eine Lehr- und Forschungseinrichtung mit Schaufensterlabor, die zugleich Kulturzentrum sein wird. In der verglasten Erdgeschosszone kann Forschung live beobachtet werden, die Veranstaltungsfläche wird für Kunst und Kultur aller Bereiche, Vorträge und Sport genutzt. In den anderen Etagen des Hauses werden Labore der TU Chemnitz, aus den Bereichen Sportmedizin, Sports Engineering, Medienpsychologie und Sportsoziologie eingerichtet. Außerdem werden Einzelprobenräume für die Chemnitzer Philharmoniker und Bands eingerichtet sowie Seminar- und Tagungsräume, Vereine wie die Jungen Freunde der Kunstsammlungen, die Lauf-KulTour und das Bandbüro werden hier ihr Zuhause finden.
Außerdem werden im B 51 vertreten sein das Start up-Unternehmen aus der TU „Mobilitas Sedes“, ein Instrumentenbauer und auch die schon etablierten Firmen IMM und Drums Alive. In Zusammenarbeit mit Chemnitzer Kliniken, Medizinern und Vereinen wie Kinderschutzbund und Elterninitiative krebskranker Kinder, mit dem Chemnitzer Bandbüro, weiteren Künstlern und vielen anderen wird ein kleines Kultur-Wissenschaftszentrum entstehen: Studenten können hier praktisches und kreatives Studieren erleben, Wirtschaft, Kunst und Forschung werden sich inspirieren, ebenso darf man auf Lesungen, Konzerte von Klassik bis Rock und viele andere (auch) ungewöhnliche Veranstaltungen für jede Altersgruppe gespannt sein.

Entstanden ist die Idee des „House of Rock“ im Zusammenhang mit dem Projekt THE DRUM BEAT, für das Prof. Dietrich Grönemeyer die Schirmherrschaft übernommen hat: Chemnitzer Sportwissenschaftler haben dabei Professoren und Studenten, Künstler, Sportler und Vertreter der Wirtschaft zum gemeinsamen Arbeiten und Erleben auf dem Chemnitzer Brühl „zusammen getrommelt“. Aus diesem weltweit einmaligen und interdisziplinären Forschungsprojekt – untersucht wird das Trommeln und seine Wirkungen sowie dessen soziale und therapeutische Aspekte – entstand die Idee des „House of Rock“ – B 51.
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Alt 13.10.10, 18:27   #26
lguenth1
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Bei der FP-Podiumsdiskussion hat Baubürgermeisterin Wesseler die Hoffnung geäußert, daß die finanziellen Mittel für den Umbau der Aktienspinnerei zur Zentralbibliothek bereits in den Doppelhaushalt 2013/2014 eingestellt werden könnten, so daß bereits 2015 Ergebnisse sichtbar werden könnten. Darüberhinaus kann man allen Wortmeldungen, die in der heutigen FP genannt werden, zustimmen. Das geht von den geforderten kulturellen Freiräumen über die Verdichtung der Innenstadt auf Kosten der Außenbezirke bis zur Diskussion mit den Bürgern. Wie Frank Kotzerke vom Stadtforum aber richtig bemerkt, sind jetzt konkrete Aussagen zum Stadtumbau nötig, auch wenn diese unpopulär sind. Ob die Stadt diese Hürde jemals überspringen wird, ist die spannende Frage.
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Alt 26.10.10, 19:53   #27
lguenth1
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Die Zukunft des Busbahnhofs wird heute von der Freien Presse beleuchtet (Link). Der zu große Abstand zum Hauptbahnhof, die sinkende Bedeutung und vor allem die überzeugende Nachnutzung lassen trotz des Denkmalschutzes den Verlust verschmerzen. Die Fördermittelbindung bis 2014 ist ein bisher nicht bekannter Aspekt, sollte aber auch keine Probleme verursachen.
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Alt 27.10.10, 10:48   #28
LE Mon. hist.
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LE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfach
Könnte man nicht wenigstens versuchen, das unter Denkmalschutz stehende 1200 Quadratmeter große Dach des Service- und Wartebereiches zu erhalten und in das geplante neues Kommunikationszentrum bzw. die Mensa der TU einzubeziehen, indem man ein neues Gebäude mit ähnlicher Kubatur "darunterschiebt" oder sogar das alte Emfangsgebäude umbaut. Ich halte den Blick von der StraNa für wesentlich für die gesamte Achse bis zum Zentrum und das Ensemble für eines der wichtigsten Denkmale der DDR-Moderne, das, auch wenn sie im Moment eher wenig "Fans" hat, erhalten werden sollte.
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Alt 27.10.10, 18:18   #29
Hannes Kuhnert
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Hannes Kuhnert sitzt schon auf dem ersten Ast
Zitat:
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Die Zukunft des Busbahnhofs wird heute von der Freien Presse beleuchtet (Link). Der zu große Abstand zum Hauptbahnhof, die sinkende Bedeutung und vor allem die überzeugende Nachnutzung lassen trotz des Denkmalschutzes den Verlust verschmerzen. Die Fördermittelbindung bis 2014 ist ein bisher nicht bekannter Aspekt, sollte aber auch keine Probleme verursachen.
Eine fragwürdige Argumentation: Heute befindet sich die Anlage nur noch in innerstädtischer Randlage, das nahe Wohngebiet, der Brühl, hat viele Bewohner und damit Fahrgäste verloren. Wenn die Zahl der Bewohner auf dem Brühl für den Regionalverkehrs-Busbahnhof eine zu berücksichtigende Rolle spielen würde – was sie allerdings nie tat –, dann wäre gerade die erhoffte „Mehr-Bewohnung“ des Brühls ein Grund zur Erhaltung des Busbahnhofs.

Merkwürdig ist auch, dass Herr Tschök überhaupt zu Wort kommt. Der Omnibusbahnhof wurde nicht für den Stadtverkehr gebaut. Erst mit der Auflösung des zentralen Busplatzes (heute Moritzhof) Mitte der Neunziger Jahre bekam er eine Bedeutung als Endpunkt für Stadtlinien. Beim Umbau 1999 wurden speziell dafür drei Bussteige reserviert und mit Zufahrt vor der Regionalverkehrs-Ankunft ausgeführt. Im Artikel steht ja richtig, dass sich das seit Einführung des Neuen Netzes im März 2008 schon wieder erledigt hat, aber dann fragt sich, wozu man die CVAG überhaupt zu dem Thema befragt.

Die verbliebenen Regionalbuslinien in die Innenstadt können über den Bahnhofsvorplatz geführt werden bzw. fahren dort schon lang, es müsste nur noch eine für alle Richtungen taugliche Abstellmöglichkeit in der Nähe gefunden werden. Der Busbahnhof ist dafür ganz praktisch, aber die Uni-Nutzung dort noch besser. Für den Reiseverkehr wäre auch noch was zu finden, die Haltestellen am Bahnhofsvorplatz wären für alles zusammen zu knapp. Die Bahnhofstraße neben dem Hauptbahnhof-Empfangsgebäude, etwa wo jetzt regelmäßig Schienenersatzverkehr abfährt, könnte dafür geeignet sein – ach, steht ja schon im Artikel.

Warum man nicht ohnehin davon ausgeht, das Betondach des Omnibusbahnhofs in die Mensa bzw. das „Kommunikationszentrum“ zu integrieren, ist mir schleierhaft.
Hannes Kuhnert ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.11.10, 18:14   #30
lguenth1
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lguenth1 ist im DAF berühmtlguenth1 ist im DAF berühmt
Die FP berichtet heute über die Vorstellung einer "Brühl-Analyse" durch Wolfgang Hähle, wobei auch folgende Fakten genannt werden:

- Brühl besteht aus insgesamt 32 Karrees inlusive Nordpark
- 50 % Leerstand auf dem vorderen Brühl mit Brühl-Boulevard, während hinterer Brühl mit Nordpark über 80 Prozent Belegung aufweist
- von 542 immobilien stehen 110 komplett leer
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