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Alt 01.07.13, 21:51   #76
Kostik
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Grundsteinlegung Studierenden-Service-Center

Bei bestem Sommerwetter erfolgte am 7. Juni die Grundsteinlegung für das neue Studierenden-Service-Center (SSC) auf dem Campus der Ruhr-Universität. In dem zwischen den Gebäuden IA und UV gelegenen Neubau sollen ab 2014 mehrere universitäre Einrichtungen wie die Studienberatung, das Studierendensekretariat, das Druckzentrum sowie das Geisteswissenschaftliche Schülerlabor beherbergt sein.

Das Service-Center soll ein Ort der Begegnung werden, der das Miteinander auf dem Campus fördert. So ist neben der „klassischen“ Verwaltungsnutzung auch ein Internet-Café geplant, das die Studierenden zum individuellen eLearning nutzen können.

Die Gesamtkosten des Projekts SSC belaufen sich auf ca. 12 Mio. Euro. Das Richtfest für das neue Gebäude soll noch in diesem Jahr gefeiert werden. Nach dem weiteren Ausbau und einem Probebetrieb ist die Übergabe des SSC für September 2014 vorgesehen. Die Nutzfläche des Schülerlabors beträgt 600 Quadratmeter, die des gesamten Gebäudes 2750 Quadratmeter. Das ausführende Bauunternehmen ist die Firma Heckmann.

Pressemitteilung - Ruhr-Universität Bochum


Bild: Molestina Architekten GmbH, Köln (zusammen mit FSWLA, Düsseldorf)
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Alt 02.07.13, 19:29   #77
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Baubeginn für GD verzögert sich

Der Baubeginn für den Neubau des GD Gebäudes ist weiter ungewiss. Der Grund ist, dass bislang keine Baufirma den zweistellingen-Millionen-Auftrag der BLB-NRW angenommen hat. Der Großauftrag soll nun in zwei getrennten Aufträgen ausgeschrieben werden.

Quelle: http://www.derwesten.de/staedte/boch...id8114459.html
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Alt 23.07.13, 22:52   #78
Databo
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Gebäude ND

Das Gebäude ND hat als letztes der Hochhäuser auf dem Campus der Ruhr-Universität einen farbigen Fassadenanstrich erhalten. Die Farbgebung entspricht im wesentlichen der des Gebäudes NC. Abgeschlossen wurden die Arbeiten bereits Anfang 2013.


Foto: eigene Aufnahme
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Alt 25.07.13, 23:40   #79
Databo
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Gebäude IC und weitere Sanierung der I-Reihe

Während die alte, betongraue Farblosigkeit an der Ruhr-Universität mit dem Anstrich des Gebäudes ND nun immer mehr der Vergangenheit angehört, breitet sich die neue, weiß-graue Farblosigkeit am nordöstlichen Ende des Campus weiter aus: Die Sanierung des Gebäudes IC ist nahezu abgeschlossen. Ende August 2013 soll es bezugsfertig sein. Zum Wintersemester 2013 sollen die beiden derzeit in den Gebäuden IA und IB beheimateten Fakultäten in das sanierte IC-Gebäude umgezogen sein. Was dann mit IA und IB geschieht, steht noch nicht fest. Die Beseitigung des PCBs wird in diesen Gebäuden offenbar so kompliziert, daß der BLB anstelle der Kernsanierung einen Komplettabriß und anschließenden Neubau erwägt (Quelle: Infobrief 24 des Rektors, S. 6).

Im Anschluß einige Fotos des sanierten IC-Gebäudes. Die unregelmäßig angeordneten Unterbrechungen in der Verkleidung der Balkone sind vermutlich Geschmackssache. Auf mich wirken sie, als wäre zwischendurch das Material ausgegangen. Ich hätte eine weniger flächige, aber dafür durchgehende, gleichmäßige Verkleidung favorisiert, die die langgestreckte Gebäudestruktur unterstreicht, anstatt sie bewußt aufzubrechen. Immerhin gibt es – anders als beim Neubau ID – überhaupt eine Fassadengestaltung, die über ein paar graue Linien auf weißen Flächen hinausgeht. In meinen Augen ist ID ohnehin ein großes Ärgernis, weil es wie ein riesiger, völlig unproportionierter Fremdkörper wirkt, sich in keiner Weise in das Gebäudeensemble einfügt und dieses so wohl für immer zerstört hat. Der Respekt vor dem architektonischen Wert der Ruhr-Universität hätte es meiner Meinung nach geboten, den Neubau in Größe und Proportionen den anderen drei Gebäuden der I-Reihe anzupassen und den Gebäudeabstand in dieser Reihe genau einzuhalten.

Warum man sich vom Farbleitsystem verabschiedet und wieder nur noch farblos baut, ist mir nicht bekannt. Eine öffentliche Diskussion zu diesem Thema habe ich an der Universität zumindest nicht mitbekommen.

Ansicht von Süden am Nachmittag; in den Fenstern spiegelt sich das frisch gestrichene ND-Gebäude:

Foto: eigene Aufnahme

Ansicht von Süden am Vormittag:

Foto: eigene Aufnahme

Ansicht von Norden:

Foto: eigene Aufnahme

Direkter Vergleich mit dem unsanierten IB:
Foto: eigene Aufnahme


Foto: eigene Aufnahme

Geändert von Databo (26.07.13 um 00:21 Uhr)
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Alt 31.08.13, 11:25   #80
Kostik
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IC-Gebäude fertig

Das kernsanierte IC-Gebäude ist pünktlich zum Wintersemester 2013/14 fertig gestellt. Auf 58.000 qm Grundfläche sind demnächst die Fakultät für Maschinenbau, die Fakultät für Bau- und Umweltingenieurwissenschaften und das Materialforschungszentrum ICAMS zu Hause.

Im Juli 2011 begann die zweijährige Sanierung des Ingenieurgebäudes. Ihr waren bereits zwei Jahre Planung vorausgegangen. Mit ungefähr 80 Millionen Euro errichtete die Essener Baufirma Hochtief Solution unter anderem zwei Hörsäle mit je 340 Plätzen, 57 Labore und etliche Seminar- und Büroräume. Die Räume werden ab Anfang September bezogen. Die offizielle Einweihung findet voraussichtlich am 7. Oktober statt.

Quelle: RUB
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Alt 01.09.13, 02:04   #81
Urbanist
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Ich muß Databo Recht geben, das sanierte IC-Gebäude überzeugt mich nicht. Warum war es nicht möglich die Verkleidungen der umlaufenden Brüstungen durchzuziehen und die Horizontalität des Baus zu respektieren?
Warum mußte man unbedingt vom bewährten Farbschema abweichen?
Auch was das ID-Gebäude angeht kann ich Databo nur zustimmen, der Bau ist ein Sündenfall, dessen städtebauliche und gestalterische Verirrtheit das Ensemble der RUB noch lange beeinträchtigen wird.
Wieso gibt es für die RUB immer noch keinen denkmalpflegerischen Ensembleschutz?
Die bisherigen Ergebnisse der "Sanierungen" sind alarmierend, und eben so alarmierend finde ich daß es bislang scheinbar keine Diskussion darüber gibt; wenn jetzt bei den IA und IB-Gebäuden sogar klammheimlich das Szenario Abriß und Neubau ins Spiel gebracht wird ist wirklich Gefahr im Verzug, daß das RUB-Ensemble noch weiteren irreparablen Schaden nimmt.
Bochum und die ganze Bundesrepublik sind dabei, eines der wichtigsten Baudenkmale der fordistischen Hochmoderne aus der Aufbruchszeit der 60er Jahre zu verlieren.
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Alt 01.09.13, 02:42   #82
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Zitat:
Zitat von Urbanist Beitrag anzeigen
Wieso gibt es für die RUB immer noch keinen denkmalpflegerischen Ensembleschutz?
Die bisherigen Ergebnisse der "Sanierungen" sind alarmierend, und eben so alarmierend finde ich daß es bislang scheinbar keine Diskussion darüber gibt; wenn jetzt bei den IA und IB-Gebäuden sogar klammheimlich das Szenario Abriß und Neubau ins Spiel gebracht wird ist wirklich Gefahr im Verzug, daß das RUB-Ensemble noch weiteren irreparablen Schaden nimmt.
Bochum und die ganze Bundesrepublik sind dabei, eines der wichtigsten Baudenkmale der fordistischen Hochmoderne aus der Aufbruchszeit der 60er Jahre zu verlieren.
Ich kann mich den Vorrednern nur anschließen. Ja, es ist erstaunlich, dass die umfangreichen Baumaßnahmen nicht von einer kritischen Diskussion flankiert werden. Genug Expertise sollte ja vor Ort (Uni und FH) vorhanden sein. Ich kann mir das nur damit erklären, dass die Ruhr-Uni bei aller Enseblehaftigkeit letztendlich ein ungeliebter Bau bei den Studierenden und Dozenten geblieben ist. Als Campus-Uni wirkte sie nie so recht in die Stadt hinein und umgekehrt. Man hält sich dort eben nur so lange auf wie nötig. Leben und Lieben findet jedoch wo anders statt.

Die geplanten Abrissarbeiten sowie Um- und Neubauten werden sich doch sehr massiv auf das Gesamtensemble Ruhr-Universität auswirken. Dies jedoch ohne einem schlüssigen Gesamtkonzept zu folgen. Patchworkartig wird hier munter Bau für Bau einer eigenwilligen Gestaltung unterzogen. Doch die Einzelmaßnahmen fügen sich nicht zu einem schlüssigen Ganzen.

Die einzige Diskussion die mir bekannt ist fand 2009 im Rahmen der Präsentation der Planungsvorhaben "Sanierung der Ruhr-Universität" statt. [http://www.deutsches-architektur-for...2&postcount=16| & http://www.mai-nrw.de/Architektur-de...0er.110.0.html] Nachdem ich damals für besagte Ausstellung arbeitete konnte ich dem Diskussionsprozess in Gänze verfolgen. Es ging sehr handzahm zu.
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Alt 02.09.13, 19:02   #83
Kostik
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AKAFÖ feiert Richtfest des Verwaltungsgebäudes

Heute wurde auf dem Gelände der RUB das Richtfest für das Verwaltungsgebäude des Akademischen Förderungswerks (AKAFÖ) gefeiert. An der Universitätsstraße, gegenüber dem Vita Campus, entsteht auf dem ca. 2.300 qm großen Grundstück zwischen dem BioMedizinZentrum und dem Parkhaus des Technologiezentrums Ruhr (TZR) im Auftrag des AKAFÖ ein 5-geschossiges Büro-und Verwaltungsgebäude mit über 4.000 qm Nutzfläche. Zudem wird das Gebäude über 56 Stellplätze verfügen.

Das AKAFÖ hat das Bochumer Architekturbüro Kemper, Steiner & Partner mit der Planung des Gebäudes und der Bauleitung betraut. Für die schlüsselfertige Errichtung der fünfgeschossigen Stahlbetonkonstruktion mit Flachdach, Tiefgarage, Stellplätzen und über 4.000 Quadratmetern Nutzfläche sorgte die Rundholz Bauunternehmung aus Dortmund. Nachdem im Herbst 2012 das Gelände baureif gemacht wurde, erfolgte am 07.12.2012 der erste Spatenstich. Geplant ist, das Bauvorhaben bis Ende 2013 abzuschließen und einen Einzug der Mieter im ersten Quartal 2014 zu ermöglichen.

Das AKAFÖ biete allein rund 4.000 Wohnheimplätze in 19 Bochumer Wohnheimen an und ist mittlerweile für 60.000 Studierende und Hochschulangehörige zuständig. Es bietet in 30 Mensen und Cafeterien gastronomische Angebote, dazu kommen zahlreiche weitere Dienstleitungen für Studierende rund um die Hochschulen.

Pressemitteilung: AKAFÖ
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Alt 20.09.13, 15:10   #84
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Komplettabriss + Neubau der Gebäude IA und IB

PM: "Die ingenieurwissenschaftlichen Gebäude IA und IB der Ruhr-Universität Bochum werden abgerissen und neu gebaut. Das hat die Lenkungsgruppe der Campusmodernisierung jetzt entschieden. Grund dafür ist die hohe PCB-Belastung.
Bis März 2015 sollen die beiden ältesten Bauten der Universität abgerissen sein. Voraussichtlich bis zum Jahr 2017 entstehen die Gebäude an gleicher Stelle und in gleicher Form, um die denkmalwürdige Silhouette der Ruhr-Universität zu erhalten."

Quelle: idr
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Alt 29.09.13, 15:52   #85
Kostik
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ZGH Neubau

Bekanntlich entsteht an der Ruhr-Universität ein Zentrum für Grenzflächendominierte Höchstleistungswerkstoffe (ZGH). Anfang des Jahres wurde ein nicht endgültiger Entwurf der neuen Forschungseinrichtung vorgestellt. Nun liegt wahrscheinlich der Endentwurf vor. Es stammt vom Büro Geber Architekten aus Dortmund.

Mit einer Gesamtnutzfläche von 2.889 Quadratmetern wird das neue vier geschossige Forschungszentrum als Solitär in Form eines Polygons zwischen den neuen Gebäude IA und IB auf der Nordseite des Uni-Campus stehen. Ein zweiter Baukörper ist als Flachbau im Erdgeschoss an den polygonförmigen Baukörper angeschlossen. Die Fassade wird mit einer Stahlblech-Kassetten Verkleidung versehen, deren einzelne jeweils ein halbes Geschoss hohen Bleche abwechselnd nach innen oder außen geneigt sind und eine plastische Faltstruktur mit Dreiecken in der Ansicht erzeugen.



Bild: Geber Architekten
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Alt 02.10.13, 14:20   #86
Databo
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Sanierung und Neubauten I-Reihe

Eine kleine Ergänzung zum von nikolas erwähnten, geplanten Abriß der Gebäude IA und IB: In diesen Gebäuden ist das PCB so tief in den Beton eingedrungen, daß wesentlich mehr abgetragen werden müßte, als es in IC praktiziert wurde. Dadurch würde die Sanierung teurer als der Abriß.

Daß die Gebäude an gleicher Stelle und in gleicher Form wieder aufgebaut werden, ist natürlich zu begrüßen und die einzig vernünftige Lösung. Man könnte sich fragen, warum man nicht schon bei ID an die „denkmalwürdige Silhouette“ gedacht hat. Und man sollte sich fragen, warum man das beim Neubau des ZGH, der noch in der Planung ist, wieder nicht tut. In der von Kostik bereits zitierten Mitteilung schreiben die Architekten gar: „[...] steht das neue Forschungszentrum als Solitär. [...] Das viergeschossige polygone Gebäude stellt sich baulich prägnant und eigenständig dar.“ Was soll das? Hier ist man auf diese dem Konzept der Ruhr-Universität völlig widersprechende Eigenschaft offensichtlich noch stolz und preist sie an. Die erste Studie hatte dagegen noch Hoffnungen geweckt, daß man endlich zur Vernunft kommt; das Gebäude hätte sich als neuer Flachbereich perfekt in die Gebäudereihe eingepaßt. Es ist mir ein Rätsel, warum man jetzt wieder davon abweicht, falls dies wirklich der endgültige Entwurf sein sollte.

Das von nikolas angesprochene fehlende schlüssige Gesamtkonzept bei Ausbau und Sanierung der Ruhr-Universität ist schon lange zu beobachten, so z. B. bei den Gebäuden FNO und ZKF. Beim ZKF (nördlich der M-Reihe) zeigt sich außerdem die mangelhafte langfristige Planung: Erst stehen zwei der drei M-Gebäude lange leer, dann werden beide einer außeruniversitären Nutzung zugeführt, und am Ende merkt man plötzlich, daß die Medizin doch mehr Platz braucht, und stellt einen unpassenden Neubau neben die M-Reihe.

Nikolas' Erklärung für die mangelnde öffentliche Diskussion über die Campussanierung scheint mir durchaus plausibel. Die Ruhr-Universität dürfte in der Tat für viele Studenten und Dozenten ein ungeliebter Bau sein; den meisten anderen ist sie wohl gleichgültig. Mich dagegen hat schon vor 16 Jahren zu Beginn meines Studiums die klare Struktur des Campus fasziniert, und ich fand ihn vom ersten Moment an auf seine besondere Art schön. Mit dieser Sicht fühlt man sich aber eher in der Minderheit und muß sich meist dafür rechtfertigen. Der Wildwuchs der letzten Jahrzehnte unterhöhlt allerdings langsam die klare Campusstruktur. Wenn man nun noch anfängt, Teile der Universität in die Innenstadt zu verlegen, gibt man diese Struktur endgültig auf und verliert einen der größten Vorteile der Ruhr-Universität, nämlich die Konzentration aller Fachbereiche auf einem kompakten Campus, wie man sie selten findet.

Der Westen lieferte gestern einen Artikel über die Sanierung der I-Reihe, unter dem Kommentare pro und contra Wiederaufbau in gleicher Form verlinkt sind. Dem Pro-Kommentar kann ich mich anschließen, während der Contra-Kommentar kein vernünftiges Argument liefert. Bezeichnend ist schon dessen Überschrift: „Nur Betonköpfe würden die Gebäude wieder so bauen.“

Zum Abschluß noch ein Foto der bisher sanierten bzw. neu gebauten Gebäude der I-Reihe. Man erkennt gut die – wie Urbanist schön formuliert hat – „städtebauliche und gestalterische Verirrtheit“ des ID-Gebäudes, über die ich mich jeden Tag beim Blick aus dem Fenster ärgern muß.


Foto: eigene Aufnahme
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Alt 02.10.13, 21:32   #87
nikolas
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Zitat:
Zitat von Databo Beitrag anzeigen
Der Wildwuchs der letzten Jahrzehnte unterhöhlt allerdings langsam die klare Campusstruktur. Wenn man nun noch anfängt, Teile der Universität in die Innenstadt zu verlegen, gibt man diese Struktur endgültig auf und verliert einen der größten Vorteile der Ruhr-Universität, nämlich die Konzentration aller Fachbereiche auf einem kompakten Campus, wie man sie selten findet.
Was mich am meisten an diesem "Wildwuchs" stört ist dass er nicht mit einer Funktionserweiterung einhergeht. Neue Funktionen würden m.E. ein "aus der Reihe tanzen" der strengen Gliederung mitunter rechtfertigen. Einzelhandel, Studi-Kneipe, Wohnen (wenn auch unter gegeben Umständen schwer vorstellbar) dürften als Gegenpol zur strengen Kubatur gerne das Ensemble auflockern. --> Nur das hätte m.E. das Aufbrechen des Enseblacharakters im Einzelfall gerechtfertigt. Das Klötzchenhusten für Bildungsbauten, wie es aktuell veranstaltet wird jedoch nicht. Allein man hat sich 2009 explizit gegen eine Nutzungserweiterung ausgesprochen und so bleibt dir RUB was sie ist. Ein reiner Campus-Bildungs-Bunker. Nach 18 Uhr fällt der Vorhang. Und leben, lieben, feiern, wohnen findet wo anders statt und es wird weiter gependelt, was das Zeug hällt. Wo soll da emotionale Bindung zur Uni (-Architektur) herkommen.

Das die Uni sich nun in die Stadt hinein erweitert sehe ich als eine Folge vom bislang gesagtem. Man versucht die Menschen da abzuholen und für sich zu werben, wo sie sind. Nämlich in der Innenstadt. (Auch ich zog das Ehrenfeld der Hustadt vor)

P.S. Das Wörtchen "Bunker" bitte nicht auf die Goldwage legen; ich mag den Bau ja auch! V.a. habe ich es sehr genossen mich fußläufig durch 3 Fakultäten studieren zu dürfen.
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Alt 15.10.13, 20:13   #88
Databo
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Zitat:
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Was mich am meisten an diesem "Wildwuchs" stört ist dass er nicht mit einer Funktionserweiterung einhergeht. Neue Funktionen würden m.E. ein "aus der Reihe tanzen" der strengen Gliederung mitunter rechtfertigen.
Dem stimme ich völlig zu. Die strenge Gliederung gilt ja ohnehin nur für die Institutsgebäude, während für die Gebäude mit anderer Funktion auf der Zentralachse von Beginn an eine eigenständige, besondere Architektur vorgesehen war und auch realisiert wurde. Dieses Prinzip – Gleichförmigkeit bei den Forschungsbauten und Abwechslungsreichtum bei den übrigen Gebäuden – erscheint mir auch heute noch sinnvoll. Man hätte es ohne weiteres so weiterführen können.

Zitat:
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Einzelhandel, Studi-Kneipe, Wohnen (wenn auch unter gegeben Umständen schwer vorstellbar) dürften als Gegenpol zur strengen Kubatur gerne das Ensemble auflockern. --> Nur das hätte m.E. das Aufbrechen des Enseblacharakters im Einzelfall gerechtfertigt. Das Klötzchenhusten für Bildungsbauten, wie es aktuell veranstaltet wird jedoch nicht. Allein man hat sich 2009 explizit gegen eine Nutzungserweiterung ausgesprochen und so bleibt dir RUB was sie ist. Ein reiner Campus-Bildungs-Bunker.
Die vorgesehene Neuordnung der Zentralachse hätte die Gelegenheit geboten, solche neuen Funktionen zu integrieren. Mit der Ablehnung der Nutzungserweiterung wird hier in der Tat eine Chance vertan. Einzelhandel und Kneipen könnte ich mir auf dem Campus und insbesondere auf der Zentralachse gut vorstellen. Diese könnte damit zu einem echten, belebten Zentrum werden, auf dem man sich auch aufhält und nicht nur durchhetzt. Beim Wohnen bin ich ebenfalls skeptisch. Bei der vorhandenen dichten Bebauung dürfte es schwierig werden, geeigneten, attraktiven Platz für eine Wohnnutzung zu finden. An den Rändern könnte man eventuell mit Wohngebäuden noch näher an den Campus heranrücken, wobei einer der geeignetsten Plätze dafür leider mit der Lennershofsiedlung belegt ist, die so überhaupt nicht zum universitären Leben paßt.

Zitat:
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Nach 18 Uhr fällt der Vorhang. Und leben, lieben, feiern, wohnen findet wo anders statt und es wird weiter gependelt, was das Zeug hällt. Wo soll da emotionale Bindung zur Uni (-Architektur) herkommen.
Wohnen auf dem Campus sehe ich nicht unbedingt als Voraussetzung für eine emotionale Bindung zur Uni an, die anderen Punkte aber durchaus. Wichtig ist es m. E., eine gute Aufenthaltsqualität zu erreichen. Tagsüber und bei schönem Wetter in der warmen Jahreszeit finde ich sie schon jetzt nicht so schlecht (botanischer Garten, Querachsen, begrünte Dachflächen), wobei man bei der Gestaltung und Verknüpfung der Grün- und Freiflächen natürlich noch einiges verbessern könnte. Problematisch sieht es in der Tat bei Regen, Kälte und abends aus. Insbesondere abends könnte ein attraktives Gastronomieangebot das vielleicht verbessern. Feiern ist im übrigen momentan auf dem Campus so gut wie unmöglich; die früher durchaus gut besuchten Studentenpartys in den Hörsaalfoyers werden inzwischen nicht mehr genehmigt, so daß die Fachschaften auf Örtlichkeiten außerhalb des Campus ausweichen müssen.

Ob es wirklich erstrebenswert ist, sein gesamtes tägliches Leben auf dem Uni-Gelände zu verbringen, also auch dort zu wohnen, weiß ich nicht. Ich finde, am Ende eines Arbeitstages schadet es nicht, auch mal in eine andere Umgebung zu wechseln und ein bißchen Abstand zu gewinnen. Solange sich diese Wohnumgebung noch in näherem Umkreis befindet, würde ich das auch nicht als Pendeln bezeichnen. Das echte, dem studentischen Leben wenig zuträgliche Pendeln über größere Entfernungen dürfte viel mit den besonderen räumlichen und sozialen Gegebenheiten des Ruhrgebiets zu tun haben. Ich glaube nicht, daß sich daran viel ändern würde, wenn es Wohngelegenheiten auf dem Campus gäbe. Ich zum Beispiel bin zu meinen Studentenzeiten auch 40 km gependelt. Im nachhinein bereue ich das ein wenig, aber in der damaligen Situation war es für mich die einzig sinnvolle Entscheidung – und sie war völlig unabhängig von den verfügbaren Wohngelegenheiten am Campus oder in Bochum allgemein.

Zitat:
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Das die Uni sich nun in die Stadt hinein erweitert sehe ich als eine Folge vom bislang gesagtem. Man versucht die Menschen da abzuholen und für sich zu werben, wo sie sind. Nämlich in der Innenstadt. (Auch ich zog das Ehrenfeld der Hustadt vor)
Ich ziehe auch die Innenstadt vor, allerdings den nördlichen Teil. Wenn man dort wohnt, muß man sich morgens nicht um einen Platz in der U35 prügeln. Aber ich sehe es wie gesagt auch nicht als Nachteil, ein paar Minuten Fahrzeit von der Universität entfernt zu wohnen, und denke nicht, daß man die Studenten unbedingt in der Stadt abholen muß. Wenn man die Universität für die übrige Bevölkerung durch einen innerstädtischen Standort sichtbarer macht, kann das natürlich nicht schaden.

Am gestrigen Montag, 14.10.2013 wurde diese Außenstelle der Universität in der Innenstadt übrigens eröffnet: »Rektor Prof. Elmar Weiler und Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz tauften das Gebäude an der Bongardstraße, Ecke Grabenstraße auf den Namen „Blue Square“. „Die Farbe Blau steht für die Stadt Bochum, für den VfL, aber auch für die Ruhr-Universität“, sagte Rektor Weiler bei der Einweihung. Der englische Begriff „Square“ meint sowohl Platz als auch Quadrat – und das blaue Quadrat als Logo-Label ist das Markenzeichen der RUB.« (Pressemitteilung RUB).

Zu dem absurden Namen und dessen genauso absurder Begründung fällt mir gar nichts mehr ein. Na ja, wenn man sich unbedingt lächerlich machen will... (Ganz abgesehen davon, daß ein Wort nichts meint.)

Zitat:
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P.S. Das Wörtchen "Bunker" bitte nicht auf die Goldwage legen; ich mag den Bau ja auch! V.a. habe ich es sehr genossen mich fußläufig durch 3 Fakultäten studieren zu dürfen.
Nein, das Wort ist ja auch nicht ganz unpassend.

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Alt 16.10.13, 04:10   #89
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Feiern ist im übrigen momentan auf dem Campus so gut wie unmöglich; die früher durchaus gut besuchten Studentenpartys in den Hörsaalfoyers werden inzwischen nicht mehr genehmigt, so daß die Fachschaften auf Örtlichkeiten außerhalb des Campus ausweichen müssen.
Wie bitte, ist das wirklich der Fall?
Ich habe mich schon die ganze Zeit gewundert, daß abends auf dem Campus nichts los sei; zumindest in den 90er Jahren war durch die angesprochenen Fachschaftspartys, aber auch durch Veranstaltungen im Musischen Zentrum, im Kulturcafe (gibt es das denn noch?) und vor allem 2-3 mal die Woche durch den SKF im HZO 20 sehr wohl auch abends Leben auf dem Campus. Und sogar eine vom AkaFö betriebene Kneipe gab es auf dem Campus, die legendäre Bierklause unter der ehemaligen kleinen Mensa, welche vor allem durch ihre schwer auffindbare Lage, aufgewärmtes Mensaessen vom Mittag, frische Pommes, billiges Bier und einen äußerst gewagten Designstilmix aus rustikal und 70er-Jahre-Pop auffiel.
Weshalb werden denn auf dem Campus keine Partys mehr genehmigt?
Und vor allem: Warum lassen sich die Studies das bieten?

Zitat:
Ob es wirklich erstrebenswert ist, sein gesamtes tägliches Leben auf dem Uni-Gelände zu verbringen, also auch dort zu wohnen, weiß ich nicht. Ich finde, am Ende eines Arbeitstages schadet es nicht, auch mal in eine andere Umgebung zu wechseln und ein bißchen Abstand zu gewinnen. Solange sich diese Wohnumgebung noch in näherem Umkreis befindet, würde ich das auch nicht als Pendeln bezeichnen.
Ob es unbedingt nötig ist, direkt auf dem Campus zu wohnen wage ich auch zu bezweifeln, aber ich denke es ist eh falsch den eigentlichen Campus isoliert zu betrachten, denn er ist ja umgeben von der auch schon in den 60ern als solche geplanten Rahmenstadt Querenburg mit Unicenter und ca. 5000 Wohnheimplätzen in ca. 25 Wohnheimen im Umkreis von etwa 20 Minuten.
Das Unicenter ist ja als der urbane und kommerzielle Gegenpol zum akademischen Campus gedacht gewesen, und eigentlich bilden der Campus und das Unicenter durch die breite Brücke, an der sich mittig ja auch der U 35-Bahnhof befindet eine funktional integrierte städtebauliche Figur. Zudem spielt sich auch in den Wohnheimen durchaus Leben/Lieben/Feiern ab, im Sommer gibt es/gab es eine Art Partycircuit durch die jeweiligen Wohnheimpartys, und nicht zuletzt haben viele Wohnheime auch noch die berühmten Heimbars; die Leute in den Wohnheimen bilden also schon eine Art studentische Community die in unmittelbarer Nähe zum Campus lebt. Ich hatte jedenfalls eher selten das Bedürfnis ins Bermuda-Dreieck zu fahren, und wenn dann fand ich es da auch eher ziemlich prollig.
Das eigentliche Problem dürfte wohl der angesprochene hohe Anteil der z.T. noch bei den Eltern lebenden Pendlern sein. Mir ist damals aufgefallen, daß es sehr schwer war zu diesen Leuten Kontakt zu bekommen, da sie meistens nach der letzten Veranstaltung nach Hause fuhren und dann einfach weg waren, eben keine Zeit hatten im SKF abends einen Film zu gucken, vielleicht Unisport oder einen bosKop-Kurs zu machen oder mal in eine Heimbar zu gehen oder einfach nur gemeinsam abzuhängen, sie waren außerhalb der eigentlichen Veranstaltungen beim sozialen studentischen Leben einfach abwesend, und häufig waren sie auch noch in erster Linie auf ihre alten Freundeskreise aus der Schule fokussiert und gar nicht sonderlich an neuen Kontakten interessiert.
Und das war noch vor Bologna, mit dem heutigen straffen Pensum dürfte sich diese Situation wohl noch deutlich verschärft haben.
Kein Wunder, daß dabei keine allzu emotionale Bindung an die Alma Mater aufkommt.

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Alt 16.10.13, 19:37   #90
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Wie bitte, ist das wirklich der Fall?
Ich habe mich schon die ganze Zeit gewundert, daß abends auf dem Campus nichts los sei; zumindest in den 90er Jahren war durch die angesprochenen Fachschaftspartys, aber auch durch Veranstaltungen im Musischen Zentrum, im Kulturcafe (gibt es das denn noch?) und vor allem 2-3 mal die Woche durch den SKF im HZO 20 sehr wohl auch abends Leben auf dem Campus.
Das Kulturcafé gibt es noch, im Sommer auch mit Außenplätzen. Dadurch wird der Eingang zum Campus abends in der Tat etwas belebt. Auch die Filmvorführungen im HZO 20 gibt es noch.

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Zitat von Urbanist Beitrag anzeigen
Und sogar eine vom AkaFö betriebene Kneipe gab es auf dem Campus, die legendäre Bierklause unter der ehemaligen kleinen Mensa, welche vor allem durch ihre schwer auffindbare Lage, aufgewärmtes Mensaessen vom Mittag, frische Pommes, billiges Bier und einen äußerst gewagten Designstilmix aus rustikal und 70er-Jahre-Pop auffiel.
Die Bierklause ist ja, wie auch die kleine Mensa, 2006 der Sanierung zum Opfer gefallen. Jetzt befindet sich dort das Veranstaltungszentrum. Dafür kann man sich seit der Sanierung im Mensafoyer aufhalten.

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Zitat von Urbanist Beitrag anzeigen
Weshalb werden denn auf dem Campus keine Partys mehr genehmigt?
Und vor allem: Warum lassen sich die Studies das bieten?
Partys in den Hörsaalfoyers werden seit dem Loveparade-Unglück wegen verschärfter oder strenger ausgelegter Sicherheitsvorschriften nicht mehr genehmigt. Details dazu kenne ich nicht und kann das deshalb auch schwer bewerten. Allerdings erschließt sich mir nicht ganz, wo der Unterschied zu vollbesetzten Hörsälen liegt, die im Unglücksfall über die Foyers geräumt werden müßten (als Beispiel: die drei Hörsäle im HNC fassen etwa 800 Leute; ich bezweifle, daß zu den Partys im HNC-Foyer mehr gekommen sind). Und offizielle Veranstaltungen in den Hörsälen mit Bewirtung im Foyer finden auch regelmäßig statt. Die Studenten haben im übrigen generell kaum Einfluß und müssen sich noch ganz andere Dinge bieten lassen.

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Zitat von Urbanist Beitrag anzeigen
Das eigentliche Problem dürfte wohl der angesprochene hohe Anteil der z.T. noch bei den Eltern lebenden Pendlern sein. Mir ist damals aufgefallen, daß es sehr schwer war zu diesen Leuten Kontakt zu bekommen, da sie meistens nach der letzten Veranstaltung nach Hause fuhren und dann einfach weg waren, eben keine Zeit hatten im SKF abends einen Film zu gucken, vielleicht Unisport oder einen bosKop-Kurs zu machen oder mal in eine Heimbar zu gehen oder einfach nur gemeinsam abzuhängen, sie waren außerhalb der eigentlichen Veranstaltungen beim sozialen studentischen Leben einfach abwesend, und häufig waren sie auch noch in erster Linie auf ihre alten Freundeskreise aus der Schule fokussiert und gar nicht sonderlich an neuen Kontakten interessiert.
Und das war noch vor Bologna, mit dem heutigen straffen Pensum dürfte sich diese Situation wohl noch deutlich verschärft haben.
Kein Wunder, daß dabei keine allzu emotionale Bindung an die Alma Mater aufkommt.
Dem stimme ich vollkommen zu. Genau das meinte ich auch in meinem Beitrag. Ich gehörte zu diesen pendelnden Studenten, und aus den angesprochenen Gründen bereue ich das im nachhinein etwas; es hat Kontakte in der Tat behindert. Ich war zwar auf keinen alten Freundeskreis fixiert, bin aber wegen schlechter ÖPNV-Verbindungen nach 20 Uhr eher selten länger in der Stadt geblieben. Bei mir hat das die emotionale Bindung an die Uni zwar nicht verhindert, aber in vielen Fällen ist das sicher anders.
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