Südliche Friedrichstadt (Kreuzberg) | Kleinere Projekte

  • Auf dem Parkplatz Stresemann- Ecke Niederkirchnerstraße neben dem Martin-Gropius-Bau könnte womöglich ein Filmhaus entstehen in dem die Berlinale Platz findet und auch die Stiftung Deutsche Kinemathek, das Arsenal und vielleicht auch die Dffb untergebracht werden könnten.
    Das Grundstück geht in 2018 an den Bund über.


    Ich weiß nicht, ob man diesen Beitrag Ernst nehmen kann. In einem Artikel der Berliner Zeitung vom 2.5.2018 macht die Vorsitzende des Vereins "Berliner Historische Mitte" den Vorschlag, an dieser Stelle das Völkerkundemuseum (dessen Reste 1961 abgetragen wurden) wieder aufzubauen und die Sammlungen der Europäischen Kulturen von Dahlem nach Mitte zu verlegen.

  • Das Baunetz zeigt heute ein paar Aufnahmen des neuen TAZ-Gebäudes. Schade nur, dass es keine Fotos von der wirklich sehr gelungenen Treppenanlage zeigt. Für mich gehört der Bau zu den Gelungenen 2018. Toll!

  • ^Nun, sie hatten als ansässiges Unternehmen Anspruch auf regionale Wirtschaftsförderung, haben sich professionell beworben und den Zuschlag bekommen. Weiß nicht, was daran problematisch sein soll (außer dass man ein persönliches Problem damit hat, was nichts zur Sache tut).


    Ich finde auch, ein sehr guter Bau, wie auch die Gebäude daneben, die hoffentlich für die dringend benötigte Belebung der südlichen Friedrichstadt und als Initialzündung für eine weitere Entwicklung fungieren werden.

  • ^ Ich hadere etwas mit dem Bau. Die Metallstreben-Fassade ist mir für die Lage zu luftig, Kubatur und städtebauliche Wirkung finde ich aber gelungen. Naja, wenn sich auch ein eingefleischter Traditionalist wie Architektator in erster Linie über die Wirtschaftsförderung beklagt, kann es so schlimm nicht sein. ;)


    Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass für solche Förderbescheide 2014 kein Sozialist, kein Sozialdemokrat und auch kein Grüner zuständig war, sondern die damalige Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer von der CDU – vormals tätig als parlamentarische Staatssekretärin in der Regierung Kohl und als Hauptgeschäftsführerin in einem Pharmaverband. Eine klüngelhafte Nähe zur taz dürfte man da kaum unterstellen können.

  • Wohnlofts Enckestraße

    ..
    Nordwestlich des Metropolenhauses ist der Rohbau des Wohnlofts Enckestraße (zuletzt hier) in die Höhe gewachsen:

    http://www.deutsches-architekt…f/2018/10/lindenstr03.jpg


    ..
    Erfreulich auch, dass der Altbau daneben wiederbestuckt wird. Die Dimensionen des Neubaus bleiben leider nach wie vor zu groß und erdrücken den Altbau. 75 Wohnungen sind insgesamt geplant.
    Weitere Infos auf immobilienmanager.de


    Es gibt jetzt auch eine Webseite zu diesem Projekt, das den "originellen" Namen NeuHouse trägt. .. Mit 6.700 Euro pro qm allerdings kein Schnäppchen.


    Update:


    Der Neubau:




    Neu- & Altbau:



    (Fotos: Hallole)


    Weitere Projektseiten mit vielen Visus:
    https://www.gewers-pudewill.de…euhouse-enckestrasse.html
    https://www.ubm-development.com/de/projekte/neuhouse-berlin/

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  • Filmhaus neben Martin-Gropius-Bau

    Zuletzt, mit Fotos: https://www.deutsches-architek…hp?p=593932&postcount=220
    Im Frühjahr 2018 sollte demnach das Ergebnis einer Machbarkeitsstudie für das Filmhaus vorgelegt werden.


    Ergänzend dazu:

    Ich weiß nicht, ob man diesen Beitrag Ernst nehmen kann. In einem Artikel der Berliner Zeitung vom 2.5.2018 macht die Vorsitzende des Vereins "Berliner Historische Mitte" den Vorschlag, an dieser Stelle das Völkerkundemuseum (dessen Reste 1961 abgetragen wurden) wieder aufzubauen und die Sammlungen der Europäischen Kulturen von Dahlem nach Mitte zu verlegen.


    Der Bund hat anscheinend definitiv andere Pläne, nämlich an besagter Stelle das Filmhaus zu errichten: https://www.tagesspiegel.de/ku…-im-schloss/24431900.html
    Der Bund hat demnach 2018 eigens jenes Grundstück neben dem Martin-Gropius-Bau im Tausch mit dem Land erworben -
    allerdings sei seitens des Bundes schon seit einiger Zeit keine Rede mehr davon, sprich:
    die angekündigte "Machbarkeitsstudie" ist wohl überfällig..


    Das angedachte Filmhausprojekt gelte als unfinanzierbar und damit "tot": https://www.tagesspiegel.de/be…schliessung/24466094.html

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  • [quote='Batō','http://www.deutsches-architekturforum.de/thread/?postID=629177#post629177']... und schwuppdiwupp ist der Neubau fertig



    Sieht weitaus weniger schön aus, wie auf den Visualisierungen. Dort wurden noch die eloxierten Elemente an den Fensterlaibungen hervorgehoben, die jetzt anscheinend weggefallen sind. Oder täuschen die Lichtverhältnisse?

  • Wohn- und Geschäftshaus 'New House'

    Backstein hat im vorigen Post bereits sehr gute Aufnahmen des im Frühling fertiggestellten Wohn- und Geschäftsgebäudes 'New House' mit seinen 75 Eigentumswohnungen und 6 Gewerbeeinheiten im Erdgeschoss gezeigt. Der komplett erneuerte und wiederbestuckte Altbauteil an der Enckestraße 4 konnte im Hintergrund jedoch nur erahnt werden. Daher gibt es jetzt noch den Nachschlag, der insbesondere im Vergleich zu Backstein's Post #103 (3. Bild) sehr positiv ausfällt.


    img_e13655lkbx.jpg


    img_e1366r1jkf.jpg


    Nach Norden fransen die Gebäudestrukturen etwas aus, wobei langfristig gesehen eine Bebauung des Quartiers zwischen Enckestraße, Besselstraße und Markgrafenstraße aus städtebaulicher Sicht sinnvoll sein könnte. Die Rückseite von 'New House' nach Norden:


    img_e1367khkor.jpg

    Alle Fotografien sind durch mich aufgenommen und bei Gebrauch mit ©RianMa zu kennzeichnen. Vielen Dank.

  • Vielen Dank für die Bilder - ein tolles Ensemble, dass da entstanden ist - die Wiederbestuckung ist eine wahre Wohltat und glänzt im Kontrast zum Neubau umso mehr. Auch wenn der moderne Gebäuderiegel mir etwas zu lang erscheint, gewinnen beide Architekturen wirklich wechselseitig durch die intime Ecksituation zwischen Ihnen. 👌🏻 Gefällt mir persönlich gut, auch wenn die Gegend noch eine gehörige Portion Nachverdichtung und Neuordnung gebrauchen kann.

  • Zentrale der Victoria Versicherungsgesellschaft

    Den prächtigsten Altbaubestand, den die Kreuzberger Lindenstraße noch vorzuweisen hat, stellt definitiv das Hauptgebäude der Victoria-Versicherung in der Lindenstraße 20-25 dar. Der Gebäudekomplex wurde von 1893 bis 1913 im neobarocken Stil geplant und erbaut. Seit 2017 laufen bereits umfangreiche Bauarbeiten am und im Gebäude, die im kommenden Jahr abgeschlossen werden sollen. Der Gesamtkomplex erstreckte sich ursprünglich bis zur Alten Jacobstraße und besaß zwölf Innenhöfe. Aufgrund der Zerstörungen im 2. Weltkrieg blieben lediglich drei dieser Höfe teilweise erhalten.


    Die prunkvollen Fassaden werden im Zuge der Revitalisierung denkmalpflegerisch instandgesetzt. Die größten, äußerlichen Veränderungen werden wohl die neu konzipierten Dachzonen sein. In Anlehnung an die einst vorhandenen ausladenden Giebelaufbauten hat das beauftragte Architekturbüro GBP Architekten die historischen Formen aufgegriffen und die Giebel in zeitgenössischer Architektursprache nachempfunden. Bauherr ist die Cresco Capital Victoriahöfe S.à r.l. Weitere Informationen zu diesem Projekt lassen sich auf der Seite von arcguide+ finden.


    So soll das Gebäude in Zukunft aussehen:


    victoriahoefe_berlin_usjgo.jpg

    Quelle: GBP Architekten


    Und so sieht es aktuell vor Ort aus:


    img_e1369ovk61.jpg


    Während die Dachzone bis vor Sanierungsbeginn noch in unscheinbarer Form existierte (siehe GoogleMaps), werden die zukünftigen Giebel, die mittlerweile weithin sichtbar sind, die klare Gliederung der Fassade noch betonen und einen geeigneten Abschluss ausbilden.


    img_e1370wrksb.jpg


    Durch die Gerüste lassen sich die beeindruckenden Fassaden nur erahnen. Die Kriegsspuren werden im Zuge der Sanierungsmaßnahmen bewusst beibehalten, wobei schadhafte Stellen behutsam restauriert worden sind.


    img_e13738kj40.jpg


    Die Gebäudefront zur Straße hat eine Breite von 130 m. Der Blick aus der Lindenstraße in südliche Richtung auf das Bauvorhaben:


    img_e13759ak83.jpg


    Nun geht es auf die Rückseite, die ebenfalls noch größtenteils eingerüstet ist. Die zwei nördlichen Hofreste, eingefangen in zwei Bildern:


    img_e13845mjcy.jpg


    img_e13853oj91.jpg


    Der südliche Hof besitzt noch drei historische Seiten, wobei die Ostseite durch einen Neubau teilweise geschlossen worden ist. Das Gebäude existiert jedoch bereits seit längerer Zeit und wird vermutlich zur gleichen Zeit errichtet worden sein, als auch der Wohnpark Am Berlin Museum erbaut worden ist.


    img_e1386bxk0u.jpg


    img_e1387ywjff.jpg


    Spannend wird es innerhalb des südlichen Hofs, in dem die Südfassade bereits entrüstet worden ist und den Blick auf die frisch sanierte Neobarock-Architektur lenkt. Das Beste kommt in diesem Beitrag also zum Schluss.


    img_e1388xnkwh.jpg


    img_e138906kl5.jpg


    img_e1390wrjot.jpg

    Alle Fotografien sind durch mich aufgenommen und bei Gebrauch mit ©RianMa zu kennzeichnen. Vielen Dank.

  • Danke für die Info HarrySeidler. Endlich kommt hier etwas hin.

    Jeglicher Neubau an dieser Ecke ist ein Gewinn. Auch wenn es Berlintypisch durchgerastert ist.

    Die aktive Erdgeschosszone an dem Ort bewerte ich als positiv. Über den Kopfbau kann man aber streiten. Schön, dass der Bau im Baukollegium diskutiert wird.

  • Hmmm, merkwürdig introvertiert an diesem Standort. Sieht aus wie ein Passivhaus. Da die Friedrichstraße hier eh eine Sackgasse ist, nunja. Immerhin ein offenes Erdgeschoss nur für wen, jedenfalls nicht unbedingt für die Klientel die hier lebt.. Es sei denn es ist ein Café vom Miterverein oder so ...