Ökonomische Perspektiven Frankfurts

  • Wird wohl wieder nichts ...

    ... mit der Fusion von der Dt. Börse mit der LSE.


    Die EU hatte die Londoner aufgefordert, ihre Mehrheitsbeteiligung an der italienischen Handelsplattform MTS aufzugeben. Für die LSE sei das aber „unverhältnismäßig ... und dass ein solches Zugeständnis das wichtige Verhältnis mit den Behörden und das Geschäft in Italien und der gesamten Gruppe beschädigen würde.“ Deshalb werde die Londoner Börse die EU-Frist zur Einreichung weiterer Zugeständnisse am Montag verstreichen lassen. Die Fusionspartner werden nun abwarten, wie die EU-Kommission die Situation bewerte. Eine Entscheidung werde wohl bis Ende März gefällt.


    Informierte Kreise bezweifeln aber, dass MTS der einzige Grund sei, warum die LSE die Fusion jetzt zum Scheitern bringt. Es könne nämlich auch nur ein Vorwand sein um politischen Druck nachzugeben, den es zur Zeit ebenso in England gibt.


    Schwein gehabt, würde ich mal sagen. Und hoffentlich wird Kengeter nun gefeuert. Ihm würde ich es sogar zutrauen, dass er die Dt. Börse nun stattdessen an die amerikanischen Rivalen CME und ICE oder an ein großes Unternehmen aus Asien/China verkauft ... mE ist und bleibt Kengeter die größte Gefahr!


    Quelle FAZ

  • Die "größte Gefahr" ist doch, dass die Frankfurter Börse im globalen Wettbewerb weiter abrutscht. Das ist KEIN guter Tag für den Finanzplatz Frankfurt. Eine Brücke zwischen London und Frankfurt wäre ein weiteres wichtiges Signal für Standort-suchende Banken gewesen.


    Das Brüssel jetzt plötzlich von der LSE den Verkauf der MTS-Plattform verlangt hat, zeigt am Ende wie gut die Franzosen gearbeitet haben. Die französische Euronext war nämlich bis Mitte 2000 an der MTS Plattform beteiligt und ist dann ausgestiegen; bei MTS gibt es eine ähnlich Historie wie bei Clearnet. Sämtliche von LSE/DB geforderten Zugeständnisse (Verkauf Clearnet und MTS) aus Brüssel waren sehr auf eine Stärkung der Euronext zugeschnitten.


    Jetzt wird sicher wieder 4-5 Jahre nichts passieren und dann reden wir über den nächsten merger. Der wird unter anderen Vorzeichen stehen. Vielleicht träumen jetzt wieder viele von einer EU-Börse... Paris wird sich sehr darauf freuen.

  • Börsengröße ist kein Selbstzweck.


    Die FWP hat zuvorderst den Zweck, deutschen Unternehmen einen Zugang zum internationalen Kapitalmarkt zu ermöglichen, ohne den deutschen Rechtskreis verlassen zu müssen, mit entsprechenden Zusatzkosten und Risiken (vgl. zB die Listung an einer US Börse und schon hat man die SEC mit möglichen Milliardenbußen im Rücken).


    Eine FWP mit einem Träger mit Sitz in London wäre natürlich mittelbar der britischen Regulierung mit unterworfen. Eine Regulierung, auf die wir nach dem Brexit Null Einfluss haben. Das ist für den Sinn und Zweck einer Börse, das ist kein globaler "Phallusvergleich" der Börsengröße, wesentlich problematischer. Auch gibt es keinen Grund das Licht der FWP unter den Scheffel zu stellen, von wegen Hyperboliken wie "weiter abrutscht". Die Frankfurter Wertpapierbörse ist die größte Einzelbörse Kontinentaleuropas. Euronext musste Handelsplätze halb Westeuropas fusionieren, inkl. Paris, um einen Vorsprung der Tagesumsätze zu haben (Börse Frankfurt Monatsumsatz ca. 140 Mrd., alle Euronext Niederlassungen addierter Monatsumsatz ca. 180 Mrd.). Die Umsätze in Frankfurt sind nur knapp 10 % niedriger als die in der Megacity Hongkong. Und die Trägergesellschaft Deutsche Börse AG schreibt gute Gewinne. Es gibt keinerlei Anlass zu irgend einem Abgesang.


    Es gibt für ein Unternehmen kaum ein unkalkulierbareres Risiko, als das Unternehmen nach Rechtsrahmen A organisieren zu müssen und Anteilsscheine nach Rechtsrahmen B an einer Wertpapierbörse zu notieren. Kaum etwas beschert großen Wirtschaftsrechtskanzleien soviel billable hours, wie das, nur M&A ist noch umsatzträchtiger. Langfristig wäre bei einer fusionierten Gesellschaft mit Sitz in London natürlich klar, dass die calls aus London kommen, egal wie das die PR verpackt.


    Die FWP ist als zentrale Infrastruktur für unsere kapitalistische Gesellschaft zu begreifen und die sind wir, ob wir es euphemistisch "soziale Marktwirtschaft" nennen oder nicht. Umso mehr für einen Finanzplatz wie FFM. Der Tag, an dem die Fusion endgültig abgeblasen wird, ist ein guter Tag für Frankfurt und Deutschland. Diese Infrastruktur darf nicht aus dem Ausland gesteuert werden! Und wenn uns der Brexit etwas zeigt, dann, dass aus einem Teil des Binnenmarkts sehr schnell wieder Ausland werden kann. Es muss nur Le Pen in Frankreich gewinnen und wir sehen einem Frexit-Referendum entgegen. Das könnte ähnlich knapp wie in UK ausgehen: http://de.euronews.com/2016/08…den-naechsten-eu-austritt


    Es gibt keine sichere Bank mehr in diesem Europa und die Deutschen müssen mit ihren naiven Träumereien aufhören, so zu tun, als wäre der Nationalstaat ein Fossil aus der Vergangenheit ohne Bedeutung in der Gegenwart. Selbst wenn die EU irgendwie überlebt und sich neu sammelt, der Traum, sie zu den Vereinigten Staaten von Europa zu entwickeln, ist abgeblasen. Jeder für sich selbst. Je eher wir das lernen, desto besser kommen wir aus dieser Gemengelage raus. Die Franzosen selbst machen das wesentlich klüger, da hast du allerdings recht Kaiser97. Die würden einen Finanzplatz wie Frankfurt nie so links liegen lassen. Da hätte längst der Präsident interveniert und klar gemacht, dass es eine Fusion mit Hauptsitz in London nicht geben wird. Welch Ironie, dass nun indirekt der erfolgreiche Lobbyismus der Franzosen dazu führen dürfte, dass die Fusion platzt, du hast es erklärt.

    5 Mal editiert, zuletzt von Pumpernickel ()

  • Sehe ich genauso.Eine Brücke nach London,okay,aber so wie das geplant war,wäre das ein deutlicher Verlust für Frankfurt gewesen.Man braucht keine Brücke um jeden Preis.


    Soweit ich weiß,haben alle Experten gesagt,dass Frankfurt einen mittleren bis sehr starken Bedeutungsverlust erleiden dürfte.Und so würde es wohl auch sein.


    Lieber eine kleinere,immer noch starke eigenständige Börse,als nur noch eine Filiale von einem riesigen Unternehmen.

  • @ Kaiser97


    "Sämtliche von LSE/DB geforderten Zugeständnisse (Verkauf Clearnet und MTS) aus Brüssel waren" eben nicht "sehr auf eine Stärkung der Euronext zugeschnitten", sondern auf die Schwächung von LSE/FWP, weil diese sonst in diesen Segmenten eine marktbeherrschende Stellung in Europa eingenommen hätten. Dass in dieser Sache Euronext davon Nutznießer sein KÖNNTE will ich nicht bestreiten, zumal als Käufer ohnehin nur wenige Unternehmen in Betracht kommen. Und schließlich will man ja den Wettbewerb sicherstellen bzw. durch diese Fusion nicht zu sehr leiden lassen, so dass eine Stärkung von Euronext in der Natur der Gesamtumstände liegt. Hier aber davon zu reden, dass die Franzosen gute Arbeit geleistet hätten, ist schon sehr an den Haaren herbeigezogen, wenn nicht sogar Quatsch. :nono: Vielmehr liegt gerade den Franzosen viel daran diese Fusion scheitern zu lassen, da sie nach einer Fusion von LSE & Dt. Börse - trotz Verkauf von MTS usw. - stark unter Druck geraten und an Bedeutung verlieren würden.
    Deshalb würde ich eher der gegenteiligen Aussage Glauben schenken, dass die Franzosen gegen diese Fusion gearbeitet haben ... wobei auch das ohne Insiderwissen eher Spekulation wäre.

  • Hier aber davon zu reden, dass die Franzosen gute Arbeit geleistet hätten, ist schon sehr an den Haaren herbeigezogen, wenn nicht sogar Quatsch.


    Seit Napoleon sind die Franzosen Meister beim Schmieden von politischen Strategien. Und in Frankreich mischt die Politik immer mit, wenn es um wirtschaftlich bedeutende Fragen geht. Privatwirtschaft hin oder her.


    Das dürfte schon genau so gelaufen sein. Die Franzosen sehen ja auch, was offensichtlich ist. Dass die Londoner niemals dem Verkauf von MTS zustimmen würden, weil das eben Euronext massiv stärkt (bei der Euronext haben die Franzosen die Hausmacht, offizielle Sitze in anderen Städten hin oder her - was ganz schön zeigt, was auch schon von einem offiziellen Doppelsitz London/FFM zu halten gewesen wäre, nämlich nichts). Und so bringen sie die Londoner dazu, selbst die Fusion abzublasen.


    Denn selbst mit dem MTS Verkauf wäre für Paris ein unbequemer, neuer Gegner in London aus der Fusion erwachsen. Das oberste Interesse für Frankreich musste daher gewesen sein, irgendwie dafür zu sorgen, dass die Fusion abgeblasen wird. Taktisch am geschicktesten ist es, bei der EU Einfluss zu nehmen - was ja sogar legitim ist, jeder Mitgliedsstaat kann bei der EU darauf dringen, dass zb keine Marktungleichgewichte entstehen, auf den MTS Verkauf zu drängen war legitim und legal (und nach dem Brexit dürfte umgekehrt die Bereitschaft der EU, noch irgendwelche Zugeständnisse an London zu machen, gegen Null tendieren).


    Und dadurch die Fusionspartner selbst dazu zu bringen, es abzublasen. Und in Paris kann man verschmitzt grinsen und sagen "och, das ist aber schade!". Divide et impera. Mit LSE und Frankfurt getrennt lebt es sich für die Euronext insgesamt angenehmer.


    Seien wir nicht naiv, auch die Politik in Europa läuft im House of Cards Style. Auch wenn wir kein "Hollywood" haben, was das so high gloss filmisch darstellt.

  • BÖRSE

    Immerhin eine Klatsche für Herrn Kengeter. Aber noch ist das Drama nicht zu Ende.
    Selbst wenn es nicht zum Zusammenschluss von Deutscher Börse und LSE kommen sollte, ist das noch lange nicht der Anfang vom Ende der Deutschen Börse.

  • Weil hier teilweise von der FWB gesprochen wird:


    Die FWP bildet nur einen - eher - geringen Teil des Gesamtgeschäfts der Deutsche Börse ab. Ich stimme Dir hinsichtlich der volkswirtschaftlichen Bedeutung der FWB für Frankfurt und auch Deutschland allen voll zu.


    Aber: Warum die Deutsche Börse als Unternehmen letztlich so groß und wichtig ist, liegt aber an den anderen Geschäftsfeldern, nämlich der Eurex, der clearstream und dem Indexgeschäft. Nur diese Geschäftsfelder machen die Bedeutung der Deutsche Börse im internationalen Wettbwerb aus und entfalten auch die Strahlkraft für den deutschen Finanzplatz Frankfurt in Europa. Über eine Deutsche Börse ohne eben diese Geschäftsfelder, würden wir uns hier im Forum doch mit dem Thema gar nicht so intensiv befassen und über die Auswirkungen für den Standort Frankfurt diskutieren.


    Abgesehen davon: die Stellung der FWB als Aktienmarkt hat ja auch gelitten. So gab es in der jüngeren Vergangenheit durchaus deutsche Firmen die Ihren IPO lieber an der NASDAQ durchführen oder deutsche Biotechs, die ieber an die Euronext gehen. Sicherlich sind SCALE und auch die CEINEX Versuche Frankfurt hier wieder besser zu positionieren.


    Hinsichtlich der Regulatorik kann man vielleicht auch andere Sichtweisen vertreten. Die Fusionspartner haben die Gespräche mit der Hessischen Landesregierung bewusst nach hinten geschoben. Hier war noch nicht das letzte Wort gesprochen und es gab noch Spielmasse. Ich wette, dass die Fusion daran nicht gescheitert wäre und man auch für die regulatorischen Fragen gute Lösungen gefunden hätte.


    Und zu Standortfrage: Wenn andere Länder bzw. Finanzplätze in Europa in der Vergangenheit eine solche Standortpolitik betrieben hätten, wie sie zum Teil in der Politik jetzt für die Deutsche Börse vertreten wird, dann hätte es die Erfolgsgeschichten Eurex und Stoxx (anfänglich Konsortium mit Schweizer Börse und Mehrheit bei DB) und auch der Clearstream (Fusion aus Deutsche Börse Clearing und luxemburgische Cedel) gar nicht gegeben. Das sind gute Beispiele das auch die Deutsche Börse in der Vergangenheit von einem Entgegenkommen anderer Finanzplätze profitiert hat.


  • Abgesehen davon: die Stellung der FWB als Aktienmarkt hat ja auch gelitten


    Die Konsequenz daraus, sich zu einer Filiale Londons zu machen, ist so, als würde man Selbstmord begehen, weil man Angst vor dem Tod hat. Wenn die Stellung Frankfurts unter etwas gelitten hätte, dann unter der Fusion! Um deine Argumentation fortzuführen, wieso sollte dann bei einer fusionierten Börse überhaupt noch jemand in FFM public gehen wollen, wenn er doch gleich am größeren Finanzplatz London public gehen kann, aber dabei ebenso von der deutschen Filiale betreut wird, als würde er in FFM public gehen? Der Fusion zuzustimmen wäre einer langfristigen Zerstörung des Börsenplatz Frankfurt gleichgekommen, da hilft auch nichts, dass die fusionierte Gesellschaft in Kennzahlen XYZ soviel toller ist, wenn das ganze letztlich v. a. London nützt.


    Das war, das ist ja nicht selten, meiner Meinung nach schlicht eine Übernahme, die als Fusion dargestellt wurde. Alles andere wäre auch grotesk, die Briten sind mindestens so große Nationalisten wie die Franzosen, siehe der Brexit falls es dazu noch einen Beleg gebraucht hatte. Wieso sollten die irgendwas tun, was FFM nützt, sei es nur mittelbar bzw. irgendwas, was nicht einzig und allein auf Nutzenmaximinierung für UK und London ausgerichtet ist? Die Briten haben bestimmt nicht die Absicht, ihre Börse mit irgend jemandem zu teilen. Daher sagte ich ja, wir müssen in Deutschland aufhören so naiv zu sein. Frankfurt wäre übernommen und ausgequetscht worden. Bis es nur noch ein Backoffice mit geringeren Kosten ist, mit einer unbedeutenden Regionalbörse a lá "Finanzplatz Düsseldorf". Darauf wette ich!

  • @ Pumpernickel


    Meine Aussage
    "Hier aber davon zu reden, dass die Franzosen gute Arbeit geleistet hätten, ist schon sehr an den Haaren herbeigezogen, wenn nicht sogar Quatsch."

    bezog sich auf Kaiser97s Vermutung, dass die Franzosen darauf hingearbeitet hätten, dass sie als Dritte Nutznießer eine Fusion von LSE & Dt. Börse werden, mithin also die Fusion unterstützt hätten. Insofern verstehe ich deine Stellungnahme nicht ganz, da ich dem Inhalt deines Beitrages eher Glauben schenken würde (siehe eben auch meinen Beitrag). Ich glaube aber nicht, dass die LSE allein wegen MTS nun diesen Rückzieher macht. Beleg genug hierfür ist, dass neben den informierten Kreisen auch die Dt. Börse selbst von diesem Schritt überrascht wurden, also damit gar nicht gerechnet haben. Der Hauptgrund dürfte wohl tatsächlich der/die durch Politiker und Medien ausgeübte Druck und geäusserte Kritik sein.


    Wie dem auch sei, ich hoffe, dass die Fusion in Kürze abgeblasen wird und Kengeter umgehend nach London zu seiner Familie zieht ... aber ohne die Dt. Börse bitte!

  • @Pumpernickel
    Das börsengeschäft ist ein plattformgeschäft. Das Beispiel Euronext zeigt ja sehr schön, dass nicht alle IPO's nach Paris gehen, sondern weiterhin in Amsterdam. Genauso wenig gehen alle italienischen Unternehmen in London public, sondern weiterhin in mailand.


    Auch Glaube ich nicht, dass alles nach London Don gegangen wäre. Dank brexit, wird u.U. das euro Clearing auf den Kontinent wandern müssen. Bei einem Scheitern kann die lse das sanft nach Paris schieben. Frankfurt wäre hier in einer besseren Position mit der Fusion gelandet.

  • Gut, dass DIESE Fusion scheitert. Die vereinigte Börse wäre sehr viel stärker gewesen, als die jetzigen und im internationalen Vergleich auch besser aufgestellt. Aber Frankfurt wäre der Verlierer gewesen und deshalb war ich dagegen.


    Was den Einfluss der Franzosen auf das Scheitern angeht, mag dies so gewesen sein. Allerdings wundere ich mich doch, woher manche Forumsmitglieder ihre Kenntnis über den Einfluss der Franzosen auf dieses Geschäft. Der Verweis auf Napoleon - um mal ein Beispiel zu nennen - ist doch etwas dünn. Und das nur die Franzosen taktieren und intrigieren könnten, ist dann doch etwas zu viel der Ehre für unsere Nachbarn. Jedenfalls sind die da bestimmt nicht die einzigen.

  • Lufthansa: Konzernsitz bleibt in Köln (vorerst)

    Eine Meldung im Kölner Stadtanzeiger, wonach die Lufthansa in Köln neue Büros angemietet habe, hat der Konzern bestätigt:


    Trotz eines Großumzugs ihrer Verwaltung belässt die Lufthansa den Unternehmenssitz vorerst in Köln, wie der Konzern berichtete. Lufthansa hat dem "Kölner Stadt-Anzeiger" zufolge neue Büros angemietet. Der Mietvertrag für die alte Firmenzentrale laufe im September aus. Operativ wird der Konzern schon lange aus Frankfurt/Main gesteuert, aus historischen Gründen ist der Konzernsitz allerdings noch immer in Köln.


    Die FAZ verbindet dies mit Spekulationen, der Konzernsitz könnte auch nach Berlin verlegt werden. Die Lufthansa habe einen neuen Konzernsitz angekündigt, aber noch keine Entscheidung getroffen. Intern sei neben Frankfurt auch immer wieder von Berlin die Rede, gelegentlich auch von München. Für Berlin spreche die "Nähe zur Politik".


    Q: FAZ (RMZ), v. 15.3.2017, S. 36

  • GfK legt Rechenzentren in Frankfurt zusammen

    Wie die FNP-Print heute berichtet, hat der Nürnberger Markforscher GfK einen Servicevertrag für ein neues Rechenzentrum in Frankfurt mit dem global führenden Rechenzentrumsanbieter Equinix unterschrieben. Somit ziehen mehr als 3.000 Server um.


    Unter dem Projektnamen "Move Assets To Cloud Hub", kurz MATCH, soll bis Ende 2018 der gesamte GfK-Datenverkehr in der Region EMEA (Europa, Naher Osten und Afrika) über den neuen Serverpark gesteuert werden.


    Die GfK hatte sich 2016 entschieden, die bisherigen drei Rechenzentren in Nürnberg in einem neuen, hocheffizienten Datenzentrum zusammenzuführen und moderne Cloud-Technologien zu integrieren, heißt es weiter.


    Die Wahl fiel auf Frankfurt, das dank seiner technischen Infrastruktur und renommierter Cloudanbieter zu den führenden Standorten für moderne Rechenzentren in Europa zählt.


    Für den Tausende Terabyte großen Datenstrom aus über 300 Geschäftsanwendungen der GfK sollen auf einer Fläche von 500 qm 200 Serverschränke aufgestellt werden, die durch rund 1.000 Datenkabel mit einer Gesamtlänge von 20 km verbunden werden.

  • Börsenfusion gescheitert

    Die EU-Wettbewerbshüter haben den Fusionsplänen von Deutscher Börse und London Stock Exchange eine Absage erteilt. Im Bereich des Clearance festverzinslicher Finanzinstrumente hätte es nämlich ein De-facto-Monopol gegeben.


    Quelle: ZDF Videotext und überall im Netz

  • ^ Top-Nachricht!
    Handelsblatt


    Wünschen würde ich mir noch, dass der Kengeter gefeuert wird, oder noch besser, dass er von alleine geht (denn dann gebe es keine Abfindung für diesen Typen). Doch das wird wohl leider nicht geschehen. Im Gegenteil trotz dieses Fusionsdesasters und schlecht laufender Geschäfte, darf er sich auf ein sattes Gehaltsplus freuen, wohingegen nun in allen Geschäftsbereichen der Rotstift gezogen wird.

  • Tourismus-Zahlen für 2016 erschienen

    Mittlerweile hat die Tourismus+Congress GmbH Frankfurt die Tourismus-Statistiken für 2016 veröffentlicht. Wer das im Detail nachlesen möchte, kann das hier tun.


    Die wesentlichen Highlights sind:

    • Die Anzahl der Übernachtungsgäste stieg auf 5,2 Mio. (+1,9%).
    • Auch bei den Übernachtungen gab es mit mehr als 8,8 Mio. (+1,5%) einen neuen Rekord.
    • Auf dem Binnenmarkt wurden 2,9 Mio. Gäste (+1,3%) und über 4,8 Mio. Übernachtungen (+0,4%) gezählt
    • Bei den ausländischen Übernachtungen gab es ebenfalls einen Zuwachs von 2,9% auf 4 Mio., ebenso wie bei der ausländischen
    • Gästezahl, die auf 2,3 Mio. Gästen (+2,8%) anstieg
    • Starke Zuwäche gab es bei den Übernachtungen aus Spanien (+11,8%), den Niederlanden (+12,9%), China (+10,3%) und den USA (+ 5%).
    • Rückläufig waren vor allem die Übernachtungen von russischen Gästen (-11,5%), den Golfstaaten (-7,5%) und aus Japan (-13,1%).
    • Aufgrund des stark steigenden Bettenangebotes (+9%) ist die durchschnittliche Bettenauslastung um -3,6% gesunken.
    • Aufgrund der vielen geplanten Hotelneueröffnungen in den kommenden zwei Jahren ist bei einem ausbleibenden Wachstum des Übernachtungsaufkommens eine Überkapazität des Bettenangebots nicht auszuschließen.
    • Die Verweildauer ist mit 1,69 Tagen nahezu gleich geblieben (-0,03 Tage).
  • Verlagerung der Großmetzgerei Wilhelm Brandenburg...

    ... ist anscheinend noch nicht beschlossene Sache. Auf eine Anfrage der Fraktion der Frankfurter berichtet der Magistrat, er stehe weiterhin im ständigen Austausch mit der Firma Brandenburg und REWE. Das Unternehmen habe seine Standortentscheidung noch nicht abgeschlossen.


    Q

  • Neues Umspannwerk für Rechenzentren im Gallus

    Zu diesem Beitrag passt ein Bericht in der heutigen FAZ (RMZ, S. 34) über die Eröffnung eines neuen Umspannwerkes, dass die Mainova auf dem Gelände der Telehouse Deutschland GmbH (ehem. Databurg) in der Kleyerstraße 75 errichtet hat. Das interessante am Bericht ist:


    - es gibt 25-30 Rechenzentren a la Telehouse in Frankfurt, Tendenz steigend;
    - hinzu kommen Firmenrechenzentren (z.B. Bundesbank, Citigroup);
    - die Rechenzentren verbrauchen 20% des in Frankfurt insgesamt verbrauchten Stroms;
    - das ist mehr als der Flughafen, der bisher der größte Verbraucher war;
    - die weltweite Menge der digitalen Daten verdoppelt sich alle 18-24 Monate;
    - d.h. innerhalb von 1,5 - 2 Jahren fallen ebensoviele Daten an wie in allen Jahren seit dem Start des Internet zusammen;
    - der Grund für die Ansiedlung in F ist, dass die Stromversorgung durch Mainova als besonders sicher gilt und besonders selten gestört ist;
    - gemessen am Datendurchsatz ist der Internetknoten an der Hanauer Ldstr. der größte Internetknoten der Welt.


    Siehe dazu auch PM der Mainova

  • "Tanz um die Türme"

    Die "Immobilienzeitung" widmet den Titel(bericht) ihrer aktuellen Ausgabe dem Thema "Büromarkt" in Ffm.


    http://www.immobilien-zeitung.de/ausgaben-archiv/2017/30


    Es wird sehr deutlich das Paradox angesprochen, dass der Büroumsatz in Ffm. (in starkem Gegensatz zur äusserlichen Erscheinung der Skyline) seit Jahren schon gegenüber den Metropolen München und Berlin deutlich zurückgefallen ist.


    Lesenswert !