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Alt 12.07.11, 12:47   #16
Isek
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Wenn man einen verdichteten Bereich schaffen würde, würde sich auch ein S-Bahn halt lohnen. So wird nur wieder eine weitere stadtnahe Fläche mit Punkthäusern und Grünzügen verschwendet.
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Alt 12.07.11, 17:52   #17
LugPaj
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Ursprünglich war ja ein S-Bahnhalt Paul-Gerhardt Allee an der S1/S2 geplant. Aber diese Planungen wurden anscheinend aufgegeben? Ich hoffe, dass hier nicht viele öffentliche Grünflächen geplant werden. Der Nymphenburger Park ist ja direkt daneben, es müssen nur gute Querungsmöglichkeiten über die Schienen geschaffen werden. Ich hätte gern ein Hochhaus direkt im Gleisdreick der S1/S2 und Eisenbahnhauptstrecke.
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Alt 13.07.11, 19:03   #18
Mikhail
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Ich habe lange in diesem Forum nur gelesen, jetzt aber muss ich mich zu Wort melden!

Wenn ich lese "Wieder ein Tropfen auf den heißen Stein des knappen Wohnungsmarkts" oder "Ich hoffe, dass hier nicht viele öffentliche Grünflächen geplant werden" dann frage ich mich ob dadurch der Münchner Wohnungsmarkt entlastet wird oder die exponentielle Zersiedlung der Stadt befördert wird - siehe Beispiel Kairo mit heute 7 Mln. Einwohner. Übertrieben gesagt "die ganze Welt will in München wohnen", oder zumindestens die Bürger aus dem Norden und Osten der Republik. Und wenn sie die Möglichkeit dazu haben dann werden sie es auch tun.

Wenn noch mehr Menschen in München wohnen dann enstehen hier noch mehr Arbeitsplätze und noch mehr Menschen nach Südbayern ziehen werden. Aber es ist eben das Schöne in München - viel Grün, Kleinstadtgefühl, die "wilden" Ecken!

Ich beobachte in München seit einigen Jahren diese Beschleunigung, regelungstechnisch ausgedruckt die "Positive Rückkoplung" zw. Stadtgröße und Stadtwachstum http://de.wikipedia.org/wiki/Positive_R%C3%BCckkopplung

Wollen wir das wirklich?

Geändert von Mikhail (14.07.11 um 20:57 Uhr)
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Alt 14.07.11, 23:13   #19
hiTCH-HiKER
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hiTCH-HiKER ist im DAF berühmthiTCH-HiKER ist im DAF berühmt
Kann ich nicht bestätigen, dass München in eine negative Richtung beschleunigt.
Fast alle Neubauten haben doch entweder Schandflecke ersetzt oder sind auf brachliegenden, nicht-öffentlichen Flächen entstanden.
Klar man hätte mehr daraus machen können, wie etwa im Arnulfpark.
Allerdings findet sich halt nicht immer ein Projektentwickler der ewig Geld reinsteckt und falls doch, dann sind es halt wieder sauteure Wohnungen, was auch niemand will.
München entwickelt sich zwar extrem langsam, aber stetig zu der Stadt, die es immer werden sollte. Eine ruhige, gemütliche, grüne Metropole ohne nennenswerten Autoverkehr im Innenraum.
Allerdings würde ich mir manchmal wünschen, dass die DAX-Unternehmen in andere Städte ziehen, damit sich die Preise hier nicht noch weiter von der Realität entfernen.
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Alt 17.07.11, 21:18   #20
BRPat
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BRPat hat die ersten Äste schon erklommen...
Zitat:
Zitat von hiTCH-HiKER Beitrag anzeigen
Kann ich nicht bestätigen, dass München in eine negative Richtung beschleunigt.
Fast alle Neubauten haben doch entweder Schandflecke ersetzt oder sind auf brachliegenden, nicht-öffentlichen Flächen entstanden.
Klar man hätte mehr daraus machen können, wie etwa im Arnulfpark.
Allerdings findet sich halt nicht immer ein Projektentwickler der ewig Geld reinsteckt und falls doch, dann sind es halt wieder sauteure Wohnungen, was auch niemand will.
München entwickelt sich zwar extrem langsam, aber stetig zu der Stadt, die es immer werden sollte. Eine ruhige, gemütliche, grüne Metropole ohne nennenswerten Autoverkehr im Innenraum.
Allerdings würde ich mir manchmal wünschen, dass die DAX-Unternehmen in andere Städte ziehen, damit sich die Preise hier nicht noch weiter von der Realität entfernen.

Gentrifizierung auf Stadtebene also... Dagegen hilft nur preiswerter wohnraum via Förderung, oder etwa nicht? Soll dies hier umgesetzt werden?
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Alt 17.07.11, 21:34   #21
Johnny
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^ Oder man verpflichtet den Entwickler einen Anteil an preiswertem Wohnraum zu schaffen, wie es z.B. in England geschieht. Bei gleichzeitigen strengen Gestaltungsvorgaben bekommt man so alles was man will: Gute Architektur, preiswerten Wohnraum. Die Städte nutzen einfach nicht ihre Macht, die sie zweifellos haben.
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Alt 18.07.11, 18:30   #22
Martyn
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Guten Morgen

Man könnte nun schon locker mit einer fertigen abgesegneten Planung dastehen, da seit über einem Jahrzehnt feststeht dass das Gelände entwickelt wird. Wieso man wartet, bis die Großmärkte umgezogen sind, um dann mit dem Wettbewerb loszulegen, versteh ich wirklich nicht. Die Umstrukturierungsprozesse dauern in München extrem lang. Im Falle der Zentralen Bahnflächen eigentlich zwei Jahrzehnte.
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Alt 18.07.11, 20:20   #23
Mikhail
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Zitat:
Zitat von Martyn Beitrag anzeigen
Man könnte nun schon locker mit einer fertigen abgesegneten Planung dastehen, da seit über einem Jahrzehnt feststeht dass das Gelände entwickelt wird. Wieso man wartet, bis die Großmärkte umgezogen sind, um dann mit dem Wettbewerb loszulegen, versteh ich wirklich nicht. Die Umstrukturierungsprozesse dauern in München extrem lang. Im Falle der Zentralen Bahnflächen eigentlich zwei Jahrzehnte.
Frage: wieso ist es erstrebenswert dass die Großmärkte aus der Stadt umziehen? Dann werden meiner Meinung nach nicht weniger sondern noch mehr Wohnungen in München fehlen als vorher: mehr Einwohner -> mehr Arbeitsplätze.

Wieso soll der Wohraum in München preiswerter werden? Es werden dann doch millionen Menschen aus Nord- und Ostdeutschland hierher ziehen wollen.
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Alt 18.07.11, 20:35   #24
LugPaj
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Zitat:
Zitat von Mikhail Beitrag anzeigen
Frage: wieso ist es erstrebenswert dass die Großmärkte aus der Stadt umziehen? Dann werden meiner Meinung nach nicht weniger sondern noch mehr Wohnungen in München fehlen als vorher: mehr Einwohner -> mehr Arbeitsplätze.
Die Großmärkte sind innerhalb der Stadt umgezogen. Ansonsten verstehe ich die Logik in deinem Satz nicht.

Zitat:
Zitat von Mikhail Beitrag anzeigen
Wieso soll der Wohraum in München preiswerter werden? Es werden dann doch millionen Menschen aus Nord- und Ostdeutschland hierher ziehen wollen.
Preiswerter, damit sich auch normale Leute Wohnungen kaufen können. Preiswerter, damit nicht soviel Geld des Gehalts für die Miete drauf geht. Eine Fremdenscheu, dass Leute aus Nord- oder Ostdeutschland hierher ziehen wollen, hab ich nicht. Eine Großstadt muss auch den Anspruch haben eine Art Schmelztiegel zu sein. Es ist sicherlich nicht erstrebenswert, sich abschotten zu wollen und "Wir bleiben lieber unter uns"-anstreben zu wollen.
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Alt 18.07.11, 22:03   #25
Mikhail
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Zitat:
Zitat von LugPaj Beitrag anzeigen
Die Großmärkte sind innerhalb der Stadt umgezogen. Ansonsten verstehe ich die Logik in deinem Satz nicht.
Die Logik ist folgende: wenn Großmärkte ausziehen dann werden an der Stelle Wohnungen und Büros gebaut. Somit wird München wirtschaftlich noch attraktiver für die Arbeitgeber und Arbeitnehmer und es werden noch mehr Wohnungen fehlen. Gleichzeitig wird München weniger grün und von Gefühl "überfüllter".

Es ist eine eine ganz einfache Mathematik: Bedarf = Vorhanden * Faktor. Anderswo in Deutschland ist Faktor < 1, somit Bedarf < Vorhanden und als Folge es gibt Arbeitslosigkeit bzw. die Leute ziehen fort. In München dagegen ist Faktor > 1, IMO Faktor = 1.1, somit bei der Stadtgröße = 1 Million fehlen 100 Tausend Wohnungen. Bei der Stadtgröße = 2 Millionen werden 200 Tausend Wohnungen fehlen.

Zitat:
Zitat von LugPaj Beitrag anzeigen
Preiswerter, damit sich auch normale Leute Wohnungen kaufen können. Preiswerter, damit nicht soviel Geld des Gehalts für die Miete drauf geht. Eine Fremdenscheu, dass Leute aus Nord- oder Ostdeutschland hierher ziehen wollen, hab ich nicht. Eine Großstadt muss auch den Anspruch haben eine Art Schmelztiegel zu sein. Es ist sicherlich nicht erstrebenswert, sich abschotten zu wollen und "Wir bleiben lieber unter uns"-anstreben zu wollen.
Frage: wie viele Menschen von anderswo nach München ziehen würden wenn hier der Wohnraum so günstig wie in Leipzig wäre? Wahrscheinlich viele Millionen. Kann München das verkraften? Wollen wir das unsere schöne, kleine, grüne Stadt sich so verändert?

Das Problem ist nicht der fehlende Wohnraum sondern die DAX Konzerne die in München viele Arbeitnehmer beschäftigen, siehe hier: http://upload.wikimedia.org/wikipedi...%282010%29.PNG

München ist mit gut 7 überrepräsentiert, es gibt keinen eizigen in Ostdeutschland und gerade zwei nördlicher von Kassel.

Geändert von Mikhail (19.07.11 um 08:09 Uhr)
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Alt 19.07.11, 13:03   #26
SimonMuc
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SimonMuc befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
In der Stadtausgabe der SZ von heute (19.07.) auf S. 42 gibt es neue Infos zum Gebiet, das übrigens 34 ha groß ist:
- Wohngebiet soll mit deutlich geringerer Dichte als ursprünglich geplant entwickelt werden --> Geschossfläche um 1/3 reduziert
- es sollen einmal 4.500 Menschen dort in 2.000 Wohnungen leben
- kein neuer S-Bahn-Halt auf Höhe der Berduxstraße, da weniger Einwohner
- es wird noch länger dauern, bis die 37 Unternehmen ihre Standorte verlagert haben, deshalb Entwicklung des Gesamtareals in fünf Teilbereichen
- weitere vorgesehene Einrichtungen: vierzügige Grundschule mit Tagesheim, Mittagsbettreuung und Dreifach-Sporthalle; Kinder-, Jugend- und Familienzentrum

Hier ein Link zum beschlossenen Entwurf im Stadtrat und weiteren Dokumenten. Vor allem das PDF "Anlagen" ist interessant mit vielen Karten:
http://www.ris-muenchen.de/RII2/RII/...?risid=2369872

Geändert von SimonMuc (19.07.11 um 13:10 Uhr) Grund: Einfügen eines Links für weitere Infos
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Alt 19.07.11, 14:09   #27
Isek
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Isek ist essentiellIsek ist essentiellIsek ist essentiellIsek ist essentiellIsek ist essentiellIsek ist essentiellIsek ist essentiellIsek ist essentiellIsek ist essentiellIsek ist essentiell
^^

Absolut unverständlich diese Stadtplanung! Ich hatte eine derartige Entwicklung schon fast geahnt. Aber dass es so schlimm kommen würde? Anstatt neuen Wohnraum für möglichst viele Menschen mit Anbindung an die S-Bahn zu schaffen wird in Richtung Luxus-Quartier mit hoher PKW-Nutzungsdichte geplant. Wer wechselt bitte diese Entscheidungsträger aus?
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Alt 19.07.11, 19:51   #28
lotz86
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Das Gebiet hat wahnsinnig viel Potential:

Gute Lage, welche mit einem S-Bahn-Halt und eine Brücke über die Gleise sehr leicht an dem öffentlichen Nahverkehr und an den Nymphenburger Park anbindbar wäre. Grünflächen sind also mehr als ausreichend vorhanden, weswegen eine hohe Wohnungsdichte in Frage kommt. Auf Grund der Gleisnähe macht eine gemischte Bebauung (Wohnung + Gewerbe + Büro als Lärmschutz) mehr als Sinn. Blockrandbebauung, viergeschössig, ...

Wer wundert sich eigentlich noch, dass München in den letzten Jahrzehnten nie seine eigenen Vorgaben an neuen Wohnungen pro Jahr erreicht?
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Alt 19.07.11, 21:49   #29
BRPat
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BRPat hat die ersten Äste schon erklommen...
Zitat:
Zitat von SimonMuc Beitrag anzeigen
In der Stadtausgabe der SZ von heute (19.07.) auf S. 42 gibt es neue Infos zum Gebiet, das übrigens 34 ha groß ist:
- Wohngebiet soll mit deutlich geringerer Dichte als ursprünglich geplant entwickelt werden --> Geschossfläche um 1/3 reduziert
- es sollen einmal 4.500 Menschen dort in 2.000 Wohnungen leben
- kein neuer S-Bahn-Halt auf Höhe der Berduxstraße, da weniger Einwohner
- es wird noch länger dauern, bis die 37 Unternehmen ihre Standorte verlagert haben, deshalb Entwicklung des Gesamtareals in fünf Teilbereichen
- weitere vorgesehene Einrichtungen: vierzügige Grundschule mit Tagesheim, Mittagsbettreuung und Dreifach-Sporthalle; Kinder-, Jugend- und Familienzentrum

Hier ein Link zum beschlossenen Entwurf im Stadtrat und weiteren Dokumenten. Vor allem das PDF "Anlagen" ist interessant mit vielen Karten:
http://www.ris-muenchen.de/RII2/RII/...?risid=2369872
Dass hier die Dichte runtergefahren wird ist unverzeihlich und kurzsichtig. Aus ökologischen und sozialen Gründen. Auch der Stadt entgeht die Grunderwerbsteuer auf die nicht gebauten Wohnungen. ob da die Kosten für den Bahnhof und Infrastruktur wie Kitas Schulen etc. gespart werden?

Die Parkstadt Schwabing hat 40ha und ist 20 Jahre nach den ersten Verhandlungen mit Grundeigentümern und Firmen vor Ort immer noch zu ca. 25 Prozent unbebaut. Dass man hier bei 35 Betrieben die Sache in Schritten angeht ist nur konsequent.
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Alt 19.07.11, 22:21   #30
BRPat
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Zitat:
Zitat von Mikhail Beitrag anzeigen
Die Logik ist folgende: wenn Großmärkte ausziehen dann werden an der Stelle Wohnungen und Büros gebaut. Somit wird München wirtschaftlich noch attraktiver für die Arbeitgeber und Arbeitnehmer und es werden noch mehr Wohnungen fehlen. Gleichzeitig wird München weniger grün und von Gefühl "überfüllter".

Es ist eine eine ganz einfache Mathematik: Bedarf = Vorhanden * Faktor. Anderswo in Deutschland ist Faktor < 1, somit Bedarf < Vorhanden und als Folge es gibt Arbeitslosigkeit bzw. die Leute ziehen fort. In München dagegen ist Faktor > 1, IMO Faktor = 1.1, somit bei der Stadtgröße = 1 Million fehlen 100 Tausend Wohnungen. Bei der Stadtgröße = 2 Millionen werden 200 Tausend Wohnungen fehlen.



Frage: wie viele Menschen von anderswo nach München ziehen würden wenn hier der Wohnraum so günstig wie in Leipzig wäre? Wahrscheinlich viele Millionen. Kann München das verkraften? Wollen wir das unsere schöne, kleine, grüne Stadt sich so verändert?

Das Problem ist nicht der fehlende Wohnraum sondern die DAX Konzerne die in München viele Arbeitnehmer beschäftigen, siehe hier: http://upload.wikimedia.org/wikipedi...%282010%29.PNG

München ist mit gut 7 überrepräsentiert, es gibt keinen eizigen in Ostdeutschland und gerade zwei nördlicher von Kassel.
Sorry, aber man kann das nicht so stehen lassen. Vor Allem weil das Thema komplex ist und nicht so pauschal behandelt werden kann. das Beispiel ist mathematischer Quatsch. In deinem Millionen-Beispiel ist der Wohnungsbedarf zweimal 10%. und der Faktor 1,1 entbehrt noch jeder Grundlage.

die Preise der Wohnungen werden solange steigen, bis die Nachfrage nachlässt, im Fall München, bis weniger Zuwanderung entsteht, weil es einigen zu teuer wird. für bereits hier wohnende ein problem. die einzige Abhilfe ist, die Angebotsseite zu entspannen durch Neuausweisung von Wohnbau-Flächen oder anderen Eingriffen wie Preisbindung. Geschieht dies nicht, Muss man die hohen Preise ertragen. Die aktuelle Politik weist Flächen aus, zwingt uns aber auch, wegen derer geringen Menge, hohe Preise zu ertragen.

Dass geringere Dichte bei gleicher Nachfrage nach Wohnraum mehr Ressourcen verbraucht und mehr Infrastruktur fordert, ist glaube ich fast allgemein anerkannt. Statt einer "gefuehlt überfüllten" dichten Stadt hätten wir längere Wege, mehr Individualverkehr und weniger Kunden in den Läden ob der geringeren Menschen in deren Einzugsgebieten

Die Präsenz der Dax Konzerne steigern eher den Wohlstand Aller, ansonsten hätten wir wohl zustände wie in Berlin. Schlechtere Schulen, schlechterern Wohnraum, ungepflegte Parks. Noch mehr Armutsfälle.

umso aergerlicher, dass hier die Dichte runtergefahren wird.
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