Leipzig: St. Trinitatis (realisiert)

  • @ Kloßderbruder: Ich kann Cowboy nur zustimmen. Wer sich übers Merkurhaus aufregt, wird früh einem Herzinfarkt erliegen. Diese ganze früher-war-alles-besser Diskussion wurde hier und im APH bereits bis zum Erbrechen durchgekaut, die brauchen wir hier nicht aufzumachen. Gewünscht war ja explizit ein modernes Gebäude. Das ist erstmal Fakt.


    @ Cowboy: zur absoluten Abwechslung muss ich in einem Teilaspekt mal dem jungen Woerther zustimmen (auch wenn er den anders gemeint hat). Ziel der Neubebauung am Leuschnerplatz kann m.E. nicht sein, nur Stafette für die existierende Bebauung zu sein, sondern das Ensemble zu Verbessern. Der gewählte Entwurf tut sicherlich keinem weh und fügt sich recht gut in die Blockrandbebauung ein, aber ich sehe wirklich trotz allem Bemühen keinen herausragenden Aspekt, den das Gebäude dem künftigen Leuschnerplatz hinzufügt, keine Richtung, die das Gebäude der modernen Kirchenarchitektur vorgibt. Nichts weniger hätte ich bei einem solchen Neubau in exponierter Lage in einer deutschen Großstadt, wie er vielleicht in 50 Jahren nicht wieder vorkommen wird, erwartet. Insofern sehe ich das Ganze eher als vergebene Chance. Aber gut, vielleicht waren meine Erwartungen da zu hoch.


    Zum Rochlitzer Porphyr: schlauer Schachzug der Architekten, diesen zu verwenden, allerdings sollte man sich bewusst sein, dass dieser Stein seit jeher, ausser bei einigen Brücken, fast nie großflächig, sondern eher als Akzentuierung von Bögen, Fenstern, Türen verwendet wurde. Als Fassadenmaterial ist er zwar ungewöhnlich, macht sich aber, wie man am Neubau des stadtgeschichtlichen Museums sieht, nicht besonders gut.

  • Was nützen denn Fassadenänderungen, wenn die Form kalt ist?
    ...allein diese Floskeln: "nüchtern", "homogen", "understatement"...allein das spricht aus meiner Sicht die Ideenlosigkeit und Kälte dieser Art von Architektur.
    Kirchtürme anderer Epochen sind schlicht und ergreifend beeindruckend, fantasieanregend und mit Liebe zum Detail ausgearbeitet. Das sich so viele allein in diesem Forum dagegen aussprechen zeigt doch, dass der Entwurf schlecht ist. Architektur wird für Menschen gemacht, und wir alle müssen damit klarkommen und nicht nur ein kleiner Kreis von angeblich besser Informierten oder die zukünftigen Nutzer (von denen sicherlich die Mehrheit ebenfalls nicht begeistert ist). Wenn mir eine bestimmte Musikrichtung nicht gefällt, gehe ich schlicht und einfach nicht zu solchen Konzerten, aber Architektur ist permanent vorhanden und deswegen wird keiner aus der Stadt ziehen oder Riesenumwege fahren, um sich das nicht antun zu müssen. Wenn so gebaut wird ist es kein Wunder, dass allenthalben die Sehnsucht nach Rekos wächst. Was soll man angesichts der Stagnation in der Architektur auch tun?
    Offenbar handelt es sich bei solcherlei Architektur um eine Art Paradigma, und dessen Vertreter sind nicht in der Lage sich auf Neues einzulassen. Da aber die konservative katholische Kirche nun "modern" baut, kann, wer optimistisch ist, hoffen, dass die veraltete Moderne mittelfristig überwunden wird. Vieleicht startet ein mündiger Bürger ein Volksbegehren für bessere Architektur...
    Das Merkurhaus erinnert mich immer an einen Bau aus dem dritten Reich. Aber sicherlich hat man sich dabei noch Mühe gegeben.

  • Der sog. Kirchturm ist nuchtern betrachtet nur ein aufgestelltes Quadrat welches im oberen 1/3 ebensolche aufrechte quadratische Öffnungen aufweisst. Im direkten Vergleich zum Rathaus eine primitive und kalte Gestalltung die einem Hochbunker gleichkommt. Hoffentlich bleibt Leipzig diese Bausünde doch noch erspart. Sonst hilft nur noch für einen Abriss zu beten!!!

  • @ Abyssalon


    Ich finde deine Argumenatation contra neu pro reko von daher unpassend, als ja sehr wohl moderne, frische Architektur mit dem 3. Platz im Angebot war. Die Frage ist also eher, warum ausgerechnet der unscheinbarste und langweiligste Entwurf ausgewählt wurde; ob es nun mit der Zugehörigkeit zur Gemeinde, Erzkonservativen Entscheidungsträgern oder dem Wunsch, im weitgehend atheistischen Leipzig nicht weiter aufzufallen zu tun hatte, werden wir vllt. nie erfahren. Am Angebot an Architektur liegt die Verärgerung über das was jetzt kommt jedenfalls nicht.

  • Am dritten Platz kann ich nichts frisches entdecken...eher novembergrau zugiges. frisch ist der schon angesprochene spacige entwurf. so wie der aus dem boden wächst...aber leider zu modern.

  • da kann ich stadtplaner bln nur zustimmen.


    Cowboy & hedges: ich fühle mich weder verfolgt noch unterdrückt, aber dass die genannten personen nun mal diesen kulturellen background haben, ist ja ein unbestrittener fakt. es wäre doch eher verwunderlich, wenn ihre prägungen nicht ihre sichtweisen beeinflussen würden. zum besseren verständnis hier 4 beispiele aus aachen, wo schulz & schulz architektur studiert haben:


    http://www.kirchenkreis-aachen…achen/Auferstehungskirche
    http://www.st-apollonia.com/
    http://www.marienkirche-aachen.de/
    http://www.sanktgregorius.de/kirche/index.php


    zu sehen ist das immer wiederkehrende schema von nahezu fensterlosem kirchenraum, abseits stehendem turm und dazwischen liegendem flachbau. das ist dort seit jahrzehnten gang und gäbe. man mixe die vier kirchen, bringe die gebäudeteile auf einem dreieckigem grundriss unter - und fertig ist st. trinitatis. für eine gemeindekirche im irgendwo nichts besonderes, aber akzeptabel.


    doch im unterschied zu diesen beispielen soll die neue kirche an exponierter stelle entstehen. diesem umstand wird der siegerentwurf nicht gerecht. die neubebauung des wilhelm-leuschner-platzes beginnt mit einer haushohen wand. warum also wurde ein solches gebäude überhaupt entworfen und prämiert? meiner ansicht nach, weil die agierenden seit jahrzehnten mit derlei kirchenbauten zu vertraut sind, um sich an diesem städtebaulichen defizit zu stossen.
    traurig für alle wettbewerbsteilnehmer, die sich mehr gedanken um die stadträumliche einbindung gemacht haben. und schade um die vertane einzigartige chance.

  • dj tinitus: Danke für die Links zu den Aachener Kirchen aus den Jahren 1960 bis 1980! Die Bilder sprechen für sich und untermauern deine Ausführungen!


    off-topic:

    Das Merkurhaus ist ja wohl ein gutes Beispiel, …Und das, obwohl das Gebäude zwischen zwei herausragenden Gründerzeitgebäuden steht und seit Jahren verwaist ist.


    Bleibt nur zu beantworten warum das Merkurhaus seit Jahren verwaist ist!

  • Erstmal muss ich anmerken, dass ich exakt diese "Lösung" erwartet habe. Daher konnte bei mir schon letztes Jahr, als die Meldung lanciert wurde, dass die kath. Gemeinde dort bauen darf, keine rechte Freude aufkommen. Mir ist im Übrigen gänzlich unklar, warum in Leipzig etliche von der Größe her absolut hinreichende Kirchengebäude inclusive Nebengebäuden leerstehen und allmählich verfallen (u.a. Philippuskirche), zum Teil auch innenstadtnah (Lutherkirche), wo sich die bereitgestellten Millionen gut gemacht hätten zur Sanierung und Nutzbarmachung. Aber nein, man braucht ja einen Neubau, auch wenn der dann ruhig völlig belanglos aussehen darf. Die Nach/Weiternutzung eines protestantischen Baus ist offenbar nicht mal der Diskussion wert gewesen. Ich habe die Enttäuschung, die hier manche erleben, vorweggenommen. Im Rahmen des zu erwartenden oder zu befürchtenden ist der Entwurf sogar ganz ok, wenigstens die städtebauliche Einordnung ist passabel, die Architektur natürlich absolute Dutzendware. Die Parallelen, die dj aufgezeigt hat, sind schon wirklich augenscheinlich. Vor einer durchgehenden Verkleidung mit Porphyr fürchte ich mich auch eher, so großflächig-strukturlos wirkt das Material nicht. Das Geschwister-Scholl-Haus zeigt übrigens, dass eine gegliederte Fassade auch etwas mehr davon verträgt. Ich denke aber, es wird auf eine Neuauflage des Städtischen Museums (Neubau) hinauslaufen. Also im Fazit ist die Kirche nicht modern, steht am falschen Ort und ist insgesamt unnötig, und die hier vorgestellte Architektur wird neben Rathaus und Reichsgericht nur noch einfaltsloser wirken.

  • @dj + DaseBLN,


    die unzulängliche Front zum neu entstehenden Leuschner-Platz hin ist ein Aspekt, den ich bislang nicht berücksichtigt habe. Mit eurer Kritik habt ihr natürlich recht. Eine fensterlose, haushohe Fassade ist nicht das, was man sich an einem Platz wünscht. Schulzes und die Gemeinde sollten noch einmal darüber nachdenken, dass das einer von ihnen forcierten Offenheit widerspricht.

  • um mal etwas neues in die diskussion mit einzubringen..
    es gab auf der ausstellung einen Enwurf der, soweit ich das mitbekommen habe die meisten menschen erfreute..


    wie ihr euch denken könnt war das nicht des gekürte siegerentwurf (zu dem man ehr Stimmen wie: "warum gerade der schlechteste von allen?") hörte.


    es war ein entwurf der auch nach meinem empfinden einem "klassichem" kirchgebäude am nächsten kommt und nicht aussieht wie ein betonbunker:




    ausgeschieden ist dieser entwurf in der ersten runde mit der begründug, dass er die vorgabe (kirche für das 21.jahrhundert) nicht erfüllt...
    schon mehr als schade..!!


    es gab aber durchaus auch gute moderne vorschläge..
    ich präsentiere meine 2 lieblinge hier noch einmal kurz.. ich denke mindestens einen davon kennt ihr schon:


    MODERN I (Damenschuh)


    ..abgelehnt weil er laut Jury aussieht wie ein großes Autohaus


    MODERN II (spacig)


    ..leider auch ganz am Anfang ausgeschieden, die Begründung hierzu wäre interessant zu wissen..


    MODERN III



    Mein Favourit bei diesen Enfwürfen ist die klassische Version, dicht gefolgt von der sehr modernen spacigen. Der eine erinnert mich wohl doch am meisten an eine Kirche, der andere besitzt eine gewissen Ausstrahlungskraft und wär mit Sicherheit eine echte Attraktion für Leipzig geworden, und hätte ein Zeichen gesetzt für einen modernen Wiederaufbau des Leuschnerplatzes...
    Schade das diese Chance hier leichtfertig vertan wird!


    (Bilder sind natürlich von mir)

  • ^ Vielen Dank für die Bilder. Da kann man doch nur betonen, dass es durchaus einige Möglichkeiten prägnanten modernen Bauens gegeben hätte. Interessant, dass die beiden spacigen Entwürfe das Entree zum WLP so betonen. Beide hätten wirklich ein Zeichen gesetzt. Mein Favorit bleibt Hascher + Jehle (MODERN II), auf die Begründung wäre ich wirklich gespannt.


    @ Valjean: du willst doch nicht ernsthaft behaupten, dass das an mangelnden Ornamenten in der Fassade liegt? Schon mal an die Lage ausserhalb der Fussgängerzone an einem relativ toten Ende der Stadt gedacht? Oder die ungünstige Raumaufteilung? Oder die Tatsache, dass die Verkaufsräume nur über eine Stirnseite zu betreten sind? Erst denken, dann schreiben, bitte.

  • DaseBLN:
    Zunächst einmal habe ich gar nichts behauptet, sondern lediglich wertfei die Frage gestellt, warum denn dieses Gebäude, welches sich "zwischen zwei herausragenden Gründerzeitgebäuden" (Zitat: Cowboy) befindet, seit Jahren leer steht.


    Da du selbst eine ungünstige Raumaufteilung ins Spiel bringst, zudem einen mangelhaften Zugang zu den Verkaufsräumen konstatierst, scheint es wohl in der Tat Aspekte an besagtem Gebäude zu geben, welche besser hätten gelöst werden können.

  • Mir ist im Übrigen gänzlich unklar, warum in Leipzig etliche von der Größe her absolut hinreichende Kirchengebäude inclusive Nebengebäuden leerstehen und allmählich verfallen (u.a. Philippuskirche), zum Teil auch innenstadtnah (Lutherkirche), wo sich die bereitgestellten Millionen gut gemacht hätten zur Sanierung und Nutzbarmachung. Aber nein, man braucht ja einen Neubau, auch wenn der dann ruhig völlig belanglos aussehen darf. Die Nach/Weiternutzung eines protestantischen Baus ist offenbar nicht mal der Diskussion wert gewesen...


    Das ist tatsächlich ein diskussionswürdiger Punkt. In Zeiten zunehmender Kirchenaustritte, die mitunter sogar dahin führen, dass Kirchen umfunktioniert werden, hatte man offensichtlich seitens der Stadt und katholischer Kirche von vorneherein ausgesschlossen auf bestehende Kirchen zurück zu greifen, evtl. auch in einer konfessionsüberschreitenden Cohabitation.


    Ebenso schliesse ich mich der Aussage an, dass öffentliche Gelder sinnvoller für die Sanierung bestehender Gotteshäuser hätten genutzt werden können!


    Bei der Betrachtung der von DJ Tinitus verlinkten Bilder zu den Aachener Kirchen, kann ich durchaus Aehnlichkeiten zum Siegerentwurf für St. Trinitatis erkennen. Demnach wird nun eine Kirche "für das nächste Jahrtausend" im Geiste und im Stile der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts gebaut.


    Es wäre ja alles in Ordnung wenn dieser Neubau in einem zentrumsfernen Stadteil umgesetzt werden würde, aber an dieser städtebaulich wichtigen Stelle kommt es einem Affront gleich.

  • sirwild, danke für die fotoserie.


    der erste entwurf erinnert mich sehr stark an eine orthodoxe kirche. vllt. war das der grund für sein ausscheiden. sonst nutzt er die fläche schon sehr aus.


    rein ästhetisch würde mich die "variante blume" am ehesten begeistern, wobei natürlich auch hier klar bei der masse an fassade die gestaltung derselben sehr entscheidend wäre. auch beim zweitplatzierten raketenrumpfentwurf finde ich die fassade übrigens alles andere als kleinteilig und deshalb auch schwierig. aus eigener präsentationserfahrung weiß ich: weiße glatte renderings sehen erstmal immer super aus :)


    die fremdnutzung eines leeren kirchenbaus einer anderen konfession hat wohl sicherlich mit religiosen tabus zu tun.


    was die entreesituation am leuschnerplatz angeht: hier finde ich die gewinnerlösung nicht schlechter als andere. nur unaufgeregter. ich bin fast überzeugt, dass der kubus noch das größte maß an spielraum ermöglicht, hier in der ausarbeitung noch ins detail zu gehen. fast jeder andere entwurf "brüllt" schon in seiner kubatur nach aufmerksamkeit. ich bin ehrlich froh, keine elbphilharmonie hingesetzt zu bekommen.

  • Gibt es hier irgendjemanden, der den Siegerentwurf persönlich zur Nr. 1 gekürt hätte? Bitte melden, nur Mut. Ich glaub, es wird keiner tun, da sich die Forumsmitglieder (mich eingeschlossen) nur für die architektonischen/ städtebaulichen Aspekte interessieren, aber nicht oder kaum für die theologischen. Ich habe den Verdacht, dass der Siegerentwurf gerade WEGEN seiner unaufgeregten Langeweile gewonnen hat und NICHT, weil er der schönste/ abgefahrenste/ kontrastierendste ist. Der Grund dürfte im gewollt leisen Auftreten der Katholiken in dieser wenn nicht sowieso atheistischen dann evangelischen Stadt liegen. Scheinbar hat eine Diasporakirche bescheiden und "leicht übersehbar" daher zu kommen. Irgendwelche Forumsmitglieder mit theologischem Hintergrundwissen hier, die das be- oder widerlegen können?
    PS: Ich sehe gerade, dass Stadtplaner BLN sich diese Frage auch schon gestellt hat....

  • bescheiden? generell magst du ja recht habn Baukunst. aber einer gemeinde bescheidenheit zu unterstellen, die wohl einen der begehrtesten bauplätze der innenstadt leipzigs beansprucht, find ich doch sehr dreist. direkt zwischen dem reichsgericht und dem neuen rathaus, den wohl imposantesten gebäuden des ausgehenden 19. jahrhunderts/beginnenden 20. jh in leipzig. und nun zum beginn des 21. jh an diesem platz bauen zu wollen erhebt doch schon den anspruch, für ein sehr gesundes selbstbewusstsein. immerhin ist in direkter umgebung noch genug freie baufläche, auch in 2. reihe.


    aber trotzdem hast du recht. meiner meinung nach muss man sich den entwurf schon sehr schön reden, und am besten noch 1-2 gläser bzw flaschen wein trinken, um damit leben zu können. aber man kann ja sovieles schön reden. ein total verregneter winter is auch schön, wenn man nicht auf schneeschieben steht.

  • DaseBLN: Ich gebe Dir recht, daß Porphyr hauptsächlich als Akzentuierungsmittel verwendet wird und dort tatsächlich prägend für die Region ist. Es gibt aber durchaus einige meiner Meinung nach ansprechende Beispiele, wo Rochlitzer Porphyr als Fassadenmaterial verwendet wurde. Das Stadtgeschichtliche Museum hast Du bereits genannt und kritisiert. Meines Erachtens gelingt es hier jedoch nur durch das Material, den riesigen Flächen etwas Leben zu verleihen. Zum Vergleich kann man sich das gleiche Gebäude gerne mal mit einer Sichtbetonverkleidung vorstellen. Ähnlich ist es bei der Stadthalle Chemnitz.
    An anders strukturierten Fassaden (Aussichtsturm Rochlitzer Berg, Kaufhaus Brandenburg) wirkt das Material noch edler. Allerdings gebe ich zu, daß ich hier nicht wirklich neutral urteilen kann, sondern hauptsächlich am Geldfluß nach Rochlitz interessiert bin :).

  • Ranger, gerade weil der Bauplatz so bedeutend ist, sticht die "Bescheidenheit" oder wie man´s nennen will umso mehr hervor. Das täte sie in zweiter Reihe wohl nicht. Deswegen kann da eigentlich nur etwas was anderes dahinterstehen, als schlechter westdeutscher 60er Jahre-Geschmack. Der Bau ist Programm. Wie gesagt, das ist meine (vielleicht krude) Theorie.... Aber es müsste jedem - auch in der Trinitatis-Gemeinde - klar sein, dass der Bau in keinster Weise im Verhältnis zur Prominenz des Grundstücks steht.

  • Baukunst:


    falls dies deine frage nach thelogischen aspekten der entscheidung streift:


    traditionell sind kirchenräume eigentlich zum altar nach osten ausgelegt (vgl. thomas-, nikolai-, unikirche). beim siegerentwurf hingegen wird die gemeinde zum altar genau in die entgegengesetzte richtung blicken.


    schon deshalb denke ich, dass man in diesen entwurf gar nicht so viel hineininterpretieren kann.