MARK 51°7 [Planung&Bau]

  • Neustrukturierung Opel-Werksflächen [Planung&Bau]

    Man muss zwar inzwischen wegen den ganzen Meldungen der letzten Monate über Opel vorsichtig sein,
    doch heute wurde bekannt, dass GM den Opel-Standort Bochum erhalten wolle.


    Das ist eine sehr gute Nachricht für die gesamte Metropole Ruhr.


    Doch jetzt muss man für die Zukunft planen und schauen, wie man den Standort auf Dauer erhalten kann,
    in dem man sich z.B für das neue Elektroauto einsetzt.


    Quelle: Ruhrnachrichten

  • Opel schließt 2016 das Bochumer Werk

    PM: "Jetzt ist es offiziell: Das Bochumer Opel-Werk wird 2016 geschlossen. Darüber hat der Vorstand der Adam Opel AG heute die Beschäftigen informiert. Nach Auslaufen des aktuellen Zafira ist keine Produktion von kompletten Fahrzeugen mehr geplant. Als Hauptgrund nennt das Unternehmen Überkapazitäten der gesamten europäischen Automobilindustrie.
    Die Direktorin des Regionalverbandes Ruhr (RVR) Karola Geiß-Netthöfel bedauert die Entscheidung der Adam Opel AG: "Ich bin sehr enttäuscht, dass der lange Kampf um das Bochumer Opelwerk erfolglos geblieben ist und die Automobilproduktion ausläuft. Hier werden durch das Management Fakten geschaffen zu Lasten der Belegschaft, der Stadt Bochum und der Region.“
    Das Warenverteilzentrum soll in Bochum auch nach 2016 erhalten bleiben und eventuell ausgebaut werden. Zudem verhandeln Geschäftsleitung und Arbeitnehmervertreter über die Ansiedlung einer wirtschaftlichen Komponentenfertigung. Zudem soll die kürzlich von General Motors, Opel und dem Land NRW gegründete Arbeitsgruppe "Bochum Perspektive 2022" als Plattform dienen, Konzepte für Flächenentwicklungen, neue Technologien und wirtschaftliches Wachstum zu erarbeiten. "Der Regionalverband Ruhr will seine Möglichkeiten nutzen, den Prozess der Neustrukturierung des Traditionsstandortes zu unterstützen“, so die Regionaldirektorin."


    Quelle: idr

  • Neustrukturierung Opel-Werksflächen [Sammelthread]

    Die Adam Opel AG hat am 10. Dezember 2012, mitgeteilt, dass es keine Anschlussproduktion von kompletten Fahrzeugen nach 2016 in Bochum geben wird. Nach aktuellen Informationen wird sich Opel bis Ende 2014 komplett aus Bochum zurückziehen.


    Eine Werksschließung in Bochum würde nicht nur Bochum, sondern den gesamten Wirtschaftsstandort Ruhrgebiet tangieren. Neben Bochum mit 1 940 Beschäftigten berührt ein angedachtes Schließen der Bochumer Opel Werke ebenfalls die Städte Dortmund mit 620 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Herne mit 430, Castrop-Rauxel mit 300, Gelsenkirchen mit 250, Recklinghausen mit 180 und Witten mit 160 sowie die anderen Kommunen mit insgesamt 120 Arbeitnehmern.


    Dass GM nun keine Autos mehr in Bochum produzieren wird, ist ein herber Verlust für die Stadt und die Region. Gleichwohl nehmen die Stadt Bochum, das Ruhrgebiet und das Land NRW ihre Verantwortung für den Standort und die Sicherung von Arbeitsplätzen wahr. Sie werden deshalb gemeinsam mit der Adam Opel AG eine Arbeitsgruppe mit dem Namen „Bochum Perspektive 2022” gründen, mit dem Ziel die Flächenentwicklung, innovative Technologien, die Sicherung und die Schaffung neuer Arbeitsplätze in Bochum und im Ruhrgebiet voranzutreiben.


    Wegen der herausragenden Stellung der Opel-Werksflächen I und II für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt Bochum und des Ruhrgebiets hat der Ausschuss für Wirtschaft, Infrastruktur- und Stadtentwicklung am 30. Januar 2013 zwei Bebauungsplanverfahren eingeleitet. Hiermit sollen frühzeitig Entwicklungsperspektiven für diese Standorte aufgezeigt werden, die dem Erhalt, der Sicherung und Schaffung einer möglichst großen Anzahl von zukunftsfähigen Arbeitsplätzen dienen sollen.


    Aufgrund des drohenden Verlustes einer ganz erheblichen Anzahl von Arbeitsplätzen ist es aus stadtentwicklungsplanerischen Überlegungen heraus unumgänglich, ein Zukunftskonzept für die Standorte in den Stadtteilen Laer und Langendreer zu entwickeln, welche neben Aussagen zur Innovations- und Wirtschaftsförderung auch eine Neustrukturierung der Werksgelände und dessen Verknüpfung mit weiteren Innovationsclustern in Bochum und dem Ruhrgebiet beinhalten.


    Die konzeptionelle Neuausrichtung der Werksgelände I und II wird ohne größere Veränderungen der baulichen Strukturen nicht erfolgen können. Die wirtschaftliche und bauliche Neukonzeption werden daher miteinander koordiniert und auch im Hinblick auf die städtebaulichen Auswirkungen gesteuert.


    Ziel der Bebauungspläne ist es, im Zusammenhang mit der Neustrukturierung des Opel-Werks I und II die Standorte hinsichtlich des Erhalts, der Sicherung und der Schaffung von zukunftsfähigen Arbeitsplätzen städtebaulich zu optimieren.


    Quelle: Stadt Bochum


    Opel-Werksfläche I



    Copyright: Lutz Leitmann, Presse- und Informationsamt der Stadt Bochum


    Opel-Werksfläche II & III



    Copyright: Lutz Leitmann, Presse- und Informationsamt der Stadt Bochum

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  • Verlängerung Stadtbahnlinie U35

    Aufgrung der Opel-Schließung wird ein Projekt, das seit Jahren ruht, wieder in den Vordergrund gedrängt. Die Verlängerung der U-Bahn-Linie 35 über die Haltestelle Hustadt hinaus. Die Bauverwaltung will noch in diesem Jahr Vorplanungen auf den Tisch legen und sich auf die Suche nach Fördergeldgebern machen.


    Dabei wird sogar über eine Verlängerung bis nach Langendreer nachgedacht. Derartige Planungen wurden zuvor stets als unwirtschaftliche tituliert. Bislang stand nur noch die Kurz-Variante mit einer scharfen Kurve um das Technologie-Quartier bis zur Mensa auf der Südseite der Hochschule auf der Agenda. Die hierfür nötige Querung der Universitätsstraße ist bereits seit 1993 errichtet, als die U 35 über die Ruhr-Universität bis zur Hustadt verlängert wurde. Die Betonbrücke ins Nichts war seinerzeit für den Ausbau bis nach Langendreer gedacht. Eine Maßnahme, die jedoch stets als zu teuer galt. Inzwischen habe sich das geändert.


    Es gehe auch darum die Flächen von Opel an die Universität anzubinden. Denn gerade auf den Flächen des Werks I kann man sich in der Stadt nach dem Auslaufen der Automobilproduktion eine „universitätsnahe Nutzung“ vorstellen. Zum Beispiel mit Forschung oder Start-Up-Unternehmen.


    Die Südkurve zur Hochschule ist dabei nicht vom Tisch. Die Idee: Nach der Haltestelle Hustadt teilt sich die Linie, fährt einmal links um den Technologiepark und zudem die Universitätsstraße weiter bis zur Kreuzung Wittener Straße. Hier bestünde die Möglichkeit, mit der neuen Linie 310 in Richtung Opel Werk I oder in Richtung Langendreer Zentrum weiterzufahren.


    Ob sich das lohnt? ... fragt man sich. Man müsse es prüfen. Doch man müsse auch an eine Anbindung der in Zukunft entstehenden Siedlung am Havkenscheider Feld mit 1000 Wohneinheiten an die Universität denken.


    Die Kurve zum Süden der Hochschule ist auf jeden Fall beschlossene Sache. Der Rat hatte es bereits 1999 beschlossen. 12,5 Millionen Euro hieß es zuletzt im Jahr 2003 solle die 1,3 Kilometer lange Strecke inklusive der beiden Bahnhöfe Technologie-Quartier und Mensa Hochschule kosten. Der Nutzen sei größer als die Kosten. Ob das die Politik genauso sieht, wird sich noch zeigen müssen, wenn das Stadtplanungsamt die Vorplanungen für die U 35 vorlegt – bestenfalls noch in diesem Jahr.


    Quelle: Ruhrnachrichten


    Hustadt ist zur Zeit die Endhaltestelle der U35 Linie



    Foto: Wikipedia, Gemeinfrei


    So könnte die Verlängerung aussehen



    Bild: Stadt Bochum

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  • Bochum Perspektive 2022

    Überraschend wurde heute bekannt gegeben, dass das Warenverteilzentrum des Autobauers nun doch erst 2016 geschlossen wird. Zuletzt war von einer Schließung Ende 2014 die Rede gewesen. Opel-Strategievorstand Sedran sprach von einem "Missverständnis". Er korrigierte damit frühere Angaben des Unternehmens, das Lager mit derzeit 430 Arbeitsplätzen solle wie die gesamte Autoproduktion Ende kommenden Jahres geschlossen werden.


    Doch noch wichtiger ist der Beirat für „Bochum Perspektive 2022“. Dazu wurden heute in Düsseldorf die ersten Pläne vorgestellt. Mit einem Mix aus klassischen Gewerbeflächen, Technoparks und einem neuen Logistik-Schwerpunkt soll das Ende der Automobil-Produktion im Bochumer Opel-Werk aufgefangen werden. Bereits in vier bis sechs Monaten werde ein Masterplan für das 1,6 Millionen Quadratmeter große Gelände vorliegen.
    Opel will einen zweistelligen Millionenbetrag investieren und die frei werdenden Werksflächen in die Entwicklungsgesellschaft einbringen.


    Quelle: WAZ

  • Im Werk II könnte der Startschuss fallen

    Angesichts der großen 460 000 qm ungenutzten Fläche im Werk II, könnte perspektivisch dort der Startschuss für die Entwicklung der Opel-Fläche fallen. Bereits in einigen Wochen wolle man über ein Nutzungskonzept verfügen, dass mit allen Beteiligten unter Moderation von NRW.Urban entstehe. Es existierten derzeit in NRW nur fünf GI-Flächen, die größer als 500 000 qm seien. Da seien die 1 600 000 qm der Bochumer Werke (größte Fläche ist Werk I mit 700 000 qm) ein lukratives Potenzial für die Entwickler und Investoren am Markt.


    Doch noch bevor NRW.Urban als Flächenentwickler des Landes Mitte September mit dem ersten von zwei sogenannten „Planungswerkstätten“ in Aktion tritt, will die Stadt mit einem eigenen Workshop Ende Juni Kräfte bündeln und schon einmal wichtige Pflöcke einschlagen. Mit Entscheidern aus Politik, Verwaltung, IHK, Hochschulen aber auch dem Opel -Betriebsrat unter der Leitung der renommierten Stadtplanerin und Architektin Prof. Christa Reicher soll ein Arbeitstreffen stattfinden. Die Auswertung der Ergebnisse dieses ganztägigen Arbeitstreffens soll nach Ende der Sommerpause vorliegen. Auf dieser Grundlage soll dann ein Bebauungsplan aufgestellt werden.




    Quelle: WAZ - Im Werk II könnte der Startschuss fallen

  • Auto-Colosseum & Mega-Freizeit-Tempel


    Ein Immobilienentwickler aus Krefeld plant auf einer Fläche von 52 Hektar in Bochum (entspräche Opel-Werk II oder III) ein Paradies für Autokäufer zu schaffen. Das Projekt wird unter dem Namen: „Auto-Colosseum“ vermarktet. Es könnte das größte Autohaus der Welt werden und mit 265 Metern Durchmesser das größte kreisrunde Gebäude. Wie ein aufgeschlagenes Ei soll das Auto-Colosseum aussehen (Maße: 820 x 670 Meter). Im rechten Teil hat der Entwickler ein Auto-Museum vorgesehen.


    Bis zu 37 Pkw-Hersteller könnten auf drei Ebenen rund 3000 Neu- und Gebrauchtwagen präsentieren. Außerdem sollen sich unter anderem Werkstätten, Finanzdienstleister, Zulassungsstellen und ein Azubi-Internat ansiedeln. Drumherum soll zudem ein Mega-Freizeit-Tempel mit Shops, 400-Betten-Wellness-Hotel, Restaurants, Indoor-Spielplatz, Kino und Veranstaltungssaal entstehen.


    Wenn es nach einem Immobilienentwickler aus Krefeld geht, sollen bis 2020 knapp 8000 neue Jobs und Azubi-Stellen auf dem heutigen Opel-Gelände in Bochum entstehen. Das Investitionsvolumen soll sich auf 1,5 Milliarden Euro belaufen.


    Quelle: Bild



    Foto: wildcard communications GmbH / Bild.de

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  • Ähm, ist das wirklich ernstzunehmen?
    Das hört sich doch irgendwie nicht wirklich solide an, 1,5 Milliarden Eus für ein Autohandelszentrum mit ein bißchen Service und Themenpark-Tralala drumherum?
    Und das alles für ein Produkt, was zumindest bei jüngeren Leuten eh zunehmend out ist und in 10 oder 20 Jahren vielleicht gar keinen so großen Markt mehr hat?
    Wenn da "Collosseum" nicht mal Nomen est Omen ist...

  • Also interessant ist die Idee und die Architektur des Gebäudes ja schon, insbesondere wenn es in meiner "Nachbarschaft" auf Werksfläche 2 oder 3 gebaut werden würde.


    Ich glaube aber nicht, dass dies geschehen wird, weil die Stadt gerne wieder produzierendes Gewerbe auf den Flächen hätte. Zudem wäre das Gebäude mit den genannten Abmessungen auch zu groß. Müsste dann also eine kleinere Version her.

  • Ich denke dieses Projekt kann man nicht wirklich Ernst nehmen. Da sind so viele Aspekte die in Konflikt mit anderen Parteien treten. Alleine das lokale KFZ-Gewerbe, das auf Barrikaden gehen wird spricht schon gegen das Projekt.


    Dazu kommen noch das große Verkehrsaufkommen und die geplanten Geschäfte mit Kino, die sicherlich keiner im Ruhr-Park und der Innenstadt wünscht. Die Liste könnte man weiter führen.


    Fraglich ist zudem ob das Konzept überhaupt aufgehen würde, wie Urbanist schon erwähnte. Man wünscht sich doch nach ein paar Jahren bestimmt nicht eine ''Opel-Schließung 2.0'' ???

  • Im Ratsinformationssystem sind die Ergebnisse des "Opel-Workshops" vom 29.06. zu finden.


    https://session.bochum.de/bi/vo0050.php?__kvonr=7054742



    Die Ergebnisse ganz grob zusammengefasst:


    Die Fläche des Werks 1 sollen sich (produzierende) Unternehmen aus u.a. den Bereichen der Nanotechnik, Medizin, Biotechnologie und Informationstechnologie ansiedeln. Auch Betriebsverlagerung aus Südwestfalen stellen ein Potenzial dar, wie es heißt. Geprüft werden soll auch, ob Teilflächen als Wohnraum für Mitarbeiter "innovativer Unternehmen" und Studenten genutzt werden können.
    Um eine bessere Anbindung an den ÖPNV zu erhalten, verlangt die Entwicklung des Standortes nach einer Verlängerung der U35 bis Wittener Straße/Unterstraße bzw. "Langendreer West".


    Die Werke 2 und 3 "eignen sich für diversifiziertes, innovatives und zukunftsfähiges Gewerbe und Produktion (Manufakturen), weniger für Großbetriebe".
    Auch die Anbindung an diese Werke soll verbessert werden mit einem Radschnellweg, eigene Anbindung an die A40 über Somborn und sogar eine Verlängerung der Straßenbahn nach Norden soll wieder geprüft werden. Letztere Planung wurde vor ein paar Jahren noch verworfen, weshalb man die Haltestelle "Langendreer S" für die Straßenbahn von der Straßenmitte auf den Parkplatz verlegt hat...


    Mit der Entwicklung von Werk 2 könnte es recht zeitnah losgehen. Zitat: "Der Standort Opel II soll kurzfristig vom „Brownfield zum Greenfield“ entwickelt werden: „Abtragen, versiegeln, sofort handeln!“.

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  • Bochum legt Leitlinien für künftige Nutzung der Opel-Areale vor

    PM: "Die Stadt Bochum hat Leitlinien zur Entwicklung der Opel-Flächen nach Schließung des Werkes Ende 2014 erstellt. Die "Bochumer Position" wird jetzt in den Ausschüssen und im Rat diskutiert und soll in die weiteren Arbeitsschritte mit Opel und dem Land einfließen.
    Die "Bochumer Position" benennt Nutzungsoptionen für die 1,7 Millionen Quadratmeter großen Areale. So soll der Standort Opel I durch das Zusammenwirken von Dienstleistungsbetrieben, Forschung, Entwicklung und Produktion geprägt werden. Es gebe Nutzungsoptionen für die Kooperation der Bochumer Hochschulen sowie für die regionale Universitäts- und Hochschulallianz. Die Standorte Opel II und Opel III eignen sich aus Sicht der Stadt Bochum für zukunftsfähige und innovative Produktion."


    Quelle: idr

  • Es ist schon mal sehr positiv, dass man nicht auf die Logistikbranche setzt. Man hätte damit sicherlich schnell erste Ansiedlungsrfolge vorzeigen können, doch städtebaulich und wirtschaftlich wäre sowas fraglich gewesen.


    Bei der Werksfläche 1 könnte ich mir aufgrund der zentralen Lage zwischen Innenstadt und Ruhr-Universität auch eine Quartiersentwicklung mit Wohnbebauung, Gewerbe und Dienstleistungen ähnlich dem Universitätsviertel in Essen oder dem Phoenix-See in Dortmund vorstellen.

  • Werkstattprozess eingeleitet – 60 Experten beraten über Zukunft

    Chancen und Grenzen bei der Entwicklung des Zukunftsstandorts Opel in Bochum waren das zentrale Thema des ersten Werkstatt-Verfahrens zur Nutzung der frei werdenden Werksflächen in der Ruhrgebietsstadt. Rund 60 Experten aus der regionalen Wirtschaft, der Kommunalpolitik, der Wissenschaft, der Stadtverwaltung, der Adam Opel AG und der Landesverwaltung diskutierten zwei Tage lang über die Entwicklungspotentiale der drei Bochumer Opel-Standorte. Im Dezember wird das zweite und abschließende Werkstattgespräch folgen. Organisiert wird das Verfahren von der landeseigenen Entwicklungsgesellschaft NRW.Urban im Auftrag des nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministeriums.


    Ziel ist ein flexibles und möglichst einvernehmliches Nutzungskonzept für die frei werdenden Flächen. Besondere Berücksichtigung sollen Chancen für zusätzliche industrielle Arbeitsplätze auf allen Qualifikationsstufen finden. Ebenso muss schnell und zielsicher auf wechselnde bzw. sich noch entwickelnde Ansprüche von Interessenten reagiert werden und die Bedürfnisse des Städtebaus mit einfließen. Allgemein anerkannt ist dabei schon jetzt die Notwendigkeit einer „Entwicklung der zwei Geschwindigkeiten“, die Raum lässt für kurzfristige Ansiedlungen, um schnell Ersatzarbeitsplätze zu schaffen, ohne mittelfristige, zukunftsorientierte Potentiale auszuschließen.


    Beim ersten Werkstattgespräch am 27./28. September im Bochumer Exzenterhaus ging es zunächst um eine Bestandsaufnahme der planungsrechtlichen, städtebaulichen und wirtschaftlichen Voraussetzungen für die drei insgesamt 1,6 Millionen Quadratmeter großen Werksflächen.
    Die Veranstalter hatten vier Arbeitsgruppen vorgesehen, in denen die Fachleute erste Eckpunkte für ein integriertes Nutzungskonzept zu formulieren versuchten.


    Themen waren:


    • Wissenschaft, Bildung und Qualifikation,
    • Produktionsorientierte- und mobilitätsorientierte Dienstleistungen,
    • Gewerbliche und industrielle Nutzungen,
    • Stadt- und Quartiersentwicklung.


    Nach Abschluss des zweiten Werkstatt-Gesprächs im Dezember sollen die Ergebnisse bis zum Jahresende aufgearbeitet und der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Das Wirtschaftsministerium des Landes NRW, die Stadt Bochum und die Adam Opel AG sind davon überzeugt, dass mit diesem gemeinsam getragenen Nutzungskonzept Wirtschaftsförderer, Planer, Interessenten und die noch zu gründende Gesellschaft Bochum Perspektive 2022 GmbH solide Grundlagen für die konkrete Entwicklung der jeweiligen (Teil-) Flächen haben werden.


    Pressemitteilung: mweimh.nrw



    Copyright: Lutz Leitmann, Presse- und Informationsamt der Stadt Bochum

  • Großes Interesse an Opel-Gelände in Bochum

    Laut NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin (SPD) gibt es bereits jetzt eine hohe zweistellige Zahl von Investoren die in Bochum investieren wollen. Die Stadt Bochum spricht auf der Expo-Real sogar von rund 100 Interessenten für die frei werdenden Opel-Flächen.


    Endlich wird auch einer der größten industriepolitischen Fehler der Vergangenheit eingeräumt. „Der Fehler war, auf die Großen zu setzen.'' Nun soll Gewicht auf kleine und mittlere Unternehmen gelegt werden.


    Quellen: Ruhrnachrichten / Radio Bochum

  • Interkommunales Gewerbegebiet?

    Bochums Nachbarstädte zeigen großes Interesse an einem interkommunalen Gewerbegebiet auf den Opel-Flächen. Hattingen fehlen perspektivisch 25 bis 29 Hektar Gewerbe- und Industriefläche, so das Ergebnis einer Studie. Sehr gefragt seien daher die angrenzenden Grundstücke in Bochum, eine Beteiligung der Stadt Hattingen an der 2022-GmbH ist deshalb durchaus möglich. Auch die Stadt Witten und der gesamte Ennepe-Ruhr-Kreis weisen Flächen-Defizite auf. Ein Interkommunales Gewerbegebiet zur Bewältigung der Flächennot sei deshalb längst in der Diskusssion. Die Entwicklung in Bochum ermögliche neues Denken.


    Interesse an einer Zusammenarbeit in der Bochum-Perspektive-2022-GmbH signalisiert auch die Stadt Dortmund, obwohl sie mit der Westfalenhütte (75 ha) und Phoenix West (30 ha) selbst noch große und zum Teil auch verfügbare GI-Flächen hat. Man sei insbesondere am Werk II in Langendreer interessiert . Das Gelände in unmittelbarer Nähe zu den Unis in Dortmund, Witten und Bochum sei ein idealer Standort für Unternehmen, die forschen und entwickeln. Deshalb wäre dort ein Technologiezentrum denkbar.


    Die Entwicklung der Opel-Flächen ist ein Thema, welches das gesamte mittlere Ruhrgebiet betrifft. Den Bedarf für die frei werdenden Flächen wird man aus Bochum heraus nicht nachweisen können, deshalb ist eine Zusammenarbeit mit den angrenzenden Kommunen erstrebenswert. Die Flächen könnten so gemeinsam entwickelt, betrieben, angeboten – und auch gemeinsam davon profitiert werden. Dabei sollen nicht nur die Kosten, sondern auch mögliche Einnahmen aus der Gewerbesteuer unter den Gesellschaftern geteilt werden.


    Quelle: WAZ

  • Opel will Warenverteilzentrum in Bochum erhalten

    PM: "Opel zieht sich doch nicht ganz aus Bochum zurück: Der Autohersteller will - entgegen bisheriger Aussagen - das Warenverteilzentrum in der Stadt erhalten. In den kommenden Jahren plant der Konzern Investitionen von 60 Millionen Euro in das Zentrum. Dadurch sollen die vorhandenen rund 430 Arbeitsplätze langfristig abgesichert und zusätzlich 265 Ersatzarbeitsplätze geschaffen werden. Die Fahrzeugproduktion endet, wie angekündigt, Ende 2014. Das sind zwei der Eckpunkte eines Sozialtarifvertrags für den Opel-Standort Bochum, auf den sich die IG Metall, der Bochumer Betriebsrat und die Geschäftsleitung geeinigt habe."


    Quelle: idr

  • Interkommunale Gewerbegebiete

    Das Problem mit den interkommunalen Gewerbegebieten ist, das noch nicht mal im Ansatz die Verteilung der späteren Gewerbesteuern auf die Teilnehmer geklärt ist. Der Teufel steckt dort im Detail.


    Grundsätzlich aber eine gute Idee, da die oben erwähnten Nachbarstädte, vor allem der EN-Kreis ihren Bedarf ohne Landschaftsfraß bei weitem nicht decken können.

  • Bochum Perspektive 2022 - ab Januar 2014

    Am 30. Januar 2014 wird der Bochumer Stadtrat den Gründungsbeschluss für die gemeinsam mit Opel zu gründende Gesellschaft „Perspektive 2022“ fassen. Dabei sollen nun 1,2 von ursprünglich 1,7 Millionen Quadratmetern Fläche vermarktet werden. Denn das Werk 3 bleibt ein europäischer Dreh- und Angelpunkt in Sachen Ersatzteile für Opel.


    So sieht der aktuelle Zeitplan für Bochum Perspektive 2022 aus:


    • Mitte Dezember werden die Ergebnisse der Wertgutachten für die Opel-Flächen erwartet.


    • Am 17. Januar sollen im zweiten Teil der von NRW.Urban moderierten Werkstattgespräche und Grundlagen für weitere Entscheidungen in Sachen Vermarktung vorliegen.


    • Am 30. Januar soll der Rat dann in einer Sondersitzung den Beschluss für die Gründung der Gesellschaft fassen.


    Bei der Stadt geht man davon aus, Mitte nächsten Jahres mit der Sanierung der rund 500.000 qm großen Fläche des Opel Werks 2 in Langendreer beginnen zu können. Mit ersten Neuansiedlungen wird frühstens 2015 gerechnet.


    Quellen: WAZ / Radio Bochum