City & Wallring | Brückstraßenviertel

  • Wenn ich die Wahl hätte dann doch bitte ganz klar der gläserne Entwurf. würde schön mit dem Konzerthaus harmonieren.

  • und wenn ich die Wahl hätte, dann ganz klar die Sandsteinfassade. Gerade als Gegenpart zum Glas Konzerthaus und der ständig unterbrochenen Häuserstruktur (Kriegsschäden auch 60 Jahre danach) würde das Haus einen kompakten Fixpunkt bilden. Des Weiteren gibt der Stein ganz gut die Verhältnisse des ehemaligen Gebäudes wieder und wird im Karstadt Technikhaus nach Umbau auch wieder aufgenommen.


    Trotzdem alles besser als das derzeitge Gebäude!

  • Brückstraße | Gerberstraße - Komponistenhaus


    Mein Favorit
    Quelle: Architektengemeinschaft Thomas Tischler | Alexander Siassi/Ruhr Nachrichten



    Quelle: Architektengemeinschaft Thomas Tischler | Alexander Siassi/Ruhr Nachrichten

  • Hab es gerade in den Ruhrnachrichten gelesen.


    Ich kann beiden Entwürfen etwas abgewinnen.


    Der gläserne Entwurf passt natürlich zum Konzerthaus und ist etwas ausgefallener mit dem "Rahmen". Der andere wirkt dagegen etwas klassischer und bildet einen Kontrast. Allerdings wird zur Zeit vieles mit Sandsteinfassaden/Naturstein gebaut (viele Häuser am Phoenixsee, Westfalentower, Thiergalerie,...) und eventuell wird das irgendwann zu viel, wenn überall Gebäude stehen, die gleich aussehen.


    Wie ich heut im Lokalradio gehört hab, favorisiert man wohl die Stahl/Glas-Fassade. Egal, welcher Entwurf gewinnt, ich bin schon froh, dass da überhaupt was passiert.

  • Je mehr Sandsteinfassaden, desto besser. Ich kann allerdings auch beiden Entwürfen etwas abgewinnen. Am besten wäre wohl eine Mischung. So hat der "gläserne" den meiner Meinung nach überzeugenderen Dachabschluss.

  • Um auf das A&O-Hostel zurückzukommen - ich dort heute vorbeigekommen und muss doch feststellen, dass die Fassade sehr billig wirkt und (leider) gut mit dem Nachbar-"Hotel" harmoniert. Ich bin bei den Bildern zumindest von einem halbwegs akzeptablen Ergebnis ausgegangen und nun sehr enttäuscht.
    Für mich als Investor ein klarer Grund, dort auf dem benachbarten Bender-Areal kein Hochhaus bauen zu lassen. Schade! :Nieder:

  • Kingpin

    Viele dort schon vorbeigekommen. Das Resultat ist akzeptabel und tausendmal besser als der jahrelange Leerstand. Besonders knuffig ist deine letzte "These". Mal im Ernst: Was hat das Hostel mit dem Froese-Projekt zu tun?! Mehr Inhalt bitte….

  • Ja, natürlich 100x besser als vorher, keine Frage. Aber man muss sich schon Gedanken machen, warum im Brückstraßenviertel nur Stückwerk gelingt. Das meinte ich an anderer Stelle schon mal mit "zwielichtige Läden gegen Frittenbuden und Kitschläden austauschen". Verbesserung - klar, aber kein Wurf nach vorn. Vom einem "Szeneviertel" wie beim Kreuzviertel kann man da wirklich nicht sprechen. Und das Klientel des Konzerthauses passt dort erst recht nicht hin. Vor allem auch der Eingangsbereich des Hostels wirkt wie ein Sonnenstudio auf mich. Mit was für einem Niveau gibt man sich denn bitte in Dortmund zufrieden?!


    Als Investor schaut man natürlich auf das dirkete Umfeld und das Bender-Areal liegt ja praktisch gegenüber. Da wird man sich auch trotz sonst sehr zentraler Lage eher abgestoßen fühlen. Ramschläden, Wäscherei, etc. Ich denke, die Stadt hat bewiesen, dass sich in diesem Viertel nicht mehr implementieren lässt. Das bedeutet für Investoren, dass man auch in Zukunft nicht mit wirklichen Verbesserungen rechnen kann.

  • Kingpin

    Typischer A&O-Style eben. Mal ganz davon ab: Wenn Ramschläden und Wäschereien eher abstoßen, ziehen das renommierte Konzerthaus und das Orchesterzentrum NRW dann eher an?! Gewagt, gewagt. - Aber nein, du hast sicherlich recht: Der gute Herr Froese, immerhin ein gebürtiger und noch immer in Dortmund lebender Mitbürger, hat jetzt all seine Pläne aufgrund des niveaulosen und hässlichen Hostels über den Haufen geworfen. Hab' erst neulich gehört, dass er das mehrere Millionen EURO teure Grundstück für den symbolischen einen EURO an die Stadt übertragen hat.

  • Ich habe nie behauptet, dass das direkte Umfeld und seine Wertigkeit über die Durchführung von Multi-Millionen-Euro-Projekten alleine entscheidet. Aber es ist nun mal ein Manko. Soweit ich weiß, fehlt immer noch ein Ankermieter (korrigiere mich, wenn ich falsch liege) und bevor ich dort einziehe, überlege ich mir eher, in den fast noch leerstehenden Westfalentower zu ziehen oder andere Alternativen auszuwählen. Bei Prestigebauten ist dies nun mal nicht völlig unerheblich.
    Und ein zweites leerstehendes Hochhaus in Dortmund wäre der endgültige Todesstoß für Hochbauten in den nächsten Jahren.

  • Kingpin

    Deine Schlussfolgerungen/Konstrukte sind abenteuerlich. Nur noch mal zur Erinnerung: Dieser Thread beschäftigt sich mit dem Brückstraßenviertel und nicht mit irgendwelchen Ankermietern für irgendein Hochhaus-Projekt am Wallring (≠ Brückstraßenviertel) oder am Westfalendamm oder sonst wo.

  • Stadtfenster | 2. Juni 2011

    Am 1. Juli soll das Stadtfenster bezugsfertig sein. Wie gleich zu sehen erhielt die Fassade aber leider nicht den erhofften Natur- bzw. Sandstein. Dank den Erkern ist das Resultat aber dennoch zufriedenstellend.



    Quelle: Mein Bild



    Quelle: Mein Bild



    Quelle: Mein Bild

  • Stadtfenster | Komponistenhaus

    ^^
    Stadtfenster:
    Das Facelifting des Stadtfensters geht in Ordnung so. Eine Sandsteinverkleidung wäre natürlich eine feine Sache gewesen, aber so fügt es sich ja fast noch besser in die Bestandsbebauung ein.


    Brückstraße | Gerberstraße - Komponistenhaus:


    M.E. wissen beide Entwürfe zu gefallen. Mit der Verwirklichung des ersten Entwurfes [mit seiner Sandsteinverkleidung] würde man den "Corporate Design-Bemühungen" in der Dortmunder Innenstadt ein weiteres Stück entgegenkommen.
    Der zweite Entwurf korrespondiert tatsächlich harmonischer mit der bestehenden Konzerthaus-Architektur.


    Gleichwohl würde ich mir wünschen, dass die beiden angrenzenden Barracken mit in die Neubau-Planungen integriert werden. In den bestehenden Umfeld würde ein chicker Neubau sonst ein schräges Bild abgeben.

  • ^^^^ Weil die Bestandsbebauung nach dem WKII eilig errichtet und billig verputzt wurde? Der Fehler wurde durch phantasievolle Farbgebung korrigiert, diese Farben fehlen leider dem buchstäblich grauen Neubau. Das Konzerthaus selbst wirkt in der bunten Umgebung wie ein Fremdkörper, ich würde es nicht zum Mass nehmen.

  • Stadtfenster

    ^^
    Das infantile Farbkonzept des Brückstraßenviertels kann doch nicht der Maßstab sein. Da hat man 2001 ff versucht ein bishen Aufbruchstimmung im Kiez zu erzeugen, es wurde ein Künstler beauftragt, der ein Gestaltungshandbuch für die Fassaden ausgearbeitet hat, dafür gabs dann auch ein bishen Geld von der Stadt... Herausgekommen ist eine grenzdebile Fassadengestaltung die an Dauerkarneval erinnert und dem Viertel wohl jugendlichen Charme verleihen soll. Da fühl ich mich doch nicht ganz ernst genommen.
    Und genau deshalb ist das Stadtfenster, mit seiner zurückhaltenden Farbgestaltung, das rechte Haus, zur rechten Zeit, am rechten Ort.

  • ^^^^ Die, wie Du sie nennst, "grenzdebile Fassadengestaltung" gehört in München mit vielen farbenfrohen Fassaden zum Straßenbild. Niemand meint, er wäre dadurch nicht ernst genommen, sie steht für Lebensfreude. Hier fand ich ein nettes Beispiel aus Deiner Stadt, stell Dir das Haus jetzt in weiß und grau vor.


    Ich bin froh, dass es im Ruhrgebiet ein buntes Quartier wie das Brückstraßenviertel gibt, die "zurückhaltende" Gestaltung gibt es fast überall sonst im Übermass. Zurückhaltung wirkt gut, wenn teure Materialien verwendet werden, wie das Stadtfenster ursprünglich mit Naturstein konzipiert wurde. Das Sparen ohne konsequente Konzeptänderung verwandelt Zurückhaltung in billiges Wirken.


    Das Konzerthaus wirkt in der Nacht durch bunte Beleuchtung farbenfroh. In der Dunkelheit passt es sich der Farbenfreude des Viertels an, das Konzept kann doch nicht am Tag schlechter sein.

  • nikolas & Hancock

    Das Brückstraßenviertel hat durchaus Potenzial und daher gilt: Bitte mehr Stadtfenster und bitte weniger bunt angepinselte, marode 1950er Jahre Bausünden. - Übrigens: Die Arbeiten am Komponistenhaus beginnen wohl im Herbst 2011 (Quelle). - Damit auch ein ortsunkundiger weiß worum es geht, anbei noch eine Fotostrecke.



    Quelle: Mein Bild



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  • Hancock:


    Zustimmung!


    Von den neuzeitlichen grauen und farblosen Bauten haben wir doch schon genug in Dortmund und entlang des Hellwegs. Ein bisschen bunte Farbe kann nicht schaden, welche auch gerade zum urbanen Image und zu den Besuchern der Brückstr. passt.


    Immer wieder wird versucht, das Viertel für die "feine" Besucherschaft anzuheben. Ich sehe aber in erster Linie ein Viertel und eine Straße für junge Leute, viele kleine Läden, Szeneshops und ausgefallene Gastronomie. Wo findet man das noch in Dortmund, wenn nicht dort? Ein buntes Viertel, da hat diese moderne und monotone Gestaltung nix zu suchen. Man könnte auch sagen: Langweilig.

  • Was heißt hier "Szeneviertel"?! Es ist lediglich ein alternatives Zentrum für Jugendliche und junge Erwachsene, ohne dass es irgendeine besondere, weit über Dortmunds Grenzen hinausgehende Anziehungswirkung hätte.


    Das BS-Viertel hat seinen Platz in Dortmund verdient, aber man sollte seine Bedeutung nicht zu hoch einschätzen. Man hätte die Energie für die Umgestaltung des BS-Viertels lieber in Kampstraße (zu einem früheren Zeitpunkt) und Ostenhellweg stecken sollen.


    Zur Architektur: Ich bin eigentlich froh, wenn häßliche 50er-Jahre-Bauten mehr und mehr aus dem Stadtbild verschwinden. Aber die Neubauten wie Konzerthaus oder Orchesterzentrum und nun das Stadtfenster sind meiner Meinung nach gesichtslose Gebäude, die architektonisch sicherlich nicht sonderlich aufwerten. Außerdem finde ich, dass sie funktionell noch viel weniger dort hin passen, sie hätte man evtl. südlich des Westenhellwegs nahe der Oper versetzen können (da gabs/gibts genügend Gebäude, die einen Abriss verdient hätten).

  • Kingpin

    Ein bisschen Ortskenntnis sollte man aber schon haben, wenn man sich derart gewagt aus dem Fenster lehnt, lieber Kingpin. Besonders als gebürtiger Dortmunder, richtig?! So ist mir vollkommen neu, dass sich die Oper am südlichen Westenhellweg (was soll der südliche Westenhellweg überhaupt sein?) befindet. Außerdem: Witzig, dass du ausgerechnet den Ostenhellweg als Beispiel anführst, wo Spitzenmieten von ca. 150 bis 180 EURO/m² erzielt werden. Auch und gerade deshalb gibt es natürlich den ein oder anderen architektonischen Hingucker, wie z.B. das ehemalige Karstadt-Sprthaus, heute TKMAXX (Foto). Zum Thema Kampstraße verweise ich gerne auf den dazugehörigen Thread. Und zum Schluss nochmal kurz zum Konzerthaus und Orchesterzentrum: Das Konzerthaus hat sich in den letzten zehn Jahren einen exzellenten Ruf erarbeitet, das Orchesterzentrum ist auf dem besten Wege gleichzuziehen. Beide sind definitiv keine Leckerbissen, aber in diesen speziellen Fällen ist das Innenleben der entscheidende Faktor.


    Ach so ja: Das Thema heißt Brückstraßenviertel, auch für den Nick und den Kingpin....