IntercityHotel und Bus-Terminal am Hauptbahnhof (realisiert)

  • Bei dem Überbau über die Schienen hat die Stadt aber nur sehr begrenzten Einfluss, und ich glaube nicht, dass die Bahn da so begeistert von sein wird. Den Grund dafür hat Xalinai ja schon weiter oben geschrieben:


    Bisher war auch die Bahn an einem Busangebot in der Nähe des Hauptbahnhofs interessiert, da dieses in erster Linie als Zubringerdienst für ihr Fernstreckenangebot diente. Jetzt bringt ein Busbahnhof einen direkten Wettbewerber zur Bahn. Damit ist für die Bahn ein (Fern-)Busbahnhof direkt am Bahnhof eher eine Bedrohung als ein Angebot.

  • zu #21:


    Eine interessante Idee, würde aber vermutlich dann auch etwas mehr kosten und mit dem Bau von Rampen/Brücken usw verbunden sein (??)


    Ansonsten, Airport wäre vielleicht keine schlechte Idee... dort gibt es bestimmt immer noch genügend Platz (trotz Bauwut), und man hätte mit Regionalbahnen, ICE und natürlich dem Flughafen dann den perfekten Transportknotenpunkt. Die City ist ja nun wirklich nicht weit weg... (-> so hätte die Bahn auch noch was davon).

  • Stadt und Ca Immo überlegen Lösung ohne Hochhaus

    In der Druckversion der Frankfurter Rundschau vom 4.12. waren noch weitere interessante Zitate nachzureichen:


    Informationen zum Gelände:
    Es handelt sich beim Campanile Gelände bzw. dem bewachten Parkplatz an der Mannheimer Strasse um eine Fläche von unglaublichen 8.256 qm (!!!). Zu den abfahrenden Fernbussen gibt es keinen Übersichtsplan zu den Bussteigen, weder an den Bahnsteigen noch den Informationsschaltern. Noch nicht einmal die Touristeninformation weiss, wo die Busse halten. Ob diese Situation der Hauptstadt des Euros und einem selbsternannten Exportvizeweltmeister würdig ist, muss man wohl nicht mehr beantworten.


    Sicht der Planer:
    Schon 2007 war das Gelände als Busbahnhof vorgeschlagen als der Planer Jochem Jourdan einen 180 Meter hohen Turm samt Sockelbahnhof im Hochhausrahmenplan vorschlug. Selbst nach 5 Jahren hat er seine Meinung nicht geändert. Er meint das Gelände sei weiterhin ideal für einen Busbahnhof, da sie eine der am besten erschlossenen Ecken der Stadt sei. Darüber könnte aus seiner Sicht eine Blockrandbebauung mit Büros entstehen. Ebenso schlägt er vor den heutigen Tunnel unter der dem Gleisvorfeld unter der Mannheimer Str. hindurch bis zum Busterminal zu erweitern. So könnten Reisende direkt von der Bahn zum Busterminal gelangen. Die heutigen Parkplätze auf der Oberfläche könnten in eine Tiefgarage unter dem Terminal verlegt werden.


    Sicht der Stadt:
    Neben Verkehrsdezernent Stefan Majer befürwortet auch Planungsdezernent Olaf Cunitz ein Terminal auf dem Campanile Grundstück. Cunitz ist jedoch gegen ein Hochhaus, da die Vorgeschichte von 1988 mit dem gescheiterten 300 Meter Hochhaus von Baulöwe Roland Ernst noch zu frisch im Gedächtnis sei. Cunitz-Sprecher Mark Gellert betont: "Eine Neuordnung des Grundstücks kann auch ohne Hochhaus geschehen." Wie schon beschrieben, drängt die Stadt gemeinsam mit der Bahn auf eine Neuordnung des Bahnhofvorplatzes, der ebenso den Busbahnhof betreffen würde.


    Sicht des Grundstückbesitzers:
    Das Immobilienunternehmen CA Immo vermietet das Gelände und hofft auf bessere Zeiten. Man hätte 2007 gerne einen Turm für die Deutsche Bahn gebaut. Sprecher Wilhelm Brandt sagt: "Die Vorvermietung ist wichitg und entscheidend". Es muss also eine Vorvermietungsquote erreicht sein damit ein Hochhaus samt Busterminal gebaut werden könne. Ob sich CA Immo auch ein Terminal ohne Hochhaus vorstellen könnte, wurde hingegen offen gelassen, obwohl man sich prinzipiell bereit zeigt, mit der Stadt darüber zu sprechen.

  • FAZ Artikel


    14.01.2013


    Frankfurt Fläche für Busbahnhof gesucht
    ·
    Stadt will chaotische Situation am Frankfurter Hauptbahnhof verbessern
    Von Rainer Schulze


    -> http://www.faz.net/aktuell/rhe…hof-gesucht-12025255.html


    - Standort am Hbf wird favorisiert (allerdings sehr wertvolles Areal und müsste mit einer anderen Nutzung (Tower) kombiniert werden -> keine Interessenten in Sicht)
    - Flughafen scheint als ernsthafte Alternative im Gespräch zu sein (wird derzeit geprüft)
    - weitere mögliche Standorte: Ostend, Kaiserlei

  • Ich verstehe nicht, warum man nicht einen Teil des Parkplatzes von der Bahn mietet und darauf eine provisorischen Busbahnhof einrichtet. Man müsste ja nur ein wenig Geländer wegnehmen, ein paar Striche malen und vielleicht noch ein paar Schilder zeichnen. Soviel kann das nicht kosten.


    Ein solches Provisorium wäre sicher nicht nur auf dem Parkplatz Süd möglich, sondern auch woanders.


    Es wird sicher noch Jahre dauern, bis ein neuer Busbahnhof finanzierbar ist und gebaut wird.


    Das Chaos am Hauptbahnhof habe ich auch schon beobachtet. Es ist nicht gerade ein Plus für Frankfurt.

  • ^


    Zu eines solchen Vermietung gehören zwei. Und warum sollte die Bahn ein Interesse daran haben den Platz für einen solchen Zweck zu vermieten?


    Die Bahn braucht keinen Busbahnhof - zumindest so lange nicht, bis sie sich in einigen Jahren entschließt, selbst in das Geschäft mit gleislosen bodengebundenen Fernreisen einzusteigen.


    Und auch dann wird die Zulassung anderer Unternehmen zum "DB-Busbahnhof" wohl ein Kampf werden.

  • ^


    Ich dachte der Platz gehört CA Immo (siehe #24)? Und die Bahn betriebt über Tochtergesellschaften durchaus den Busfernreiseverkehr.


  • Es wird sicher noch Jahre dauern, bis ein neuer Busbahnhof finanzierbar ist und gebaut wird.


    Ich denke, es ist nicht Sache der Stadt, ein solches Busterminal zu bauen geschweige denn zu betreiben; so was gehört in private Hand, so wie der Verkehr, dem er dient, in privater Hand liegt. Es gibt überhaupt keinen Grund, dies von der Stadt zu erwarten. Sie muss nur das Baurecht dafür schaffen.

  • Das jetzige innerdeutsche Fernbusnetz ist doch keine Konkurrenz zur Bahn und auch in 10 Jahren wird dies nicht anders sein. Die Deutsche Bahn ist das innerdeutsche Verkehrsmittel Nummer 1 des ÖV. Der Grund ist in den historischen Gegebenheiten zu suchen. In Deutschland gab es so etwas wie ein Netz aus Fernbuslinien nicht, stattdessen ein gut ausgebautes Streckennetz der Bahn. In anderen Ländern verhält es sich historisch genau umgekehrt, nämlich die Länder Osteuropas und Südeuropas, dort gibt es schon seit vielen Jahrzehnten ein sehr durchdachtes und effektives Fernbusnetz, mit einer sehr guten Taktung.


    Eine echte Konkurrenz für die Bahn wird es mit aller Wahrscheinlichkeit nicht geben, denn hierfür bedürfte es eines Anbieters, der auf einen Schlag gleich ein ganzes Netz an Verbindungen aufweist. Ein paar vereinzelte Verbindungen bringen nur den härtesten Sparfüchsen etwas. Die Taktung der Bahn ist einfach unschlagbar, denn die meisten Städte werden im 1 oder 2 Stundentakt bedient, das würde ein kleiner oder mittelgroßer Anbieter auf Anhieb niemals schaffen.


    Der Faktor Geschwindigkeit kommt der Bahn zu Gute. Wer möchte 2 1/2 Stunden von Frankfurt nach Köln im Bus sitzen, wenn er auch in 1 Stunde und 5 Minuten am Ziel sein kann. Bei längeren Strecken schlägt dieser Faktor noch massiver durch.


    Nicht zu vergessen der Komfortfaktor! Die Deutschen lieben Komfort, nicht umsonst ist der ICE luxuriöser ausgestattet als die meisten anderen Hochgeschwindigkeitszüge in Europa. Hier kann der Bus nicht mal ansatzweise mithalten, denn man ist dort eigentlich "genötigt" die ganze Zeit auf dem Sitz zu hocken.



    Für wen dann bitte einen Busbahnhof?
    Es gibt von Frankfurt aus eine immense Anzahl an internationalen Busverbindungen. Die Fernbuslinien sind sozusagen der "Gastarbeiterexpress"! Die meisten Verbindungen gehen dabei nach Südeuropa (Portugal, Spanien), Südosteuropa (Rumänien, Bulgarien, Serbien usw.) oder Osteuropa (Polen, Ukraine, Weißrußland etc.).
    Diese Verbindungen sind fest etabliert und sehr attraktiv für die meisten Menschen. Fliegen ist nicht immer billiger, meistens sind die Fernbuslinien unschlagbar. Außerdem ist das Gepäck fast keinen Restriktionen, was Anzahl oder Gewicht betrifft, unterlegen, man zahlt pro verstauter Tasche etwa 3 - 5 Euro.


    Die Bahn profitiert sogar von den internationalen Fernbuslinien, denn viele Menschen fahren weite Strecken mit der Bahn, um am Hauptbahnhof in den Fernreisebus umzusteigen.


    Das Problem, dass die Südseite des Hbf schier platzt vor Bussen besteht nicht erst heute, sondern schon seit langer Zeit. Das Khasana Gelände ist ideal geeignet für eine Entschärfung der heutigen Situation.


    tunnelklick
    Das Problem besteht aber schon seit einiger Zeit und eben in dieser Zeit ist kein privater Investor aufgetaucht. Man kann sich nicht einfach einen privaten Investor herwünschen, insoweit liegt das Problem doch bei der Stadt. Im übrigen bezahlen die Busunternehmen ja für die Benutzung des Busterminals, daher würde die Stadt oder eben die dann städtische Betreibergesellschaft durch die Einnahmen profitieren. Leider ist die Errichtung eines Campanile oder allgemein Hochhauses an der Stelle viel profitabler als ein Busbahnhof, auch wenn der natürlich keine Verluste bringen würde, aber eben nicht so viel Profit. Jeder Investor würde das Gelände einer wahrscheinlich reinen Büronutzung zuführen, ein intergrierter Busbahnhof wäre ohne Zuschüße ein viel zu großer finanzieller Aufwand. Die Stadt müsste hier schon handeln.

    Einmal editiert, zuletzt von Azichan () aus folgendem Grund: Rechtschreibung

  • So jetzt gehe ich auf die Lage eines eventuellen Fernbusbahnhofs ein!


    Es kommen eigentlich nur zwei Bereiche in Frage, wo der Busbahnhof liegen sollte, nämlich in der Nähe des Hauptbahnhofs oder am Flughafen. Der Busbahnhof wird momentan und auch in Zukunft wahrscheinlich, mehrheitlich von ausländischen Mitbürgern frequentiert. Diese nehmen weite Strecken in Kauf, um dann in den Fernbus umzusteigen. Die kurzen Wege vom Hauptbahnhof direkt zur Südseite sind ideal. Es gibt zwar tagtäglich ein Chaos und Kudelmuddel mit den Busen, auch weiß man nie von wo ein Fernbus genau abfährt, aber die kurze Distanz zu dem Verkehrsknotenpunkt Nummer 1 in der Republik ist optimal.


    Der Flughafen ist wie der Hauptbahnhof auch gut angebunden an das Schienennetz und noch viel besser an die Autobahn. Nachteilig wären die langen Wege, die man schon jetzt hat, zB. vom Regiobahnhof zum Fernbahnhof.


    Gebiete wie der Kaiserlei scheiden eigentlich grundsätzlich aus.
    Wieso scheidet der Kaiserlei aus?
    Die meisten Reisenden verfügen über Unmengen an Gepäck, meist mit einem sehr hohen Gewicht, vom Hauptbahnhof dann nochmal zum Kaiserlei mit der S-Bahn zu fahren ist eine Tortur.
    Auch kommen viele Fernbuse zu sehr unchristlichen Zeiten am Frankfurter Hbf an, zB. 3 Uhr in der Nacht, am Hbf können die Menschen aber zumindest die gute Infrastruktur nutzen und im Hbf warten, eine frühe Verbindung nehmen, ein Taxi mieten oder einfach in einem der vielen Hotels unterkommen, diese Infrastruktur gibt es leider am Kaiserlei nicht.


    Xalinai
    Deine Annahmen sind schon richtig, jedoch würde ich nicht von der Stadtmitte als Ausgangspunkt zum Busbahnhof ausgehen, sondern eher vom Hauptbahnhof, da die meisten Reisenden eher aus der Region, bzw. von weiter außerhalb kommen. Da kommt man von F Hbf zum Kaiserlei auf genau 12 Minuten, nicht einberechnet die durchschnittliche Wartezeit auf die S-Bahn, schätzen wir mal grob 5 Minuten. Mit zusätzlichem Fußweg sind wir ganz schnell bei 25 Minuten mehr, verglichen Kaiserlei mit der jetzigen Situation. Einsparungen ergeben sich klar durch die schnelle Auffahrt auf die Autobahn, jedoch ist es schwierig diese 25 Minuten zu kompensieren, daher sehe ich den Kaiserlei als die schlechtere und langsamere Lösung an!


    ---


    Die Hauptfrage die man sich stellen muß ist...Wer benutzt die Fernbusse eigentlich? Im Moment sind es mehrheitlich ausländische Mitbürger, dabei sehr viele ältere Gastarbeiter mit meist viel Gepäck. Der große innerdeutsche Andrang wird meines erachtens nach erstmal ausbleiben, jedoch wird der minimale Anstieg der innerdeutschen Buslinien von Frankfurt aus die schon jetzt komplett chaotische Situation am Hauptbahnhof unerträglich machen.


    P.S.
    Ich nutze auch sehr oft die internationalen Fernbuslinien, da ich meine Verwandten in Südosteuropa regelmäßig besuche und ich leider ein wenig Flugangst habe :D Ich fliege nur, wenn es absolut sicher ist und unschlagbar vom Preis :cool:

  • ^ und ^^

    Ich sehe die Entwicklung des Fernbusverkehrs schon etwas optimistischer. Die Präsenz der neuen Fernbusse auf den Autobahnen ist schon merklich gestiegen, ohne Namen zu nennen gibt es grüne und senffarbene Busse schon öfters auf der Autobahn zu sehen und der Wiedererkennungswert steigt.


    Ferner wird es immer kritische „Geister“ geben, die ein 99€ Angebot einer Airline immer noch mit anderen Anbietern vergleichen, insbesondere was das kurzfristige Buchen angeht.


    Kommen wir zum ICE, ja, toller Renner aber auch nicht überall verfügbar und oft übervölkert. Hier kann es durchaus sein, dass der Fernbusverkehr noch preisliche Auswirkungen haben wird.


    Und dann hätten wir noch die sich negativ entwickelnde Einkommensentwicklung (im Vergleich zu den Wirtschaftwunderjahren). Wenn 400 € Jobs, kurzfristige 6 oder 12 Monats-Arbeitsverträge solide, finanzielle Zukunftsplanung zu verhindern helfen, werden dass die Kunden der Zukunft sein.


    Von möglichen Verzögerungen durch Staus auf der Autobahn will ich erst gar nicht anfangen, da biegen sich im Sommer Schienen, frieren ICE’s und Weichen im Winter ein und Flieger können bei Nebel und Schnee die gewohnten Slots auch nicht in gewohnter Weise nutzen.


    Und noch ein Sprichwort: „Gut Ding will Weile haben“. Von daher gebe ich dem Fernbusverkehr eine Zukunft in Deutschland, international läuft es ja schon. Der Fernbusverkehr wird genau so seinen Fans finden wie Billigflug-Schnäppchenjäger ihr Flüge, Bahncard-Besitzer ihre Vorteile zu nutzen wissen und Autofahrer ihre Freiheit selbst zu lenken nicht vermissen wollen.


    Tunnelklick gebe ich insofern Recht, dass es nicht Aufgabe der Stadt Frankfurt ist einen Busbahnhof zu schaffen. Allerdings im Interesse der Stadt wäre es indirekt schon.

  • Die Tatsache, dass es bisher keinen regelrechten Busterminal gibt, ist sicher den Rahmenbedingungen geschuldet, die sich durch die Deregulierung grundsätzlich verändert haben. Erst die einsetzende und absehbar weitere Zunahme der Fahrten macht ein Investment interessant, wenn die Rahmenbedinmgungen stimmen. Das würde ich beim Khasanagelände eher bezweifeln. Bei einem Bodenrichtwert von aktuell 1.100 €/m² ruft dieses Gelände nach intensiver Nutzung, d.h. Verdichtung, während ein Busbahnhof eine eher extensive Flächennutzung darstellt. Ich wage zu bezweifeln, dass man einen ZOB, der sich ausschließlich über Benutzungsgebühren ("Start- und Landegebühren", Parkgebühren, Mieten) refinanziert, dort kostendeckend, geschweige denn gewinnbringend betreiben kann. Der Pferdefuß liegt darin, dass es keine Abstellflächen gibt, Busse also weiterhin entlang der Gutleutstraße und sonstwo lange Standzeiten absolvieren und damit nicht zum Umsatz eines ZOB beitragen, wie gesagt, 8.200 m² Grundstücksgröße sind einfach zu wenig, wenn man sie auch noch mehrgeschossig überbauen muss. Und wenn die Benutzungsgebühren zu hoch sind, suchen sich die Busunernehmen Ausweichplätze, garantiert, weil es keinen Benutzungszwang gibt.

  • Ich teile zwar die Ansicht vieler, dass ein Busbahnhof in fussläufiger Nähe zum Hauptbahnhof in Bezug auf die Anreise mit Regional- und Fernverkehr auf den ersten Blick wünschenswert wäre, würde aber einem Busterminal am Kaiserlei eindeutig den Vorzug geben.


    - Der Kaiserlei ist mit vier S-Bahnlinien im sehr dichten Takt nahezu 20h/Tag per Bahn zu erreichen. Alle Linien bedienen den Hauptbahnhof, zwei sogar den Flughafen.
    - Kiss&Ride lässt sich dort viel leichter abwickeln und hält diesen Verkehr von dem ohnehin überlasteten Bereich rund um den Hauptbahnhof fern. Und derzeit parken die Zubringer wirklich jeden Meter zu, um Freunde und Verwandte abzusetzen und blockieren dabei gerne auch mal die Busse und den übrigen Verkehr.


    Und die wichtigsten Punkte in meinen Augen:
    - Seit Jahren ist der Bereich rund um den Hauptbahnhof überlastetet. Im Berufsverkehr und gerade bei Messen geht hier häufig kaum noch was. Das spricht auch für die Anbindung der Fernbusse an den Kaiserlei. So würden sie schneller Frankfurt erreichen und wieder weiterfahren können.
    - Der zunehmnde Busverkehr wird aus der Innenstadt und ihren Zubringern (Friedensbrücke/Kennedyallee, Messe, Mainzer) herausgehalten.

  • Ich muss sagen, ich bin in allen Punkten bei penultimo.


    Eine Nähe zum Hbf ist sicher für manche Reisende attraktiv, aber diesen Komfort gibt es auch in anderen Städten kaum. Eine knapp 10-minütige S-Bahnfahrt in rund 5-minütigem Rythmus wird sonstwo nicht geboten! Außerdem meine ich (aus täglicher Erfahrung), dass der Abschnitt zwischen Kaiserlei und Hbf zusätzliche Auslasung gut verkraften kann - zwischen Konsti und Kaiserlai sind die Bahnen fast leer!


    Kaiserlei ist meiner Meinung nach besonders durch die viel bessere Autobahnanbindung prädestiniert. Der Verkehr rund um den Baseler Platz wäre ohne die Busse, die sich ständig durch dieses Nadelöhr quälen, deutlich entlastet.


    Ich hoffe nur, jemand von der Stadt liest hier mit :)

  • Die Untauglichkeit des Khasana-Geländes für eine Einrichtung, die den Namen Zentrales Busterminal verdient, ergibt sich aus dem unmittelbaren Vergleich mit anderen ZOBs. Ich nehme mal an, dass von der Verkehrsleistung her (Zahl der Ziele, Zahl der Abfahrten, Passagieraufkommen) der Vergleich mit Hamburg oder München angebracht wäre. Unter dieser Voraussetzung schauen wir doch mal:


    Hamburg: Bus Port Adenauerallee, über 35.000 m², über 3,2 Mio Fahrgäste (Stand 2007), 450 Abfahrten pro Wochen (2007), ca. 30 Standplätze


    München: ZOB an der Hackerbrücke, rd. 25.000 m², 29 Standplätze, 30.000 Abfahrten pro Jahr (= 500-600 pro Woche)


    Berlin: ZOB am Funkturm, über 30.000 m², über 3,2 Mio Fahrgäste, 35 Standplätze, 63.000 An- und Abfahrten/a (= über 1.200 pro Woche)


    Wenn man damit verkehrlich und architektonisch mithalten wollte, müsste man schon eine etwas großzügigere Lösung anstreben, als sie auf dem Khasana-Gelände möglich ist.

  • Ich denke auch, dass der Standort Kaiserlei deutliche Zeitvorteile mit sich bringt, denn zumindest aus Osten, Norden und Süden kommend, ist man zu den meisten Tageszeiten über Kaiserlei + S-Bahn wahrscheinlich deutlich schneller im Frankfurter Zentrum bzw. am Hbf als wenn man direkt mit dem Bus in die Stadt zum Hbf Südseite fährt.


    Nur von Westen ist man per direkter Fahrt ins Stadtzentrum wahrscheinlich schneller, außer zur Rush Hour morgens und abends.

  • Nochmal zu den von tunnelklick verlinkten drei Busbahnhöfen.


    Die Fläche die aufgeführt wurde ist keine reine Verkehrsfläche, es handelt sich um die gesamte Fläche der Busbahnhöfe. In allen drei Fällen muß man ordentlich an Fläche für anderweitige Verwendung abziehen, ob dies Toiletten, Kioske oder der Mc Donalds sind. Hier musste eine Infrastruktur für die Busreisenden erst geschaffen und zur Verfügung gestellt werden! Realistisch kann man etwa gut 1/3 der Fläche anderweitigen Verwendungen zurechnen.


    Ein Busbahnhof auf dem Khasanagelände bräuchte keinerlei großartige Infrastruktur, außer vielleicht ein Toilettenhäuschen. Man findet im Hauptbahnhof schon alles was man braucht, von Fast Food, über Apotheke, Blumengschäft bis hin zum Supermarkt. Man könnte prozentual sehr viel von der Grundfläche der reinen Verkehrsfläche zuschlagen.


    Original von tunnelklick
    Bei einem Bodenrichtwert von aktuell 1.100 €/m² ruft dieses Gelände nach intensiver Nutzung, d.h. Verdichtung, während ein Busbahnhof eine eher extensive Flächennutzung darstellt.


    Ruft das Gelände danach? Irgendwie hat in den letzten Jahrzehnten niemand den Ruf gehört, denn das Gelände ist ein Parkplatz, ein ziemlich schäbiger dazu! Theoretisch hast du recht, praktisch aber nicht. Der Besitzer wäre wahrscheinlich froh, wenn das Gelände irgendwie halbwegs entwickelt werden könnte, der Traum eines Hochhauses ist in Zeiten eines Überangebots an hochwertigen Büroflächen in Frankfurt wohl fast ausgeträumt.


    Was zu einem eventuellen Busbahnhof auf dem Gelände gehört ist viel Verhandlungsgeschick und Engagement, ich denke nicht, das jemand in der Frankfurter Politik bereit ist da so viel zu investieren leider.


    Original von mahlzeit
    Kaiserlei ist meiner Meinung nach besonders durch die viel bessere Autobahnanbindung prädestiniert. Der Verkehr rund um den Baseler Platz wäre ohne die Busse, die sich ständig durch dieses Nadelöhr quälen, deutlich entlastet.


    Wenn der Kaiserlei dicht ist, dann ist auch der Busbahnhof dicht. Der Busbahnhof in Frankfurt wird nicht nur über den Baseler Platz angefahren, von und nach Norden gibt es sogar mehrere Möglichkeiten nämlich durch den Hafentunnel, durch das Gutleutviertel oder direkt am Hauptbahnhof vorbei. Das Hauptverkehrsaufkommen am Hauptbahnhof und Baseler Platz machen sicherlich nicht die Busse aus.


    Original von penultimo
    - Der Kaiserlei ist mit vier S-Bahnlinien im sehr dichten Takt nahezu 20h/Tag per Bahn zu erreichen. Alle Linien bedienen den Hauptbahnhof, zwei sogar den Flughafen.


    Wie ich schon geschrieben habe, man muß mit etwa 20-30 min vom Frankfurter Hauptbahnhof zum Kaiserlei rechnen, trotz des sehr guten Taktes. Was wirklich niemand bedenkt ist der Fußweg und die Wartezeit auf die S-Bahn, besonders der Fußweg mit schwerem Gepäck ist so eine Sache. In Hamburg ist der Zentrale Busbahnhof direkt am Hauptbahnhof und in München genau eine S-Bahnstation davon entfernt, auch eventuell zu Fuß zu erreichen.


    Original von penultimo
    - Kiss&Ride lässt sich dort viel leichter abwickeln und hält diesen Verkehr von dem ohnehin überlasteten Bereich rund um den Hauptbahnhof fern. Und derzeit parken die Zubringer wirklich jeden Meter zu, um Freunde und Verwandte abzusetzen und blockieren dabei gerne auch mal die Busse und den übrigen Verkehr.


    Das ist jetzt kein Problem des Busbahnhofs, auch bei Bahnreisenden wirst du dieses Kiss&Ride vorfinden. Allgemein ist die Parksituation am Hauptbahnhof schlecht.
    Eine mögliche Lösung wäre das Khasanagelände um eine Tief- oder Hochgarage zu erweitern und ebenerdig den Busbahnhof zu integrieren. Kurze Parkzeiten (weniger als 15 Minuten) müssten natürlich kostenlos sein, sonst würde es niemand nutzen.


    ---


    Ok nochmal zum Zusammenfassen...


    Im Moment läuft es in Frankfurt mit dem Busverkehr, der gigantische Andrang auf die nationalen Busverbindungen ist ausgeblieben. Der Busverkehr wird aber minimal stetig wachsen, da muß man sich nichts vormachen. Das Khasanagelände ist ideal als Busbahnhof geeignet, es geht um eine Entschärfung der bisherigen Lage und da werden die über 8000qm wohl mehr als ausreichend sein. Man muß bedenken, dass dieses Filetstück im Moment einfach nur als Parkplatz genutzt wird. Man braucht ja nichts Großes, theoretisch könnte man das ganze Gelände so belassen und mit neuen Markierungen als Busbahnhof benutzen. Eine Luxusnutzung mit mehrgeschoßiger Tiefgarage, ebenerdigem Busbahnhof und mehrstöckigem Bürogebäude darüber wäre auch denkbar, wenn es denn jemand wollte!?


    Ich warne eindrücklich davor etwas so Wichtiges wie einen Zentralen Busbahnhof an die Stadtgrenzen zu verbannen, denn Frankfurt lebt davon ein Verkehrsknotenpunkt zu sein, die ideale Lage des Hauptbahnhofs, die Nähe des Flughafens zum Stadtzentrum sind sehr sehr gewichtige Standortvorteile für die Stadt. In fast keiner Stadt außer Berlin ist der Busbahnhof außerhalb der Stadtmitte, er ist fast immer neben dem Hauptbahnhof und profitiert meist auch durch dort zur Verfügung gestellte Infrastruktur.


    Und nochmals, die meisten Busreisenden sind wirklich ausländische Mitbürger, die den Bus benutzen um die Heimat zu besuchen. Es sind nicht die Benutzer der grünen oder gelben Buse. Diese Menschen reisen teilweise sogar von weiter außerhalb an, um am Busbahnhof Reisen zu beginnen die in der Regel weiter als 1000km gehen, dass diese Menschen sich noch durchs Frankfurter S-Bahnnetz quälen müssen halte ich für kundenunfreundlich. Die Unternehmen werden es sich dann sicher überlegen ihr Drehkreuz zu verlagern, zum Beispiel nach Mannheim, welches über einen sehr modernen Busbahnhof verfügt.

    2 Mal editiert, zuletzt von Azichan () aus folgendem Grund: Rechtschreibung

  • ^ Der Grund für den Flächenbedarf sind nicht die Kioske und Fastfood-Restaurants, sondern die benötigte Fahr- und Stellfläche für Busse. Busse benötigen einfach wegen ihrer Ausmasse und Wendekreise größere Schleppkurven und Stellflächen.


    Ein Problem besteht einfach darin, dass ein Zentraler Busterminal nicht einfach nur Haltestelle ist (= Einfahrt, Aussteigen, Einsteigen, Abfahrt = max. 30 Minuten), sondern auch Busparkplatz für Standzeiten von mehr als 30 Minuten. Diese Nutzung geht notwendigerweise mit erhöhtem Flächenbedarf und -verbrauch einher. Es wäre nichts gewonnen, würde man auf dem Khasana-Gelände nur eine Multi-Haltestelle installieren, die Busse aber weiterhin in der Umgebung verstreut abgestellt würden. Das ist nicht Sinn eines zentralen Busbahnhofs, eine reine Haltestelle kann man auch an der Paulskirche oder am Güterplatz einrichten. Der Witz der von mir verlinkten Objekte in den anderen Städten liegt einfach darin, dass sie eben mehr als eine reine Haltestelle sind. Es gibt dort nämlich Service-Räume für die Busgesellschaften (mit Ticket-Offices und Aufenthaltsräume für Fahrpersonal z.B.)


    Das Khasana-Gelände müsste, um sinnvoll und wirtschaftlich genutzt zu werden, auf jeden Fall mehrgeschossig überbaut werden. Damit stehen für eine Nutzung als Busbahnhof keinesfalls die vollen 8.200 m zur Verfügung, schätzungsweise 30% dessen müssten für Konstruktion und Erschließung der Obergeschosse abgezogen werden; verblieben für die reine "Bus-Nutzung" keine 6.000 m². Das wäre in jeder Hinsicht unzureichend und einfach Murks.


    Wie flächenextensiv Bushaltsplätze sind, kann man vor dem Südflügel des Hauptbahnhofs sehen: dort können maximal 10 Busse gleichzeitg abgefertigt werden, wenn man die PKW und Lieferwagen noch verbannt vielleicht 13 Busse. Und dafür werden schon 2.500 m² benötigt, für beengte Verhältnisse, die von den Betriebsabläufen her suboptimal sind.


    Von daher wäre es wirklich notwendig, Alternativen ernsthaft in betracht zu ziehen.