Zurück   Deutsches Architektur-Forum > Architektur, Städtebau und Bauwesen: Regionale Themen > Osten > Berlin/Potsdam > City-Lounge Berlin/Potsdam

Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
Alt 15.08.16, 10:44   #16
Architektenkind
 
Beiträge: n/a
Zitat:
Zitat von Saxonia Beitrag anzeigen
Es wird vor einer Immobilienblase gewarnt? Jault nicht alles, weil zu wenig gebaut wird?
Ergänzend zu TwistedRoad: Eine Blase entsteht nicht durch die Überproduktion einer Ware (in diesem Falle Wohnraum), sondern durch zuviel Geld, das in einen Markt fließt. Dadurch koppeln sich - plump gesagt - die Preise vom Wert ab und wachsen rasant, bis es irgendwann zum großen Kladderatsch kommt, der die Diskrepanz wieder beseitigt: Die Blase platzt.

Ich denke, dass man bei Preissteigerungen auf dem Berliner Immobilienmarkt von durchschnittlich 10 Prozent pro Jahr durchaus von einer Blase sprechen kann. Wann sie platzt, steht allerdings in den Sternen: Solange Berlin eine wachsende Stadt ist, bleibt die Nachfrage hoch und der Markt kann sich noch über Jahre hinweg weiter aufheizen.

Andersherum: Wenn mehr gebaut werden würde, dürfte das die Geschwindigkeit, mit der die Blase wächst, sogar bremsen: Ein größeres Angebot an (bezahlbaren) Miet- und Eigentumswohnungen würde Druck aus dem Markt nehmen.
  Mit Zitat antworten
Alt 15.08.16, 10:45   #17
Saxonia
Diamant-Mitglied

 
Benutzerbild von Saxonia
 
Registriert seit: 26.08.2011
Ort: Werdau/Erfurt
Beiträge: 3.185
Saxonia kann im DAF auf vieles stolz seinSaxonia kann im DAF auf vieles stolz seinSaxonia kann im DAF auf vieles stolz seinSaxonia kann im DAF auf vieles stolz seinSaxonia kann im DAF auf vieles stolz seinSaxonia kann im DAF auf vieles stolz seinSaxonia kann im DAF auf vieles stolz seinSaxonia kann im DAF auf vieles stolz seinSaxonia kann im DAF auf vieles stolz seinSaxonia kann im DAF auf vieles stolz seinSaxonia kann im DAF auf vieles stolz sein
Man muss sich halt fragen, was es nützt. Nun will der Investor (so stand es im Artikel) entweder weiter verkaufen oder Gewerbe bauen. Klassischer Pyrrhussieg der Investorengegner.
__________________
Für den Erhalt der Zittauer Mandaukaserne
Kontoinhaber: Freunde der Mandaukaserne e.V.
IBAN: DE17 1207 0024 0568 8833 60 BIC:DEUTDXXX Deutsche Bank PGK

Geändert von Saxonia (15.08.16 um 13:09 Uhr)
Saxonia ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.08.16, 11:07   #18
Theseus532
Wichtiges Mitglied

 
Benutzerbild von Theseus532
 
Registriert seit: 15.04.2008
Ort: Berlin
Beiträge: 659
Theseus532 ist ein wunderbarer AnblickTheseus532 ist ein wunderbarer AnblickTheseus532 ist ein wunderbarer AnblickTheseus532 ist ein wunderbarer AnblickTheseus532 ist ein wunderbarer AnblickTheseus532 ist ein wunderbarer AnblickTheseus532 ist ein wunderbarer AnblickTheseus532 ist ein wunderbarer Anblick
Naja was den Wohnungsbau betrifft sind ja Bezirk und Land ziemlich heuchlerisch unterwegs.
Bauland, das in Eigentum des Landes bzw. Bundes ist, wird zu Marktpreisen verkauft, dann wurde die Grunderwerbsteuer von drei auf sechs Prozent - bald auf 6,5% wahrscheinlich - erhöht, das heisst daran wird schon verdient. Dazu kommt die auferlegte Quote an Sozialwohnungen und Portion Infrastruktur (Kitas, Schulen Strassen oder sonstwas) an den Investor.
Damit sind der Bezirk und das Land auch fein raus, sie zahlen keinen Cent für Wohnungen.
Und der Investor verspricht x Prozent Sozialwohnungen und legt das in seiner internen Kalkulation auf die Wohnungspreise um, die er am freien Markt verkauft, weil er seinen Gewinn natürlich nicht reduzieren will.

So verstehe ich das jedenfalls, und letztendlich zahlt der 'normale' Wohnungskäufer das alles mit und subventioniert das alles letztendlich auf seine Kosten.
Das geht im Augenblick gut, weil die Zinsen niedrig sind und die Basispreise in Berlin niedrig waren, aber jetzt stösst halt das System an seine Grenzen, weil eben die Luft langsam dünner wird.

Die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften haben ja auch Vorgaben keine Verluste zu schreiben (um frühere Debakel nicht zu wiederholen) von daher können sie nur relativ wenig neue Wohnungen bauen, schon gar nicht innerhalb der S Bahnrings.

Der Senat und Bezirk kann sich leicht sozial geben, letztendlich zahlt er ja nichts, sondern der Normalbürger, der sich eine Wohnung kaufen möchte und dies immer weniger kann, weil wie oben dargestellt im Prinzip viele Kosten einfach umgelegt werden.

So wichtig es ist dass es bezahlbare Mieten usw gibt, ist es meines Erachtens genauso wichtig, dass es noch möglich ist für Normal und Gutverdiener eine Wohnung zu kaufen (ich spreche nicht von den Superreichen) auch noch erschwinglich bleiben, und das wird in Grossstäden geradezu fast unmöglich.

Mittlerweile wird jeder als Reicher diffamiert, der sich noch eine Wohnung kaufen kann, und sozusagen selbstverständlich alle Kosten aufdrückt, (der kann es sich ja leisten) Dadurch wird es ebenn fast unöglich für normale Menschen Wohneigentum zu erwerben und das ist meines Erachtens langfristig ein viel grösseres Problem.
Je höher die Wohneigentumsquote desto geringer die langfristigen Kosten für Staat und Land was Altersarmut betreffen und gerade Berlin sollte Eigentumserwerb viel mehr fördern. Berlin hat eine Eigentumsquote, die unter 20% liegt, das heisst mehr als 80 % sind Mieter, das ist meines Erachtens alamierend und verheisst für die Zukunft nichts gutes, das wird leider immer völlig ausgeblendet bei diesen ganzen Diskussionen.
Theseus532 ist offline   Mit Zitat antworten
Antwort

Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.



Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 10:18 Uhr.


Powered by vBulletin (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2018, Jelsoft Enterprises Ltd.
©2003-2018 Deutsches Architektur-Forum