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Alt 23.08.14, 14:18   #31
libero
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@Bato: Ich verstehe die Problematik und wir haben in der Tat schon oft drüber diskutiert. Eine Frage habe ich aber ganz direkt an alle: Würdet Ihr die Karl-Liebknecht-Platte zu gunsten eines Rückbaus der Verschwenkung der Karl-Liebknecht zur Rosa-Luxemburg tilgen oder nicht. Ich bin mir da nämlich nicht sicher.


Quelle und Copyright: ich, Basis Karte Überlagerungsplan DDR und Vorkriegs-Stadtgrundriss, 3D: Sketchup

Links Marx-Engels-Forum ist echtes Forum kleiner Arena und Wasserfontaine, Wasser kann abgelassen werden für Veranstaltungen und Konzerte (Name: zukünftig Einheitsforum oder Spreeterassen/Spreetreppen), Rundung als Zitat zum bisherigen Forum, rechts Vorplatz Fernsehturm ist Raute als Ziat der DDR-Planung, Wasseraskaden sind veretzt (Name: zukünftig Berliner Freiheit, Achse Ost-West ist breite begradigte Bischoff und Zitat DDR-Staatsachse, aber als Zeitschichtenallee "Durch die Mitte" oder "Weg zur Freiheit, Weg zur Einheit", neuer Markt und Marienkirchhof sind wiederhergestellt, Rathausforum als "Rathausplatz" gegenüberliegend. Denkmäler und Brunnen: Marx-Engels-Denkmal ist zwischen Alexanderplatz und Fernsehturm gewandert, Lutherdenkmal steht auf Neuen Markt, Gerichtslaube als gegenüberliegende zentrales Laubengebäude. in der Mitte beider Achsen steht die Weltzeituhr (auf dem Alex die Berolina und der Neptunbrunnen vor dem Schloss.
libero ist offline  
Alt 24.08.14, 13:54   #32
libero
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Zitat:
Zitat von Batō Beitrag anzeigen
...ahistorisch, barocker Entwurf ... dar da er zum einen die Rückkehr zum alten Straßenraster ad acta legt ... U.a Konstantin warf die Frage auf, ob der barocke Städtebau für eine Reurbanisierung des RF/MEF nicht ungeeignet sei.
@Bato: Der Entwurf orientiert sich ganz klar an den historischen Stadtgrundrissen und Straßenraster und sucht eine Synthese mit einer DDR-Zeitschicht (Mittelachse), die sogar noch als verbreiterte Bischoffstraße durchgeht. Nenn mir eine Straße, die nicht wieder hergestellt ist (ernsthaft). Es gibt 4 Öffnungen und Ergänzungen (Halbrunder- und Rautenplatz sowie Rathausmarkt und Durchbruch zum Neuen Markt), aber jede Straße und Gasse liegt auf Originalgrund - das haben selbst Hardcore-Rekonstruktions-Befürworter eingeräumt. Wiederherstellungsliste siehe*. Der Halbrunde Platz gegenüber dem Schloss ist kein Barockzitat, sondern ein Zitat zum bisherigen Marx-Engels-Forum. Dass das gesamte dann gerade zur Schlosseite barockisierend wirkt (Achse sowie Platz), ist mir eigentlich einerlei, jedenfalls konzeptionell keine Absicht. Dass Konstantin das kritisiert - wenn ich seine Ansichten auch schätze - ist mir bekannt, hab ich dazu mit ihm persönlich diskutieren dürfen (Anmerkungen siehe unten). Ich erwarte daher auch auf diesem Board von dieser Seite als auch von anderer noch erheblich Gegenwind. Mehrheitsfähig ist zur Zeit nix in Mitte.

@ Chandler: es geht gar nicht so sehr darum, ob es jetzt 1:1 der historische Grundriss sein muss (was mein Entwurf auch nicht ist) sondern es geht um gewachsene Strukturen und Parzellierungen, die Anbindung an die Umgebung finden u n d lebenswerte Urbanität bereits bewiesen haben u n d von der Bevölkerung als solche breit akzeptiert wird. Wenn in der direkten Nachbarschaft Spandauer Vorstadt und Scheunenviertel dies belegen oder Referenzen bilden, dann hat dieser Ansatz zur Aufgabe, dass dieses Stadtgefühl in die Mitte (von mehreren Seiten) verlängert wird. Der Komplementärkontrast hierzu wäre Europacity oder Alex oder "Würfelhusten" - wie Teherani meinte. Das ist ein ganz anderer Urbanitätsansatz, den ich generell nicht verteufeln will, der aber nicht nach meiner Meinung in die Alstadt (hier Alt-Berlin) gehört. Und es ist vor allem der großinvestorenfreundliche Parzellierungsstoff, bei denen nur noch die 6 Groß-Investoren zwecks Rendite und keine privaten Investoren oder kleinere Gesellschaften für sich bauen werden. Ausserdem ist bei kleinerer Parzellierung der Schaden einer einzelnen Bausünde nicht so groß. Sie relativiert sich schneller.

@Architektator: Verschwenkung siehe unten, was allerdings die Alleeisierung der ehemaligen Kaiserstraße - die ich ja gern Neumarktstraße nennen würde (ach da fang ich jetzt nicht an, hätte so viele Straßennamensvorschläge für Alt-Berlin, die identitätsstiftend wären) - Die maximale Breite aller Straßen in Mitte wäre mit Varianten 30-34m in dieser Planung, die ich noch weiter verengen würde, das geht aber ohne größere Anpassungen meistens nicht. Das wären für die Kaiser ungefähr 8m mehr als die Leipziger, was für 4m breite Gehwege rechts und links sorgen würde. Eine Alleeisierung im Mittelstreifen wie die autofreien Mittelachse und die Rathausstraße wird da nicht gehen, wenn man mal von 2x2 Fahrspuren plus Abbiegebuchten ausgeht. Aber Baumreihen gingen.

#Verschwenkung: Ist noch nicht umgebaut, aber aufgenommen. Ich bin da zwiegespalten, da die Karl-Liebknecht-Platte zwecks Anbindung nord eh mittelfristig fallen muss. Aber es ist zweistufig geplant, sodass später darüber entschieden werden kann (rote Gebäude stehen für Abrisse Stufe 2, da kann man bei der Planung auch später noch "umschwenken").

#Parzellierung und Typologie der Häuser: die sind noch nicht durchgestaltet, sollen aber alle so werden wir am neuen Markt und am Rathausmarkt. Es ist eine ausgewogene Durchmischung von Rekos, Reko-Zitaten, Patschkes, Platten oder Klinker (!!!) und modernen Grafts. Alles durchmischt gefühlt wie Linienstraße, Rosenthaler, Spandauer Vorstadt, Hackescher Markt und Teile Prenzlauer

#Durchbruch Neuer Markt zum Rathausmarkt. Mit einem Druchgang könnt ich auch leben, daber dieser Durchbruch wäre auch ein Magnet zum Rathaus und würde die Weltzeituhr wirklich zum Herz der Altstadt machen. Was ich auch konzeptionell ganz hübsch finde, wäre nämlich die Zeit und damit die diversen Zeitschichten das Herz der Stadt.

#Halbrunder Platz und Spreeseite: Auch dieser Platz wäre in diversen Gestaltungen umsetzbar: Als (schritt 1 Park), als (Schritt 2 Forum) als Schritt 3 (Arena mit Wasserspielen oder als Alterative durchgehende Wasserbucht zur Spree. Aber auch in dieser gezeigten Variante als Basis für eine schrittweise Überbauung (z.B. moderner Glasdach und Kubus für Forum und Theater oder Märkisches Museum oder ähnliches, muss aus meiner Sicht nur was eher bürgerliches sein.) Hier müßte man eh einen Wettbewerb machen, der wieder ganz andere Ansätze hätte. Es wäre aber ein punktueller Wettbewerb in einem Rahmenplan, wie sich der Gesamtansatz versteht.

Hier auf die schnelle noch einige andere Perspektiven (kann heute leider kaum antworten, werd aber später auf Anregungen eingehen. Ich seh dieses Modell aber als Anregung für einen ergebnisoffenen Prozess und auch die 3D-version als Hilfestellung, damit mehr Menschen am Gestaltungsprozess teilhaben und sich bestimmte Proportionen und Situationen en Detail anschauen können können. Es wird entweder Eingang finden in den Bürgerdialog des Senats oder in ein eigenes Portal. Wenn ich denn die Zeit finde.











Blick vom Schlossplatz

Blick vom Lustgarten

Blick auf Spreeterassen ohne Bebauung

Blick auf Rathausplatz (mit Gerichtslaube) Richtung Neuer Markt

Blick auf Neuer Markt (mit Lutherdenkmal) Richtung Rathausmarkt

Blick auf Marienkirchhof und Lutherdenkmal (Neuer Markt) von Spandauer Ecke Karl-Liebknecht

Blick auf Weltzeituhr als Zeitschichten-Zentrum beider Achsen

Blick von Weltzeituhr auf Fernsehturm

Blick von Freiheit/Panorama am Fernsehturm auf Schloss

Eingang Fernsehturm vor Alexanderbahnhof (mit Marx-Engels-Denkmal)

Blick Rosa-Luxemburg-Straße auf Marienkirche (diese Anbindung gibts heute nicht)


Detailansicht Spreeterassen / Einheitsforum (Forum mit Wasser gefüllt/Fontaine mit expliziter Badeerlaubnis)

Detailansicht Spreeterassen / Einheitsforum (entwässert für Veranstaltungen)


Edith: Planungsvariante bebaute Spreeterassen (Überbauung des Forums sowie angrenzender Neubau/Museum - insgesamt als Einheitsforum und bewußter Bruch der "barockisierenden" Blickachse zum Schloss und Antipode/Ausbruch zum Schloß und Gebäudefront Spree)

Spreeseite vom Lustgarten

Blick vom Fernsehturm/Panorama


PS: Das Modell und der Entwurf ist von Architekten und Stadtplanern des Bürgerforums "Historische Mitte" übrigens nicht ganz so wohlwollend aufgenommen worden. Begrüßt wurden Parzellierung, Stadtgrundriss und Traufhöhe. Abgelehnt wurden die Achse in der Mitte zwischen Spree und Alexanderbahnhof und die Inszenierung der Plätze links an der Spree (vor allem wegen der runden Form) und rechts am Fernsehturm. vor allem drängte man auf die expliziten Originalstandorte von Bauten, was hier pragmatisch neu inszeniert wird. Der Entwurf versteht sich auch nicht als endgültiger, sondern als Diskussionsgrundlage für ein Leitbild.

PPS: Ich suche im übrigen noch Architekten und Stadtplaner, die in einer Arbeitsgemeinschaft diesen Ansatz ausplanen und ausformulieren im Rahmen der Initiative www.2bd1.org - Nachrichten dort oder als PN an mich.

*: Wiederhergestellt sind: Heiliggeist-Straße, Neuer Markt, Marienkirchhof, Klosterstraße, Neue Friedrichstraße, Hoher Steinweg. Verbreitert ist Achse Post- und Bischoffstraße. Neu sind Öffnung Spree, Rathausmarkt, Öffnung zum Neuen Markt sowie Platz um Fernsehturm. Aber alles teilweise begradigt, was teilweise kritisiert wird.

Achso: Copyright libero alias Andreas Eßer, Organisation: www.2bd1.org. Alle Bilder: ich, Basiskarte Überlagerungsplan DDR/Vorkriegs-Schwarzplan, 3D-Aufbau Grau=Bestand - Orange: Planwerk (teilweise überarbeitet), Baurecht, in Bau - Rose: Planungsentwurf - Rot: Planungsentwurf Teil-Abriss Step2, Violett: Vollrekos Leuchtturmbauten (zwecks Übersicht im Rathausforum zunächst nicht berücksichtigt). Programm Sketchup.
libero ist offline  
Alt 24.08.14, 15:37   #33
libero
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libero ist ein wunderbarer Anblicklibero ist ein wunderbarer Anblicklibero ist ein wunderbarer Anblicklibero ist ein wunderbarer Anblicklibero ist ein wunderbarer Anblicklibero ist ein wunderbarer Anblicklibero ist ein wunderbarer Anblick
^^Na den "Klotz" kann man auch anders machen natürlich. Ist Platzhalter für einen Calatrava oder Hahdid oder werauchimmer und lediglich eine von mehreren Planungsvarianten an der Stelle, die das sichtbare Entre zum Stadtkern werden würde. Der Baukörper ist im übrigen genau so konzipiert, dass vom Lustgarten und der KLBrücke der Rathausturm und vom Schloßplatz der Turm der Marienkirche gut sichtbar ist. Daher die Schrägen. Mein Herz tendiert aber auch eher zum offenen Platz. Allerdings hätte man trotzdem die Option, irgendwann dort was zu machen...

Und weil danach gefragt wurde: Berolina auf Alexanderplatz (rechts ist das Baufeld des ehemaligen Kaufhaus Hermann Tietz vor den Kaufhof gebaut. Man erreicht so die Proportionalisierung des Platzes, im übrigen in historischen Dimensionen des geplanten Hufeisens. Ob als Reko oder kritische oder Neubebauung mal aussen vor - an Stelle der Stadt würde ich das Baufeld nahezu verschenken - oder Übernahme von evtl. Restitutionsansprüchen - mit der Auflage einer Fassaden-Rekonstruktion)

Kaufhaus Hermann Tietz im Originalzustand, in einer evtl. reko nur rückwärts verändert teilweise wiederherstellbar.

Quelle: Wikipedia, Creative Commons, gemeinfrei

Sowie als Schmankerl hier noch die Totale aus dem 3 D-Modell von Reichstag, Brandeburger Tor und Potsdamer Platz bis Platz der Vereinten Nationen (aber nicht fertig):
libero ist offline  
Alt 24.08.14, 20:49   #34
Bauchef
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Bauchef befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Alternative zum Entwurf «Libero» (© Libero, geändert von Bauchef).

Die Rathausfassade, als eine der wenigen Altbauten, kriegt eine ihr genehme Freifläche, damit sie nicht hinter Neufassaden verschwindet und eine angemessene Entfaltung verbreiten kann. Der Platz davor kann man für Märkte, Demos, Revolutionen etc. gebrauchen.

Bauchef ist offline  
Alt 25.08.14, 10:15   #35
libero
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@all: Bei keiner Verschwenkung - Originalbauten behalten oder Neubau Blockrand mit den Durchbrüchen Kloster und Neue Friedrich? Hier Überlagerung, die klar macht, welche Konsequenzen diese Frage hat... Ohne Schwenk fehlt im übrigen ein Flügel des Marienkirchhofs.



Zitat:
Zitat von DerBe Beitrag anzeigen
Irgendwie komisch, man befürwortet eine Umsetzung des Neptunbrunnens an seinem Origianlplatz und möchte gleichzeitig die Weltzeituhr von ihrem ursprünglichem Standort an einem anderen, nicht originalem Platz setzen.
Find ich nicht: Erstens wandert der Neptun kraft seiner Gestaltung vor das Schloss. Dadurch entsteht ein Bedarf in der Mitte und gleichzeitig ein Überangebot am Alex, da dort dann die Berolina hinkäme. Ansonsten muss die Weltzeituhr da auch nicht stehen, aber man wird es nicht hinkriegen, überall den exakten Originalstandort zu wählen (z.B. Gerichtslaube). Und entgegen einiger anderer Meinung auf dem Board wird das auch nicht mit den Königskollonaden hinzubekommen sein.
libero ist offline  
Alt 25.08.14, 11:38   #36
libero
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Zunächst finde ich es bemerkenswert, dass mehr Kritik zu Weltzeituhr kommt als alles andere. Naja die Verschwenkung wird heiss diskutiert. Trotz kritischer Stimmen scheint aber auch der Teilabriss der Randbebauung des Fernsehturms durchsetzbar (zumindest hier im Forum, kommen aber jetzt sicher einige Vetos.)

Zitat:
Zitat von Echter Berliner Beitrag anzeigen
Könnte libero noch erläutern, wieso er das Alexanderhaus ergänzen möchte und auch das diagonal gegenüberliegende alte Gebäude? Das fände ich schon fragwürdig.
Das verstehe ich nicht, meinst Du vor dem Alexanderhaus das Hertie? Dann gerne: Der Alexanderplatz ist meiner Meinung nach zu groß, auch von der Planung her. Das beabsichtigte Hufeisen war kleiner geschnitten. Wenn man die Mitte des Platzes axial auf Rathausstraße verortet, dann müßte man um eine Proportionalisierung des Platzes (und damit einen kleineren Zuschnitt, der immer noch ziemlich groß wäre) durch die Bebauung des HerTie-Feldes erreichen, was im übrigen eben dem historischen Grundriss entspricht. Dieses Feld wäre also das Gegenüber des Berolinahaus-Flügels. Hier (verzeiht mir den Umbau des Saturn, ist Nebenkriegschauplatz, das graue Oval an der Bahntrasse ist eine potentielle Überdachung für ne Tramstation, da alle Linien in meiner Version von Alex durch die Rathaus führen würden (auch um Karl-Liebknecht enger gestalten zu können):



Zitat:
Zitat von Echter Berliner Beitrag anzeigen
Insgesamt darf man nicht zu viel Entfremdung erzeugen und sollte alte Traditionen wahren. Stichwort Weltzeituhr. Wir können ja noch die Königskolonnaden wieder zum Alex zurückbringen. Wie wäre es damit? Libero wird bestimmt was einfallen.
Königskolonnaden hab ich schon oben geschrieben. Ich sehe keine Chance auf Wiedererrichtung am Originalstandort. Ich hätte eine Verwendung, aber die haut ihr mir kollektiv um die Ohren, es wäre Teil einer neuen Brücke Mühlendamm:





Alles OT. Lasst uns mal nicht von der Möbelierung (Weltzeituhr, Berolina) oder Alex und Kolonnaden zu sehr von der Bebauung ablenken. Die anderen spinnerten Ideen könnt ihr dann in den angrenzenden Threads auseinandernehmen, wenn es soweit ist
libero ist offline  
Alt 25.08.14, 19:49   #37
export
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Hier mal eine weitere Variante:


Bild: GoogleEarth / Bearbeitung von mir


Eckpunkte

1. MLF bleibt ablesbar, hier als repräsentativer städtischer Platz
2. Sichachse auf den Fernsehturm bleibt erhalten
3. Umbauung Fernsehturm bleibt weitgehend erhalten
4. Neuer Markt kommt leicht verändert, aber in Grundstruktur erhalten, wieder, inkl. Luther-Denkmal
5. Verkehrsführung bleibt unangetastet (vorläufig?)
6. Einbindung Nikolaiviertel über Verlängerung Poststr.
7. Verengung Spandauer Str.
export ist offline  
Alt 26.08.14, 11:03   #38
libero
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^^Danke für den Tip Sprotte, ist sicherlich gut gemeint, allerdings hab ich schon gesagt das die Planung mehrstufig so angelegt ist, dass die Karl-Liebknecht im Verlauf bleiben kann aber auch später bei Abriss der KLS-Platte (die lange WBM/Mietwohnungen) verschwenkt werden kann. So müssten jedenfalls die Baufelder aufgeteilte werden.

Die Verengung der KLS von Süden ist hingegen kritisch, denn zum einen muss man schauen, dass man zur Spreebrücke hin den Anschluss und im Osten den Anschluss zur Unterführung kriegt. Von daher ist es nicht beliebig skalierbar.

Hier seht ihr das Problem im Ganzen (ihr habt es ja anders nicht gewollt). Meine Meinung: das geht so nicht. Die muss weg, unabhängig davon ob mit oder ohne Verschwenkung. Vor allem, weil dann der nordliche Bereich total sinnentleert ist. bei dieser Planung Stufe eins wäre einzig die Stufe 2 irgendwann mal zwingend, man würde also Tatsachen schaffen. Was meint ihr:









Die nächste Stufe der Veranschaulichung wäre die Platte weg und Blockrand bis zum Bestandsverlauf KLS auf Flucht Domaquarree. Soll ich es machen? (Und alle schreihen yeah)....

PS: Hört mal mit der Weltzeituhr auf. Die steht jetzt da, einige findens gut, andere nicht. Der opulente Neptunbrunnen passt da jedenfalls nicht mehr rein und würde auch den neuen Markt in seiner Anmutung und historischen Kontext sprengen. der Neptun gehört auf den Schlossplatz, dafür war er auch entworfen. Und dann steht da eben zur Zeit die Weltzeituhr (weil konzeptionell interessant, Oder sonst nehm ich sie ganz raus
libero ist offline  
Alt 01.01.15, 13:02   #39
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Zitat:
Zitat von Bau-Lcfr Beitrag anzeigen
In Frankfurt kam irgend so eine Gruppe und baut einen Teil der Altstadt wieder auf. Von verschiedenen Stellen der Altstadt sieht man umliegende Hochhäuser, die an Massstäblichkeit die Berliner Plattenbauten weit übertreffen, dennoch kommt niemand auf die Idee, die Altstadt würde wie eine Puppenstube wirken. Sie wirkt, wie die Häuser halt wirken, normal und ansprechend - die Dimensionen der Höhepunkte werden zusätzlich betont.
Die Hochhäuser stehen nicht direkt am Römer sondern mit einigem Abstand und sind somit für den Mikrostandort nicht weiter von Belang. Das Reko-Quartier zwischen Dom und Römer wird in eine vorhandene Altstadt-Struktur implementiert ohne hinterher als Insel wahrnehmbar zu sein.
All das sehe ich am Rathausforum als nicht gegeben.

Hier mal eine weitere Visu von der GHB:


(C) Gesellschaft Historisches Berlin e.V.

Das ist m.M.n. städtebaulicher Autismus. Es müsste sich in der Gegend schon einiges fundemental ändern damit hier keine Insellösung entsteht.
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Batō ist offline  
Alt 03.01.15, 14:45   #40
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Albers-Entwurf für Berliner Altstadt überarbeitet

Bernd Albers hat seinen Altstadt-Entwurf von 2009 für die im November beim Verlag DOM publishers erschienene Neuauflage des Buches "Berliner Altstadt - Neue Orte und Plätze rund um das Schloss" von Hans Stimmann erweitert und überarbeitet und in Form einer Studie mit dem Titel "Stadtkern Berlin 2030" auf seiner Internetseite veröffentlicht. Dort heißt es, 25 Jahre nach dem Mauerfall und dem Ende der Teilung erscheine der Berliner Stadtkern mit nur wenigen Ausnahmen auch heute noch wie ein Freilichtmuseum der ehemaligen DDR-Hauptstadt. Dass sich mit dem Bau des Stadtschlosses nun auch eine städtebauliche Wende andeute, sei bereits körperlich zu spüren; die Gravitation der Mitte Berlins werde sich dramatisch verändern, so der Architekt.

http://www.berndalbers.com/#!stadtkern-2030/ce1p


Quelle: DOM publishers
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Alt 27.02.15, 19:15   #41
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Im Rahmen des von Prof. Barbara Hoidn (School of Architecture at the University of Texas at Austin) und Prof. Benedict Tonon (Universität der Künste Berlin) initiierten Hochschulprojektes "Off the Records: Maßnehmen am Marx-Engels-Forum" entstand 2009 übrigens dieser am Champ de Mars orientierte Entwurf:


Quelle: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
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Alt 03.03.15, 08:55   #42
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Mal ein paar Spielereien von mir auf Basis des 3D-Modells des Senats...

Original:



In sämtlichen Vorschlägen bleibt das Rathausforum frei und wird nicht bebaut.

Vorschlag 1: Kleinteilige Bebauung des MEFs mit Orientierung am historischen Grundriss. Mir schwebt eine Berliner Mischung mit Wohn- und Geschäftshäusern vor mit moderner und traditioneller Gestaltung.
Abriss Plattenbauriegel KLS und Rathausstraße wodurch die absperrende, mauerartige, städtebauliche Wirkung der Riegel zugunsten von verbindenem Blockrand entfällt:



Gezoomt:



Vorschlag 2: MEF und RF bleiben unbebaut, Grünflächen werden aber aufgehübscht. Abriss Plattenbauriegel KLS und Rathausstraße:



Vorschlag 3: Kleinteilige Bebauung des MEFs siehe Vorschlag 1. Plattenbauriegel KLS und Rathausstraße bleiben erhalten:


(C) Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt | Bearbeitung ich

M.M.n. steht und fällt die städtebauliche Entwicklung der ganzen Gegend mit einem Rückbau der raumeinnehmenden Plattenbaublöcke deren abriegelnde Wirkung das größte Hindernis für ein harmonisches und zusammenhängendes Stadtbild ist.
Mir selbst gefällt Vorschlag 1 am besten. Das RF würde einen Rahmen mit möglichst ansprechender Architektur bekommen. Die neuen Seitenstraßen sorgen für eine höhere Durchlässigkeit und Belebung auch abseits der KLS.
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Alt 03.03.15, 10:09   #43
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^
Es wurden ja nach der Wende Gelder an die Erben gezahlt. Allerdings in einem so geringen Wert, dass man kaum von Entschädigung sprechen kann.

Was die Sichtachse vom RF zum Schloss angeht. Die Rückseite des Schlosses war ja schon vorm Krieg nicht wirklich zur Repräsentation angedacht. An der Spreeseite war Schluss und Marienviertel und Heilig-Geist-Viertel stellten einen neuen städtischen Raum dar. Die Repräsentationsseite des Schlosse war immer entlang der Linden nach Westen ausgerichtet.
Warum sollte das nun anders sein zumal man nun eine glatte gerasterte moderne Fassade hat die jetzt auch nicht unbedingt eine super Repräsentationsfläche bietet?

Dennoch, quick and dirty ein Entwurf mit Durchgang:


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Alt 03.03.15, 23:30   #44
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Zitat:
Zitat von Architektator Beitrag anzeigen
@ Batō: Vielen Dank für deine Entwürfe! Könntest du vielleicht noch eine Variante erarbeiten, in der Vorschlag 2 und Hochschulprojekt "Off The Records: Maßnahmen am Marx-Engels-Forum" miteinander kombiniert werden? Das Ergebnis dürfte sicherlich nicht uninteressant sein...
Auf die Schnelle hingestümpert:


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Vorschlag 5

Hier wie versprochen nun Vorschlag 5. Im Vergleich zur Vorgängerversion wurden die Baukörper entlang der Achse verbreitert, sodass Lustgarten und Schlossplatz nach Osten hin geschlossen sind. Querstraßen vernetzen sie gemäß dem historischen Stadtgrundriss mit den angrenzenden Vierteln. Vor dem Rathaus und der Marienkirche werden neue Plätze geschaffen. Am Fuße des Fernsehturmes entsteht ein modernes Besucherzentrum. Ich würde mich freuen, wenn jemand das 3D-Modell des Senats noch entsprechend anpassen könnte.


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