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Alt 08.01.18, 21:56   #1681
MiaSanMia
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Zitat:
Auf dem Stellenmarkt sehe ich den Effekt bisher nicht, da sind weiterhin enorm viele Stellen offen
Der Fachkräfteengpass bzw. schon -mangel ist in Süddeutschland extrem und wird sich langfristig durch den demografischen Wandel noch verstärken. Eine hohe Zuwanderung aus dem Ausland ist unter Voraussetzung einer nur gering steigenden Geburtenziffer unerlässlich. Jede zweite Stelle im IT Bereich wird in BaWÜ, Hessen und Bayern ausgeschrieben. Wenn diese Stellen nicht besetzt werden können, hat dies gravierende Folgen auf die Wirtschaftsstandorte. In der Pflege- und Gesundheitsbranche sieht es nicht besser aus.

https://www.iwkoeln.de/studien/gutac...et-328843.html

Zitat:
zu einer Abschwächung der Mieten und einem Anstieg der Gehälter führen
Wahrscheinlich würde eher eine Abschwächung der Zuwachsraten der Mieten erfolgen, kein absoluter Rückgang. Dafür dürfte der äußere Druck (Region & Arbeitsmarkt) zu groß sein. Ein Rückgang würde vermutlich mit einer erneuten Zuzugswelle einhergehen, die Preise wieder steigen.

Ob die Gehälter steigen, werden wir sehen, in der Theorie müssten sie es längst. Nur die Experten liegen hier regelmäßig daneben, denn trotz der schon lange anhaltenden Fachkräftelücke, steigen die Gehälter und Löhne nur marginal. Höhere Löhne führen natürlich auch wieder zu höherer Nachfrage, damit Wirtschaftswachstum und letztlich wieder zu neuen Stellenausschreibungen...
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Alt 09.01.18, 11:23   #1682
Bau-Lcfr
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Die Sehnsucht nach Alm und Wiesen

Aus der Zusammenfassung einer Veranstaltung:

Zitat:
Zitat von iconic Beitrag anzeigen
... Zusätzlich ging es darum, dass in Bayern, aber auch in Deutschland und letztlich in ganz Europa eine falsche Strukturpolitik gemacht würde und deshalb statt in ländliche strukturschwache Regionen zu investieren, bereits stark bevölkerten Regionen wie München ständig weiteres Wachstum aufgebürdet würde. ...
Es ist kein Ergebnis einer gewollt gesteuerten Politik, sondern der seit Jahrtausenden andauernden Urbanisierung, die weiterhin immer größere Stadtorganismen entstehen lässt - auf natürlichem Wege. Geschäfte und Ideen ziehen dorthin, wo es bereits gewirtschaftet wird. Ich zitierte mal eine Aussage eines Städtebau-Experten, nach der Europa erst am Anfang einer weiteren Welle der Urbanisierung steht.

Man hätte denken können, dass die Münchner Honoratioren sich freuen sollten, mitten im gewinnenden Ballungsgebiet zu sein. Falls jemand meint, mit Steuergeldern ("Strukturpolitik") müsste man versuchen, IT-Firmen zum Wegzug nach Hinterdümpfingen zu bewegen, wo keine Fachkraft leben will - das könnte nur genauso Steuergelder verschwenden wie Zechensubventionen und Ähnliches. Eher schon kann München gerne versuchen, zum Wegzug in andere Metropolen wie Köln, Düsseldorf oder Berlin zu bewegen - ich bin sicher, dort würde man die "Bürde" mit Freude empfangen.

Wenn man sich schon Weltstadt mit Herz tituleren möchte - dass eine richtige Weltstadt heute ab 10 Mio. EW in der Metropolregion beginnt (Megacity), müsste auch in München den Lokalpolitikern dämmern? Siehe hier, wie rasant es sich inzwischen entwickelt.

BTW: Im Frankfurter Unterforum gibt es sogar einen extra Thread, in dem nichts als jede mögliche aus London verlagerte "Bürde" bejubelt wird. Vielleicht sollte die Moderation die Überschrift "Brexit... " in "Brexit und die Rerustizierung Bayerns..." ergänzen?
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Geändert von Bau-Lcfr (09.01.18 um 11:51 Uhr)
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Alt 09.01.18, 11:54   #1683
MiaSanMia
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^

Scheinbar fehlt manchen Bürgern ein wirtschaftliches Grundverständnis. Die einfachsten Zusammenhänge scheinen offenbar nicht erkannt zu werden. Man muss nicht BWL / VWL studiert haben, um zu verstehen, dass es in Industrienationen sowohl ökonomischer als auch ökologischer ist, sich dort niederzulassen, wo dies bereits andere getan haben. Kurze Wege, Austausch, Kooperationen, Synergien, Ressourceneffizienz, die Liste ließe sich endlos fortführen. Wer heute vorschlägt, die Menschen wieder auf das Land zu verteilen, zeigt, dass ihm die Umwelt und Natur völlig egal sind, sondern lediglich eigennützige Interessen zählen.
Und wie du schon richtig angemerkt hast: Der Mensch ist ein soziales Wesen und kein Einzelgänger, nicht erst seit Politiker angeblich falsche Strukturpolitik betreiben, sondern schon seit vielen Jahrtausenden.

Wachstum ist nur dann eine Bürde, wenn es nicht richtig gestaltet wird. Durch Nichtstun wird man es allerdings nicht aufhalten können.
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Alt 09.01.18, 19:50   #1684
Bau-Lcfr
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Megatrend Urbanisierung

^ Die Postings wurden aus dem Tratsch-Thread verschoben und jetzt muss man auch noch auf das Niveau achten... Zur theoretischen Untermauerung habe ich nach dem Megatrend Urbanisierung gegoogelt (sehr viele Treffer), exemplarisch verlinke ich diesen Text, nach dem die Urbanisierung die gesamte Zukunft bestimmen solle. 2050 werden 2/3 der Menschen in den Städten leben, wo sich die Potenziale immer mehr und mehr konzentrieren werden. Diese "fundamental wichtige Rolle" müsse in der deutschen Politik berücksichtigt werden - darunter die Frage der Nachhaltigkeit.

Notwendig sei ein umfassendes Urbanisierungskonzept, bei dem die Kompaktheit der Stadt am wichtigsten sei - etwas später wird Barcelona (dichte Bebauung, gut ausgebauter ÖPNV) mit Atlanta verglichen, wo über 10mal so viel CO2 pro Kopf für die Mobilität erzeugt wird. Darauf wird noch einmal gelobt, dass einige reife Städte wie London, Tokio und Hamburg auf Nachverdichtung gesetzt haben.

Ich glaube, es müsste klar sein, worauf München in eigener Planung setzen sollte? Der Text kommt von IFAIR, einem deutschen Think Tank, für den bereits allerlei Prominenz Beiträge geschrieben hat - darunter ein gewisser Martin Schulz, der oberste ParteiFreundGenosseChef des Münchner OB.
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Alt 10.01.18, 02:26   #1685
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^

München besitzt ja gegenüber vielen anderen Großräumen den Vorteil, sehr kompakt zu sein, sowohl was die Kernstadt, als auch die Agglomeration betrifft. Dies sollte so beibehalten werden und nicht durch sinnlose Zersiedlungspolitik zunichte geplant werden.

Die Urbanisierung ist wohl Ausdruck sozialer, kultureller, technologischer, ökonomischer und ökologischer Entwicklungen und Rahmenbedingungen.

In Indonesien soll jetzt demnächst ein neuer Hauptstadtstandort (nicht mehr auf Java) gefunden werden. Jakarta mit seinem 30 Millionen Großraum würde im ausgetrockneten Boden versinken. Ich glaube, diese Probleme haben wir am Alpenrand nicht.
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Alt 13.01.18, 02:30   #1686
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Ich poste das hier hinein, obwohl es auch in den Biergartenratsch gepasst hätte - da ich es aber in diesem Fall ziemlich verantwortungsbewusst und konstruktiv finde, wie sich Dieter Reiter aktuell in Berlin für die Bewohner nicht nur Münchens, sondern aller Großstädte einsetzt (keine Inronie!), ist es hier besser aufgehoben

Zitat:
OB Reiter wendet sich an die Spitzen von SPD, CDU und CSU

Rathaus Umschau 9 / 2018, veröffentlicht am 12.01.2018

Nachdem sich heute morgen die Spitzen von SPD, CDU und CSU darauf verständigt haben, nach den Sondierungen in Koalitionsverhandlungen eintreten zu wollen, wendet sich Oberbürgermeister Dieter Reiter als Vertreter der größten Kommune in Deutschland mit einem Schreiben an die Vorsitzenden. Nachdem fast drei Viertel der Deutschen in Städten und in den großen Ballungszentren leben, appelliert der Oberbürgermeister, die Bedürfnisse und Lebensrealitäten der betroffenen Menschen vorrangig in den Blick zu nehmen: „Entscheidend ist, dass sich die Menschen das Leben in unserem Land und in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld noch leisten können, dass die soziale Infrastruktur stimmt, dass die kulturelle und bildungspolitische Teilhabe hinreichend gewährleistet ist und die individuelle Mobilität durch öffentliche Verkehrsinfrastruktur sichergestellt ist. Dies bestimmt nicht nur die persönliche Zufriedenheit und die wahrgenommene Beurteilung von Verteilungsgerechtigkeit, sondern auch den Bestand unseres gesellschaftlichen Friedens.“

Hier der Brief an die Parteivorsitzenden in ganzer Länge:

„Sie haben sich nach den Sondierungsverhandlungen der vergangenen Tage darüber verständigt, in Koalitionsverhandlungen für die Bildung einer Bundesregierung einzutreten.

Bei allem Respekt vor den weitreichenden Herausforderungen, die von Seiten einer neuen Bundesregierung zu bewältigen sind, darf sich das Spektrum derselben nicht lediglich auf die europäische und internationale Ebene fokussieren.

Die binnenpolitischen Aufgaben und das Wohlergehen der Bevölkerung sind schon denknotwendig im primären Blick der kommunalen Ebene und ihrer handelnden Verantwortungsträger. Eine besondere Bedeutung hat dabei das Leben der Menschen in den Städten in Deutschland. Fast drei Viertel der Deutschen leben in Städten und in den großen Ballungszentren. Die Belange der Menschen in unseren Städten sind also die der ganz überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung. Gemessen hieran nimmt der Teil der politischen Befassung mit den spezifischen Problemstellungen von Städten und Ballungsräumen durch die Bundesebene, so auch in den vergangenen Monaten der gescheiterten Regierungsbildung, einen geringen Raum in der Wahrnehmung ein.

Ich appelliere dringend an Sie als verantwortliche Vorsitzende Ihrer Parteien, in den kommenden Koalitionsverhandlungen diese Bedürfnisse und Lebensrealitäten der betroffenen Menschen zuvörderst voran zu stellen. Entscheidend ist, dass sich die Menschen das Leben in unserem Land und in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld noch leisten können, dass die soziale Infrastruktur stimmt, dass die kulturelle und bildungspolitische Teilhabe hinreichend gewährleistet ist und die individuelle Mobilität durch öffentliche Verkehrsinfrastruktur sichergestellt ist. Dies bestimmt nicht nur die persönliche Zufriedenheit und die wahrgenommene Beurteilung von Verteilungsgerechtigkeit, sondern auch den Bestand unseres gesellschaftlichen Friedens.

Nur wenn die öffentlich Verantwortlichen in unserer sozialen Marktwirtschaft und unserem Sozialstaat das Augenmerk auf alle gesellschaftlichen Gruppen und auf alle Einkommensgruppen richten, kann das erfolgreiche Erbe der bundesrepublikanischen Jahrzehnte in einem wiedervereinigten Deutschland angemessen erhalten werden.

Zielstellung muss hier sein, dass sich die Menschen unter monetären, Teilhabe- und sozialen Gesichtspunkten umfänglich berücksichtigt sehen und sich durch das Handeln der Regierung und der demokratischen Kräfte im Parlament politisch vertreten fühlen.

Die aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen stellen die politischen Verantwortungsträger der demokratischen Parteien vor eine große Aufgabe. Die Inhalte einer Koalitionsvereinbarung müssen sich hieran orientieren, vor allem aber müssen sich die Ergebnisse des folgenden Regierungshandelns daran messen lassen.

Das drängendste Thema ist dabei die Erhaltung und Schaffung bezahlbaren Wohnraums. Kommunen wie München tun alles in ihrer Macht stehende, um die exorbitante Aufwärtsspirale der Mietpreisentwicklung zu dämpfen. Echte Linderung kann aber nur eine grundlegende Änderung bundesgesetzlicher Rahmenbedingungen bewirken. Dazu ist es erforderlich, dass endlich eine Neuordnung des Mietspiegelrechts erfolgt, die sämtliche Mieten innerhalb einer Stadt zur Grundlage der Erstellung macht. Ebenso sind die hinlänglich bekannten Defizite bei der sogenannten Mietpreisbremse zu korrigieren.

Der Bund muss in seiner Verantwortung als Grundstückseigentümer in jedem Fall Gewinnerzielungsabsichten hintanstellen und seine Flächen dem Gemeinwohl unterordnen. Dies gilt sowohl für noch unbebaute Flächen, als erst recht für Immobilien wie etwa die zehntausenden Wohnungen allein in München, die im Erbbaurecht an Genossenschaften vergeben sind. Dafür sind Flächenpolitik und Handlungsgrundlagen der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) vollständig neu zu regeln.

Mittel zur Errichtung öffentlich geförderten Wohnraums müssen den Kommunen in ausreichender Höhe zur Verfügung gestellt werden. Nur mit der Neuerrichtung erschwinglichen Wohnraums kann den entsprechenden Bedarfen in Städten und Ballungsräumen umfänglich begegnet werden. Gleichzeitig führt das Wachstum der Städte dazu, dass die Bodenpolitik als solche zum Dreh- und Angelpunkt einer sozial gerechten und nachhaltigen Stadtentwicklung wird. In München beispielsweise haben sich die Bodenpreise für den Wohnungsbau innerhalb der letzten zehn Jahre verdreifacht. Im Sinne einer sozialgerechten Bodennutzung wird dezidiert darüber nachzudenken sein, wie Eigentümer an den Kosten der Erstellung öffentlicher Infrastruktur und bezahlbaren Wohnraums finanziell beteiligt werden, wenn durch Baurechtsschaffung auf privatem Grund derart hohe Steigerungen der Bodenpreise erzielt werden.

Für ein gedeihliches Zusammenleben braucht es wirksame Instrumente in den sozialen Sicherungssystemen, die geeignet sind, die wachsende Kinder- und Altersarmut zu bekämpfen. Generell bedarf es eines strukturierten und nachhaltigen Plans, um zum Wohle breiter Schichten der Gesellschaft die steigende Verteilungsungerechtigkeit in den Einkommens- und Vermögensverhältnissen in Deutschland auszugleichen. Hierzu gehört auch ein Rentensystem, das Menschen am Ende ihres Erwerbslebens nicht in die Grundsicherung zwingt.

Bei der Berechnung sämtlicher Sozialleistungen muss grundsätzlich die Möglichkeit einer regionalen Bewertung der Lebenshaltungskosten geschaffen werden.

Ebenfalls einer umfassenden Neuordnung und deutlichen Aufstockung bedarf der gesamte Komplex der Bundesförderung der verkehrlichen Infrastruktur, hier vorrangig des öffentlichen Personennahverkehrs. Hierzu ist das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) inhaltlich auf neue Füße zu stellen und finanziell an die realen Ausbaubedarfe des ÖPNV anzupassen. Selbst vergleichsweise gut ausgestatteten Kommunen wie München ist es nicht im Ansatz möglich, die anstehenden Investitionen in Netze und Linien allein zu stemmen.

Wir befinden uns mitten in einer historischen Verkehrswende mit einem tiefgreifenden Umbruch individueller Mobilität. Hier ist das eindeutige und mutige Engagement des Bundes unerlässlich. Er ist unter anderem gefordert, die bundesrechtlichen Rahmenbedingungen zu schaffen, um die Luftreinheit sicherzustellen, Projekte zur Umstrukturierung des Individualverkehrs in den Städten zu fördern und nachhaltige und umweltfreundliche Mobilitätsformen voranzubringen.

Erlauben Sie mir als Mitglied der Familie der Städte und Gemeinden in Deutschland mit ihren unmittelbar gewählten Entscheidungsträgern abschließend den Hinweis, dass uns der Einbezug in die formale und thematische Umsetzung der vorgenannten Rahmenbedingungen ein wichtiges Anliegen ist. Dem Deutschen Städtetag geht dieses Schreiben im Abdruck zu.
Quelle: https://ru.muenchen.de/2018/9/OB-Rei...-und-CSU-76404

Dieter Reiter mag ein visionsloser Verwaltungsbeamter sein - aber er setzt sich für die Sache ein, wie dieser Brief zeigt. Zudem kennt er aus jahrelanger Erfahrung die Problempunkte und die Abläufe. Ude war letzlich ein sympatisch-unterhaltsamer Schwätzer, Reiter ist ein Macher (das hoffe ich zumindest) - ein Technokrat im positiven Sinne. Dass er sich hier im vielleicht entscheidenden Moment für alle Bewohner urbaner Ballungsräume einsetzt (wenn auch nur als Appell) verdient Anerkennung finde ich
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Alt 13.01.18, 03:01   #1687
Bau-Lcfr
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^ Von einem Macher kann ich darüber nichts sehen, nur viel Bla-Bla um Verteilungsungerechtigkeit (wenn ich etwas übersehe - es wäre grandios, würde man Wesentliches zusammenfassen statt megalange Pressemeldungen 1:1 zu zitieren). So sehe ich eine Passage über die Beteiligung der Eigentümer an den Erschliessungskosten - fand aber keine über höhere Baudichte dort, wo die Areale bereits erschlossen sind. Einige Postings darüber zitierte ich den Text, in dem die Kompaktheit der Städte als oberste Prämisse erklärt wird.

Wie er den Mietspiegel neu ordnen will, ist übrigens nicht klar - ich bin daran gewohnt, dass die Mieten nach Baujahre-Bereichen sortiert sind, also Neubauten werden nicht mit den Bestandsbauten der 1950er verglichen. Was bezweckt er mit der Formulierung "sämtliche Mieten", die eher gerade nach einer Pauschalisierung unabhängig von genauer Situation klingt?
Das größte "hinlänglich bekannte Defizit" der "Mietpreisbremse" ist, dass keine gesetzliche Beschwörung helfen kann, wenn die Nachfrage das Angebot weit übersteigt. Dass man vor allem das Angebot steigern muss, hat etwa sein Düsseldorfer Kollege Geisel (auch von der SPD) verstanden.
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Alt 14.01.18, 00:06   #1688
tunnelklick
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Zitat:
Zitat von Bau-Lcfr Beitrag anzeigen
Wie er den Mietspiegel neu ordnen will, ist übrigens nicht klar - ich bin daran gewohnt, dass die Mieten nach Baujahre-Bereichen sortiert sind, also Neubauten werden nicht mit den Bestandsbauten der 1950er verglichen. Was bezweckt er mit der Formulierung "sämtliche Mieten", die eher gerade nach einer Pauschalisierung unabhängig von genauer Situation klingt?
Das bezieht sich vermutlich auf den gesetzlichen Begriff der "ortsüblichen Vergleichsmiete", die gemäß § 558 Abs. 2 BGB definiert ist:

Zitat:
Die ortsübliche Vergleichsmiete wird gebildet aus den üblichen Entgelten, die in der Gemeinde oder einer vergleichbaren Gemeinde für Wohnraum vergleichbarer Art, Größe, Ausstattung, Beschaffenheit und Lage einschließlich der energetischen Ausstattung und Beschaffenheit in den letzten vier Jahren vereinbart oder, von Erhöhungen nach § 560 abgesehen, geändert worden sind. ...
In den Mietspiegel fließen demnach immer nur neuere Mieten ein. Das bewirkt, dass sich die ortsübliche Vergleichsmiete stark von den Bestandsmieten vor allem langjähriger Mietverträge abkoppelt. Im allgemeinen liegt die Durchschnittsmiete deutlich unter der ortsüblichen Vergleichsmiete. Die Festlegung auf vier Jahre ist eine rein politische, man könnte auch acht oder zehn Jahre nehmen und dadurch - so wird es jedenfalls erwartet - den Anstieg dämpfen. Genausogut kann man auch den Durchschnitt aus Mietverträgen aller Jahrgänge nehmen.
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Alt 14.01.18, 15:09   #1689
MiaSanMia
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Ausstellung 125 Jahre Stadtentwicklung:

Eine wirklich gelungene Ausstellung, die neben einigen Modellen, Filmen und Infotexten auch viele sehr interessante Broschüren bereithält. Nicht zuletzt gibt es auch einen tollen Bildband über das München von 1972 sowie eine Dokumentation über das Lebenswerk von Architekturgenie Theodor Fischer.

Ein paar Bilder:

Modell der PEK:

Ansicht mit dem Neubau im Stile Robert Vorhoelzers Postbauschule:


Straßenflucht Bayernkaserne:


Geplante Nachverdichtung Bellinzonastraße:



Freiham Nord Abschnitt 1:


Altstadt:



Stelzenhaus am Dantebad:


Dichtemodell der Stadt:


Liveauswertung der in der Ausstellung zu tätigenden Umfrage:





Also hingehen und teilnehmen
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Alt 15.01.18, 17:53   #1690
Schachbrett
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Schachbrett könnte bald berühmt werden
Bin gespannt wie es weiter gehen soll:
Wenn die Leute den Zuzug begrenzen wollen,
wird doch die Verdrängung von ärmeren Schichten durch reichere noch intensiver.
Ähnlich beim Versuch eines Ansiedlugsstopps von Firmen/ Gewerbe.
Hierdurch werden finanzschwache Betriebe von zahlungskräftigen Firmen ersetzt.
Jetzt kommt noch das Volksbegehren gegen Flächenverbrauch.

Wird interessant.
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Alt 16.01.18, 07:33   #1691
Informatikfuzzi
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Informatikfuzzi könnte bald berühmt werden
Zitat:
Zitat von Schachbrett Beitrag anzeigen
Jetzt kommt noch das Volksbegehren gegen Flächenverbrauch.

Wird interessant.
Das Problem sind Wutbürger die der Meinung sind sie meinen es doch nur gut.

Ich verweise hier nur OT auf die Feinstaubdebatte. Bürger und Umweltverbände klagen und was passiert: die Autokonzerne taumeln von einem Rekordergebnis mit Milliardengewinnen zum nächsten; und der Normalbürger der nur zur Arbeit fahren will ist der Beschissene und bekommt gesagt "mit der alten Stinkerkarre fährst hier nicht mehr" und "Ach ja die Kiste hat jetzt auch nur noch Schrottwert!". Die Herde an Firmenwagenfahrern interessiert sowas doch nicht, gibt ja sowieso alle 3 Jahre ne neue Kiste von der Firma - der Familienvater ohne dieses Benefit guckt in die Röhre und muss schauen wo er bleibt.

Hier in Frankfurt am Main haben sich mittlerweile auch etliche Bürgerinitiativen gebildet die gegen jedes neue Baugebiet gleich die Plakate heben. Dabei merken diese Leute nicht, dass sie sich selbst und anderen der gleichen unteren bis mittleren Vermögensebene massiven Schaden zufügen. Dem kleinen Prozentsatz der richtig Vermögenden die in FFM die große Kohle schaufeln juckt das nicht, denn die finden immer noch was wo noch die ein oder andere Million gemacht wird. Zur Not wird mal wieder eine runtergekommene Bruchbude gekauft, entmietet, bissle Farbe verpinselt und zum x-fachen Preis weiterverkauft. Deswegen freut es diese Geldgeier auch je länger so ein neues Baugebiet dauert, denn desto höher steigen die Preise! Selbst im Umland von FFM sind mittlerweile qm-Preise von 600 über 800 bis über 1.000 € die Regel, denn die Ausnahme! (Beispiel der letzten Tage: Hochheim im Main-Taunus-Kreis mit ca. 17.000 Einwohnern).
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Alt 16.01.18, 14:26   #1692
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Das Statistikamt des Landes hat es nun endlich geschafft Einwohnerzahlen von 2016 vorzulegen. Damit stieg die Anzahl der Einwohner um etwa 14.000.

2015: 1 450 381
2016: 1 464 301
Quelle: https://www.statistikdaten.bayern.de...s/online/logon

Das Statistikamt der Stadt München hatte im selben Zeitraum noch ganz andere Zahlen vorgelegt, nämlich einen Anstieg um etwa 21.000.

2015: 1 521 678
2016: 1 542 860
Quelle: https://www.muenchen.de/rathaus/dam/...%20Bestand.pdf

Absolut unterscheiden sich die Zahlen traditionell, da die Stadt z.B. auch nicht die letzte Korrektur der Einwohnerzahl durch den Zensus mitgemacht hat. Den relativen Unterschied finde ich krass und kann ihn mir nicht erklären.
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Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung derer, die die Welt nie angeschaut haben.
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Alt 16.01.18, 16:44   #1693
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Interview mit Elisabeth Merk zum Nachhören, u.a. zu den Wachstumsplänen im Münchner Norden und Nordosten:

Zitat:
Forum aktuell 12/2017 – im Gespräch mit Stadtbaurätin Elisabeth Merk: Ursula Ammermann im Gespräch mit Stadtbaurätin Prof. Dr.(i) Elisabeth Merk über die Zukunft der Münchner Innenstadt und Münchens Siedlungsentwicklung zwischen Wohnungsnot, Nachverdichtung und öffentlichem Freiraum. http://muenchner-forum.de/2018/01/10...lisabeth-merk/
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Alt 18.01.18, 12:54   #1694
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Zitat:
Zitat von Jöran Beitrag anzeigen
Also. Entweder ist es die weitere Registerbereinigung ( dann ist es nur ein statistischer Effekt) oder die Wegzüge nehmen stark zu und Zuzüge ab (dann sollten mit den offenen Stellen die Gehälter massiv steigen) oder die Leute ziehen ins weitere Umland. Wahrscheinlich ist es eine Mischung aus allem drei.
Etwas Aufklärung liefert die Stadt heute in dieser PM:

Zitat:
Geringere Hauptwohnsitzbevölkerung durch Registerbereinigungen; Rathaus Umschau 13 / 2018, veröffentlicht am 18.01.2018

Zum Jahresende 2017 waren in München 1.526.056 Münchnerinnen und Münchner registriert. Die Einwohnerzahl ist damit aufgrund von Registerbereinigungen erneut gegenüber dem Vormonat zurückgegangen. Im November erfasste das Münchner Melderegister noch 1.531.608 Personen, 5.552 Personen mehr als zum Jahresende.

Seit Juli 2017 führt das Kreisverwaltungsreferat (KVR) Registerbereinigungen auf Grund von unzustellbaren Wahlbenachrichtigungen im Rahmen der Migrationsbeiratswahl 2017, der Bundestagswahl 2017 und des Bürgerentscheids „Raus aus der Steinkohle!“ durch. Nach Auskunft des KVR sind diese Personen aus München verzogen, ohne sich abzumelden. Von der Registerbereinigung der Rückläufer der Migrationsbeiratswahl waren ausschließlich ausländische Personen betroffen. Wie das Statistische Amt zuletzt im Dezember berichtete (Rathaus-Umschau vom 22.12.2017), übertraf die Anzahl der Abmeldungen von Amts wegen im Zeitraum Juli bis November 2017 den Durchschnittswert um rund 25.000 Personen.

Die Anzahl der Abmeldungen von Amts wegen hat sich bei den ausländischen Personen im Dezember wieder weitgehend normalisiert. Zum Jahresende konnte das KVR mit der Registerbereinigung der Rückläufer aus der Bundestagswahl und dem Bürgerentscheid beginnen. Insoweit ist ein enormer Anstieg der Abmeldungen von Amts wegen bei der deutschen Bevölkerung festzustellen. Im Dezember 2017 wurden über 5.300 Deutsche aus dem Register bereinigt – der Mittelwert der Registerbereinigungen bei Deutschen liegt sonst bei rund 200 Fällen pro Monat. Die Registerbereinigungen sind nach Auskunft des KVR noch nicht abgeschlossen und werden 2018 fortgeführt.

Gegenüber 2016 (Dezember 2016: 1.542.860) ist die so bereinigte Münchner Einwohnerzahl um 16.804 Personen zurückgegangen, dies entspricht einer Abnahme von insgesamt 1,1 Prozent. Dabei ist bei der deutschen Bevölkerung ein Rückgang von 1.472 Personen (0,1 Prozent), bei der ausländischen Bevölkerung von 15.332 Personen (3,5 Prozent) zu verzeichnen. Der Ausländeranteil beträgt aktuell (Stand Dezember 2017) 27,6 Prozent, ein Minus von 0,7 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahresmonat.
Quelle: https://ru.muenchen.de/2018/13/Gerin...nigungen-76493
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