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Alt 10.01.18, 23:09   #1276
LEonline
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Ähnlich wie in Essen sieht es in Stuttgart aus. Eine völlig entschleunigte Entwicklung. Das Wachstum liegt bei nur noch bei rund 3.000 von 608.705 auf 611.802 bis zumindest Ende November.
Stuttgart hat ein Platz- und ein Verkehrsproblem. Die Stadt verliert viele Einwohner ans Umland. Ähnlich wie in DD zieht es junge Familien raus in die Suburbia. Ungewöhnlich bei Stuttgart finde ich die weit höhere Einwohnerzahl in der Landesstatistik gegenüber der kommunalen, normalerweise ist der Wert doch in der Regel umgekehrt.
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Alt 10.01.18, 23:16   #1277
Saxonia
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In einer Stadt wie Stuttgart mag ich keinerlei Vorteile für ein Wachstum a la Leipzig erkennen. Die Stadt hat aufgrund ihrer Lage ein Platz- und ein Umweltproblem. Die Qualität des eilig geschaffenen Wohnraums der letzten Jahre ist jetzt schon erschreckend. Da sollten sich alle über Stagnation oder langsames Wachstum freuen.
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Alt 10.01.18, 23:47   #1278
Regent
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Regent hat eine wundervolle ZukunftRegent hat eine wundervolle ZukunftRegent hat eine wundervolle ZukunftRegent hat eine wundervolle ZukunftRegent hat eine wundervolle ZukunftRegent hat eine wundervolle ZukunftRegent hat eine wundervolle ZukunftRegent hat eine wundervolle ZukunftRegent hat eine wundervolle ZukunftRegent hat eine wundervolle ZukunftRegent hat eine wundervolle Zukunft
De facto ist Stuttgart voll. Mir wäre zumindest kein Stadtteil mit einem nennenswerten Leerstand bekannt. Zudem entsteht in der Stadt im Saldo praktisch kein neuer Wohnraum. Und die Erschließung neuer Baugebiete hat die grüne Stadtverwaltung klar abgelehnt. Wachstum findet hier praktisch nur noch statt weil hier teilweise selbst festangestellte Ingenieure in 20qm WG-Zimmer ziehen. Nicht weil sie sich nichts anderes leisten könnten, sondern weil es schlicht nichts gibt. Von jungen Familien mal ganz zu schweigen. Stuttgart wird daher vermutlich eher Einwohner verlieren, weil sich auf lange Sicht kaum jemand diese absurden Zustände freiwillig antut.
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Alt 11.01.18, 04:12   #1279
LE Mon. hist.
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Dresden: + 4.062 Einwohner_innen in 2017

Noch mal in die Landeshauptstadt geschaut:

Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung jeweils zum 31.12.
2017: 557.098 - +4.062
2016: 553.036 - +4.236
2015: 548.800 - +7.496
2014: 541.304 - +5.494
2013: 535.810 - +5.088
2012: 530.722

2012-2017: + 26.376

http://www.dresden.de/de/leben/stadt...ngsbestand.php

Und - wenn auch kaum vergleichbar - Chemnitz:

247.422 Einwohner_innen mit Hauptwohnsitz zum 31.12.2017 (Quelle: Einwohnermelderegister)
+540 / +0,2 %
http://www.deutsches-architektur-for...d.php?p=588524
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Alt 11.01.18, 09:56   #1280
hedges
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hedges ist im DAF berühmthedges ist im DAF berühmt
Zitat:
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Stuttgart hat ein Platz- und ein Verkehrsproblem. Die Stadt verliert viele Einwohner ans Umland. Ähnlich wie in DD zieht es junge Familien raus in die Suburbia.
Mit dem Unterschied, dass Stuttgart eine fast doppelt so hohe Dichte aufweist als Dresden. In Dresden sind vor allem die zentrumsnahen Viertel aus den 1960er recht offen und grün gestaltet. Dort sieht man den Ansatz der Nachkriegsarchitektur. Ein Positivum was man wohl auch nicht verändern wird.
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Alt 11.01.18, 10:22   #1281
Saxonia
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Ist schwer vergleichbar, der Stadtkreis Stuttgart ist deutlich kleiner und zu Dresden gehört bspw. die riesige Heide. Überwiegende Neubauviertel wie die Johannstadt haben auch eine Einwohnerdichte von 6800 E/km².
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Alt 13.01.18, 03:45   #1282
LE Mon. hist.
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Weiter im Vergleich - wie verläuft die Entwicklung in anderen Großstädten, was ändert sich?

München:

Die hohe Geburtenrate ist ein Grund für die weiter steigenden Einwohner_innenzahlen. München verzeichnet seit 2007 einen Geburtenzuwachs. Im Jahr 2016 betrug die Zahl der Geburten 18.107, 2017 ging sie erstmals wieder leicht zurück. Der Geburtenüberschuss liegt noch über dem der Babyboomjahre in den 1960er Jahren.

Der zweite Grund ist der positive Wanderungssaldo von 242.674 Personen in den letzten 17 Jahren - 1.791.592 Zu- und 1.548.918 Wegzüge. Dabei kommen die meisten Zuziehenden aus dem Münchner Umland - vor allem aus den Landkreisen München, Fürstenfeldbruck und Starnberg. Deutschlandweit führen Augsburg, Hamburg und Rosenheim. International kommen die meisten Menschen aus Polen, Rumänien und Italien nach München. Der Wegzug erfolgt zumeist in die angrenzenden Landkreise, darüber hinaus nach Berlin, Rosenheim oder Augsburg. International zogen in den vergangenen 17 Jahren die meisten Menschen nach Polen, in die USA und nach Österreich.

Süddeutsche Zeitung, 12. Januar 2018
Eine Stadt bewegt sich
Wo kommen die Münchner her, wo gehen sie hin?
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/...-hin-1.3822922

In den 29 Kommunen rund um München hat sich die Einwohner_innenzahl um fast 10 % erhöht: 343.071 lautet die neueste Zahl aus dem September 2016, die dem Landratsamt vorliegt. In Unterföhring ist die Einwohner_innenzahl innerhalb von zehn Jahren um 43 % gestiegen, von 7.887 in 2006 auf 11.282 in 2016.

Süddeutsche Zeitung, 11. Januar 2018
Statistik
Der Landkreis München wird größer, höher, enger
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/...nger-1.3821326

Berlin

Die Hauptstadt wächst seit 2005 kontinuierlich - Ende 2016 auf 3.575.000 Einwohner_innen. Der Zuwachs lag bei 1,6 % - er hat sich damit gegenüber dem Vorjahr beschleunigt (1,4 %). Hauptgründe sind Zuzug und der seit zehn Jahren stetig steigende Geburtenüberschuss. 2016 wurden 41.087 Kinder geboren, so viele wie seit dem Babyboom Ende der 60er-Jahre nicht mehr. Auf der anderen Seite starben 34.051 Einwohner_innen. Daraus ergibt sich ein Geburtenüberschuss von 7036 Kindern.

Berlin wächst vor allem durch Zuzug von Ausländer_innen. Bei den mit Personen deutscher Staatsangehörigkeit ist der Wanderungssaldo negativ: -5.400. Dem steht ein Zuzugsüberschuss bei den Ausländer_innen von 59.600 Personen gegenüber. In Berlin leben 598.300 Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit- 9,6 % mehr als im Vorjahr. Die Ausländer_innenquote lag Ende 2016 bei 16,7 % und damit 1,2 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert.

Der Wanderungsgewinn von 54.200 Personen in 2016 beruht in erster Linie auf jungen Erwachsenen im Alter von 18 bis 30 Jahren. Ihre Zahl stieg infolge von Wanderungen um 44.400 Personen an. Bei den über 59-Jährigen ist ein Wanderungsverlust von 1.600 Menschen zu verzeichnen.

In Brandenburg lebten Ende 2016 2.495.000 Menschen. Damit gewann das Land fast 10.000 Einwohner_innen (0,4 %) hinzu und ist damit das dritte Jahr in Folge gewachsen.

PM Amt für Statistik Berlin-Brandenburg
Berlin wächst und wird jünger
https://www.statistik-berlin-branden...8/18-01-11.pdf

Erneuter Bevölkerungsanstieg in Brandenburg
https://www.statistik-berlin-branden.../18-01-11a.pdf

RBB 24, 12.01.18
Amt für Statistik
Brandenburg wächst, Berlin auch - und wird immer jünger
https://www.rbb24.de/panorama/beitra...ndenburg-.html

Berliner Morgenpost, 12.1.2018
Mehr Babys, mehr Ausländer: Berlin wächst weiter
https://www.morgenpost.de/berlin/art...st-weiter.html
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Alt 14.01.18, 05:01   #1283
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Pendler_innen - Auswertung von Bewegungsprofilen von O2

Ergebnisse der Studie "So bewegt sich Deutschland" des Mobilfunkbetreibers Telefónica, der Mutter von O2:

https://next.telefonica.de/so-bewegt-sich-deutschland

Unter anderem:

businessinsider.de, 9.1.2017
Faszinierend und beängstigend: Diese Karte zeigt, was euer Smartphone über euch verrät
http://www.businessinsider.de/diese-...verraet-2018-1

Lokal damit ein wenig mehr gespielt:

RP Online, 12. Januar 2018
Auswertung von Bewegungsprofilen
Wann die Düsseldorfer in den Tag starten
http://www.rp-online.de/digitales/sm...-aid-1.7316635
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Alt 17.01.18, 20:04   #1284
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Noch mal nach Dresden geschaut: Niedrigstes Wanderungsplus seit 2

Dresden:
557.098 Einwohner_innen mit Hauptwohnsitz zum 31.12.2017
4.062 mehr als ein Jahr zuvor

ca. 34.200 Zuzüge
ca. 31.100 Wegzüge
3.100 Personen als Wanderungsplus - der niedrigste Wert seit dem Jahr 2004

vorläufige Zahl der Neugeborenen von Müttern, die ihren Hauptwohnsitz in Dresden haben: 6.341, rund 100 weniger als im Vorjahr
Zahl der Gestorbenen stieg um mehr als 150 auf 5.349.
Geburtenüberschuss 2017: knapp 1.000 (2016: rund 1.200, 2015: etwa 700)

Ausländer_innenanteil: 7,4 Prozent. 2016 waren es 6,7 Prozent.
bei Männern 8,5 Prozent und bei Frauen 6,3 Prozent.

Zum Stichtag 31. Dezember 2017 waren in den Erstaufnahme-Einrichtungen in Dresden 658 Personen mit ausländischer erster Staatsangehörigkeit gemeldet. 2016 waren dies 785 und 2015 noch 2 331 Personen.

http://www.dresden.de/de/rathaus/akt.../01/pm_031.php
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Alt 18.01.18, 01:00   #1285
LE Mon. hist.
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Neben der zunehmenden Abwanderung aus Leipzig, Dresden und anderen Großstädten in die Suburbia und unmittelbar benachbarte Klein- und Mittelstädte ist ein weiterer Grund für die abnehmenden Wanderungssaldi, dass sich die Bevölkerungsentwicklung in weiter entfernten Groß- und größeren Mittelstädten ändert. Ein Beispiel dafür ist Plauen:

PM vom 17.01.2018
http://www.plauen.de/de/rathaus/pres...tteilungen.php

Zitat:
Zahlen zum 31.12.2017: Mehr Einwohner als 2016

In den ersten Januarwochen wird traditionell zurückgeblickt – auch auf die Einwohner der Stadt Plauen. Wie hat sich die Bevölkerung zahlenmäßig entwickelt? Zum Stichtag 31. Dezember 2017 lebten 32.198 Männer und 33.610 Frauen in der Spitzenstadt. „Insgesamt wohnen derzeit 65.808 Einwohner in Plauen“, informiert Steffen Kretzschmar von der Statistikstelle des Rathauses über die Auswertung des Einwohnerregisters zum Bevölkerungsbestand (2016: 65.659). Im Detail sieht das so aus: Bei den Männern war die Gruppe der 54-Jährigen bis zum Stichtag mit 597 am größten, bei den Damen führten die 76-Jährigen 643.

Bei den Männern und Jungs gehörten 5.000 der Gruppe der Null- bis 17-Jährigen an, 12.217 den 18- bis 49-Jährigen und 14.981 Männer ab 50 zählte die Statistik. Die ältesten Männer waren zum Stichtag 98 Jahre.
Bei den Frauen hielten am 31. Dezember 2017 die 103-Jährigen den Ältestenrekord. 4.615 Mädchen und junge Damen waren zwischen Null und 17 Jahren, 10.582 Frauen zwischen 18 und 49 und 18.413 Damen ab 50 wurden gezählt.
Der Altersdurchschnitt der Bevölkerung insgesamt liegt bei 47,9 Jahren.

Auch die „Bevölkerungsbewegung“ wird genau nachvollzogen. Vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 sind 3.125 Personen nach Plauen gezogen sind und 2.389 Personen aus der Stadt weggezogen.
Mit 40 waren die 17-jährigen die Altersgruppe mit den meisten zugezogenen Personen.
521 kleine Spitzenstädter wurden angemeldet, die im genannten Zeitraum auf die Welt gekommen sind. Dem stehen die 1.014 Personen gegenüber, die 2017 verstorben sind.

„Nach dem jetzigen Daten- und Erkenntnisstand hat die Einwohnerzahl der Stadt Plauen im Jahr 2017 zugenommen. Trotz der Tatsache, dass nur halb so viele Kinder geboren wurden wie Einwohner verstarben, erhöhte sich die Zahl der Plauener, da mehr Menschen in die Stadt gezogen sind, wie die Stadt verlassen haben“, so Steffen Kretzschmar.

Jahr - Einwohner_innen - Entwicklung - Geburten - Sterbefälle - Saldo - Zuzüge - Wegzüge - Saldo - Gesamtsaldo

2017 - 65.808 - 194 - 521 - 1.014 - -493 - 3.125 - 2.389 - 736 - 243
2016 - 65.614 - -92 - 595 - 972 - -377 - 3.388 - 3.016 - 372 - 5
2015 - 65.706 - 1.177 - 509 - 947 - -438 - 4.220 - 2.517 - 1.703 - 1.265
2014 - 64.529 - 153 - 521 - 920 - -399 - 2.971 - 2.400 - 571 - 172
2013 - 64.376 - -210 - 478 - 898 - -420 - 2.770 - 2.368 - 402 - -18
2012 - 64.586 - -227 - 469 - 914 - -445 - 2.653 - 2.357 - 296 - -149
2011 - 64.813 - -326 - 494 - 952 - -458 - 2.684 - 2.554 - 130 - -328
2010 - 65.139 - -368 - 487 - 924 - -437 - 2.545 - 2.424 - 121 - -316
2009 - 65.507 - -537 - 510 - 987 - -477 - 2.438 - 2.444 - -6 - -483
2008 - 66.044 - -833 - 483 - 909 - -426 - 2.092 - 2.460 - -368 - -794
2007 - 66.877 - -922 - 528 - 921 - -393 - 1.972 - 2.392 - -420 - -813
2006 - 67.799 - -448 - 538 - 880 - -342 - 2.180 - 2.308 - -128 - -470
2005 - 68.247 - -582 - 497 - 951 - -454 - 2.237 - 2.288 - -51 - -505
2004 - 68.829 - ..... - 515 - 930 - -415 - 2.324 - 2.428 - -104 - -519

Zahlen der Statistikstelle Plauen

Geändert von LE Mon. hist. (18.01.18 um 01:21 Uhr)
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Alt 19.01.18, 09:40   #1286
Cowboy
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Diskussion aus dem ÖNV-Thread hierher kopiert:


Zitat:
Zitat von lguenth1
Ich habe mir nur mal die Frechheit erlaubt, aus restsächsischer Sicht mal daran zu erinnern, dass anderswo das Geld aus dem Landeshaushalt auch dringend benötigt würde. Nur mal so als kleiner Vorgeschmack auf die zu erwartenden Diskussionen. Ich glaube, es würde die Wähler mehr begeistern, wenn man etwa ein bisschen Geld in die Hand nehmen würde, damit auch außerhalb Leipzigs und Dresdens die Schüler von echten Lehrern und nicht von angelerneten Hiwis unterrichtet werden. Aber für eine Erweiterung der Lehrerausbildung an der TU Chemnitz gibt es solche locker-flockigen Zusagen vom Ministerpräsidenten nicht.
Citytunnel verhindert Lehrerausbildung! Könnte die Bild nicht besser schreiben.

Das sächsische Lehrerproblem ist ein Problem, das die Landesregierung wider besseres Wissen selbst zu verantworten hat. Nach deren jahrzehntelanger Verwertungslogik im Schulwesen musste alles so kommen wie es kam. Dass sie die Schülerzahlen falsch eingeschätzt hat, ist die eine Sache, aber zu glauben, dass mit mehr Arbeit und schlechterer Bezahlung als in anderen Bundesländern junge Lehrer zu gewinnen sind, ist in meinen Augen ein viel tiefgreifender Fehler. Zumal Sachsen auf der Beliebtheitsskala bei jungen Leuten auch nicht gerade an erster Stelle steht und das Lehrerproblem hierzulande aus eigener Kraft kaum zu stemmen ist.

Und nicht nur in Restsachsen ist die Situation inzwischen mehr als angespannt, sondern gerade auch hier in Leipzig, weil die Schülerzahl seit ein paar Jahren zwei- bis dreimal schneller wächst als die Einwohnerzahl. Allein letztes Jahr machte der Anstieg 4 Prozent aus (Quelle). So viele neue Lehrer kann man gar nicht einstellen wie die Schülerzahlen steigen. Am Robert-Schumann-Gymnasium, das meine Tochter besucht, vergehen kaum zwei Tage ohne Ausfallstunden.

Zwei von fünf Lehrern, die ich in Leipzig kenne, pendeln übrigens jeden Tag nach Sachsen-Anhalt, obwohl sie hier auch sofort eine Anstellung bekämen. Woran das wohl liegt? Und wozu mehr Geld für die Lehrerausbildung in die Hand nehmen, wenn die Zahl der Lehramtsstudenten in Sachsen überschaubar bleibt?
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Alt 19.01.18, 11:59   #1287
PhilippLE
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PhilippLE sitzt schon auf dem ersten Ast
Zitat:
Zitat von Cowboy Beitrag anzeigen
So viele neue Lehrer kann man gar nicht einstellen wie die Schülerzahlen steigen. Am Robert-Schumann-Gymnasium, das meine Tochter besucht, vergehen kaum zwei Tage ohne Ausfallstunden.
Für großstädtische Gymnasien sieht es am Lehrermarkt doch noch am rosigsten aus. Aus Sicht des Freistaats gibt es zumindest bei bestimmten Fächerkombinationen da sogar noch zu viele Lehrer. Zu Schuljahresbeginn haben deshalb etliche frisch ausgebildete Gymnasiallehrer Absagen von der Bildungsagentur bekommen. Ein paar Wochen später hat man ihnen dann immerhin die Perspektive eröffnet, an anderen Schultypen unterzukommen. Also letztlich nicht nur zu wenig, sondern auch völlig am Bedarf vorbei ausgebildet.

Was Investitionen in die Lehrerausbildung gibt: Die gibt es schon, das Bildungswissenschaftliche Zentrum hier in Leipzig steht z.B. gerade kurz vor der Fertigstellung.
http://www.lvz.de/Leipzig/Lokales/En...-Leipziger-Uni
Mit Blick auf den Planungsstart im Mai 2013 ist das allerdings ein schönes Beispiel dafür, dass Lehrerbildung langfristig (und vor allem längerfristig als bisher) geplant sein will.
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Alt 19.01.18, 12:52   #1288
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Zum Bedarf an Lehrer_innen und Schulen - ja, der ist aktuell groß, aber er dürfte nach allem, was wir derzeit wissen, nicht so hoch ausfallen wie momentan auch von OBM Jung immer wieder kolportiert wird: "35 zusätzliche Schulen braucht die Stadt in den nächsten zwölf Jahren."

31 zusätzliche zu den sowieso schon veranschlagten 40 "neuen" Schulen wären es laut Schulentwicklungsplanung - 17 Grundschulen, zehn Oberschulen und vier Gymnasien. Die Zahl von 31 neuen Schulen ist jedoch nur eine statistische Angabe – berechnet auf die Anzahl künftig benötigter Klassen. Ein Großteil wird über Neubauten sowie die Reaktivierung bestehender Gebäude abgedeckt, aber auch durch Erweiterungen an bestehenden Standorten mit Hilfe von vorgefertigten Bauteilen sowie „Nutzungsverdichtungen“.

LVZ, 3.5.2017
Schülerzahlen steigen bis 2030 dramatisch - Leipzig braucht 31 neue Schulen
http://www.lvz.de/Leipzig/Lokales/Sc...1-neue-Schulen

http://www.deutsches-architektur-for...857#post564857

Die Berechnungen zum Schulbedarf im "Schulentwicklungsplan der Stadt Leipzig - Fortschreibung 2017" beruhen auf der Hauptvariante der kommunalen Bevölkerungsvorausberechnung 2016.

https://www.leipzig.de/buergerservic...nitoring-5133/

Und die, so sieht es zumindest momentan aus, war zu optimistisch. So wurden für 2017 mit 7.400 Geburten gerechnet, tatsächlich waren es knapp unter 7.000. Auch 2018 und 2019 werden die angenommenen 7.600 und 7.800 Geburten sicherlich nicht erreicht, sondern vermutlich wieder um die 7.000 herum liegen. Außerdem ziehen Leipziger Eltern mit schulpflichtigen Kindern zunehmend wieder in die Suburbia, die z.T. noch freie Schulkapazitäten hat, und umliegende Klein- und Mittelstädte.

http://www.deutsches-architektur-for...526#post588526

Bevölkerungsbewegung - Geborene und Gestorbene: Lebendgeborene - Ortsteile:
http://statistik.leipzig.de/statdist...px?cat=3&rub=1

Wie gesagt, das heißt ganz und gar nicht, dass es kein Problem gibt. Nur sollten - ganz ähnlich wie beim Verkehr - die aktuellen Probleme schnell in Angriff genommen werden anstatt für 2030 zu planen, das sicherlich sowieso ganz anders wird als heute gedacht.

Zitat:
Zitat von Cowboy Beitrag anzeigen
... sondern gerade auch hier in Leipzig, weil die Schülerzahl seit ein paar Jahren zwei- bis dreimal schneller wächst als die Einwohnerzahl. Allein letztes Jahr machte der Anstieg 4 Prozent aus (Quelle). So viele neue Lehrer kann man gar nicht einstellen wie die Schülerzahlen steigen.
Quelle der Quelle:
Vorlage - VI-Ifo-05271
Information über aktuelle Schülerzahlen für kommunale Grundschulen, Oberschulen und Gymnasien, Belegungsstatistik kommunaler Horte im Schuljahr 2017/2018 sowie Anmeldezahlen an kommunalen Grundschulen für das Schuljahr 2018/2019
https://ratsinfo.leipzig.de/bi/vo020...OLFDNR=1008609

Geändert von LE Mon. hist. (19.01.18 um 13:48 Uhr)
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Alt 19.01.18, 15:06   #1289
Altbaufan_
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Der Freistaat verheimlicht meiner Meinung nach das konkrete Problem mit Lehrern (wieviele fehlen, wo, welche Fächer, welche Schulform).
Aus eigenem Umfeld und auch eigenen Überlegungen zum Lehrerberuf weiß ich, dass der Freistaat immer wieder sagt, in Leipzig gäbe es keinen Bedarf und Gymnasium haben Quereinsteiger gar keine Chance, egal wo im Land.

Wenn ich aber täglich Schüler von Gymnasien der Klasse 5-9 (geschätzt) schon 11 Uhr nach hause gehen sehe, scheint es sehr wohl einen Lehrermangel zu geben bzw. keine Reserven für Vertretung. Schule endet für diese Klassenstufen i.d.R. erst 13-14 Uhr.
Wenn ich dann noch höre, wie oft an Gym. Unterricht ausfällt, scheint man hier die Gym. von Seiteneinsteigern freihalten zu wollen,was völlig unlogisch ist, da in Mittelschulen und Grundschulen tlw. fast nur noch Seiteneinsteiger eingestellt werden.
Ein Bekannter, der gerade das Seitenensteiger-Programm macht, hat mir erst gesagt, dass auf 64 freie Stellen nur 9 Bewerbungen "echter" Lehrer kam, der Rest sind Leute ohne 2.Staatsexamen (Landkreis darf ich nicht nennen). Das zeigt doch, wie unattraktiv Sachsens Bedingungen sind.

Auch das undurchsichtige Besetzungsverfahren, wo man "blind" seine Bewerbung an die Bildungsagentur absendet und einfach in irgendeine Schule gesteckt wird, ist von vorgestern und nicht nachvollziehbar, dass Leute tlw. 100 km entfernt vom Wohnort eingesetzt werden, obwohl wohnortnah Bedarf herrscht. Das führt zu Frust und Abbruch von Seiteneinsteigerausbildungen, ja selbst bei Referendaren.

Allerdings sage ich auch ganz klar: Wer Lehrer nur wird, um zügig verbeamtet zu sein, ist in diesem Beruf falsch!
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Alt 20.01.18, 00:55   #1290
PhilippLE
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Zitat von Altbaufan_ Beitrag anzeigen
Allerdings sage ich auch ganz klar: Wer Lehrer nur wird, um zügig verbeamtet zu sein, ist in diesem Beruf falsch!
Mit dem Aus für den Kurzzeit-Kultusminister Haubitz scheint das Thema Verbeamtung schnell wieder in der Versenkung versinken. Wer in Sachsen Lehrer wird, muss schon ein arger Idealist sein - oder ihm fiel wirklich nichts anderes ein.

Zur Bildungsagentur: Die ist nach Eindrücken aus meinem Umfeld einer der besten Gründe dafür, dass es junge sächs. Lehrer an die freien Schulen zieht. Selbst noch in der aktuellen Situation, in der eigentlich jeder Lehrer mit Kusshand genommen werden müsste.
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