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Alt 25.02.18, 18:32   #16
Bau-Lcfr
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^ Wollen wir die städtebauliche Komponente nicht vergessen - Nachverdichtungen des Wohnens um ÖV-Haltestellen und der Arbeitsstätten um schienengebundene (mit mehr Kapazität) ÖV-Knoten. Keine Erhöhung der ÖV-Atraktivität bringt was, wenn die Leute weder am Netz wohnen noch arbeiten und für ein ÖV-Pendeln die vielfache Zeit brauchen.

Bei der ÖV-Attraktivität könnte man viel ohne Investtionen erreichen - mich ärgert etwa jeden Tag, dass ich mich selbst direkt unter einem riesengroßen Rauchverbot stellen kann, gleich kommt wer mit der Kippe. Sagt man was - wird man höchstens angepöbelt. Ich kenne Länder und Städte, wo sowas sehr rigoros gehandhabt wird - in Deutschland laufen zwar massenweise DB-Sicherheitsleute herum, aber die sagen nicht mal was in solchen Fällen.
In Dortmund hängt in allen U-Bahn-Stationen, dass das Rauchen dort 15 EUR kostet. In Niedersachsen gilt seit Jahresanfang ein Alkoholverbot im Nahverkehr, seit März kann es 40 EUR kosten. (Soweit ich weiß, ein Alkoholverbot wird bereits seit Jahren gefordert, die DB wehrte sich bisher dagegen - auch wenn Ähnliches bei der Konkurrenz wie Metronom bereits vor Jahren eingeführt wurde). Würde eine Kippe, Schuhe auf den Sitzen usw. 15-40 EUR kosten, wäre ein Dazulernen rasch.

Übrigens - als ich zuletzt in München war und aus dem Hotel in die Stadt wollte, habe ich auch dort das mit der Kippe auf dem theoretisch rauchfreien S-Bahn-Bahnsteig, gleich unter der Nase, erlebt. Ich vermute, die Zustände in Bayern und insbesondere München in den Zügen und Bahnhöfen sind kaum weniger chaotisch als woanders.

Zitat:
Zitat von Jai-C Beitrag anzeigen
... drastischer Rückbau von Parkplätzen in der Innenstadt ...
Viele Parkplätze und Parkhaus-Standorte könnte man mit anderen Nutzungen wie das Wohnen oder Büros bebauen. Erstbestes Beispiel - welch grandiose Lage 150 Meter vom Hauptbahnhof entfernt (aus einem Teil der Fläche könnte vielleicht ein kleiner begrünter Platz werden). Und anstelle dieses Dings in der Altstadt könnte man vielleicht sogar was Historisches rekonstruieren?
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Geändert von Bau-Lcfr (25.02.18 um 18:57 Uhr)
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Alt 26.02.18, 15:44   #17
Jai-C
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Zitat:
Zitat von Bau-Lcfr Beitrag anzeigen
Bei der ÖV-Attraktivität könnte man viel ohne Investtionen erreichen - mich ärgert etwa jeden Tag, dass ich mich selbst direkt unter einem riesengroßen Rauchverbot stellen kann, gleich kommt wer mit der Kippe. Sagt man was - wird man höchstens angepöbelt. Ich kenne Länder und Städte, wo sowas sehr rigoros gehandhabt wird
Bin voll deiner Meinung, das wird viel zu lax gehandhabt. Darum hält sich auch keiner dran. Im Prinzip müssten die Strafen nur ordentlich hochgesetzt werden - Verstöße wie Rauchen am Bahnsteig würde ich nicht mit lächerlichen 40 Euro ahnden, sondern eher mit 400 Euro. Die Sicherheitskräfte die das kontrollieren bezahlen sich dann selbst.

Zitat:
Zitat von Bau-Lcfr Beitrag anzeigen
Viele Parkplätze und Parkhaus-Standorte könnte man mit anderen Nutzungen wie das Wohnen oder Büros bebauen.
Parkplätze am Straßenrand können komplett in Radwege umgewandelt werden oder in breite Grünstreifen. Parkhäuser, sollten abgerissen werden. Tiefgaragen würde ich erhalten, allerdings müssen die Parkgebühren drastisch hochgesetzt werden - solange das Parken in der Innenstadt nicht deutlich teurer ist als für mehrere Personen Tickets für den ÖPNV zu kaufen, ist der Anreiz falsch gesetzt.


Kleines Beispiel:

Jemand fährt mit dem Auto in die Tiefgarage am Stachus, also in ein Parkhaus in sehr zentraler Innenstadtlage.
3h Parken kostet dort lächerliche 8 Euro - siehe http://www.contipark.de/de-DE/find-p...arage-stachus/

Wenn man dagegen zu zweit öffentlich in die Innenstadt fährt (Innenraum, 1 Zone) kostet eine Fahrt 2,90 Euro pro Person. Das macht also 11,60 Euro für eine Hin- und Rückfahrt. Wenn man aus dem Umland kommt (2 Zonen) kostet es das Doppelte, also 23,20 Euro!
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Alt 26.02.18, 16:43   #18
iconic
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Zitat:
Vertreter aus mehr als 30 Partnerinstitutionen und der EU-Kommission treffen sich diese Woche von heute, Montag, 26. Februar, bis Donnerstag, 1. März, in München zur Vollversammlung des EU-Projekts CIVITAS ECCENTRIC. In dem Projekt arbeitet die Landeshauptstadt zusammen mit Stockholm, Madrid, dem finnischen Turku und der bulgarischen Stadt Ruse an Lösungen für einen umweltfreundlichen städtischen Verkehr.
Quelle: https://ru.muenchen.de/2018/39/Europ...Muenchen-77095
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Alt 26.02.18, 18:05   #19
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Zitat:
Zitat Jai-C:
Verstöße wie Rauchen am Bahnsteig würde ich nicht mit lächerlichen 40 Euro ahnden, sondern eher mit 400 Euro.
Unbedingt. Es ist immer wieder erstaunlich mit welcher Ignoranz und Unverschämtheit manche Leute ihr asoziales Verhalten an den Tag legen. Härtere Strafen bedarf es dabei gerne auch bei Verstößen gegen das Tempolimit oder Zustellen von Fuß- und Radwegen.

Zitat:
Zitat Bau-Lcfr:
Und anstelle dieses Dings in der Altstadt könnte man vielleicht sogar was Historisches rekonstruieren?
Wird demnächst abgerissen und mit Wohnungen, Büros und Handel überbaut.
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Alt 26.02.18, 18:25   #20
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Zitat:
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Bin voll deiner Meinung, das wird viel zu lax gehandhabt. Darum hält sich auch keiner dran. Im Prinzip müssten die Strafen nur ordentlich hochgesetzt werden - Verstöße wie Rauchen am Bahnsteig würde ich nicht mit lächerlichen 40 Euro ahnden, sondern eher mit 400 Euro. Die Sicherheitskräfte die das kontrollieren bezahlen sich dann selbst.
Also Singapurer Verhältnisse? Rauchen am Bahnsteig wird dort umgerechnet ~ mit 300 - 3000 Euro Strafe belegt.

Schlau finde ich es dort, dass in Singapur generell nicht nur ein Rauchenverbotenschild hängt, sondern gleichzeitig die Höhe der Geldstrafe angebracht ist, die man bezahlen muss. Es kann sein, dass solch ein erzieherischer Effekt dann zusätzliche Sicherheitskräfte sogar unnötig macht.
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Alt 26.02.18, 19:12   #21
Jai-C
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^Absolut! Die Situation wie sie sich heute darstellt zeigt eines doch ganz eindeutig - es funktioniert so nicht! Wenn mir im schlimmsten Fall ein Bußgeld von 40 Euro droht, dann bin ich gerne bereit das "Risiko" einzugehen. Bei 400 Euro sieht das anders aus, die tun den meisten weh.
Bei Strafen für Falschparken ist es übrigens noch schlimmer. Das Bußgeld ist so niedrig - selbst wenn man oft erwischt wird, ist das immer noch günstiger als einen Parkschein zu ziehen.

@MiaSanMia: Das Zustellen von Radwegen ist eine Unart, die meines Erachtens eine ganz andere Qualität hat als Falschparken. Man stelle sich vor jemand würde sein Auto einfach quer auf der Straße abstellen - das würde schnell zu bürgerkriegsähnlichen Situationen führen. Wenn das jemand auf dem Radweg macht interessiert es dagegen praktisch niemanden.
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Alt 26.02.18, 21:18   #22
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kein Modellversuch für kostenlosen ÖPNV

Die fünf Modellstädte für den kostenlosen ÖPNV sind mittlerweile ausgewählt und München ist nicht dabei Es sind Bonn, Essen, Herrenberg (Baden-Württemberg), Reutlingen und Mannheim. Diese Städte haben bereits angekündigt, dass sie den kostenlosen ÖPNV lieber nicht ausprobieren wollen. Stattdessen wollen sie dem Bundesumweltministerium alternative Vorschläge unterbreiten, wie die Verkehrswende so eingeleitet werden kann, dass sich die Luftqualität verbessert.

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaf...-15468899.html
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Alt 26.02.18, 21:29   #23
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Können die Bürgermeister die Verkehrswende selbst einleiten?

Hier ein Kommentar des Mobilitätsforschers Stephan Rammler zur aktuellen Situation. Er argumentiert, dass es nicht damit getan ist, dass die Verbrennungsmotoren einfach durch Elektromotoren abgelöst werden. Vielmahr geht es um eine effizientere Nutzung innerstädtischer Räume, duch die Verringerung der Autos im Stadtgebiet. Vor allem müssten alle Alternativen zum Auto ausgebaut werden, z.B. nennt er auch die Digitalisierung des ÖV. Dadurch könne sich das Mobilitätsangebot verbessern und die innerstädtische Lebensqualität erhöhen. Die Kommunen sollten Maßnahmen umsetzen ohne auf die Bundesregierung zu warten.

http://www.zeit.de/mobilitaet/2018-0...omplettansicht
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Alt 26.02.18, 22:37   #24
MiaSanMia
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^

Der Artikel ließt sich ganz gut.

Eine schadstoff- und grundflächenabhängige Citymaut (Gewerbe ausgenommen?) würde ich auch stark befürworten. Ebenso die Vernetzung des ÖPNV. Die Verbesserung der DB- und MVG-App (Zuverlässigkeit, Schnelligkeit, Fehlerfreiheit) wäre hier schon einmal ein wichtiger erster Schritt.

Weniger angetan bin ich von der Euphorie bzgl. der schnellen Elektrifizierung der Busse, wie sie auch heute in der SZ bzw. von Vize OB Schmid gefordert wird.
Hier wird meiner Meinung nach schon ein wenig blinder Aktionismus gefordert. Wo der Wind da her weht ist klar: Die drohenden Fahrverbote, wie Schmid selbst zugibt. Warum dann halbwegs saubere Fahrzeuge austauschen und nicht die wahren Stinker aussperren (Uralt-Diesel, SUV)?
Zum einen stoßen die neuesten Busse der MVG-Flotte z.T. weniger schädliche Abgase aus als ein normaler PKW mit Euro 6 Norm, da nicht nur das komplette Paket der Abgasreinigung an Bord ist, sondern auch die Prüfzyklen / der rechtliche Rahmen bei NFZ deutlich strenger angesetzt sind / ist. Zum anderen ist auch ein Bus mit Akkumulator keineswegs eine Allheillösung, da Rohstoffprobleme (Kobalt und Lithium) bleiben, sowie die derzeit intensive Weiterentwicklung bei Elektroantrieben die Sinnhaftigkeit nach einem schnellen zwanghaften Austausch aller Busse fraglich erscheinen lässt. Letztlich würde dies auf die Ticketpreise aufgeschlagen werden.
Die MVG selbst nennt 20 Jahre als Ziel, ihre Busflotte vollständig zu elektrifizieren (dann u.U. mit Brennstoffzellentechnologie?). Angesichts der durchschnittlichen Einsatzzeit von 12 Jahren für einen MVG-Bus, ein vernünftiger Zeitrahmen wie ich finde.
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Alt 27.02.18, 12:51   #25
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Kommunen dürfen Fahrverbote verhängen

Nun ist es raus, das Bundesverwaltungsgericht erlaubt den Städten, selbst Fahrverbote zu verhängen. Man darf gespannt sein, welche Auswirkungen das auf München hat, da hier die Grenzwerte für Schadstoffe ja noch stärker überschritten werden als in Stuttgart.

http://www.sueddeutsche.de/auto/eil-...bote-1.3878154

Schade, dass es so weit kommen musste. Hätten wir die Mobilität in unseren Städten in den letzten Jahren rechtzeitig umstrukturiert, hätten wir uns das ersparen können.
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Alt 27.02.18, 13:14   #26
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+

- Alte Schadstoffschleudern theoretisch raus aus der Stadt
- Höherer Druck auf Politik / Kommunen, Maßnahmen zu ergreifen

-

- Fahrverbot trifft nur ältere Diesel --> i.d.R. ärmere Menschen betroffen
- SUV, die Euro 6 erfüllen, absolut aber mehr ausstoßen als ein kleines Euro 4 oder Euro 5 Fahrzeug, bleiben unberücksichtigt
- Kontrollierbarkeit und damit Wirksamkeit fraglich

Zitat:
Hätten wir die Mobilität in unseren Städten in den letzten Jahren rechtzeitig umstrukturiert
Mitunter liegt die Verantwortung für diesen Schlamassel auch bei den Herstellern, die offensichtlich zu kurzfristig agieren und sich bisher größtenteils weigerten im PKW-Bereich die technologisch bereits völlig ausgereifte und schadstoffminimierende Abgasreinigungstechnik einzusetzen (SCR-Kat, Partikelfilter für Benziner, Abgasrückführung etc.). Zugegeben, der durchschnittliche Kunde hatte bisher auch einfach keine Lust sich dafür zu interessieren und zu bezahlen. Eine Ausrede für ein solch mangelndes Angebot soll dies nichts sein, denn im Interesse Aller hätten die Impulse schon von den OEMs kommen müssen.

Hier ein Beitrag des BR zur Schadstoffproblematik:

https://www.br.de/mediathek/video/un...6c44001888b3e8
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Alt 27.02.18, 13:20   #27
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Zitat:
Zitat von MiaSanMia Beitrag anzeigen
Weniger angetan bin ich von der Euphorie bzgl. der schnellen Elektrifizierung der Busse, wie sie auch heute in der SZ bzw. von Vize OB Schmid gefordert wird.
Hier wird meiner Meinung nach schon ein wenig blinder Aktionismus gefordert.
Als Ziel finde ich es vernünftig und wenn es sinnvolle Angebote für elektrifizierte Busse gibt, sollte man den Weg auch gehen und es nicht künstlich auf die lange Bank schieben. Aber gibt es bereits gute Angebote auf dem Markt? Beim PKW-Bereich kommen sie doch jetzt erst bzw. in den nächsten 2-3 Jahren. Warum sollte es bei Bussen schon besser aussehen?
Einen blinden, teuern Aktionismus muss man hier nicht betreiben.
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Alt 27.02.18, 13:22   #28
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^^ Der unter #23 verlinkte Zeit-Artikel erwähnt schon wieder die ach-ach so angeblich wichtige Autoindustrie. Was bei solchen Gelegenheiten stets verschwiegen wird - Hersteller der Züge, Straßenbahnen und Busse gibt es in Deutschland auch. So sollte man endlich von der Vekehrsplanung als Auftragsbeschaffungsmassnahme wegkommen.

Im Artikel stören mich die kommunalen Fahrzeugflotten - PKWs auf den Großstädte-Straßen verschwenden genauso viel Platz ob sie im kommunalen oder privaten Besitz sind. Bahnen und Busse nutzen die knappe Fläche besser.
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Alt 27.02.18, 13:41   #29
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Zitat:
Zitat LugPaj:
Aber gibt es bereits gute Angebote auf dem Markt?
Das ist genau der Punkt.

Die Motoren in modernen Bussen und LKW sind die saubersten Verbrenner, die auf Deutschlands Straßen unterwegs sind.
Gleichzeitig ist die Anschaffung eines E-Busses - wie im SZ-Artikel kurz erwähnt - deutlich aufwendiger und komplexer als die Anschaffung eines E-Autos. Für jede Stadt braucht es quasi eine eigene Auslegung und Abstimmung. Streckenprofile, Einsatzzeiten, Umwelteinflüsse müssen detailliert berücksichtigt werden. Nicht umsonst muss die MVG jahrelange Erprobungsphasen verschiedener Busse unternehmen, solange bis der Bus speziell für den Münchner ÖPNV angepasst ist.
Die Anschaffungskosten liegen z.T. um 100% über denen eines konventionell angetriebenen Busses. Das finanziert letztlich der Fahrgast.

Die Politik will die eigene Wählerschaft nicht vergraulen, daher soll nun erstmal die MVG möglichst schnell umstellen. Dann könnte man ja Maßnahmen vorzeigen... Nur, dass der Effekt im Vergleich zu Maßnahmen, die das Auto betreffen, minimal ist, die Kosten explodieren, Qualität und Zuverlässigkeit unter dieser Eile leiden, interessiert dabei nicht.

Die Stadt soll bitte erstmal ihren eigenen Fuhrpark (Kehrmaschinen, Transporter, Dienstwagen) umstellen und endlich den U- und Trambahnausbau vorwärtsbringen.
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Alt 27.02.18, 13:46   #30
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Wie gesagt, hätte die Stadt in den letzten Jahren den Stadtverkehr Schritt für Schritt umstrukturiert - weg vom (u.a. privatgenutzten) Auto hin zu anderen Mobilitätsangeboten - hätten sich nicht nur diese Fahrverbote vermeiden lassen, sondern es wäre letztlich auch wurscht, ob und wann die Autoindustrie entsprechende Abgasreinigungstechniken einbaut. Ich hoffe aber, dass das Urteil ein Weckruf ist für die Stadt, endlich selbst die Initiative zu ergreifen und aktiv die urbane Mobilität der Zukunft zu gestalten.
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