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Alt 28.11.07, 17:56   #106
DiggerD21
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Germanwings fliegt mittlerweile auch viele Ziele von Hamburg an.
Allerdings ist mit "Touriflughafen" wohl eher der hohe Anteil an Charterflügen in die Urlaubsgegenden gemeint.
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Alt 28.11.07, 18:16   #107
An-Di
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@pflo777
"aber ich denke, das die konkurrenz SH-HH der zentrale Knackpunkt ist"
Ja, denke ich auch. Schon die Art wie das aktuelle Gutachten entstanden ist...

@johnsopb
"1: den Flughafen in bester Citylage zu betreiben ist Wirtschaftlich auf Dauer nicht wirklich sinnvoll"
Andere Städte machen es aber. Ein zweiter Flughafen/eine Landebahn außerhalb der Stadt wäre aber in der Tat eine Option.
Wie ist die momentane Auslastung der RWY in Finkenwerder, so nebenbei? Für die (ehemalige) Olympiastadt Hamburg war diese sogar als Backup-Airport vorgesehen. Ja, ja, ich weiss schon. Die Bauern lecken schon das Blut

"1: HH braucht Wohnraum"
Kann nicht stimmen. In Hamburg leben auf einer Fläche von 755qkm nur 1,76 Mio Leute was weltweit rekordverdächtig ist.

"3: Deutschland hat andere (hoehere) Standards als England was Sicherheit ..."
Ich habe mit London ganz andere Erfahrungen gemacht, und trotz der Tatsache an den Flughäfen "zu Hause" zu sein, fühle ich mich dort oft schlicht und einfach schikaniert zu sein.

"4: auf welchem Level du am Flughafen gearbeitet hast?"
Als Ing. im Bereich Airport-Design.

"5: wenn man der 4t reichsten Wirtschaftregion der EU..."
Hmmmm, da lege ich im "Bashing" noch nach
Warum kann sich so eine reiche Stadt wie Hamburg nicht leisten im Sinne des Umweltschutzes die Ticketpreise (HVV) zu senken, statt sie in immer kürzeren Zeitabständen zu erhöhen?
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Alt 28.11.07, 18:22   #108
DiggerD21
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Weil die reiche Stadt Hamburg, oder besser gesagt, der HVV möglichst wirtschaftlich arbeiten will (und dadurch auch der am ehesten kostendeckende Verkehrsverbund - mit rund 80% Kostendeckung - in Deutschland ist.).

Von der Stadtfläche musst du die Hafenflächen, die Landwirtschaftsflächen und die Naturschutzgebiete abziehen, um eine mehr oder weniger tatsächliche Siedlungsdichte zu erhalten. Ehrlich gesagt, möchte ich die Vierlande nicht voller Neu-Allermöhes haben.

Der Stadtstaat Hamburg ist übrigens hoch genug verschuldet. Die Bürger Hamburgs sind im Durchschnitt reich. Ein kleiner aber gewichtiger Unterschied.
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Alt 28.11.07, 18:52   #109
johnsopb
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@AN-DI:
Ich fliege viel beruflich ueber Heathrow und privat ueber Stansted, mit dem Standard eines Deutschen Flughafens, sei es Frankfurt, Hamburg oder Muenchen kann das meiner Meinung nach nicht mithalten, aber das ist wahrscheinlich ein anderes und langes Thema...

Wohnraum: du vergisst das Hamburg ein Stadtstaat ist, sonst wuerden die ganzen Brachen im Sueden weit ausserhalb der Stadt garnicht in die Statistik eingehen, was bringen die Felder im Sueden oder die wirtschaftlich wichtigen Hafenanlagen an der Elbe wenn die Menschen im Norden der Elbe wohnen. Von den 20 am dichtesten besiedelten Bezirken Deutschlands liegen 10 in HH, darunter an Platz 1 Hoheluft, Fuhlsbuettel liegt eben in diesem Norden, dadurch der Hohe Wert des Grundstuecks....

Was den HVV angeht: Digger bringts auf den Punkt, Vermoegen ist da, aber die Stadt hat Hohe Schulden und will diese eben unter Kontrolle bringen, diese Politik wird ja auch befuerwortet und wurde gewaehlt.
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Alt 28.11.07, 18:59   #110
johnsopb
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PS: wenn du Airport Design gemacht hast, kannst du mir sagen, warum man an soeine Werksbahn nicht einfach ein Airportzelt stellen kann wie es Ryanair ueberall bei den alten Militaerflughaefen macht ? Dann koennte man doch easy ein paar millionen Billigfliegerpassagiere ueber Finkenwerder lotsen ?? Luebeck hat glaub ich 1.5mio Passagiere im Jahr und da faehrt man auch ueber son Waldweg irgendwo ins nichts, also kann es doch die Anbindung nicht sein....
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Alt 28.11.07, 19:06   #111
An-Di
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@DiggerD21

"johnsopb" schrieb aber von der "reichsten Wirtschaftregion" und nicht von paar reichen Hamburgern, die irgendwelche Statistiken verzehren.
Wenn aber die HVV primär der Wirtschaft und nicht den Hamburgern dient, dann sollen sie statt "Hamburger Verkehrsverbund" "Verkehrsverbund in Hamburg" vielleicht heissen.
Wirtschaft wichtiger als Umweltschutz - oder anders gefragt - Reichtum einer Minderheit wichtiger als die Umwelt? Das ist doch das Resultat dieser Logik, oder?

"Von der Stadtfläche musst du ... ... abziehen, "
Das wird in anderen Städten auch gemacht, und trotzdem ist die Bevölkerungsdichte in Hamburg verhältnismässig niedrig.

"Ehrlich gesagt, möchte ich die Vierlande nicht voller Neu-Allermöhes haben."
Auf dem Ex-Flughafen-Gebiet aber schon?

BTW ... es wird auch oft behauptet, Hamburg bräuchte keine Wolkenkratzer weil es nicht unter Platzmangel leidet...
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Alt 28.11.07, 19:15   #112
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@johnsopb

Why not? Und mit paar Millionen mehr läßt sich sowas sogar als ein Luxus-Airport verkaufen Ich bin mir sicher, man macht sich schon heute darüber Gedanken, und sollte im Zuge der Entwicklung Airbus mehr und mehr Richtung Osten schauen, dann wird man solche Gedanken nicht mehr nur als Spinnerei bezeichnen.
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Alt 28.11.07, 19:20   #113
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Es geht nicht darum, dass der HVV primär der Wirtschaft dient. Es geht darum, das der HVV ohne Steuersubventionen auskommt. Dank gewisser Ticketmodelle wie die Profi-Card können die Ticketkosten auch teilweise auf die unternehmen abgewälzt werden, sofern sie diese Karte ihren Mitarbeitern anbieten. Am liebsten wäre mir ein HVV, der neue U- und S-Bahn-Strecken ganz ohne Subventionen bauen kann. Gibt ja genug Stadtteile, die nicht gut angebunden sind, andererseits aber auch zu zersiedelt sind, als dass es sich aus wirtschaftlicher Sicht lohnt, sie bahntechnisch anzubinden.

Der Flughafen Fuhlsbüttel ist übrigens zu großen Teilen zentraler gelegen als die Vierlande, was eine Nutzung als Wohngebiet attraktiver macht.
Außerdem sollte man nicht in Kleinstaaterei verfallen und den Flughafen auf Teufel komm raus auf hamburgischem Gebiet behalten. Der neue Flughafen auf SH-Gebiet kann ja zu gleichen Teilen dem Stadtstaat Hamburg und dem Flächenstaat SH gehören.
Man könnte natürlich auch den neuen Flughafen in den Vierlanden bauen, wenn er denn unbedingt auf Hamburger Boden stehen soll.
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Alt 28.11.07, 21:37   #114
johnsopb
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bei 4t reichster wirtschaftsregion Beziehe ich mich auf das BIP der zusammengehoerigen Wirtschaftsregionen nach Definition der EU (NUTS3) pro Kopf, sowie auf das hoechste Verfuegbare Einkommen pro Einwohner (VEK) nach offizieller Statistik des Statischtischen Bundesamtes. Das hilft dem Senat nur nicht viel, wenn Steuern grossenteils an den Bund fliessen und Schuldenabbau nur ungern ueber die Veraeusserung von Eigentum der Stadt stattfinden soll.... ob der HVV teuer ist kann ich nicht beurteilen, aber wenn er gerade Kostendeckend arbeitet kann es ja so schlimm nicht sein.

Deine Argumentation bezgl. der Bevoelkerungsdichte entspricht schlicht nicht den Tatsachen, noerdlich der Elbe gibt es soweit ich weiss keinen Bezirk der weniger als 10 000 Einwohner/qkm hat (Hoheluft 18k, Eimsbuettel 16k, Pauli 13k etc pp), inwiefern reden wir da aneinander vorbei ??
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Alt 28.11.07, 22:54   #115
An-Di
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Zitat von DiggerD21 Beitrag anzeigen
Es geht darum, das der HVV ohne Steuersubventionen auskommt.
Warum sollte es mich interessieren was in Hamburg subventioniert wird und was nicht? Ich will nur schnell, umweltfreundlich und günstig in die City und es gibt doch tausende Artikel des täglichen Lebens wo Subventionen eine Rolle Spielen, was ich weder überblicken noch beurteilen kann. Wenn überhaupt, dann achte ich auf die Umweltverträglichkeit des von mir gekauften Produktes, oder ich darf mich ärgern, wenn z.B. in den Neu-EU-Staaten wie Polen, Sport- und Unterhaltungsstätten auch aus westlichen Steuermitteln direkt oder indirekt subventioniert werden. Weil auf der anderen Seite aber Hamburg so "arm" ist, nehme ich es auch bei gekauften Event-Tickets in Kauf, dass die hamburger Colorline-Arena zu über 90% privatfinanziert wurde.

Welche Aussage wäre denn unserem 1. Bürgermeister lieber?
1. Ich nehme heute mein Auto weil die U-Bahn subventioniert wird.
2. Ich nehme heute die U-Bahn weil diese nicht subventioniert wird.
Ist doch Quatsch.


@johnsobp

Egal wie und was man rechnet, Hamburg ist eine der reichten Städte Europas.

Nochmals.
Wenn sich Preissenkungen bei den öffentlichen Verkersbetrieben ein armes China leisten kann, warum findet man in Hamburg immer nur Ausreden, dass es hier nicht gehen darf.

"Deine Argumentation bezgl. der Bevoelkerungsdichte entspricht schlicht nicht den Tatsachen"

Warum? Sind 1.76 Mio auf 755qkm falsch? Ist doch Tatsache.
Andere Städte müssen da mit viel weniger Fläche auskommen, trotz ebenfalls komplizierter Topografie.
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Alt 28.11.07, 23:07   #116
DiggerD21
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Zurück zum Flughafen: Eigentlich müsstest du doch für eine Verlagerung des Flughafens aus der Stadt heraus sein. Denn Lärmschutz ist ein Aspekt des Umweltschutzes. Diesbezüglich hatte ich auch letztens einen Bericht gesehen, dass Lärm (besonders in der Nacht) einen hohen Blutdruck verursacht, und dieser auf Dauer das herzinfarktrisiko erheblich steigert. (Es ging um den Nachtfluglärm am Köln-Bonner Flughafen und einer erhöhten Zahl von Herzinfarkten in desen Einflugschneisen).
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Alt 28.11.07, 23:39   #117
johnsopb
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Zitat:
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Warum? Sind 1.76 Mio auf 755qkm falsch? Ist doch Tatsache.
Andere Städte müssen da mit viel weniger Fläche auskommen, trotz ebenfalls komplizierter Topografie.
1.76 Mio auf 755qkm sind nicht falsch, aber Aussagelos, da die Metropolregion im Norden konzentriert ist... von den 4.3 in der Metropolregion leben halt ueber 3 noerdlich der Elbe und dass in deutlich hoeherer Dichte. Genau deshalb macht ein Flughafen im Sueden von HH auch keinen Sinn, da es die durchschnittliche anreise im Vergleich zu KK verlaengern wuerde. Warum denkst du ist die Ubahn komplett im Norden und erschliesst Teile von Schlesweig Holstein ? Die Stadt entlang der Staatsgrenzen zu analysieren macht Infrastrukturpolitisch keinen Sinn.
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Alt 29.11.07, 09:24   #118
Midas
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Zitat:
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Warum denkst du ist die Ubahn komplett im Norden und erschliesst Teile von Schlesweig Holstein ? Die Stadt entlang der Staatsgrenzen zu analysieren macht Infrastrukturpolitisch keinen Sinn.
Vorsicht: Ausgerechnet die U-Bahn ist ein ganz schlechtes Beispiel. Ihr Kernnetz wurde zu Zeiten der Kleinstaaterei gebaut - deutlich vor dem Groß-Hamburg-Gesetz von 1937. Die Trassierung der U-Bahn in Hamburg richtet sich oft völlig irrational nach (damaligen) Hamurger Stadt- und Staatsgrenzen und nicht nach den tatsächlichen Notwendigkeiten und Gegebenheiten (der damaligen Zeit).
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Alt 29.11.07, 11:37   #119
johnsopb
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@ Midas:

guter Punkt ! aber das heutige Ubahn Netz reicht ja weit ueber die Grenzen Hamburgs die vor dem GrossHamburg Gesetzt bestand hatten hinaus, i.e. der Ausbau war bisher auf den Bevoelkerungsdichten Norden ausgerichtet, somit sehe ich mein Argument nicht voellig entkraeftet.
Zurück zum Thema. Alle weiteren Beiträge in diese Richtung werden gelöscht. Danke! Samuel
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Alt 29.11.07, 13:29   #120
Midas
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Generell mal zurück zum „geplanten“ Großflughafen Kaltenkirchen: Ich glaube nach wie vor, dass es sich dabei um ein Phantomprojekt handelt, das nur jetzt mal wieder in den Medien auftaucht weil irgendein Institut aus Schleswig-Holstein eine fragwürdige Studie aus dem Ärmel zieht. Nebenbei eine Studie deren Aussagen bei der Flughafengeschäftsführung nur Achselzucken hervorrufen. Allgemein spricht eine ganze Reihe sachlicher Gründe nicht grade für das Projekt:

Wie ich oben schon gesagt habe: Ein Flughafenneubau lohnt sich nur für einen Hub. Dieser Zug ist jedoch vor über einem Jahrzehnt abgefahren. Einfach nur einen „leicht größeren“ Flughafen komplett neu zu bauen ist wirtschaftlich überhaupt nicht tragbar und politisch so gut wie nicht durchsetzbar – insbesondere vor dem Hintergrund, dass der Hamburger Flughafen recht modern ist und dass für Lufthansawerft und Airbus in jedem falle zwei Start- und Landebahnen an den bestehenden Orten bleiben müssten.

Der Flughafen Hamburg hat auf absehbare ausreichend Kapazität – auch mit gekreuzten Landebahnen. Ein Grossteil des Wachstums entstand im Bereich der Billig- und Tourismusflieger, wo Start und Landezeiten zeitlich eher flexibel sind als bei Business und Intercontinentalflügen. Grade im Bereich Tourismus könnte viel Kapazität geschaffen werden, ohne einen einzigen Slot mehr zu verbrauchen. Solange sich der Verkehr auf die gängigen Destinationen verteilt, werden bei Wachstum eher entsprechend größere Maschinen fliegen, als mehr Maschinen. Das ist grade in Hamburg ohne weiteres möglich, wo im Ferienflugbereich bislang so gut wie keine Widebodys eingesetzt werden. Das Gros des Aufkommens tragen heute Maschinen um die 160 Sitzplätze, also die gängigen 737er und 320er.

Im Gegensatz zu „früher“ können Staatscarrier auch weniger gezwungen werden einen bestimmten Flugplatz zu nutzen. (Lufthansa hat nicht zuletzt auf politischen Druck hin München stark ausgebaut.) Heute herrschen freiere Bedingungen. Sollte der Hamburg Airport von seiner Kapazität her in die Nähe seiner Grenzen kommen, werden simple Marktmechanismen greifen, zum Beispiel in der Preisgestaltung. Warum sollten Schleswig-Holsteiner Urlauber nicht von Lübeck nach Mallorca fliegen? Und Schweriner Reisende von Rostock-Laage? Für das südliche Umland sind Bremen und Hannover im Ferienflug-Sektor jetzt schon echte Alternativen. In der Metropolregion ist ausreichend „Luft“ in den Kapazitäten – auch ohne einen neuen Airport. Man braucht sich doch bloß das Ryanair Streckennetz ansehen um zu begreifen, wie sich der Markt geändert hat in den vergangenen Jahren: Beauvais? Skävsta? Hahn? Vor einem Jahrzehnt völlig unbekannt.

Ich kann ja verstehen, dass einige von einem Großflughafen Hamburg träumen, von dem aus fast jedes Ziel der Welt erreichbar ist. Schade finde ich, dass sich für Luftschlösser immer so viel Engagement findet, während die für Hamburg teilweise wirklich dringenden Entwicklungen weniger Echo hervorrufen: Wo ist unser täglicher Fernost-Flug? Wo ist der Business-Low Fares-Carrier? Wo ist unsere Verbindung in die USA „abseits der Küste“? (Chicago, Atanta, etc) Was ist aus unserem ehemaligen Flug nach Südafrika gewoden?
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