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Alt 28.09.11, 07:53   #31
Xalinai
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Die Kaiserleibrücke ist eine Autobahnbrücke und somit außerhalb der Entscheidungen beider Städte. Da wäre die HSVV wohl der richtige Ansprechpartner.

Für den nicht-motorisierten Verkehr bietet sich meiner Meinung nach ohnehin eher die Mainquerung über den Schleusensteg an.

So lange es für Unternehmen wirtschaftlicher ist, ihre Gebäude leer stehen zu lassen als sie aufwändig aktuellen Anforderungen anzupassen und zu vermieten, wird sich hier wohl nichts ändern. Die alten KWU-Gebäude sind auf die Nutzung durch einen einzigen Betrieb ausgelegt, eine Unterteilung würde den Nachzug von gut 30 Jahren Baurecht und Brandschutz auslösen - da wartet man halt auch ab, ob jemand das Grundstück haben will und den Abriss bezahlt.
Da ein Neubau aber maximal 6-8 Stockwerke hoch sein darf, ist das Interesse extrem begrenzt.
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Alt 28.09.11, 14:34   #32
Reetdachfan
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Reetdachfan befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Kaiserlei

Auch unsere Firma zieht jetzt nach 15 Jahren aus dem Gebiet fort, da das Umfeld völlig verödet und abends auch gefährlich ist. Das Bordell mittendrin hat sicherlich auch nicht geholfen. Die Bürohäuser sind hoffnungslos veraltet. Kunden kann man schon länger nicht mehr einladen.
Ich bin sehr gespannt, was aus den riesigen, leerstehenden Baukörpern wie dem Deutschen Wetterdienst einmal wird
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Alt 28.09.11, 15:28   #33
Golden Age
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@Xalinai: Den Praktiker Markt habe ich auch gesehen und war überrascht, dass man sich in der Lage noch behaupten konnte. Da man aber scheinbar wenig in die Instandhaltung oder Modernisierung des Marktes zu investieren scheint, ist auch hier eine Schließung wohl in der Tat nur noch Formsache.

Es war mir neu, dass sich nun zu allem Überfluss auch noch ein Bordell niedergelassen hat. Das ist wohl kaum das Umfeld in dem Firmen wie Siemens Power Generation, die Sparkassen-Informatik, Kumho-Tyres, Hyundai oder das Best Western Macrander Hotel operieren möchten.

Alleine der Internet Auftritt der Stadt Offenbach zum Kaiserlei ist schon eine bodenlose Frechheit. Nichtssagende Bilder und platte Belanglosigkeiten. Es wird höchste Zeit, dass man eine Standortinitiative wie beim Mertonviertel startet, die nicht nur eine gut gemachte Webseite mit einer Übersicht der einzelnen Objekten besitzt, sondern auch bei der Expo Real mit einer eigenen Vertretung angesprochen werden kann.

Geändert von Golden Age (28.09.11 um 16:07 Uhr)
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Alt 29.09.11, 07:36   #34
Wahnfried
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Also, das Bordell dürfte auch geschlossen haben. Jedenfalls sah es so aus als ich letztes mal daran vorbei kam, ist allerdings schon etwas her.
Es stimmt da sind einige Bürogebäude die leer stehen, entlang der Kaiserlei-Straße. Wetterdienst, und die Bürogebäude um das Golden Tulip Hotel, welches auch geschlossen ist.
In das einigermaßen ansprechende Bürohaus in dem zuvor Honeywell gewesen ist, hat sich jetzt eine Sicherheitsfirma eingemietet.
Allerdings gibt es auch einige Highlights. Siemens, Areva, Honeywell (welches jetzt im Alpha-Haus residiert), Hyundai und McDonalds (welche ihre Süd-(West?)-Deutschland-Zentrale gegenüber dem Praktiker hat.
Im Prinzip würde es sich anbieten die Gebäude um das Golden Tulip abzureisen und mit hochwertigen Wohnung wiederaufzubauen. Die Lage wäre exzellent. Direkt am Main, zwischen Frankfurt und Offenbach. Jedoch gibt es da die Lärmempfindlichkeit vieler Deutscher, die sowas wohl verhindert. Gegenüber befindet sich der Osthafen und in der Luft die Einflugschneiße des Flughafens. Trotzdem wohnen in der Ecke auch Menschen und mit Lärmdämmung würde meiner Meinung nach nichts gegen Wohnbebauung sprechen.
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Alt 29.09.11, 08:46   #35
Xalinai
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Es geht bei der Diskussion um die Einflugschneise nicht um individuelle Empfindlichkeit, sondern und ein gesetzliches Bauverbot für Wohnungen. In Bereichen in denen anerkannt gesundheitsschädliche Lautstärken herrschen, dürfen keine neuen Wohnungen gebaut werden.

Das gesamte Gebiet südlich der Strahlenberger Straße sollte gemischte Wohn-/Büronutzung erhalten und der Bereich östlich der Autobahn bis zur bestehenden Bebauung sollte durch 4-stöckige "Stadtvillen" aufgefüllt werden.

Ich muß den Prospekt doch mal scannen - A1, wird lustig das zu stitchen.

(Bei einem Frankfurter Staddtteil hätte man vermutlich gewartet, bis alles gebaut und verkauft war, bevor man mit der Nordwestbahn rausgerückt wäre.)
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Alt 02.10.11, 08:00   #36
Wahnfried
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Das mit anerkannt gesundheitsschädliche Lautstärken, halte ich für ein Mythos, bzw eine Überempfindlichkeit einiger klagefreudiger Flughafengegner, welche dazu geführt hat das solch ein Gesetz generiert wurde.
Ich habe lange im Kaiserlei Gebiet gearbeitet (Bürojob). Störenden Lärm von Flugzeugen, oder vom Hafen ist mir nie aufgefallen. Ich habe in Frankfurt Innenstadt gewohnt und da war die Lärmbelästigung durch Fahrzeugverkehr, Baustellen, Reinigungsdienst, Müllabfuhr und betrunkene,- Drogenabhängige Passanten schon ziemlich stark.
Aber, auch hier hilft es die Fenster zu schließen und dafür die Klima-Anlage laufen zu lassen.
Ich bin mir sicher, dass das Kaiserlei Gebiet genügend Leute anziehen würde, die da Wohnen wollen.
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Alt 02.10.11, 10:13   #37
Xalinai
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Mag ja sein, dass es früher im Kaiserleigebiet keinen Fluglärm gab. Ich wohne hier seit 1985 und stelle fest: Inzwischen gibt es ihn. Ab dem 21.10.2011 auch noch deutlich mehr, da der Anflug auf die neue Nordwestbahn des Flughafens in Zukunft über das Kaiserleigebiet führt.

Da die entsprechende Gesetzgebung auf den Fall eines expandierenden Flughafens nicht ausgelegt ist, sondern eigentlich verhindern sollte, dass Städte in Richtung auf einen Flughafen wachsen und danach Ansprüche stellen, ist die regelung darin auch ziemlich eng auszulegen.

Der Ansatz Fenster zu und Klima an mag für Dubai ein vernünftiges Verfahren sein. Wenn mir Fraport sowohl den Umbau als auch die Betriebskosten für die Dauer des Betriebs der Landebahn mit aktueller Flugzeugtechnik bezahlt können wir drüber reden.

Ich stelle hier aktuell einen Wertverlust von Wohnimmobilien in der Größenordnung von 20% für ältere und >30% für Gebäude aus den letzten 10 Jahren fest (Baujahr 1972 frisch inzwischen unter 1200€/m² bzw. von 4000€/m² auf unter 3000€/m²) .

Die Lärmentwicklung vom Hafen ist für das Kaiserleigebiet nicht relevant aber für die Hafeninsel, die als neues Wohngebiet deutlich näher an die Frankfurter Hafengebiete heranrückt.
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Alt 02.10.11, 13:19   #38
Fettucine
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Fettucine wird schon bald berühmt werdenFettucine wird schon bald berühmt werden
Revolution!

Ich finde es eine Idiotie dass der Flugvehrkehr über Kaiserlei überhaupt geht. Da macht Frankfurt ihr eigenes Entwicklungspotential kaputt und das auch gleichzeitig für Offenbach. Ich verstehe nicht warum die Flugzeuge nicht anders fliegen können als gerade zwischen zwei Grossstädte die mit einander eng gewachsen sind. Die müssen doch nicht quer durch die Stadt(e). Das ist für mich totaler Unsinn. Das ist für mich Bananenrepublikplanung...

Das Frankfurt und Offenbach noch zwei verschiedene Städte sind finde ich sehr komisch. Sorry wenn sich jemand verletzt fühlt wegen meiner Andeutung einer Anschliessung der beiden Städte, aber ich selbst komme aus Skandinavien und sehe das ganze aus einer anderen Perspektive.

Daher sage ich - Ausbau von Kaiserlei (inkl. Wohnungen), umrouten der Flugzeuge durch gebiete wo weniger leute Wohnen und Bildung von einer Stadt zwischen Frankfurt/Offenbach!
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Alt 02.10.11, 14:50   #39
BEKU
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Warum nicht gleich noch Pest und Cholera?

Und wohin willst du die Flugzeuge denn umrouten? Hast du das Rhein-Main-Gebiet schon mal von oben gesehen? Wo ist denn die Gegend, wo weniger Leute wohnen? Und selbst wenn es sowas gibt, meinst du vielleicht, die würden ohne Theater und vor allem Offenbach zuliebe den Fluglärm auf sich nehmen?
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Alt 02.10.11, 16:53   #40
schumpeter
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schumpeter befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Kaiserlei

Was ist denn die besondere skandinavische Sichtweise?

Die Metropolregion Rhein-Main, obwohl geographisch sehr klein, hat etwa 5,5 Mio Einwohner, damit etwa so viel wie Dänemark oder Finnland. Der Flughafen Rhein-Main hat etwa so viele Passagiere wie die Flughäfen von Kopenhagen, Stockholm und Oslo zusammengenommen. Damit sollte klar sein, dass es eine "skandinavische" Lösung, bei der die Bevölkerung nur wenig Lärm hinnehmen muss, einfach nicht geben kann. Das hat auch damit zu tun, dass der Flughafen Rhein-Main schon sehr alt ist: heutzutage würde man diesen nicht so nah an der Großstadt Frankfurt bauen.
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Alt 02.10.11, 16:57   #41
Xalinai
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Zitat:
Zitat von BEKU Beitrag anzeigen
Warum nicht gleich noch Pest und Cholera?
Das jetzt ist Pest und Cholera.

Die Option, statt der Cargo-City-Süd auf dieser Höhe oder leicht südlich davon eine dritte Bahn zu bauen, die dann südlich von Neu-Isenburg angeflogen worden wäre hätte schon bestanden.
Die war nur geringfügig teurer (bevor man Ticona umsiedeln musste) und Fraport hätte halt seine ganzen Neubauten grad wieder abreißen müssen.

Außerdem wäre die Anbindung an die Terminals 1 und 2 aufwändiger geworden, da man einen Tunnel unter den bestehenden Bahnen hindurch hätte bauen müssen um auf der Südseite ein neues Terminal für Passagiere zu erschließen.

Mit der Ticona-Umsiedlung ist die aktuelle Variante sogar ein wenig teuerer geworden als diese Lösung.

Die Nordwestbahn ist eine Lösung, die nach dem Prinzip "Wir werden Euch schon zeigen, dass wir das können!" zwischen Fraport und der hessischen Landesregierung unter Roland Koch ausgekungelt wurde.

Und wenn die Gesetzeslage den Fall, dass ein Flughafen mal eben die verlärmte Fläche um ein Drittel vergrößert nicht völlig unberücksichtigt gelassen hätte, sondern Fraport in vollem Umfang die Kosten für Lärmschutzmaßnahmen und Wertverluste übernehmen müsste, kämen für Offenbach ca. 15000 Wohnungen zu 6000 Euro allein für neue Fenster auf die Rechnung, dazu bei nur 200€ wertverlust und 70m² durchschnittlicher Wohnungsgröße mal lockere 210 Mio an Ersatz für Wertverlust.

Der Wertverlust des Baulands für die Stadt Offenbach kommt auch noch drauf.
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Alt 02.10.11, 19:00   #42
Rohne
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Sorry Xalinai, aber das ist Blödsinn.
Die Südbahn war nie eine ernstzunehmende Alternative, da mit ihr der für den Planungshorizont notwendige Koordinationseckwert von 120 Flugbewegungen pro Stunde ziemlich deutlich verfehlt worden wäre (Startbahn West müsste bei allen Südvarianten aufgegeben werden). Einzig die Atlanta-Variante käme da noch in Frage, die wohl auch jeder favorisiert hätte. Allerdings war die Atlanta-Variante leider rein rechtlich nicht zulässig, da 1. zu viel Kapazität (vorrausschauende Planung ist tatsächlich verboten) und 2. hätte die Maßnahme dann wegen der umfangreichen Umbauten insbesondere im Südbereich dann rechtlich als Neubau statt Ausbau gegolten - es war aber nur ein Ausbau beantragt...
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Alt 04.10.11, 13:12   #43
Golden Age
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Offenbach schwächte Kaiserlei auch durch eigene Fehlplanung

Zitat:
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Die Nordwestbahn ist eine Lösung, die nach dem Prinzip "Wir werden Euch schon zeigen, dass wir das können!" zwischen Fraport und der hessischen Landesregierung unter Roland Koch ausgekungelt wurde.
Auch wenn ich es nachvollziehen kann, dass Offenbach durch die Nordwestbahn besonders betroffen ist, ist das Kaiserlei Gebiet aber auch stets eines der grössten Profiteure zur räumlichen Nähe nach Frankfurt gewesen. Genau wie in Eschborn oder Bad Vilbel hat man jahrzehntelang Unternehmen aus Frankfurt äußerst gerne abgeworben oder vor der Nase weggeschnappt. Wie ein gieriger Rosinenpicker konnte man sich alle Vorteile als Frankfurts direkter Nachbar jahrelang raussuchen. Das hat Offenbach viele Extra Millionen in die Kasse gespült, die dem Frankfurter Fiskus entgangen sind. Anstatt in Erneuerungen der Infrastruktur rund um den Kreisel zu investieren um das Viertel attraktiv zu halten, genehmigte man im Jahr 2003 den 140m hohen CityTower (Bild) nicht etwa im Kaiserlei Gebiet, sondern am Hugenottenplatz im Stadtzentrum um diesen gleich mit zu restaurieren. Seit Jahren steht rund die Hälfte des Hochhauses leer, während das Kaiserlei durch diese bewusste Verlagerung eher ein Schattendasein fristete. Auch das 1998 im Zentrum erbaute Haus der Wirtschaft stand jahrelang leer und schadete dem Kaiserlei. Im Jahr 2008 baute der Deutsche Wetterdienst im noblen Villenviertel an der Frankfurter Strasse einen Nachfolgerbau (Quelle), also gerade dort wo ein teurer Prestigebau am wenigsten gebraucht wurde. So betreibt man natürlich keine intelligente Standortpolitik.

Die Ausgaben der Stadt sollte man auch in anderen Bereichen nicht außer Acht lassen. Man ist Empfänger im Kommunalen Finanzausgleich (KFA) mit einem Loch von 84 Millionen Euro im Etat (Quelle FNP von heute). Wo wird investiert? Beispielsweise 5 Millionen in das 25 Mio. teure Stadion am Bieberer Berg (bei 12 Mio. vom Land Hessen). Auch wenn es der Stadt gegönnt sei, sind solche Investitionen in Zeiten leerer Kassen für einen Drittligisten schon gewagt. Ein sehr sinnvolles Projekt wie das Hafenviertel kommt hingegen fast 15-20 Jahre zu spät. Dem gewaltigen Verwaltungsapparat im Offenbacher Rathaus wäre generell mehr Weitsicht zu wünschen.

Geändert von Golden Age (04.10.11 um 13:41 Uhr)
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Alt 04.10.11, 22:54   #44
Xalinai
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..., genehmigte man im Jahr 2003 den 140m hohen CityTower (Bild) nicht etwa im Kaiserlei Gebiet, sondern am Hugenottenplatz im Stadtzentrum um diesen gleich mit zu restaurieren.
Wer hätte denn den City Tower am Rande der Stadt nutzen wollen?
Das wären doch nur Frankfurter Firmen gewesen, die - wie jetzt Mercedes Benz -gerade eben noch in Frankfurt sein wollen.
Zitat:
Im Jahr 2008 baute der Deutsche Wetterdienst im noblen Villenviertel an der Frankfurter Strasse einen Nachfolgerbau also gerade dort wo ein teurer Prestigebau am wenigsten gebraucht wurde. So betreibt man natürlich keine intelligente Standortpolitik.
Wo der Deutsche Wetterdienst baut ist in erster Linie seine Sache und dass er ein bereits in seinem Besitz befindliches Grundstück weiter nutzt ist für Offenbach zunächst eine gute Sache.
Außerdem: Wer hätte 2008 in der Lage des DWD-Grundstücks noch in Wohnungsbau investiert? EINFLUGSCHNEISE.
Das noble Villenviertel im Offenbacher Westend - im übrigen durchaus sehenswert, auch für Architekturfans - liegt mitten drunter.
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Alt 05.10.11, 13:32   #45
Reetdachfan
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Wer hätte denn den City Tower am Rande der Stadt nutzen wollen? Das wären doch nur Frankfurter Firmen gewesen, die - wie jetzt Mercedes Benz -gerade eben noch in Frankfurt sein wollen..
Die Aufhübschung des Innenstadtgebietes von OF war auch bitter nötig, häßlicher ging es ja schon nicht mehr. Jetzt müßte noch der C&A weg oder umgebaut werden, ist da Hoffnung angebracht?

Wir sitzen seit 15 Jahren am Kaiserlei und Abflüge gen Nord/Ost sind sehr laut. Offene Fenster fast unmöglich. Als Wohnstandort nicht zu empfehlen, für Büros passt es aber. Die Nähe zum Main mit seinem sanierten Uferweg ist schon ein Pluspunkt, zudem ist die Anbindung sehr gut. Das Gebiet um die Kaiserleistraße hat sicher Potential, wenn man was draus macht. Die Gebäude sind halt nicht mehr zeitgemäß und müßte großflächig saniert/Neu gebaut werden
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