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Alt 03.11.11, 10:12   #46
Schmittchen
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Mercedes-Benz plant am Kaiserlei (F-Oberrad)

Für die Ansiedlung der oben ab #23 erwähnten zentralen Mercedes-Benz-Niederlassung ist inzwischen ein Bebauungsplan im Verfahren, nämlich Nr. 887 – Kaiserlei-Promenade. Ein paar spärliche Informationen in diesem PDF. Vor Abschluss des Verfahrens wird die Daimler AG also nicht mit dem Bau beginnen können. So ungefähr könnte die Bebauung aussehen:


Bild: Stadtplanungsamt Frankfurt

Edit:
In der FAZ-Printausgabe vom 31. Oktober 2011 ist bereits zu erfahren, dass die Niederlassung nach einem Entwurf des Offenbacher Architekturbüros "ATP N + M" errichtet werden soll. Es soll ein dreigeschossiges Gebäude mit nach Seiten klar gegliederten Fassaden entstehen.
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Alt 03.11.11, 20:57   #47
Xalinai
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^Zu den spärlichen Informationen sollte man vielleicht erwähnen, dass seitens der Oberräder, mangels einer "eigenen" S-Bahn-Station schon seit einiger Zeit eine verbesserte Wegebeziehung zwischen Oberrad und der S-Bahn-Station gefordert wird, u.a. Durchstich durch den Bahndamm wurde da schon verlangt.

Mit der Bebauung durch die Mercedes-Niederlassung werden natürlich Fakten geschaffen, die der Forderung der Oberräder nur in Form des Wegs rechts oben im Planungsgebiert und auf der rechten gestrichelten Linie Rechnung tragen.

Am linken Rand des Mercedes-Geländes ist der Bahndamm für eine Unterquerung schon längst nicht mehr hoch genug.
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Alt 17.01.12, 21:46   #48
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Die FR berichtet 17.01.2012
"Kommende Woche werden Offenbachs Oberbürgermeister Horst Schneider (SPD) und Frankfurts Verkehrsdezernent Stefan Majer (Grüne) nach Berlin fliegen – zu einem Gespräch im Bundesverkehrsministerium. Es geht um etwa sechs Millionen Euro, die Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) für den Umbau des Kaiserlei-Kreisels bewilligen soll.

Weiterhin sollen insgesamt 110 Hektar Fläche beidseits der Autobahn A661 zwischen beiden Kommunen getauscht werden.
Östlich der Autobahn ragen Frankfurter Grundstücke in Offenbacher Gemarkung, westlich der Autobahn liegen einige Offenbacher Areale, umgeben von Frankfurter Stadtgebiet. Usw.

Es soll ein gemeinsames Wirtschaftsgebiet, mit eigener Postleitzahl, geschaffen werden

http://www.fr-online.de/frankfurt/gr...,11458662.html
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Alt 26.01.12, 13:45   #49
Golden Age
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Umbau des Kaiserlei-Kreises: Bund möchte sich beteiligen

Scheinbar waren die Gespräche in Berlin erfolgreich. Laut FAZ und Journal Frankfurt machte das Bundesverkehrsministerium den Kommunalpolitikern aus Frankfurt und Offenbach klar, dass man mit finanzieller Hilfe für den Umbau des Kaiserlei-Kreisels rechnen könne. Der Staatssekretär strebt demnach die Aufnahme des Vorhabens in den Bundeshaushalt 2013 an, wofür noch eine genaue Kostenberechnung eingereicht werden soll.

Die 25 Millionen Euro teure Maßnahme beinhaltet:
- den Umbau des riesigen Kreisverkehrs in zwei große Kreuzungen
- die Errichtung von parallel zur A661 verlaufenden Auf- und Abfahrrampen
- die Erneuerung von Zufahrtsstraßen

Durch den Bau der Mainbrücke Ost fürchtet besonders Offenbach eine Zunahme des Verkehrs. Offenbach wolle eventuell von einer Klage gegen die Brücke absehen, wenn sich Frankfurt stärker am Kreisel Umbau beteilige. Da Offenbach finanziell nicht auf Rosen gebettet ist, bietet das Frankfurter Liegenschaftsamtes an, ein 20.000 bis 30.000 Quadratmeter großes Gelände an der Strahlenberger Straße für maximal 5 Mio. Euro abzukaufen. Außerdem müsse man noch beim Land Hessen Lobbyarbeit betreiben damit dem Projekt der nötige Nachdruck verliehen werde.
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Alt 28.01.12, 10:05   #50
Xalinai
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Hier noch der Link von der Stadt Offenbach zum Thema.

Was mich irritiert ist, die Aussage, man habe sich darauf geeinigt, die Aufnahme in den Haushalt 2013 anzustreben. Das heißt ja nur, dass man möchte, dass sich der Bund beteiligt und damit den Streit ausräumt, nicht aber, dass er es tut.
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Alt 28.01.12, 10:57   #51
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^ "anstreben" ist doch gut. Er beabsichtigt ernsthaft und wahrhaftig, den beiden Kommunen einen Teil der Kosten abzunehmen, was leider nicht bedeutet, dass er sämtliche Hindernisse, die noch seine Arbeit beeinträchtigen könnten beseitigen kann. Er ist eben auch "nur" ein Sekretär
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Alt 28.01.12, 13:18   #52
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Eigentlich liegt der Ball im Feld des hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung, also bei Wirtschaftsminister Dieter Posch (FDP). Er ist als Freund von Infrastruktur-Verbesserungen bekannt und so muss das OF-F Duo Schneider/Majer jetzt Überzeugungsarbeit leisten. Die persönlichen Kontakte von Frau Roth oder Herr Rhein mögen natürlich eine Rolle spielen.

Das Zauberwort dürfte "Synergien" heissen:
- Bessere Anbindung des Großprojektes Offenbacher Hafen
- Bessere Anbindung für EZB und neue Unternehmen an der Hanauer Landstrasse nach Bau der Mainbrücke Ost
- Revitalisierung und Neuentwicklung des verramschten Kaiserlei-Gewerbegebiets
- Mögliche Multifunktionsarena am Kreisel mit Vorbild SAP-Arena in Mannheim
- Mercedes-Benz Ansiedlung und weitere Neuansiedlungen, die auf öffentliche Investitionen "reagieren"

So in etwa müsste die Argumentation aussehen um überzeugend zu wirken.

Geändert von Golden Age (28.01.12 um 23:15 Uhr)
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Alt 27.02.12, 17:28   #53
Schmittchen
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Offenbach und Frankfurt unterzeichnen Letter of Intent

Frankfurt und Offenbach haben eine Absichtserklärung bezüglich der Entwicklung des Kaiserlei-Gebiets geschlossen. Dieser umfasst auch die Klage Offenbachs gegen den Bau der Mainbrücke Ost. Die soeben erschienene Pressemitteilung der Stadt Frankfurt ist m. E. ein wenig zu blumig, weswegen ich die bislang bekannt gewordenen Fakten mal zusammenfassen möchte, auch auf Grundlage dieses FR-Artikels (mit Bild):
  • der Kaiserlei-Kreisel wird umgebaut
  • statt des Kreisverkehrs werden zwei ampelgeregelte Kreuzungen gebaut
  • dadurch 20 Prozent Kapazitätssteigerung (30 Prozent laut FNP)
  • Umbaubeginn voraussichtlich 2013
  • Fertigstellung Ende 2015
  • von den 30 Millionen Euro Kosten tragen
    • die Stadt Frankfurt 8,7 Millionen Euro, davon 3,7 Mio. Euro verlorener Baukostenzuschuss und 5 Mio. Euro Kaufpreis für Grundstücke auf Offenbacher Gemarkung
    • der Bund 6,5 Millionen Euro
    • die Stadt Offenbach 0 Euro
    • das Land Hessen den Rest, demnach 14,8 Mio. Euro
  • die Stadt Offenbach nimmt die Klage gegen die Mainbrücke Ost zurück
  • die Stadt Offenbach kann die bisher durch den Kreisverkehr in Anspruch genommenen Flächen verwerten, sie erhält so 17.000 Quadratmeter zusätzliche Gewerbefläche
  • sollte die Stadt Frankfurt Nutzer für das von ihr gekaufte Areal finden, erhält die Stadt Offenbach die dort anfallende Gewerbesteuer, denn die Grundstücke bleiben Offenbacher Gemarkung
  • die Stadt Offenbach hält das Rechtsmittel gegen das geplante Einkaufszentrum auf dem Frankfurter Honselldreieck aufrecht, eine Rücknahme ist nicht Teil des Letter of Intent

Klingt für mich nach einem enorm guten Geschäft. Allerdings nur für eine der Parteien. Die andere muss nicht nur das Portemonnaie öffnen, sie liefert gratis auch gleich eine Blaupause für weitere Erpressungsversuche mit. Ach ja: Welcher Betrag soll sich in Frankfurt durch den Verzicht auf das Stadthaus nochmal einsparen lassen?
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Alt 27.02.12, 17:40   #54
epizentrum
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^ Oha. Das Geschäft klingt in der Tat unausgewogen. Möglicherweise hätte die Klage Offenbachs eine reelle Chance gehabt. Verständlich, wenn Frankfurt dieses Damokles-Schwert schnell aus dem Weg räumen wollte. Gibt es eine genaue Übersicht der Grundstücke, welche die Stadt Frankfurt nach dieser Vereinbarung kaufen wird?



v Das wäre demnach exakt das 55.000 qm große Grundstück, auf dem Mercedes-Benz bauen möchte. 90 Euro / qm. Möglicherweise verkauft es die Stadt Frankfurt dann gleich wieder an Mercedes - entsprechend zu "echten" Marktpreisen - und macht einen kleinen Schnitt für die Stadtkasse. Das rechtfertigt aber immer noch nicht die Gesamtheit der Vorteile für Offenbach.

Geändert von epizentrum (27.02.12 um 20:12 Uhr) Grund: Mercedes
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Alt 27.02.12, 19:56   #55
Micha81
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Laut dem Foto in diesem Bericht der Frankfurter Rundschau handelt es sich um Flächen zwischen der Kaiserlei-Promenade im Norden und der Gleistrasse im Süden, westlich der A661 sowie Flächen östlich der A661 südlich der S-Bahn-Haltestelle Kaiserlei und nördlich der Gleistrasse. Horst Schneider "verweigert" den kompletten Ausblick auf das Sahnestückchen, das er hier losgeworden ist.

Okay, die Details hatte Schmittchen indirekt schon mit erwähnt...

Geändert von Micha81 (27.02.12 um 19:58 Uhr) Grund: Ergänzung um Verweis auf bereits vorhandene Information.
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Alt 27.02.12, 20:48   #56
Schmittchen
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Das Mercedes-Grundstück liegt aber auf Frankfurter Gemarkung (andernfalls wäre es wohl auch nicht ausgewählt worden). Zumindest die zur Erschließung notwendige Kaiserleipromenade gehört allerdings zu Offenbach. Einen Lageplan zum Aufstellungsstellungsbeschluss des oben erwähnten Frankfurter Bebauungsplans für das Mercedes-Areal gibt es hier als PDF.

Hier die Karte, nicht ganz identisch mit der aus dem FR-Foto, dafür aber vollständig schneiderfrei:


Plan: Stadt Frankfurt und Offenbach am Main
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Alt 27.02.12, 22:11   #57
Xalinai
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Das ist im Prinzip der Ausbau des Gebietes, den Offenbach schon 1989 und 1993 im Rahmen der Entwürfe zum S-Bahn-Bau vorgeschlagen hat.

Kann irgend jemand mit mit zwei Scans von 10k auf 20k Pixel etwas anfangen? Hier ein stark verkleinerter (25%) Ausschnitt.
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Alt 28.02.12, 00:02   #58
Megaxel
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Der Knaller ist das Ungleichgewicht bei der Finanzierung zu Lasten Frankfurts (aus Frankfurter Sicht) ganz sicher nicht. Aber andererseits überwiegen für mich die Vorteile der Entwicklung dieses Gebiets.

Das Grundproblem liegt aber in dem Umstand, dass Offenbach eigentlich ein Stadtteil von Frankfurt sein sollte. Das würde nicht nur erhebliche Verwaltungskosten einsparen und eine gemeinsame Entwicklung ermöglichen. Für die Offenbächer ergäben sich dadurch auch größere Mitsprachemöglichkeiten (etwa bei der Frage des Einkaufszentrums im Ostend).
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Alt 28.02.12, 08:30   #59
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Der Nebel lichtet sich: Zwar ist die Fläche auf der Mercedes die Niederlassung bauen will tatsächlich Frankfurter Gemarkung. Zwischen der Kaiserleipromende und der Frankfurter Gemarkung liegt jedoch ein schmaler Grundstücksstreifen, über diesen müssen zwangsläufig die Zufahrten zu Mercedes führen. Ein Sperrgrundstück also, die FAZ verwendet in ihrem heutigen Artikel den treffenden Begriff "Schikanierzwickel". Dieses gehört noch der Stadt Offenbach, wird nach der getroffenen Vereinbarung aber an Frankfurt übertragen. Damit ist die Erschließung des Mercedes-Areals gesichert. Die OP schreibt von 6.000 Quadratmetern.

Die anderen an Frankfurt verkauften Grundstücke liegen weiter westlich, dort, wo die Multifunktionsarena geplant ist (Thread / FNP-Lageplan). Laut FAZ sind es 5.000 Quadratmeter. Wird die Halle gebaut, stellt Offenbach kostenfrei zusätzlich ein Grundstück von 20.000 Quadratmetern für die Erschließung der Halle zur Verfügung (für Parkplätze, nehme ich an). Diese Regelung ist ebenfalls Teil des Letter of Intent, ist jedoch befristet bis zum 31. Dezember 2014. Scheitert das Arena-Projekt, kann Frankfurt die verkaufte Fläche als Gewerbegrundstück weiterveräußern.

Hier die Karte wie sie im Hintergrund des gestrigen FR-Fotos zu sehen ist:


Plan: Stadt Frankfurt und Offenbach am Main

Es werden zwei Kreuzungen gebaut: Die nördliche bindet die Autobahn A661 an. Die Strahlenbergerstraße wird damit beidseitig zum Autobahnzubringer. Die südliche Kreuzung verbindet die beiden Städte, die Lücke zwischen Kaiserleipromenade und Berliner Straße wird geschlossen.

Die auf dem Plan oben rot markierte Fläche östlich der A661 gehört wie das Mercedes-Areal auf der anderen Seite zu Frankfurt (Luftbild), lange schon. Ich nehme an, dass auch hier die Erschließung als Gewerbefläche geplant ist.
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Alt 28.02.12, 10:21   #60
Fizgig
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Ich frage mich noch, wie man von der Strahlenberger Straße auf die Autobahn Richtung Süden kommt. War da nicht die Rede, das dort noch 2 Rampen gebaut werden sollen? Wenn ja, würden diese ja die Autobahn links und rechts Richtung Süden flankieren und die Berliner Straße würde sowohl die Autobahn als auch diese Zubringer unterqueren. Das wird aus den Plänen wohl insoweit deutlich, als das die Linien der Kreuzung Zubringer/Berliner Straße sich schneiden und nicht verbunden sind.
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