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Alt 07.12.12, 06:52   #31
LE Mon. hist.
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Zweites Bürgerforum Bayerischer Bahnhof am 10. Dezember 2012

PM Stadt Leipzig, 06.12.2012

Zitat:
Zweites Bürgerforum Bayerischer Bahnhof am 10. Dezember 2012

Das zweite Bürgerforum zur Entwicklung des Stadtraums Bayerischer Bahnhof findet am 10. Dezember 2012 ab 18 Uhr (Einlass 17:30 Uhr) im Mediengarten der media city leipzig, Altenburger Straße 15, statt.

Alle interessierten Leipzigerinnen und Leipziger sind dazu herzlich eingeladen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen die in einem Workshop von Bürgern und Experten entwickelten Ideen, außerdem wird ein Ausblick auf das weitere Verfahren gegeben. Gesprächspartner sind u. a. Baubürgermeister Martin zur Nedden und Birko Teichmann, Niederlassungsleiter Berlin und Leipzig der DB Services Immobilien GmbH, in deren Eigentum sich das Areal befindet.

Mit dem zweiten Bürgerforum wird die Öffentlichkeitsbeteiligung an den Planungen zur Entwicklung der Fläche des ehemaligen Bayerischen Bahnhofs zu einem lebendigen Stadtquartier weitergeführt. Beim ersten Bürgerforum am 3. September im Neuen Rathaus war der siegreich aus einem städtebaulichen Wettbewerb hervorgegangene Entwurf den mehr als 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern vorgestellt worden. Für den Workshop am 17. November hatten sich dann rund 60 Interessenten angemeldet. Die Ergebnisse dieser Veranstaltung, die nun Gegenstand des zweiten Bürgerforums sein werden, betreffen die Themengruppen Mobilität und öffentlicher Verkehrsraum, Freiraum, Mischung im Stadtquartier, soziale Infrastruktur und Wirtschaft.

Beispielsweise soll geprüft werden, ob die für das neue Quartier angestrebte ausgewogene Mischung der Nutzungen und Wohnformen durch eine eher kleinteilige, von der Parzelle ausgehende Entwicklung der Baufelder gesichert werden kann. Wünschenswert aus Sicht der Workshop-Teilnehmer ist auch eine soziale Mischung von Jung und Alt, Singles und Familien sowie Alt- und Neu-Leipzigern. Ein wichtiger Punkt ist auch die Entwicklung der sozialen Infrastruktur, um für die neuen Bewohner entsprechende Angebote an Kita- und Schulplätzen bereitzuhalten, aber auch um vorhandene Defizite abzubauen.

Der geplante Stadtteilpark war ein weiterer Schwerpunkt des Workshops. Nach der Überzeugung der Teilnehmenden sollte der Park die besondere Identität des neuen Viertels unterstreichen. Sie plädierten dafür, sich bei der endgültigen Gestaltung des Parks Zeit zu lassen, um zu beobachten, wie die Flächen genutzt werden. Im Laufe der Parkentwicklung sollen Zwischennutzungen möglich sein. Der im Entwurf vorgesehene Fahrradschnellweg zur Verbindung von City und Neuseenland wurde sehr begrüßt, jedoch wurde auch Wert darauf gelegt, dass auch Fußgänger sich im Park geschützt bewegen können müssen. Die ersten Pflanzungen für den Park sollen noch in diesem Winter erfolgen.
Verwiesen wird auf die Website http://www.leipzig.de/bayerischer-bahnhof

Hier gibt es weitere Informationen zu dem Vorhaben sowie u.a. die Folien einer Präsentation Stadtraum Bayerischer Bahnhof vom 1. Bürgerforum am 3. September 2012 (PDF 2,4 MB)
http://www.leipzig.de/imperia/md/con...um_vortrag.pdf
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Alt 03.01.13, 21:40   #32
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Schlegel fordert Abriss der Industrieruine Gurken-Schumann

Architektonisch sicherlich kein Verlust, eisenbahngeschichtlich wohl schon, wie man einem LVZ-Leserkommentar entnehmen kann:

LVZ-Online, 03.01.2013
Fabrik-Ruine von Gurken-Schumann am Bayerischen Bahnhof soll abgerissen werden
http://www.lvz-online.de/leipzig/cit...-a-169235.html

Demnach war die ehemalige Gurkenkonservenfabrik Gebrüder Schumann erst ein Zweitnutzer eines Eisenbahnbauwerkes. Es soll sich um das "ÄLTESTE in Originalsubstanz übrig gebliebene überhaupt" handeln, den ehemaligen Anheiz-Schuppen des Bayerischen Bahnhofs. Erst als keine Dampfloks mehr vorgewärmt und unter Feuer gehalten werden mussten, kamen die Nachnutzer...
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Alt 15.02.13, 05:51   #33
LE Mon. hist.
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LVZ, 15.2.2013
Gurken-Schumann kommt weg
Auf Riesenareal am Bayerischen Bahnhof geht's endlich los / Standorte für Schulen und Kitas geklärt

Noch im Februar beginnt die Umgestaltung von zehn Hektar Brachland ehemaliger Bahnanlagen direkt neben dem Bahnhof sowie angrenzend zur City-Tunnel-Trasse zu einer Grünfläche. Die entsprechenden Aufträge sind bereits vergeben. "Geplant sind Bäume, Sträucher, Gehölze und extensive Rasenflächen", sagt Karl-Heinz Aukschun vom Tunnel-Erbauer Deges. "Mit den Erdarbeiten wollen wir noch im Februar beginnen." Rechtzeitig vor der Inbetriebnahme des Tunnels in der Nacht vom 14. zum 15. Dezember 2013 soll diese "ökologische Ausgleichsmaßnahme für das S-Bahn-Netz" fertig sein. "Wir lassen auf dem Areal Schneisen für Rad- und Fußwege frei. Die kommen aber erst später."

Der Abbruch der seit einem Großfeuer im Sommer 2011 leidlich abgesperrten Fabrikruinen, darunter der von Gurken-Schumann, sollte zunächst erst 2014 über andere Ausgleichsmaßnahmen erfolgen. Nach einer Forderung der Linke-Fraktion im Stadtrat suchte die Verwaltung jedoch nach anderen Geldquellen. Nun gab Grünflächenamtsleiterin Inge Kunath bekannt, dass die Suche erfolgreich verlaufen sei: "In Absprache mit dem Freistaat, Deges und Bahn können wir jetzt Fördermittel aus einem EU- und einem Landesprogramm beantragen. Ich bin sehr optimistisch, dass das klappt und dass der Abriss, vielleicht auch schon die Neugestaltung der Flächen, noch dieses Jahr gelingt." Die Kosten betragen etwa 500.000 Euro.

Die Bauplanung für das insgesamt 40 Hektar große Areal kommt aus Sicht des Flächeneigentümers Bahn zu langsam voran. Der Leiter des Stadtplanungsamtes Jochem Lunebach gab bekannt, dass nach den Bürgerforen und Workshops im letzten Herbst nun zumindest Einigkeit über viele wesentliche Punkte bestehe. Es werde bereits am Entwurf eines Rahmenvertrags zwischen Bahn und Stadt gearbeitet.

Rings um MDR und Media-City solle weiteres Gewerbe angesiedelt werden. Die beiden neuen Schulen sollen links und rechts der Semmelweisbrücke - auf der Ostseite der Bahntrasse und zwar unter Nutzung des alten Lokschuppens westlich des Kohlrabizirkus` - errichtet werden. Die Standorte für zwei Kitas liegen am Dösner Weg in Höhe des Fußwegs von der Shakespearestraße über das Bahnareal und an der Kohlenstraße nahe der Kreuzung zur Schenkendorfstraße. Lunebach: "Diese Lagen bieten mehrere Vorteile. Vor allem werden dadurch die Südvorstadt und das Wohngebiet an der Straße des 18. Oktober enger miteinander verknüpft, was ein wichtiger Wunsch vieler Bürger in den Foren war." 2014 solle als erstes der Baustart der Kitas erfolgen.

In einem "Infokasten" wird noch einmal die Geschichte des Projektes sehr grob umrissen. "Auf etwa 15 Hektar sollen nun nicht störendes Gewerbe, Wohnungen für 4000 Menschen, Schulen und Kitas entstehen. Der größere Anteil von 25 Hektar bleibt Grünflächen, Sport- und Freizeitanlagen vorbehalten." Im April 2011 war von "Neubauten im mittleren Preissegment für 3000-4000 Bewohner, hauptsächlich im Süden" die Rede. 4000 Menschen ziehen aktuell in weniger als einem halben Jahr nach Leipzig.
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Alt 08.09.13, 04:28   #34
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1500 Menschen demonstrieren für Erhalt der Distillery

LVZ online, 07.09.2013
http://www.lvz-online.de/video/?bcpi...campaign=video

1500 Menschen demonstrieren für Erhalt der Distillery
1500 Fans der elektronischen Musik haben am Samstag für den Erhalt der Distillery in der Kurt-Eisner-Straße demonstriert. Der bekannte Technoclub soll wegen einer geplanten Neugestaltung des Areals weichen.

Antrag im Stadtrat
Erhalt der Distillery am Standort Kurt-Eisner-Straße 91

Antrags-Nr.: V/A 446/13
Datum: 10.07.2013
Einreicher: Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Fraktion DIE LINKE, SPD-Fraktion
http://notes.leipzig.de/appl/laura/w...57BA4003A01E1/

Zitat:
1. Die Stadt Leipzig bekennt sich zum Club „Distillery“ als wichtigem Bestandteil der Kulturstadt Leipzig.
2. Die Stadt Leipzig bekennt sich zum Erhalt der „Distillery“ am Standort Kurt-Eisner Straße 91 und setzt sich dafür gegenüber dem Eigentümer des Geländes, der Deutschen Bahn AG, ein. Insbesondere soll im laufenden Planungsverfahren gesichert werden, dass ein Weiterbetrieb am Standort durch die angestrebte Umfeldbebauung ermöglicht wird.
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Alt 23.10.13, 06:37   #35
LE Mon. hist.
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Stadtbau AG kauft Areal am Bayerischen Bahnhof von der Bahn

Irgendwie kommt das nun so gar nicht unerwartet

Die LVZ meldet in ihrer heutigen Ausgabe:

Stadtbau AG übernimmt Areal am Bayerischen Bahnhof
Leipziger Unternehmen erwirbt Flächen, auf denen Wohngebiet für bis zu 4000 Leute geplant ist / Auch Portikus verkauft

Wie Stadtbau-Vorstand Patrik Fahrenkamp gegenüber der Zeitung bestätigte, hat die Deutsche Bahn AG große Teil des 36 Hektar umfassenden Areals an eine Projektgesellschaft der Leipziger Stadtbau AG verkauft. Dabei handle sich um alle Flächen, welche die Bahn als für die City-Tunnel-Trasse nicht betriebsnotwendig eingestuft hat. Bei der Bahn verbleiben nicht nur Tunnel- und Gleisanlagen sowie die beiden künftigen S-Bahn-Haltepunkte, sondern auch weite Areale, die schon begrünt wurden oder wo dies noch vorgesehen ist. Damit dürfte die Bahn nun etwa die Hälfte ihrer Flächen verkauft haben.

Stadtbau-Vorstand Fahrenkamp sieht in dem jetzigen Modell die Chance einer Beschleunigung der Entwicklung. "Leipzig wächst und braucht einen neuen, lebendigen Stadtraum. Den wollen wir in enger Zusammenarbeit mit Bahn und Kommune schaffen." Als nächster Schritt wird die zügige Verhandlung eines städtebaulichen Entwicklungsvertrages genannt. Fahrenkamp rechne für das zweite Halbjahr 2014 mit ersten baulichen Aktivitäten vor Ort.

Zu den von der Firma übernommenen Flächen gehören auch der historische Portikus und ein im Zweiten Weltkrieg zerstörter Bahnhofsflügel, nicht jedoch der Gebäudeteil der Gosebrauerei "Bayerischer Bahnhof", denn dieses hatte die Bahn schon vor Jahren an den dortigen Wirt verkauft.

Auch das Grundstück der "Distillery" gehört nun der Stadtbau AG. LVZ-Redakteur Jens Rometsch verweist darauf, dass sie zum Beispiel bei der Rettung des Kinos "Schauburg" oder mit einer Beteiligung bei der Schaubühne Lindenfels schon mehrfach besonderes Kulturengagement gezeigt hätte. Fahrenkamp meinte, es müssten sich sicherlich alle Beteiligten bewegen, um eine gute Lösung für die "Distillery" zu finden. Was das nun heißt, bleibt offen. "Wir sind auf jeden Fall für Gespräche mit allen Seiten offen."


Und bei der Stadtbau AG fällt mir noch ein, dass ihr Umgang mit Mieter_innen in Connewitz nun auch bei einigen Nachbar_innen des sogenannten Brunnenviertels in Lindendau und Leutzsch auf Kritik stößt: http://nachbarschaftbrunnenviertel.wordpress.com/

Geändert von LE Mon. hist. (23.10.13 um 07:12 Uhr)
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Alt 23.10.13, 08:29   #36
DAvE LE
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Dankschön für die Information! So wie ich die Stadtbau AG kenne, wird sie hochwertige Stadtvillen- und häuser errichten, wie man sie bereits im Bach- und Musikviertel kennt, dazwischen natürlich auch Bauten von Martin Faßauer . Aber damit könnte wirklich, wie oben steht, die Wohnbebauung beschleunigt werden. Bin schon sehr auf die Entwürfe des neuen "Stadtviertels am Bayerischen Bahnhof" gespannt. Ebenso, wo die zwei geplanten KiTas und die ene Schule nun platziert werden sollen.
__________________
*~ bye DAvE ~*
www.baustelle-leipzig.de
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Alt 23.10.13, 08:56   #37
LE Mon. hist.
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"hochwertige Stadtvillen- und häuser" Da liegt glaube ich der Hase im Pfeffer. Denn angekündigt war das gesamte Bauvorhaben als:

- Neubauten im mittleren Preissegment für 3000-4000 Bewohner, hauptsächlich im Süden
( http://www.deutsches-architektur-for...784#post296784 )

- ... eine für das neue Quartier angestrebte ausgewogene Mischung der Nutzungen und Wohnformen ... . Wünschenswert aus Sicht der Workshop-Teilnehmer ist auch eine soziale Mischung von Jung und Alt, Singles und Familien sowie Alt- und Neu-Leipzigern.
( http://www.deutsches-architektur-for...362#post361362 )

Das mittlere Preissegment liegt laut aktuellen "Mietspiegel 2012" bei 4,40 - 5,70 Euro Kaltmiete. Das ist nun nicht unbedingt die bisherige Hauptzielgruppe der Stadtbau AG. Ich bin gespannt, wie sie damit umgehen wird. Dass es nicht einfach wird, im Neubau auch Mieten auch unter 7 oder 8 Euro kalt zu erreichen, ist mir durchaus bewußt. Aber bei einem solchen Bauvolumen dürfen es ja auch möglich sein, durch hohe Verkaufserlöse an anderer Stelle auch einige Wohnungen mit günstigeren Mieten, z.B. zum KdU-Satz zu schaffen, oder? In anderen Metropolen ist dies ja auch möglich, siehe etwa das Modell der Sozialgerechten Bodennutzung (SoBoN) in München ( http://www.muenchen.de/rathaus/Stadt...ien/sobon.html ) oder das Modell „Zukunft Wohnen.Düsseldorf“ ( http://www.duesseldorf.de/presse/pld...031910_162.pdf ).

In ähnlicher Weise wird die Stadtbau AG ja auch in dem genannten Offenen Brief zum Brunnenviertel aufgefordert, "ihrer Verantwortung gegenüber dem Stadtteil, die Sie mit dem Kauf der Häuser im „Brunnenviertel“ übernommen haben, gerecht zu werden, indem Sie in den Häusern eine Mietspreizung von dem bisher schon beworbenen Luxussegment bis hin zu KdU-fähigen Mieten vorsehen."
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Alt 23.10.13, 09:50   #38
Altbaufan_
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Alt 23.10.13, 10:06   #39
hedges
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hedges ist im DAF berühmthedges ist im DAF berühmt
Zitat:
Zitat von LE Mon. hist. Beitrag anzeigen
Das mittlere Preissegment liegt laut aktuellen "Mietspiegel 2012" bei 4,40 - 5,70 Euro Kaltmiete. Das ist nun nicht unbedingt die bisherige Hauptzielgruppe der Stadtbau AG. Ich bin gespannt, wie sie damit umgehen wird. Dass es nicht einfach wird, im Neubau auch Mieten auch unter 7 oder 8 Euro kalt zu erreichen, ist mir durchaus bewußt. Aber bei einem solchen Bauvolumen dürfen es ja auch möglich sein, durch hohe Verkaufserlöse an anderer Stelle auch einige Wohnungen mit günstigeren Mieten, z.B. zum KdU-Satz zu schaffen, oder?
Genau das liegt das "Problem". Die Stadtbau AG wird auch auf Wertsteigerung abzielen um die jetzige Invesition mittelfristig wieder einzuspielen. Demnach wird es wahrscheinlich kaum zu einem sozialen Mix kommen. Beim Altersschnitt kann oder wird sicher trotzdem justiert um das Viertel nicht zur Langweile zu führen. Auch rechne ich mit einem geringem Anteil an sog. Villen und vielmehr mit 4-6 Geschossen. Bei der Nachfrage im Süden wäre ein künstliches Flachhalten der Gebäudestruktur vielleicht auch für die Stadtabu AG etwas unwirtschaftlich.

Was ich mir besonders von der Stadtbau AG erhoffe ist die Revitatlisierung des Bayerischen Bahnhofs. Eine Integrierung des östlichen Flügelbaus mit einer evtl. Neuerrichtung des Hallendachs. Als Nahversorgunszentrum bietet sich der Knotenpunkt ja an.
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Alt 23.10.13, 12:03   #40
DaseBLN
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^ Letzteres hoffe ich auch. Wobei selbst eine Sanierung und Ergänzung des östlichen Flügels analog Westflügel ohne Hallendach bereits wünschenswert wäre und wohl auch kommen wird, da sich auch die Stadtbau am Realisierungswettbewerb für das Gebiet orientieren müssen wird, der ebendies vorsieht.

Ich teile die Skepsis darüber, ob die Stadtbau AG dort willens ist, für einen ausgewogenen sozialen Mix zu sorgen, allerdings wollte die DB Immobilien, wenn ich das richtige verstehe, sowieso nur an einen einzelnen Investor verkaufen und da ist ein regionaler Partner, der Interesse an einer schnellen Entwicklung hat, sicherlich wünschenswerter als ein internationaler Konzern à la AMEC, der das Ganze dann erst einmal Jahre bzw. jahrzehntelang brach liegen lässt.

Für die Tille wird das Ganze m.E. schwierig, denn ein Club für elektronische Musik hat nun einmal andere Aktivitätszeiten als ein Theater oder ein Kino. Voraussetzung für ein dauerhaftes Überleben (das der städtebauliche Wettbewerb durch den Wegfall der verlängerten Altenburger Straße erst möglich gemacht hat) ist m.E., dass in der unmittelbaren Umgebung eher Gewerbe- als Wohnfläche entsteht. Das wäre sicherlich auch aus Sicht der Stadtbau AG sinnig, ließen sich Wohnungen direkt an der Kurt-Eisner-Straße sicherlich schlechter Vermarkten.
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Alt 23.10.13, 13:46   #41
Blumfeld
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Ist denn die "Distillery" unbedingt an diesen Standort gebunden bzw. anders gefragt ist das Gebäude in irgendeiner Form baulich bedeutsam? Kenne mich da nicht wirklich aus (ist nicht meine Musik ).

Ansonsten kann der Laden doch einfach umziehen, oder?
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Alt 23.10.13, 15:19   #42
DaseBLN
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Abgesehen von den dann nötigen Investitionen in eine neue Location und den Akzeptanzproblemen in der Nachbarschaft, die ein neuer Veranstaltungsort gegenüber einem seit Jahrzehnten bestehenden hat, dürfte es inzwischen schwierig sein, im Leipziger Süden, wo man trotz eines Umzugs Mitte der 90er schon immer verortet ist, eine adäquate Alternative zu finden. Die bauliche Bedeutsamkeit dürfte sich dagegen gegen Null bewegen. Die 'Tille als einer der ältesten deutschen Technoclubs sowie als offiziell 'kulturell bedeutsame Einrichtung der Stadt Leipzig' trägt sich selber und das sollte auch so bleiben. Das Einzige, was hierfür geschehen muss, ist, die Detailplanung für die unmittelbare Umgebung weiterhin auf sie abzustimmen. Ein erster Schritt war der Verzicht auf die baulich bereits vorbereitete Verlängerung der Altenburger Straße im städtebaulichen Wettbewerb. Mehr dazu in der derzeit laufenden Petition, die im Übrigen noch etwas mehr als 2.000 Unterschriften benötigt.
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Alt 12.02.14, 16:08   #43
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@DaseBln:
" Ein erster Schritt war der Verzicht auf die baulich bereits vorbereitete Verlängerung der Altenburger Straße im städtebaulichen Wettbewerb."

---> Bist du dir da sicher das darauf verzichtet wurde bzw. was ist deine Quelle dafür? Die Stadtbau Ag hat sich diesbezüglich in Gesprächen mit Stadträten der Grünen,Linken und Spd anderweitig geäußert (im Zusammenhang mit den Problemen die sie bezüglich des Standort Distillery sehen).

Danke
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Alt 12.02.14, 20:29   #44
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Was ich damals damit meinte, war: in keinem der auf den vorhergehenden Seiten verlinkten Wettbewerbsbeiträgen führt an der Stelle eine durch motorbetriebene Fahrzeuge befahrbare Straße auf das Gelände, beim Sieger öffnet sich dort ein Platz, andere Teilnehmer führen dort eine verkehrsberuhigte Zone entlang. Wichtig ist das deswegen, weil man das Gelände der Tille eben nicht aus verkehrlich wichtigen Aspekten heraus in Frage stellen kann. Wenn die Stadtbau AG sich dazu anders äußert, muss man diese Fragen, warum dies so ist. Die Beiträge des städtebaulichen Wettbewerbs sind aber recht eindeutig.
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Alt 03.07.14, 23:14   #45
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LVZ, 3.7.2014
Viele Baustellen für die Baubürgermeisterin

Laut LVZ hat die Bahn AG Teile der 36 Hektar großen Brachfläche an die private Stadtbau AG verkauft, nachdem sie bei Leipzigs Stadtplanern nicht vorangekommen war. Die Stadtbau hätte längst mit einer Kita und einigen Wohnhäusern begonnen. Aktuell soll jedoch ein Streit zwischen Baudezernat und Rechtsamt den Baustart verzögern. Nun soll "nach der Sommerpause" ein Rahmenplan beschlossen werden, der erste Bauten ermöglicht.

Die LVZ spricht in dem Artikel davon, dass das Areal hinter dem Bayerischen Bahnhof "zur Heimstatt für 10000 Menschen werden" solle. Diese Zahl liegt deutlich über den bislang genannten.
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