Dresden: Pirnaische Vorstadt/Lingnerstadt

  • ^ Die pohl-projects Dreiwürfligkeit ist nun auch im Stadtmodellarium (im WTC) eingebastelt.


    Infoveranstaltung zur Lingnerstadt: Freitag, 12. Mai, von 17 bis 20 Uhr, im Festsaal des Rathauses
    Einladung der Stadt


    Derweil führt nun die Sache um die Robokantine zu einer neuen Auslegung des B-Plans, was etwa ein halbes Jahr Verzögerung bringt.
    Vermutlich ist die Rausnahme aus dem Gebietsumgriff als verträglichster Weg angesehen worden.
    Die Sache ist morgen im Stadtrat - hier die Vorlage.
    Unklar ist mir der zusätzliche Prüfauftrag zu den Ausgleichsflächen. Das muß im B-Plan sowieso zwingend nachgewiesen werden. Die Kantinenfläche wurde dringendst dafür benötigt, ohne diese läuft der B-Plan Gefahr zu zerschießen. Nun also ganz ohne Kantinenfläche - äh, in der Umgebung gibts keine alternativen Ausgleiche - das wird spannend. Hier beauftragte die Politik zunächst Grütze mit der Kantine, und nun nochmals Grütze für ohnehin zwingende Ausgleichsbilanzierung.


    Interessant im jetzigen Vorlagestand: eine aktualisierte Präsentation - PDF Direktlink

  • Projekt Lingnerstadt - erste Quartierplanung


    SäZ berichtet über gestrige Infoveranstaltung - ach nein, berichten ist zuviel gesagt, man zeigt paar Fassadenansichten. Vielleicht folgt noch ein Artikel (?).
    (Die Bilder sind über 'Grafik anzeigen" und Plustaste vergrößerbar. Das könnt' ihr euch aber sparen, denn ...)
    Mal sehen, ob wir auch hier unsere Stadt nach drögen Quartiersbezeichnungen eintüten: Q1 Q2 Qabc, so hier zB: Q1-NW Ling, oder: Quling1, oder: Quli One?
    Anbei auch nur ein paar erste persönliche Einschätzungen zu den Entwürfen.


    alle folgenden Visualisierungen © Stadt Dresden


    Nordfassade - nordisch unterkühlt

    Widerspricht klar dresdner Bautypos, liegende Fenster geht gar nicht an dem Ort, auch zuviel Schuhkarton, sollte deutlich "entklobalisiert" werden - sprich: deutlich ver-dd-typologisiert werden: Wärme, Südbezüglichkeit, Lebensfreude, das Schöne.... usw.
    No go: Krankenhaus, Gummizelle in Weiß, Nass- und Grauwetteroptiken - kurz: auch Architekten werden mitunter alt, manche richtig alt, das sieht man dann irgendwann doch allzu deutlich. Solch Optik ist längst vergrämt und des Krankmachens überführt.
    Hier ist wohl auch zuviel Orientierung am Amtsgebäude von Herrn Koettnitz ggü eingerührt - das muß schlicht nicht sein. So toll ist der Straßenprof nun auch nicht...



    Südfassade - schon besser, aber da ist noch mehr drin...

    auch hier mE: südlicher denken, zu dunkle Klinker nicht an großem Eckbau, zuviel HH-Hafencity drin, zu wenig Regiotypik. Die Eckausformungen sind nun auch nicht so der große Bringer. Und bitte: keine Diagonal-Geländertreben an Balkons - das zerhaut ja alles.
    ^ die Bäume rechts: hö, ne lustige Fantasie. Ob jede der Fassaden in 30 Jahren noch so aussehen wird?


    Westfassade

    ich habs mal im Detail rausgezurrt und alles bissel bildkorrigiert und leicht mehr farbgesättigt, um etwaige Schleier... .



    Ostfassade


    ^ Was soll das links für ne Ecke sein? Eine Nichtecke etwa? Eine, die sich nicht traut, eine Ecke zu sein? Na aber, hopps, macht mal ne ganz normale schöne Ecke draus, oder seit ihr nicht fähig... (?)


    Irgendwie misse ich noch gewisse klassische Elemente, das ist alles viel zu "streng" und kastenförmig, die Ecken schwach. Schreibt der B-Plan tatsächlich nur Flachdächer vor - noch ist er nicht fix beschlossen... Man müßte sich auch mal über das dritte Entwurfsbüro Infos einholen.
    In Potsdam Babelsberg wurde auch eine Straße neu gebaut - GrüZe pur - leider nur als Filmkulisse "neue Berliner Strasse". Ganz so viel verlangt man ja gar nicht... :D

  • Ich bin ehrlich gesagt positiv überrascht. Von der Nordfassade abgesehen ist es tatsächlich mal abwechslungsreich geworden und besteht nicht nur aus zwei sich ständig wiederholenden Fassaden (wie an der Schweriner Str.). Auch die offensichtlich "echte" Kleinteiligkeit mit den vielen Hauseingängen finde ich klasse. Wenn jetzt an der Plastizität der Fassade mittels Bänder oder leichter Gesimse noch etwas gearbeitet wird, bin ich ziemlich zufrieden :daumen:

  • Ich finds sehr enttäuschend. Elli hats schon richtig getroffen, zu viel Hafencity, zu wenig Dresden. Die plötzliche Vorliebe für Klinker kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Scheinen mir hier doch sehr inflationär eingesetzt zu sein, dazu noch ein durcheinander an hell und dunkel.
    Die Nordfassade ist ein schlechter Witz, aber bei Kulka wohl zu erwarten gewesen. Der Mann ist unverbesserlich.

  • Bei den West- und Ostfassaden habe ich teilweise eine Assoziation mit "Berliner Industriebau der 20er/30er". Das ist nicht unbedingt abwertend gemeint; und ich weiss natürlich auch, dass es das auch in Dresden (und nicht nur bei Industriebauten) gibt. Vermutlich ist das die Kombination aus Klinker und vielen Fenstern (insbesondere beim zweiten Gebäude von rechts bei der Westfassade). Was ist das - "Neue Sachlichkeit"?

  • Ich habe mir die gestrige Infoveranstaltung angesehen.
    Zuerst einmal möchte ich sagen, dass ich dieses Projekt insgesamt für das ambitionierteste (außerhalb des Neumarktes) in Dresden überhaupt halte. (Gestern wurde das Projekt auch bundesweit als beispielhaft genannt. Das kann ich nicht einschätzen.) Das städtebauliche Konzept sieht eine sehr gute Gliederung durch Straßen und Wegeverbindungen vor. Die Blöcke werden in einzelne Parzellen unterteilt, die tatsächlich einzelne Gebäude darstellen (Trennung durch Brandwände). Die neu angelegte Carusstrasse soll eine belebte Quartiersstrasse werden. Um das zu erreichen, werden die Weichen richtig gestellt: kein Durchgangsverkehr, keine Tiefgarageneinfahrten, hohe Erdgeschosse. Ebenfalls hervorragend finde ich die Beauftragung von drei Architekturbüros mit unterscheidbarer Architektursprache. Klar wäre eine noch weitgehendere Differenzierung noch schöner, aber kaum realistisch.
    Die Entwürfe der einzelnen Fassaden hätten aus meiner Sicht insgesamt schon noch Luft nach oben, hierbei gefallen mir die Entwürfe aus dem Büro Kulka eindeutig am Besten. Die Entwürfe von Kister Scheithauer Gross finde ich nicht so toll. Mäcklers Fassaden hätte ich noch etwas klassischer erwartet, ergänzen die beiden anderen Büros aber doch ganz gut.
    Peter Kulka (war nicht besonders gut vorbereitet, redete sich aber zunehmend in Euphorie für das Projekt) erzählte von seinem Lieblingswohngebiet Dresdens, der Siedlung Trachau. Hier ist er aufgewachsen. Mit dieser Referenz im Hinterkopf wird für mich sein Entwurf für den Kopfbau zur Herkulesallee nachvollziehbar.

  • ^^^ Die Hafencity ist gelungen - sowohl architektonisch als auch städtebaulich. Sie funktioniert, sie lebt und ist meiner Kenntnis nach das einzige Neubauprojekt der letzten Jahre, das es geschafft hat sich als wahrer Stadtteil zu behaupten und nicht nur eine Siedlung zu sein. Von daher halte ich die Zuschreibung "Hafencity" für eine wahre Adelung. Allerdings glaube ich nicht, dass die Pirnaische Vorstadt später funktioniert - dazu sind die städtebaulichen Fehler zu grob und die Anbindung an die Reststadt zu mies. Von daher: Eine Hafencity würde ich mir hier wünschen.

  • Arnold, ich kenne die Hafencity nicht gut genug. Sind das nicht alles einheitlich geplante und jeweils monofunktionale Blöcke? (Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen Hamburgs sehen ja auch etwas anders aus.
    Welche groben städtebaulichen Fehler siehst Du denn bei der Lingnerstadt?

  • *klatscht stürmend beifall*
    Tja was soll man sagen. Sparkassen-Architekt Kulka and Friends haben ihren Sprühstuhl freien lauf gelassen und wollen dieses Architektonische Würfelhusten-Styrobomber-Wunderland der Marke -extra unausgegoren und verbastelt -auf Dresden loslassen. Na dann gehabe Wohl ärmliches Dresden. Da hat sich ja die Robotron-Schleifung so richtig gelohnt - welch eine Verbesserung :lach:. Hochwertige DDR-Bauten (immerhin InterRegional-Charakteristisch, mit Hochwertigen Fassaden, mit viel Grauer Energie, mit viel Platz zum Weiterbauen) welchen durch diese piefige Allerwelts-K**** ersetzt werden. Da sieht man mal wieder den Provianzialismus von Dresden wie sehr Investoren einen F*** auf die Stadt geben. Selbst Mäckler scheint seine neue Schippe BA-Absolventen die Aufgabe übergeben zu haben, denen er noch nicht richtig den Kopf gewaschen hat, den die Erfahrenen Mitarbeiter waren mit wichtigeren Beschäftigt. Da haben die Buben sich schon mal an den Wettbewerbs-Alltag für die bedeutenden Aufgaben herangetastet - mit Dresden kann man es ja machen.


    Gespannt bin ich ob die Erdgeschosszone so den funktionieren wird, da es sich schon anschickt zu fragen ob die zu nahe gelegenen Mannigfaltigen Einkaufsmöglichkeiten die Vorort-Einkaufskraft über den üblichen Späti- und Supermarkt hinaus zu sehr begrenzt. Am Ende wird es eine hohe Mieter-Fluktuation haben und eher Büro-Gewerbe Resteessen.
    Schön wäre es schon wenn wenigstens die einzige Stärke des desaströßen Baukulturellen-Vergewaltigungsakt namens Lingnerstadt wenigstens da nicht total gegen die Wand fährt. Die Grunauer-Erdgeschoss-Situation macht da ja zarte Hoffnung oder negiert diese komplett.


    Hier hätte es mindestens eine Berliner-Werkbundstadt gebraucht um die Baukulturelle verschandelung des Gebiets zu rechtfertigen. Mit der nun vorgelegten Planung ist das komplett daneben gegangen.
    Auch finde ich Kulkas New-York-Downtown vergleich nun umso lächerlicher.
    Den die NYD-Gebäude sind ultra-teure Hochwertige bauten der Post-Post-Loft Architektur. Diese passen zwar nicht nach Dresden setzen aber einen anderen Standard in den Raum, der von Kulka and Sparkassenfriends kilometerweiter unterschritten wurde.


    Die Hafencity ist gelungen - sowohl architektonisch als auch städtebaulich. Sie funktioniert, sie lebt und ist meiner Kenntnis nach das einzige Neubauprojekt der letzten Jahre, das es geschafft hat sich als wahrer Stadtteil zu behaupten


    Die Hafencity ist ein überteuertes Gated-Community Ghetto mit recht minderwertiger Architektur- im vergleich zu den Summen die dort reingepfeffert worden (was natürlich auch am Vergaberecht liegt). Nach Feierabend werden in dieser Innerstädtischen Schlafstadt regelrecht die Lichter ausgeknipst ausgenommen von den Noralgischen Künstlichen Bar-Inseln die im vergleich zu den gewachseneren Vierteln der Umgebung recht unterbelegt sind.

  • Nimm es mir nicht übel, dass ich Dein aggressives Geschreibsel bestenfalls überfliege. Oder doch, das ist mir eigentlich Wurst.

  • zur Lingnerstadt: Kulka hatte auf der Veranstaltung kaum eine Ahnung, wovon er da sprach, belobhudelte sich permanent selbst, ein Schema des Bauens anzuwenden, was 150 Jahre alt ist und befand sich gleichmal als Erfinder des Rades. Es war ein radebrechendes Selbstbeweihräuchern ohne gleichen.
    Die Architekturen sind bestenfalls Mittelklasse - ein "Central Park" Effekt ist niemals damit zu erwarten. Schon weil die Westseite eine gleichbleibende Höhenlinie hat. Der robotron-Block in "neu". Und solange man seine eigenen Werke mit etwas besserem vergleicht, langt man maximal in den Topf des zweiten Platzes. Außerdem wüsst ich nicht, dass die Formensprache und der architektonische Stil der sozialistischen 60er in New York anzutreffen wären. Denn das war (auch richtigerweise vor Ort angesprochen) das erste was einem zu den vorgestellten Visus in den Sinn kam. Dazu kommt, dass seit der Konzeption (vor Jahren) sich an der Gestaltung der Fassaden NICHTS geändert hat - was zum Teufel arbeiten diese Männer eigentlich?
    Und als dann noch Kulka von seiner Lingneralle-begleit-Kiste sprach als wär es ein geschmiedetes Juwel aus seiner Hand, wo die Rückseite besonders eindrucksvoll ist (seine Worte) und 10 Minuten brauchte um auszudrücken, was diese Architektur bedeute, war bei mir endgültig klar, dass sich sein Dasein als Architekt damit erschöpfen sollte. Wenn ich ein Gebäude betrachte, möcht ich keinen Beipackzettel dazu lesen, um zu wissen, dass der Architekt es aus welchen Gründen auch immer schön findet, sich dieser Eindruck aber bei mir nicht einstellt.
    Dass Mäckler nicht anwesend war, kann eigentlich auch bezeichnend sein.


    Und als dann Sulzer die Gestaltung der Architekturen als zweitrangig zur Errungenschaft der Kleinteiligkeit und Blockrandbebauung zur Sprache brachte (wohl gemerkt als Mitglied der Gestaltungskommission) und damit verteidigte, hat man sich nen Hirnschlag gewünscht, um der Tragödie nicht länger zuschauen zu müssen.


    Und die Aussage der Architekten, dass die Flachdächer weder grün, noch Solaranlagen erhalten sollen, mit der Aussage des Baubürgermeisters am Montag im DNN Interview kollidierte, dass er Flachdächer toll findet, weil ökologisch und geeignet für Begrünung und Solaranlagen (die ja auch immer angeschrägt ist), hat sich der Sumpf und die Idiotie im Dresdner Bauwesen mehr als deutlich zu Wort gemeldet.


    Der Haufen auf dem Podium (Kister, Kulka, Schmidt-Lamontain, Sulzer und Szuggat) hat sich die letzten 2 Wochen mehr als lächerlich gemacht und das wiederholt. Scheint nur keiner mitzubekommen oder zu interessieren - der Saal war ja eher wenig gefüllt. Da weißte nur leider nicht mehr, ob man da lachen oder weinen soll. Am Ende bekommen die Dresdner und Dresden wohl doch was sie verdienen. Leider ist mein Anspruch da höher.

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    Danke für die Eindrücke. Besonders das mit den Dächern ist reichlich bescheuert, da man für die Dachlast einer Stauchwieslein (was auch immer das Ökologisch zum Stadtklima beitragen soll) recht hohe Statische Anforderungen benötigt die wiederum die Kosten hochschnellen lassen. Außer er meinte eine Normale Wiesen-Dachbegrünung als Dämmschicht die Stadtklimatisch eher keinen Nennenswerten Nutzen hat (außer er stellt Bienenkorb auf).


    Und das Mäkler der ja zusammen mit Sonne ausgerechnet die “Konferenz zur Schönheit und Lebensfähigkeit der Stadt“ veranstaltet mit seinen Investoren-Ghetto Entwürfen da nicht gesehen werden will wundert auch sehr wenig.:lach:

  • Stadtträumer, da ich auch anwesend war, weiß ich genau was Du meinst, stimme Dir aber trotzdem weitestgehend nicht zu!
    Peter Kulka ist mittlerweile ein recht betagter Mann, was man ihm auch anhört. Mich hat gestört, dass er sich nicht besonders gut vorbereitet hatte. Mir schien es, als ob er sich erst auf der Bühne überlegt hat (wenn nicht sogar erst beim Reden) wie er die Ideen seines Büros dem Publikum erklären will. Schlecht erklärt, bedeutet aber nicht schlecht geplant. Wenn Du der Meinung bist, dass der hermetisch geschlossene mittlerweile abgebrochene Robotronblock mit seinen endlosen Fensterbändern, mit der Neubebauung wieder auflebt, kann Dir leider niemand mehr helfen! Die Neuplanung bietet wesentlich mehr Wegeverbindungen, als selbst die Vorkriegsbebauung. Hier kann man nichts besser machen! Was die Fassaden betrifft, würde ich mir auch noch eine Steigerung wünschen. Dabei finde ich aber gerade die Entwürfe des Büros Kulka (ich bezweifle einfach mal, dass der Senior daran noch groß mitarbeitet) definitiv am Besten. Überhaupt nicht gefallen mir die Fassaden des Büros KSG. Recht enttäuschend finde ich auch die Entwürfe von Mäckler. Insofern bin ich eigentlich ganz froh, dass er nur wenige im aktuell geplanten Baufeld beisteuert. Möglicherweise wird er ja in Richtung Blüherpark oder Bürgerwiese ein wenig mehr zu tun bekommen?
    Nochmal zu zwei der von Dir angesprochenen Punkte: Der Vergleich mit dem Central Park hinkt natürlich gewaltig. Das ist sicher auch Kulka klar. Er hat halt nach einem Beispiel gesucht, bei dem ein Parkrand von einer harten Bebauungskante gebildet wird. Das bekannteste Beispiel ist dazu eben der Central Park. Vielleicht sollte er lieber den Alaunpark nennen. Hier ist die Situation absolut vergleichbar (außer der Himmelsrichtung).
    Der zweite Punkt ist Dein Unverständnis über die bisherige Arbeitsleistung der Architekturbüros. Du hinterfragst also, was die die ganze Zeit gemacht haben? Ich möchte Dir dringend empfehlen, Dich über das Berufsbild und die Arbeitsschwerpunkte von Architekten zu informieren, damit Du in Zukunft nicht mehr einen derartigen Unfug schreiben musst.

  • Wohnhochaus Pirnaischer Platz

    Hallo aktive Forenmitglieder,


    aufgrund der Nachrichten über den Brand im Hochhaus PP am 25.05.17 ist mir auf den Bildern aufgefallen das die Hälfte des Dachaufbaues verschwunden ist. Weiss jemand aus welchem Grund eine Demontage/Abriss erfolgte und wann das geschah? War das Teilstück einsturzgefährdet? Eine beginnende Sanierung ist eher unwahrscheinlich, mir zumindest nicht bekannt.
    Kann das jemand erklären?


    https://www.tag24.de/nachricht…platz-brennt-feuer-259715


    http://www.das-neue-dresden.de…/grunaer-strasse-2004.jpg


    http://3.bp.blogspot.com/-kKpl…c/xjQpIgGsKW0/s1600/2.JPG
    http://1.bp.blogspot.com/-qP0U…k/c6t6gaXTePA/s1600/1.JPG

  • Ich denke mal, dass das Haus mittlerweile so gammelig ist, dass Teile abgebaut werden bevor sie herunterfallen. Das ist also eine reine Notsicherungsmassnahme. Der Durchgang unter dem Haus ist auch mittlerweile mit einem Bauzaun abgesichert. Der Zustand des Hauses ist ein absolutes Elend. Vielleicht hat der Brand ja nun wenigstens ein Gutes, dass der Besitzer zum Handeln gezwungen wird?!

  • Wiederaufbau Prinzenpalais - ein AfD-Antrag im Stadtrat


    Die städtische Fläche am vor Jahren rekonstruierten Palaisgarten soll per Konzeptausschreibung veräußert und gleichsam ein äußerlicher Wiederaufbau beauflagt werden.
    Antrag ratsinfo


    Ich finde, gute Idee, da die Stadt hier nie etwas mit der eigentlichen Baufläche anzufangen wüßte und diese Baufläche auch keine zwingenden kommunalen Zwecke erfüllen braucht.
    Seltsam, daß erst eine Neupartei kommen muß und sich Gedanken machte.
    M.E. hätte man die olle Plattenbauschule nebenan (derzeit in teurer Sanierung) ins Palais umsetzen sollen - schöne Träumerei und Steilvorlage für Neiddebatten.


    Mal sehen, ob und ggf wie dieser Antrag nun diskutiert bzw zerredet wird.


    Derweil gings Getuschel unter den Anrainern des Rajons schon los:








  • Oh mein Gott, jetzt ist es tatsächlich passiert! Ich bin mir tatsächlich mal einig mit der AfD. Was mach ich nun bloß? Ich bin einfach mal pragmatisch und sage mir, dass ich ja schon viel länger für den Wiederaufbau des Prinzenpalais´ bin als die schwarzbraunen Haselnüsse. Gut, jetzt bin ich wieder beruhigt!


    Nun mal ganz im Ernst: Die wiederhergestellten Parkachsen des südlichen Blüherparks verlangen geradezu nach einem baulichen Bezugspunkt. Das muss in meinen Augen nicht zwingend eine Rekonstruktion des Originals sein, welches ja baukünstlerisch nicht unbedingt Erste Liga war. Zumindest müsste es aber ein Haus in der Kubatur des Originals und möglichst auf den erhaltenen Grundmauern sein. Doch warum dann nicht doch gleich eine Rekonstruktion an dieser Stelle. Damit wäre die Einheit von Park und Palais zu 100% wiederhergestellt. Ab und zu hat man zwar mal ein paar Wildpinkler in schwarzgelb im Garten und das Hygienemuseum sitzt dem Palais leider recht auf der Pelle, doch die Lage ist ansonsten bombastisch. Von mir also ein klares Ja!


    Ergänzung:
    Wofür ich aber ganz und gar nicht bin, ist eine Einschränkung der Zugänglichkeit des Parks für die Öffentlichkeit. Ein Verkauf sollte sich in meinen Augen also nur auf das Grundstück des Palais´ beziehen oder bei einem größeren Umgriff die Zugänglichkeit zur Bedingung machen!

  • ^
    Der Typ-Dresden Schulbau ist kein Plattenbau. Hätteste wohl gern um der niedergeistigen Ästhetik als populistische Steilvorlage dienbar zu machen.
    Nee wird nicht. Aber die Ideen der (inhaltlich ihrer Enstehungszeit weit enrückten) Statuen, die Robotron-Kantine als Prinzenpalais umzudeuten find ich klasse, das mit Formsteinen verzierte Gebäude gibt einen Klasse Hintegrund für ein Repräsentatives Museum für Plastiken. Ach nee da kommen ja die schrecklichen Kulkaischen Sparkassen-Klötze hin. Also ganz viel Wald um die Kantine anpflanzen um die Blickachsen von Lingnerstädtischen "Architekturperlen" freizuhalten und die Szenerie zu wahren...