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Alt 23.05.07, 21:09   #76
rec
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rec ist ein wunderbarer Anblickrec ist ein wunderbarer Anblickrec ist ein wunderbarer Anblickrec ist ein wunderbarer Anblickrec ist ein wunderbarer Anblickrec ist ein wunderbarer Anblickrec ist ein wunderbarer Anblick
Zitat:
Man will tatsächlich das handtuchbreite Grundstück zwischen Beethovenhalle und Rhein zwischen den Straßen Wachsbleiche und Theaterstraße nutzen
Ja, das war ja klar. Aus meiner Sicht eine absolut unbefriedigende Lösung: die Beethovenhalle und das neue Festspielhaus würden sich gegenseitig in ihrer Wirkung beeinträchtigen. Noch dazu die Idee, die Rheinpromenade eventuell zu überbauen. Das geht ja mal gar nicht. Schon heute ist die Uferpromenade viel zu beengt, verkrautet und muffig. Jetzt soll da auch noch so ein Klotz draufgesetzt werden.

Wenn man die Beethovenhalle gerne erhalten möchte, und so schlecht ist sie ja architektonisch in der Tat nicht, ließe sie sich im Rahmen einer ohnehin irgendwann anstehenden Sanierung auch mit relativ geringen Mitteln "pimpen". Dazu noch das Umfeld ein bißchen aufgebessert und ein ansehnliches Programm.

Für das Festspielhaus sollte man sich dann lieber einen anderen Ort suchen. Warum eigentlich nicht im Bereich Gronau/ Rheinauenpark. Ich finde die Idee gar nicht so schlecht.


Zitat:
Nicht nur das weitere Schicksal der Konzerte auf dem Museumsplatz wirft eine ganz andere Frage auf. Inwieweit soll das Festspielhaus auch für (vernünftige) Konzerte geeignet sein?
Dafür wäre ein Festspielhaus wohl eher nicht geeignet. Damit wären wir wieder bei der Diskussion um eine Multifunktionshalle.
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Alt 23.05.07, 21:26   #77
ZET-101
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rec,

mir ist ein Fall bekannt, in dem ein Interpret, der auf dem Museumsplatz aufgetreten ist, auch in der Alten Oper zu Frankfurt gastierte. Eine kleine Schnittmenge gibt es also durchaus, auch wenn das die richtige Forderung nach einer Multifunktionshalle für Bonn natürlich nicht berührt.

Die Rheinaue bzw. Gronau wäre ein ausgezeichneter Standort für das Festspielhaus, aber nicht unbedingt für Bonn. Zumindest ich wünsche mir endlich ein Großprojekt, das positiv auf die Innenstadt ausstrahlt. Das Festspielhaus könnte nicht zuletzt die Entwicklung eines geschlossenen Gastronomieviertels in der Altstadt beschleunigen.
Ein Festspielhaus in der Gronau wäre nur dann angemessen, wenn dort im großen Maßstab Wohnungen entstünden - in diesem Zusammenhang hast Du einmal von "Central-Park-Atmosphäre" in der Rheinaue gesprochen. Denn nur dann wäre ein Festspielhaus im Bundesviertel kein verschwendetes Potential.
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Alt 23.05.07, 21:37   #78
formschön
 
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^^rec,

hier stimme ich mit ZET-101 überein - das Festspielhaus soll die dringend benötigte Innenstadterweiterung vorantreiben.
Auch eine Überbauung der Straße am Schroederufer ist nicht die schlechteste Idee, die Promenade bleibt davon ja unberührt. Und wie man auf dem Stadtpanorama sowie auf diesem kleinen Bild
(links des Saalplanes´, erkennbar auch, dass noch einige weitere Säle im südlichen Teil bestehen) erkennen kann, ist die Promenade an dieser Stelle sogar einigermaßen breit. Dass sie inadäquat gestaltet ist, wird sich mit der Neugestaltung ändern.

Eine Auf"pimpung" der BHH ist zwar grundsätzlich möglich, der große Wurf wird aber nur durch einen Neubau erreicht.
Es wirf gerade Aufgabe des Architekten sein, die beiden Gebäude zu verbinden - dies wird nur herausragenden Büros gelingen.
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Alt 23.05.07, 21:54   #79
rec
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@ ZET-101

Ich wollte nicht anzweifeln, dass es dort eine Schnittmenge gibt. Allerdings ist natürlich allein die unterschiedliche Kapazität von Festspielhaus und Museumsplatz ein Grund dafür, dass die meisten Veranstaltungen inkompatibel sein dürften.


Zitat:
Die Rheinaue bzw. Gronau wäre ein ausgezeichneter Standort für das Festspielhaus, aber nicht unbedingt für Bonn.
Sehe ich aus den von dir genannten Gründen genauso. Allerdings fallen mir in der Innenstadt nicht viele Standorte ein. In die engen Strukturen passt ein großer, extravaganter Bau schlecht rein. Und am Rhein hat man mit Oper und Beethovenhalle schon zwei "Kulturtempel". Dazu noch ein Festspielhaus, ich weiß nicht recht...


@ formschön

ich will natürlich nicht eine "gepimpte" Beethovenhalle zum Festspielhaus machen, sondern denke, dass man sich im Falle einer Entscheidung für den Erhalt der Beethovenhalle für das Festspielhaus lieber einen anderen Standort suchen sollte.

Was die Promenade angeht, ich finde, dass in Bonn vieles zu eng gedacht und geplant wird. Man könnte viel mehr aus dem Rheinufer machen, dazu braucht man aber eine breite Promenade + Straße. Ich denke da an den Bund in Shanghai oder sowas, natürlich nicht so groß in der Ausführung, aber vom Prinzip her. Und nicht wie es heute ist, Schotterweg mit drei Bäumen und eine fünf Meter breite Straße (letzere zur Überbauung freigegeben). Das nenne ich provinziell.
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Alt 23.05.07, 22:07   #80
ZET-101
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Zwei Einschränkungen für die Lage des zukünftigen Festspielhauses sind wünschenswert: Rheinufer und Innenstadt. Wahrscheinlich ist die gleichzeitige Erfüllung beider Forderungen ein unlösbarer Zielkonflikt. Es bliebe die vorgeschlagene Lösung am Alten Zoll (fragt mich nicht, wo da noch Platz sein soll).

rec, Deine Ausführungen zur Gestaltung der Rheinpromenade sind vollkommen richtig. Den Bund macht allerdings seine monumentale Bebauung aus, die direkt an die Promenade reicht. Das wäre in Bonn wahrscheinlich schon wegen der Bestimmungen zum Hochwasserschutz nicht möglich.
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Alt 23.05.07, 22:17   #81
rec
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Zitat:
Es bliebe die vorgeschlagene Lösung am Alten Zoll (fragt mich nicht, wo da noch Platz sein soll)
Stadtgarten?
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Alt 23.05.07, 22:21   #82
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Sicherlich, aber das kann doch nicht ernst gemeint sein, oder?
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Alt 23.05.07, 22:22   #83
rec
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Doch, doch.

Der BDA hat nur Grundstücke vorgeschlagen, die sich in städtischem Eigentum befinden.
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Alt 23.05.07, 22:27   #84
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Bin ich jetzt bescheuert oder...
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Alt 23.05.07, 22:27   #85
mischakr
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Die verlorene Innenstadt, also das kriegszertörte Rheinviertel, hat unglaublich gute Eckdaten was zentrale Lage am Fluss und Errreichbarkeit angeht.

im Gegensatz zu allen umgebenden Vierteln, nämlich Altstadt, die erhaltene Innenstadt und Südstadt, ja sogar im Vergleich zu Beuel ist die verlorene Innenstadt absolut tot, unattraktiv und völlig unterbewertet. Ein inakzeptabler Zustand

Die einzige Hoffnung für das Rheinviertel ist die Festspielhalle und eine Uferaufwertung. nur so kann die Stadt das Rheinviertel zurückgewinnen und auch in die Erinnerung der Menschen zurückrufen. Nachfolgende Investitionen könnten das Viertel attraktiver und urbaner machen.

Ohne Festspielhalle wäre das Rheinviertel verloren. Die Stadt würde das tun, was sie seit 2000 Jahren macht: sich nach Süden verlagern und Stadt im Norden aufgeben. In die "neue Mitte" investieren und die alte Mitte endgültig zur Vorstadt verkommen lassen. Nördlich des Suttnerplatzes wäre Wüste.
Bezeichnenderweise liegen alle Standortvorschläge ausser einem (dem neben der Beethovenhalle) südlich des Suttnerplatzes!!

Man darf nicht nur an das Feststielhaus selbst denken sondern auch an die Statdentwicklung. Wo sonst könnte ein Haus so positive Wirkung erzielen wie im Rheinviertel?
Wie oben erwähnt, wurde auch in Dortmund ein runtergekommenes Innenstadtviertel erfolgreich belebt!

Ein grosses Problem ist das wenig urbane Ufer, welches mangels inspirirender Bebauung nicht zum Flanieren einläd. Zudem fehlt ein Endpunkt der Promenade.
völlig überflussig ist die nervige Strasse, die am Ufer entlanggeht. Sie sorgt für Ungemütlichkeit und trennt das Ufer von der Stadt. Besonders negativ wirkt sie sich aus an den Parkplätzen unterhalb der Beethovenhalle und an der Oper.

Wer also die Strasse (zumindest teilweise) schliessen oder überbauen will bekommt nur Applaus von mir!

Ein weiteres Problem ist, dass die relativ kleine Beethovenhalle alleine auf Ihrem Hügel weit vom Fluss entfernt sitz. Von der anderen Flussseite sieht das gut aus, wer einmal unter der Halle am Ufer gestanden hat weiss wie öde die Ecke ist
Ein mutiger Bau (gern auch als deutlicher Kontrast zur Beethovenhalle) als prägnanter, urbaner und vielleicht auch grossstädtischer Endpunkt wäre mir sehr willkommen. Die Beethovenhalle würde ich von allen Adnexen befreien, nur den zentralen Kuppelbau stehenlassen. warum nicht auch als Multifunktionshaus für teilweise kulturfernere Veranstaltungen?

dann die Promenade verschönern.

eine Generalatacke von Stadtplanung, Architektur, neuen Inveritionen, Kreativität und Kultur könnte das Rheinviertel zurückholen-und das wäre 1000 mal wertvoller als ein Leuchtpunkt im Rheinaupark oder ein Lückenschluss an der Museumsmeile!!
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Alt 23.05.07, 22:48   #86
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mischakr,

ich sehe dies genauso, und vielleicht weißt Du bereits durch das, was ich über Alt-Bonn geschrieben habe, daß auch ich ein großer Freund des alten Rheinviertels bin. Die Bebauung nördlich der Kennedybrücke ist sehr dicht, zählt mitunter sechs Vollgeschosse und wird nicht so leicht zu ersetzen sein. Dies ist es, was mich sehr pessimistisch stimmt. Vielleicht kann man das Rheinviertel aus seinem Dornröschenschlaf erwecken, indem in die Ergeschosse des Bestandes Ladenlokale integriert werden.
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Alt 23.05.07, 23:06   #87
mischakr
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Die Wiedergewinnung des Rheinviertels muss emotionaler Natur sein.

ein Festspielhaus könnte das Rheinviertel für das kulturelle Bonn zurückgewinnen. Eine gute Promenade ein Treffpunkt sein. Strassengastronomie und Szeneläden das Viertel für junge und kreative interessant machen.
Das alte Rheinviertel zurückzugewinnen ist unmölich. Aber durch einen Aufbruch in die Zukunft könnte es viele andere Stadtteile Bonns überflügeln.
Ich will das Rheinviertel nicht wieder schön haben. Aber bitte lebendig, kreativ und interessant. Warum kein kleiner Köln-Ehrnfeld-Klon? dort ist es weder schön noch geordnet, aber sehr lebendig und zeitgeistig. Das fehlt Bonn, und das Rheinviertel wäre ein optimaler zentraler, überschaubarere Or dafür!

Bei den sehr beliebten umgebenden Vierteln ist es doch auffällig, dass ausschliesslich das Rheinviertel komplett ignoriert und gemieden wird. Bei Stadtplanung, Investoren, Einwohnern, Geschäftsläuten. Und die Tatsache, dass es kaum Altbauten gibt, kann nicht als einzige Ursache gelten.
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Alt 23.05.07, 23:22   #88
ZET-101
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Die Hauptursache für das heutige Schattendasein des Rheinviertels ist die Entscheidung, es nach dem Kriege zum reinen Wohnviertel umzugestalten. Als solches funktioniert es ja recht gut, insofern ist das damalige Ziel erreicht. Doch dies wurde damit erkauft, daß das Rheinviertel seine klassischen Altstadtfunktionen, wie sie sich die angrenzenden Viertel bewahrt haben, für immer verlieren würde, was nur sehr schwer rückgängig zu machen ist. Vielleicht schafft das nicht einmal ein Festspielhaus.
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Alt 23.05.07, 23:32   #89
mischakr
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wie gesagt, es soll nicht die alte Funktion wiedergewinnen, kann es auch nicht.
Aber irgendetwas außer provinzielles Wohnviertel kann man darraus sicher machen
Nirgends würde eine Transforamtion und radikale Veränderungen auf weniger Widerstand treffen als hier
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Alt 23.05.07, 23:43   #90
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Die von Dir angesprochene Gastronomie würde ich schon als "altstadttypisch" ansehen. Widerstand gegen jede Veränderung ist nicht zuletzt von den Anwohnern selbst zu erwarten.
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