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Alt 22.12.11, 21:56   #136
tieko
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tieko wird schon bald berühmt werdentieko wird schon bald berühmt werden
@rebelhai:

Der Grund ist, daß die Gleise 10 und 11 völlig überlastet sind. 466 Züge am Tag im 90 Sekunden Takt.

http://www.koeln.de/koeln/koelner_ha...se_297469.html

Im Wahlkampf 2009 wollte Ramsauer noch 60 Millionen investieren, um zwei neue Gleise einzurichten.
Jetzt kann er keinen Bedarf mehr erkennen, einfach lächerlich.

Die Kohle braucht er nun für seine süddeutschen Prestigeprojekte und die werden von Monat zu Monat teurer.

Ramsauer ist kein Verkehrs- sondern ein Standortpolitiker (meine Meinung).

Geändert von tieko (22.12.11 um 22:41 Uhr)
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Alt 02.01.12, 11:29   #137
RebellHAI
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RebellHAI befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Ja das die Gleise 10 und 11 überlastet sind, das weiß ich.

Ich frage mich halt nur: Was bringt eine Entlastung dieser 2 Gleise wenn sowohl davor als auch dahinter alles wieder zurück auf diese 2 Gleise muss. Durch das permanente Gleistellen sehe ich es sogar realistischer das die Züge noch länger stehen bleiben. So fahren sie aktuell halt in 3 Minuten takt los und hintereinander weg. Es wird nicht schneller wenn man 2 Gleise daneben baut. Die Wartezeit auf Grün ist genauso lange. Jetzt muss halt der Zug von Gleis 10 richtung Gummersbach von Gleis 12 Starten... dafür muss der jetzt aber auch erstmal wieder auf Gleis 10 rüber. In der Zeit in der er das machen muss blockiert er ggfls. einen Zug der auf Gleis 11 einfahren wollte und auch den Zug der auf Gleis 10 zur Abfahrt bereit steht.

Die möglichkeiten der Ankunft und Abfahrt sind begrenzt und imo nicht durch eine Bahnhofsvergößerung zu lösen.
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Alt 02.01.12, 12:09   #138
Richard Neutra
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Trotzdem kann der Bahnhof immerhin mehr Züge "speichern" und durchaus mehr Kapazität schaffen. Das Gleisvorfeld im Westen müsste man eventuell etwas umbauen, aber ich habe nicht den Eindruck, dass dort prinzipiell schon eine Kapazitätsüberlastung gegeben ist, also auf dem Vorfeld. Der Engpass ist der Bahnhof selbst und die Hohenzollernbrücke.
__________________
Gute Architektur hat einen gelungenen Bezug zur Umgebung, erfüllt ihren Zweck und versucht vor allem nicht Architektur zu sein.
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Alt 03.01.12, 22:26   #139
Salzufler
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@RebellHAI

Die Planung für die Erweiterung des Hauptbahnhofes sieht einen neuen S-Bahnsteig nördlich der bisherigen vor. Diese beiden neuen Gleise werden aber natürlich nicht einfach nur "drangepackt". Vielmehr werden alle vier S-Bahngleise nach Fertigstellung im Richtungsbetrieb betrieben.

Das bedeutet:
S-Bahnen aus Richtung Hansaring nach Deutz nutzen künftig die Gleise 10 und 11; in der Gegenrichtung werden entsprechend die Gleise 12 und 13 befahren. Dadurch müssen, wie heute, keinerlei Fahrstrstraßen gekreutzt werden; beide Richtungen operieren autark voneinander.

Durch diese Erweiterung wird die Kapazität der S-Bahn sehr wohl gesteigert, mit kleinem Hacken: Auch in Deutz müssten zwei S-Bahngleise neu gebaut werden, am Hansaring ist es wegen geringerer Fahrgastwechselzeiten nicht so nötig (Und wahrscheinlich auch räumlich unmöglich).
Bei der S-Bahn ist die Kapazität der Hohenzollernbrücke kein Problem, die beiden Gleise würden noch viel mehr Zugbewegungen vertragen. Das Problem sind die Haltestellenaufenthaltszeiten. Wenn ein Zug am Gleis steht blockiert er damit die gesamte Fahrstraße im Hauptbahnhof und den Streckenblock davor auf der Hohenzollernbrücke oder in Höhe Eigelstein. Bleibt ein Zug mal länger als 1-2 Minuten im Hauptbahnhof stehen kann damit der gesamte dichte Verkehr zum (kurzzeitigen) erliegen kommen. Wie beim Autostau hat auch der Zugstau "ein Gedächnis" und wird nach dem Staugrund immer strärker wenn keine Entlastung eintritt.
Wenn aber zwei Züge gleichzeitig im Hauptbahnhof abgefertigt werden können steigt die Leistungfähigkeit der gesamten Strecke und vor allem stabilisiert sich der Zuglauf auf der Stammstrecke erheblich. Und das ist Voraussetzung für eine Erweiterung des Kölner S-Bahn-Netzes.
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Alt 03.01.12, 23:32   #140
RebellHAI
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RebellHAI befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Danke. Das leuchtet mir jetzt so ein und ist nun auch für mich Nachvollziehbar .

Dennoch müsste ein ganz neuer Fahrplantakt gefunden werden nur für den Hansaring. Zu Stoßzeiten fahren die hier alle 3 Minuten los (48 Abfahrt der S12, 51 Abfahrt des RB24 (am HBF S12 - 51 /RB24 54)

Aber immerhin verstehe ich jetzt wie die denken. Das Bedeutet mir viel
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Alt 04.01.12, 08:02   #141
tieko
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Ein weiterer Grund ist, dass der der schmale Bahnsteig für die Gleise 10 und 11 vom Strom der Reisenden stark entlastet würde.
Es gab schon Tage, an denen der Bahnsteig wegen Überfüllung gesperrt werden musste.
Schon an normalen Arbeitstagen kommt es an den Aufgängen zu erheblichen Gedränge. Die Bahn hat bereits die Gepäckbänder an den Treppen entfernen lassen, um mehr Platz zu schaffen.
Durch den Ausbau würde das Ein- und Aussteigen deutlich flüssiger und ungefährlicher werden, wodurch weitere Zeit eingespart werden könnte.
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Alt 04.01.12, 11:07   #142
RebellHAI
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Das die Gleise gesperrt wurden ist mir noch nie untergekommen (zumindest nicht mit dieser Begründung)... und ich hab da schon heftigsten Ansammlungen gesehen, gerade zu Karneval.
Die Gepäckbänder gab es meine ich noch nie zu den Gleisen 10/11 weil diese ja nur den Nahverkehr bedienen und für diesen Gepäckbänder recht sinnlos sind.
Aber ich kann mich Irren. Aber wenn es die gab muss das schon ARG viele Jahre her sein .
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Alt 04.01.12, 23:50   #143
Salzufler
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Verlängerung Line 3: Görlinger Zentrum

In der Anlage 1 der Ratsdrucksache findet man einen aktualisierten Plan der Verlängerung der Stadtbahnlinie 3 um eine Station ins "Görlinger Zentrum".

Allerdings entspricht dieser Plan nicht dem letzten Stand der Planung; die Brücke über den Militärring entfällt und wird durch eine LSA ersetzt.

Ratsinformationssystem der Stadt Köln

Leider werden keine Termine genannt; mein letzter Stand ist Eröffnung Ende 2013.
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Alt 11.01.12, 11:26   #144
Citysurfer
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Im Zuge der "Sanierung" (bzw. des Neubaus) von Brückenbauwerken durch die DB bis zum Jahre 2025 möchte die Stadt die Fahrbahnen auf Zülpicher Str. und Luxemburger Str. verbreiten, um Engstellen zu beseitigen. Die Bahn verlangt hierfür eine Kostenbeteiligung von der Stadt von 6 Mio. Euro und drängt auf eine schnelle Entscheidung.

Da die Bahn nicht plant, die bestehenden Stahlkonstruktionen zu sanieren, sondern diese durch schlichte Betonkonstruktionen ersetzen will, könnten diese auch verbreitert werden, wenn die Stadt dies wünsche.

So sollen, nach Wünschen der Stadt, die Zülpicher Str. um 3,50 Meter, die Luxemburger Str. um 1,25 Meter im Bereich der Brückenbauwerke verbreitert werden. Diese sei im "elementaren Interesse der Stadt" - so Baudezernent Streitberger - um "die Unterführungen sicher, leistungs- und zukunftsfähig auszubauen". Streitberger räumte ein, dass die neuen Brückenbauwerke Betonbrücken in 08/15 - Ausführung der Bahn sein werden.

Dies biete die Chance, den Bahnsteig auf der Zülpicher Str. als Mittelbahnsteig zu realisieren und zusätzlich Radwege unter der Unterführung anzulegen. Zusätzlich möchte die Stadt einen neuen Zugang von der Zülpicher Str. zum Südbahnhof schaffen und einen Aufzug bauen.

Da die Bahn auf eine Entscheidung der Stadt drängt, wurde im Hauptauschuss des Rates zwar beschlossen, 400.000,- € für Planungskosten bereitzustellen - ein Beschluss für eine Verbreiterung der Unterführungen wurde jedoch noch nicht getroffen.

In der Prinausgabe des KStA ist zudem vermerkt, dass die Denkmalbehörde die beiden Brücken in die Schutzliste aufnehmen will.

http://www.ksta.de/html/artikel/1326106298860.shtml
http://www.rundschau-online.de/html/...02524880.shtml

Zülpicher Str.
http://www.bilderbuch-koeln.de/Fotos/17070
http://www.bilderbuch-koeln.de/Fotos/17070#134709
Luxemburger Str.
http://www.bilderbuch-koeln.de/Fotos/17070#62629
http://www.bilderbuch-koeln.de/Fotos/62629#59262
http://www.bilderbuch-koeln.de/Fotos/17070#17625

Der Kommentar der Rundschau warnt vor übereilten Beschlüssen und gesichtslosen Neubauten:
http://www.rundschau-online.de/html/...02524883.shtml
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Alt 11.01.12, 12:12   #145
RebellHAI
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Was bitte ist denn so besonders an den Brücken das die jetzt auch noch "schnell schnell" unter Denkmalschutz gestellt werden. Das sind einfach nur Bahnbrücken mitten in Wohn bzw. Büro/Industrie gebieten und für mich auf keinen Fall Erhaltenswert.

In dem Falle würde es mich pers. auch nicht Stören sogenannte 0815 Betonbrücken da stehen zu haben da diese Stahlbögen eben auch nicht mehr sind als 0815.

Stadt sollte zustimmen. Meine Meinung nach.
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Alt 12.01.12, 12:11   #146
Rheingeo
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Gerade die Brücke über die Zülpicher Straße kommt noch aus der Anfangszeit des Eisenbahnwestrings. Es wäre eine Schande eine solche Konstruktion nur durch langweilige Betonbrücken zu ersetzen. Der Reiz dieser Ecke der Stadt liegt gerade in diesen alten Stahlbrücken aus der Gründerzeit.
Dazu muss noch erwähnt werden, dass der Eisenbahnwestring die Berliner Stadtbahn als Vorbild hatte. Dementsprechend aufwändig fiel in der Gründerzeit die Gestaltung der Bahnhöfe West, Süd und der Brücken aus. Diese Ignoranz gegenüber der gebauten Historie ist halt typisch Köln und typisch Bahn. Bei der Sanierung der Berliner Stadtbahn wurden wenigstens einigermaßen hochwertige Elemente verbaut. In Köln sollte das genauso sein! Die Stadt sollte die Brücken unter Denkmalschutz stellen und bei Verhandlungen darauf pochen.
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Alt 12.01.12, 12:30   #147
RainerCGN
 
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@Rheingeo: Das sehe ich genauso wie Du. Es wäre ein herber Verlust wenn man diese Stahlkonstruktionen durch 08/15 Stahlbetonbrücken ersetzten würde. Man käme ja auch nie auf die Idee, die Halle des Kölner HBF durch einen profanen Nutzbau "wie die Halle des Münchener HBF" zu ersetzten!
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Alt 12.01.12, 13:41   #148
Tilou
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Beiträge: 427
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^... oder gar die Hohenzollernbrücke durch eine effiziente, aufbautenlose Betonbrücke auszutauschen Ich sehe das genau wie ihr, diese genieteten Stahlkonstruktionen sind für mich irgendwie Ausdruck klassischer Urbanität und alter Ingenieurbaukunst. Zumindest an so markanten Stellen wie hier muss ein Erhalt ja wohl geboten sein.
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Alt 12.01.12, 13:46   #149
Eklektizist
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Wobei gerade das Beispiel des Hauptbahnhofes zeigt, dass der Wunsch nach etwas vermeintlich Besseren und Neuerem zwar nicht zum Abriß der Halle, allerdings des repräsentativen Empfangsgebäudes geführt hat.
Ich gehe daher davon aus, dass bei den Brücken, die vermutlich bei Vielen als unpraktisch, dunkel und wegen der Tauben als dreckig empfunden werden, leider den Argumenten "praktisch, neu und breiter" eine höhere Gewichtung beigemessen wird als Ideen des möglicher Denkmalschutz oder Ästhetik.
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Alt 12.01.12, 15:08   #150
RainerCGN
 
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Mir persönlich geht es gar nicht so sehr um den Ehralt der Brücken, als vielmehr um die Frage durch was sie ersetzt werden. Das die Brücken zu klein sind versteht sich von selbst und eine Aufweitung macht durchaus Sinn. Dann sollte die Stadt aber Mittel und Wege finden, sich 1.) nicht von der Deutschen Bahn über den Tisch ziehen zu lassen und 2.) auf eine ansprechende Neugestaltung der Brückenbauwerke zu bestehen. Inwieweit die Stadt dazu Rechtlich allerdings in der Lage ist, kann ich als Laie aber nur schwer beurteilen.
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