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Alt 27.09.08, 17:32   #1
ForzaLE
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ForzaLE sitzt schon auf dem ersten Ast
Leipzig: St. Trinitatis (realisiert)

Ich denke, das Thema hat in der atheistischsten Stadt Deutschlands einen eigenen Thread verdient, zumal die Planungen konkreter zu werden scheinen. Cowboy

So richtig zum Thema passt es zwar nicht aber heute stand ein Artikel in der LVZ, in dem es sich um den geplanten Neubau der katholischen Kirche in der Leipziger Innenstadt handelt. Der Einfachheit halber fasse ich mal stichpunktartig zusammen:

-im Fachausschuss Stadtentwicklung und Bau herrscht grundsätzlich Konsens darüber das Katholiken Kirche in exponierter Innenstadtlage bauen dürfen
-Grundstück steht höchstwahrscheinlich fest, gebaut werden soll gegenüber dem Neuen Rathaus in der Nonnenmühlgasse (m.M.n. super Standort)
-erste Skizze der Machbarkeitsstudie - lang gestrecktes einstöckiges Gebäude mit großer Turmerhöhung am Rand - ist mehrheitlich abgelehnt worden ("...offensichtlich für randstädtische Fläche gedacht...")
-Baukörper soll in Höhe heutiger und zukünftiger Bebauung angepasst sein, Architektenwettbewerb ist geplant, Entwurf muss ins städtebauliche Konzept passen
-Gebäude wird nach Wunsch der katholischen Kirche auf jeden Fall modern werden

more to come...
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Alt 27.09.08, 22:16   #2
dj tinitus
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dj tinitus ist einfach richtig nettdj tinitus ist einfach richtig nettdj tinitus ist einfach richtig nettdj tinitus ist einfach richtig nettdj tinitus ist einfach richtig nett
der angedachte standort für die kirche ist sehr prominent. allerdings könnte direkt gegenüber des neuen rathauses selbst eine turmerhöhung - in bezug auf baumasse und gestaltung - ziemlich mikrig wirken. dieses problem wurde offensichtlich erkannt. ob es auch gelöst werden kann, ist allerdings fraglich.
die reformierte kirche zeigt zwar sehr eindrücklich, wie ein kirchenbau auch in blockrandbebauung sich durchaus einfügen und gleichzeitig akzente setzten kann. aber so etwas scheint (angesichts der vorgelegten machbarkeitsstudie) für die trinitatis-gemeinde weder erwünscht noch finanzierbar.
bleibt zu hoffen, dass eine lösung gefunden wird, bei der lage und architektur miteinander in einklang stehen.
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Alt 28.09.08, 17:36   #3
Ranger
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Ranger sitzt schon auf dem ersten Ast
dabei würde ein kirchenbau garnicht mehr jahrhunderte dauern, wie in damaligen zeiten, sondern nur wenige jahre. und trotzdem ist die schönheit so in den hintergrund gerutscht. wieviel mühe sich menschen aufgrund ihres glaubens gemacht haben, mit dem wissen, dass sie das endergebnis eh nie zu gesicht bekommen würden.
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Alt 29.09.08, 07:31   #4
Cowboy
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Eieiei, noch weiß keiner, wie die neue Kirche aussehen wird, aber einige wissen schon, dass sie schlecht aussehen wird. Abwarten, den vorgesehenen Platz auf der Brachfläche gegenüber dem Neuen Rathaus finde ich schon mal genial, und durch die doch recht begrenzte Fläche dürfen wir uns außerdem auf einen kompakten Komplex freuen.
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Alt 29.09.08, 12:34   #5
DaseBLN
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Naja, in der LVZ war explizit die Rede von einem einstöckigen Gebäude, dass eher randstädtischen Ansprüchen genügt hätte. Da stelle ich mir persönlich und sicherlich auch einige andere eine Industriehalle drunter vor. Zur Nedden hat erklärt, es hätte sich nur um eine Machbarkeitsstudie gehandelt, ob man alle benötigten Räume in einem einstöckigen Gebäude unterbringen könnte, andere Ausschussmitglieder sprachen von einem Entwurf. Da stellt sich einem doch die Frage, wieso man überhaupt eine Machbarkeitsstudie für ein einstöckiges Gebäude erstellt, wenn nich von vornerein sowas das Ziel ist. Mit Kompaktheit hat das m.E. auch wenig zu tun.

Ich glaube auch nicht, dass die Mehrheit hier fatalistisch ist, aber man sieht (auch in der Umgebung von Leipzig), wie einstöckige Kirchen mit Turmnadel aussehen. In solch zentraler Lage hat so etwas nichts zu suchen. Ich begrüße es, dass die katholische Kirche im Zentrum neu bauen will, aber das darf kein Freibrief sein, da irgendwas hinzustellen. Wer ein Grundstück in dieser Lage erhält, sollte definitiv verpflichtet werden, dort Städtebau zu betreiben und nicht die Verwirklichung eigener feuchter Träume ohne Rücksicht auf die Umgebung. Wenn die finanziellen Mittel der Gemeinde für ein halbwegs anspruchsvolles Gebäude nicht reichen, muss man eben Abstriche hinnehmen, sei es, was die Lage betrifft (in Plagwitz wird bald eine Kirche frei) oder die Umsetzung (Zusammengehen mit der Initiative zum Wiederaufbau des Johanniskirchturms - damit kein rein modernes Gebäude).


Grüße,
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Alt 29.09.08, 13:26   #6
LEgende
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^ Sehr konstruktiver Beitrag, gefällt mir! An der Kirche in Naunhof bin ich vor 2 Monaten vorbeigeradelt; ich dachte das wäre die Garage für die Gemeindemitglieder und Besucher der Kirche.

Das großzügige "Platz verschenken" dürfte in einigen Jahren vorbei sein. Dann kann die Stadt auch wieder die Forderungen stellen, und ist gegen "Billig-Investoren" gefeilt.
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Geändert von LEgende (29.09.08 um 13:42 Uhr)
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Alt 29.09.08, 15:24   #7
Cowboy
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DaseBLN, recht haste mit dem, was du geschrieben hast. Nur habe ich aus Forzas Beitrag entnommen, dass ein "lang gestrecktes einstöckiges Gebäude mit großer Turmerhöhung am Rand" vom Tisch sei. Offensichtlich ein Irrtum?
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Alt 29.09.08, 15:56   #8
DaseBLN
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Also aus dem Artikel der LVZ geht für mich hervor, dass zur Nedden den Entwurf dem Ausschuss präsentiert hat. Deswegen auch die unterschiedlichen Sichtweisen (Machbarkeitsstudie vs. Entwurf). Positiv ist der Kommentar es Ausschussmitgliedes Siegfried Schlegen von "Die Linke", nach dessen Aussage der Ausschuss einen Entwurf fordert, der insbesondere in der Höhe der zukünftigen und bereits vorhandenen Bebauung angepasst sein soll.

Offensichtlich wollte hier allerdings zur Nedden als Beigeordneter für Stadtentwicklung etwas einbringen, was gar nicht geht - und das macht Grund zur Sorge. Hoffen wir, dass die Informationspolitik und der Fachausschuss Stadtentwicklung und Bau als Kontrollgremium weiterhin so gut funktionieren wie bisher.

Was mich auch wundert: offensichtlich sind Leuschnerplatz und das Gebiet um die Nonnenmühlgasse nicht Teil des selben Bebauungsplanes - der Plan zur Reko/Neubau der Markthalle wurde ja mit der Begründung abgelehnt, dass hier erst eine Änderung erfolgen sollte. Die katholische Kirchgemeinde hatte aber noch vor wenigen Wochen keine Ahnung, wo in Innenstadtnähe gebaut werden sollte.

Grüße,
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Alt 29.09.08, 15:58   #9
ForzaLE
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ForzaLE sitzt schon auf dem ersten Ast
Ich hab die Zeitung zum Glück noch also ich zitiere mal Mitglieder des Fachausschusses Stadtentwicklung:
"Der Entwurf war offensichtlich für eine randstädtische Fläche gedacht, nicht für ein Grundstück mitten in der Innenstadt[...]. Das sieht aus wie eine Nadel in der Landschaft." (Siegfried Schlegel)
"Vorher werden wir dem Ausschuss jedoch noch einmal eine überarbeitete Skizze mit einer anderen möglichen Gebäudeform präsentieren."(zur Nedden)
"Grundsätzlich meinen die Mitglieder[...], dass ein Neubau in exponierter Innenstadtlage entstehen soll. "Nur eben nicht in dieser Art und Weise."(Opitz)"
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Alt 01.10.08, 09:20   #10
stoney85
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stoney85 könnte bald berühmt werden
Gruß,

Nach Angaben der heutigen LVZ (1.10.08) scheint die katholische Kirche sich der städtebaulichen Notwendigkeit eines repräsentativen Kirchenbaus in dieser Lage im klaren zu sein und will auf die Wünsche der Stadt zugehen. Es soll wohl nicht nur eine Kirche sondern gleich ein Gemeindezentrum (Kita, Wohnungen) enstehen. Dafür werde auch im Ausland Spenden geworben. Fünfzig Architektenbüros sollen schon angeschrieben wurden sein.

Man darf gespannt sein...

Geändert von stoney85 (01.10.08 um 11:09 Uhr) Grund: Datum falsch
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Alt 01.10.08, 09:55   #11
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Weiteres Detail: laut OBM Jung soll "städtebaulich eine Großstadtkirche" entstehen, die "in ihren Kubaturen zum gewaltigen Rathaus gegenüber passt". Man darf also wirklich gespannt sein.

Aber gerade, wenn Repräsentativität doch wieder gefragt ist, drängt sich die Frage auf, warum weder Johannisplatz noch Matthäikirchhof in Betracht gezogen wurden.

Grüße,
*D
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Alt 01.10.08, 10:22   #12
Ranger
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Danke stoney. Na da bin ich ja froh, dass die Kirche da nicht so verkrampft an ihrem "konzept" festhält, sondern mit sich reden lässt. Gut ist auch die Stellungnahme Jungs, dass gegenüber des Rathauses keine halben sachen geduldet werden.
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Alt 01.10.08, 22:56   #13
dj tinitus
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eine machbarkeitsstudie ist ja noch kein konzept. andererseits ist auch "grossstädtisch" ein dehnbarer begriff.
wenn man im ausland spenden sammeln will, dann bedeutet dies wohl auch, dass man selbst nicht genügend hat.
es wäre zwar wirklich gut, wenn an dieser exponierten stelle ein wirklich repräsentatives gebäude entstünde - allein, mir fehlt der glaube. (hier passt der spruch mal.)
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Alt 02.10.08, 09:52   #14
DrZott
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Da ich, wie schon gesagt, im Verteiler des Stadtforums Leipzig bin, darf ich den verehrten Anwesenden einen offenen Brief zur Disposition stellen:
Zitat:
Sehr geehrter Herr Günther,

vielen Dank für Ihre Email und den Briefbezüglich des Bauplatzes für unsere neue Trinitatis-Propsteikirche. Beides habeich an Herrn Propst Vierhock weitergeleitet.

Er hat mich auch gebeten, Ihnen zunächst auf Ihren Brief zu antworten. Dass dies etwas auf sich warten ließ, bitte ich zuentschuldigen, aber wie Sie vermutlich selbst aus der Zeitung entnommen haben,waren die letzten Tage für unsere Pfarrei mit einigen Aufregungen und vielenTelefonaten und Gesprächen ausgefüllt.

Umso mehr möchte ich mich nun bemühen,auf Ihr Anliegen einzugehen. Damit Sie zunächst einmal wissen, wer Ihnen aufIhr Schreiben antwortet, erlauben Sie mir, mich kurz vorzustellen. Mein Name istGregor Giele, ich bin 2. Pfarrer inder Propsteipfarrei und zusätzlich damit beauftragt, Herrn Propst als Bauherrenbei der praktischen und alltäglichen Abwicklung des Vorhabens zu unterstützen.

Seit langem ist unsere Pfarrei auf derSuche nach einem geeigneten Grundstück für den Neubau. Bereits 2004 wurde mitder Stadt über unser Vorhaben geredet, was dazu führte das uns seitens derStadt Anfang 2005 14 denkbare Grundstücke angeboten wurden. Der Matthäikirchhofwar schon damals nicht dabei. Als Ende 2007 unsere Entscheidung zum Neubau auchseitens der Diözese Unterstützung fand, haben wir unsere Aktivitäten bezüglichdes Grundstückserwerbs intensiviert. Bei einem weiteren Gespräch mit der Stadtwurden verschiedene Grundstücksoptionen erneut diskutiert, auch hier war derMatthäikirchhof nie im Blick. Stattdessen wurde uns am Ende des Gespräches einanderes Grundstück offeriert, was uns persönlich aus verschiedenen Gründen als sehrgeeignet erschien und erscheint.

Natürlich kann ich viele Ihrer Argumentefür den Matthäikirchhof gut verstehen und teile sie sogar. Vor allem dashistorische Argument, Matthäikirche zerstört Staatsicherheitsdienst Ende der Stasi Wiedererrichtung einer Kirche, ist sehr stark undsymbolträchtig. Auch die Signalwirkung für die weitere Entwicklung desMatthäiviertels ist einleuchtend und verlockend.

Dennoch gibt es auch gewichtige und für unsim Resultat ausschlaggebende Gründe, die gegen einen Neubau unserer Propstei andiesem Ort sprechen.
Der Matthäikirchhof steht auf absehbare Zeit nicht zum Kauf. Laut Auskunft des Liegenschaftsamtes soll ein Verkauf erst in Betracht gezogen werden, wenn auch das nebenstehende Gebäude, der Stasineubau , leer gezogen ist und zur Verfügung steht. Die Stadt will aber in diesem Haus noch Räume bis 2012 nutzen.
Es existiert außerdem noch kein Bebauungsplan. Das Verfahren zum Erstellen des B-Planes ist erst in Gang gesetzt und wir ca. 4 bis 5 Jahre dauern.
Aufgrund der Größe, des Wertes und der Bedeutung des Grundstückes müsste der Bauplatz nach neuem EU-Gesetz europaweit zum Verkauf ausgeschrieben werden.
Völlig unklar ist, was sich unter dem Parkplatz befindet (Unterkellerung, etc.) und welchen Mehraufwand im Baugeschehen das erfordert.
Sicher ist aber, dass wir aufgrund der begrenzten Parkmöglichkeiten ringsum und aufgrund der zum Teil schwierigen Anfahrt an das Grundstück eine Tiefgarage errichten müssten, die uns finanziell sehr stark belasten würde. Eine Vergrößerung des Verkehrsflusses im Innenstadtbereich (über die Fleischergasse) ist weder im Interesse der Stadt noch in unserem.
Der Kaufpreis würde gegenüber dem von uns ins Auge gefassten Grundstücks etwa um das Vierfache höher sein. Unsere Absicht ist es aber, das natürlich begrenzt vorhandene Kapital lieber in ein architektonisch anspruchsvolles und wertvolles Gebäude zu stecken, denn in Grund und Boden.
Schließlich möchte ich darauf verweisen, dass die Matthäikirche eine evangelische Kirche war und die Thomasgemeinde als Traditionsträgerin sich noch immer und berechtigter Weise Thomas-Matthäi-Kirchgemeinde nennt. Meines Wissens hat die evangelische Kirche Anfang der 90er Jahre sogar versucht, das Grundstück zurück zu erhalten leider ohne Erfolg. Für uns als Schwesterkirche besteht aber ein zumindest moralischer Anspruch der evangelischen Kirche auf das Grundstück noch immer. Deshalb erscheint es uns unpassend, auf den Matthäikirchof die Trinitatiskirche zu errichten. Es geht, so glaube ich, nicht darum, irgendeine Kirche dort zu errichten, sondern die Matthäikirche wieder erstehen zu lassen.

Sehr geehrter Herr Günther,

ich hoffe, ich konnte Ihnen unserePosition vermitteln. Es ist uns ein großes Anliegen, um Verständnis zu werben,warum wir auf den Matthäikirchhof als möglichen Bauplatz verzichten möchten. Dessenungeachtete werde ich Ihre Bitte um ein Gespräch mit Herrn Propst erneutvortragen und zu ermöglichen versuchen.

Ich verbleibe mit herzlichen Grüßen

Gregor Giele
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Alt 02.10.08, 12:06   #15
LEgende
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LEgende sitzt schon auf dem ersten Ast
Und wieso dann nicht am Standort der alten Trinitatiskirche? Das West-Viertel hätte das verdient! Ob nun alt oder neu ist ja erstmal zweitrangig.

http://de.wikipedia.org/wiki/Alte_Tr...irche_(Leipzig)
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