Hamburger Hafen [Ausbauprojekte und Planungen]

  • Ich frage mich nun, ob durch einen solchen Einstieg nun eine Trendwende geschaffen werden kann, was denkt ihr?


    Es ist klar, dass Reeder in guten Zeiten mit hohen Tranportvolumina moeglist ein breites Portfolio and Haefen und Terminals anlaufen, waehrend sie in Zeiten der Mengenstagnation versuchen Volumen in denjenigen Haefen zu konsolidieren, in denen sie selbst Anteile an Terminals halten.


    Hamburg ist in der Hinsicht ein doppelter Sonderfall: Erstens ist (mit Ausnahme der lokalen HLAG) kein grosser Container-Reeder ein einem Terminal beteiligt. Zweitens ist keiner der Global Player unter den Terminal-Betreibern (DP World, APMT, Hutchison, PSA, etc) in Hamburg aktiv.


    Die beiden Askepkte, zusammen mit der seit einem Jahrzehnt (!) verschleppten Fahrinnenanpassung von Unter- und Aussenelbe, erklaren warum Hamburg vom aktuellen Wachstum nicht (oder kaum) profitiert. Man muss eher froh sein, dass es angesichts dieser Rahmenbedingungen 'noch einigermassen' laeuft.


    *** ***


    Was ich eigentlich schreiben wollte: Gestern Abend ist in Hamburg das groesste Containerschiff, welches den Hafen je besucht hat eingelaufen. Es handelt sich um die
    COSCO SHIPPING UNIVERSE auf Jungfernreise von Fernost nach Europa.

  • Bei zwei der drei von dir genannten Punkte (Elbvertiefung und Reederbeteiligung) ist ja "Land in Sicht". Also die Reederbeteiligung ist ja nur in Aussicht gestellt worden. Unter dem Handlungsdruck schätze ich aber schon, dass man das auch umsetzt.


    Das mit den "global Terminalbetreibern" vermag ich gar nicht einzuschätzen, ob da auch was passieren könnte. Ist denn Interesse seitens der Terminalbetreiber da?


    In dem Falle würde dann die HHLA "in die Röhre schauen", wenn sie im Hafen weitere Konkurrenz bekommt. Schätze ich.


    PS: Ist Eurogate denn kein großer Terminalbetreiber? Wahrscheinlich eher Mittelständler :D

  • Moin allerseits,


    DP World hat Unifeeder für USD 764 Mio gekauft, zwar nicht direkt auf den Hafen Hamburg bezogen, aber dennoch durchaus Interessant denke ich.

  • Fahrrinnenanpassung von Unter- und Außenelbe - 3. PLANERGÄNZUNGSBESCHLUSS ERLASSEN


    Die Fahrrinnenanpassung ist das wichtigste strategische Ausbauprojekt für den Hamburger Hafen. Der Ausbau der Fahrrinne kann beginnen, sobald die Planungsbehörden von Bund und Hamburg die vom Gericht benannten Mängel behoben haben. Ein entsprechendes Planergänzungsverfahren ist inzwischen durchgeführt und heute mit einem Planergänzungsbeschluss abgeschlossen worden. (...)


    Die Planfeststellungsbehörden des Bundes (zuständig für die Ausbaustrecke von der hamburgischen Landesgrenze bis zur Nordsee) und Hamburgs (zuständig für die so genannte Delegationsstrecke von der Stromspaltung im Osten bis zur Landesgrenze bei Tinsdal) haben ihre ursprünglichen Planfeststellungsbeschlüsse um die weitere Kohärenzsicherungsmaßnahme ergänzt und heute den Beschluss vorgelegt.


    Mit der ergänzenden Planfeststellung der weiteren Kohärenzsicherungsmaßnahme ist die entscheidende Beanstandung des Bundesverwaltungsgerichts im Urteil vom 9. Februar 2017 behoben. Mit dem Planergänzungsbeschluss endet auch die bisherige, urteilsbedingte Nichtvollziehbarkeit der ursprünglichen Planfeststellungsbeschlüsse vom 23. April 2012.


    Rechtlich steht damit der baulichen Umsetzung des Großprojekts nichts mehr im Weg.


    Meldung der BWVI

  • Ein kleines Update von der CTB-Zufahrt in Waltershof. Es geht in den Endspurt:


    September 2016:



    Bild: ich


    August 2017:



    Bild: ich


    Oktober 2018:



    Bild: ich


    Aktuell wurden (temporaer) zwei Gleise zureuckgebaut und die Strasse zum CTB wurde auf das ehemalige Gleisbett verlegt. Somit konnte die alte Strassenbruecke auf der Westseite abgerissen werden und der Neubau laeuft. In der Letzten Phase wird dann die Strasse wieder an die alte Stelle (aber auf einer neu gebauten Bruecke) zureuckverlegt. Anschliessend kann die Bahn wieder dreigleisig ausgebaut werden.


    Die neue Strassenbruecke wird bereits auf dem Gelaende des CTB montiert und spaeter dieses Jahr eingehoben.



    Bild: Ich

  • geplanter Hyperloop von Elon Musk im Hamburger Hafen

    Hamburg plant Containertransport mit Schallgeschwindigkeit
    Spiegel Online, 15. November 2018


    HHLA will Hyperloop: Container in Schallgeschwindigkeit
    Hamburger Abendblatt, 15. November


    HHLA plant die Container in Schallgeschwindigkeit ins Hamburger Umland zu schießen, um den Lkw-Verkehr im Hafen deutlich zu verringern.
    Anscheinend seien bereits zwei Absichtserklärungen unterschrieben worden. Möglicher Baubeginn in 2-3 Jahren.


    Mit solchen Meldungen schafft man es auf jeden Fall in die Presse ;)

  • Ich kann mir das irgendwie noch gar nicht vorstellen.
    Wenn ich mir überlege das Transport Logistik vor allem auf dem Grundsatz niedriger Kosten beruht, dann frag ich mich wie da eine Vakuumröhre ( offenbar auf Stelzen) funktionieren soll? Schon aufgeständerte Bahntrassen sind (zu) teuer. Im Bau und Unterhalt. Bei Hyperloop kommt dann noch das sehr(!) energieaufwändige Herstellen des Vakuum hinzu. Die Begründung mit Solar scheint mir da auch etwas zu einfach zu sein. Gerade da die Soldarmodule, um einen hohen Wirkungsgrad aufzuweisen, schon gezielt und Schattenfrei (Nachbargebäude) ausgerichtet werden müssen.


    Die Details fehlen ja auch noch. Deswegen empfinde ich es eher als Wunschtraum. Oder positiv ausgedrückt als ferne Zukunfts Vision

  • Möglicher Baubeginn in 2-3 Jahren


    Unter Berücksichtigung von Nebensächlichkeiten wie Planung, Baugenehmigung, Abwehr der absehbaren Klagen gegen das Projekt und Finanzierung wird es evtl. aber auch ein ganz klein bischen länger dauern.


    Der Transport lediglich ins "Umland", um dann auf LKW umzuladen, erscheint mir obendrein wenig sinnvoll. Auf Kurzstrecken kann das System seine eigentliche Stärke - extrem schnellen Transport mit sehr wenig Energieaufwand - nicht ausspielen, da überproportional viel Energie für's Beschleunigen und Abbremsen benötigt werden würde. Weiterhin kämen so 2 zusätzliche Ladevorgänge als Kostenfaktor ins Spiel, die sich umso weniger lohnen, je kürzer die zurückgelegte Strecke ist.

    2 Mal editiert, zuletzt von HelgeK ()

  • Das ganze ist Bloedsinn, der auf dem Mist einiger Weniger in der HHLA-Fuehrungsetage gewachsen ist. Wahrscheinlich moechte man ein paar Millionen Euro opfern um sich fuer fuenf Jahre im Medienglanz von von trendigen Buzzwords wie 'Hyperloop' zu sonnen.


    Es wird eine Uebergabestation gebaut mit maximal 100 Metern Testroehre. Das war's dann. Wenn ich HHLA-Aktionaer waere, dann wuerde ich wahrscheinlich schon mit meinem Anwalt telefonieren, wie man diese Geldverschwendung rechtlich stoppen kann.


    Das ganze Konzept ist von A bis Z unsinnig. It' s nothing but a 'Shelbyville Monorail'.

  • Vielleicht haben die HHLA-Leute auch zuviel vom Elon Musk-Spezialgras geraucht. Spätestens, wenn sie Projektkritiker als Pedos beschimpfen, wird's klar sein.

  • Rotterdam meldet mal wieder hervorragende Umsatzentwicklung. Interessant finde ich den Hinweis auf den steigenden Flüssiggasumschlag und das es sich dabei um einen Trend handeln könnte.
    https://www.dvz.de/rubriken/se…zielt-rekordumschlag.html
    (über Google den Artikel suchen, dann lässt er sich lesen)


    Da kommt mir direkt die Frage, ob es auch in Hamburg Überlegungen gibt, Flüssiggas (aus USA) umzuschlagen?
    Ein deutscher Standort wird m.W. noch gesucht und Stade und Wilhelmshaven sind im Gespräch. In Rostock wird ebenfalls eine Anlage gebaut, allerdings für russisches Gas.
    https://www.thb.info/rubriken/…bekommt-lng-terminal.html
    Wenn ich das Folgere, dann wird Hamburg diesen Trend wohl verpassen…

  • In den vergangenen Wochen sind die ersten zwei von sechs neuen Bruecken fuer Eurogate-Hamburg angeliefert worden. Die weiteren vier werden in den naechsten Wochen und Monaten folgen. Eurogate ruestet daamit seinen westlichen Liegeplatz fuer Schiffe von bis zu 24.000 teu auf.


    Die Bruecken werden hergestellt von Liebherr, die Teile kommen aus Werken in Nordost-Deutschland und Irland, werden in Bremerhaven montiert und dann nach Hamburg geschleppt. Auch HHLA bekommt anfang Mai noch einmal zwei Bruecken von ZPMC aus China.


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    Photo: Pressebild von Eurogate


    Pressemeldung

  • HHLA Pressemeldung:

    Zwei weitere Großcontainerbrücken am CTB eingetroffen

    In Hamburg sind Montagnacht, 4. Mai, gegen 23 Uhr zwei neue Containerbrücken am HHLA Container Terminal Burchardkai (CTB) eingetroffen. Mit den nun insgesamt fünf neuen Großcontainerbrücken – bereits Anfang November 2019 wurden die ersten drei Einheiten derselben Bauart angeliefert – schafft die HHLA am Burchardkai einen zusätzlichen Großschiffsliegeplatz für den Hamburger Hafen.

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    Fotos: HHLA / Dietmar Hasenpusch

  • in Blankenese schreitet der Bau des neuen Unterfeuers voran. Das Fundament scheint mehr oder weniger fertig.


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    Der Leuchtturm wird ungefaehr so gross:


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    Bilder: von einem Nachbarn. Bearbeitung von mir.

  • Der Elbvertiefung steht juristisch nichts mehr im Wege



    Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat am 04.06.2020 eine Klage der Umweltverbände WWF, Nabu und BUND endgültig abgewiesen. Diese hatten die Bauarbeiten mit dem Argument stoppen wollen, dass die Ausgleichsmaßnahme insbesondere zum Erhalt des Schierlings-Wasserfenchels nicht ausreichen.

    Das Gericht stellte klar, dass die ergänzende Kohärenzmaßnahme (Ausgleichsmaßnahme) nicht zu beanstanden ist und die weiteren bisher vom Gericht beanstandeten Punkte geheilt wurden. Die Baggerarbeiten können wie geplant fortgesetzt werden.

    siehe auch Pressemitteilung des Bundesverwaltungsgerichtes.

  • Am Muehlenberg ist Blankenese wurde diese Woche das neue Oberfeuer fuer das Elbfahrwasser aufgestellt. Das Unterfeuer folgt bald einige hundert Meter weiter Westlich


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    Bild: Hafen Hamburg Pressebild


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    Bild: Hafen Hamburg Pressebild