Europaviertel Ost (Planung und Bau)

  • Vielen Dank, sieht wirklich stark aus!
    @ Rohne, bin ganz Deiner Meinung: Hoffentlich reißt man nicht wieder die Bäume raus, um den Boulevard mit einer Strassenbahn zuzupflastern.

  • Tolles Bild!!!



    Diese Perspektive wird wohl bald ein Lieblingsmotiv von vielen Frankfurt-Fotografen werden. Bisher war diese Position durch die scheussliche Brache ja selten ein Foto wert.

  • sollen diese felder, die jetzt erde sind eingentlich langfristig grünflächen bleiben oder sollen das wenn die bebauung steht z.B. Cafees werden?
    Würde sich ja anbieten....

  • Die Flächen bleiben Grünflächen. Die Baulinie liegt in einigem Abstand zur Straße (dort wo links die Baumaschinen stehen). Ob eine anderweitige Nutzung der Flächen Sinn machen würde, wage ich zu bezweifeln. Erst einmal wird auf dem Boulevard mit ordentlich Verkehr zu rechnen sein. In den Gebäuden entlang des Boulevards werden teilweise - soweit ich weiß - Geschäfte und Cafés integriert.


    Durch die Cafés würde auch die Weiträumigkeit zerstört. Dies ist auch der Grund, warum die Zeil um die inselartigen Läden "bereinigt" werden soll.

  • Das Bild spricht gegen meine Annahme. Wahrscheinlich ist die Versiegelung abhängig von der Nutzung des an die Freifläche angrenzenden Gebäudes.

  • Das Ganze erinnert irgendwie an die Leopoldstraße in München. Nur dass dort im Innenstadt-Bereich nur Bürobauten stehen, hoffentlich wird das hier anders...

  • den europa-boulevard aus dieser perspektive kennen wir schon:





    so gehts (temporär) auf der anderen seite der brücke weiter:





    die strasse führt zu der neuen entlastungsstrasse entlang der kuhwald-siedlung und mündet am messe-rebstock-parkhaus im bestehenden strassennetz.

  • heute präsentiert aurelis pläne für das projekt europaviertel west.


    ort: gemeindesaal katholische kirchengemeinde maria hilf, rebstöckerstrasse 70, eingang frankenallee, um 19 uhr.


    jemand zeit hinzugehen? ich hab leider keine zeit

  • Europaviertel West

    Scheinbar hatte auch sonst niemand Zeit zu dieser Präsentation zu gehen. Dafür ist heute ein Bericht in der FNP:


    - Aurelis geht von zehn bis 15 Jahren Dauer für Entwicklung und Bebauung des Gebiets aus.
    - Die Messe wird ihre neue Fläche bereits für die IAA 2007 nutzen können. Als Freifläche zunächst, vermute ich.
    - Die Grünanlagen werden nicht zwölf Hektar groß wie zunächst geplant, sondern nur acht Hektar.
    - Es bleibt auf Höhe des Parks bei einer Untertunnelung des nach Westen fortgeführten Europaboulevards.
    - Die Flächen sollen zu etwa 1/3 mit reiner Wohnfläche und zu 2/3 gemischt (Wohnungen und Büros) bebaut werden.
    - Daraus ergeben sich ca. 160.000 m² reine Wohnfläche und 350.000 m² Mischbebauung.
    - Kurios: Auf der Baufläche wurden Folien ausgelegt, um seltene Heuschreckenarten an der Eiablage zu hindern. Nur so kann das ganze Jahr über gebaut werden.

  • ^
    Danke für die Zusammenfassung.
    Ich nehme an dass bei der Präsentation keine Modelle zu sehen waren, wahrscheinlich wäre es da schwierig gewesen Bilder zu machen.
    Nun wissen wir zumindest rudimentär was geplant wird.


    10-15 Jahre halte ich für realistisch, vor allem bei den momentanen Zuwachsraten der Einwohnerzahl in Frankfurt. Ein anderes Beispiel wäre da der Rebstockpark der ja auch gut in der Vermarktung liegt.
    Was den Park anbelangt würden mich die Gründe interessieren, versucht man so die Rendite zu erhöhen um mehr Fläche an Investoren verkaufen zu können?
    Gut aber das es bei der Untertunnelung bleibt, wird sicherlich sehr interessant werden.


    Was die Folien angeht, SEHR GUT. Aber mal sehen, wahrscheinlich bilden sich nun unter der Folie hohe Temperaturen sodass sich der äusserst seltene, treibhausartige Temperaturen liebende und natürlich geschützte Wühldrehwurm breit macht. Den "Natur"verbänden fällt sicherlich etwas ein, lach...



    Hier nochmal 2 Bilder von http://www.aurelis-real-estate.de


    Masterplan, jetzt wahrscheinlich nicht mehr ganz aktuell:
    http://www.deutsches-architekt…rie/data/504/1europa1.jpg">


    Analog Zeichnung, Blickrichtung von Ost nach West, direkt hinter der Emser Brücke:


    http://www.deutsches-architekt…erie/data/504/1europ5.jpg">


    Wahrscheinlich hat man den Park an der Westseite etwas verkürzt, oder aber etwas an den Seiten wegenommen.

  • Wühldrehwurm klingt plausibel, vielleicht erinnern sich diese Herrschaften auch an die Steinlaus.


    Die Verkleinerung des Parks halte ich für hinnehmbar, zumal der sehr große Rebstockpark fast unmittelbar angrenzt. Vielleicht plant Aurelis in Folge der Misere auf dem Büromarkt inzwischen mit mehr Wohnanteil und hat wegen der geringeren Rendite dieser Nutzung den Park verkleinert und die Baufläche vergrößert.


    Der westliche Ausgang des Park-Tunnels wäre die ideale Stelle, die U-Bahn ohne sichtbare Rampe elegant zu Tage zu bringen. Wohl auch die einzige, denn eine Rampe in der Nähe des Güterplatzes, auf dem Platz selbst oder gar im Europaviertel Ost ist völlig indiskutabel. Außerdem könnte im Europaviertel West die Gestaltung der Straße nach dem Tunnelausgang noch entsprechend angepasst werden, im Osten sind die Würfel ja bereits gefallen.

  • Woher die Annahme stammt, dass der Park ursprünglich zwölf Hektar groß werden sollte, kann ich nicht nachvollziehen.
    Bei der Vorstellung der geänderten Pläne im April 2004 war davon die Rede, der Park werde auf "fast sieben Hektar vergrößert". Als Maße wurden 400 Meter Länge und 150 Meter Breite genannt, das wären sechs Hektar.
    Insgesamt sollten nach den damaligen Plänen im westlichen Europaviertel 14 Hektar Grünflächen entstehen (statt 13,4 Hektar im ersten Entwurf). Wenn diese Fläche jetzt auf acht Hektar reduziert würde, wäre das schon ein Verlust.


    Ergänzung: In der Magistratsvorlage zum Bebauungsplan vom Januar 2006 ist davon die Rede, dass eine Fläche von "mindestens 12 ha" als Park gesichert werden soll. Damit ist aber offenbar nicht nur die Grünfläche im Zentrum des Viertels gemeint, sondern auch ein 100 Meter breiter Streifen entlang der Straße Am Dammgraben.


    Noch eine Ergänzung: In der Begründung zum B-Plan ist von 6,2 ha Parkfläche die Rede. Hinzu kommen zwei jeweils 60 Meter breite Spangen zur Verbindung mit dem Rebstockpark (zusammen ca. 3,9 Hektar Fläche) sowie einigen Randflächen. Insgesamt soll es demnach sogar rund 19 ha Grünflächen geben, das wären 30 Prozent der ehemaligen Gleisfläche.

  • Zitat von Schmittchen

    Der westliche Ausgang des Park-Tunnels wäre die ideale Stelle, die U-Bahn elegant zu Tage zu bringen - ohne sichtbare Rampe. Wohl auch die einzige, denn eine Rampe in der Nähe des Güterplatzes, auf dem Platz selbst oder gar im Europaviertel Ost ist völlig indiskutabel. Außerdem könnte im Europaviertel West die Gestaltung der Straße nach dem Tunnelausgang noch entsprechend angepasst werden, im Osten sind die Würfel ja bereits gefallen.



    Da bin ich mit dier einer Meinung. Zumal eine Tunnellösung westlich der Emser Brücke momentan noch relativ kostengünstig zu haben ist. Aber sag das mal den Herren von Grünen und vor denen einknickender CDU im Römer...

  • Wenn man (Aurelis) es richtig anstellt, dann koennten die Wohnungen entlang des Parks mit zu den begehrtesten Frankfurts werden. Ein bisschen wie am Central Park in NYC(ich sagte nur ein bisschen!). Dafuer muesste man allerdings entsprechend hochwertig und vorallem Abwechslungsreich planen. Also moeglichst viele verschiedene Bueros einladen.

  • Und vor allem nicht alles so boxig wie auf der Zeichnung. Diese Einheitshöhen und -gestaltung und durchweg Flachdächer find ich ja mal ziemlich abschreckend. Aber das Potential ist auf jeden Fall da.

  • Hat nicht Donald Trump vor kurzem noch in irgendeinem Interview davon gesprochen er wolle auch irgendwann mal was in Deutschland bauen da er das seinem Vater oder Großvater schuldig sei?
    Bitte schön Herr Trump hier wäre eine prima Gelegenheit :lach:
    - War nur Spass -

  • Eigentlich bin ich gegen eine Hochhausbebauung im Europaviertel West, die Skyline würde so unerträglich gestreckt werden. Zumindest von den sog. Fernwirksamen Türmen.
    Es gibt genug Hochhausstandorte mit Baurecht.


    Und auf Aussagen von Mr. Trump gebe ich schon lange nichts mehr. Der Tycoon kann ruhig dort bleiben wo er ist. Nicht in Deutschland.

  • Östlich der Emser Brücke wurde mit dem Bau der Auffahrt begonnen, die den Boulevard an die Emser Brücke anbinden wird:



    Auf der anderen Seite des Boulevards wird auch etwas gebaut. Ich meine irgendwo gelesen zu haben, dass dies eine Wendeschleife für LKW werden soll: