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Alt 23.01.11, 18:25   #136
Planer
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TU für Nürnberg ?!

Nachdem die mittelfränkische SPD die Forderung nach einer TU für Nürnberg / Nordbayern / Franken zwar nicht allzu laut aber doch beharrlich immer wieder vorbringt (siehe bspw. http://www.nordbayern.de/nuernberger...?searched=true), ist nun auch die CSU aufgesprungen.
Der nicht gerade unwichtige Minister Söder fordert in seinen Visionen für Nürnberg im Jahr 2020 ebenfalls die TU (leider ohne genauer darauf einzugehen, was er meint und wie es geschafft werden soll).
Link: http://www.nordbayern.de/nuernberger...sitat-1.452964

Mich würde es freuen, wenn es endlich was wird!
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Alt 23.01.11, 20:45   #137
Dexter
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Ich geh mal davon aus das man Teil oder die ganze GSO Hochschule zur Uni aufwerten möchte. Ein Campus hat sich in den vergangenen Jahren ja rund um die Whörder Wiese ja schon entwickelt, inzwischen über 10 000 Studenten sind auch nicht wenig.

Allerdings wäre langfristig schon noch etwas mehr gefordert um Nürnberg als Bildungsstandort nationaler/internationaler Bedeutung voranzubringen.

D.
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Alt 24.01.11, 13:27   #138
harher
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Nürnberg muss für solide Industrieansiedlungen sorgen.
Wenn man sich mal so die Statistiken (Arbeitslose, Kaufkraft), dann sieht ja Nürnberg wirklich nicht gerade toll aus. Zu denken gibt vor allem, dass Nürnberg bei den Arbeitslosen noch schlechter da steht als z.B. die Regionen Hof oder Schwandorf. Beide hatten auch mit Strukturwandel zu kämpfen und sind ja an sich schwache Standorte. Der Großraum Regensburg / Schwandorf profitiert gewaltig von BMW. So eine Firma fehlt in Nürnberg gewaltig!
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Alt 24.01.11, 19:49   #139
FM@Heini
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BMW, ist das nicht eine der Autofirmen, die vor zwei Jahren durch Milliardengeschenke auf Kosten der Steuerzahler (Abwrackprämie) am Leben gehalten wurden? Firmen der Zukunft sind nicht große, bekannte und überreife Firmen, sondern solche, die sich noch entwickeln. Nürnberg hat auch bundesweit bekannte wie DATEV.

Eine Diskussion, welche Firmen eine Stadt haben sollte, bringt nichts. Wenn jemand einer Stadt was gutes machen will, kann dort seine eigene Firma gründen und zusehen, dass die erfolgreich wird. Sinn hat noch Sorge für gute Ausbildung der Arbeitskräfte vor Ort. Das Locken der Industrieansiedlungen mit Steuergeldern ging meistens schief und kostete unter dem Strich mehr als es brachte.
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Alt 24.01.11, 21:09   #140
Dexter
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Ich stimme meinem Vorredner eindeutig zu. In Nürnberg hat man eine solide Basis, auf der sollte man Aufbauen. Ganz entscheidend für die kommenden Jahre wird die Verschränkung von Forschung, Ausbildung und Arbeit werden. Die gedanklichen Kapzitäten der Stadtverwaltung sollten lieber in jene Richtung laufen. Eine TU für Nürnberg ist nur ein Aspekt.

Anderes Thema:

Ich hab gerade nochmal die Broschüre "Vorbereitende Untersuchung Nördliche Altstadt" zur Hand genommen.
download unter:
http://www.nuernberg.de/internet/ref...stadtnord.html

Wie darin zu lesen ist, hofft man in Bezug zur alten Dresdener Bank (müsste nun ja Commerzbank sein) auf eine mittelfristig ähnliche Chance wie beim Augustinerhof (nachzulesen auf Seite 28, unterer Abschnitt). Wohnen, Gewerbe und Gastronomie in dann zu errichteten Neubauten.
hier der Blick auf das Bankgebäude:
http://www.bing.com/maps/?v=2&cp=s78...0n%C3%BCrnberg

Wie wäre es nun, wenn die Commerzbank in das nun frei werdende Gebäude der VR Bank am Lorenzer Platz übersiedeln würde? Das weitaus repräsentativere (und meines wissens vor nicht allzu langer zeit sanierte) Gebäude besitzt ja schon die nötige Infrastruktur und der in die Jahre gekommene 70er Jahre Klotz am Obstmarkt könnte, evtl sammt des furchtbar scheußlichen Plobenhofs, beseitigt werden. Durch Erweiterung der Tiefgarage am Hans-Sachs-Platz könnte man auch den Wegfall von Stellplätzen am Obstmarkt kompensieren.
Hier böte sich letztlich die Chance, Stadtreparatur an einer wirtschaftlich und touristisch sehr wichtigen Ecke der Altstadt zu meistern.
Das wäre doch mal was...

Sep Rufs Bankgebäude aus den 50ern:
http://www.bing.com/maps/?v=2&cp=s77...0n%C3%BCrnberg


D.

Geändert von Dexter (24.01.11 um 21:24 Uhr)
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Alt 25.01.11, 06:24   #141
harher
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BMW hat von der Abwrackprämie nicht besonders viel gehabt, eher Firmen wie Opel.
Die Datev oder die GfK sind tolle Firmen, ohne Zweifel. Aber eine Stadt wie Nürnberg braucht neben IT-Firmen und Dienstleistern eben auch große Industriefirmen. Es gibt eben nicht nur Ingenieure. Da gab es in den letzten Jahren nur Abbau. Was ist denn z.B. noch von der MAN geblieben? Und über AEG, Grundig, TA usw. brauchen wir gar nicht reden.
Es rächt sich nun doch die ziemlich industriefeindliche Politik, die in Nürnberg jahrelang betrieben wurde.
Es gibt zweifelsohne viel zu viele Arbeitslose in Nürnberg. Dafür gibt es nur zwei Erklärungen: entweder es sind Faulenzer oder es fehlen entsprechende Arbeitsplätze.
Nochmals: auch in anderen Regionen gab es Strukturwandel und trotzdem sind dort die Zahlen besser.

Geändert von harher (25.01.11 um 07:36 Uhr)
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Alt 25.01.11, 08:14   #142
Mattes
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@ Dexter: Sehr interessante Beobachtung!Allerdings sehe ich die Impulse, die ein Neubau setzen würde eher für den Hans-Sachs-Platz. Es wäre ein großer Schritt, wie schon gesagt, ähnlich dem Augustinerhof.

@harher: Ich glaub nicht, das die Stadt Nbg durch industriefeindliche Politik den Konkurs ihrer größten Firmen zu verschulden hat! Um für Firmen oder Konzerte Anreize zu schaffen, in eine bestimmte Region zu gehen gibt es zwei Maßnahmen: entweder man schafft steuerliche Begünstigungen und/oder man gewährleistet zur Ansiedelung neuer Branchen, dass ausgebildete potentielle Arbeitskräfte vor Ort sind. Dies geschieht über die Einrichtung der Universität. So wurden z.B. auch in den USA, Firmen in die Industriegebiete des "Sunbelts" gelockt, bzw der Strukturwandel im manufakturing belt bewältigt. Und das spezielle Steuervorteile für Franken geschaffen werden ist utopisch! Der vom Zukuntsrat mit Emporung wahrgenommene Vorschlag, sich in Bayern auf die Förderung der Ballungsräume und deren Vernetzung zu beschränken, wird sich meiner Meinung nach trotzdem durchsetzen. Um dem hinkenden Norden Impulse zu geben, wäre die Schaffung einer TU in Nürnberg eine zukunftsweisende Maßnahme um den ganzen nördlichen Teil von hier aus zu stärken.
__________________
"Eine Stadt ist niemals fertig!"
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Alt 26.01.11, 00:04   #143
Dexter
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@harher

ich wuerde ja doch ganz gern mal wissen von welchen statistiken du eigentlich sprichst?


Zu den Arbeitslosenzahlen:

Wusstest du, das die Region Nuernberg (5,5%) nach der Region Stuttgart (5,0) und der Region Muenchen (4,5) die niedrigste Arbeitslosenquote in der Republik (durchschnitt 7,2%) hat?



Quelle: http://www.nuernberg.de/internet/wir...eitsmarkt.html


In der Tat, die Stadt Nuernberg verfuegt ueber eine Quote von 7,3%, liegt aber auch hier auf Platz vier unter Deutschlands Grossstaedten. Ausserdem ist sie DER Arbeitsplatz der Region. Taeglich pendeln 140 000 Menschen in die Stadt Nuernberg um hier zu arbeiten. Der Pendlersaldo liegt zu Gunsten der Stadt Nuernberg bei 95 000 Menschne taeglich!



Quelle: http://www.nuernberg.de/internet/wir...eitsmarkt.html


Was folgern wir daraus? Ein wesentlicher Teil der Arbeitslosen in Nuernberg ist auf dem Arbeitsmarkt heute aus welchen Gruenden auch immer nicht mehr einsatzfaehig. Da koennten noch so klangvolle Namen hier ihre Filialen oder Zentralen eroeffnen. Dieses Problem bleibt der Stadt noch etwas erhalten, ist aber so tragisch nicht. Denn die restlichen Makrowerte stimmen ja im grossen und ganzen.

in der folgenden Grafik wird deutlich, das vorallem die ueber 55 jaehrigen unter den Arbeitslosen der Stadt dramatisch ueberrepaesentiert sind. Hier finden wir sie, die jahrzehntelang bei Quelle, Grundig, TA oder AEG Beschaeftigten. Jenes Problem wird sich durch die Verrentung der Betroffenen zumindest statistisch, und auch fuer die Stadt ebenso in finanzieller Hinsicht, fast von selbst erledigen.



Quelle: Bundesagentur fuer Arbeit


Zur "Industriefeindlichkeit":

In 6 von 12 statistisch zusammengefassten Bereichen des industriellen Zweigs liegt Nuernberg anteilig ueber dem Bundesdurchschnitt. In Elektrotechnik und Kommunikationstechnik ist Nuernberg absolut Spitze.
Bei Maschinenbau und Elektrotechnik sowie bei den Spielwaren- und Schreibgeräteherstellen liegt der Auslandsumsatz bei ueber 50%! Im Schnitt aller industriellen Zweige betraegt die Exportqute noch immer 35%.


Zur Kaufkraft:

Bei den Umsatzkennziffern pro Einwohner liegt Nuernberg nach Duesseldorf (Platz 2) und Muenchen (Platz 1) auf Platz 3!
Nuernberg ist damit einer der attraktivsten Einzelhandelsstandorte Deutschlands. An der Kaufkraft liese sich tatsaechlich noch einiges verbessern, hier ist man aber auch schon leicht ueber dem Bundesdurchschnitt, liegt jedoch weit vor den anderen Halbmillionenstaedten wie Dortmund, Leipzig, Dresden, Bremen und Essen. Nur Hannover ist da leicht besser.



http://www.nuernberg.de/internet/wirtschaft/handel.html


Gemessen am Wachstum ist die hauefig unterschaetzte Metropolregion Nuernberg uebrigens hinter Frankfurt und Muenchen "drittstaerkster Wachstumsmotor" Deutschlands.

http://www.nuernberg.de/internet/wir...polregion.html


Zu guter Letzt:

Wusstet ihr das Nuernberg nach Freiburg die wettermaessig sonnigste Stadt Deutschlands ist und nach einem weltweiten Ranking der Mercer Group unter den Top Ten der Metropolen mit den besten Umweltbedingungen (Neben Kopenhagen, Bern, Boston) liegt?

http://www.nuernberg.de/internet/wirtschaft/umwelt.html





D.
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Alt 26.01.11, 08:50   #144
harher
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harher könnte bald berühmt werden
Dass ein Oberzentrum Einpendler hat und dass auch Leute aus der Umgebung dort einkaufen, ist ja nichts Besonderes.

Aber bei den Arbeitslosenzahlen in Bayern hat die Stadt Nürnberg eben mal die rote Laterne.

Und auch bei der Kaufkraft in der Stadt sieht es - auch im Vergleich z.B. zu Fürth - nicht so sehr glorreich aus:
http://www.insm-regionalranking.de/2...kaufkraft.html

Wenngleich bei den Statistiken manche Zahlen nicht mehr ganz so taufrisch sind, so viel dürfte sich da nicht verschoben haben.
Beim Ranking "Anteil ALGII" und bei der Verschuldung sieht Nürnberg auch gar nicht gut aus.

Ich möchte ja kein Nestbeschmutzer sein, aber es hilft auch nicht, wenn man den Kopf in den Sand steckt.

Geändert von harher (26.01.11 um 10:06 Uhr)
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Alt 26.01.11, 09:07   #145
twolf
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Nürnberg problemme sind vielfältig, angefangen durch das Stadtgebiet und die Lage, auch die politischen Bedingungen sind nicht einfach für Nürnberg.

Dazu kommen die Uneinigkeit jahrelang zwischen Nürnberg und seine Nachbarn.

Wenn man das alleserörtern will, das dauert.

Nur das Thema Münchner Ballungsraum, wenn du da die Aufwendung unseren bayrischer Regierung siehst, München neuer flughafen, Job Maschine.
Auf der andrehen Seite schau dir mal an was in den Hochschulen in München die letzten Jahre investiert wurde. Auch die sonderstatus als landesstadt und der daraus entstehenden geldvorteilen.
Die Stadt München und die struktur des Umlandes.

In Nürnberg gibt es keinen groß Inventionen vergleichbar München Flughafen.
Auch die Hochschulen in Nürnberg sind doch von der Förderung nicht mit München vergleichbar. Im Gegenteil da wurden lange nürnberg gegen erlangen ausgespielt.
Der Ansatz zur Metropolen Region Nürnberg ist überlebenswichtig für den Ballungsraum, um endlich mit einer stimme in München aufzutreten, und nicht wie Jahrzehnte ausgespielt zu werden.
Wenn man die Probleme allein schon vom Stadtgebiet Nürnberg sieht, auf der einen seite Fürth, erlangen und Stein die die Stadt einengen.
In München gibt es da nix neben München in den Verhältnissen.

Es wird nur nach vorne gehen wenn sich der Ballungsraum Nbg, Fürth, erlangen stein usw, einig zeigt und in münchen einfach Gelder einfordert.
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Alt 26.01.11, 09:27   #146
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Zitat:
Zitat von Dexter Beitrag anzeigen
In der Tat, die Stadt Nuernberg verfuegt ueber eine Quote von 7,3%, liegt aber auch hier auf Platz vier unter Deutschlands Grossstaedten.
Wie kommst du auf diese Statistik? Alleine in Bayern gibt es mehr als 4 Großstädte, die eine geringere Quote als Nürnberg haben.
(München, Augsburg, Erlangen, Würzburg, Regensburg, Ingolstadt, Fürth, Erlangen)

Deutschlandweit bei den größeren Städten sieht es nicht anders aus. So haben Frankfurt, München, Stuttgart, Hamburg, ... geringere Arbeitslosenquoten.
http://www.pub.arbeitsamt.de/hst/ser...loq_kreis.html
__________________
Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung derer, die die Welt nie angeschaut haben.
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Alt 26.01.11, 16:03   #147
Dexter
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@LugPaj

Weil zugegebenermaßen aus Dezemeber 2009 hab ich folgende Statistik nicht mehr mit dazugenommen. So wahnsinnig viel wird sich aber da nun auch wieder nicht geändert haben, Nürnberg wird sicher noch im oberen Feld liegen. Wie unten ersichtlich, liegt Nürnberg unter den größten deutschen Städten (um mich genauer auszudrücken) auf Platz 4/5 (es teilt sich den Platz mit Hamburg).


Quelle: http://www.nuernberg.de/internet/wir...tsbericht.html


@ twolf:

Du hast vollkommen recht, der Ballungsraum muss enger zusammenrücken. Wie eindeutig aus den Zahlen und Statistiken hervor geht, trägt die Stadt Nürnberg (wie auch die Stadt Fürth) zu großen Teilen die Kosten des Strukturwandels in der Region. Der Kontrast zu den Zahlen (Arbeitslosigkeit, Kaufkraft) ist ja beachtlich sobald man die angrenzenden Gemeinden dazu nimmt. Das ein großer Teil der dortigen Bewohnerschaft ihre Kaufkraft aber doch in Nürnberg erwirtschaftet - siehe Pendlerzahlen zu Gunsten Nürnbergs - ist doch offensichtlich.
Würde man hier den Ballungsraum als ganzen betrachten stünde Nürnberg eben wirklich mit auf den vordersten Plätzen in Deutschland.

Und immer diese Vergleiche mit bayrischen Kleinstädten. Schwandorf, Kaufbeuren u.a. das sind vergleiche zwischen Äpfeln und Birnen...

D.
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Alt 26.01.11, 19:18   #148
DS-17
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Es wird immer wieder geschrieben, dass München keine städtischen "Konkurrenten" hat, aber ich sehe hier auch kein echtes Problem bei einer besseren Kooperation zwischen den wichtigsten Städten im Ballungsraum: Nürnberg-Fürth-Erlangen. Das einzige was hier nicht funktioniert und damit eine Zusammenarbeit extrem erschwert ist die Lokalpolitik, die wirklich nur lokal bleibt und so gut wie nie regional übergreift.
Bestes Beispiel ist auch hier der S-Bahn-Schwenk über Nürnberg statt Fürth. Natürlich regt sich Fürth darüber auf, weil dann die S-Bahn-Linie nicht mehr über Stadeln bzw. über den jetzigen Vacher Bhf laufen würde, sondern über Nürnberger Territorium. Allerdings sehe ich wirklich viel mehr Potential auf dem Nürnberger Gebiet. Geplant ist ein Gewerbegebiet, wenn der Schwenk über Nbg verläuft.
Fürth hat seit Jahrzehnten die Bahnlinie - zwar keine S-Bahn, dafür aber Regional etc. - die über Fürth Stadeln bzw. Vacher Bahnhof fährt. Entwickelt hat sich das Gebiet aber so gut wie gar nicht an dieser Stelle. Fürth hat einfach - wie schon viele andere Städte in der Region - verschlafen Chancen mit der Bahnverbindung zu nutzen und zu präsentieren. Der Ortsteil Fürth Stadeln hat sich seit Jahren so gut wie nicht verändert, obwohl perfekte Anbindungen wie Bus, Zug und Autobahn da wären. Von zentraler Lage möchte ich gar nicht erst anfangen. Die Fürther Nordstadt hätte man direkt zu einem Filetstück der Stadt ausbauen können. Möglichkeiten und Platz wären verfügbar gewesen.
Jetzt aber möchte Nürnberg genau diese Chance nutzen und achtet eben auf die S-Bahn, was wiederum von Fürth nicht "gegönnt" wird.
Wie auch immer. Jedenfalls möchte ich hier eigentlich nur damit sagen, dass es an der jetzigen Politik in den Städten liegt und nicht, dass es verschiedene Städte sind. Im Ruhrgebiet hat das ja auch wunderbar funktioniert. Städte wie Bochum, Dortmund und Oberhausen bauen und planen auch immer enger zusammen. Ich frage mich, warum das hier nicht möglich ist. Die Region sollte immer im Vordergrund stehen und oberste Priorität haben.
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Alt 26.01.11, 21:19   #149
Dexter
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Meine Idee für Nürnberg und seine angrenzende Gemeiden wäre folgende:


1. Schritt:

- Auflösung des flächenmäßig kleinsten Landkreises Bayerns (Landkreis Fürth).
- Eingemeindung nach Stadt Fürth: Bezirke Zirndorf, Seukendorf und Veitsbronn.
- Eingemeindungen nach Nürnberg: Bezirke Oberasbach, Stein, Roßtal.

Die Bezirke Cadolzburg und Großhabersdorf könnten nach Landkreis Ansbach, die Bezirke Langenzenn und Wilhermsorf nach Landkreis Neustadt/Aisch, die Bezirke Puschendorf, Obermichelbach und Tuchenbach nach Landkreis Erlangen.



Fürth würde dann ca. 40 000 Einwohner gewinnen und hätte dann ca. 154 000 Einwohner auf 106 km² (statt 64 km²)

Nürnberg wüchse ebenfalls um ca. 40 000 Einwohner auf dann ca. 543 000 Einwohner bei 262 km² Fläche (heute 186 km²). Die Stadtfläche wäre dann immer noch rund 40 km² geringer als die Leipzigs, sogar 70 km² kleiner als die Dresdens.


2. Schritt:

Schaffung gemeinsamer Strukturen in Fürth und Nürnberg. Gemeinschaftliche Organisation von städtischen Ämtern/Verwaltung bei politischer Selbstständigkeit der beiden Städte. Gemeinsame Auschüsse regeln die Zusammenabeit unter Fürhung der poltischen Spitzen von Fürth und Nürnberg.


Erlangen lass ich in diesem (leider recht unrealisitschen) Szenario aussen vor. Die Stadt kocht schon lange ihr eigenes Süppchen. In Fürth und Nürnberg ist der Wille zur Zusammenarbeit schon recht weit gediehen.


Die Eingemeindung der betroffenen Gemeinden sollte politisch gut vorbereitet sein. Es sollte deutlich gemacht werden, dass das Gewicht der Gemeinden einfach zu gering ist um notwendige Projekte zum Aufbau einer besseren Infrastruktur (Stichwort Verkehr) zu schultern.
Das Geschrei in München um den bayerischen Zukunftsrat, bei dem die zentralistischen Tendenzen im Freistaat wieder einmal sehr deutlich hervor getreten sind, sollte allen nordbayrischen Gemeinden einmal mehr zudenken geben.


Unten sind man die zerklüftete politsche Struktur des Ballungsraums Nürnberg/Fürth, vorallem im Vergleich zum Rest bayerns. Rot ist die Fläche Nürnbergs, dunkelgrau die des Regierungsbezriks Mittelfranken. Der Landkreis Fürth grenzt westlich and die Städte Nürnberg und Fürth.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Bavaria_N.svg. Frei und ohne Einschränkung verfügbar.


Im Ergebnis:

Die politische Landkarte um Nürnberg, die bisher die Zusammenarbeit sehr erschwert hat, würde erheblich vereinfacht. Unter dem Stichwort Bürokratieabbau könnten viele unnötigen Verwaltungsebenen verschwinden. Der Ballungsraum würde politisch und langfristig auch wirtschaftlich gestärkt.


D.
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Alt 27.01.11, 06:22   #150
harher
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harher könnte bald berühmt werden
Da die Verwaltungen und die Politik ein Eigenleben für Eigeninteressen führen, wird es wohl nicht viel werden mit dem Zusammenrücken der Städte.
Theoretisch wäre natürlich überhaupt ein Zusammenschluss nach dem Beispiel der Stadt Lahn am besten. Aber das ist ja damals auch gescheitert.
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