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Alt 16.04.09, 08:50   #31
Dexter
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Dexter braucht man einfachDexter braucht man einfachDexter braucht man einfachDexter braucht man einfachDexter braucht man einfachDexter braucht man einfach
Im Falle vom Friedrich-Ebert Platz ist es meines erachtens fast noch wahrscheinlicher das der Bahnhof zum Kreuzungspunkt zweier unterirdischer Linien wird. Es gibt ja auch die Idee die Straßenbahn zur Stadtbahn aufzuwerten und dann in der stark belasteten Bucher Straße unterirdisch zu führen. Es gibt aber auch Pläne für eine U-Bahn-Verknüpfung zum Plärrer durch Johannis und Gostenhof über die Kleinweidenmühle. Davon wäre die Straßenbahn nicht betroffen, das Netz würde sinnvoll ergänzt.

Aber Planer,
du hast natürlich recht mit der ausschlaggebenden Rolle des Verteilergeschoss und dem Aufzug für die Oberflächengestaltung. Die Stelle, an der unter dem derzeitigen Bahnhof der Zweite entstehen könnte, ist baulich so vorbereitet, dass einfach darunter hinweg gegraben werden könnte. Der Beton ist sozusagen auf beidseitige Benutzung mit vorgesehener "Bruchstelle" für den Aufzug gebaut worden. Alles andere wäre auch extrem kurzsichtig.

Daher muss ich sagen, dass ich den derzeitgen Entwurf der Platzaufteilung im Grunde auch für das Optimum des derzeit möglichen erachte. An dem Straßenverlauf hat man ja kaum was verändert, schließlich ist die Kreuzung stark belastet. Sollte die Straßenbahn von der Oberfläche verschwinden, dann ergibt sich die Chance den Straßenverlauf zu korrigieren. Denn dann wären die Aufgänge zur U-Bahn an den Haltestellen überflüssig. Das heißt die derzeige Anordnung ist nicht unbedingt gemacht für die Ewigkeit. Aber einige Jahre wird sich wohl nix verändern. Auch mich stört der Aufzug an dieser Stelle, den er wird auch beim verschwinden der Straßenbahn irgendwie immer im Weg stehen. Aber anders lässt sich das nicht lösen, der Straßenverlauf gibt die Anordnung der Bahnhöfe vor.

Das der Platz kein Schmuckplatz mehr werden kann ist aber doch klar. Es ist ein Verkehrsknotenpunkt mit komplizierter Struktur.


Zu den Aufgängen:
Auch die "nn" spricht von monströsen Zugängen zur U-Bahn. Ich will mich da so einfach noch nicht festlegen. Man darf nicht den Fehler machen und nur die Jugendstilfassade mit dem Zugang in Kontext setzen. Der Platz ist ja leider kein homogenes Jugendstiljuwel.
Trotzdem:
Was ich mal wieder vermisse sind gute Renderings aus mehreren Perspektiven. Ist es den so schwer für die Stadt, endlich mal eine Seite für ihre Projekte mit guten Informationmöglichkeiten aufzubauen? Das wär mal was.

D.
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Alt 27.04.09, 13:36   #32
Seh-Zeichen
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Seh-Zeichen sitzt schon auf dem ersten Ast
Friedrich-Ebert-Platz ... neues Forum

Der Friedrich-Ebert-Platz ist ja ein ganz wichtiger Punkt für die Nordstadt. Ich finde das ist viel zu interessant um in einem allgemeinen Sammelthema behandelt zu werden. (Und es geht ja eigentlich eher um den Platz und seine Aufenthaltsqualität, als nur um die U-Bahn-Erschließung) Deshalb habe ich mal gerade ein neues Thema angelegt
(vielleich verschiebt/kopiert ihr Eure wesentlichen Beiträge dorthin....)
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Alt 12.05.10, 18:48   #33
Mattes
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Mattes wird schon bald berühmt werdenMattes wird schon bald berühmt werden
Auswirkungen der U3 auf die Nordstadt

So wie es aussieht bringt die U3 doch einigen Schwung in die Nordstadt! Laut NN stehen unter anderem die lange aufgeschobenen Projekte am Nordostbahnhof und auf dem Tucher Gelände kurz vor dem Abschluss!

Sogar von einem qualitativ hochwertigem neuen Bürogebäude ist die Rede... lest selbst:

http://www.nn-online.de/artikel.asp?...1&kat=10&man=3
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Alt 12.05.10, 20:14   #34
KurushiX
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KurushiX sitzt schon auf dem ersten Ast
Denke mit dem Bürohaus ist dieses Gebäude gemeint.

http://www.nuernberg.de/imperia/md/w..._rollner_e.pdf
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Alt 13.05.10, 13:29   #35
Norimbergus
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Zitat:
Zitat von KurushiX Beitrag anzeigen
Denke mit dem Bürohaus ist dieses Gebäude gemeint.

http://www.nuernberg.de/imperia/md/w..._rollner_e.pdf
Glaube ich nicht.
Im Artikel ist von einem Bürogebäude anstelle der früheren Adolf-Reichwein-Schule die Rede. Dabei handelt es sich meines Wissens um den Gebäudekomplex nordwestlich der Kreuzung Rollner-/Kilianstraße, also oben links in folgender Ansicht:
http://www.bing.com/maps/?v=2&cp=s7c...74&lvl=1&sty=b
Dieses Gründstück wäre auch identisch mit dem obersten gelb umrandeten Areal im Luftbild im Zeitungsartikel.
Das Gebäude im von Dir verlinkten Dokument müßte in der nordöstlichen Ecke geplant sein, wo jetzt der Gebrauchtwagenhändler ist. Die in blau eingezeichnete weitere Bebauungsoption wäre auf dem Parkplatz und teilweise auch auf dem Garten des Freudenpark, weshalb ich schwer hoffe, daß diese Option nie Wirklichkeit wird. Auch bei dem Bürogebäude, um das es in dem verlinkten Dokument geht, kann man nur hoffen, daß der Freudenpark-Garten dadurch nicht zu sehr beeinträchtigt wird.
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Alt 01.11.10, 18:22   #36
Dexter
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Einen ausserordentlichen Schub erfaehrt gerade die Gegend zwischen den beiden U-Bahnhoefen Friedrich-Ebert-Platz (Eroeffnung Oktober 2011) und Klinikum Nord (geplant. Eroeffnung 2014/15).

Auf dem ehemaligen Areal des Modellbahnbauers Fleischmann (zwischen Kirchenweg 13 und Sandratstrasse) entstehen fuer 13 Millionen Euro 63 Wohnungen und vier Bueros in den entkernten, komplett umgebauten Gebaueden und einem Neubau an der bisherigen Luecke in der Rieterstrasse. Manche der geplanten Lofts werden sich ueber 3 Etagen hinziehen. Eine Tiefgarage fuer 75 Autos entsteht in dem von Lagehallen freigemachten Innenhof. Spielplaetze und private Gruenflaechen sind darueber geplant.

Nebenan, auf dem Areal der ehemaligen Firma Sursum (Bucher Strasse 79), entstehen weitere 24 Wohnungen + Tiefgarage fuer 8 Millionen Euro. Auch hier wird eine Bauluecke geschlossen, Bestand entkernt und umgebaut und Lagerhallen im Innenhof beseitigt.


http://www.nordbayern.de/nuernberger...gehrt-1.270074

Johannis hat grosses Potential. Ich hoffe auf eine zunehemende Verbesserung der Altbausubstanz und stilvolle, zumindest zurueckhaltende Lueckenschliessungen. Die U3 spielt hier eine grosse Rolle, da sie ja mitten durch faehrt und das Areal endlich gut und schnell erschliesst.


D.
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Alt 02.11.10, 00:29   #37
Mattes
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Ich finde es sehr bemerkenswert, dass die U3 Nord den Vierteln einen solchen Aufwind beschert! Hätt ich nicht in diesem Umfang gedacht.
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Alt 04.11.10, 21:32   #38
Planer
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Planer könnte bald berühmt werden
ähmm - einen außerordentlichen Schub kann ich beim besten Willen nicht erkennen.
Wo bis vor kurzem noch über 300 bis 400 Menschen Arbeit und Auskommen fanden, soll es bald einige Dutzend Wohnungen geben...
Auch wenn die alten Fabrikgebäude keine Augenweide waren - so hatten sie eine wichtige Funktion als Arbeitsstätte für viele Bewohner und Einzelhandel in der Gegend. Das sieht man recht gut am zunehmenden Ladenleerstand. 100 bis 150 neue Bewohner werden das nicht ausgleichen.

Und mit Verlaub, mit der U3 hat das ganze Recht wenig zu tun (eher etwas mit Missmanagement bei Fleischmann und aussterbenden Modelleisenbahnern).
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Alt 04.11.10, 22:56   #39
Mattes
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Für das Freiwerden der ehem Industrieflächen kann die U3 natürlich nichts!!!

Allerdings kann ich mir sehr gut vorstellen, dass der Umbau ohne U3 nicht so schnell von statten gegangen wäre. Anscheinend besteht ja genügend Nachfrage! Und der Leerstand an Läden ist in den Vierteln um die Altstadt herum denk ich relativ gleich. Was aber wohl an den immer wieder neu entstehenden Supermärkten liegt.
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Alt 05.11.10, 05:21   #40
Dexter
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Wenn über 20 Millionen Euro in die Errichtung von knapp 100 Wohnungen umgebaut/gebaut werden, dann geh ich definitiv davon aus, dass dies mit der attraktiven Lage hier zu tun hat. Ansonsten würde das ganze einfach in vorhandener Form weniger aufwendig umgenutzt.

Ich denke das langfristig weit mehr als 250 menschen dort einziehen. schließlich kann sich die preise und grundrisse ein Single meist kaum leisten. die infrastruktur ist zum großteil für familien die innerstädtisch leben wollen gedacht. und ich denke das dies auch Johannis meit mehr bringt als die vormaligen Produktionsstätten. denn deren tägliche nachfrage in der nachbarschaft wird eine ganz andere sein als die der brotzeit machenden genossen.

D.
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Alt 05.11.10, 15:36   #41
Planer
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Planer könnte bald berühmt werden
20 Mio € für über 100 WE macht rund 200.000 € pro Wohnung. Das ist mehr oder weniger Standard von Mögeldorf bis Röthenbach für 70 bis 100 qm Neubau.

Wenn es in der Summe 250 Bewohner werden, dann ist das schon viel. Die meisten Wohnungen sind für Single bzw Paare. Familien werden sich schwer tun die 10 bis 12 €/qm zu bezahlen, die der Investor ausruft.


Nachfrage gibt es in dieser Gegend nicht wegen der U3, sondern wg. des Gesamtarrangements. Aktuell läuft übrigens der Wohnimmobereich überall in Nbg ganz gut. Egal ob U-Bahn, Straßenbahn oder Bus vor der Haustüre fährt. Selbst in Ecken die jahrelang kaum zu verkaufen waren, wird aktuell entwickelt.


Tja, dumm nur dass mit den über 300 weggefallenen Arbeitsplätzen auch wieder Kaufkraft etc. weggefallen ist. Nur wer soll sich (bald) noch Wohnen leisten können, wenn viele Industrie-AP wegfallen. Neben Fleischmann hat auch die GfK (Außenstelle Lange Zeile) vor kurzem der Gegend den Rücken gekehrt. Mit jedem AP der in der Kernstadt wegfällt, wird diese auch geschwächt. Das Pendeln von innen nach außen, anstatt von außen nach innen wie früher, wird den Menschen sicher große Freude bereiten.
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Alt 05.11.10, 16:32   #42
Dexter
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@Planer

ich sehe die entwicklung der gegend insgesamt trotzdem eher positiv. Johannis könnte langfristig das Prenzlauer Berg Nürnbergs sein. Mit all den positiven (gut ausgebaute infrastruktur in form von kindergärten, einzelhandel, unterhaltung in hochwertig sanierter altbausubstanz) wie negativen Folgen (verdrängung von sozial schwächeren).

Wer hier bald wohnen wird hätte sicherlich nicht in der Montagehalle bei Fleischmann gearbeitet. Jeder dieser Einwohner wird gutes Geld in die nürnberger Haushaltskasse spülen. Dies ist erfreulich, denn vor 30 Jahren hätte sich jene gut verdienende Klientel noch in Oberasbach oder Stein aufgrund anderer lebensmodelle und schlechterem Wohnangebot in Nürnbergs Innenstadt nach nem hübschen Eigenheim umgeschaut.

Wohnen in der Stadt ist wieder was! In Nürnberg fällt dieser Trend mit der noch immer anhaltenden wirtschaftlichen Umstrukturierung zusammen. Die vormalige Industriestadt wird zu einer des profilierten Mittelstands und der Dienstleistung. Beides erlebt hier einen kontinierlichen Aufschwung und macht diese langfristig reicher. Löhne und lebensstandard steigen (leider nicht für alle, das ist klar).

Ganz interessant dazu:
http://www.hwwi.org/HWWI-Berenberg-Staed.6380.0.html

Nürnberg schlägt sich in dem ranking nicht schlecht. die stadt konnte sich verbessern und erreicht nun Platz 14 unter den 30 größten deutschen Städten.

- Die Produktivitätsentwicklung stieg in den vergangen jahren überdurchschnitlich stark an, ist im ganzen aber trotzdem noch mittelfeld.
- Nürnbergs Achilessferse ist und bleibt die Bildung. Die alte Arbeiterstadt bildet immer noch für einen längst überhohlten Industriestandort aus.
- beim Trendindex (meint hier die erfolgte entwicklung in produktivität und bevölkerung seit 2003) belegt Nürnberg platz 6 (!), gleich hinter München und noch vor dresden.

D.
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Alt 06.11.10, 11:34   #43
Klaus1971
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Klaus1971 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Hallo @ all,

also, ich muß definitiv bestätigen, daß die Tatsache, daß sich in der von der Stadt sträflich vernachlässigten Nordstadt endlich etwas tut, namentlich die U3, die ganze Strukturen ändert, Passantenströme ändert und ändern wird, sehr wohl dazu beigetragen hat, daß man als gesicherter Stabilverdiener im Einkommensmittelfeld sich ernsthaft mit dem Gedanken auseinandersetzt, in ein "Lückenschlußgebäude" auf ehemaligen Gewerbeflächen einzuziehen und in eine Wohnung dort nicht eben wenig Geld für Nürnberger Verhältnisse zu investieren.

Ich spreche von mir selbst und sage daher ausdrücklich: Natürlich liegt das nicht nur auslösend "an der U3", aber die U3 spielt im Kontext eine große Rolle beim längst überfälligen Aufwecken der Nordstadt/Johannis aus einem Dornröschenschlaf, den die Stadt selbst zugunsten des pushens sozialer Brennpunkte mit der Gießkanne verschuldet hat. Mit anderen Worten-es ist schwer vermittelbar, daß die Bevölkerung, die in der Nordstadt traditionell eher aus einem höheren Anteil gutverdienenden Leuten als in Gostenhof oder der Südstadt besteht, Straßen, Wege und Anlagen auf DDR-Niveau von 1988 geboten werden, mit ihren Abgaben aber Jahrzehntelang andere Viertel im öffentlichen Bereich hochsaniert wurden.

Ganz nebenbei sind mir in Kenntnis meines Bauträgervertrages die hanebüchenden Vorstellungen der Stadt, die es scheinbar München-ähnlich nicht nötig hat, sich über ihre Entwicklung zu freuen, bekannt-mit anderen Worten, aber auch jede Form eines Gebäudes, das nicht dem Baumuster "Nachkriegszeilenbau der 50er" entspricht, wird auch ohne entsprechendes erhaltenswertes Gesamtensemble, in das gebaut wird, mit allen Kräften verhindert, bis der Entwurf endlich den Status "langweilig und aussagelos" erreicht hat.

Scheinbar geht es Nürnberg neuerdings zu gut, vierlleicjt habe ich da etwas nicht mitbekommen. Man möchte sogenannte Stabilverdiener nicht haben, das ist die Erkenntnis, die hier klar zu ziehen sind. Lieber ergeht man sich in einer traumtänzerischen, völlig gestrigen und mit der Realität nicht kompatiblen Sozialromantik. Daß sich ganze Stadtquartiere ohne das Vorhandensein des im politischen Geschehen völlig ignorierten Bevölkerungsanteils, der die Leistungen erbringt, über deren großherzige Verteilung alle so gerne sprechen, niemals zu urbanen Quartieren entwickeln, hat die Stadt Nürnberg offenkundig noch nie gehört. Möglicherweise reicht in den Augen der Stadt Nürnberg für die Definition "Stadtleben" ein Billigdiscounter in jeder dritten Straße und dazwischen gesichtslose Blocks aus.
Klaus1971 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.11.10, 13:24   #44
Mattes
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Zitat:
Zitat von Klaus1971 Beitrag anzeigen
Daß sich ganze Stadtquartiere ohne das Vorhandensein des im politischen Geschehen völlig ignorierten Bevölkerungsanteils, der die Leistungen erbringt, über deren großherzige Verteilung alle so gerne sprechen, niemals zu urbanen Quartieren entwickeln, hat die Stadt Nürnberg offenkundig noch nie gehört. Möglicherweise reicht in den Augen der Stadt Nürnberg für die Definition "Stadtleben" ein Billigdiscounter in jeder dritten Straße und dazwischen gesichtslose Blocks aus.
Du darfst aber die Ladenbesitzer hier nicht ausser acht lassen! Anstelle in den Ubahnen dicke Werbung für Ihre Läden zu machen, wird sich nur beschwert, dass in der Pirkheimer keine Straßenbahn mehr fährt. Die von dir angesprochenen urbanen Qualitäten können sich entlang der U3-Nord Trasse spitze entwickeln.

Das von dir angesprochene Gostenhof hat diese Qualitäten (auch durch die Sanierungen der Stadt) entwickelt!
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Alt 06.11.10, 18:58   #45
harher
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harher könnte bald berühmt werden
Ich kann Klaus nur zustimmen.
Nürnberg hat sich in der Vergangenheit vor allem auf sozial schwache Stadtgebiete konzentriert und andere vernachlässigt.
Faktisch haben aber die "besseren" Stadtteile die anderen subventioniert.
Dass dies aber auf Dauer nicht funktionieren kann, ist auch klar.
Nur mal ein Beispiel: In der tristen Südstadt baut man ein recht luxeriöses Südstadtbad, für das Naturgartenbad schafft man nicht mal eine Heizung, auch das Hallenbad Nordost ist eher primitiv.
Insgesamt wurde die Nordstadt stark benachteiligt. Auch die EU-Förderung der Südstadt hat dies auch mit verursacht. Es wird langsam wirklich Zeit, dass die Stadt sich auch mehr für andere Stadtteile kümmert. Oder will man die sog. "Besserverdienenden" aus Nürnberg vertreiben?
Eine Stadt muss die gesamte Stadt im Auge haben, nicht nur Problembezirke. Mit denen kann sich übrigens eine Stadt auch wohl kaum profilieren.
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