Neubebauung Elbfront

  • Neubebauung Elbfront

    Endlich scheint es Hoffnung für einen der prominentesten und unwirtlichsten Orte der Magdeburger Innenstadt zu geben: Die städtische Wohnungsbaugesellschaft plant die Sanierung des sog. Bauarbeiterhotels und eine Neubebauung, die diesen Riegel aus dem Blickfeld nimmt. Und die Stadt wieder näher an die Elbe rücken lässt.


    Lage: Zwischen Kloster Unser Lieben Frauen und Alleecenter.
    Architektur: http://www.volksstimme.de/_img…s_pc00711702455088888.jpg" style="float:right; width:auto; margin-right:10px; margin-bottom:10px;" alt="" />

  • Ein interessantes Thema. Ich bitte aber um mehr Informationen. Spontan würde ich sagen, die Architektur passt zur restlichen Magdeburger Innenstadt :lach:

  • Warum will man diese Monsterplatte den bitte sanieren? Furchtbar das Ding! Und naja, eine Bebauung wäre wirklich sehr wünschenswert, aber dann bitte etwas innenstädtischer und doch möglichst mit Cafés, Terrassen etc. und nicht solch Vorort-Villen. Wieso kriegen die das in MD bloß nicht hin...

  • Es scheint als orientiere sich in Magdeburg in Sachen Architektur alles am Alleecenter.

  • der große wurf ist das nicht. das büro acm hat doch neben den geplanten stadthäusern an der großen klosterstr. gezeigt, wie man dort verdichten kann. da finde ich die stadthäuer unangebracht für diese gegend, vor allem, weil argumentiert wird, das man dann von der platte noch einen blick auf die elbe erhaschen kann. das wird allerdings in dem artikel der volkstimme auch angezweifelt.


    lage

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  • ^ Naja, ganz ehrlich, gerade in diesem nördlichen Teil der Innenstadt kann man ja eigentlich über jegliche Verdichtung froh sein. Die Frage ist allerdings, warum dann ausgerechnet dieser Hang bebaut werden soll, wenn auch mit Elbblick noch diverse andere Grundstücke frei sind. Verdichtung sollte da m.E. eher ein wenig südlicher stattfinden. Aus Sicht der Wohnungsbaugesellschaft natürlich verständlich, auch, dass man die wohl recht gut vermieteten Platten saniert, die Stadt sollte hier trotzdem gegensteuern. Warum nutzt man hier nciht Gelegenheit, reisst die offenbar teuer zu sanierenden Blöcke ab und baut auf dem freiwerdenen Gelände neu, wenn sowieso nur der Neubau die Snaierung zu finanzieren ermöglicht? Ich kenne mich mit den Magdeburger Gegegebenheiten nicht so aus, aber Geschosswohnungsneubau wird da ähnlich selten sein wie in Leipzig. Eventuelle Investitionen sollten daher möglichst sinnvoll eingesetzt werden. Zumindest auf den ersten Blick scheint das hier nicht der Fall zu sein.

  • Wettbewerb zur Weiterentwicklung des Wissenschaftshafen entschieden


    Laut Baunetz ist das Wettbewerbsverfahren zur städtebaulichen Entwicklung des 40 Hektar großen alten Hafengeländes zum Wissenschaftshafen/-quartier entschieden.


    Den 1. Preis hat smaq für sich entschieden. aber seht selbst: Baunetz


    oder auch hier: Wissenschaftshafen Magdeburg

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  • Im Wissenschafts- oder ehemaligen Handelshafen ist ein Bürogebäude fertiggestellt worden. Es befindet sich südlich eines Virtual Reality-Baus des Fraunhofer-Institutes für Fabrikautomatisierung und direkt am Ufer der Stromelbe.


    Von der Gestaltung her einigermaßen qualitätvoll, wird das Souterrain von einer Tiefgarage gebildet, sicher praktisch bei Hochwasser.


    http://www.volksstimme.de/vsm/…magdeburg/?em_cnt=1663909

  • Derselbe Projektentwickler zeigt auf seiner Internetseite ein weiteres (auch elbnahes) Projekt "Haus am Dom".


    http://www.haus-am-domplatz.de…s-am-dom/zukuenftiges.php


    Es handelt sich um das am Domplatz Nr. 5 gelegene, nach Kriegszerstörung und Fassadenwiederherstellung (1986) noch nicht wieder genutzte ehemalige Naturkundemuseum, das an der Seite zum Gouvernementsberg durch einen Neubau ergänzt werden soll.


    Dass es noch in diesem Jahr tatsächlich öffnet, dürfte wohl eine veraltete Information sein, Baugeschehen ist zumindest bisher nicht zu beobachten.

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  • Die Tristesse

    ...hin oder her,...es mangelt in diesem Städtchen ein wenig an kreativer Energie, sie hat keine unikate Attraktion zu bieten...bis auf das Hundertwasserhaus... (-zu loben-...ein kräftiges, frohes und einmaliges Werk in dieser Leere der Faszination)
    ...die Öde ruft förmlich nach einer Innovation,

    ...einem Anziehungspunkt der Ideen, doch man versucht sich vergeblich an anderen Punkten der Stadt ,eine Atraktion zu schaffen, die wirklich Leute anspricht und anzieht.


    ... die meisten sind sich dessen nicht bewusst.

  • Die unikate Attraktion in Magdeburg ist die Innenstadt aus Plattebbauten und Investorenarchitektur. So konsequent gibt es das sonst nirgens :lach:

  • Als ich nach Magdeburg gezogen bin war das für mich auch echt nen Schock. Wie kann man eine Riesenplatte neben den Dom stellen? Leider sieht die gesammte Innenstadt so verschandelt aus (Mit Ausnahme des Hasselbachplatzes).
    Nach zwei Jahren dort wohnen hat man allerdings auch echt ein paar schöne Ecken entdeckt und auch viele Gebiete gefunden die echt Potenzial haben. Buckau ist zum Beispiel meiner Meinung nach eine der zukunftsträchtigsten Stadtgebiete!
    Sehr viel historische Bausubstanz und nahe an der Elbe gelegen. Man hat dort ja schon ordentlich mit der Elbbebauung begonnen und was dort entstanden ist kann sich schon sehen lassen!


    Hier mal ein Bild von der Elbe in höhe des Doms (Bild von mir ;)):

  • Das dazugehörige Expose findet man hier:


    http://www.mwgeg.de/files/Expose_Lingner_Strasse.pdf


    Warum sich die neuen Gebäude nicht parellel zu den angrenzenden Straßen aufstellen - wie sonst überall bei der angrenzenden Bebauung auf der Elbinsel (gegenüber sogar Blockrandbeauung) erschließt sich überhaupt nicht. Die Struktur ist schon durch einzelne Zeilenbauten gestört. Einer bis dato nicht vorhanden gedrehten Orientierung bedarf es hier nun wirklich nicht.


    Die Gestaltung der Tiefgaragenbegrünung mit der labyrinthartig versteckten Spielplatzzuwegung ist auch nicht glücklich: naja, vielleicht sollen nur Eingeweihte den Spielplatz finden?!


    Auch könnten die Fassaden weit mehr ein innerstädtisches Gepräge besitzen: z.B. durch eine Erdgeschosszone mit besonderen Fassadenmaterial oder besonderen Nutzung. Die Darstellung suggerriert, es handelt sich um Punkt-Wohnhäuser an einem Park o.ä. Tatsächlich steht die Bebaunung unmittelbar an einer markanten Kreuzung und war mit der Kaufhalle zuvor (an dieser Stelle abgerissen) auch ein zentraler Ort auf der Werder-Insel.

  • Sieht sehr gut gelungen aus.
    Eine gute Variante um Globige Bauten dann doch noch ins Stadtbild zu Integrieren.

  • Hoffentlich wecke ich hier niemanden auf... :D


    In einer Ausstellung in Leipzig war auch ein Entwurf von Hans-Dietrich Wellner für Magdeburg zu sehen:




    In Bezug auf die stadtgeschichtliche Entwicklung vielleicht ganz interessant. :)

  • Hey,


    ich bin der neue Magdeburger hier im Forum. :)


    nothor: Fast alles, was in diesem Entwurf zu sehen ist, wurde leider verwirklicht. Leichte Änderungen gab es nur an der Goldschmiedebrücke sowie an der Ernst-Reuter-Allee (das Hochhaus wurde glücklicherweise nie gebaut).