S21-A1, Sparkassenakademie (fertig)

  • Habe für KSV gestimmt.


    Überzeugt zwar auch nicht hunderprozentig, aber zumindest fügt er sich gut in die Umgebung ein und macht, was die Fassade angeht, einen relativ hochwertigen Eindruck. Bei drei Hochhäusern und Bib21 in nächster Nähe braucht man nicht noch einen Baukörper, der um jeden Preis auffallen will.


    Bei Braun & Schlockermann gefällt mir die Aufteilung und Dimensionierung. Dieser "Wintergarten" zum Platz hin wirkt aber wie aus den frühen 90ern...


    An einigen Entwürfen stört mich, dass sie sich so überhaupt nicht an die vorgegebenen Raumkanten halten, und dass sie offensichtlich möglichst originell rüberkommen wollen, aber im Grunde hat man derartige "Ideen" und Fassaden auch schon hundertmal gesehen.
    Abgesehen von Hadids Beton-Nest macht sich auch keiner das spitze Eck zunutze für irgendeine kreative Lösung...

  • Stimme Wagahai zu. Außerdem gefällt mir noch Braun und Schlockermann. Das ist "normale" urbane Architektur. LAVA wäre ein guter Hingucker gewesen. Der Rest ist mir zu einfallslos oder paßt sich nicht an die Umgebung an.

  • Hatte ich schon (übrigens ist das auch der LAVA, Laboratory for Visionary Architecture,-Entwurf, vom Pariser Platz), nur hatte ich vergessen, das Bild um 90Grad zu drehen, und das war mir zu später Stunde dann zu umständlich - da bitte ich aber um Nachsicht ;)
    Future ist gut, aber eine Invasion durch Aliens ist doch regelmäßig mit einer Menge Stress verbunden (auch wenn die Menschen am Ende i.d.R. gewinnen) :D


    EDIT:
    Hier noch ein paar recht spektakuläre Ansichten des Langhof-Entwurfs:


    http://www.langhof.com/uploads/pics/178_image1.jpg
    http://www.langhof.com/uploads/pics/178_image3.jpg
    http://www.langhof.com/uploads/pics/178_image5.jpg
    http://www.langhof.com/uploads/pics/178_image7.jpg
    Quelle: Langhof http://www.langhof.com/index.php?id=1


    Hier noch eine recht herbe, aber lesenswerte Kritik am Siegerentwurf, als "langweilig und konventionell". Sehe ich ein wenig anders.


    http://www.magazin-world-archi…emagazin_personen_de.html (Seitenmitte)

  • @ Wagahai


    Wieso, die haben doch vollkommen recht! Deckt sich 1 zu 1 mit meiner Meinung über einen Großteil der Stuttgarter Neubauten. Wenn man sich anschaut was woanderts gebaut wird, bzw. welche Entwürfe in Stuttgart letztendlich umgesetzt werden ist es schon traurig was hier für Chancen vergeben werden.:Nieder:

  • Ich kann mich der Meinung dieser german-architects.com auch nicht anschließen. Mir ist Schlichtheit und Zurückhaltung (was nicht unbedingt gleichbedeutend mit Langeweile sein muss, liebe Herren "Experten"...) immer noch lieber als so ein unsensibles Hinklotzen, das lediglich den Selbstdarstellungsdrang der Architekten wiederspiegelt.


    Man klicke sich nur mal durch die "Bauten der Woche" dieses Gremiums...
    Hier beispielsweise sollen Kinder spielen:
    http://www.german-architects.c…dw_de_08/15_2008/15_1.jpg
    :Nieder:

  • Mit dem Siegerentwurf kann man leben. Noch besser wenn die 8 richtig durch das Gebäude ginge. Da habe ich angesichts des Modells jedoch Zweifel, so daß die 8 so richtig nur von oben sichtbar wird.


    Der beste Entwurf mit Abstand ist natürlich Langhof.
    LAVA vielleicht zu spacig, aber deutlich besser als die Langweiler-Entwürfe.
    Wie Wagahai sehe ich zwei Gesichter des Barkow-Leibinger-Entwurfs: Ein sehr ansehnliches innen und ein unerklärlich ödes außen. Schade.


    Trotzdem hier bei Weitem nicht der schlechteste Entwurf gewählt wurde, ist es ein Projekt mehr, in dem nicht der Beste realisiert wird.

  • Der Langhof-Entwurf wirkt wie ein einziges großes Atrium. Was eine enorme Wirkung entfalten dürfte, bedenkt man daß bei den meisten Gebäuden mit Atrium selbiges der beeindruckendste Gebäudeteil ist. Dazu gesellen sich von Glasarmen umfaßte Grünoasen, welche eine fast schon urwaldähnliche Szenerie ergeben. Das Beste: Dies alles vom öffentlichen Raum aus erlebbar, nicht wie so oft als pförtnergeschützter Firmenpark.


    Nun denn, es herrscht eben langweiliges Blockranddiktat; auf daß ein Stück Paris auf jeden hundertsten Blockrandbau abfalle. Abweichende Formen bitte nur bei Burgen, Abenteuerspielplätzen und Guggenheim-Museen.

  • Im Zusammenspiel mit dem upgedateten Modell Pariser Höfe:







    Bilder:Wagahai


    Baubeginn Frühjahr 2009 trotz Finanzkrise bestätigt, "im Zeitplan"
    Quelle: StZ-Online http://www.stuttgarter-zeitung…hren-bauplaenen-fest.html


    Noch ist nix los, Bauplatz am 12.01.09

    Bild:Wagahai


    EDIT:
    Die LBBW Immobilien will jetzt statt der 60 bis 80 Wohnungen auf 6.200qm nur noch 21 "Servicewohnungen" mit Frühstücks- und Reinigungsservice auf 3.000qm. "Normale Mietwohnungen" seien angesichts der Jahre langen Baustelle auf den S21-Arealen "schwierig".
    Quelle: Immobilienbrief Stuttgart Nr.27

  • Hä? Dachte jetzt ginge es Schlag auf Schlag :D
    Okay, die Baustraße mit hunderten von LKWs täglich verläuft nicht unweit, wäre aber noch weitaus stärker ein Thema für die Pariser Höfe, welche den LBBW-Immo-Bau sogar von Baustellenbeeinträchtigungen ganz gut abschirmen müßten. Sieht mir wie der Einstieg in den Ausstieg aus. Wenn die Investoren der Pariser Höfe erst auf diesen Gedanken kommen oder auf dem Böblinger Flugfeld...

  • wäre aber noch weitaus stärker ein Thema für die Pariser Höfe, welche den LBBW-Immo-Bau sogar von Baustellenbeeinträchtigungen ganz gut abschirmen müßten. Sieht mir wie der Einstieg in den Ausstieg aus. Wenn die Investoren der Pariser Höfe erst auf diesen Gedanken kommen oder auf dem Böblinger Flugfeld...
    Du vergisst die Vorgeschichte. Die LBBW Immo hat immer offen gesagt, dass sie am liebsten nur Büros bauen will, was die Stadt aber nicht duldet. Jetzt zieht man auf den letzten Drücker die Jammerkarte (weil angeblich "normale Wohnungen schwer verkäuflich, nur Luxuswohnungen rentabel"), um doch noch weniger Wohnungen bauen zu müssen. Es kann aber gut sein, dass die Rechnung aufgeht, die Stadt braucht schließlich einen schnellen Investitionserfolg auf A1.

  • Man wird diesem Gebiet aber auch nur mit ausreichend Wohnungen als "Stadtteil" lebendig machen, sonst ist da außerhalb der Öffnungszeiten der B21 und des mutmaßlichen Einkaufszentrums tote Hose auf dem Areal.

  • Offenbar wird das Weniger-Soll an Wohnungen für LBBW Immo HQ durch A1.12 ausgeglichen, dort 75% für Wohnen dann Pflicht. Allerdings Bebauung frühestens in 10 Jahren.
    Quelle: Immobilienbrief Stuttgart Nr.28


    Ach Du lieber Schreck, in heutiger "Bild" S.3 ist eine mir unbekannte Visualisierung zu finden, bei dem u.a. die Fassade m.E. deutlich verändert wurde, zum Negativen. Der Goldton ist jetzt durch Beige ersetzt, wenn ich´s richtig sehe, aber auch die Front zum Pariser Platz wirkt gleichförmiger und langweiliger :nono:


    Dass die Fassade verändert werden sollte, war bekannt, aber so habe ich mir das nicht unbedingt vorgestellt.


    EDIT, Beweis:


    Neu


    Alt


    Quelle: KSV Architekten


    Herrschaftzeiten! Ich glaub´s nicht. Und das 8.Geschoss wurde wohl auch mal wieder kassiert.


    Auf der LBBW Immo-Website noch immer Altentwurf.

  • Sieht aus wie aus nem Holzbaukasten aus Kiefernholz. Bauklötzles-Look. Aber was soll das mit den 10 Jahren? Dann bin ich fast 50 wenn nicht schon tot! ;)


    ... Wobei, umso öfters ich mir das Teil anschaue mit seinem Kiefernholz-Look, finde ich's gar nicht so übel. Zumindest setzt es sich stärker von den anderen LBBW-Gebäuden ab, als das Vorgänger-Modell. Und der Trend, hier und da schwarze Fassaden zu setzen, als Akzente, gefällt mir ganz gut. Vielleicht die alte Form mit der neuen Fassade ... Genau, das wär's.

  • Nein, die 10 Jahre beziehen sich auf die S21-Interims-Logistikfläche A1.12 (danach Wohnbau). Das LBBW-Immo HQ ist A1.11, angekündigter Baubeginn Frühjahr 2009.

  • für was macht man überhaupt riesige Architekturwettbewerbe, wenn man am Ende eh wieder alles verwirft? Mit diesem Ergebnis würde die Reihenfolge doch wahrscheinlich eh wieder ganz anders aussehen. Das Geld hätte man lieber in einen Architekten und dann direkt in die Fassade investiert.


    Aber billiger ist in diesen Zeiten eben besser. Und da das Material billig aussieht, wird es wohl auch billig sein. Das Ding ist total austauschbar und könnte wirklich überall stehen. Mehr ist aber offenbar halt net drin.


    Die alte Fassade war sehr zurückhaltend und trotz der größeren Höhe weniger aufdringlich. Jetzt fühlt man sich erschlagen, wenn man das ansschaut.

  • Die neue Fassade gefällt mir farblich gut.
    Hingegen von Übel ist, daß hinsichtlich der Form ein gewaltiger Schritt in Richtung austauschbarer Kasten gegangen wurde.


    Würde gerne einmal erleben, daß nachträgliche Änderungen ein Gebäude ausnahmslos verschönern, wie man es eigentlich erwarten sollte. Diesbezüglich fällt mir im Moment nur der Phönixbau ein.


    damator, Architekturwettbewerbe sind eben auch eine günstige Gelegenheit, wichtig zu sein, in die Zeitung zu kommen und umsonst gehobene Lebensmittel zu konsumieren. Könnte bei einigen sogar im Vordergrund stehen.