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Alt 28.05.12, 12:17   #91
hiTCH-HiKER
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Prinzipiell eine wünschenswerte Idee von Frau Nallinger, um unser Stadtzentrum lebenswerter zu gestalten. Die Verkehrslage vor der Oper ist unserem München wirklich unwürdig und auch das Verkehrschaos, das den Marienplatz vom Tal trennt (und letzteres damit für Geschäftsleute recht unattraktiv macht), das gehört mal richtig aufgeräumt.

Bezüglich der Radwege gibt es sicher vernünftige Lösungsmöglichkeiten.
Wichtig ist die Möglichkeit die Altstadt in Nord-Süd und West-Ost-Richtung vernünftig und schnell durchqueren zu können.
Das ist momentan leider nur schwer möglich, da im Westen die Maffeistraße zwar für den Radverkehr freigegeben ist, aber aufgrund von Pflastersteinen nur unzureichend befahrbar. Südlich der Fußgängerzone gibt es bedauerlicherweise keine nutzbare, alternative West-Ost-Querungsmöglichkeit.
Ähnlich verhält es sich, wenn man über die Leopoldstraße in Richtung Sendlinger Tor weiter fahren möchte. Der südliche Teil der Residenzstraße ist eine Zumutung und weder über die Perusa-, noch über Maximilianstraße und Hofgraben sinnvoll umfahrbar.
Hier wird man also wenigstens an diesen zwei kurzen Teilabschnitten dem Radverkehr mit einer wie auch immer gestalteten Fahrradstraße entgegenkommen müssen.
In der gesamten restlichen Fußgängerzone, was wohl 99% der übrigen Fläche ausmacht, da haben Radl nichts zu suchen und ich kann aus eigener Erfahrung bestätigen, dass dies auch penibel von der Polizei kontrolliert wird.
Hier wird man höchstens in den späten Abendstunden ungeschoren davon kommen und da ist dann eh praktisch nix mehr los. Wünschenswert sind natürlich überdachte Radlständer, von denen aus man die Fußgängerzone begehen kann.
Ich glaube wirklich nicht dass jemand wegen der in München noch vergleichsweise sicheren Verkehrslage in die Einkaufszentren am Stadtrand ausweicht, obwohl dies angesichts des massiven Andrangs an Wochenenden durchaus wünschenswert wäre.

Also wie erwähnt eine sehr gute Sache und nur traurig, dass es bis zum Jahr 2012 dauern musste, bis man erkannt hat was die Stadt für ihre Bewohner wieder lebenswert macht.
Was ging nur in den Köpfen unserer Eltern vor, als sie in den 60er und 70er Jahren das historische Stadtzentrum großflächig asphaltierten, mit Parkhäusern verunstalteten, die Häuser verfallen ließen, schöne Plätze zurück bauten und dann vor lauter Lärm und Dreck in neugebaute Häuser aufs Land geflüchtet sind?
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Alt 28.05.12, 17:09   #92
MiaSanMia
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Also das Tal finde eigentlich gut so wie es jetzt ist. Es ist quirlig, lebendig...
Natürlich sollte man die Straße etwas schmälern und den Bürgersteig dafür breiter machen, aber ich würde nicht mehr Bäume pflanzen oder anderes Gerümpel aufstellen.

Viel wichtiger wäre es, auf dem Max-Josephs Platz mal Bäume zu pflanzen der im Sommer immerhin ein paar Palmen wie am Stachus, denn der Platz verweist geradezu...und groß genug ist er ja.

Bänke in der Kaufinger und Theatiner, Straßencafes im Tal...
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Alt 30.05.12, 09:13   #93
Jilib
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http://www.sueddeutsche.de/muenchen/...enen-1.1369364



Die Forderung der Grünen, die komplette Innenstadt für Autos zu sperren, ist der Diskussion um die Erweiterung der Fussgängerzone nicht hilfreich denke ich, eher im Gegenteil. Besser wäre es doch über den Ausbau der Arme der Kaufinger nachzudenken. Ist erst mal von Hbf über Stachus, bis Marienplatz quasi als Zentrum, auch das Sendlinger und Isar Tor bis zum Odeonsplatz eine einheitliche Fussgängerzone hat man doch sehr viel erreicht. Das sind meiner Meinung nach auch Strassen, in denen man auf Autoverkehr verzichten kann und wo eine Fussgängerzone Sinn machen würde.
Weitere Fussgängerzonen zu erzwingen wie zB in der Maximilianstr halte ich für wenig sinnvoll. Warum über eine grundsätzliche Sperrung für Autos diskutiert werden soll verstehe ich nicht ganz.
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Alt 31.05.12, 09:02   #94
SimonMuc
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@Jilib: Gedanken kann man sich ja mal machen. Natürlich macht eine Sperrung der Maximillianstraße erstmal keinen Sinn.

Der Vorschlag von Michael Mattar (FDP) bezüglich des "Shared Space" in der südlichen Sendlinger Straße wird aber wahrscheinlich eh ins leere laufen. So viel Rücksichtnahme der Verkehrsteilnehmer aufeinander ist eh in München nicht möglich ;-)

Insgesamt finde ich die parkenden Autos im Stadtbild auch eher störend als die wenigen fahrenden Autos im Hackenviertel.

Durch Tiefgaragen unter dem Altstadtring wie die geplante unter dem Thomas-Wimmer-Ring könnte auch solche (zu) zentral gelegenen Parkhäuser wie das Hirmer-Parkhaus (Färbergraben 5) ersetzen.
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Alt 31.05.12, 14:50   #95
Jilib
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meiner Meinung nach ist ein neues Konzept für die Innenstadt dringend notwendig. Die Bevölkerung wächst aber die Kapazitäten sind fast die selben wie in den 80ern. Sich da Samstags durchzuquälen hat mit Genuss der Innenstadt nichts mehr zu tun und ist einer Stadt wie München unwürdig. Da muss ein Gesamtkonzept her, dass man die Fussgängerzone als Areal begreift und nicht nur als die Kaufinger. Der Marienplatz ist auch quasi der Ausgangspunkt für jeden Touristen, hätte man die Möglichkeit von hier aus sternförmig in alle Richtungen zu gehen wäre das ein riesen Areal. In München sollte man versuchen das Beste aus den kleinteiligen Strukturen zu machen, indem man sie möglichst verbindet. Ich denke das würde dem Zentrum einen enormen Aufschwung und ein dickes Plus an Qualität geben!
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Alt 01.06.12, 00:10   #96
LugPaj
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Diese "Areal"-Entwicklung ist doch im vollen Gange. Auch Hofstatt wird eine neue Verbindung schaffen. Und auch jetzt schon kann man vom Marienplatz jede Straße weggehen und hat eine Einkaufsstraße vor sich.

Ich finde vor 10 Jahren war die Konzentration auf die Kaufinger Straße noch viel größer.
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Alt 03.06.12, 17:28   #97
Jilib
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Zitat:
Zitat von LugPaj Beitrag anzeigen
Diese "Areal"-Entwicklung ist doch im vollen Gange. Auch Hofstatt wird eine neue Verbindung schaffen. Und auch jetzt schon kann man vom Marienplatz jede Straße weggehen und hat eine Einkaufsstraße vor sich.

ja klar ist da eine Entwicklung im Gange, daher auch die Diskussion, allerdings finde ich, wäre es an der Zeit für einen größeren Schritt anstatt immer klein klein hier mal hundert Meter und da mal einen Hinterhof auszubauen.

München ist gewachsen und gerade das Zentrum sollte an die Mehrbelastung angepasst werden. Natürlich kann man auch heute schon im Tal einkaufen, aber sich an den Engstellen wie vorm McD und Burgerking vorbeizuschieben ist doch kein Zustand. Das Tal wäre breit genug für eine attraktive Fuzo.
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Alt 03.06.12, 19:31   #98
hiTCH-HiKER
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ja klar ist da eine Entwicklung im Gange, daher auch die Diskussion, allerdings finde ich, wäre es an der Zeit für einen größeren Schritt anstatt immer klein klein hier mal hundert Meter und da mal einen Hinterhof auszubauen.
Du hast völlig recht, es ist echt peinlich, dass es in so vielen Jahrzehnten gerademal geschafft wurde einen Zipfel der Sendlinger Straße als Fußgängerzone umzubauen.
Im Tal lechzen die angeblich so autofreundlichen Geschäftsleute geradezu nach einer Aufwertung dieser völlig unattraktiven, überasphaltierten Fastfood-Schmuddelecke.
Genau das Gleiche gilt für die einmalig hässliche Gegend zwischen Hauptbahnhof und Stachus.
Würde man diese beiden sich selbst überlassenen Bereiche vom Übel des motorisierten Individialverkehrs befreien und sie etwas aufwerten, dann würde das eine Explosion der Attraktivität zur Folge haben.

Ich frage mich ernsthaft wer ein Interesse hat dies zu verhindern?

Die paar Autoextremisten, die im Jahr 2012 noch in diese innersten Bereiche vordringen sind doch wirklich nicht relevant für irgendeine Stadtratswahl, von daher verstehe ich unsere Volksvertreter da einfach nicht.
Und Lieferverkehr bis ca. 7 Uhr früh wäre auch kein Problem, da die erweiterte Fußgängerzone für die Feuerwehr und den Rettungsdienst eh befahrbar bleiben muss.

Was bitte treibt die SPD dazu die Münchner Altstadt kaum über das Niveau der 60er und 70er Jahre hinauswachsen zu lassen?
Ist diese Partei im letzten Jahrtausend hängengeblieben und nicht mehr fähig die dringend notwendigen Visionen für diese Stadt zu realisieren?
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Alt 04.06.12, 07:55   #99
Jilib
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Zitat:
Zitat von hiTCH-HiKER Beitrag anzeigen
Was bitte treibt die SPD dazu die Münchner Altstadt kaum über das Niveau der 60er und 70er Jahre hinauswachsen zu lassen?
Ist diese Partei im letzten Jahrtausend hängengeblieben und nicht mehr fähig die dringend notwendigen Visionen für diese Stadt zu realisieren?

bis zum längst überfälligen Führungswechsel wird sich in München nicht mehr viel tun..

hoffe dann kommt aber endlich mal wieder frischer Wind rein!!
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Alt 04.06.12, 12:16   #100
ZentruP
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Zitat:
Zitat von Bau-Lcfr Beitrag anzeigen
Ich genauso - darüber hinaus sollte wesentlich strenger kontrolliert und mit Geldstrafen geahndet werden, wo das Radfahren nicht erlaubt ist (Bürgersteige sind dies grundsätzlich - oder die Fußgängerzone in Essen, wo ich trotzdem immer wieder Radler sehe).
Ich bin kein Radler, aber auch kein Radlerhasser und finde, dass die Bürgersteige ruhig von Radlern benutzt werden können. Einfach aus dem Grund, weil oftmals vernünftige Radwege fehlen. Und was mich maßlos aufregt, ist der Umstand, dass Radwege einfach mal zu Parkzonen erklärt werden. Was ist denn das für ein Verkehrskonzept? Wegen drei oder vier Autos, die dann da Parken können, werden Straßen einspurig, weil die Radfahrer ja auf die Straße ausweichen. Das wäre mir viel zu gefährlich und da ich als Fußgänger von der überwiegenden Anzahl an Radlern nur gutes erfahren habe, sehe ich keinen Grund die Bürgersteige für Radler zu sperren. Es stört mich auch nciht mit einem Radler den Bürgersteig zu teilen, solange ich nicht umgefahren werde. So schlimm ist es noch nicht mit meiner Prinzipienreiterei :-)
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Alt 04.06.12, 13:14   #101
iconic
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Interessant, in den 1970er Jahren gab es wohl Pläne, die Altbauten an der Südseite der Blumen- und Frauenstrasse (am Viktualienmarkt) abzureißen, um auch hier den Altstadtring 4-bis 6-spurig auszubauen. Dafür hat die Stadt damals bereits die Häuser gekauft, mit denen sie offenbar nun nichts mehr anzufangen weiss....

http://www.tz-online.de/aktuelles/mu...n-2342552.html
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Alt 05.06.12, 22:35   #102
hiTCH-HiKER
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Ein Artikel in der AZ zum Thema "Falschparker in München" und einer Polizei die einfach nur zuschaut und beim Blockieren der Verkehrswege für nichtmotorisierte Fahrzeuge und Fußgänger munter mitmischt. Diese Nachlässigkeit und Ignoranz führt oft zu schwersten Unfällen:
Das sind die Falschparker-Fallen
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Alt 05.06.12, 22:50   #103
jack000
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Sicherlich muss gegen Falschparker auf Radwegen vorgegangen werden. Woher aber Ansicht herkommt, dass man deswegen halt andere Wege mit hoher Geschwindigkeit und ohne Licht nutzen darf ist mir schleierhaft.

Es ist zumindest mir kein Fall bekannt, wo ein Autofahrer auf dem Fußweg gefahren ist weil auf der Strasse Stau war.
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Alt 05.06.12, 23:49   #104
hiTCH-HiKER
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Andere Wege, was meinst du damit?
Also hier in unser sehr engen Einbahnstraße fahren immer wieder Autos gegen die Fahrtrichtung, weil es bequem ist und einen Umweg spart. Im Gegensatz zu vielen in beide Richtungen zugelassenen Radwegen ist es hier wirklich eindeutig, wenn man als Autofahrer in die falsche Richtung fährt.
Trotzdem machen das selbst Fahrzeuge der Stadt München ohne irgendwelche Skrupel zu haben.
Was ich damit sagen will... einen kleinen, aber wachsenden Anteil an Vollidioten gibt es sowohl im Auto als auch auf dem Rad als auch zu Fuß.
Allerdings hat sich das Falschparken, im Gegensatz zu den anderen Delikten im Straßenverkehr, offenbar in München als normal etabliert, wird von der Polizei wohlwollend toleriert, und das obwohl es nach dem Ignorieren der Vorfahrtsregeln zu den gefährlichsten Ursachen für Unfälle gehört.
Natürlich gehört zu einem Unfall meistens mehr als eine Ursache, aber ohne Ursache auch kein Unfall!


Edit:
Hier noch ein - aus Sicht unserer ADAC-Nation - recht kritischer Artikel von der SZ zum Thema Leihautos in München:
Auto auf Abruf
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Geändert von hiTCH-HiKER (06.06.12 um 13:24 Uhr)
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Alt 24.06.12, 10:07   #105
hiTCH-HiKER
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Aus dem Flughafen München Thread extrahiert. nikolas

Die Reaktionen beweisen mal wieder ohne jeden Zweifel, dass wir Münchner in Sachen Flughafenausbau alles goldrichtig gemacht haben.

Und so einen laschen Protest wie den gegen die zweite Stammstrecke habe ich persönlich selten erlebt. Da protestieren die Franzosen doch bei viel unwichtigeren Sachen wesentlich härter. Kein Wunder, dass nur in Haidhausen überhaupt ein paar für die Sache auf die Straße gehen
Von daher basiert der SZ-Kommentar auf völlig falschen Tatsachen und ist somit obsolet, wenn auch zugegeben gut geschrieben und ordentlich recherchiert.
Ich gebe dem Autor aber recht, dass München keinen Lebensraum für die Zukunft bietet. Und zwar dann, wenn nicht endlich konsequenter gegen die hier in München penibel gepflegte, lebensfeindliche Infrastruktur des motorisierten Individualverkehrs vorgegangen wird.
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