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Alt 21.11.03, 11:35   #76
Jai-C
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Jai-C ist jedem bekannt und beliebtJai-C ist jedem bekannt und beliebtJai-C ist jedem bekannt und beliebtJai-C ist jedem bekannt und beliebtJai-C ist jedem bekannt und beliebtJai-C ist jedem bekannt und beliebtJai-C ist jedem bekannt und beliebt
Diese Diskussion ist in den Münchner Medien schon fast zum Dauerbrenner geworden... dabei weiß jeder dass die Stadtverwaltung hinter den Plänen steht und Kronawitter/Denkmalrat usw. eh nichts zu melden haben.

IMO sollten die aktuellen Pläne umgesetzt werden und dann sollte man sich mal entscheiden wo man weiter verdichten möchte!
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Alt 21.11.03, 12:02   #77
Jai-C
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Lol - bei Kronawitter hab ich auch so den Eindruck dass es ihm auf seine alten Tagen langweilig wurde und er sich jetzt darum so sehr in diese Angelegenheit reinsteigert.
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Alt 21.11.03, 14:29   #78
Der Spitzler
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Vorallem ist es Schwachsinn...was der labert. Gerade Stadtteile wie Pasing, Laim, Thalkirchen, Trudering sind akzentlos und durch und durch von hässlichen Wohnblocks und Gebäuden entstellt. Hochhäuser würden diese Stadtteile aus ihren provanen Nacchkriegsschlaf holen und einen neuen Reiz geben.

Auch das Rumgetue mit Sichtachsen usw. ist typisch deutsch. Ich mein...wir sind im 21. Jahrhundert und ich lauf nicht durch München und tu so...als wäre meine Freundin "Sissy" und ich Ludwig II.

Meiner Meinung nach sollten ausserhalb des Mittleren Rings Hochhäuser grundsätzlich gebaut werden dürfen...bis auf begründete Ausnahmefälle.

Ich weiss ned, was das ganze Theater soll.

Z.B.: Birketweg. Wenn man mit dem Zug nach München fährt...über Pasing, Laim.....dann wirkt diese Stadt hässlich, verhauen, heruntergekommen. Der Munichtower wertet sie da schon ein bischen auf....die Hochhäuser im Birketweg wären wunderbar geeignet diese Stadtansicht um ein vielfaches zu verbessern!
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Alt 24.11.03, 12:01   #79
Sammy
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Sammy braucht man einfachSammy braucht man einfachSammy braucht man einfachSammy braucht man einfachSammy braucht man einfachSammy braucht man einfach
Hier noch der Artikel aus dem Münchener Merkur / TZ :

Neuer Streit um die "08/15-Hochhaus-Stadt"

Kronawitter droht mit Bürgerentscheid
Die Baupläne für vier neue Bürotürme am Birketweg in Neuhausen (wir berichteten) lassen die Münchner Hochhaus-Diskussion wieder hochkochen. Alt-Oberbürgermeister Georg Kronawitter befürchtet den "Dammbruch zur Null-acht-fünfzehn-Hochhaus-Stadt". Kronawitter droht der Stadt darum erneut mit einem Bürgerentscheid zur Hochhaus-Frage.
"Alle Bürgerentscheide, auch der wegen der Schließung von ein paar Büchereien - eine Lappalie gegenüber der Hochhausfrage - haben gezeigt, dass die Leute schon wissen, was für die Stadt dringend notwendig ist und was nicht", erklärt Kronawitter. "Nach jedem Bürgerentscheid war der vorher wabernde Streit schlagartig beendet."

Zwischen Kronawitter und seinem Amtsnachfolger, OB Christian Ude, sind die Hochhäuser schon längst zu einem solchen Streit geworden. Im aktuellen Fall würden die vier Türme am Birketweg die Optik des Nymphenburger Schlosses auf "unerträgliche Weise" beeinflussen. Was laut Kronawitter neben ihm auch die jährlich über 300 000 Besucher stören würde - sowie die Anwohner.

Darum hat Kronawitter nun seine Partei mit Ude an der Spitze aufgerufen, eine "große öffentliche Debatte zu inszenieren", mit dem Ziel einer Abstimmung der Bürger über die neuen Hochhaus-Pläne. Zudem schlägt Kronawitter vor, künftig an möglichen Standorten mehrere Wochen große Luftballons in der von den Architekten geplanten Höhe schweben zu lassen. So könnten die Bürger das Ausmaß der Pläne abschätzen und sich ihre Meinung bilden.Sven Rieber

mm






Datum: 19.11.2003
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Alt 24.11.03, 16:48   #80
Kura
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Gibt es den schon Planungen wan man mit dem Bau beginnen will oder wann es fertig sein soll?
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Alt 24.11.03, 20:21   #81
Der Spitzler
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Ok....bin dafür...wenn aber Kronawitter dabei erfahren muss, dass sein stures Gehirn einfach stehengeblieben ist und seine antiquirten Vorstellungen nicht mehr zum Zeitgeist passen....dann sollte er auch Manns genug sein, um für die Kosten aus privater Tasche aufzukommen....

Seh ned ein, dass meine Steuergelder für die Launen eines Ausgedienten zum Fenster herausgeworfen werden.

Wenn er sich nochmal wichtig machen muss, dann bitte ned auf die Kosten von uns Münchnern!!!
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Alt 24.11.03, 22:07   #82
Thor
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Thor könnte bald berühmt werden
Auf deine Frage hin Kura bzgl des Süddeutschen Verlag Hochhauses. Baubeginn 2003 wohl nicht mehr aber 2004 ganz sicher (so hoffe ich doch;-) sofern man nicht noch den Entwurf ändert.

Und die vier geplannten Türme am Birketweg gehen sicher nicht vor 2005/2006 U/C wenn überhaupt. Sofern die Diskusion so engstirnig weiter geht wie aktuell
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Alt 24.11.03, 23:07   #83
Kura
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Danke Thorsten!
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Alt 25.11.03, 09:17   #84
Thor
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Thor könnte bald berühmt werden
Das hört sich für mich schon besser an

Artikel aus der heutigen SZ

Lieber eine neue Hochhaus-Skyline und dazu eine lockere Bebauung des Areals? Oder besser auf die Türme verzichten und dafür eine dichte Baustruktur auf der grünen Fläche? Auf diese Kernfrage läuft es hinaus, wenn der Stadtrat am morgigen Mittwoch über die Zukunft des Projekts Birketweg zwischen dem Hirschgarten, der Friedenheimer Brücke und der Donnersbergerbrücke berät.

Aller Voraussicht nach wird der Stadtrat beschließen, mit beiden Varianten in das weitere Planungsverfahren zu gehen. Das zeichnete sich nach den gestrigen Vorberatungen in den Fraktionen ab. Bei allen weiteren Erörterungen in der so genannten Öffentlichkeitsphase könnten dann die Vorzüge und Nachteile beider Varianten ausführlich diskutiert werden.

Geplant ist bekanntlich eine Gruppe von vier Hochhäusern, die zwischen 80 und 120 Meter aufragen sollen. Das Planungsreferat hatte zuvor zahlreiche Bauvarianten untersucht. Das Ensemble mit den vier Türmen habe sich schließlich als die Stadtbild-verträglichste herausgestellt, heißt es aus der Verwaltung.

Trotzdem hat der Stadtrat eine schwierige Entscheidung zu treffen. Anders als bei schon bestehenden Hochhaus-Projekten wie zum Beispiel im Norden mit dem 146 Meter hohen Turm „Uptown München“ gibt es beim Birketweg immer noch Probleme mit den Sichtbeziehungen – etwa vom Nymphenburger Schloss oder vom Maximilianeum aus. Die vier Hochhäuser werden in der Silhouette der Stadt deutlich wahrnehmbar sein. Entschiedene Gegner des Projekts wie Altoberbürgermeister Georg Kronawitter und die Bürgerinitiative „Münchner Architektur und Kultur“ nennen diese „Sichtachsen-Störung“ als Hauptargument für ihre Ablehnung.

Die Befürworter der vier Türme – im Stadtrat verlaufen die Meinungsfronten inzwischen quer durch die Fraktionen – sehen das Turm-Ensemble als attraktive städtebauliche Dominante für das neue Quartier an der Bahnstrecke, in dem einmal 5000 Menschen wohnen sollen und 5000 Arbeitsplätze geschaffen werden. Das Gebiet ist 59 Hektar groß. Würde man auf die Hochhäuser verzichten und verstärkt in die Fläche bauen, müsse man Grün-Areale – vorgesehen ist unter anderem ein Grünzug namens „Pionierpark“ – streichen, so das Argument, auf das sich OB Christian Ude sowie im Stadtrat große Teile von SPD und Grünen/Rosa Liste beziehen. Das Viertel verlöre damit seinen Gartenstadt-Charakter. Prägendes Element des neuen Stadtteils soll zwar die Hochhaus-Gruppe werden. Aber auch die architektonisch interessante ehemalige Paketpost-Halle wird in das Gebiet einbezogen. Heute steht sie unter Denkmalschutz und dient als Briefverteil-Zentrum. 1965 war sie bei ihrem Bau die weitest-gespannte Halle der Welt aus Beton-Fertigteilen. Außerdem entsteht auf dem Areal ein Logistik-Zentrum, von dem aus die Innenstadt mit Waren beliefert werden soll. Die Güter kommen größtenteils über die Schienen in das Zentrum und werden mit Lieferautos weiter verteilt. Bei den Bürgervertretern löst das Vorhaben Sorgen um eine zu hohe Verkehrsbelastung aus.

Bei der Grundsatzentscheidung über die Einleitung des Bebauungsplanverfahrens für den Bereich Birketweg geht es noch nicht um die architektonische Gestaltung der Türme. Diese soll erst durch einen Wettbewerb ermittelt werden.

Quelle: Süddeutsche Zeitung
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Alt 26.11.03, 16:41   #85
Kura
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Hochhaus-Streit: Stadtgestalter für Schrumpfkur

Debatte um Friedenheimer Brücke
Ein klares Ja oder Nein zu Hochhäusern an der Friedenheimer Brücke wurde es am Ende nicht. Die Kommission für Stadtgestaltung drängte zunächst mehrstimmig dazu, auf die vier Türme von bis zu 120 Metern zu verzichten. Es gab eindringliche Rettungsversuche für den pointierten Hochbau, vorgetragen von OB Ude (SPD), Planungschefin Thalgott und CSU-Stadtrat Zöller. Das Architekten-Gremium ließ sich aber nur auf ein merklich reduziertes Bauziel ein.

"Profilüberragende Bauten", wie sie Ude formulierte, ließen sich die Experten an diesem Standort gerade noch gefallen. Die Sichtbarkeit vom Nymphenburger Schlossrondell her soll reduziert, am besten vermieden werden. In die vorgezogene Bürgerbeteiligung wird ausdrücklich auch die Variante eingebracht, auf Hochhäuser ganz zu verzichten und die hohe Baudichte durch massivere Körper und mehr Flächenverbrauch zu erzielen.

Ehe Ude den Kompromiss schmiedete, sah es ganz nach einer Niederlage für die Hochhaus-Befürworter aus. Jetzt ist zumindest noch eine Formel denkbar, die heißt: Baut Hochhäuser, aber nicht so hohe!

Einer der vier Türme soll Wohnungen bergen, die übrigen Gewerbe und Büros. Das Ringen um hohe Nutzungsdichten rührt daher, dass der Platz wenigstens 10000 Einwohner bzw. Arbeitsplätze beherbergen muss, damit die Bahn eine S-Bahn-Station Elsenheimer Brücke einrichtet.

Heimatpfleger und Architekt Gert Goergens verurteilte gleich zu Beginn die Höhenentwicklung: "Ich meine dass die Grenze deutlich überschritten ist." Landschaftsarchitektin Stefanie Jühling: "Es gibt auch intelligente Lösungen, die keine Hochhäuser erfordern." Stadtrat Richard Quaas sah die Gegenbewegung kommen: "Die Diskussion zeigt sehr viel Unbehagen."

Das Unbehagen ergriff auch Christiane Thalgott und Christian Ude, weil für die bisherigen Hochhaus-Dimensionen eine massive Abfuhr in der Kommission zu erwarten stand. So formulierte der Oberbürgermeister aus dem Stegreif eine Formel, die fast alles offenlässt und den Kritikern eine Zustimmung ermöglichte.

Nächste Station: heute im Planungsausschuss des Stadtrats.E. Geiger

Quelle:www.merkur-online.de
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Alt 26.11.03, 17:43   #86
Der Spitzler
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Na Prima.....es leben die Münchner Kleingeister!

Also ich bin dafür, dass wir ab jetzt in München nur noch Gebäude im allerübelsten 60 und 70er Jahrestil bauen....damit München überhaupt nicht mehr in die Gänge kommt.....weil wenn, dann sollte man schon ganze Arbeit leisten!
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Alt 26.11.03, 20:08   #87
Jai-C
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Tja... das kommt davon! Man sollte sich im Rathaus mal zusammensetzen und einen vernünftigen Hochhausplan beschließen. Die bisherigen Konzepte sind IMO überhaupt nicht durchdacht...
Ich bin absolut für eine Hochhausverdichtung, aber bitte nicht dort!
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Alt 27.11.03, 08:58   #88
UrbanFreak
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...manchmal kommt es mir vor das Politker sich alle Vorschläge anhören....und sich dann für den dümmsten entscheiden...
__________________
Kann man neues, schönes bauen? Das ist hier die Frage.
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Alt 27.11.03, 10:34   #89
Jai-C
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Zitat:
Original geschrieben von UrbanFreak
...manchmal kommt es mir vor das Politker sich alle Vorschläge anhören....und sich dann für den dümmsten entscheiden...
So dumm ist der Vorschlag eigentlich gar nicht:

Die Birketweg-Varianten: Türme oder Blöcke

Die Frage, ob am Birketweg entlang der Bahnstrecke Hauptbahnhof-Pasing ein Ensemble mit vier Hochhäusern entsteht, bleibt offen. Der Planungsausschuss des Stadtrats hat am Mittwoch entschieden, mit zwei Varianten in das weitere Verfahren – vor allem bei den Diskussionen mit den Bürgern – zu gehen: mit den Hochhäusern sowie mit einer so genannten Blockbebauung für das Projekt „Birketweg“. Die Gegner der Türme befürchten eine starke Beeinträchtigung der Sichtachse vom Rondell des Nymphenburger Schlosses aus. Eine Hochhausbebauung erlaube mehr Grün und eine lockere Bebauung des Areals, sagen die Turm-Befürworter. Der Stadtrat will vor der endgültigen Entscheidung wissen, wie die Türme architektonisch gestaltet werden.

Quelle: Süddeutsche Zeitung
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Alt 27.11.03, 22:23   #90
Kura
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München – hoch hinaus?
Stadtrat Alexander Reissl (SPD) schreibt über die aktuelle Hochhaus-Diskussion


Darf unsere Stadt ihre Ansicht verändern? Dürfen Hochhäuser über das gewohnte Profil hinauswachsen? Neuer Streit bahnt sich an.
An der Friedenheimer Brücke neben dem Hirschgarten soll ein neues Stadtquartier entstehen. Im Zusammenhang mit der Entwicklung der Bahnflächen entlang ihrer Stadteinfahrt (Hauptbahnhof –Laim–Pasing) beginnt gerade das Verfahren, um für dieses neue Quartier das Baurecht zu schaffen. In der Diskussion ist dabei ein Ensemble von vier Hochhäusern mit Höhen zwischen 80 und 120 Metern. Stimmt, die wird man von verschiedenen Orten in der Stadt sehen können.
Man muss kein Prophet sein, an diesem Beispiel wird das Thema Hochhäuser in unserer Stadt erneut heftig diskutiert werden. Altoberbürgermeister Kronawitter legt sich mächtig ins Zeug. Er ist der festen Überzeugung, dass Hochhäuser das Bild Münchens stören, wenn nicht gar zerstören.
In den vergangenen Jahren sind tatsächlich eine ganze Reihe von Hochhäusern neu entstanden bzw. entstehen gerade: Der Turm der Mercedes-Benz-Niederlassung sowie der Campanile gegenüber an der Donnersberger Brücke, das Münchner Tor der Münchner Rückversicherung am Autobahnanfang der A 9, das Verwaltungsgebäude der Fraunhofer Gesellschaft an der Hansastraße, das Technische Rathaus an der Friedenstraße, der Wohnturm auf der Theresienhöhe, der Uptown-München-Turm am Georg-Brauchle-Ring, das „Langenscheidt“-Hochhaus ebenfalls an der Nürnberger Autobahn und die neue Telekom-Verwaltung an der Dingolfinger Straße. Nur zwei von diesen sind allerdings tatsächlich ein Bruch mit dem bisher scheinbar ehernen Gesetz, dass kein Hochhaus in München höher als die Türme der Frauenkirche sein dürfen. Die übrigen sind zum Teil deutlich unter diesem 100-Meter-Maß.
Tatsächlich ist dieses Maß schon vor über zwanzig Jahren gebrochen worden – mit dem Hypo-Hochhaus an der Richard-Strauss-Straße, es ist 114 Meter hoch. Und selbst von entschiedenen Hochhausgegnern ist es als wichtiges Zeichen in der Stadt anerkannt.
Über Geschmack lässt sich bekanntlich trefflich streiten. Deswegen hilft es für politische Entscheidungen wenig, ob einem die Architektur eines bestimmten Hauses gefällt oder nicht. (Bei mir verhält es sich auch so, dass mir die einen gefallen, andere eher nicht.) Mit großer Sorgfalt hat die Stadt über Jahrzehnte untersucht und erörtert, an welchen Stellen in der Stadt Hochhäuser gebaut werden können. Sie hat dazu zwei Hochhausstudien erstellen lassen. Und in der Bauleitplanung werden die Sichtbeziehungen für jeden einzelnen Standort akribisch untersucht. Der aktuelle Streit geht nun darum, ob der Blick vom Nymphenburger Schloss aus in südöstlicher Richtung durch diese vier Hochhäuser gestört wird. Wohlgemerkt, es geht nicht um den Blick aufs Schloss. Der Stadtrat hat sich dafür entschieden, in die öffentliche Diskussion mit einer Alternative zu den Hochhäusern zu gehen. Dabei wird auch zu sehen sein, wie viel Bauflächen beansprucht werden, um eine annähernd gleiche Nutzfläche zu realisieren, wie nahe die neue Bebauung dann dem Hirschgarten rückt. Für den Bau einer neuen S-Bahnstation an der Friedenheimer Brücke ist städtische Dichte erforderlich, sonst ist ein neuer S-Bahnhalt wirtschaftlich nicht vertretbar.
Das Bebauungsplanverfahren mit der Darstellung von zwei verschiedenen Lösungen, mit und ohne Hochhäuser bietet den interessierten Münchnerinnen und Münchner die Gelegenheit, über Hochhäuser in unserer Stadt zu streiten; die Frage zu beantworten, ob München hoch hinaus darf. Alexander Reissl

Quelle:www.werbe-spiegel.de

Geändert von Kura (04.12.03 um 16:14 Uhr)
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