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Alt 12.03.12, 21:37   #151
Richard Neutra
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Richard Neutra ist ein geschätzer MenschRichard Neutra ist ein geschätzer MenschRichard Neutra ist ein geschätzer MenschRichard Neutra ist ein geschätzer Mensch
Tja, da könnte die CIA ja fast neidisch werden. Aus der Schräg-Perspektive bei bing wirkt das Gebäude meiner Meinung nach auch recht gut integriert, also als einen solchen Störkörper empfinde ich den Bau auch nicht, ich bin vielmehr froh, dass diese Riesenbrache endlich weg ist.
__________________
Gute Architektur hat einen gelungenen Bezug zur Umgebung, erfüllt ihren Zweck und versucht vor allem nicht Architektur zu sein.
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Alt 12.03.12, 21:44   #152
Hobrecht
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Hobrecht könnte bald berühmt werden
Zitat:
Zitat von Rotes Rathaus Beitrag anzeigen
Die Verbindung zwischen Mitte und Wedding ist doch die Chausseestraße/Müllerstraße/Friedrichstraße mit U-Bahn, die nicht beeinträchtigt wird... und der Verkehr fließt.
Um eine lebendige Verbindung zwischen zwei Stadtgebieten zu haben, braucht es weit mehr, als fließenden Verkehr. So ein halber Kilometer tote Straßenfront (wenn auch nur auf einer Seite) stellt tatsächlich eine zerschneidende Barriere im öffentlichen Raum dar.

Für autofreies Wohnen ist der Standort Heidestraße leider nicht geeignet, weil es von dort aus bis zu einem Kilometer bis zu einem vernünftigen Anschluss an den ÖPNV (Hauptbahnhof bzw. U Reinickendorfer Str.) ist. Solche Standorte wie die Chausseestraße gibt es dafür in Berlin nicht allzu häufig. Wahrscheinlich hat Rotes Rathaus aber Recht damit, dass für einen schnellen Umzug des BNDs die Alernativen ebenfalls eher rar waren.

Zum Schornstein: irgendwo hatte ich mal ein Gutachten gelesen, welches sich mit der Frage des Abrisses auseinander gesetzt hat und zu dem Schluss kam, dass aus emissionsrechtlichen Gründen der Erhalt des Schornsteins zu empfehlen wäre.
Das Ding ist aber auch wirklich auf unangenehme Weise präsent - und das mitten in der City...
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Alt 12.03.12, 23:17   #153
Batō
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Zitat:
Zitat von Rotes Rathaus Beitrag anzeigen
Den BND schnell zu holen, war absolut richtig. Dafür brauchte man den Bauplatz.
Die Entscheidung den BND in Berlin anzusiedeln ist ja keine die über’s Knie gebrochen wurde. Es ist eine strategische die für einen sehr langen Zeitraum Bestand haben wird. Dass es hierfür nur ein kurzes Zeitfenster gegeben haben soll glaube ich nicht. Umso enttäuschender finde ich es, dass man sich hinter verschlossenen Türen so schnell auf den Standort an der Chausseestraße festlegen musste.

Zitat:
Tegel ist m. E. ungeeignet, weil es keinen Anschluss an den öffentlichen Nahverkehr gibt. Das ist sowieso das ganz große Manko von Tegel. Ich sage voraus, dass dieses Areal zu einer Erweiterung des Tegeler Forstes wird, da es ziemlich uninteressant ist. Deshalb hat Wowi auch recht, wenn er die Erwartungen hier bremst. Zudem könnte man erst 2012 anfangen zu bauen.

Selbts Tempelhof (dieser Standort wäre natürlich machbar mit Innestadtlage und gutem Anschluss an Ringbahn und U-Bahn-Netz) stand damals noch garnicht zur Verfügung. Ich hätte jedem Berliner Senator, der gesagt hätte, dass man den BND wenn überhaupt erst ab 2020 in Berlin haben will, eigenhändig den Hals umgedreht. Eine solche Gelegenheit MUSS man beim Schopf ergreifen.
Für Tegel hätte aber auch gesprochen, dass dieses Gelände wesentlich mehr Entfaltungs- und Entwicklungsspielraum gegeben hätte. Tegel ist relativ nah an der Innenstadt. Die Anbindung an den ÖPNV ist zwar bescheiden, aber der überwiegende Teil der Mitarbeiter wird vermutlich eh mit dem Auto zur Arbeit fahren. War in Pullach ähnlich und das große Parkhaus an der Chausseestraße wurde schließlich auch nicht ohne Grund errichtet.
Tempelhofs Vorteil ist das riesige Flughafengebäude. Das hätte man entsprechend den Anforderungen für die BND-Zentrale umbauen können. Ist zwar eine fragwürdige Umwidmung aber so ein riesiges Bauwerk nach dessen Ursprungsnutzung mit Leben zu füllen ist denkbar schwierig. Daran beißt sich der Senat aktuell die Zähne aus während die Entwicklung des Flughafengeländes weniger Probleme bereitet.

Zitat:
Zitat von Hobrecht Beitrag anzeigen
Um eine lebendige Verbindung zwischen zwei Stadtgebieten zu haben, braucht es weit mehr, als fließenden Verkehr.
Gut auf den Punkt gebracht Hobrecht. Es braucht mehr als nur eine lange Straße um einem Viertel Leben einzuhauchen. Die neue BND-Zentrale ist wie Saxonia schrieb tatsächlich eine Insel. Inmitten eines (potentiell entwicklungsfähigen) urbanen Stadtraumes entsteht ein abgeschotteter Raum der sich deutlich sichtbar von seiner Umgebung abhebt und diese dominiert. Die Schräg-Perspektive bei der 4-/5-stöckige Mietskasernen wie kleine Randfiguren aussehen zeigt das m.M.n. noch mal ganz gut und wenn irgendwann sämtliche Baugerüste entfernt sind dürfte das noch offensichtlicher werden.

Saxonia, dass der BND-Komplex zum Teil von Wohngebäuden umgeben ist bedeutet zunächst mal nicht so viel. Besonders viel los ist dort heute deswegen trotzdem nicht. Die Ansiedlung des BND wird vielleicht die Passantenflutkuation und das Verkehrsaufkommen während der gewöhnlichen Geschäftszeiten erhöhen, darüber hinaus rechne ich aber kaum mit einer größeren Belebung. Am Wochenende schließlich dürfte das Gebiet so tot wie eh und je sein.
BTW, ich bin doch erstaunt, dass gerade dir als Fan historisierender und historischer Architektur die monotone Rasterarchitektur des Neubaus anscheinend gefällt.
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Berlin à la carte - die Projektkarte
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Alt 13.03.12, 00:15   #154
Saxonia
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Naja, bis jetzt hab ich nur die Kalksteinfassade ohen Gerüst und im Detail gesehen. Ich glaube die Alufassade wird mich weniger ansprechen.^^
Aber ich bin ohnehin nicht mit der Erwartungshaltung rangegangen, dass ein Neubau des Bundes historische Formensprache oder gar Ornamentik aufgreift. Nennen wir es mal niedrige Ansprüche die leicht übetroffen wurden. Die Kubatur des Gebäudes hat ja durchaus was für sich.

Zum städtebauliche:
Ich weiß nicht wie viele Leute dort arbeiten aber sie werden sicher nicht wie abgeschottet nur in dem Gebäude sein. Mit großartigen wirtschaftlichen Nachwirkungen ist zwar nicht zu rechnen aber der ein oder andere kleine Laden wird sicherlich profitieren. Und schließlich kommen auch immer wieder Leute, die nicht beim BND arbeiten sondern was von ihnen wollen. Also ich rechne da schon mit ziemlicher Belebung der Ecke.
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Alt 13.03.12, 01:35   #155
Golden Age
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Kein "business as usual"

Zitat:
Zitat von Chandler Beitrag anzeigen
Es sind Büroarbeitsplätze wie in all den anderen privaten und staatlichen Bürogebäuden in Berlin und so ziemlich allen anderen Großstädten auf unserem Planeten. Ob die nun für den BND, Daimler, Sony, die Bahn, die Bildzeitung oder als Wirtschaftsprüfer arbeiten.
Der Vergleich zu anderen gewöhnlichen Büroarbeitsplätzen hinkt gewaltig. Man sollte nicht verharmlosen, dass es hier um streng geheime "Büro"-Tätigkeiten mit weitreichenden Konsequenzen für nationale und internationale Politik geht. Gerade Berlin ist verpflichtet dieses vorbelastete Thema mit hoher Sensibilität zu betrachten, denn es handelt sich gerade nicht um ein "business as usual". Ein Geheimdienst hat aufgrund der eingebauten Vertraulichkeit auch völlig andere Anforderungen als ein 0815 Wirtschaftsprüfer besonders in puncto Sicherheit und Infrastruktur. Der zusätzliche Aufwand diesen Bau in ein Wohnviertel zu integrieren und dauerhaft zu schützen, erscheint mir daher nicht gerechtfertigt. Wie in München geschehen, wäre ein Vororts-Standort deutlich nützlicher und wahrscheinlich günstiger gewesen.

Die Auswirkung eines hermetisch abgeriegelten "Prellbocks" auf seine städtische Umgebung sehe ich zudem sehr skeptisch. Ein gutes Beispiel gab es jahrzehntelang in Frankfurt zu sehen (und zu beklagen). Mitten in der Innenstadt leistete sich Degussa den Luxus sein weitläufiges Filet-Grundstück komplett von der Öffentlichkeit abzuschotten. Der Effekt war, dass man sich in der Umgebung nicht gerne aufhalten mochte, da man große Umwege in Kauf nehmen musste und sorgte somit für eine Art "De-Urbanisierung" mit Hinterhof-Flair. Zum Glück wird das ganze Areal am Main jetzt abgerissen und eröffnet für die westliche Frankfurter Altstadt neue belebende Perspektiven. Auch in Berlin wird man eher bereuen, dass so viel städtische Fläche leichtfertig "anonymisiert" wird.
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Alt 13.03.12, 02:21   #156
Chandler
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Von außen sieht das BND Gebäude ja auch nicht geheimer aus als viele andere umzäunte Büro- und Industriegelände.

In der Nähe kannst du auch nicht auf das Betriebsgelände von Bayer-Schering, die Bahnanlagen, den Westhafen, den Großmarkt usw. latschen. Um das riesige Bürogebäude der Bahn oder den ehemaligen? Beachvollyballplatz usw. muss man Umwege laufen.

Andere Großblöcke wie "Außenministerium-Bundesbank", "Finanzministerium, Abgeordnetenhaus, Bundesrat", die Bundesdruckerei oder den Gefängnis-Gerichtskomplex und die Kaserne der Bereitschaftspolizei in Moabit usw. usf muss man weiträumig umlaufen.

Beim Zoo, dem Jahnstadion oder der Ringbahn habe ich mich schon des öfteren über die langen Umwege geärgert. Naja, es gibt Schlimmeres. Zum Beispiel das Messegelände und das Olympiagelände ;-)
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Alt 13.03.12, 12:28   #157
Kleist
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Nun muss man auch sehen,dass der Geschoßwohnungsbau in Berlin erst in den letzten Jahren seine Renaissance erlebt.
Ich weiss nicht,in welchem Jahr beschlossen wurde,den BND an diesem Ort anzusiedeln.Noch vor ~ 5-15 Jahren gab es überhaupt keine Geschosswohnungsbauperspektive für ganz Berlin,einschliesslich zentrumnaher Gebiete.

Und.Auch heute ist der Geschosswohnungsbau vornehmlich auf Eigentumswohnungen ausgerichtet.Ich bezweifle,dass man ein Areal von der Grösse mit Geschosswohnungsbau (Eigentum und oder Miete)entwickeln könnte.Es würden dann eher,wie an der Heidestrasse,zweigeschossige,freist ehende Stadt bzw.Reihenhäuser entstehen. Wogegen auch nichts einzuwenden ist,gerade der Kontrast aus hochverdichteten Altbestand und lockerer Wohnbebauung daneben,hat seinen Reiz,wie man ihn in Wilmersdorf zahlreich erleben kann.

Ich finde,so wie es ist,ist es gut.Wenn die andere Strassenseite mit der Zeit entwickelt wird,reicht es vollkommen aus,um urbane Übergänge zu schaffen und den Wedding einzubinden.
Wenn Bayer Healtcare (Schering) so weitermacht,kann deren Gebiet bald zum Wohnpark umgebaut werden .
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Alt 13.03.12, 16:24   #158
Ufologe
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@ Kleist:

Sicher gab es einen Plan für eine Geschosswohnsiedlung (+Gewerbe) auf dem Areal. Es waren schon für 50& der Wohnugen Mietverträge unterschrieben.
Geplant war ein Auto-Freis Viertel (ausgenommen Zulieferer/Feuerwehr etc.).
"Autosenatror" Strieder (SPD) legte damals sein Veto dagegen ein.
Ich finde den BND-Moster-Bau eine Zumutung. Gut, das Forum ist kein politisches Forum aber, dass Geheimdiesnste (auch westliche) grundsätzlich gegen Demokratie arbeiten und der BND eine Filiale der CIA ist muss an dieser Stelle mal gesagt werden. Die Stasi-Zentrale in Lichtenberg wurde von Volk gestürmt, der BND siichtert sich mit einen Wassergraben (wie im Mittelalter) rund um das Gebäude ab. Das halte ich für kein gutes Omen.Die hätten auch in das Gebäude von THF ziehen können. Jeut wo die Bauunterlagen geklaut sind zieht das Sicherheitsargument eh nicht mehr.
Ich stimme auch zu dass dort die Verbindung zm Wedding fehlt. Auf Weddinger Seite haben wir das Eissatdion und Bayer-Schering. Damit reiht sich eine "Unterbrechung" neben die andere, genau das schreit förmlich nach dichter Wohnbebauung!
Anfang der 1990er gab es Geschosswohnungsbau, damals gab es Perspektiven für 5-Millionen Eimnwohner innerhalb der Stadtgrenzen es kam anders, dass das jetzt in den 10er Jahren sich das dreht habe ich schon vor einigen Jahren erwartet aber die Planung ist fast immer Jahre zurück!
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Alt 13.03.12, 18:18   #159
PGS
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Das ist ja wirklich aberteuerliches Zeugs, was du erzählst.
Der BND ist zu allerst und vorrangig ein Nachrichtendienst und kein Geheimdienst. Wo ist da das Problem? My 2 cents. Nur mal so am Rande...
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Alt 13.03.12, 20:28   #160
Ufologe
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Der BND kein Geheimdienst? Was ist er dann? So ein Dienst heist "Nachrichtendienst" weil ein Teil seiner Aufgabe die Spionage ist, mit Nachrichten für die Tagesschau hat der nicht viel zu tun. Der Verfassubngteschutz un der militärische Anschirmungsdienst sind übrigens die anderen beiden deutschen Geheimdiesnste.
Ich will das Thema nicht vertiefen, aber dass der BND nur ein defakto Filiiale der CIA ist hat der ehemalige ARD-Korrespondent "Christoph Hörstel" in mehreren Interviews gesagt der selber quasi beim BND war.
Der ehemalige Mossad-Mitarbeiter.
Dass westliche Geheim-Dieste in sehr schmutzige Angelegegenheiten verwickelt sind dürfte seit USA 9/11 und London 7/7 bekannt sein. Die Gladio-Anschläge in Italien in den 1970ern sind mittlerweise offiziell als Taten weslicher "Dienste" gesichert. Sicher gibt es sone und solche Mitarbeiter beim BND, dass dieser aber insegesamt sollte man sich von der Vorstellung verabschieden, der BND vertrete die Interressen des deutschen Volkes. Leute, die das glauben leben in einen Elfenbeinturm.
Jetzt habe ich mich leider doch auf eine politische Diskussion eingelassen, was ich vermeiden will, deshalb meim Rat sich durch entsprechende Literatur und Webseiten zu informieren. Sonst wird das hier zu OT!

Beiträge zusammengeschoben. Bitte beachten: Das DAF ist ein Architekturforum. Die Aktivitäten des BND sollten nicht Thema dieses Threads sein. Danke.
Bato


So, hier noch mal ein Artikel zu damals geplanten Autofreiem Viertel (Viertel halte ich für übertrieben, würde eher von Siedlung sprechen):

http://kiezspione.wordpress.com/2011...anke/#more-974
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Alt 14.03.12, 03:31   #161
DaseBLN
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Gibt's nicht andere Foren für so was? Zumal Christoph Hörstel in den letzten Jahren mit jedem Auftritt eifriger und nerviger wurde (letzter Höhepunkt: sein Auftritt bei RT zum Thema Syrien) und inzwischen einen Großteil seiner ursprünglich durchaus vorhandenen Glaubwürdigkeit eingebüßt hat.

Um Mal zum Thema zurückzukommen: welche Verbindung in den Wedding würden denn eine Durchwegung des Geländes bieten? Westlich des Geländes liegt wie bereits erwähnt das Karftwerk Scharnhorststraße sowie der Spandauer Schiffahrtskanal, nördlich das weitläufige Gelände von Bayer Schering. Welche Wegbeziehungen würde also ein offenes Gelände an der Stelle bieten?
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Fotos im DAF: Moskau
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Alt 14.03.12, 08:05   #162
necrokatz
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Der BND-Komplex stellt doch erstmalig überhaupt ein Ziel dar, das einen nennenswerten Besucherstrom erzeugt. Der wilde Golfplatz der dort vorher war, war dies nicht.
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Alt 14.03.12, 13:27   #163
Golden Age
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Die letzten Beiträge argumentieren mit der Logik, dass großflächige, abgesperrte Bauten in Berlin Gang und Gebe sind. Also folgt das BND-Areal einer gewissen Tradition von introvertierten Monumental-Arealen, die sicherlich auch wertig ausfallen können. Allerdings schafft man so Fakten bevor Berlin den nächsten Schub durch den neuen Flughafen, neue Firmen-Ansiedlungen und Zugezogene erhält und kreiert dadurch eben zu viele (unnötige) Zusatzkosten.

Ich kann mich mit dieser "Status Quo" Argumentation nicht anfreunden. Nur weil man denselben Fehler solche riesigen innerstädtischen Flächen abzuschotten immer wiederholt, wird er dadurch nicht besser, sondern manifestiert das "Hindernislaufen" und die sicherheitsbedingte Belastung für Wohnviertel nur noch weiter. Sicherlich gab es diese Tradition auch in Bonn, aber weitestgehend nicht in den Wohnvierteln.

Ich sage voraus, dass es eventuell einen Exodus dieser Ämter und Großfirmen aus den Innenstädten geben wird wie es z.Z. in Frankfurt geschieht. Dort zieht die EZB aus der City raus um am Stadtrand den modernen Sicherheitsanforderungen von heute (und morgen) gerecht zu werden. Diesen Weg der Weisheit hat man auch von der Bundesbank gelernt, die sich von Anfang an auf der grünen Wiese bei Frankfurt-Ginnheim (in der Nähe der Autobahn) angesiedelt hat. Wie im letzten Post erwähnt, macht Degussa nun dasselbe, da das Baugrundstück einfach zu wertvoll ist um als abweisendes Schneckenhäuschen erhalten zu werden.
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Alt 14.03.12, 13:44   #164
Ufologe
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Nochmal, was die Glaubwürdigkeit von Hörstel und co. angeht sollte in anderen Foren und Seiten sich jeder selber informieren. BND-Taten hin oder her: Ich möchte in dieser Lage keine Festung haben die mit einen Graben umrundet ist. Gut, wenn es wirklich eine mittelalterliche Festung wäre hätte ich nichts dagegen. Nur mal am Rande (nicht ganz erst gemeint): Wie sollen bei unserem Klima die Krokodile bzw. Alligatoren dort im Wasser überleben, wird der graben beheizt?
Der Standort wurde von der Bu-Ri damit begründet, dass er nahe am Kanzleramt sei, in Zehlendorf sei die Kaserne sei zu weit. Der BND macht hier keine Ausnahme bei der Geldverschwendung, anstatt günstig erstmal in bestehende Gebäude (bei der Staatverschuldung sinnvoll) zu ziehen werden für Unsummen neue gebaut!
Ich finde außerdem das das Teil zu hoch gebaut ist , nicht in Traufhöhe.
Nebenbei finde ich Trauhöhemässig, dass eine Menge Bausünden in den letzten Jahren passiert sind. Z.B. ist das "Ernest&Young"-Haus am vor dem Tränenpalast (wo Monate nach Baubeginn festgestellt worden ist dass die gar nicht hätten bauen dürfen das das Geländer der Bahn gehört). Ich finde hiere und da Hochhäuser gut, dann aber richtig, keine "Halbagesägten Klötze", also Traufhöhe oder mindestens 80 Meter, damit kommt die Traufhöhe wieder richtig raus, weil sich diese Hochhäuser dann entsprechend "abgrenzen".
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Alt 14.03.12, 14:08   #165
PGS
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@Golden Age:
Glückwunsch, treffende Analyse. Nur meine ich, eine falsche Schlussfolgerung gezogen. Deine "introvertierten Monumental-Arealen" sind charakteristische Merkmale einer Hauptstadt. Das ist (leider) überall so, egal ob nun in Paris, London oder Washington etc. und Städten mit Institutionen, die gewisse Sicherheitsbedürfnisse haben. Das tut der Urbanität keinen Abbruch. Diese Orte sind nicht trotz sondern auch wegen dieser Areale attraktiv. Dies sind aber wirklich Einschränkungen, mit denen eine offene Gesellschaft leben kann und muss. Selbst in Frankfurt ist es im Prinziop nicht anders, nur das dort Objekte mit Sicherheitsbedürfnissen wie die Deutsche Bank-Hq vertikal verdichtet sind.
Das BND-Areal hat eine innerstädtische Randlage (ähnlich übrigens der EZB), zudem ist das Viertel an der Chausseestr. nun wirklich nicht als die Retail-top-Lage bekannt. Ersatzweise würde dort irgendein banales Wohn-/Nutzflächen-Arrangement entstehen. Ich weiß nun wirklich nicht, was schlimmer ist. Vielleicht sollte man bei der ganzen Diskussion die Kirche im Dorf lassen und sich freuen, dass durch den BND das gesamte Areal gepusht wird und in den Fokus der Öffentlichkeit rückt.
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