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Alt 29.06.11, 14:13   #1
Robbi
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Rund um Schillerplatz und Ludwigsstraße (inkl. Karstadt-Areal)

Bereits seit einiger Zeit geistern Meldungen zu einer geplanten Neuentwicklung des Karstadt-Areals an der Ludwigsstraße durch die lokale Presse. Nachdem eine Entscheidung wohl unmittelbar bevorsteht, wird es denke ich Zeit, dem Projekt einen eigenen Strang zu widmen. Die Ludwigsstraße gehört zu den wichtigsten Einkaufsstraßen der Stadt und verbindet den Schillerplatz mit dem Gutenbergplatz. Sie weist Richtung Gutenbergplatz eine der höchsten Passantendichten in der Innenstadt auf. Nun zum Projekt:

Das in die Jahre gekommen Kaufhaus Karstadt soll neu gestaltet werden. Dazu gibt es zur Stunde widersprüchliche Meldungen. Gestern Abend noch verkündete der Mainzer Karstadt-Geschäftsführer Jörg Walloschek, die Entscheidung sei zugunsten der Multi Development GmbH gefallen, weil das Konzept aus Sicht von Karstadt für Karstadt selbst und auch die Stadt am zukunftsweisendsten sei. Heute Mittag ließ High Street-Sprecher Richard Speich wissen, dass Mitkonkurrent ECE noch keineswegs aus dem Rennen ist, die Entscheidung darüber liege schließlich beim Vermieter und nicht dem Mieter. Politik und Presse haben in den letzten Wochen ECE favorisiert, wobei die Stadt auf die Entscheidung keinen (unmittelbaren) Einfluss hat.
Quellen: Mainzer Rhein-Zeitung, Allgemeine Zeitung, Immobilien Zeitung

Mitbewerber Multi Development will sich also gegenüber dem mittlerweile bundesweit bekannten Mitbewerber ECE behaupten, der in vielen Städten bereits Einkaufszentren verwirklichte, zuletzt beispielsweise die im DAF dokumentierte Rhein-Galerie in Ludwigshafen und die Rathaus-Galerie in Leverkusen. Multi Development hat im Rhein-Main-Gebiet bereits das Lilien-Carré in Wiesbaden verwirklicht.

Sehr konkret sind die öffentlich bekannten Planungen für das Ludwigsforum noch nicht, da das Projekt ganz am Anfang steht und verschiedene rechtliche Unwägbarkeiten bestehen. Auf jeden Fall umfasst ist das derzeitige Karstadtgebäude an der Ludwigsstraße. Der Anfang der 60’er Jahre errichtete Komplex ist (wie so viele Karstadt-Filialen) schon seit geraumer Zeit inner- und äußerlich in die Jahre gekommen. Eröffnet wurde das Kaufhaus damals als Hertie, zuletzt befand es sich im Eigentum von High Street.

Auch von der Neuentwicklung umfasst sein soll das anschließende Gebäude der Deutschen Bank, wo sich ECE bereits ein Vorkaufsrecht an dem Grundstück gesichert hat. Wohl auch deshalb redet Multi Development bisher nur von „Modernisierungsmaßnahmen“ am Karstadt und einem „möglichen neuen Einkaufscenter“ als Ergänzung.

Ebenfalls einbezogen werden sollen das Karstadt-Parkhaus zwischen Bischofsplatz, Eppichmauergasse und Weißliliengasse, sowie der nicht zu Karstadt gehörende Pavillon zwischen Ludwigsstraße, Fuststraße und Gutenbergplatz. Der zurückgesetzte Teil, der sich über die Fuststraße erstreckt, gehört wiederum zu Karstadt. Zukünftig soll die Straße dort voraussichtlich mit einem Glasdach versehen werden und Fußgängern und Radfahrern offenstehen.

Wie aus den Plänen von ECE zu entnehmen war, soll eventuell auch das Areal zwischen Eppichmauergasse, Weihergartenstraße und Weißliliengasse bebaut werden, wo sich u.a. die Polizeiinspektion 1 befindet. Diese Pläne verfolgt Multi Development nicht.

Käme Multi Development zum Zug, soll Karstadt selbst in dem von der Ludwigsstraße zurückgesetzten Teil zwischen Bischofsplatz und Weißliliengasse liegen, Karstadt Sport direkt an der Ludwigsstraße, wo mit einer großzügigen Eingangsgalerie auch der Haupteingang sein soll.

Über die Höhe des Gebäudes an der Ludwigsstraße wird es sicher noch Streit geben. Geplant sind bei Multi Development laut Allgemeiner Zeitung drei Etagen à fünf Meter, erlaubt sind zZ. nur 12,50m. Grund ist der Domblick, den man von Ludwigsstraße und Schillerplatz hat. Dieser ist durch die niedrigen Pavillons momentan gewährleistet (wenigstens im Winter) und soll nicht verbaut werden.

Darüber hinaus sind ein Feinkostgeschäft im Untergeschoss und ein Restaurant unter dem Dach geplant. Vermutlich 380 Parkplätze sollen in den oberen Etagen entstehen.

Momentane Eckdaten:
  • Verkaufsfläche: 25.000-30.000m², wobei Karstadt mit 15.000m² den Löwenanteil einnehmen soll
  • anvisierte Kosten: variieren zwischen 135 und 300mio€
  • geplante Fertigstellung: 2015

Weitere Quellen hier, hier, hier und hier.

Zur Verdeutlichung der Lage zwei Screenshots von Google, mit Markierungen von mir:





Letzte Woche (am 21.06.2011) fand ein von der Stadt organisiertes Bürgerforum statt, das LudwigsstraßenForum. Dort ging es darum, die Bürger frühzeitig in den Planungsprozess einzubeziehen, Wünsche, Forderungen und Sorgen aufzunehmen. Ich war auch dort und kann sagen, dass es durchaus interessant war, auch wenn durch den frühen Planungsstand natürlich wenig Konkretes festgestellt werden konnte (was von vielen kritisiert wurde). Sorgen wurden seitens der Bürger laut, ob ein neues Einkaufszentrum nicht den umliegenden Einzelhandel zerstören würde. Dem wurde entgegnet, dass zum einen als Ankermieter der ohnehin schon vorhandene Karstadt einziehen werde und zum anderen, das darüber hinaus nur noch nicht vorhandene Branchen und nicht die üblichen Handelsketten einziehen sollen. Bei Betrachtung realisierter Einkaufszentren kann man da sicher kritisch sein, inwiefern das wirklich so kommen wird.

Weitere Forderungen waren, im Rahmen der Neugestaltung mehr Kultur einzubeziehen, die Baumreihen an der Ludwigsstraße zu erhalten, einen Kindergarten zu integrieren, am Bischofsplatz den Neubau an die in den 60’ern für das Parkhaus abgerissene Ruine des Bischofspalais anzulehnen (warum nicht rekonstruieren? ) und einiges mehr.

Ob die Stadt Wünsche der Bürger effektiv einbeziehen kann und will, wurde nicht eindeutig beantwortet. Natürlich kann nicht alles berücksichtigt werden, schon weil diverse Forderungen nicht miteinander vereinbar sind. Auch war etlichen Wortmeldern scheinbar nicht bewusst, dass nicht die Stadt, sondern ein Privater das Projekt vorantreibt, die Einflussnahme also begrenzt ist. Immerhin stellte OB Beutel die Möglichkeit zum Komplettausstieg in Aussicht, falls das nötig sein sollte. Darüber hinaus hat die Stadt aber ein gutes Druckmittel: die Plätze zwischen den Pavillons sind in ihrem Eigentum. Wenn diese Zwischenräume also (wie vermutlich geplant) bebaut werden sollen, kann die Stadt auf diesem Wege einen gewissen Einfluss nehmen.

Die Homepage des Forums bietet ua. einen Zeitplan für weitere Forumstermine und soll den aktuellen Stand der Planung zeigen. Ein Zeitungsbericht über die Veranstaltung befindet sich hier. Darüber hinaus kann man sich an dieser Stelle etliche weitere Grafiken und Bilder zum Thema anschauen, etwa den Bebauungsplan, den Domblick oder das Passantenaufkommen in der Mainzer Innenstadt.

-Bilder: Screenshots von Google-

Geändert von Robbi (13.09.12 um 11:37 Uhr) Grund: Links repariert
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Alt 11.07.11, 18:44   #2
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Einem IZ-Bericht zufolge, der sich auf eine Pressemitteilung von Multi Development stützt, wird nun doch ECE das Einkaufszentrum auf dem Karstadt-Areal entwickeln. Das Highstreet-Konsortium hat die Liegenschaft demnach bereits an ECE verkauft.
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Alt 11.07.11, 22:34   #3
Robbi
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Nach und nach treffen die Berichte dazu auch bei den anderen Medien ein. Nachdem ebenfalls heute Nachmittag die AZ eine Eilmeldung herausbrachte, sendete heute Abend auch der SWR in der Landesschau einen Film zum Thema (Klick!).

Dabei wird thematisiert, was schon in einem Zeitungsbericht ein paar Tage vorher angeklungen war: ECE plant wohl 2 Immobilien mit ein, die sich in kirchlichem Eigentum befinden. Zum einen das Haus der Pax-Bank neben der Polizeiinspektion (Ecke Eppichmauergasse/Weihergartenstraße) und zum anderen das Haus an der Fuststraße Richtung Bischofsplatz (von mir nicht im Plan markiert; da wo auf dem unteren Plan fälschlicherweise „Wache Sport“ steht). Das ist - ohne das weiter zu werten - natürlich ohne vorherige Rücksprache mit dem Eigentümer gewagt, es wird sich zeigen, ob die katholische Kirche verkauft. Momentan sieht sie dafür keinen Grund, was auch Karl Kardinal Lehmann bekräftigte. Rein optisch wäre es um das Gebäude an der Fuststraße nicht schade (man sieht es in dem oben verlinken Video), wohingegen das Haus der Pax-Bank durchaus schön ist. Wenn das ganze Projekt konkreter wird, stelle ich mal ein paar Fotos vom ganzen Areal rein, einiges kann man schon beim SWR-Video bewundern.

Nach momentanem Stand sehen die Pläne von ECE 30.000m² (Netto-)Verkaufsfläche vor, wo neben Karstadt 90 weitere Läden untergebracht werden. Kostenrahmen: 250mio.€.
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Alt 12.07.11, 10:34   #4
El Kremada
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Die Meldungen sind fast richtig. Man hat sich auf den Verkauf geeinigt, aber die Verträge sind noch nicht unterzeichnet. Verträge im Plural, weil die Mainzer Karstadt-Immobilie als Teil eines Portfolio-Deals an ECE gehen soll. Weitere Objekte in diesem Portfolio sind die Karstadt-Warenhäuser in Leonberg und Nürnberg (Langwasser), diese sind dort Teil von ECE-Projekten, also bislang in Highstreet-Teileigentum.

Das erklärt auch die etwas beleidigte, aber durchaus mit Kalkül veröffentlichte PM von Multi Development, in der das Nichterhalten des Zuschlags eingeräumt wird. Multi Developement war wohl recht chancenlos, ging es doch bei den Verhandlungen nicht nur um Mainz, was Multi und offenbar auch sonst kaum jemand wusste.

Was ECE nun in Mainz macht und ob überhaupt, ist unabhängig von diesem Verkauf zu sehen. Da wird ECE noch dicke Bretter bohren müssen, wenn sie selbst Hand anlegen wollen. Darauf setzt offenbar auch Axel Funke, Vorsitzender der Geschäftsführung von Multi noch ein bisschen Hoffnung: "Wir danken unseren Gesprächspartnern bei der Firma Karstadt und der Stadt Mainz für die gute und partnerschaftliche Zusammenarbeit und hoffen, dass sich für die Stadt und für Karstadt trotz unserer Nichtberücksichtigung noch ein vernünftiges Realisierungskonzept finden lässt."

Geändert von El Kremada (12.07.11 um 22:16 Uhr)
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Alt 21.07.11, 15:06   #5
El Kremada
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ECE nimmt erstmals öffentlich Stellung

ECE hat nun erstmals öffentlich Angaben zu dem Vorhaben gemacht. "Nach derzeitigem Stand gehen wir von 80 bis 90 Shopeinheiten für Einzelhandel, Gastronomie und Dienstleistungen aus", sagte Sandra Harms, Development Manager bei ECE, in einem Interview mit der "Allgemeinen Zeitung". Zudem bestätigte Harms die bereits kursierende Zahl von 30.000 m² Verkaufsfläche. "Wir haben eine Marktanalyse erstellt und halten die Größe von maximal 30.000 Quadratmetern für angemessen und verträglich", so Harms.

Fassadenwettbewerb geplant

Auf die Frage, welche Läden sich ECE in dem neuen Zentrum vorstellen könne, sagte Harms: "Wir haben uns genau angeguckt, was Mainz noch nicht zu bieten hat". Anschließend nannte sie Ketten wie Hollister, Apple, Desigual, Gant, G-Star, Jette Joop, Kiko, Noa Noa, Rituals, Accessorize und Massimo Dutti. Kritik an dem öffentlich noch immer nicht vorgestellten Entwurf, wieß Harms zurück. Einen überdimensionierten Klotz, wie von Kritikern befürchtet, werde es nicht geben, schließlich gebe die Stadt Größe und Höhen des Baukörpers vor. ECE wolle zudem einen Fassadenwettbewerb ausschreiben.
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Alt 21.07.11, 20:48   #6
frodoNtour
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frodoNtour könnte bald berühmt werden
Zitat:
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ECE wolle zudem einen Fassadenwettbewerb ausschreiben.
Ich hoffe an dieser Stelle ja, dass die Stadt Mainz sich gegenüber ECE mit einer hochwertigen architektonischen Gestaltung durchsetzen kann. Ein wenig "postmoderner Kitsch", an die Historie angelehnt

Druckmittel sind ja genügend vorhanden in Form von öffentlichem Raum (zwischen den Pavillons) und öffentlichen Gebäuden (Polizei). Außerdem kommt noch die katholische Kirche mit ins Boot, da neben dem Pax-Bank-Gebäude wohl noch dieses verklinkerte gelbe Gebäude gegenüber dem Karstadt-Nebeneingang der Kirche gehört. Für ECE wird es nicht so leicht.

Eine Frage, die ich mir stelle: Was soll aus dem PAX-Bank-Gebäude werden? Das steht doch unter Denkmalschutz!? Das einzubinden, dürfte spannend werden.
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Alt 06.05.13, 22:42   #7
Robbi
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Residenzpassage

Die Residenzpassage zwischen Schillerstraße und Großer Langgasse (Lage) soll abgerissen und neu gebaut werden, wie die Mainzer Rhein-Zeitung berichtet. Viele Details sind dazu noch nicht bekannt, sowohl Kultur- und Baudezernentin Grosse als auch die Betreiber des darin befindlichen Kinos halten sich bedeckt. Jedoch sei ein Investor gefunden und eine Bauvoranfrage bereits gestellt, am 15.05. wird das Vorhaben dem Planungs- und Gestaltungsbeirat präsentiert. Fest steht aber, dass auch in Zukunft eine Passage bestehen soll, auch plane man Gebäudeteile rechts und links davon in das Vorhaben einzubeziehen. Was auch immer das konkret heißen soll, wir werden es erleben
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Alt 06.07.13, 20:08   #8
Robbi
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Schillerstraße 36

Eigentlich hatte ich gedacht, es würde tatsächlich schon an der Residenzpassage gearbeitet, weil dort seit dieser Woche ein Kran steht. Doch der ist für einen Umbau zwei Häuser weiter: Schillerstraße 36 wird renoviert und aufgestockt (Lage markiert). Wie es aussieht, wird ein Satteldach errichtet, womit das einzige Flachdach in der Häuserzeile zwischen Kleiner Langgasse und Schillerplatz/Ludwigstraße verschwindet (Vordächer ausgenommen). Durchgeführt werden die Arbeiten von ROELO WOHN ART, die bereits das nahe gelegene Ärtzehaus am Schillerplatz umgestalteten. Ein erfreuliches Projekt, vor allem wegen des Dachausbaus, die Fassade war eigentlich schon vorher ganz schick.



Auszug vom Infoplakat im Schaufenster:
  • Entkernung und Neuordnung der gesamten Anlage, inkl. Haustechnik
  • Neugestaltung von Entree und Fassade, barrierefreier Zugang
  • Repräsentativer Innenausbau
  • Ausbau des 4.+5.OG mit Dachterrasse und Domblick
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Alt 08.07.13, 16:12   #9
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Ärztehaus am Schillerplatz

Das oben kurz erwähnte Ärztehaus am Schillerplatz (letzter Beitrag, Lage) ist jetzt so gut wie fertiggestellt. Links das Haus Schillerplatz 4-6 mit der Apotheke, deren Erdgeschossfassade nach langer Zeit jetzt endlich so gut wie vollendet ist.





Auch beim Haus Inselstraße 1-3 sind die Gerüste gefallen und präsentieren eine ganz interessante Fassadengestaltung, die vermutlich nicht jedermann gefallen wird, aber doch durch eine gewisse Unverwechselbarkeit besticht. Zur Erinnerung: Fotos der Gebäude vor dem Umbau.





Der neu geschaffene Eingangsbereich ist sehr großzügig geworden.



Blick durch die schmale Inselstraße zum Schillerplatz.



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Alt 07.08.13, 16:20   #10
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Schillerstraße 36

Schillerstraße 36 (^^) hat bereits einen neuen Dachstuhl.



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Alt 13.08.13, 09:50   #11
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Residenzpassage

Heute berichtet die MRZ von Neuigkeiten zur Residenzpassage (letzter Beitrag, Lage). Demnach konnte der neue Eigentümer Fischer+Co sich mit der Stadt nicht auf einen Neubauentwurf einigen, der auch dem erst im Juni 2013 extra für dieses Gebiet verabschiedeten Bebauungsplan gerecht wird. In Folge dessen bleibt die Residenzpassage auf unbestimmte Zeit erhalten, wobei sich Fischer+Co jetzt verständlicherweise bemühen, die teilweise leerstehenden Ladenlokale neu zu vermieten. Eine gute Nachricht wie ich finde, gerade wegen der beiden Kinosäle, die zwar zu Cinestar gehören, aber meistens interessante Spartenfilme zeigen. Schön wäre es natürlich, wenn die Passage auch renoviert wird, jetzt wo ihr Bestand sichergestellt ist. Vor allem das große Mosaik an der Fassade zur Großen Langgasse könnte eine Sanierung gut gebrauchen.
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Alt 21.03.14, 11:00   #12
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Osteiner Hof

Das barocke Adelspalais Osteiner Hof am Schillerplatz (Lage) wurde gestern verkauft und soll saniert werden. Das 1747-52 für das gleichnamige Mainzer Adelsgeschlecht gebaute, repräsentative Anwesen war bis zur Besatzung durch napoleonische Truppen in Familieneigentum, anschließend wurde es enteignet und forthin öffentlich genutzt, vor allem als Sitz diverser Militärverwaltungen. Nachdem der Osteiner Hof wie alle Gebäude am Schillerplatz im 2. Weltkrieg völlig ausbrannte, erfolgte 1947/48 auf Betreiben der französischen Besatzung die Wiederherstellung. Nach deren Abzug nutzt seit 1958 die Bundeswehr die Räumlichkeiten, die aber zum 31.03.2014 abziehen wird. Weitere Infos und Bilder zum Gebäude bietet wikipedia hier, zum Schillerplatz allgemein dort.

Der Osteiner Hof hat durch seine prägnante Lage als Abschluss des Schillerplatzes eine hervorgehobene Stellung und kann sicher auch darüber hinaus als eines der schönsten erhaltenen Adelspalais in Mainz gelten. Charakteristisch sind die abgerundeten Ecken und der rund vorspringende Mittelrisalit, sowie die darüber befindlichen, kuppelförmigen Dächer. Der mittige Balkon wird traditionell zur Ausrufung der 5. Jahreszeit am 11.11. um 11:11 genutzt, wodurch er für die Mainzer noch eine besondere Bedeutung hat.

Bisher war der Osteiner Hof im Eigentum der BImA (Bundesanstalt für Immobilienaufgaben), wurde aber, wie gestern bekannt wurde, an die Osteiner Hof-Entwicklungsgesellschaft mbH verkauft. Dahinter stehen die DEUWA (Deutsche Wohn- und Anlagengesellschaft Wiesbaden mbH) und die AK Projektmanagement Beteiligungs GmbH.

Damit ist eine längere Strecke der Unsicherheit beendet, denn geraume Zeit war unklar, wer das Gebäude nach Abzug der Bundeswehr erwerben und nutzen könnte. Bereits seit 2008 stand das Gebäude für 9mio€ zum Verkauf. Die Stadt sah sich jedoch mangels Geld außerstande, hier einzusteigen. Der neue Eigentümer will neben dem Kaufpreis 18-20mio€ in die Sanierung investieren, wobei auch eine Tiefgarage unter dem Innenhof errichtet werden soll, die über die Gaustraße erschlossen wird. Unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes wird es künftig eine Mischung aus Wohnen und Dienstleistung geben, darüber hinaus ist die öffentliche Nutzung des Balkons am jeweiligen 11.11. gesichert. Die hohe Summe für die Sanierung war auch lange das größte Problem bei der Käufersuche, da durch die hohen Räume und den Denkmalschutz die Nutzfläche trotz der Größe des Gebäudes eher beschränkt ist. Zudem wurde wohl in den letzten Jahrzehnten kaum etwas verändert, so dass die Installationen und Isolierungen im Gebäude hoffnungslos veraltet sind.

Zum Zeitrahmen: In etwa sechs Monaten soll die Sanierung beginnen, welche dann wiederum 12-14 Monate dauern soll. Quellen: PM der Stadt Mainz, Allgemeine Zeitung. Anbei ein paar Aufnahmen des Osteiner Hofs. Ein paar Erläuterungen zum Bauschmuck auch auf dieser Seite.

Frontalansicht Schillerplatz.


Foto: Berthold Werner, bei wikipedia veröffentlicht unter CC-BY-SA.

Detail des Wappens über dem Mittelrisalit.



Blick in den Innenhof.


Foto: Carmol7, bei wikipedia veröffentlicht unter GNU Free Documentation License.

Blick die Gaustraße hoch zur Stephanskirche.



Der Zugang von der Gaustraße aus, wo zukünftig die Tiefgargenzufahrt liegen soll.


Foto: Symposiarch, bei wikipedia veröffentlicht unter CC-BY-SA.

Detail Fischweiberbrunnen (Elsa Montag, 1943).



-alle nicht anderweitig gekennzeichneten Bilder von mir-
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Alt 27.04.15, 17:34   #13
Robbi
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Ludwigsstraße 3

Endlich wird das Wohn- und Geschäftshaus Ludwigsstraße 3 (Ecke Große Langgasse, Lage) renoviert. Das 1898 errichtete Gebäude hat viel von seinem ursprünglichen Glanz verloren. Vor allem durch das ziemlich unpassende Dach mit der Antennenlandschaft und die grauenhafen Fenster im EG und mehr noch dem 1. OG. Vor einer Weile wurde das Haus verkauft, was der seit den frühen 70'ern dort ansässige Elektrohändler als Grund nahm auszuziehen (siehe AZ). Wie es aussieht, will der neue Eigentümer das Gebäude renovieren, heute wurde mit dem Aufbau eines Gerüsts begonnen. Anschließend soll im Ladengeschäft ein Juwelier einziehen. Bis gestern lagen im Fenster des Erdgeschosses auch Umbaupläne, die leider heute weg waren. Soweit ich das erkennen konnte, werden die Fensterfronten in den unteren beiden Geschossen erneuert und das Dach als Walmdach mit mittelgroßen, eckigen Gauben ausgebaut. Sollten die Pläne wieder mal im Fenster auftauchen, reiche ich Fotos davon nach.





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Alt 28.06.15, 22:53   #14
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Ludwigsstraße 3

Bei der Ludwigsstraße (letzter Beitrag #52) hat man die Fassade EG und 1.OG ordentlich aufgeräumt. Die ersten Fassadenprofile dafür scheinen schon wieder montiert zu sein. EG und 1.OG werden vertikal "gebunden", d.h. man kehrt von der horizontalen Gliederung des Vorzustandes ab.
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Foto(s) soweit nicht anders angegeben von mir
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Alt 10.07.15, 17:42   #15
Robbi
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Osteiner Hof

Die Sanierung des Osteiner Hofs am Schillerplatz scheint loszugehen. Der letzte Zwischenstand hier, Infobeitrag dort. Seit heute informiert ein Plakat darüber, dass 42 Appartements und 7 Büroeinheiten geschaffen werden sollen. Die Abbildungen darunter zeigen: EG+1.OG 1746, Ansichten Anfang des 20.Jh, EG+1.OG 1948, Ansichten 1948/2015.



Ende Mai 2015 hatte ich die Gelegenheit, mir den Innenhof anzuschauen, gut zu sehen auch auf der DAF-Karte. Der Eingang zum Hof führt an den Mauern der Nachbarhäuser an der Gaustraße (rechts) und den Remisen vorbei.



Der leicht verwilderte Garten mit Buchsbaumhecken.



Am rückwärtigen Balkon wurde damals schon gearbeitet.



Blick zu den Remisen, links im Hintergrund die Kapelle auf dem Gelände der Maria-Ward-Schule.





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