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Alt 14.01.18, 11:22   #76
Ruhrgebietskind
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Hört sich gut an, vielen Dank.
Dann will ich mich da mal einbringen. Gespräch mit Dreiers, bin ich gespannt. Den Dreiers gehört ja auch noch der Industrieklub schräg gegenüber.
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Alt 20.01.18, 09:42   #77
PacoDo
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PacoDo befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Altes Rathaus

Die Initiative wächst und wächst. Inzwischen hat sie 350 Mitglieder und es gibt erste positive Rückmeldungen aus der Dortmunder Politik.

Der Artikel vom vergangenen Samstag ist inzwischen Online. Verbunden übrigens mit einer Abstimmung, ob das Alte Rathaus wieder aufgebaut werden soll.

https://www.ruhrnachrichten.de/Staed...n-1247781.html
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Alt 20.01.18, 09:57   #78
Ruhrgebietskind
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Die Euphorie ist toll, zumal auf Facebook auch viele junge Menschen mitmachen, die Dortmund ja nur so kennen, wie es ist.
Aber, eine Diskussion über das, was geht und was nicht geht, vermisse ich.
Ich habe schon mal hier geschrieben, einfach nur eine angeklatschte Fassade halte ich für Käse. Das Ding muss nach allen drei Seiten frei stehen, wenn es wirken soll, also Norden, Süden und Westen müssen frei einsehbar sein und man muss drum rumgehen können.
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Alt 20.01.18, 12:25   #79
Kreuzviertel
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Was schon mal ganz sicher nicht geht, ist der Abriss des Hansa-Carrés und sehr wahrscheinlich auch nicht der Abriss des Büro- und Geschäftshauses Kronen am Markt. Für eine Komplettrekonstruktion käme somit nur ein neuer Standort in Frage, zum Beispiel am heutigen Friedensplatz (Neuer Markt). Aber wäre das denn so viel besser als eine Teil-Reko am Originalstandort? Wohl eher nicht...
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Alt 20.01.18, 13:23   #80
Ruhrgebietskind
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Ich glaube, das wäre besser. Nur die Fassade, das wäre für mich den Einsatz nicht wert. Ganz abgesehen davon, dass ja auch dann auf die vorhandene Etageneinteilung in der Krone am Markt Rücksicht genommen werden müsste, so dass unter Umständen Treppen innerhalb des Gebäudes entstehen würden oder aber die Fassade den Etagen angepasst werden müsste und damit die gesamten Proportionen in Frage gestellt werden. Hinzukommt die Frage, wie man die Zuwegung innerhalb des Gebäudes gestalten will, wenn man zum Beispiel Räumlichkeiten an die Fassade und die entsprechende Fensteraufteilung anpassen muss.
Auf der anderen Seite hat die Stadt mit der Errichtung des Neutores an einer historisch nicht exakten Stelle letztendlich trotz aller vorherigen kontroversen Diskussionen eine gute Entscheidung getroffen. Die Positionierung des Tores an der jetzigen Stelle findet niemand als unpassend. Natürlich bleibt die Frage, wo ein geeigneter Standort ist, aber auch diese Diskussion sollte man führen, erst recht unter der Annahme, dass die Gebrüder Dreier sich der Diskussion nicht anschließen werden und keine baulichen Maßnahmen ergreifen werden. Diese Annahme halte ich für die wahrscheinlichste.
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Alt 20.01.18, 14:15   #81
Kreuzviertel
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Meinst du den Adlerturm? Dieser entstand allerdings exakt über dem Original-Fundament eines mittelalterlichen Wehrturms. Nein, für mich ist der Standort in diesem speziellen Fall essentiell. Das Alte Rathaus gehört einfach an den Alten Markt. Eine Rekonstruktion der Fassade wäre für mich daher eine gangbarer (Mittel-)Weg.

Sollte dies warum auch immer nicht umsetzbar sein, wie wäre es denn mit einem Wiederaufbau der einst so prachtvollen Dortmunder Synagoge? Hier wäre für mich ein neuer Standort übrigens denkbar - und zwar direkt auf der gegenüberliegenden Straßenseite.
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Alt 20.01.18, 15:03   #82
Ruhrgebietskind
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Ja, natürlich Adlerturm.
Die Synagoge war wirklich ein Prachtbau, wer ein Gefühl für die Proportionen und den Raumeindruck bekommen möchte, soll nach Essen fahren. Dort steht sie in einem ähnlichen Baustil, heute Museum.
Ja, hätte ich nichts dagegen, nur dazu muss man die jüdische Gemeinde mit ins Boot holen, ob das klappt, weiß ich nicht. Sollte dann ja auch von denen genutzt werden.
Aber noch mal zum Alten Markt: Der hat ein völlig neues Gesicht bekommen, dort ist nur noch ein altes Haus aus der Zeit vor dem Krieg stehen geblieben, die Großbauten prägen den Charakter, von daher ist am alten Markt eigentlich kein Platz mehr für das Rathaus.
Auf der anderen Seite ist das Rathaus ein Identifikationsmerkmal Dortmunds geworden, es wird heute verbunden mit der großen und langen Historie als reichsunmittelbare Stadt der Hanse, es steht heute auch für Dortmunds Wohlstand und blühende Jahre. Ich glaube, dass solch ein zentraler Bau, der die Geschichte einer Stadt widerspiegelt, sehr wichtig ist, wichtiger als der Standort allein. Und noch mal: Was passiert mit der Initiative und dem Engagement, das sich jetzt abzeichnet, wenn sich bei Dreier keine Tür öffnen lässt? Legt man dann das Thema zu den Akten und sagt "vielleicht in zehn Jahren wieder" oder bleibt man dran und denkt über Alternativen nach, die sich natürlich in erster Linie auf den Standort beziehen müssen. Der Friedensplatz könnte ein Standort sein, weil dort baulich nach Osten hin noch eine Lücke besteht , auch andere Standorte wie Hansaplatz oder Kleppingstraße, Ecke Ostenhellweg wären denkbar, an letzterer Stelle würde sich das gut in das Ensemble Marienkirche, Reinoldikirche , Vehoff-Haus einfügen.
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Alt 20.01.18, 15:06   #83
Flo-Joe-Do
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Flo-Joe-Do hat die ersten Äste schon erklommen...
Ich finde die Diskussion echt lächerlich. Das Bauwerk IST Geschichte, es entspricht nicht mehr den häutigen Ansprüchen, wäre nur eine Imitation und wäre somit überflüssig. Das Ergebnis wäre einfach unpraktischer verbauter Neubau.

Es wird gar nicht an die heutigen Bauvorschriften gedacht, so ein öffentliches Gebäude würde heute nicht mehr zugelassen werden dürfen. Und das auch zurecht!

Ich war vor kurzen mit einem Bekannten der im Rollstuhl sitzt in Münster. Die Altstadt ist für so jemanden eine Qual. Ein Nachbau des Mittelalterlichen Rathauses wäre ein diskriminierender Rückschritt.

Ich will die Dortmunder Geschichte nicht leugnen, aber so eine angepasste Imitation könnte auch in den USA oder China stehen, damit sie sich eine Bautradition aufbauen. Ein kleines Model oder eine Gedenktafel an Orten reicht meiner Meinung nach völlig. Übrigens wer einblicke in das alte Dortmund haben möchte, der sollte in das Museum im Adlerturm oder ins Museum für Kunst- und Kulturgeschichte gehen und sich die entsprechenden Ausstellungen anschauen und nicht die bestehende Stadt verunstalten.

Dortmund sollte sein Geld wirklich in andere wichtigere Projekte stecken, z.B. den barrierefreiheien Umbau vieler öffentlicher Gebäude oder der Stadtbahn.
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Alt 20.01.18, 16:36   #84
FanDerModerne
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FanDerModerne sitzt schon auf dem ersten Ast
Rathaus

Das ist natürlich eine sehr strikte Meinung, die ich aber in Teilen sogar nachvollziehen kann.

Es kann für mich einzig und allein geschichtliche Gründe haben. Alles andere ist reine Geschmackssache. Ich bin nach wie vor nicht der Meinung vieler, dass „alte“ Architektur immer die bessere ist.

Wie gesagt, geschichtlich kann ich den Wunsch nach Wiederaufbau verstehen und kann mir ihn auch an anderer Stelle vorstellen. Am aktuellen Platz sehe ich da wenig Möglichkeiten, da es nunmal keinen platz gibt und wohl auch im Rathaus gar noch genug Platz gibt, um die derzeitigen Mieter aufnehmen zu können.
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Alt 20.01.18, 16:52   #85
Ruhrgebietskind
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Kann ich verstehen, den Standpunkt. Und so wird wahrscheinlich auch die Mehrheit der Dortmunder denken.
Trotzdem ist das Thema nicht totzukriegen und hat immer wieder in Dortmund große Wellen geschlagen.
Große Teile der Dortmunder Politik haben sogar beim Plan für den Neubau des neuen Rathauses den Vorschlag unterbreitet, dieses neue Rathaus in der Kubatur und mit der Fassade des Alten Rathauses aufzubauen. Der Plan ist nur deshalb verworfen worden, weil das Rathaus dann zu klein ausgefallen wäre . Die Bereitschaft, es an dem Platz aufzustellen, an dem jetzt das neue Rathaus steht, bestand ebenfalls.
Ich glaube, dass die Stimmung in der Bevölkerung insgesamt, was Rekonstruktion anbetrifft, anders geworden ist . Das liegt an den erfolgreichen Wiederaufbauten in Dresden, in Potsdam mit dem alten Markt und jetzt auch in Frankfurt, zum Teil in Berlin mit dem Aufbau des Stadtschlosses. Jeder, der in Dresden war, sieht, dass der wieder aufgebaute Neumarkt mit der Frauenkirche ein fantastisches Ensemble darstellt, was sehr große Zustimmung in der Bevölkerung gefunden hat und ein Touristenmagnet geworden ist. Das wird in Frankfurt mit dem Aufbau des Römers dieses Jahr genauso werden. Wir werden sehr viel darüber im Fernsehen sehen und darüber lesen. Potsdam hat bereits bewiesen, dass mit dem Wiederaufbau des alten Marktes und dabei der Anlehnung an das historische Vorbild (Beispiel Palais Barberini, was jetzt Museum ist) ein Magnet für die Stadt und ein Anziehungspunkt für Touristen entstanden ist, der eine enorme Wirkung erzielt. Auch der Wiederaufbau des Stadtschlosses in Potsdam hat dazu beigetragen. Ähnlich wird es mit Sicherheit in Berlin nach dem Aufbau des Berliner Schlosses sein. Von daher kann man niemanden verdenken, dass solche Überlegungen auch für Dortmund eine Rolle spielen, letztendlich auch nur auf kleiner Flamme aber immerhin, und insofern sehe ich das Thema in Dortmund nicht als erledigt an.
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